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Kundenrezensionen

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am 20. März 2011
Nachdem ich meine 450D 3 Jahre ausgereizt hatte, war ein Um-/Aufstieg fällig.

Die 60D kam mir sehr gelegen. Wenngleich in vielen Rezensionen von einem Abstieg in der xxD Klasse gesprochen wird, so kommen mir die angemeckerten Punkte sehr gelegen - SD-Karten kann ich weiter nutzen, Magnesium Gehäuse braucht wohl nur der Profi, der mehrere Bodys um die Schulter geschnallt hat und die Kameras ständig aneinander knallen!

Puuuhhh, aber ganz ehrlich, welcher ambitionierte Hobby- oder Amateurfotograf geht so unachtsam mit seinem Material um?
Den etwas langsameren Serienbildmodus gegenüber der 50D hat keine Bedeutung... ich komme ja von der 450D mit 3,5 Bildern/sec. ;-)

Den Klappbildschirm kannte ich von meinen früheren Zeiten mit der Powershot G3 und fand dies ein weiteres nettes Gimmick. Beim Filmen oder Macros sehr hilfreich, heute bei einer Veranstaltung aus der hinteren Reihe: Kamera hoch halten und über die Köpfe hinweg fotografieren - klasse.

Wichtige Kriterien, die für mich wichtig für eine Entscheidung bzw. Aufstieg waren:
- Hohe ISO Empfindlichkeit (ich fotografiere viel in Innenräumen mit ungünstigen Lichtverhältnissen, Blitz nicht immer möglich oder zu wenig Reichweite). Hier hatte die 450D schon bei ISO 800 deutliches Rauschen.
Hier gleich meine erste Begeisterung bei ersten Tests. ISO 3200 sind kein Problem, um nicht zu sagen, erst bei 100% am Bildschirm ist hier überhaupt etwas vom Rauschen festzustellen. Selbst ISO 6400 sind akzeptabel, wenn man die Ausbelichtungen auf kleinere Formate bis 13x19cm ausgibt.

- Schärfenachführung bei Serienbildern mit bewegten Motiven. Mann, da hatte die 450D echte Schwierigkeiten. Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Die 60D ist einfach eine andere Klasse. Zehn aufeinander folgende Bilder bei einem auf mich zubewegenden Objekt waren alle optimal scharf. Klasse!

- Weißabgleich. Bei der 450D war es wohl eher Zufall, wenn der Weißabgleich mal gepasst hat. Daher hatte ich mir für alle Aufnahmen angewöhnt, in RAW zu fotografieren und jedesmal alle Bilder zu überarbeiten (was mit Canons DPP wenigstens schnell zu bewerkstelligen ist). Bei einfachen Aufnahmesituationen, bei denen Situationen nur dokumentiert werden sollen, kommt es nicht auf das letzte Quentchen an Qualität an, da fand ich die ständige Nachbearbeitung manchmal lästig, zumindest aber zeitaufwändig.

Die 60D trifft den Weißabgleich zu fast 100%. Ob innen mit wenig oder viel Licht, Kunstlicht oder Außenaufnahmen mit Sonne oder Schatten, das Ergebnis ist geradezu beeindruckend. Dokumentationen in JPG sind nun ohne Probleme und Nachbearbeitung möglich.

PS: Hier hilft natürlich auch die Funktion der Vignetierungskorrektur in der Kamera. Mein Immerdrauf Canon EF-S 18-200 IS hat hier doch eine sichtbare Schwäche, die seither nur im RAW (einfach) korrigiert werden konnte. Die 60D macht dies gleich selbst und speichert das JPG ohne die lästige Randabdunkelung.

- Auflösungsvermögen: In vielen Testberichten und Rezensionen wird von den Schwächen von Megazooms und deren Auflöung gesprochen und dass hier 12 Megapixel ausreichen. Meine Meinung: vergesst das und testet es selbst! Unumstritten bleibt der Sinn und Zweck von solchen Auflösungen im anspruchsvollen Hobby-Bereich. Ein (1) RAW-Bild hat schlappe 28-30MByte Größe. Macht bei gerade mal 100 Bildern knappe 3GB. Klar, Speicher wird immer billiger und Festplatten kosten nicht die Welt.
Aber auf einem 3 Jahre alten PC kann man diese Datenmengen kaum noch in vernünftigen Zeiten bearbeiten. Alleine der Bildwechsel dauert etwas (Scharfstellung bei 100% ca. 3-5 Sekunden), von einer Massenkonvertierung eines Urlaubsordners mit 500 Bildern dauert fast eine Ewigkeit.

Nun aber zurück zum Anfang des Absatzes: Eine aus ca. 20m entfernte Tanne mit demselben 18-200 Objektiv aufgenommen, einmal 450D, einmal 60D und demselben Bildauschnitt betrachtet: Es ist frappierend, wie die einzelnen Nadeln der Tanne bei der 60D bei 100% noch zu erkennen und zählen sind. Bei der 450D und 12MPixel konnte hier nur noch ein "Ast" erkannt werden, der wie bei einer Tanne aussieht.
Wie wird wohl das Ergebnis bei einem L-Objektiv aussehen...

Ich persönlich finde gegenüber der 450D noch klasse:
- ISO Begrenzung im Auto-Modus
- LCD-Display mit ANzeige der wichtigsten Einstellungen
- Videomodus (muss ich noch ausgiebig testen. Da ich aber kein Videofilmer bin und nur zwischendurch meinen Sohn festhalten möchte, klasse Funktion. Soweit nur meine ersten Versuche: Video klappt und Qualität für mich ausreichend)
- Objektivkorrekturen in der Kamera (wie Vignetierung, etc.)

Leider ein lästiger Nachteil, wurde aber bereits mehrfach beschrieben. Das Einstellrad lässt sich nicht 360° drehen, sondern hat am Ende einen Anschlag. Also vom Movie Mode zu Custom Mode... 19 Rasteinstellungen zurück.

Trotzdem: Entschluss nicht bereut, volle Punktzahl.

Resümee:
Alle Aufsteiger aus der Consumerklasse xxxD können getrost auf die 60D aufsteigen.
Alle Semiprofis sollten wohl von der xxD auf die 7D aufsteigen. Hier werden einfach andere Anforderungen gestellt, wie Microadjustment des Focus, mehrere Speicherkartenslots, CF-Card, etc.

Alles andere wurde bereits geschrieben.

PS: Nun werde ich so langsam mit meinem Sigma 70-200/2.8 auf Tour gehen. Sollten sich hier Neuigkeiten ergeben, schreibe ich eine erweiterte Rezension.

Nachtrag 22.04.2012
-------------------

Inzwischen habe ich einige Tausend Fotos geschossen, bin immer noch glücklich.
Microadjustment - wie von einem Kommentator geschrieben - ist reiner Marketing Gag. Wenn das Licht stimmt, focussiert die 60D mit den verschiedensten von mir getesteten Objektiven astrein (Sigma 70-200 f2.8 HSM II, Tamron 18-200mm, Tamron SP 60mm f2 Macro, Canon 24-105mm f4 L, Canon 18-200 EF-S, Canon EF-S 10-22mm, Tamron 18-270mm)

Ein weiterer Liebling von mir ist das EF-S 10-22mm USM. Ich habe hierzu eine eigene Rezession geschrieben. Und bei Weitwinkel ist der Focus eh nicht so das Problem, da in diesen Brennweitenbereichen eigentlich alles scharf ist, wenn die Linsen es zulassen. Aber im Zusammenspiel mit der 60D, absolute Empfehlung.
Gerade in diesem extremen Weitwinkelbereich ist der Klappbildschirm absolutes muss. Man loegt hier ständig auf den Knien oder komplett auf dem Boden, um die extremen Bildwinkel von Blumen, Menschen oder allen möglichen sonstigen Objekten eindrucksvoll abzulichten.
Selbst Überkopfbilder sind hier immer wieder gefragt. Kurzum, ich möchte den Klappbildschirm nicht mehr missen.
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am 19. Dezember 2011
Jeder Cent für die 60D hat sich gelohnt. Ich habe eine einigermaßen umfangreiche Halbprofiausrüstung und schon mehrere 10000 Bilder mit der 60D gemacht. Da ist es Zeit für eine lobende Rezension.

Vergleiche mit der 50d, auf die es hier vielen anzukommen scheint, kann ich leider nicht anstellen, da hatte ich nie eine. Ob sich der Umstieg also lohnt, kann ich nicht beurteilen. Zwischen der 1000D, mit der ich erste Schritte mit digitalen Canon EOS Kameras gemacht habe, und auch von der 550D ist es aber ein gewaltiger Sprung, der sich lohnt. Teilweise bei der Bildqualität, wobei bereits die 550D ja denselben Sensor und Prozessor verwendet, so dass sich hier keine Unterschiede ergeben sollten. Am meisten bei der Bedienung, wo die 60D richtig auftrumpft. Dazu sogleich. Zum oft bemängelten Gehäuse kann ich immerhin Entwarnung geben. Was zunächst nach Kratzern aussieht, stellt sich später als Ablagerungen von Mikrostaub auf der leicht rauen Oberfläche heraus. Ich war anfangs davon auch wenig begeistert und erschrocken. Tatsächlich sieht meine 60D immernoch aus wie neu, die "Kratzer" sind nach einem längeren Aufenthalt im gepolsterten Rucksack noch jedes mal wieder verschwunden.

Die 18 Megapixel lassen mit anständigem Objektiv auch keinerlei Wünsche offen. Die Farben sind super, für die immense Auflösung ist das Rauschen toll unter Kontrolle. Es mag ja sein, dass die aktuellen Nikons hier noch besser sind. Die Entscheidung zwischen Canon und Nikon ist aber schon wegen des beiderseits tollen Systems eine Glaubensfrage, die man irgendwann nicht mehr so leicht revidiert. Es geht hier eh um sicherlich messbare, aber optisch kaum bemerkbare Unterschiede. Sicher, bei ISO 2000 wirds sichtlich krieselig und auch Lightroom 3 kann keine fehlerfreie Reduktion mehr leisten. Bis ISO 1600 können sich aber sogar die direkten JPEGs sehen lassen. Damit kann man auch in spärlich beleuchteten Räumen bei Blende 4,0 ordentliche Bilder machen, wenn es sich nicht gerade um rennende Kinder handelt. Dieser einzige Kritikpunkt ist also wirklich Jammern auf hohem Niveau. Die Schärfe ist umwerfend und wird von meiner Alltagslinse teilweise kaum bedient. Das 15-85 EFS ist sicher nicht schlecht, kann den Sensor aber nur bei Blende 5,6 und unter 50 mm (am liebsten 24mm) ausreizen. Meine anderen stets mitgeführten Linsen, das EFS 60 mm 2,8 und das EF 70-200 liefern atemberaubende Details. Ein schlechteres Objektiv als das 15-85 mm, also etwa das EFS 18-130, das ich an der Kamera auch schon gesehen habe, kann hier nur enttäuschen. Wenn es manchmal nicht ganz scharf ist oder der Kontrast fehlt, die 60D kann nichts dafür.

Richtige Punkte für den anspruchsvollen Amateur/Halbprofi sammelt die Bedienung. Die Kamera liegt toll in der Hand und löst schnell aus. Die oft geäußerte Kritik am Bedienrad ist mir egal, meistens fotografiere ich in "M", Videos drehe ich nicht. Die 9 Kreuzsensoren ermöglichen einen echten Servo AF, der das unvermeidliche Zittern bei Makros auffängt und sogar 1:1 Makros aus der Hand möglich macht. Dabei hilft auch der gute Sucher. Man kann beim Blick durch ihn exakt scharf stellen. Bei ganz schwierigen Situationen greife ich auf das exzellente, schwenkbare Display zurück, aber LiveView ist mir immer etwas zu umständlich. Wenn man's generell mag, wird man am Display der 60D seine Freude haben. Wer lieber durch den Sucher sieht und auf das eigene Gefühl, unterstützt von der Belichtungsmessung im Sucher und auf dem hilfreichen kleinen Display auf der Gehäuseoberseite, vertraut, freut sich, dass sich das Display umdrehen und so geschützt verbergen lässt. Rundum gelungene Konstruktion! Die 7D ist in all diesen Belangen, vom Display abgesehen, noch eine ganze Klasse besser. 19 Sensoren und ein noch größerer, scharfer Sucher erlauben sicher noch mehr Flexibilität. Die 60D liefert hier sicherlich nur die Minimalausstattung für anspruchsvolle Fotografen, aber die ist immerhin enthalten und funktioniert prächtig. Wie ich jemals ohne ein Display zum schnellen Einstellen von AF, Drive, ISO und Messmethode arbeiten konnte, ist mir fast ein Rätsel geworden. Die gut 5 RAWS pro Sekunde, die sie auf eine "Class 10"-SD Karte bannt, hauen sicher auch niemand um, der seine CF-Karten in einer 1D füllt. Für anständige Sportaufnahmen ist sie aber durchaus (grade) schnell genug.

Alles in allem bietet die 60D für Fotografen, die ein oder mehrere gute Linsen mit USM ihr Eigen nennen, einen echten Mehrwert gegenüber ihren kleineren Schwestern und liegt näher an der 7D als an der 600D/550D. Durch ihr geringeres Gewicht ist sie etwas mobiler. Am besten gleich den Akkugriff dazu besorgen, damit lassen sich auch die Telelinsen halten.

Irgendwann wird für mich die einstellige Liga kommen, ich rüste meinen Linsenaparat entsprechend auf. Aber auch dann werde ich die 60D sicher als Zweitgehäuse behalten. Die ca. 100 000 Auslösungen, die Canon als Lebensdauer des Verschlusses angibt, werden sicher viel zu schnell kommen. Da die Lebenszeit meiner alten 1000D aber auch um ein Vielfaches überschritten wurde, hoffe ich, dass mir die 60D noch lange Freude machen wird!
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am 20. April 2011
Hallo Zusammen,
seit ca. 2 Jahren bin ich stolzer Besitzer der "Canon EOS 1000d". Mit ihr habe ich den Einstieg in die DSLR-Fotografie gemacht und auch war auch immer zufrieden. Nachdem der Mensch nach Verbesserungen strebt und das dafür nötige "Werkzeug" zu haben ist, habe ich mich damit beschäftigt eine neue Kamera für mich zu finden.
Nachdem ich mich in diversen Foren, Testberichten und Bewertungen schlau gelesen habe, bin ich auf zwei für mich infrage kommenden Modelle von Canon gestoßen.
Zum einen die EOS 550d und zum anderen die EOD 60d.

Ich möchte nicht alle, von meinen Vorrednern erwähnten Vorteile und auch Nachteile aufzählen, sondern nur die mir persönlich aufgefallenen Punkte aufführen.
Um eines klar zu stellen. Ich habe mir eine FOTOKAMERA gekauft und keinen Camcorder.(Soll heißen ich filme nicht! ergo, Video -brauch ich nicht-))

Der Vergleich (550d / 60D):
Schon als ich die 550d das erste Mal in der Hand gehalten habe, ist mir der fast 1:1 Body zur EOS 1000d aufgefallen. Natürlich sind die Bedienelemente anders, aber die Gehäusegröße und das Gewicht sind nahezu identisch. Das ist in sofern nicht so gut, da ich bei der 1000d einen Batteriegriff verwendet habe, der es mir ermöglichte, dass ich die Kamera besser in der Hand halten konnte. Das liegt wohl an meinen relativ großen Händen. Bei der 60d ist der Griffwulst auf der rechten Gehäuseseite deutlich größer und für mich griffiger. Hier benötige ich auch keinen Batteriegriff.
Bezüglich der Bedienung kann ich nur sagen......super. Alle Bedienungselemente sind gut erreichbar und nahezu alle Funktionen mit der rechten Hand bedienbar(550d & 60d). Das Display ist schon fast riesig (hallo...ich hatte ne 1000d !). Die Darstellung der Menüpunkte oder auch der Bilder zur Kontrolle ist glasklar und auch aus der seitlichen Perspektive gut abzulesen.
Was mir besonders gut gefallen hat ist der Näherungssensor bei dern 550d der das Display ausschaltet sobald man sich dem Sucher nähert. Diesen sucht man leider bei der 60d vergebens(??). Der ist vor allem gut, wenn man im etwas Dunkleren durch den Sucher nicht durch das Display geblendet wird. Im Vergleich zur 1000d ist die 550d zwar deutlich schneller was die Datenverarbeitung angeht, jedoch ist mir im Vergleich zur 60d aufgefallen, dass sie hier doch langsamer ist und die Kamera dann so 4-5 Sekunden (Reihenaufnahme RAW+JPG max. Res) einen Break einlegt der bei der 60 d nicht festzustellen war. Woran das auch immer liegen mag, unschön ist es auf jeden Fall. Bezüglich des Schwenkdisplays bei der 60d kann ich nur sagen....spitze.......aber warum erst jetzt?
Zum einen kann man das Display einklappen und hat hier einen 100% Schutz, zum Anderen ist es natürlich für die viel beschriebene Live-View-Funktion schon eine feine Sache. Dass der Näherungssensor fehlt ist für mich leider nicht so ganz nachvollziehbar, aber ich helfe mir damit, indem ich das Display zur Seite schwenke und so nicht geblendet werden kann. Außerdem sind dann nicht immer die "Nasenabdrücke" auf dem Displayglas ;-)

Natürlich habe ich auch die Bildschärfe zwischen den 3 Bodys verglichen. Unübersehbar ist hier natürlich der Megapixelvorsprung zur 1000d. 10,1 zu 18 Megapixel. Hier ist bei 100% Abbildung auf dem Monitor ganz klar das bessere Bild zu sehen. Die Bildschärfe kann ebenfalls bei der 550d und bei der 60d als deutlich besser beschrieben werden. Gegenüber der 550d hat die 60d ja 9 Kreuzsensoren was ihr bei der Fokusierung (Genauigkeit) einen Vorsprung bietet. In Sachen Fokusiergeschindigkeit nehmen sich die beiden Neuen aber nichts. Hier war ich aber auch schon mit der 1000d zufrieden.

Bei der 60d ist das Modus-Wählrad auf der linken Body-Seite angebracht. Das ist im ersten Moment ein wenig gewöhnungsbedürftig (die 1000d und die 550d haben es auf der rechten Seite) aber das ist nicht so ungünstig wie es schon meine Vorbewerter beschrieben haben. Was aber neu ist, ist die Lock-Funktion. Man kann also das Modusrad nur verstellen, wenn man in der Mitte gleichzeitig die Taste zum Entriegeln drückt. Zugegeben: bei den ersten Bedienungen hat mich das ein wenig genervt bzw. irritiert, aber das ist alles Gewohnheitssache. Das ist wohl eine Funktion die von einigen Fotografen gefordert wurde. Und mir ist es auch schon bei meiner 1000er passiert, dass ich beim Tragen der Kamera versehentlich das Rad verstellt habe und es nicht sofort bemerkt habe. Inzwischen habe ich mich daran gewöhnt und finde es nicht so schlecht wie teilweise beschrieben.

Das Zusatzdisplay der 60d auf der rechten Gehäuseseite ist super. Hier sind die Grundeinstellfunktionen schnell ablesbar auch wenn der Monitor eingeklappt ist. Ebenso finde ich die vier Tasten zur direkten Auswahl der Funktionen AF, Drive, ISO und Belichtungsmessverfahren nur Vorteilhaft. Schneller kann man nicht auf das Setup der Kamera zugreifen. Bei Dunkelheit ist das kleine Display sogar beleuchtbar!

Was Allerdings in Sachen "Schnellbedienung" an der 60d der Hammer ist, ist das sog. Schnellwahlrad und der Multicontroler auf der Gehäuserückseite. So kann man quasi nur mit dem Daumen alles Einstellen, was es einzustellen gibt. Z.B. kann über das bekannte Hauptwahlrad (hinter dem Auslöser mit dem Zeigefinger) die Belichtungszeit und über das Schnellwahlrad (an der Rückseite mit dem Daumen) die Blendenwerte einstellen. Auch ist die Spreizung für die Belichtungsreihe hier superschnell wählbar. Das ist wirklich TOP.

Weniger schön ist meines Erachtens die Positionierung der Löschtaste bei der 60d gelungen. Diese befindet sich links vom Sucher über dem Display. Wenn man das soeben geschossene Bild gleich wieder (schnell) löschen will, muss man hier erst mit der linken Hand agieren. Das ist ein wenig umständlich. Aber vielleicht will man so das versehentliche Betätigen ausschließen(?).
Das stellt für mich aber kein NO-GO dar.
Was ich auch nicht so schön finde an der 60er ist, dass die Abblendtaste auf die rechte Seite am Bajonetsockel für das Objektiv gerutscht ist. Da fand dich die Lösung auf der linken Seite bei der 550d und der 1000d etwas glücklicher. Vielleicht gewöhne ich mich noch daran......

Die Videofunktionen habe ich zwar mitgekauft, sind für mich aber absolut unwichtig. Hierzu kann ich keine Aussage machen. Ich persönlich halte sowieso für Quatsch mit aller Gewalt eine eierlegende Wollmilchsau kreieren zu wollen. Von meiner Seite ist es wünschenswert, dass man sich bei der Entwicklung von FOTO-Kameras auf die Fotofunktion konzentriert und nicht versucht mit dem Strom zu schwimmen......ist halt Ansichtssache?!

Fazit:
Die Aspekte er 550d:
+ 18 Megapixel
+ Näherungssensor
+ großes und klares Display
+ leicht
+ schnell und leicht zu bedienen
+ Abblendtaste links leichter zugänglich
+ Löschtaste mit dem Daumen bedienbar
- kein Schwenkdisplay

Die Aspekte der 60d.
+ 18 Megapixel
+ großes und klares Display
+ leicht
+ schnell und leicht zu bedienen
+ Multicontroler
+ Schnellwahlrad
+ Zusatzdisplay
- Abblendtaste rechts nicht so leicht zugänglich
- Löschtaste nicht mit dem Daumen bedienbar
- kein Näherungssensor

Wie vielleicht schon aus dem oben Beschriebenen zu erkennen............ich habe mich für die 60d entschieden!!!

Der Einkauf bei Amazon war wie immer ein Vergnügen. Produktbeschreibung, Preis und Lieferung waren Erstklassig...wie immer eben ;-)

Für meine Tests habe ich folgende Objektive verwendet:
* Sigma DC 18-250mm 1:3.5-6,3 OS HSM
* Sigma 10-20mm 4-5,6 EX DC HSM
* Canon EF 50mm 1:1,8 II

Als ext. Blitzgerät kam ein:
* Sigma EF-530 DG Super ETTL-II zum Einsatz.

Ich hoffe meine Eindrücke und Erfahrungen die ich mit den beiden Kameras machen konnte haben euch ein wenig geholfen.
Viel Spaß beim Auswählen und Fotografieren wünscht

Martin
66 Kommentare| 181 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. Dezember 2012
Nachdem ich lange Jahre die Canon 400D verwendet habe und immer zufrieden war, sollte doch etwas Neues her. Insbesondere die besseren LOW-Light-Eigenschaften sowie die Möglichkeit per Software zu "Zoomen" bachten mich zu der EOS 60D.

Ausschlaggebend für die Entscheidung zu Gunsten der Canon 60D gegen die 600D oder noch aktuellere 650D war die etwas bessere Bedienbarkeit durch das zusätzliche Wählrad und das Schulterdisplay sowie den größeren Body, der für meinen Geschmack besser in der Hand liegt. Hier würde ich aber jedem raten, das selbst zu probieren.

Nun zu der Bewertung.

Bildqualität und ISO:
Ich will hier nicht auf Labortests eingehen, sondern aus den bisher gemachten Erfahrungen berichten, die ich mit dieser Kamera gemacht habe. Die bisher gemachten Bilder überzeugen mich voll. Die Qualität ist sehr gut und man hat viel Potential nachträglich zu schneiden und zu zoomen. Ich verwendet die Kamera zu 90% für Landschaft und am Tag. Von daher brauche ich keine extrem hohen ISO Werte. Im Bereich bis ISO 400 konnte ich zur EOS 400D keine gravierenden Unterschiede feststellen. Danach hat die 60D Vorteile. Mehr als ISO3200 würde ich aber nicht empfehlen. Theoretisch sind ISO 12800 möglich, was allerdings nur dann verwendet werden sollte, wenn es gar nicht mehr anders geht und ansonsten kein Bild möglich ist. Über JPG kann ich keine Aussagen machen, da ich immer RAW aufnehme und danach bearbeite.

Bedienung:
In der Bedienung sehe ich die größten Vorteile gegenüber der 400D und auch den aktuellen drei- und vierstelligen Kameras von Canon. Das zweite Wahlrad sowie das Schulterdisplay erleichtern viele Einstellungen und machen die Bedienung sehr viel komfortabler. Ich möchte das nicht mehr missen. Alleine schon das Scrollen durch die aufgenommenen Bilder mittels Wahlrad geht deutlich schneller als bei den kleineren Modellen. Auch der direkte Zugriff auf die ISO Werte, Fokus oder weitere Einstellungen ist einfach gelungen.

Schwenkdisplay:
Hierzu muss ich sagen, dass ich hier noch geteilter Meinung bin. Sicherlich ist es hilfreich für Situationen über Kopf oder nach am Boden. Hier kann man dann doch gezielter Fotografieren als bisher. Jedoch stört mich, dass das Display nicht aus geht, wenn man durch den Sucher schaut. Das war bei der 400D echt toll gemacht. Jetzt kann man das Display alternativ wegklappen. Ich finde das jedoch immer umständlich, da ein kurzer Kontrollblick auf das Display dann nicht mehr so einfach möglich ist. An dieser Stelle würde ich auch etwas Abzug geben.

Haptik:
Oft kritisiert wird hier das Plastikgefühl der EOS 60D im Vergleich zu den vorherigen zweistelligen Modellen. Mich stört es ehrlich gesagt nicht und ich bin sehr zufrieden, was die Griffigkeit angeht. Im Vergleich zur 400D und anderen dreistelligen natürlich deutlich besser. Wem die 60D noch zu klein ist, der kann sich auch den Batteriegriff dazukaufen, der den Vorteil bietet, einen zweiten Akku einsetzen zu können.
Ich finde es sehr angenehm, dass die 60D nicht zu schwer ist. Ich gehe gerne wandern und nehme dann meine Kamera mit. Da ist jedes gesparte Gramm wertvoll. Natürlich wären kleinere Kameras noch besser, aber dann fehlt wieder der Bedienkomfort.

Autofokus:
Der Autofokus ist für mich nicht allzu wichtig. Portrait ging bereits auch mit der 400D schon zufriedenstellend. Bei Landschaft hat man meist mehr Zeit und braucht keinen super schnellen Fokus. Allerdings muss ich sagen, dass der Fokus in der ein oder anderen Sitation schon seine Vorteile ausspielen durfte und ich freudig überrascht war, was möglich ist. Hier merkt man schon die neun Kreuzsensoren. Man sollte aber auch sagen, dass es immer gut ist auch lichtstarke Optiken zu verwenden. Je mehr Licht, desto treffsicherer ist der Autofokus.

Filmen:
Hier verwendet ich meist die manuelle Fokussierung und arbeite eher mit kurzen Clips, als mit längeren Videos. Wer sich einmal einen Film entsprechend kritisch anschaut, wird merken, dass dort so gut wie nie gezoomt wird und die einzelnen Szenen immer relativ kurz sind. So versuche ich es auch zu halten und selbst bei Familienfeiern die einzelnen Sequenzen so kurz zu gestalten, dass nicht gezoomt und fast nicht nachfokussiert werden muss. Wenn man dies beherzigt, dann gelingen mit der 60D herrliche Videos in FullHD.

Dateigröße:
Man sollte immer die Dateigröße im Auge behalten und entsprechend auch Hardware und Speicher bereitsstellen. Besonders wer wie ich Bilder nachbearbeitet muss damit rechnen, einen entsprechenden PC mit ausreichend Festplattenkapazität zur Verfügung zu haben.

Für wen würde ich die Kamera empfehlen?

Die Kamera ist generell für alle Nutzer geeignet. Einsteiger werden wohl nicht unbedingt alle Funktionen benötigen, können aber auch Vollautomatisch arbeiten und entsprechend direkt gute Bilder machen. Wer nur im Vollautomatischen Modus fotografieren möchte, sollte jedoch über die vier- oder dreistelligen Modelle nachdenken, da man hier bares Geld sparen kann.
Fortgeschrittene und Profis (als Zweitbody) werden keine manuellen Einstellungen vermissen. Wenn nicht unbedingt schnelle Bildfolgen und ein enormer Autofokus für Sport benötigt wird, können auch Profis zugreifen.

Lohnt sich der Umstieg von 550D, 600D oder 650D?

Von der Bildqualität her würde ich "nein" sagen, da der Sensor in allen aktuellen Modellen bis hinab zur 550D gleich ist. Hier kommen nur Autofokus, Bedienkonzept und Haptik zum Tragen. Ob man das Geld ausgeben will, muss jeder selbst entscheiden.

Am Ende macht nicht der Body das Bild, sondern das Objektiv. Ich würde mir die 60D aber jederzeit wieder kaufen. Für das Geld bekommt man eine sehr gute Kamera. Wer wie ich aus Hobby Bilder macht und kein Geld damit verdient, wird voll Glücklich werden.

Ich hoffe die Rezension war hilfreich.

Viele Grüße, Jan
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am 19. Dezember 2010
Da schon viel über die 60D geschrieben worden ist, und auch viele gute Testberichte im Netz zu finden sind, möchte ich hier nur anhand von Spiegelstrichen eine Gegenüberstellung mit der kleineren 550D veranschaulichen.

Ich habe mir die 550D im März 2010 gekauft, nachdem ich zuvor jahrelang mit verschiedenen Nikon-DSRL's fotografiert habe.
Vor einiger Zeit habe ich mir für die 550D das Tamron 17-50 2.8 gekauft - eine meiner Meinung nach perfekte Kombination.
Eigentlich war/bin ich mit der 550D sehr zufrieden, da ich aber ein technik-verliebtes Spielkind bin, musste unbedingt eine 60D her... :-)

Bei dem Vergleich bin ich von identischen Rahmenbedingungen ausgegangen, also in beiden Fällen unter Verwendung des Tamron 17-50 2.8.

Hier nun also zunächst die Vorteile der 60D gegenüber der 550D:
- der Body ist größer, gröber gummiert und hat eine andere Oberflächenstruktur, liegt dadurch besser in der Hand - wichtig bei größeren Objektiven
- Der Sucher ist merklich größer und scheint leicht (!) grünlich getönt - sehr angenehm
- Das ausklappbare Display bietet bei einigen Aufnahmesituationen Vorteile, so dass man sich nicht verbiegen muss
- eingebaute Wasserwaage
- Wahlrad auf der Rückseite zur Dateneingabe und zum Durchblättern von Fotos
- beleuchtetes Display
- schnellere Bildfolge
- Weißabgleich in Kelvin einstellbar - hilfreich bei Beleuchtung durch Energiesparlampen
- AF-Modul verbessert durch mehrere Kreuzsensoren
- sehr langlebiger Akku (noch länger als der ohnehin schon sehr gute Akku der 550D)
- Verschluss scheint hochwertiger und klingt auch so - mehr nach SLR
- mehr Einstellungsmöglichkeiten
- interner Raw-Converter ermöglicht anhand eines Fotos genaue Kelvin-Einstellung des Weißabgleiches

...und hier die Nachteile gegenüber der 550D
- Blitzaufnahmen mit dem verwendetem Objektiv waren alle deutlich unterbelichtet - die 550D belichtet bei identischen Einstellungen tadellos!
- deutlich schwerer
- Bedienung nicht so intuitiv wie bei der 550D
- Wahlrad zur Belichtungsanpassung während des Fotografierens schlecht zu erreichen
- Änderung der ISO-Einstellung ohne Hinzusehen nur mit Glück möglich, da Knöpfe neben dem oberen Display zu flach
- ausklappbares Display klapperte bei einem meiner beiden Modelle, da es nicht passgenau verriegelte
- man schleppt immer einen relativ dicken "Klotz" mit sich rum, nicht so dezent wie die 550er, hat aber in Sachen Bildqualität keinen Vorteil!
- bei montiertem Displayschutz ist es, je nach Stärke der verwendeter Folie, vorbei mit dem Zuklappen des Displays, da der Platz zwischen Display und Gehäuse nicht ausreicht.

Die Qualität der Fotos ist -wie bereits erwähnt- in Bezug auf die sichtbare Auflösung identisch!
Gleicher Sensor, gleicher Prozessor, aber eine leicht geänderte Software, da die Farben ETWAS (!!!) anders dargestellt werden. Aber das sind wirklich nur Feinheiten für Pixelschubser (wie mich :-) ).
Wer möchte, kann die Farben mittels der mitgelieferten Software PictureStyleEditor anpassen, was bei der 550D mit ihren etwas "plüschigen" Rottönen auch Sinn machen kann. Da sollte aber wirklich nur jemand rangehen, der weiß, was er macht!!!
Ich verwende die Einstellungen "Standard" oder "Neutral" mit leicht verringerter Sättigung der Rottöne und ebenfalls leicht geänderter Kontrastkurve (Tiefen ganz leicht angehoben/Höhen ganz leicht verringert, was einen etwas geringeren Kontrast bewirkt).

Einen Vorteil in Sachen Bildqualität zugunsten eines der beiden Modelle könnte ich hier trotz kalibrierter Displays am Rechner nicht erkennen (...auch, wenn "CHIP" die 60D in Sachen Bildqualität bei 100% sieht, die 550D aber nur bei 93,3%. Etwas merkwürdig bei gleichem Sensor und etwas weicherem AA-Filter der 60D!?! Einen leichten Unterschied hätte ich aufgrund der geänderten Software-Engine als angemessen empfunden, da die NR-Einheit überarbeitet worden ist, aber diesen drastischen Unterschied schiebe ich mal eher auf des Testers Affinität zu neuen Produkten.
"Traumflieger" hingegen hat der 60D aufgrund des geänderten AA-Filters mit 1878 zu 2051 Linien eine etwas geringere Auflösung als der 550D attestiert. Aber das sind theoretische Werte, die man nur unter Laborbedingungen wird sehen können, die also keinen Einfluss auf das für den Endnutzer am heimischen Rechner sichtbare Bild haben).

Ich habe mich für die 550er entschieden, da ich bei Spaziergängen durch den Wald oder Wanderungen im Gebirge wenig Gewicht und Größe bei guter Qualität haben möchte.

Wäre ich jetzt noch so ambitioniert wie früher, also mit mehreren (auch größeren) Wechselobjektiven, würde ich aber sicherlich die 60D bevorzugen.
Ein 70-200er an der 550er macht denke ich nicht soooo viel Sinn, da ich bei Stativaufnahmen Bedenken hätte, dass mir das Bajonett aus dem Body reißt.
Aber das ist eher eine Bauchentscheidung. Aus Kunstftoff sind schließlich beide Gehäuse.

Alle drei Kameras, also meine 550D und auch die beiden 60D, hatten übrigens Probleme mit der Justierung. Alle hatten einen leichten Frontfokus.
Meine 550er habe ich inzwischen von Canon justieren lassen. JETZT sind die Ergebnisse auch bei Offenblende perfekt!

Schade finde ich nur, dass einem die erste Freude nach dem Kauf einer neuen Kamera durch mangelde Fertigungsgenauigkeit verdorben wird.
Bei der ersten der beiden 60D kam noch hinzu, dass auf der Oberseite der Mattscheibe zwei Schmutzpartikel lagen, die sich nur durch den Service von Canon hätten entfernen lassen können.

Aber bei Nikon habe ich das auch schon erlebt - scheint also (leider!) normal zu sein...
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am 17. Januar 2012
Dies soll nun keine vollständige Rezension sein, sondern vielmehr ein kleiner Hinweis für alle die, die wie ich damals zwischen der 60D und der 7D schwanken.
Ich habe mich damals für die 60D entschieden. Ich vergebe an dieses Produkt (4,5->)5 Sterne, die Gründe finden Sie zahlreich in den anderen positiven Bewertungen.

Ich hatte vor dem Kauf die technischen Daten beider Kameras verglichen und bin zu dem Entschluss gekommen, dass mir primär das Display gegenüber dem Autofokussystem und der hohen Bildrate mehr wert ist (ich fotografiere wenig Bewegung). Auch mit weniger CustomFunktionen, etc kann ich leben.

Im Sommer habe ich mit ein ein paar Freunden einen dreiwöchigen Roadtrip durch die USA unternommen, einer meiner Freunde benutzt die 7D, dabei war ein direkter Vergleich möglich. Mir sind dabei 3 Kleinigkeiten in der Bedienung aufgefallen, die nur die 7D beherrscht, mir aber so nicht bewußt waren.

Was jetzt folgt ist "Gejammer auf hohem Niveau" und soll eher als eine zusätzliche Entscheidungshilfe zwischen diesen beiden Modellen verstanden werden.

Ich habe meine EOS nicht primär als Urlaubskamera angeschafft, würde ich aber zuhause kaum fotografieren und Sie nur zu Reisen auspacken würde ich folgende Punkte stärker in meine Überlegung mit einbeziehen:

1. Der Weißabgleich lässt sich bei der 7D über die Schultertasten einstellen, hat man dazu Liveview aktiviert, kann man so die Kelvinwerte durchscrollen, das Ergbenis kann man direkt am Display sehen. Bei der 60D ist das meines Wissens nicht möglich dieses direkt anzeigen zulassen. Im Urlaub fotografiere ich zu allen möglichen Tageszeiten und Orten, Lichtstimmungen wechseln daher häufiger.

2. Wenn man ebenfalls die Videofunktion benutzt, muss man bei der 60D das Wählrad auf diese Einstellen. Die Videofunktion liegt allerdings an einem Ende des Rades, Fotografiert man befindet man sich doch meist in C, M, Av oder TV am anderen Ende. Man muss nun das Wählrad von einem Ende zum anderen Ende drehen. Beim Drehen muss es noch zeitgleich entriegelt werden (Der Knopf auf dem Wählrad muss dabei nach unten gedrückt werden). Durchgedreht werden kann es nicht.
Die 7D erleichtert den Wechsel zwischen Foto und Video elegant durch einen einfachen Kippschalter, praktisch wenn man für ein Erdhörnchen oder Vogel schnell wechseln muss, oder generell oft Videoschnipsel und Bilder gleich oft aufnimmt.

3. Die 7D verfügt über eine eigene Taste um zwischen RAW/JPEG wechseln zu können, bei der 60D muss dieses zumindest über das Quickmenü erfolgen. Ich habe nie durchgehend eins der beiden verwendet und häufiger je nach Qualität des Motivs auch gewechselt. Eine solche Taste würde auch der 60D nicht schaden.

Ansonsten bin ich sehr zufrieden...
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am 15. Dezember 2010
Ich habe mir als "ambitionierter Amateur" diese Kamera gekauft, was bedeutet, dass ich anders als viele hier in den Rezensionen NICHT den Vergleich mit dem "Perfektzustand" ziehen werde - wer möglichst perfektes Material will, der sollte in die entsprechenden Profi-Segmente bei Body und Objektiven investieren.

Meine Bewertung bezieht sich auf das Kit mit EF-S 18-135mm 3.5-5.6 IS. Wenn ich mich zu technischen Details äußere, dann tue ich das in eben dieser Rolle als Amateur. Bildrauschen, Verzeichnungen, Vignettierung und chromatische Aberrationen messe ich nicht mit Labor-Equipment, sondern sehe mir A4-A3 Abzüge an bzw. am PC digitale Rohdaten.

PRO
==========
+ Solide Verarbeitung (kein Spiel bei einzelnen Bauteilen, sinnvolle Details wie z.B. das leichte Einrasten des Klapp-Displays)
+ wertige Haptik (macht einen stabilen Eindruck)
+ "liegt gut in der Hand"
+ gute Bedienbarkeit (aufgeräumte, mehr oder weniger intuitive Bedienelemente, gute Menüführung)
+ sehr praktisches schwenkbares Display mit hoher Auflösung
+ viele Einstellmöglichkeiten
+ Anschlussvielfalt (USB / AV / HDMI)
+ Eye-Fi-Unterstützung (Datenübertragung von der Kamera zum PC/Mac via WLAN)
+ Sinnvoll abgestimmte Automatik-Programme
+ Individuelle Presets möglich
+ Umfangreiche Blitzsteuerung, auch mehrerer externer Blitze (drahtlose Auslösung)
+ sehr gutes Rauschverhalten bis ISO 800
+ gute Serienbild-Rate von 4-5 Bildern / Sek. (unter Realbedingungen)
+ guter AF
+ sehr gute Bildstabilisation
+ HD-Videofunktion

NEUTRAL
==========
* Minimalausstattung mit Zubehör (Trageriemen, Akkuladegerät, that's it)
* leichte, aber typische Vignettierung des Objektivs
* leichte, aber typische Verzeichnungen bei kurzen Brennweiten
* Vordefinierte Kreativ-Filter (ist ganz nett, muss aber nicht)

NEGATIV
==========
- Neigt zu Unterbelichtung (was man durch +1/3 Belichtungskorrektur beheben kann)
- Keine Gegenlichtblenden bei Objektiven (auch nicht im Kit > typische Canon-Krankheit)
- Keine AF-Nachführung im Videomodus (nur manuelle Nachfokussierung möglich)
- In den längeren Brennweiten (ab 100mm) chromatische Aberrationen in den Randbereichen
- kein GPS (auch nicht optional)

Kurzum: mir macht sie Spaß und erfüllt ihren Zweck voll und ganz, auch mit Blick auf die mögliche Qualität der Aufnahmen. 5 Sterne.

Es sei an dieser Stelle nochmals gesagt: aus dem Material der 60D kann man eine Menge rausholen. Ich würde mal vermuten, dass 70% der hier gemachten negativen Aussagen eher damit zu tun haben, dass die Leute technisch nicht versiert genug sind (z.B. Beschwerde über Unschärfe bei > 200mm mit kleiner Blende) ODER einfach zu hohe Ansprüche an eine Consumer DSLR stellen - wie gesagt, es gibt ja auch noch die 7D, 5D, 1D-Reihen.

Wer blutiger Anfänger ist, sollte ggf. die günstigeren "dreistelligen" Canons, z.B. die 550er, ins Auge fassen um für weniger Geld erstmal zu gucken, ob es überhaupt "das" Hobby ist. Auch mit den kleineren Kameras lassen sich sehr gute Bilder machen, die SLR-Technik erkunden und besser als Kompakte sind sie allemal, sogar die EF-S-Objektive kann man bis zur 7D rauf verwenden (1,6er Crop / APS-C).
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am 4. Oktober 2012
Seit ca. 4 Jahren fotografiere ich mit einer Canon EOS 450D und war/bin mit der Kamera an sich sehr zufrieden. Nun stand aber endlich mal ein Upgrade an. Ich habe mich längere Zeit mit der Auswahl einer neuen Kamera beschäftigt. Da ich mit dem Handling der 450D sehr gut zurecht komme und zusätzlich zum Kit-Objektiv (18-55mm IS) schon zwei weitere Objektive habe und nutze (50mm/1.8 und 60mm/2.8 Makro), hat sich meine Auswahl auf Canon-Kameras eingeschränkt. Zur möglichen Wahl standen: 600D, 650D, 60D oder Warten auf eine irgendwann verfügbare 70D.
Aufgrund der Tatsache, dass ich auch schon auf die 650D länger gewartet hatte, um diese in die Auswahl miteinzubeziehen und ich von den Features letzen Endes doch nicht 100%ig überzeugt war, wollte ich den "Fehler" mit einem weiteren Warten auf eine imaginäre 70D nicht machen. Zumal hier mit einer Wartezeit von mindestens nochmal 6 Monaten zu rechnen wäre.

Wichtige Punkte für meine Entscheidung:
- Nutzung der Kamera fast ausschließlich für Fotografie, kaum oder kein Video
- bessere Low-Light-Fähigkeit als die 450D
- guter Akku
- gute und schnelle Bedienbarkeit - ich forografiere vor allem im Tv- oder Av-Modus und ändere gerne auch mal einige Einstellungen (AF-Modus, Auswahl AF-Punkt, Belichtungsmethode, Belichtungskorrektur, ...)
- guter und heller Sucher

Nachdem ich die 60D eines Freundes ein paar Tage zur Probe hatte, entschied ich mich für diese Kamera.
Der einzige Punkt, der mich etwas zögern ließ, war die Tatsache, dass die 60D schon zwei Jahre alt ist und nicht mehr den neuesten Sensor und Prozessor enthält (hier gewinnt die 650D). Da ich aber mit der Bildqualität der 60D nach einigen Testtagen mehr als zufrieden war, war dies kein Hinderungsgrund mehr. Zumal der Preis in letzter Zeit noch etwas gesunken ist - preislich bewegen sich 60D und 650D fast schon in der gleichen Liga.

Positiv:
- das Handling ist sehr gut. Die Kamera liegt gut in der Hand und fühlt sich deutlich wertiger an als z.B. die 450D
- die Bedienung aller wichtigen Funktionen ist sehr gut geregelt, sodaß viele Einstellungen sehr schnell geändert werden können, wenn man sich ein wenig mit den Knöpfen beschäftigt. Ansonsten bietet auch die Q-Taste einen schnellen Zugriff auf alle wichtigen Einstellungen. Aber da es noch separate Auswahlknöpfe für den AF-Modus, die Einzel/Serienbild-Wahl, die Belichtungseinstellung und ISO gibt, sind auch diese Dinge sehr schnell änderbar, wenn es mal nötig ist. Gerade wenn man nicht ausschließlich mit einer Vollautomatik fotografiert, ist der schnelle Zugriff auf solche Sachen sehr hilfreich
- das Top-LCD-Display ist hervorragend. Man gewöhnt sich sehr schnell daran und hat immer alle wichtigen Einstellungen sofort im Blick, ohne auf den LCD-Schirm angewiesen zu sein
- die Bildqualität ist (trotz zwei Jahre altem Sensor und DIGIC4) hervorragend und für meine Ansprüche absolut ausreichend. Ich wüsste nicht, was mir ein neuer und besserer Sensor zusätzlich an Qualität bringen sollte. Und die Auflösung von 18MP ist mehr als ausreichend
- die Qualität bei wenig Licht ist sehr gut - auch Bilder mit ISO6400 sind noch ansehnlich. Und dann kann man immer noch auf 12800 erhöhen. Für meine Ansprüche mehr als ausreichend
- sehr gut finde ich die Möglichkeit, die RAW-Bilder in Originalauflösung zu speichern, die JPG-Bilder aber in einer geringeren Auflösung. Für einen schnellen Check am Computer ist das ein sehr schönes Feature
- für Canon-Objektive erlaubt die 60D eine automatische Vignettierungskorrektur "in-camera"
- den Sucher (Pentaprism) empfinde ich als heller und kontrasreicher als bei "einfacheren" Kameras (mit Pentamirror). Da ich den Liveview-Modus nur selten benutze und fast immer durch den Sucher fotografiere, ist das ein wesentliches Element für mich
- die Anzahl der AF-Punkte ist zwar begrenzt (nur 9 Stück), aber dafür sind dies alles Kreuzsensoren. Mein Eindruck des Autofokus ist bis jetzt sehr gut
- die Nutzung des Drehrads an der Rückseite (z.B. zur Belichtungskorrektur) finde ich sehr praktisch
- für Stativaufnahmen dürfte die elektronische Wasserwaage recht nützlich sein - ich habe sie aber noch nicht wirklich genutzt
- Magic Lantern (frei verfügbares Update zur Canon-Firmware mit zahlreichen zusätzlichen Features) ist für die 60D verfügbar (650D nicht unterstützt)

Negativ:
- die Löschtaste befindet sich auf der linken Seite, sodaß man beim Löschen von Bildern immer zwei Hände benötigt. Lästig, aber verschmerzbar
- wenn man viel zwischen Foto- und Video-Modus wechselt, dann ist dies bei der 60D lästig da der Movie-Modus sich an einem Ende des Auswahlrades befindet und die Kreativ-Programme (TV, Av, M, ...) am anderen Ende. So müssen ggf. 19 Radstellungen durchgedreht werden, um zwischen diesen Modi zu wechseln. Für mich ist dies kein Problem, da ich generell nur sehr wenig filme
- die 60D hat keinen Näherungssensor, der automatisch den LCD-Screen abschaltet. Da ich aber den LCD-Screen sowieso meistens ausgeschaltet habe (oder sogar weggeklappt), ist das für mich kein Negativpunkt

Alles in allem bin ich mit meiner neuen 60D rundherum zufrieden. Die Bedienung geht leicht von der Hand, das Fotografieren macht Spaß - und das ist das Beste, was man sich wünschen kann.
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am 15. April 2011
Ich habe mir ca. 4-6 Wochen für die Wahl meiner neuen Kamera Zeit gelassen, viel getestet und probiert. Zu Wahl standen die 550D, die 50d, die neue 600D und eben diese 60D.
Grundsätzlich machen alle diese Modelle sehr sehr gute Fotos, die Bildqualität hilft hier also nicht bei einer Entscheidung.
Wenn man aber die Modelle in die Hand nimmt und auch an größere Teleobjektive denkt fallen, meiner Meinung nach die 500er und 600er schnell durch. Sie sind einfach zu klein. Die 60D hat eine geniale Haptik, wie ich finde. Auch wenn manche 50D Besitzer über das Kunststoffgehäuse lästern, es macht einen äußerst hochwertigen Eindruck und ist sehr gut verarbeitet. (übrigens auch spritzwassergeschützt im Vergleich zu 550 ,600D).
Der neue Klappmonitor war mir eigentlich gar nicht so wichtig. Beim händischen fotografieren wird man ihn wohl eher selten nutzen. Ich zumindest bevorzuge im Normalfall den Sucher. Wenn ich allerdings mit Stativ fotografiere ist der Klappmonitor und Live-View genial. Wenn man im Live-View auf AF-Quick umschaltet ist übrigens auch hier der Autofokus schnell! Auch manuell läßt sich dank der Lupenfunktion perfekt im Live-View fokussieren (besser als im Sucher). Die Möglichkeit Full-HD Filme aufzunehmen ist ein ganz klarer Vorteil gegenüber der 50D.

Alles in allem ist für mich die 60D die optimale Lösung, bei allen anderen Modellen müßte ich Kompromisse eingehen. Und der Kaufpreis für die 60D war auch gerade super (850,-).

Falls die Akkulaufzeit wichtig ist, die 60D schafft locker 1100 Fotos pro Akkuladung (annähernd doppelt soviel wie z.B. die 550D.

Ich kann die 60D also uneingeschränkt empfehlen, auch noch nach inzwischen ca. 5000 Fotos.

Update 22.12.2011, 13 000 Auslösungen, noch immer begeistert und keinerlei Probleme!
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am 15. Dezember 2014
Nach zwei Jahren und dem Erwerb des einen oder anderen lichtstarken Zooms bin ich mit meiner 1100D an die Grenzen gestossen. Wegen der vorhandenen Objektive und der "passenden" Auslegung der Sensoren war Canon gesetzt. Daher stellte sich dann die Frage "Was erwarte ich von der neuen Kamera". Und die Antwort war weniger "bessere Fotos machen" (das ist eine Sache vom Bediener und ggf. des Objektivs) sondern viel mehr "besser Fotos machen". Also

+ Einfacheren Zugriff auf Elemente wie ISO, Blende/Zeit bei Modus M, Belichtungsmessung, AF-Modus
+ Besserer/hellerer Sucher
+ Support für f/2.8 Objektive
+ Mehr Kreuzsensoren

Da Canon derzeit leider keine Aussagen zum AF-Problem der 70D macht würde ich mit dieser Kamera derzeit nicht glücklich, bei jedem neuen Lichtstarken Objektiv käme die Frage "Und was geht jetzt schief/wo liegt der Fehler".

Die 700D hat die Einschränkungen des kleinen/lichtschwachen Suchers (Pentaspiegel statt Pentaprisma) und der Bedienung die stark auf Menü/Touch ausgelegt ist. Die 600D und 100D haben dazu noch die Schwächer nur einen Kreuzsensor zu haben.

Als dann eine gebrauchte 60D zu etwa dem selben Preis wie die 700D auftauchte habe ich zugeschlagen. Video ist für mich kein Kriterium und bei meinen Objektiven eh uninteressant da diese zu langsam/laut sind. Einsatzgebiete sind Landschaft (auch in der Dämmerung), Architektur (inklusive Innenräume), Museum, Modelbau und Events (ohne Blitzoption)

Nach zehn Tagen Testlauf:

Haptik:
======

Die Kamera ist solide, für meine großen Hände (190cm/1xxkg, mänlich) gut zu greifen und die Gummierung ist angenehm. Alle Bedienelemente sind gut erreichbar und fühlen sich solide an. Das gilt auch für das Klapp/Schwenkdisplay. Angenehm ist das man den Akku wechseln kann ohne die Stativ-Schnellwechsel-Platte zu verdrehen.

Der Sucher ist heller und hat ein weiteres Sichtfeld. Gerade bei Aufnahmen in der Dämmerung praktisch.

Das (beleuchtbare) Schulterdisplay ist gut ablesbar und durch die eindeutig fühlbaren Tasten mit klarem Druckpunkt sind die dort einstellbaren Elemente (AF-Modus, Belichtungsmessungs-Methode, Serienbild-Modus, ISO) auch "blind" bedienbar.

Das zweite Wahlrad macht die Verwendung des M-Modus deutlich einfacher da keine Umschalttasten mehr zu drücken sind. Hauptrad stellt Blende, Daumenrad Zeit ein.

Die Abblendtaste gibt eine Ansicht des Lichtes das wirklich auf den Sensor fallen wird (Fokussiert wird ja immer mit Offenblende) was eine Bewertung vor der Aufnahme erlaubt.

Das Daumenrad und der Cursorbetrieb brauchen etwas Gewöhnung. Nach einigen Tagen klappt die Bedienung aber angenehm präzise.

Die Sperrfunktionen bei Modus-Wahlrad und unter bestimmten Bedingungen beim Daumenrad sind gewöhnungsbedürftig

AF Leistung: (Testobjektiv Tamron 28-75/f2.8)
====================================

Der AF greift gerade auf dem mittleren (f/2.8er) AF-Feld schneller und zuverlässiger als der der 1100D. Speziell bei schlechten Lichtverhältnissen ist die Trefferquote größer. Allgemein ist der AF solide was Geschwindigkeit und Trefferquote an geht.

Die anderen Kreuzsensoren treffen deutlich häufiger als die Liniensensoren der 1100D. Die Auswahl des AF-Feldes über das Daumenrad ist schnell und ohne das Auge vom Sucher zu nehmen. Da ich häufiger "Off-Center" Fokus verwende UND Verschwenken (Mit mittlerem Feld anvisieren, Auslöser halb durchdrücken, Kamera so schwenken das Bild passt) bei zunehmender Offenblende immer problematischer wird (Tiefenschärfe) senken die Kreuzsensoren die Fehlerquote

Vergleich mit einer 1200D ergibt eine höhere AF Geschwindigkeit und bessere Trefferquoten mit den Aussensensoren.

Optische Qualität:
===================

50 Prozent mehr Auflösung und 0.5 EV mehr Dynamikumfang gegenüber der 1100D geben etwas mehr Spielraum beim Croppen und bei der Nachbearbeitung in Lightroom. Das Rauschverhalten ist besser, ISO1600 ist gefühlt etwa eine Stufe rauschärmer als auf der 1100D (d.h ISO 1600 rauscht bei der 60D wie ISO800 auf der 1100D). Dadurch sind Bilder mit starker Licht-Schatten Aufteilung, etwa Modelbau-Fotografie (eines meiner Einsatzgebiete) besser in der EBV nachzubearbeiten und einfacher zu erstellen (ISO1600 statt längere Belichtungszeiten). Vergleich mit der 1200D (Technisch identisch zu 600D) ergibt keine nennenswerten Unterschiede.

Ansonsten der typische CANON Sensor, Expose to the right, RAW und ggf. EBV für die Tiefen sind das Standard-Vorgehen

Akku
====

Der große Akku in Kombination mit dem meist abgeschalteten/weniger verwendeten Display gibt sehr hohe Standzeiten. Nach 300 Testbildern ist gerade einmal ein viertel der Ladung des nicht mehr neuen Akkus weg. Die Preise für einen originalen Ersatzakku sind akzeptabel. Fremdakkus haben z.T. wohl Probleme.

Sonstiges
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Der Klapp/drehbare Bildschirm ist angenehm klar und groß. Auflösung reicht für die erste Bewertung des Bildes aus. Überbelichtungswarnung ist nützlich aber nicht völlig zuverlässig da sie sich auf JPEG nicht auf RAW bezieht.

Sensorreinigung ist eingebaut. Da ich bereits mit der 1100D einmal zum Kundendienst musste ein klarer Vorteil.

Nicht getestet da für meine Einsatzgebiete irrelevant
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Videofunktion
Liveview / Kontrast AF
Interne JPEG Engine. Ich verwende nur RAW und Lightroom als Entwicklungswerkzeug (Fremdobjektive werden intern/von DPP nicht korrigiert)
Support-Software. Siehe oben

Fazit
=====

Ein solides Arbeitstier an dem ich die nächsten 2-3 Jahre meine Freude haben werde. Bis da hin sollte Canon die Probleme mit dem 20.1MP Sensor und seinem AF gelöst haben und dann wird man sich die 80D oder ggf. eine gebrauchte 70D ansehen. Die Kamera ist groß und relativ schwer was zu einer guten Balance mit lichtstarken KB-berechneten Zooms (28-75, 70-200, 70-300) führt.

Für mich waren die zusätzlichen Funktionen der 2-Stelligen Serie der Grund mir keine 700D zu kaufen. Auf die Bonus-Fähigkeiten dieser, ansonsten von AF und Sensor identischen, Kamera kann ich verzichten (Video, In-Camera HDR) da mein Arbeitsablauf RAW-zentriert ist und nur Fotographie beinhaltet. Wer mehr mit JPEG oder Video macht und derzeit keine 70D kaufen will ist vermutlich mit der 700D besser beraten, der Digit5 liefert bessere Ergebnisse solange Canon-Objektive verwendet werden und die neuen STM Objektive sind sehr angenehm.
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