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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das war 1968 der Vorreiter für alle späteren Psychedelic-Bands, 23. Juli 2010
Von 
Uwe Smala "Uwe Smala" (Dortmund) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: United States of America...Plus (Audio CD)
die mit Synthesizern und Electronic-Effekten arbeiten wollten.
Ich denke beim Hören dieser damals schon absoluten Rarität
an Jefferson Airplane vom Gesang her, an Hawkwind und an die Beatles.
Dazu kommen noch Anklänge an Vaudeville, Kirmesmusik, Dixie und
New Orleans Jazz.
Man muss erwähnen, dass hier keinerlei Synthies eingesetzt wurden
und alle Sounds und Effekte mit fragwürdigen Electronicteilen
wie Oszillatoren und Calliope erzeugt wurden.
Das wird teilweise collagenhaft zusammengfügt und ergibt im
Endeffekt ein absolut geiles Psychedelic-Album, leider auch
das Einzige dieser mittlerweile Kultband.

"American metaphysical circus"4:55 startet mit Kirmesmusik die
von einem Oszillator abgewürgt wird um Platz zu machen für einen
Airplane-Psychedelic-Gesang seitens Dorothy der von allerlei
Effekten untermalt wird.

"Hard coming love"4:43 rockt einfach nur nach vorne und wird
durch allerhand Electronic-Effekte an den Rand einer Kakophonie
geführt bevor ein Psychedelic-Gesang den Song wieder nach
vorne rockt, untermalt mit allerlei Effekten.
Ich sage mal: Jefferson Airplane meet The Doors

Weit entrückt und abgehoben erklingt der Gesang bei "Cloud song"3:18
folkig-melancholisch über Violinen/Electronic-Background und geht
nahtlos über in "The garden of earthly delight"2:39 das
Hawkwind-ähnlich geradeaus rockt.

Es schliesst sich "I won`t leave my wooden wife for you, sugar"3:32"
an das swingend wie ein Dixieland rübergebracht wird.

Dann folgt eine 3-teilige, über neunminütige Songcollage bestehend
aus dem New-Orleans-Jazz "Where is yesterday" der übergeht in
"Coming down" mit Kanon-Chor und Mantraformel bevor es dynamisch
losrockt und wiederum nahtlos übergeht in "Lovesong for the dead Che",
melancholisch - relaxt - psychedelic.

"Stranded in time"1:50 gibt eine Pepper-Beatles-Anleihe
mit Violinen-Cello-Arrangement.

Abgeschlossen wird die ursprüngliche Platte mit
"The american way of love"6:36 als schräger Psychedelic-Trip
mit vielen Effekten fast kakophonisch, aufgelockert durch
einen leichten Swing bevor abermals die Tiefen der Electronic
ausgelotet werden und die sich mit Dixieland paaren.

Eine echt starke Scheibe die einem schon etwas abverlangt.
Aber es lohnt sich allemal wenn man sich darauf einlässt.

Joseph Byrd - Keyboards, Electronics, Organ, Piano
Dorothy Moskowitz - Vocals
Gordon Marron - Violin, Modulator
Rand Forbes - Bass
Craig Woodson - Drums
Ed Bogas - occasional Organ, Piano
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen unbeschreiblich, 21. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Same (Audio CD)
Wow, was für ein Album! Eher zufällig stieß ich auf diese CD der mir bis dato unbekannten Band, und zwar über eine alte Flohmarktplatte ("That's Underground", eine bunte LP von 1969, vielleicht kennt die noch jemand). Die Musik zu beschreiben, fällt nicht ganz einfach: Es ist eine Melange zwischen den ganz alten Pink Floyd ("Piper Gates of Dawn"), Velvet Underground und Beatles auf der Sgt. Pepper, durchsetzt mit allenmöglichen Stilrichtungen, Spielereien und elektronischen Elementen. Das solch eine Musik bereits 1968 erschien, kann man fast gar nicht glauben. Einzlne Songs herauszuheben, ist schwer, vielleicht der Mini-Hit "Hard Coming Love" und die Collage "The American Way Of Love". Schade, dass die Band nur dieses eine Album aufgenommen hat. Ein beeindruckendes Album, vielleicht ein Meilenstein, zumindest seiner Zeit anno 1968 weit voraus.
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Meisterwerk der amerikanischen Psychedelik, 27. August 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: United States of America...Plus (Audio CD)
Dies ist die remasterte dritte Ausgabe mit sage und schreibe 10 Bonustracks, neuen Linernotes von Joseph Byrd und einem Interview mit Dorothy Moskowitz.

USA waren Joseph Byrd (synthesizer, vocals), Dorothy Moskowitz (vocals), Gordon Maron (electronics, violin, vocals), Craig Woodson (dr, percussion) und Rand Forbes (bass). Alle hatten Akkustik, Komposition und Musikpsychologie studiert, waren Anhänger Cages und moderner Musik und hatten keinerlei Rockbackground - und das merkt man. Wie sie die elektronischen Klänge des Synthezisers (kein MOOG!) einsetzten, war nie nur Effekthascherei. Stilistisch integrierten sie alle möglichen Stile, von Zirkusmusik im ersten Song, über sanfte Psychedelicsongs (Cloud song) hin zu aggressiven Rock, oft auch alles zusammen in einem Song. Passend dazu die sehr kühle Stimme der Dorothy Moskovitz oder der Einsatz der Geige.

Im Unterschied zu den englischen Band wichen sie nicht in eine Phantasiewelt aus. Das ist sehr schön im Song "I won't leave my sugar wife.." zu hören: ein Ehemann macht seiner Geliebten am Telefon klar, warum er seine Frau nicht verlassen kann, u.a. weil die Geliebte als Schulkind keine Zeit hat, sich um die drei Kinder und den Terrier zu kümmern - Zynismus pur und musikalisch mit Vaudevilleelementen, Syntheziserklängen oder Bläserklängen am Ende unterlegt. Oder wo gab es ein Liebeslied an Che Guevara, einen Song über Stricher in New York in der Hochzeit der Hippies. "Where is yesterday" beginnt mit einem Kirchenchoral, um dann im mehrstimmigen Gesang zu enden, untermalt von Percussion und elektronics.

Klanglich deutlich besser als die EDSEL-Ausgabe, sind besonders die Rehearsals der ursprünglichen Band (Track 18 - 20) und die alternativen Versionen bzw. Outtakes der bekannten Besetzung von Interesse. Die Titel 15 - 17 sind Aufnahmen von Frau Moskowitz mit eigener Band, die nach dem Ende der USA entstanden. Bei diesen Titeln wird auch deutlich, warum die Band nach weniger als einem Jahr auseinanderbrach. Wollte Byrd härter und noch intellektueller werden, bevorzugte Moskowitz eher einen Stil der damals in Mode kommenden Frauen wie Joni Mitchell. Hier zeigt sie im Vergleich zu den USA einen wesentlich ruhigeren Musikgeschmack, eingängige kleine "Rocknummern" werden dargeboten. Zusätzliche bandinterne Reibereien und musiklische Differenzen führten dann auch zum Ende von USA.

"Osamu's birthday" ist die elektronische Variante japanischer Folklore inklusive rückwärts aufgenommener Gesangsspur, die anschließend wieder in Gegenrichtung abgespielt wird, um einen "japanischen" Eindruck zu erzeugen - montoton, bedrohlich und doch fragil. "No love to give" ist ein rockiges Stück wie "Coming down", während das vom Titel ähnliche "You can never come down" wie ein völlig abgedrehter JEFFERSON AIRPLANE-Song daherkommt, das einzige Stück der Band, das Ähnlichkeiten mit dem SAN FRANCISCO-Sound hat.

DIe letzten drei Tracks zeigen die Urbesetzung noch ohne die Violine - entsprechend klingen diese Songs durch die Orgel Agnellos noch psychedelischer und floydiger.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das war 1968 der Vorreiter für alle späteren Psychedelic-Bands, 23. Juli 2010
Von 
Uwe Smala "Uwe Smala" (Dortmund) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Same (Audio CD)
die mit Synthesizern und Electronic-Effekten arbeiten wollten.
Ich denke beim Hören dieser damals schon absoluten Rarität
an Jefferson Airplane vom Gesang her, an Hawkwind und an die Beatles.
Dazu kommen noch Anklänge an Vaudeville, Kirmesmusik, Dixie und
New Orleans Jazz.
Man muss erwähnen, dass hier keinerlei Synthies eingesetzt wurden
und alle Sounds und Effekte mit fragwürdigen Electronicteilen
wie Oszillatoren und Calliope erzeugt wurden.
Das wird teilweise collagenhaft zusammengfügt und ergibt im
Endeffekt ein absolut geiles Psychedelic-Album, leider auch
das Einzige dieser mittlerweile Kultband.

"American metaphysical circus"4:55 startet mit Kirmesmusik die
von einem Oszillator abgewürgt wird um Platz zu machen für einen
Airplane-Psychedelic-Gesang seitens Dorothy der von allerlei
Effekten untermalt wird.

"Hard coming love"4:43 rockt einfach nur nach vorne und wird
durch allerhand Electronic-Effekte an den Rand einer Kakophonie
geführt bevor ein Psychedelic-Gesang den Song wieder nach
vorne rockt, untermalt mit allerlei Effekten.
Ich sage mal: Jefferson Airplane meet The Doors

Weit entrückt und abgehoben erklingt der Gesang bei "Cloud song"3:18
folkig-melancholisch über Violinen/Electronic-Background und geht
nahtlos über in "The garden of earthly delight"2:39 das
Hawkwind-ähnlich geradeaus rockt.

Es schliesst sich "I won`t leave my wooden wife for you, sugar"3:32"
an das swingend wie ein Dixieland rübergebracht wird.

Dann folgt eine 3-teilige, über neunminütige Songcollage bestehend
aus dem New-Orleans-Jazz "Where is yesterday" der übergeht in
"Coming down" mit Kanon-Chor und Mantraformel bevor es dynamisch
losrockt und wiederum nahtlos übergeht in "Lovesong for the dead Che",
melancholisch - relaxt - psychedelic.

"Stranded in time"1:50 gibt eine Pepper-Beatles-Anleihe
mit Violinen-Cello-Arrangement.

Abgeschlossen wird die ursprüngliche Platte mit
"The american way of love"6:36 als schräger Psychedelic-Trip
mit vielen Effekten fast kakophonisch, aufgelockert durch
einen leichten Swing bevor abermals die Tiefen der Electronic
ausgelotet werden und die sich mit Dixieland paaren.

Eine echt starke Scheibe die einem schon etwas abverlangt.
Aber es lohnt sich allemal wenn man sich darauf einlässt.

Joseph Byrd - Keyboards, Electronics, Organ, Piano
Dorothy Moskowitz - Vocals
Gordon Marron - Violin, Modulator
Rand Forbes - Bass
Craig Woodson - Drums
Ed Bogas - occasional Organ, Piano
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5.0 von 5 Sternen Wahnsinn, Methode & Elektronik … und das 1968: Electronic Rock-Meilenstein!, 29. Oktober 2014
Von 
M. Robert Ganser "robertissimo" (Apetlon, Burgenland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Wahnsinn ist eines. Wahnsinn mit Methode ein anderes. Und wenn Wahnsinn mit Methode in Sounds geformt wird, dann kann dabei etwas heraus kommen, das außergewöhnlich ist, aber auch zum kommerziellen Scheitern verurteilt ist, weil es der Zeit zu weit voraus ist. Diese kalifornische Formation rund um den Experimentalmusiker Joe Byrd dürfte 1967/68 wohl kaum damit gerechnet haben, jemals die Hitparaden zu stürmen, und hat diese bis heute nicht erreicht. Aber wenn eine Fachzeitschrift einmal auf die Idee kommen sollte, die kultigsten Kultalben der zweiten Hälfte der Roaring Sixties zu küren, dann wäre diesem Album eine Top 10-, wenn nicht eine Top 5-Platzierung sicher.

„The American Metaphysical Circus“ beginnt als Collage, Zappa und „Sgt. Pepper“ lassen zuerst einmal kurz grüßen, dann schält sich ein Song heraus, Dorothy Moscowitz klingt fast schon lasziv, die schöne Melodie wird von ihrer Stimme und den Electronics getragen. Nicht vergessen, wir befinden uns zeitlich hier im Vor-Synthi-Zeitalter, Ringmodulatoren und ähnliche Instrumente erzeugen Sounds, die einige Jahre später vom Moog popularisiert werden. Und mit schmückendem Beiwerk hat das hier nichts zu tun, diese Musik ist über weite Strecken elektronisch, das, was hier abläuft, geht weit über Psychedelic hinaus. Mit dem folgenden „Hard Coming Love“ geht das Ding dann hoch – ein starker Rocker, aber wo sonst die Gitarren heulen und dröhnen würden, erledigen das die Electronics, und spätestens hier fällt auf, wie einfallsreich und präzise die Platte Ende 1967 aufgenommen und abgemischt wurde. Und dann ist da noch der Text – nein, mit „Love“ ist hier nicht die romantische bis züchtige Zweisamkeit gemeint, sondern hier geht es direkt und unverblümt zur Sache. „Cloud Song“ ist eine schöne Ruhepause, ohne deshalb auch nur ansatzweise schnulzig oder lieblich zu klingen, während bei „The Garden Of Earthly Delights“ die Gruppe das Tempo wieder anzieht, die Sängerin klingt hier Grace Slick ähnlich. Sex pur sind die Lyrics von „I Won’t Leave My Wooden Wife For You, Sugar“ – männliche Leadvocals mischen sich hier nicht zufällig mit weiblichen: Es geht um die Spannung zwischen Ehebruch und (vorgegaukelter) Treue. Eine im damaligen prüden Amerika mehr als gewagte Sache, die Musik steht dazu in einem krassen Gegensatz – Vaudeville mit elektronischen Untertönen. „Where Is Yesterday“ klingt wie die Buße nach der Todsünde (Wollust hier, klar wohl), Gregorianik meets Electronic Pop, komplex ausgeführt in drei Minuten, die Lyrics kann man für ein frommes Kirchenlied halten, wenn man nicht genau genug hin hört; vielmehr kreuzt sich hier Religionskritik mit soziologischer Bestandsaufnahme. „Coming Down“ ist dann wieder ein konventioneller klingender Psychedelic-Song, aber ungemein fantasievoll ausgeführt. „Love Song For The Dead Che“ ist eine subtile Ballade, die Melodie besitzt Ohrwurmcharakter, bleibt vom Schnulzentum aber Lichtjahre entfernt. Der American Way of Life wird bei „Stranded In Time“ aufs Korn genommen, in weniger als zwei Minuten führt die Gruppe eine Art Mini-Oper auf, die instrumental alles bringt, was diese Gruppe bringen kann. Abgeschlossen wird das Album vom fast siebenminütigen „The American Way Of Love“: Part 1 ist „Metaphor For An Olderman“, scharfer Psychedelic mit irrwitziger Geigen-Electronics-Kombination. Wogegen Part 2 „California Good-Time Music“ charmant zu swingen weiß, die Lyrics aber wieder böse genug sind, um den Charme verfliegen zu lassen. Und Part 3 „Love Is All“ ist ein hart rockender Abschluss, wo collagenartig das Album durch Sequenzen aus den Tracks noch einmal summiert wird. „How much fun it’s been?“ fragt eine Männerstimme kurz vor Schluss noch … tja, schon Fun, aber ein wahnsinniger, versteht sich.

2014er-Ausgabe, die ich hier rezensiere, kommt mit 10 Bonustracks, also exakt so viele wie das Originalalbum hatte, und von der Spielzeit her auch zu vergleichen. Die Qualität dieser Nummern ist sehr gut, zum Teil sind es Alternate Takes von Albumtracks, jedenfalls eine gut anhörbare Ergänzung zum gewaltigen Originalalbum.

Nur wenige Alben der späten Sechziger waren der Zeit so weit voraus wie dieses, dieser Umstand und die für die damalige Zeit überaus gewagten Texte waren maßgebliche Gründe für den geringen kommerziellen Erfolg. Und es war eines der allerersten Alben elektronischer Rockmusik. Schwer verdienten Kultstatus hat die Platte schon längst, und klingt heute frischer als fast alles, was 1968 veröffentlicht wurde. Wer das nicht glaubt, kann dieses Werk neben Alben von Warpaint, Alt-J und einer Reihe weiterer neuer Bands der letzten fünf Jahre, die rein gar nichts mit Retro zu tun haben, stellen. Mein Tipp: Wenn Sie meinen, es gäbe keine einzige Scheibe aus 1968, die nicht wenigstens einigermaßen angestaubt wäre, dann hören Sie sich bitte die hier an. Wetten, dass …?
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr zeitgebunden, 13. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Same (Audio CD)
United States of America, ohne Bonusstücke

Klangcollagen, wie sie bei diesem Album immer wieder auftauchen, sind heute absolut nicht mehr in Mode, so kann man das Album
nur Leuten empfehlen, die mit der Musik der späten 60er Jahre vertraut sind. Das Besondere ist, dass bei dieser nur 2 Jahre exis-
tierenden Gruppe im Gegensatz zu den meisten anderen Gruppen der Zeit nicht die E-Gitarre das charakteristische Instrument war.
Schlagzeug und elektronische Geräte waren tonangebend.

Die Stimme der Leadsängerin ist kühl und metallisch und passt daher ausgezeichnet zum Klang der Stücke. Die Stücke sind sehr
unterschiedlich, werden durch die elektronischen Elemente aber zu einer Einheit verbunden. Harten, treibenden Songs wie 'Hard
Coming Love', 'The Garden of Earthly Delights' oder 'Coming Down' stehen fast romantische Liebeslieder wie 'Cloud Song' oder
'Love Song for the Dead Che' gegenüber. Insgesamt ist das Album vom Text her gesellschaftskritisch. Die Überflussgesellschaft
wird bei 'The American Metaphysical Circus' kritisiert, aber auch gescheiterte Beziehungen spielen eine Rolle. Da gibt es einmal
das sehr traurige 'Stranded in Time', das zeigt wie ein altes Paar nur noch nebeneinander herlebt, und dann gibt es das sehr bösar-
tige 'I Won't Leave My Wooden Wife For You, Sugar', in dem ein Spießer seiner Geliebten erklärt, dass er sein bequemes Zuhause
neben seiner langweiligen Ehefrau nie für sie aufgeben wird. Wunderschön harmonisch ist 'Where is Yesterday', das kanonartig darge-
boten wird und ein wenig an Choräle erinnert. Einen positiven Abschluss liefert 'The American Way of Love', das nur auf den
ersten Blick naiv erscheint.
Insgesamt ein sehr ausgefallenes Album aus der Zeit, als man auf Psychedelic Rock stand.
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5.0 von 5 Sternen psychedelischer Kult, elektronisches Debüt, 10. September 2013
Rezension bezieht sich auf: United States of America...Plus (Audio CD)
Diese Platte zeigt einmal mehr die Blütezeit der Hippies, des psychedelischen Rock.
Auf der anderen Seite steht die Platte als Debüt elektronischer Rockmusik. Elektronischer Rockmusik? Hm, doch, ja. Man darf jetzt nicht vergessen, dass wir fünfundvierzig Jahre Musik seither konsumieren. Damals war es äußerst ungewöhnlich, diverse Teile aus der Physik in die Musik mit einzubeziehen. Außerdem galt die Geige als erste elektrisch verstärkte in der Musik.

Es ist ein ungewöhnliches, aber durchaus für den weiteren Verlauf elektronischer Musik, äußerst wichtiges Album gewesen. Erst Leute wie die Tangerine Dream Musiker haben einen weiten wichtigen Schritt zur heutigen elektronischen Musik getan, allen voran Klaus Schulze.

So bleibt uns nur dieses eine "originelle" Original.
Joe Boyd hat unter eigenem Namen noch ein oder zwei ähnliche Dinger gemacht, die aber noch erfolgloser waren (Joe Boyd & the field hippies hießen die glaube ich).

Jedenfalls ist diese USA platte nie so erfolgreich gewesen bis zum ersten Erscheinen auf CD. Kult war die allerdings schon immer...
Wer diese wirklich außergewöhnliche Platte sucht, sollte diese mit Bonus nehmen, klingt wesentlich besser als die erste CD, die Edsel mal raus gebracht hatte. Das Bonusmaterial, außer dass von dem USA selber aufgenommene, kann man hören, muss man aber nicht.

Ein bisschen klingt es schon nach "gute Laune, Karneval lässt grüßen"-Musik.
Auch die Phase der experimentellen Beatles wurde als Hausaufgabe von den Amerikanern gut gemacht.

Ich finde sie toll, auch wenn ich sie vielleicht einmal im Jahr anhöre.

Ungewöhnlich, aber sehr spannend die Geschichte in ihren Original zu hören!
Großer TIPP!
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erinnert an die frühen Jefferson Airplane, 6. Oktober 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Same (Audio CD)
Diese Platte erinnert stark an Jefferson Airplane auf den ersten beiden Platten.Die Sängerin hier singt auch so ähnlich wie bei den Airplanes.
Sehr viele elektronische Experimente ...,eine Platte,bei der man sich durchaus den Gebrauch diverser Drogen vorstellen kann,beim Aufnehmen wie beim Hören.
Ebenso hört man Pink Floyd mit Syd Barrett heraus.
Auf jeden Fall eine Musik typisch für Ende Sechziger Jahre,die es so nicht mehr geben wird.

Mir hat besonders "I Won`t Leave My Wooden Wife For You,Sugar" gefallen,das 5. Stück,auch wegen dem lustigen Titel.

Schade,daß diese hochbegabten Musiker nicht mehr Platten gemacht haben !
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The United States Of America
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