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Kundenrezensionen

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am 16. Oktober 2010
Mit ihrem fünften Studioalbum, "Come Around Sundown", liefern die Kings Of Leon eine alles in allem überzeugende Fortführung ihrer Diskographie ab!
Nach dem weltweiten Erfolg des Vorgängeralbums "Only By The Night", dessen Titel meist mit dem Wort mainstream in einem Atemzug genannt wird, sind auf Come Around Sundown bis vielleicht auf die aktuelle Single "Radioactive" keine Songs mehr enthalten, die so leicht den Weg ins Ohr des Radiohörers finden wie "Sex On Fire" oder "Use Somebody" dies taten. Dennoch ist das neue Werke in großen Teilen weit entfernt vom überaus rockigen Klang der frühesten Werke der Kings. Am ehesten vergleichen würde ich das Album mit der dritten CD - "Because Of The Times". Es klingt wie eine Fortsetzung dieses Werkes, jedoch liegt zwischen den beiden Alben eben noch das (gar nicht so schlechte) Only By The Night...

Der erste Track, "The End", ist ein atmosphärischer Anfang für das Album. Caleb Followills Stimme ist hier nicht sonderlich rau, aber sie klingt ehrlich und ist mitreißend. Matthews Gitarre klingt, besonders gegen Ende hin, echt stark! (4/5)

Weiter geht es mit der Single "Radioactive". Zum Glück hat man sich auf der Platte den Chor gespart, der auf der Singleversion zu hören ist. Zwar finde ich die Idee nicht schlecht, doch Calebs Stimmewirkt um einiges kräftiger, wenn sie für sich alleine steht. Der Refrain in Radioactive ist voller Energie und live gespielt sicher umso mitreißender. Der hohe Backgroundgesang stört mich jedoch etwas. (3,5/5)

Der dritte Track ist recht ruhig. "Pyro" überzeugt durch wunderschön gesungene Strophen und der Refrain ("I wonŽt ever be your coner stone") prägt sich dem Zuhörer relativ schnell ein. Die Gitarre in dem Lied ist gekonnt eingesetzt und versetzt einen in eine nachdenkliche Stimmung. (4,5/5)

Es folgt "Mary", ein ziemlich rockiger Song, der vom Klang her an gute, alte Zeiten (50er/60er) erinnert. Der Refrain ist unglaublich stark gesungen und schwächelt an keiner Stelle. In der Mitte des Songs gibt es ein tolles Gitarrensolo. Was mich hier wieder ein wenig stört ist der Backgroundgesang und Calebs Stimme ganz am Ende des Songs. Dennoch: der Song überzeugt. (4/5)

"The Face" beginnt ruhig, doch mit und mit wird der Hörer aufgewirbelt von der sehr rauen Stimme Calebs, die vor allem im Refrain ("Ride out the wave")zu tragen kommt. In dem Song gibt es einen tolles instrumentales Zwischenspiel, bei dem Nathan am Schlagzeug brilliert. Die Gitarre ist genau auf die Drums abgestimmt und es kommt zu einer kleinen "Explosion", woraufhin der Refrain folgt. Stark! (4,5/5)

"The Immortals" stellt für mich den Höhepunkt des Albums dar. Es ist ein überwältigender Stadionrock, was uns hier noch einmal geboten wird! Dabei ist die Instrumentalisierung zu Beginn des Liedes noch verspielt, entwickelt aber bald ein Gefühl von enormer Ernsthaftigkeit. Der Song hat einen sehr schönen Text, sowohl in den Strophen als auch im Refrain. Die Strophen sind dermaßen gekonnt eingesungen, besser geht es nicht. Den Refrain ("Spill on the streets of stars, ride away - find out what you are, face to face- once youŽve hade enough, carry on - donŽt forget to love before youŽre gone") kann man wahrlich als Monster-Chorus bezeichnen - grandios! In diesem Song ist auch Jareds Bass richtig toll! (5/5)

Mit "Back Down South" bezieht man sich auf offensichtlich auch auf das Albumcover. Der Song besingt die Rückkehr in den Süden und offensichtlich hatten die Jungs an diesem Stück Country-Rock ordentlich Spaß (man höre sich das Ende des Songs an..). Es ist ein geradliniger Song, der aber mit einer schön eingespielten Fidel viel Lebensfreude aufkommen lässt.
(4,5/5)

"Beach Side" ist in der Tat beachy (was die Instrumentalisierung betrifft). Der Gesang ist meines Erachtens ein krasses, aber durchaus taugliches Gegenstück zu den Instrumenten. Er klingt ziemlich leidvoll und ist zugleich wunderschön. Die schöne Instrumentalisierung dazu lässt durch aus Gefühle aufkommen, die an einen Sonnenuntergang am Strand erinnern. Der Song ist einer meiner Favoriten! (5/5)

Weiter geht es mit "No Money", welches ordentlich abrockt. Super eingesungen, super Backgroundgesan - und ein ergreifendes, wenn auch simples Gitarrensolo. Der Text in den Strophen ist ziemlich gut! Zugegebenermaßen ist der kleine Refrain ("I got no money, but I want you so") kein textliches Meisterwerk, doch so, wie er hier vorgetragen wird, passt er in den Song wie die Faust aufs Auge. Die ganze Struktur des Song ist zudem ungewöhnlich und interessant. Was will man mehr? (5/5).

Mit "Pony Up" können mich die Kings nur bedingt überzeugen. Zwar ist die Gitarre echt cool und auch der Bass hat es drauf, doch irgendwie will der Song bei mir nicht so richtig zünden. Was mir aber gefällt, ist der richtig fetzige Gesang am Ende, daher (3,5/5)

"Birthday" hat einen gut gesungenen Refrain, die Instrumentalisierung gefällt mir in der zweiten Hälfte besser...
(3,5/5)

Mit "Mi Amigo" ist ein schön anzuhörender Song entstanden, der allerdings nicht besonders spektakulär ist. Mir gefällt die Verwendung von Bläsern in dem Lied. Zudem sind die Lyrics ganz lustig. (3,5/5)

Wieder einmal schließt ein zumeist ruhiger Song eine Platte der Kings Of Leon ab: "Pickup Truck". Die Stimmung in dem Song finde ich für mich persönlich etwas unzugänglich, aber dennoch überzeugt mich hier Calebs Stimme, deren Rauigkeit er hier ungeschont präsentiert, denn der Gesang ist doch äußerst kantig... (4/5)

Insgesamt vergebe ich 4 von 5 Punkten. Es lohnt sich, diese Platte zu erwerben. Man sollte jedoch nicht gleich nach dem ersten Hördurchgang sein Urteil fällen. Ich habe das Album nun ca. zehn Mal gehört und kann sagen, dass sich einige songs für mich zu Beginn dürftig oder recht belanglos angehört haben, was sich aber mit jedem weiteren Hörvorgang schnell geändert hat.
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am 10. Januar 2011
Zuallerserst muss ich sagen, dass ich nicht nachvollziehen kann, wie solche Rezensionen entstehen, wo behauptet wird, die Messlatte werde nicht höher gesetzt.
Das Album ist, wenn man sich SELBST Zeit lässt, Gedanken ausschaltet und sich voll auf die Klänge der einzelnen Instrumente und der rauen, einmaligen Stimme Calebs konzentriert, kurz und knapp: wundervoll.
Jedes Lied ist wie eine einzelne Tür in eine andere Welt, auf die man sich einfach nur einlassen muss. Vergleicht dieses Album nicht mit den Vorgängern. Weder hier noch sonst irgendwann sollte man Alben, Lieder vergleichen. Die Kings of Leon haben keinen Vertrag unterschrieben, immer gleiche Musik zu machen. Sie kreieren ihre Musik. Das ist es was ich so an dem Album liebe. Jedes Lied ist anders, und hört nicht wie manche schreiben, genauso an wie alle anderen Lieder in dem Album. Es ist entspannend, regt zum Nachdenken an.
Die Qualität steht der von Only by the Night oder den anderen Alben in nichts nach.
Wer immer erpicht darauf wartet, dass die Messlatte bei jedem Album höher gesetzt wird, ist meiner Meinung nach kein Fan, sondern einfach ein Kritiker, der in jedem Werk sein persönliches Favourite hören WILL, aber wir alle wissen, dass man einfach als Künstler nicht Musik für alle machen kann. Aber wenn man sich dazu entschließt, das Album zu kaufen, wird man es als Fan ohnehin lieben, denn ein Fan liebt alle Seiten der Musik eines bestimmten Künstlers. Anstatt irgendwas zu suchen, was man kritisieren könnte, sollte man die Gedanken ausschalten, und man wird vielleicht erst dann erkennen, wieviel Potenzial in dem Album steckt.
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am 16. Oktober 2010
Zurück in den Süden!

Das Motto der Kings Of Leon auf diesem Album ist klar. Entfernte man sich bereits mit "Because Of The Times" vom Southern Rock Stil, war davon endgültig nichts mehr auf "Only By The Night" zu hören. Stattdessen machten es sich die Jungs ein bisschen in der Indie-Rock Szene bequem. Sanfte und rockige Tunes machten die Followill Jungs praktisch im wahrsten Sinne des Album Titels über Nacht zu gefeierten Rockstars. "Only By The Night" ist ein bedeutendes Album mit einem völlig einzigartigen Stil. Schwer das noch einmal besser zu machen. Doch dürften die Erwartungen der Fans und Kritiker nicht unbedingt zurückhaltend ausfallen, ist man erst einmal eine gefeierte Rockband.

Mit ihrem fünften Album "Come Around Sundown" geht der Followill Clan, entgegen der meisten Erwartungen, erneut einen anderen Weg. Und das alles ohne sich schon wieder von ihren Wurzeln zu entfernen. Im Gegenteil. Die Kings Of Leon kehren in ihre Heimat, den Süden, zurück. So sind in vielen Songs sogar wieder Southern Rock Einflüsse zu hören. "Come Around Sundown" bietet also ein großes Stück "Only By The Night", ein feine Portion "Because Of The Times", und sogar eine Prise "Aha Shake Heartbreak" und "Youth&Young Manhood". Und man kann beruhigt sein, es klingt kein bisschen chaotisch.

Bereits der Opener "The End" bietet einen grandiosen Start ins neue Album. Die Riffs sind stimmig und melodisch, Caleb Followills Gesang setzt dem Gesamtwerk die Krone auf. Für rund eine Halbzeit kann man sich zurücklehnen und diese fantastischen Klänge genießen wenn dann der Song "Pickup Truck" das Album beendet. Man kann sich treiben lassen und sich zumindest für eine kurze Zeit zu einem anderen Ort versetzen lassen.

Das Genörgel was sich teilweise unter einigen Fans breit macht ist für mich unverständlich. Die Kings Of Leon präsentieren uns ein Album so klar wie Wasser. Die Musik ist unverfälscht und steckt voller Energie. Ob im Gesang oder bei den Instrumenten. Hier kommt nichts aus dem Computer, ganz im Gegenteil zum neuen Linkin Park Album. Also was hätten die Kings Of Leon besser machen können? Vielleicht dem einen oder anderen Song eine längere Laufzeit spendieren? Mehr Abwechselung bei den Lyrics? Ich weiß es nicht genau was die Leute nun anprangern. Zumindest kann man es nörgeln auf extrem hohen Niveau nennen.

Ich gehe so weit und sage das die Kings of Leon mit "Come Around Sundown" ihr bisher bestes Werk abgeliefert haben. Für mich zählt "Only By The Night" zu den besten Rock-Alben der letzten Jahre. Doch sein Nachfolger hat jenen Tiefgang dem der Vorgänger noch fehlte.

Mit ihrem fünften Album dürfte endlich klar sein das die Kings Of Leon hier etwas wirklich großartiges abliefern. Ich gönne ihnen diesen Erfolg. Sie machen ehrliche Musik. Und genau dies unterscheidet sie von all den traurigen Gestalten die sich in den Charts aufhalten. Und mit dieser Musik konnten sie auch meine Gunst gewinnen.

Ein starkes Album!

Mögen die Kings Of Leon uns auch in Zukunft weiterhin mit solch einem Niveau beeindrucken.
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...was KOL auf ihrem bislang 5. musikalischen Gesamtwerk darbieten. Natürlich: Die Erwartungen waren enorm. Natürlich: Wer hat im Vorfeld ernsthaft damit gerechnet, dass sich KOL nun neu erfinden würden?? Wohl doch niemand...

Und es ist gut so, wie es ist: COME AROUND SUNDOWN ist ein harmonisches Ganzes, das weniger durch neue Sounds oder sonstige Experimente überrascht, sondern vielmehr auf bereits Erreichtem aufbaut. Freilich: Bonuspunkte, die sich die Könige einst mit ihrer frechen, knackigen und erfrischenden Spielweise und -laune auf den ersten beiden Erscheinungen ("Youth & Young Manhood"; "Aha Shake Heartbreak") erspielt haben, sind somit vorläufig verpufft. Soll heißen: Das nächste Mal wird es nicht genügen, sich auf den (verdienten) Lorbeeren des Geschaffenen auszuruhen und bereits erfolgreich Fabriziertes mehr oder minder zu wiederholen (man höre zum Vergleich "Only By Night"!).
Trotzdem: COME AROUND SUNDOWN funktioniert aufgrund seiner überlegten Zusammenstellung problemlos als Konzeptalbum und fasziniert, obwohl alles im Grunde schon einmal da war, durch so gefühlvolle und mit unbändiger Liebe zur Musik gemachter Tracks wie z.B. das rührselige "Südstaaten-Epos" BACK DOWN SOUTH (das atmosphärisch absolut spitze rüberkommt - finde ich zumindest!) oder das ansprechend-aufrüttelnde NO MONEY, das zwar typisch aber trotzdem frisch und frech klingt...
Weitere Highlights auf der Platte wären für mich der Einstiegstrack THE END (wie sonst sollte ein Konzeptalbum beginnen?) sowie MI AMIGO.
Ach ja: Es lohnt sich durchaus, gleich zur etwas ausgedehnteren Version des Albums zu greifen, denn das auf der Bonus-Disc enthaltene CELEBRATION halte ich ebenfalls für eine der gelungensten Nummern auf dem Neuling (da hätte man durchaus etwas anderes auf dem Original austauschen können...).

Fazit: Ja, sie sind (Gott sei's gedankt) wieder da. Und das ist gut so. Wer KOL aber vor allem (so wie ich) wegen der Erstlingswerke lieben gelernt hat, wird vielleicht nicht vor Freude lostanzen, wenn er sich COME AROUND SUNDOWN erstmals zu Gemüte führt...
Für mich ist es alles in allem ein gutes, gelungenes Album, das seinen Kauf wert ist. Allerdings: Das nächste Mal wird wieder etwas mehr an Elan, frischem Wind und wirbelnder Power vonnöten sein, um Fans (wieder) restlos begeistern zu können...

Meine Bewertung deshalb: 4 STERNE
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VINE-PRODUKTTESTERam 15. Oktober 2010
In den letzten zwei Jahren ist rund um die Kings of Leon einiges passiert. Vor der Albumveröffentlichung "Only the Night" war die Südstaaten-Band nur einer geringen Anzahl Musikliebhaber bekannt. Durch Hits wie "Sex on Fire" oder "Use Somebody" katapultierten sie sich nach ganz oben zur erfolgreichsten Rockband der letzten Jahre, die ihre anstehende Deutschlandtour schon vor dem Albumrelease nahezu ausverkauften. Nun steht schon der Nachfolger in den Regalen. Die Produktion ging schnell über die Bühne, dennoch kann man nicht von Schnellschuss sprechen.

Das Cover verspricht eigentlich schon das richtige Soundbild: Relaxt n Bierchen auf der Veranda in der untergehenden Sonne trinken. Dazu die Reibeisenstimme von Caleb Followill und ein entspannter Sommerabend kann nur gelingen. Leider ist der Sommer vorbei und auch sonst will der Eindruck nicht verschwinden, dass einige Songs wie ein eiskalter Caipirinha am Hörer vorbeiplätschern. Die griffigen Hits sind dieses Mal weitaus schwerer auszumachen. Neben der ersten Single "Radioactive" ist "Mr. Immortal" noch ein Song mit Hit Potenzial. "Back down south" , "Beach Side" und "no money" ziehen dagegen wieder etwas bedeutungslos vorbei. "Pony up" beginnt wie ein rockige "She-Wolf" und steigt mit dem typischen Stadionrockgitarrensound in den weiteren Verlauf. Für die Verhältnisse von Kings of Leon klingt das alles doch etwas uninspiriert.

Dennoch sind die 4 Sterne nicht ungerechtfertigt. Alleine die Stimme von Mr. Followill macht aus jedem durchschnittlichen Rocksong ein kleines Highlight. Das Album ist definitiv kein Meilenstein im mittlerweile angekommenen Rock-Mainstream-Fahrwasser wie der Vorgänger es doch irgendwie gewesen ist. Für Fans von handgemachter Rockmusik bleibt die Band derzeit das Maß aller Dinge.
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Rückblickend muss man sich schon fragen, wann das auf einmal so groß geworden ist, mit diesen Kings Of Leon. Vor Jahren noch eine nette, kleine Bluesrock-Band, welche musikalisch und auch optisch amerikanischer hätte kaum sein können, hat sich die verschrobene Hinterwäldlerband auf den letzten beiden Alben 'Because Of The Times' und 'Only By The Night' spürbar Richtung Pop entwickelt, musikalisch etwas an Form gewonnen, ohne dabei die Wurzeln zu verleugnen und sich in Sachen Frisuren und Klamotten auch deutlich herausgeputzt. Im Fahrwasser von Hit-Singles wie 'On Call', 'Sex On Fire' oder gerade 'Use Somebody' nahmen die Followill-Brüder alles mit, was ging, vom Grammy über die ein oder andere goldene Schallplatte. Jetzt spielen sie in England schon vor einem sechsstelligen Publikum und haben endlich auch die amerikanische Heimat davon überzeugt, dass man doch eigentlich zu schützendes Kulturgut ist. So ist der neue Longplayer 'Come Around Sundown' nun das mit Spannung erwartete Album Eins nach der scheinbaren Welteroberung. Wie gehen die Herren nun mit dem neuen Rockstarstatus um?

Erstaunlich bodenständig, muss man sagen, denn wie das meist in einer solchen Situation der Fall ist, besinnen sich die Kings Of Leon auf ihre Wurzeln und Ursprünge. Man hat den Globus quasi mehrmals umreist, nur um festzustellen, dass es doch zuhause am Schönsten ist. Man betrachte nur mal das Video zur Single 'Radioactive', eine visuelle und musikalische Verneigung vor den Südstaaten und der eigenen Kultur. 'Come Around Sundown' ist also ein etwas melancholisch zurückblickendes Album, welches die musikalischen Wurzeln der Band genauso integriert, wie die in den letzten Jahren dazugekommenen Pop- und Stadionrockelemente. Der Opener 'The End' macht bspw. da weiter, wo 'Closer' auf dem Vorgängerwerk aufhörte, während Tracks, wie 'Mary' sich eindeutig vor den Frühwerken der Followills verneigen. Die Gitarren schrammeln nach wie vor anständig und hallen gleichsam zu treibenden Bassläufen. Und immer wieder Calebs prägnante Stimme, welche den Blues einfach für sich gebucht hat. Kein anderes Organ würde so gut zur Musik der Kings passen, wie seine. Ein markantes whiskey-trunkenes Reibeisen, irgendwo zwischen aggressivem Flehen und melancholischem Klagen. Seit jeher streitbar und auf Albumlänge sicher immer von der eigenen Stimmung abhängig, aber dass sie wie die Faust aufs Auge passt, kann einfach nicht geleugnet werden. Schon gar nicht bei einem so typischen Album, dass mit Songs wie 'Back Down South' oder 'Pyro' bewusst zurückwünscht in die eigene Heimat. Wenn man die Augen schließt, sieht man deshalb auch die Bilder des bereits angesprochenen 'Radioactive'-Videos vor sich. Man sieht die Geschichten, die Caleb erzählt vor seinem geschlossenen Auge vorbeiziehen. Melancholische Sommerabende auf dem Land, Geschichten über Frauen, Glauben, die berühmten paar Bier zu viel und das einfache Leben mit Freunden und Pick Up Trucks. Die Kings Of Leon betreiben musikalisch und inhaltlich eine Art melancholische Romantisierung der eigenen uramerikanischen Wurzeln und wirken dabei stets, auch aufgrund ihrer Biographie recht authentisch und weniger kitschig, als bspw. Kollege Brandon Flowers, der daran schon seit Jahren öfters scheitert.

'Come Around Sundown' durchweht ein recht entspannter Wind, nachdem sich das 2008er 'Only By The Night' eher mit den eigenen Dämonen und vielen düsteren Themen auseinander setzte. Die Kings Of Leon ordnen damit ihre Prioritäten etwas neu, bleiben aber ansonsten ihren gewohnten musikalischem Stil weitestgehend treu. Alles andere würde sich auch irgendwie seltsam anfühlen, gerade wenn es darum geht, sich auf die eigene Heimat zurückzubesinnen. Für alle verkappten Cowboys, die Lust auf eine solche musikalische Reise mit den vier US-Boys haben, gibt es genau das, was man angesichts eines solchen Plattencovers erwarten kann. Etwas Western-Romantik hat bekanntlich noch niemandem geschadet.
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am 14. Januar 2011
...wie ich dieses Album einschätzen soll. Auf der einen Seite bin ich als langjähriger KOL-Anhänger total scharf auf neues Material der 4 Followills gewesen, als das Album endlich in meinem Player lag, war ich umgehauen und glücklich, die Kings so zu hören. Sie klingen nämlich als hätten sie ein Album genau nach ihrem eigenen Geschmack gemacht. Sie klingen als wären sie vollends zufrieden damit. Ist ja auch schön für sie.
Allerdings haben sie es sich etwas zu einfach gemacht, meiner Meinung nach. An ihre früheren Alben "Aha Shake Heartbreak" und "Because of the Times" reicht "Come Around Sundown" bei weitem nicht ran, trotzdme ist es tausendmal besser als "Only by the Night".
Hier und da blitzen die alten typischen KOL-Elemente auf, aber das war es dann auch schon. Ohne Frage ist Gitarrist Matthew Followill einer der begabtesten seines Fachs, aber meine Güte, wo sind all seine genialne Soli von früher abgeblieben?!? Auf "CAS" finden sich sage und schreibe 2 wirkliche Gitarrensoli, zum einen ein geniales in "Mary" und ein durchaus steigerbares in "No Money". Die restlichen Songs verbringt Matt leider mit zwar eingängigen, aber hingedudelten Melodien, die jeder Gitarrenanfänger mit etwas Übung hinbekommt. Seine Soli auf den ersten 3 Alben waren der absolute Wahnsinn, leider scheint er sich jetzt viel zu sehr auf sein Effektboard zu verlassen auf dem er bei Live-Auftritten fleißig herumtritt.
Alles in Allem sind die Songs auf dem Album gut, es befinden sich durchaus einige meiner Lieblingslieder unter diesen 13, aber mensch, diese Jungs haben sooo viel mehr drauf als das! Einer der besten Songs des Albums ist der Bonustrack "Celebration", ein typischer KOL-Titel wie er im Buche steht und der Erinnerungen "an früher" hervorruft.

Gerade Live haben die Kings doch sehr nachgelassen. Es scheint heute fast so als schämten sie sich für Songs ihrer ersten Alben, auf Setlisten findet man zu mind. 70% Songs der letzten beiden Erfolgsalben und der Rest scheint "Pflichtprogramm" zu sein und die älteren Songs auf der Setlist werden kaum variiert. Schade, denn eben weil sie Live nicht so der actiongeladene Burner sind (was nicht heißt, dass sie live nicht absolut toll klingen!) würden ein paar Gitarrensoli aus alten Zeiten für mehr Haareschütteln sorgen. Naja, am schönsten ist für die Band wohl eh der Moment, wenn die Menge bei "Sex on Fire" ausflippt. Wem's gefällt. Ich vermisse die alten Kings, auch wenn die neuen Songs auch ok sind.
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am 31. Dezember 2010
Dieses Album ist ein gelungener Nachfolger des Hit-Albums "Only by the night"!
Die leicht melancholisch wirkende Stimme Calebs wird hier wieder eindrucksvoll zur Geltung gebracht und der grandiose Gitarrensound lässt den Hörer für die Dauer des Tonträgers in eine andere Welt schwelgen.
Ich möchte nicht behaupten, dass die Kings of Leon mit diesem Album einen Maßstab setzen, das wäre Quatsch, denn Geschmäcker sind verschieden. Doch für Fans dieses Genres wird eindrucksvoll gezeigt, in welchen Einklang Stimme und Rock-Sound harmonieren können!

An die noch nicht überzeugten "alten" Fans: " Gebt dem Album eine Chance " und ihr werdet die Songs so schnell nicht mehr aus dem Kopf bekommen.

Ich will nicht näher auf die einzelnen Songs eingehen, denn jeder sollte sie für sich selbst bewerten!

Meine Meinung steht: " Das Album haut rein, lässt träumen und macht süchtig!"

Einziges Manko

- Live sind die Jungs noch besser -

In diesem Sinne, viel Spaß beim Hören und THUMBS-UP für dieses Album!
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TOP 500 REZENSENTam 15. Oktober 2010
... haben in den Jahren seit der Gründung ihres schmissigen Familienunternehmens eine sagenhafte Performance aufs Parkett gelegt und man könnte sie, würden sie als Aktie gehandelt werden, zweifellos als grundsoliden Anlagetipp empfehlen. Die Chartplatzierungen ihrer bisherigen vier Alben kletterten, so sie nicht gleich, wie bei den stets etwas gescheiteren Briten, die Spitze markierten, in den USA und Resteuropa kontinuierlich nach oben, die gebuchten Hallen wurden größer und die Touren länger. Man sollte meinen, Vater Followill könnte als ehrenwerter und ehrgeiziger Wanderprediger stolz sein auf seine Jungs.

Doch wie üblich hat der Erfolg auch immer einen Pferdefuß unter der Soutane, und der heißt bei den Kings schlicht: Gefälligkeit. Manch einer, der neben der Musik auch gern das Gras wachsen hört, hatte die Entwicklung schon mit dem letzten Album "Only By The Night" geahnt, aber erst "Come Around Sundown" wird die gewachsene Anhängerschar vor die Wahl zwischen Abkehr oder erneutem Treueschwur stellen: Keine der vorangegangenen Platten war so konsequent auf Breite, auf Masse und auf Konsens gebügelt wie die aktuelle, keine war so geschlossen und dicht produziert und keine war streckenweise so - ja, langweilig.

Nach dem schönen Eingangsgag, einen schwermütigen Song mit Namen "The End" an den Anfang eines Albums zu stellen, hält leider schnell der stadiontaugliche Durchschnitt Einzug - die vollgepackte Single "Radioactive", das schluchzende "Pyro", das schunkelnde "Mary", alles recht mediokrer Südstaatenrock ohne viel Esprit. Vorbei die Zeiten, in denen Caleb Followill sich für den Hörer noch die Stimmbänder wund bellte, vorbei die Zeiten von gehetzten Glanzstücken wie "Pistol Of Fire" oder "Crawl", von solch unschlagbar dreckigen Gassenhauern wie "Molly's Chambers" und "Holy Roller Novocaine". Auf Come Around Sundown" muß alles rund und gewichtig klingen, golden und honigsüß wie bei "Back Down South" oder getragen und verhangen wie "The Immortals" - das Spontane, das Wilde, der Tritt in den Hintern bleibt aus.

Dass die Kings durchaus noch gute Songs schreiben können steht außer Frage, "The Face" ist mit reduziertem Instrumentarium ein feiner Ausreißer aus der Arenafalle, auch "No Money" klingt zwingend und geradeheraus, zusammen mit den ansatzweise gelungenen "Pony Up" und "Mi Amigo" gibt die Platte also auch Erfreuliches her, auch wenn dessen Anteil am Gesamtwerk etwas ärmlich wirkt.

Vielleicht muß man mit der Großfamilie auch nicht allzu hart ins Gericht gehen, wenn man zum Kreis derer gehört, denen Fortentwicklung um ihrer selbst willen schon als Qualitätsmerkmal erscheint. Schlägt man sich wie ich aber ausnahmsweise mal auf die Seite der Bewahrer, dann ist das Album eher eine Enttäuschung. Ob darauf eine Rückbesinnung folgt wird stark davon abhängen, wie die Kings Of Leon mit dem Lob und dem Ruhm umzugehen bereit sind, ob sie beides also als Anerkennung oder doch eher als Abschreckung empfinden.
77 Kommentare31 von 39 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Dezember 2010
Ich habe mich sehr auf das neue Album der Kings Of Leon gefreut, als es dann im Briefkasten lag, habe ich es sofort in den CD-Player geschmissen und es druchgehört - mein erster Eindruck war: Hm, naja, da hört sich doch irgendwie alles gleich an...

Ein paar Wochen später habe ich mir das Album wieder angehört. Da verbesserte sich der Eindruck des Albums schon. Und siehe da: Nach dem ersten durchhören wollte ich die Scheibe gleich noch einmal hören. Und dann dachte ich mir schließlich: Ein geniales Album!

Zu den Songs:
The End: 4/5
Radioactive: 5/5
Pyro: 5/5
Mary: 5/5
The Face: 3,5/5
The Immortals: 5/5
Back Down South: 5/5
Beach Side: 5/5
No Money: 5/5
Pony Up: 5/5
Birthday: 5/5
Mi Amigo: 5/5
Pickup Truck: 2/5

Man sieht, ich finde fast alle Lieder gut, und wer beim ersten Hören denkt, das hört sich alles gleich an: Das Album nochmals einlegen und nochmal genau zuhören. Und wenn man es dann noch immer nicht mag, tja, dann kann man nichts machen ;)

Also alles in allem: Dieses Album ist echt spitze, eines der Alben des Jahres, wie ich finde. Außerdem war das mein erstes Album der Kings, und ich würde es wieder kaufen.

Volle Kaufempfehlung!
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