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32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grisham ist (endlich) wieder ein Meisterwerk gelungen
Keith Schroeder, Pfarrer einer lutherischen Kirche in Topeka, Kansas, ahnt nicht, was auf ihn zukommt, als eines Morgens ein Fremder sein Büro betritt, um sich etwas von der Seele zu reden. Solche seelsorgerlichen Gespräche sind für einen Pastor normal, jedoch hat dieser Besucher etwas zu beichten, was auch ein Geistlicher selten zu hören bekommt. Er...
Veröffentlicht am 14. Januar 2011 von G. J. Matthia

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Grisham has written better Novels ....
The story starts really thrilling, and you hope for everything turning to good result. I enjoyed reading. But the last 40% of the book is very boring, nothing surprising happens any more. Compared with The Testament, The Firm, The Innocent Man, The Partner and all the other 11 books from Grisham I read so far this was a bit disappointing.
Veröffentlicht am 9. November 2012 von pforscht


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32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grisham ist (endlich) wieder ein Meisterwerk gelungen, 14. Januar 2011
Von 
G. J. Matthia "GJM" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Confession: A Novel (Gebundene Ausgabe)
Keith Schroeder, Pfarrer einer lutherischen Kirche in Topeka, Kansas, ahnt nicht, was auf ihn zukommt, als eines Morgens ein Fremder sein Büro betritt, um sich etwas von der Seele zu reden. Solche seelsorgerlichen Gespräche sind für einen Pastor normal, jedoch hat dieser Besucher etwas zu beichten, was auch ein Geistlicher selten zu hören bekommt. Er sterbe demnächst an einem Gehirntumor, erklärt der Mann, und wolle vielleicht bekennen, dass er der Mörder eines seit 10 Jahren aus der Kleinstadt Slone in Texas verschwundenen Mädchens sei.
Für den Mord an Nicole Yarber, die bei ihrem Verschwinden 17 Jahre alt war, sitzt allerdings ein anderer Mann in der Todeszelle, seine Hinrichtung steht nur wenige Tage bevor. Die Leiche wurde nie gefunden und der Verurteilte, Donté Drumm, hat sein Geständnis längst widerrufen und beteuert seither seine Unschuld.

Damit beginnt ein Buch, wie es John Grisham schon länger nicht gelungen ist. Ein Buch, das den Leser fesselt und bis zur letzten Seite nicht mehr loslässt. Ein Roman, dessen Handlung mitunter Wege nimmt, die der Leser nicht zu gehen wünscht. Ein realistisches, ein ehrliches Buch. Eine aufwühlende, eine tief beeindruckende Erzählung.
Es gibt Bücher, auch von John Grisham, in denen findigen Juristen auch das unmöglich scheinende Herumreißen einer Situation gelingt, in denen dann doch noch das Gute siegt. Solche Bücher zeichnen nicht immer ein akkurates Bild des Lebens, aber sie haben zweifellos ihre Vorteile: Man schöpft Hoffnung, dass es eine ausgleichende Gerechtigkeit gibt.
The Confession hat auch seine Vorteile, aber die liegen auf ganz anderen Ebenen.
In erster Linie ist es natürlich ein spannender Roman, der dem Leser keine Atempause gönnt. Man müsste ja eigentlich schlafen gehen, aber man kann das Buch nicht beiseite legen. Nur noch eine Seite ' nur noch das Kapitel ' nur noch ein paar Seiten '
Das Buch kann aber auch Augen öffnen: Realistisch schildert der Autor, mit welcher tiefen Überzeugung, Gott auf ihrer Seite zu haben, schwarze und weiße Christen ganz unterschiedliche Meinungen und Einstellungen biblisch begründen. Er schildert, warum und wie Donté in neun Jahren, unschuldig im Gefängnis, seinen einst lebendigen und zuversichtlichen Glauben verloren hat.

»Keith plunged ahead. '"Robbie tells me you were raised in a church, batized at an early age, had a strong faith, raised by parents who were devout Christians."'
'"All true. I was close to God, Mr. Schroeder, until God abandoned me.'"
'...
'"You blame God for the past nine years?"'
"'Yes, I do. ' I was eighteen years old, a longtime Christian, still active in church, but also doing some things that most kids do, nothing bad, but, hell, when you grow up in a house as strict as mine, you're gonna rebel a little. ...' I stayed off the streets. I was looking forward to college. Then, for some reason I guess I'll never understand, a bolt of lightning hits me square in the forehead. I'm wearing handcuffs. I'm in jail. '... My fate is determined by twelve white people, half of them good, solid Baptists. The prosecutor was a Methodist, the judge was a Presbyterian." ''«

John Grisham schildert auch, mit welchen Glaubenskonflikten Pfarrer Schroeder zu kämpfen hat. Und nicht nur das, seitens seiner Kirchenobrigkeit gerät er zusätzlich unter Druck. Überall finden sich Menschen, die ganz genau mit der Bibel in der Hand erklären können, was richtig ist, was Gottes Wort sagt - und die Widersprüche könnten kaum gewaltiger sein. Schließlich gehen Kirchen in Flammen auf, der Hass lodert in Slone. Politiker und Juristen suchen nach Lösungen und finden keine. Die Lage wird immer prekärer '

The Confession hat mich gepackt und bewegt, wie es selten einem Roman gelingt. Ich habe geweint beim Lesen ' und das passiert mir kaum einmal. John Grisham erspart weder sich noch den Lesern grauenhafte Erlebnisse und unbequeme Fragen. Keith Schroeder wird am Ende der Erzählung ein anderer Mensch sein als zuvor. Der Leser - das wäre sehr zu wünschen - auch. Mein Denken und Glauben hat sich durch diese Lektüre jedenfalls verändert.

Mein Fazit: Wie man es auch betrachtet, dies ist ein rundum packendes, durchdachtes, erschütterndes, spannendes Buch; eines der besten, die John Grisham bisher verfasst hat. Unbedingt lesen!

P.S.: Ich habe das Original gelesen, zur Qualität der deutschen Übersetzung vermag ich nichts zu sagen.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahrscheinlich bis dato der "beste Grisham" !, 18. April 2011
Von 
dieleseratz - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Confession: A Novel (Taschenbuch)
Grisham hat mich in den letzten Jahren immer enttäuscht - zu seicht und flach die Storys, zu sehr auf eine Verfilmung schielend.
Aber mit diesem Roman hat er alles wettgemacht:
Dieser Thriller ist mehreres in einem: eine Bestandsaufnahme der US-Gesellschaft, eine Sozialstudie, eine Justizdrama - und damit möchte ich niemanden abschrecken, denn das ganze wird verpackt in Form eines spannenden Krimis.
Grisham zeichnet ein deprimierendes Bild der USA im 21. Jahrhundert:
Seitens der Justiz, der Politik und der Bevölkerung werden kontinuierlich die Religion und Gott herangezogen um die eigenen Handlungen, die Urteile, ja um einfach alles zu begründen. Es wird dauergepredigt und gebetet, in Interviews wird die Religion beschworen und Gottes Wort und Wille - eine schizophrene Welt, wenn dann wieder das Recht auf Selbstverteidigung, der Schusswaffengebrauch, die Todesstrafe verteidigt werden und dann auch Kirchen brennen....
Kein Land der Welt hat so viele Bürger weggesperrt wie die USA. Der Großteil sind Farbige, sehr oft verurteilt von einer weißen Jury.
Harte Urteile sind die Regel, sollen der Abschreckung dienen, sind aber wirkungslos.

Ein schonungsloses Bild der amerikanischen Gesellschaft wird gezeichnet, das einem als Europäer beängstigend fremd vorkommt.
Zur Story wurde schon alles erzählt - ein 19-jähriger farbiger Schüler wird verdächtigt, eine Schulfreundin ermordet zu haben. Allerdings wird die Leiche nicht gefunden und der Jugendliche wandert, trotz seiner Unschuldsbeteuerungen, in die Todeszelle in Texas. 9 Jahre sitzt er unschuldig unter unmenschlichen Bedingungen in Einzelhaft, verkümmert seelisch und körperlich - und soll in kürze hingerichtet werden. Nur wenige Tage vor dem Termin taucht ein Krimineller auf, der den Mord gesteht. Wird ihm jemand glauben ?
Grishams Stil ist flüssig, spannend - das Buch ist ein richtiger "Pageturner" und man fiebert mit bis zu den letzten Seiten.
Fazit: Schonungslose Bestandsaufnahme des amerikanischen Systems, der amerikanischen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts, verpackt in einem spannenden Thriller. Absolut empfehlenswert!
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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Finally, John Grisham is back - with a master piece, 4. November 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Confession (Gebundene Ausgabe)
Since the "Last Juror" I have been waiting for another breathtaking page-turner by John Grisham. All his books published in the meantime have made me believe that he had run out of fascinating stories and had lost his writing skills. Fortunately, he had not.

"The Confession" is a great book, a strong BUY! Once started, I quit reading no earlier than page 418. I realized that this book was a winner when the story seemed to be minutes before its climax - with 250+ pages left. Unlike his recent novels, "The Confession" does not leave any questions unanswered; all leads are properly closed in the end. If you are interested in Grisham's opinion on the death penalty (and you don't know "The Chamber"), you will find out in this book.

Additional remark: Being a German, it struck me that almost every character in this book has a German (last) name, esp. the good guys.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Im Zweifel für den Angeklagten, 25. August 2011
Von 
Joko - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: The Confession: A Novel (Taschenbuch)
Mit seinem neuen Roman "Das Geständnis" hat John Grisham mich nach seinen vorherghenden Flops wieder etwas versöhnt. Das Buch ist ein engagiertes Plädoyer gegen die Todesstrafe und eine große Kritik am Rechtssystem bestimmter Staaten Amerikas.

Als eines Tages ein mehrfach verurteilter Sexualtäter, Travis Boyette, im Haus des Revernd Keith Schroeder auftaucht und den Tod an einem jungen Mädchen gesteht, dessen vermeintlicher Mörder in einigen Tagen hingerichtet werden soll, weiss Keith Schröder zuerst nicht, wie er darauf reagieren soll.Boyette begündet sein Geständnis damit, dass er bald sterben wird, da er einen inoperablen Hirntumor habe und er vorher die Unschuld des verurteilten Farbigen Donte Drumm bezeugen will. Außerdem wisse er wo die Leiche Nicole Yarbers vergraben liege, da er dies selbst getan habe. Donte Drumm wurde nämlich zum Tode verurteilt, obwohl niemals eine Leiche gefunden wurde und er nach einem erpressten Geständnis,das er später widerrief, immer wieder seine Unschuld beteuerte.
Der Leser erfährt nun in diesem Buch, wie die Mühlen der Justiz im Staate Texas malen. Ein engagierter Rechtsanwalt"Robbi Flagg"setzt sich für die Aussetzung der Todesstrafe des Beschuldigten ein und beginnt ein Rennen gegen die Zeit.Wird er es schaffen Donte vor der Todesspritze zu bewahren?

Ich fand das neue Buch des Autors streckenweise sehr berührend, vor allem die Szenen aus der Todeszelle, Spannung kam auch streckenweise auf, was mich aber am meisten begeistert hat, war die Darstellung der verantwortlichen Personen, die mit der Rücknahme dieses Urteils zu tun hatten.Man hatte nicht das Gefühl, dass sie über einen Menschen urteilten, sondern es ging ihnen eigentlich immer nur um Prestige und ihre Wiederwahl.Auch die Darstellung des zum Tode Verurteilten ist dem Autor meiner Meinung nach gut gelungen, seine Gedanken und Gefühle wurden sehr überzeugend rübergebracht.
Auch die Mittel, die Justiz und Polizei anwenden , um ein Geständnis aud dem Beschuldigten herauszupressen, wurden spannend erzählt.Die überall anzutreffende Presse, die sich wie die Schmeißfliegen auf diese Sache stürzten und sogar von der Mutter des Opfers sehr medienträchtig eingesetzt wurde, wurde meines Erachtens auch gut dargestellt.

Allerdings gibt es auch einige Kritikpunkte und desshalb auch keine 5 Sterne.
Stellenweise ging es mir etwas zu pathetisch zur Sache und einige Situationen waren auch etwas unglaubwürdig.Ins Detail möchte ich jetzt nicht gehen, da ich dann zu viel verraten würde.

Trotz aller kleinen Schwächen, hat mir das neue Buch des Bestsellerautors wieder gut gefallen und ich finde es wesentlich gelungener, als seine Vorgänger
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mal wieder ein sehr guter Grisham Roman, 23. September 2011
Rezension bezieht sich auf: The Confession: A Novel (Taschenbuch)
Grisham thematisiert mit dem Roman ein interessantes Thema "die menschliche Entscheidung über Leben und Tod" in Form der Giftspritze wie z.B. in den USA. Derzeit wird darüber viel geschrieben und diskutiert.
Grisham hat eine tolle Story daraus gemacht. Lesen!
Ich wünschte, man würde die Story wie die früheren Werke von Grisham eines Tages verfilmen. Ob es aber genügend Sponsoren gibt?
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterliches Plädoyer für die Abschaffung der Todesstrafe in den USA, 5. Dezember 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Confession: A Novel (Taschenbuch)
Dieser spannende und juristisch wohlfundierte Grisham The Confession: A Novel mag für die meisten Europäer nur der Spannung wegen von Interesse sein - für den amerkanischen Leser wird hier bittere Wirklickeit geschildert. Die Todesstrafe ist ebenso wie das Recht zum Waffenbesitz eine "heilige Kuh" des sich für konservativ haltenden Teil der amerikanischen Bevölkerung; bei uns würden deren Befürworter für reaktionär gehalten werden. So hat es der Erfolgsautor Grisham wegen seiner "liberalen" Haltung seit Jahren schwer, indem er für die Abschaffung der Todesstrafe eintritt (wobei "liberal" in den USA ein Schimpfwort ist gleichbedeutend mit "sozialistisch" oder gar "kryptokommunistisch".) Umso wichtiger ist dort dieser Thriller wegen seiner Message, während wir uns nur um Sie spannende Handlung zu kümmern brauchen. Das Geständnis des wahrhaft Schuldigen, das einen unschuldigen Todeskandidat retten könnte, ist der Anlass für dieses an Überraschungen nicht arme Buch. Der Inhalt kann am besten in den englischsprachigen Besprechungen unter amazon.com nachgelesen werden. Die Atmosphäre in den Südstaaten kann sich ohnehin nur dem im Englischen versierten Lesermitteilen. Für mich war die Lektüre ein großer Gewinn.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbedingt lesen!, 26. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: The Confession (Kindle Edition)
Dontè Drumm, ein junger Afro-Amerikaner, findet sich in Texas plötzlich im Mittelpunkt polizeilicher Ermittlungen. Er hat nichts getan und verzichtet daher leichtfertig auf seine Rechte. Wenige investigative Polizeistunden später gesteht er per Videobotschaft Vergewaltigung und Mord an einer jungen Frau, deren Leiche nie gefunden wurde.
Neun Jahre und unzählige Berufungen und Appellationen später kann nur mehr ein Wunder ihn retten. Wie aus dem Nichts taucht plötzlich der wahre Täter auf und gesteht die Tat. Kann der Anwalt eine Begnadigung in letzter Minute erreichen? Buchstäblich in der Todeszelle kommt es zum großen Showdown.

Eine packende Story verwendet der Erfolgsautor John Grisham als 'Träger' für eine geharnischte Kritik am amerikanischen Rechtssystem. Eisern bohrt er den Finger in die Verquickung von Politik und Rechtsprechung, schildert genüsslich Beeinflussung und Bedrohung von Zeugen durch die Polizei, mokiert sich über gezinkte Karten bei der Auswahl von Jury-Mitgliedern. Über allem thront als letzte Hoffnung Dontès der Gouverneur, dessen einzige Handelsmaxime die Gunst der Wähler ist.

Eingebettet in das spannungsgeladene Umfeld der Südstaaten gelingt Grisham ein meisterhafter Roman, dessen deutsche Fassung für den Sommer angekündigt ist. Ich empfehle die Lektüre der englischen Kindle-Originalversion. Die jederzeitige Möglichkeit, unbekannte Vokabel 'per click' erklärt zu bekommen, nützt die Stärken des elektronischen Lesegeräts so richtig aus.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen WOW. Der beste Grisham seit Langem, 9. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: The Confession (Taschenbuch)
Ich bin Grisham-Fan seit mittlerweile rund 20 Jahren.
Wie viele Fans war ich von seinen Veröffentlichungen in den vergangenen Jahren etwas enttäuscht.

Mit "The confession" (Das Geständnis) hat er aber wieder einen vollen Hit gelandet - absolut nach meinem Geschmack.

Zum Inhalt möchte ich nichts weiter sagen. Es ist aber jedenfalls so spannend und interessant, dass ich das Buch praktisch nicht mehr weglegen wollte.
Es ist hier zwar nicht die große "Action-Story" der frühen Jahre a la Akte, Regenmacher, Firma etc, aber auch ohne "Mord und Totschlag" bleibt es spannend bis zur letzten Seite. Immer wieder gibt es tolle Wendungen.

Absolute Empfehlung!
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4.0 von 5 Sternen Ein Plädoyer gegen die Todesstrafe, 13. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Confession: A Novel (Taschenbuch)
Inhalt:
Topeka, Kansas: Reverend Keith Schroeder erhält Besuch vom kürzlich entlassenen Sexualstraftäter Travis Boyette. Was dieser ihm berichtet, erscheint unmöglich: vor 9 Jahren habe Boyette in Sloan, Texas, die 17jährige Nicole Yarber entführt, mehrfach missbraucht und anschließend umgebracht und vergraben. Doch ein anderer wurde für die Tat zum Tode verurteilt, der Schwarze Donté Drumm, die Hinrichtung findet in 4 Tagen in Texas statt. Mit diesem Geständnis beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit...

Meine Meinung:
Ein neuer Grisham, der unheimlich spannend klang – es war klar, dass ich ihn (wie die meisten anderen auch), haben musste. Und er sollte mein erster englischsprachiger Grisham werden.

Das Thema Fehlurteile im Schatten der Todesstrafe ist natürlich sehr brisant, Unschuldige im Knast versauern zu lassen ist schon schlimm genug, aber einem unschuldigen Menschen das Leben zu nehmen – eine grausame Vorstellung. Dieses Themas nimmt sich Grisham sanft, aber bestimmt an.

Gefühlvoll zeigt er, wie es der Familie von Donté und auch ihm selbst ergeht, lässt aber gleichzeitig die Familie des Opfers nicht außen vor, die auch nach 9 Jahren keinen Frieden gefunden hat und voller Hass auf den Mörder ihrer Tochter blickt, fast davon aufgefressen wird. Es gab wirklich Szenen, bei denen ich schlucken musste, so nah ging es mir, wenn z.B. der Anwalt Flak seinen Mandanten in der letzten Stunde vor der Hinrichtung besucht oder aufgezählt wird, wie Donté die 9 Jahre in der Todeszelle verbrachte.

Dem gegenüber der Kampf des Anwalts Robbie Flak, der sich nicht nur juristisch sondern auch emotional voll engagiert. Wenn er das System anprangert, in dem der Staatsanwalt und die Richterin ein Verhältnis hatten oder es eindeutige Hinweise gibt, dass das Geständnis Donté erzwungen wurde, dann wird man wütend. Sehr wütend.

Was für ein System ist das, in dem jemand ohne Leiche, mit unter Druck erstandenen Geständnis (das kurz darauf natürlich widerrufen wurde) und mit geheimen Absprachen zum Tode verurteilt wird, nur weil 2-3 Leute meinen, dass die Person schuldig ist? Grauenhaftes Szenario, denn: wenn man einmal in dieser Situation ist, kommt man schwer wieder raus, und Grisham beweist, dass dies kein Klischee ist.

Da ist es nur verständlich, dass man kein Mitleid mit dem kranken Täter Boyette hat, der tagelang seine Spielchen mit dem Reverend treibt und so Zeit vergeudet, die dringend gebraucht wird. Aber auch, dass er anfangs nicht ernst genommen wird, als jemand dargestellt wird, der nur Aufmerksamkeit will, ist erschreckend. Gibt es wirklich Personen, die versuchen, sich bei Hinrichtungen in den Mittelpunkt zu stellen?

Die Rassenauseinandersetzungen zwischen Weißen und Schwarzen der Stadt Sloan wirken da auf mich ein wenig unpassend, unwichtig, auch etwas klischeehaft. Das Thema hatte er in „A Time to Kill“ schon, hier wirkt es überflüssig, fast ein bisschen störend, wenn auch das Opfer weiß und der mutmaßliche Täter schwarz war. Aber ich finde die Geschichte um Donté wichtig, die Ausschreitungen wirkten da fast, um ein bisschen "Action" hineinzubringen.

Grisham ist ein spannender, aber auch trauriger und erschreckender Roman über die Todesstrafe gelungen, mit überzeugenden Charakteren, die man mag oder verabscheut. Er hat es geschafft, mich zu berühren und schlucken zu lassen, hat dabei aber nicht das ein oder andere Klischee ausgelassen. Grisham zeigt, was er kann und verbindet es mit seiner Ansicht über die Todesstrafe.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nobody does it better, 15. Juni 2011
Von 
Spieler7 - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: The Confession (Taschenbuch)
1998 verschwindet in einem Kleinkaff in Texas eine 17-jährige (weiße) Cheerleaderin spurlos. Natürlich ist der Druck auf die örtliche Polizei entsprechend groß und so nimmt es nicht Wunder, dass diese sich nach einem fadenscheinigen anonymen Hinweis auf den (schwarzen) Football-Spieler Donté Drumm stürzt. Mit allerlei faulen Tricks bekommen sie ein Geständnis (Vergewaltigung und Mord), das zwar umgehend widerrufen wird, aber der Grundstein ist gelegt. Der Staatsanwalt zieht den Prozess - auch ohne Leiche - durch und bekommt, unterstützt von der Richterin (die praktischerweise seine Geliebte ist), einen Schuldspruch der (rein weißen) Jury; Donté wandert in die Zelle und wartet auf die Exekution.

Zehn Jahre später wird bei Pfarrer Keith Schroeder in Kansas der Berufskriminelle Travis Boyette vorstellig und gibt nach einigem Hin und Her die Tat zu. Er leidet an einem inoperablen Gehirntumor, möchte die wenige verbleibende Zeit nutzen, um zumindest in dieser Sache reinen Tisch zu machen und ist zu einem Geständnis bereit. Keith packt ihn in seinen Wagen und sie machen sich auf den Weg nach Texas, wo die Hinrichtung trotz des unermüdlichen Einsatzes von Dontés Verteidiger Robbie Flak unmittelbar bevorsteht. Nun beginnt ein Wettlauf nicht nur gegen die Zeit, sondern ebenfalls gegen ein Justizsystem, das buchstäblich über Leichen geht und sich auch von derart banalen Fragen wie Schuld oder Unschuld nicht so einfach aufhalten lässt...

Altmeister Grisham scheint nach einigen Abstechern in fremde Gefilde endgültig zu seinen Wurzeln zurückgekehrt zu sein und das ist gut so, denn im Genre des "legal thrillers" macht ihm niemand etwas vor. Mit Vehemenz und Verve stürzt er sich dabei in eines seiner Lieblingsthemen, das dem erfahrenen Leser schon aus anderen Werken vertraut ist, den Feldzug gegen die Todesstrafe. Dabei bedient er sich eines geschickten Kunstgriffs, nämlich der Romanfigur Robbie Flak, ein kompromissloser Anwalt, der die staatlich sanktionierten Tötungen mit allen Mitteln bekämpft und seiner Wut auf ein zynisch korruptes und rassistisches System freien Lauf lässt, das gerade in Bundesstaaten wie Texas die Menschen- und Bürgerrechte der schwarzen Bevölkerung mit Füßen tritt.

Wie stets bei Grisham ist das Thema dabei in einen packenden Plot verpackt, er fesselt den Leser und setzt ihn unter Hochspannung. Selbstverständlich fehlt auch nicht die gebotene Empathie, die Schilderung der Leiden des unschuldig Verurteilten und seiner Familie rühren ans Herz. Manch einem mag das zu plakativ erscheinen, aber der exzellente Erzählstil des Autors lässt kein falsches Pathos aufkommen und der Kampf für die gerechte Sache ist es allemal wert. Der Roman ist nicht nur für Grisham-Fans ein Muss, sondern für alle Freunde der gepflegten anspruchsvollen Spannungs-Literatur unverzichtbar, klare Leseempfehlung!
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The Confession
The Confession von John Grisham
EUR 6,14
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