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TOP 500 REZENSENTam 29. August 2010
Während seine Killers Bandkollegen nach 7 Jahren Album-Promotion-Tour-Stress nach eigenen Angaben eine dringende Pause brauchten, hatte der anscheinend rastlose Brandon Flowers schon die Songs für das vierte Killers Album geschrieben. Hoffentlich nicht schlecht für ihn, dass er einfach nicht zur Ruhe kommt, aber absolut gut für uns Killers Fans, dann natürlich ist das Soloalbum nicht weit vom liebgewonnen Sound entfernt.

Für meinen Ohren gibt es aber auch eine kleine Erweiterung des Sound, und die hat wohl mit einem der drei Produzenten zu tun, Daniel Lanois. Die Songs kommen teilweise mit einem manchmal bombastischen 80er Anstrich daher, das war bei 'Day & Age' ja auch bereits so, allerdings fand ich das mehr einen Pop Anstrich, dies mal geht es mit Hilfe von Lanois tief in die Kiste mit den 80er Rock / AOR Referenzen, Autofahrmusik zum laut mitgröhlen, perfekt für mich - vielleicht etwas schwierig für Fans, die sich eher als Indie Rocker sehen ;-). Die Single CROSSFIRE zeigt schon diese Richtung, aber auch ONLY THE YOUNG und PLAYING WITH FIRE gehen genau in diese voluminöse pathetische Richtung. Die andere grosse Referenz auf diesem Album ist seine Heimatstadt und der Mittlere Westen. Sowohl textlich ("Didn't nobody tell you the house will always win?) als auch musikalisch, mit der einen oder anderen Slide und Countrygitarre (die Hymne BROKEN HEARTS, der Refrain für die Top 10 quasi geboren ist, HARD ENOUGH, PLAYING WITH FIRE mit einem starken Hang zu Bryan Ferry). Vom mittleren Weste gehts dann wieder an die Ostküste und Richtung Mexiko, der Kastagnetten durchzogene Track auf diesem Album ist MAGDALENA.

Wieder also ein Füllhorn voller Überraschungen ähnlich 'Day & Age'. Mit einigen grossen Momenten und herrlichen Melodien, und wenigen kleinen Aussetzern. Wer diesen Schwenk schon bei 'Days&Age' nicht nachvollziehen konnte, und die ersten beiden Killers Alben mehr mochte, und das waren wohl nicht wenige Fans, der sollte von diesem Soloalbum lieber die Finger lassen. Wer aber wie ich diesen Eklektizismus und diese musikalische Richtungslosigkeit spannend findet, ist hier mehr als gut bedient.

Für Fans: unbedingt die De-Luxe Version beschaffen, sie zeichnet sich nicht durch Foto und Bildmaterial aus, sondern vor allen durch 4 Extra Tracks

Update nach 10 Wochen: Ich muss meine Erstbewertung etwas nach oben anpassen und die volle Punktzahl vergeben. Nach vielmaligen Hören hat sich Flamingo jetzt in meinen Ohren richtig festgefressen. Die Arrangments, die wunderbaren Texte, die genau richtige Portion Pathos und Kitsch. Ob mit oder ohne Band, Brandon wird uns hoffentlich noch viele Jahre erhalten bleiben.
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am 15. August 2011
Dass Flowers ein absoluter Könner seines Fachs ist, steht außer Frage. Die Killers sind seit Jahren eine der wenigen echten Größen im Musikgeschäft, die sich von dem nervigen Einheitsbrei unterscheiden. Zusammen mit Coldplay zur Zeit meine absoluten Lieblinge.
Dennoch war ich etwas skeptisch bei diesem Solo-Album, zu oft waren diese Solo-Ausflüge ein billiger Abklatsch der Band. Richtig gut hinbekommen hat den Absprung damals Richard Ashcroft von The Verve, der sich nicht nur musikalisch sondern erstaunlicherweise auch stimmlich weiterentwickelte. Und Flowers schlägt da in die selbe Kerbe.
Ich habe selten ein Album gehört, dass neben den vielen guten Stücken so wenig schwache Songs hat. Die ersten 4 Tracks würde ich durchweg als Knaller bezeichnen, Hard enough ist ein klasse Duett mit sehr tollem Text, Jilted Lovers ist meiner Meinung nach der stärkste Track des Albums, Las Vegas ist als Opener total schwungvoll, lebendig, rockig. Only the young ist da etwas ruhiger, trotzdem genial und schön. Playing with fire finde ich dann schwach, bzw. nicht so eingängig wie den Rest, der Song ist für mein Empfinden ganz einfach zu lang und kommt nicht recht zum Punkt, läuft so ein wenig vor sich hin.
Was it something und Magdalena finde ich grundsolide, einige Passagen sogar richtig gut, es folgt dann sehr spät eigentlich die erste Single Crossfire, die ich ebenfalls für sensationell gut halte. Mich erinnert der Song ein bisschen an Human, obwohl ich es bewusst vermeide, Flowers mit den Killers zu vergleichen, da man auch schlecht Özil mit Real Madrid vergleichen kann...
Jedenfalls ein sehr eingängiges, textlich sehr schönes Stück, das nicht umsonst sehr erfolgreich in die Charts eingestiegen ist.
Zum Schluss wird es dann noch zwei mal ruhig, On the floor ist dabei der zweite etwas schwächere Song des Albums, hier fehlt mir einfach der Pepp, der Höhepunkt. Klingt mir zu eintönig und langweilig, obwohl der Gospelähnliche Hintergrund garantiert ein tolles Element sein könnte. Hier passt er allerdings nicht, genauso wie das Stück nicht zum Album passt.
Swallow it hingegen finde ich ganz großartig! Super Abschluss, erstaunlich ruhig für einen letzten Track, oft wird da ja (leider) nochmal unnötig lange und laut auf den Putz gehauen. Mit knapp 3 Minuten ist Swallow it auch der kürzeste Song des Albums.
Fazit: Super gut, unbedingt hören. Ich bin jedenfalls beruhigt: Falls es die Killers mal nicht mehr geben sollte, können wir uns wenigstens auf tolle weitere Soloplatten von Brandon Flowers freuen.
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am 17. November 2010
VORWORT:

Ich hatte immer meine Probleme mit den Killers. Die Musik gefiel mir ansich schon immer gut, doch mit Brandon Flowers' Stimme kam ich bisher nie wirklich zurecht. Nun besitze ich jedoch seit kurzem die Deluxe-Edition seines Debutalbums und bin begeistert. Von romantisch über schräg und wild ist auf FLAMINGO alles vertreten, was ich von einem guten Popalbum erwarte. Es ist bedauerlich, das solch gute Musik die rühmliche Ausnahme in den Charts der Gegenwart bleibt.

FLAMINGO:

"Welcome To Fabulous Las Vegas"
bildet einen himmlischen Einstand und beweist, das Flowers, entgegen meiner früheren Meinung, keine schlechte, sondern eine sehr ausdrucksstarke Stimme hat.

"Only The Young"
ist ein verträumtes Stück Traurigkeit und bleibt nachhaltig in den Gehörgängen.

"Hard Enough"
knüpft nahtlos an die ersten beiden Songs an, was Qualität und Ohrwurmfaktor angeht.

"Jilted Lovers & Broken Hearts"
ist ein flottes Stück mit fröhlicher Stimmung, allerlei Gitarren und fantastischem Rhytmus.

"Playing With Fire"
kommt traurig daher. Im Refrain dann mit schräger Gitarre und Flowers, mit ungewöhnlich hoher Stimme.

"Was It Something I Said?"
strahlt jede Menge Spaß aus und spätestens hier merkt man, das es eine gute Idee von Flowers' war, Solopfade zu beschreiten - Klasse!

"Magdalena"
- was soll man da noch groß schreiben? Ich kann mich inzwischen nur wiederholen, denn auch hier bringt es Flowers fertig, einen grandiosen Pop zu kreieren, der so erfrischend daherkommt, das man bereits jetzt sicher sein kann, das der Rest des Albums garnicht mehr schwächeln kann.

"Crossfire"
machte mich vor einigen Monaten auf das anstehende Album aufmerksam, als ich das wunderbare Video sah, indem Charlize Theron den in Not geratenen Flowers vor allerlei Ninjas rettet. Ich verbinde diesen Song mit einer persönlichen Erfahrung und bekomme immer wieder eine Gänsehaut, sobald die ersten Töne aus den Boxen kommen.

"On The Floor"
hebt sich wohl am meisten von den übrigen Songs ab, da es hier doch sehr düster und melancholisch zugeht. Das soll allerdings keine Kritik sein - ganz im Gegenteil. Dieser Song ist ein gutes Beispiel für die Abwechslung der Platte und besticht mit schwermütigem Chor im Hintergrund und nachdenklichem Text.

"Swallow It"
schließt das Album in der regulären Ausgabe und kommt als softe Midtempo-Ballade daher. Schon allein für diese zehn Songs kann man nur den Hut ziehen - Bravo ! ! !

(DELUXE-EDITION)

"The Clock Was Tickin"
der erste Bonustrack erinnert an den Wilden Westen, da hier eine Pedal-Steel-Gitarre zum Einsatz kommt und Flowers mit gefühlvoller Stimme begeistert.

"Jacksonville"
ist fernöstlich angehaucht und mit fetter Bassline unterlegt. Ein "blubbernder" Song mit interessantem Sound.

"I Came Here To Get Over You"
wieder einmal abwechslungreicher Pop mit grandiosen Einfällen.

"Right Behind You"
Schade - der letzte (verträumte) Song eines überdurchschnittlichen Albums voller sprudelnder Einfälle und fesselndem Sänger.

FAZIT:

Es ist mir unverständlich, warum die vier wunderbaren Tracks dieser Deluxe-Ausgabe nicht schon auf dem normalen Album vertreten sind, da sie den anderen Songs in nichts nachstehen. Ich kann nur sagen, das mir etwas fehlen würde, wenn das reguläre Album nach "Swallow It" beendet wäre. Es kommt nicht alle Tage vor, das mir ein Album auf Anhieb so gut gefällt wie Flamingo. Keinerlei Ausfälle und darüberhinaus eine stimmige Einheit aus fröhlichen und eher traurigen Songs. Ich freue mich schon auf die nächste Soloarbeit von Brandon Flowers.
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am 4. Dezember 2011
Das Album hat sich nicht wirklich gut verkauft und es kam auch keine einzige Hit Single dabei raus.
Nun es ist nicht gerade ziemlich kommerziell und das find ich besonders spitze.

Der Frontmann der Killers hat sich selbst mit diesem Album übertroffen.
Das Beste Album des Jahres definitiv !

Besten Songs:

Jilted Lovers & Heartbreaks
Jacksonville
Crossfire
Was it something Ive said
I came here to get over you
Only the young

Es gibt keinen einzigen Lückenfüller hier also ziemlich gutes Weihnachtsgeschenk !
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am 19. November 2010
Wer hier glaubt, dieses Album ist Mittelmaß und nur ein Zwischenwerk, das das Warten auf das nächste Killers-Album verkürzt wird, irrt hier gewaltig. "Flamingo" ist ein echtes Meisterwerk, das ich nur empfehlen kann. Die Songs sind eingängig und echte Ohrwurm, der Sound auch hervorragend. Hier die Songs, einzeln bewertet:
1. Welcome To Faboulous Las Vegas
Ein fabelhafter Opener, wie ich finde. Bringt einen sehr in Stimmung für das anstehende Album vom ihm. Einer meiner Lieblingssong des Albums. 5/5
2. Only The Young
Wird die zweite Single werden. Gefällt mir sehr gut. 5/5
3. Hard Enough
Auch ein sehr guter Song, echter Ohrwurm. 5/5
4. Jilted Lovers & Broken Hearts
Mein absoluter Favorit des Albums. Super, eingängiger Song, den man nicht mehr so schnell aus dem Kopf bekommt. Das muss eine Single werden! 5/5
5. Playing With Fire
Wunderschöne Ballade. Gefällt mir auch supergut, genialer Sound. 5/5
6. Was It Something I Said?
Der erste nicht so gute Song des Albums. Aber trotzdem nicht schlecht. 4/5
7. Magdalena
Auch ein sehr schöner Song. 5/5
8. Crossfire
Die erste Single, dazu brauche ich nicht viel zu sagen, oder? 5/5
9. On The Floor
Der zweite Song auf der Maxi-CD zu Crossfire: habe ich deshalb schon gekannt, gefällt mir recht gut, doch manchmal erinnert mich der Song irgendwie an einen Kirchen-Song 4/5
10. Swallow It
Mit einem super Song endet das Album (leider) auch schon. Sehr guter Song 5/5
Man sieht, ich kann das Album ohne Bedenken nur empfehlen! Besonders denen, die die Single Crossfire mögen. Ein geniales Meisterwerk, bitte mehr davon! Jeden Cent wert!
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am 11. Januar 2013
Die Rezension zu dieser Platte soll diesmal kurz und prägnant ausfallen. Ich bin vom Album begeistert - und das nach ca. 1 Jahr! Ich höre sehr gerne immer wieder rein, muss jedoch zugeben, dass ich anfangs sehr skeptisch war und das Album für einen Fehlkauf hielt.

Die Lieder gingen erst nach mehrmaligem Hören in meinem Kopf - blieben jedoch als Ohrwürmer hängen. Die Stimme von Brandon Flowers gefällt mir auf den Aufnahmen sehr gut, die Qualität der Lieder ist überzeugend.

Besonders gefallen mir "Magdalena", das auch textlich überzeugt, und "On the floor", das sich langsam anbahnt.

Die Aufmachung der Platte ist schlicht, aber schick, das Coverfoto gefällt mir sehr gut.

Wenngleich diese Platte nicht zu sehr mit Arbeiten der Killers verglichen werden sollte, da sie weniger kommerziell ausgerichtet ist und mehr künstlerische Freiheit des Künstlers vermittelt, kann sie durchaus überzeugen und lohnt sich.

Zudem ist die Qualität der Aufnahmen sehr gut auf Vinyl umgesetzt.
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am 4. September 2010
Ich besitze dieses Album seit gestern und muss ganz ehrlich sagen, dass es bei mir in meiner Stereo-Anlage rauf und runter läuft. Ich bin ein jahrelanger Fan von der wunderbaren Band "The Killers" und hatte ehrlich gesagt ein bisschen Angst davor, dass sich Brandon Flowers' Album zu sehr von der Band weg bewegt. Doch diese Angst war vollkommen unbegründet, da dieses Album teilweise auch von den Killers hätte sein können. Das zeigt sich vor allem in dem Song "Jilted Lovers & Broken Hearts".
Positiv hervorheben möchte ich auch, dass auf diesem Album kein "Totalausfall" zu finden ist, denn alle (!) Songs begeistern mich. Auf anderen Alben gibt es sonst immer nur eine Single, die wirklich besticht und die anderen Songs sind so lala.. Aber bei Brandon Flowers (und auch bei allen The Killers Alben) ist dies anders.

Dieses Album ist nicht nur ein "Lückenfüller" für diejenigen, die auf das nächste The Killers Album warten, sondern ein eigenständiges kleines Meisterwerk, das Brandon Flowers uns geschenkt hat.
Ich kann dieses Album wirklich jedem empfehlen.

Und als kleiner Tipp von mir:
Kauft euch die Deluxe Edition mit 4 weiteren Bonus Tracks, denn Letztere wissen alle zu überzeugen und besonders der Track "Right behind you" hat es mir sehr angetan. Es ist ironisch, dass dieser Song nur als Bonus Track zu finden ist. Das zeigt das enorme musikalische Niveau dieses Albums.

5 Sterne von mir. :)
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am 14. September 2010
Die Sache ist doch so: wenn man einfach die ersten beiden Werke der Killers ausblendet, so als ob sie niemals stattgefunden hätten, käme man zu dem Schluss dass diese Band eine ausgezeichnete Pop-Band wäre, die hochqualitative Songs produzieren, gekonnt mit 80er Einflüssen jonglieren, den Mainstream dominieren, dabei aber ihre Identität nie verraten und nicht austauschbar klingen. Und welche Pop-Band kann das in diesen Jahren schon von sich behaupten? Unter diesem Blickwinkel betrachtet wirkt auch das Solo-Werk von BF wie eine Fortschreibung der "Day&Age" Periode. Tolle Melodien, die im Besten Falle so klingen, als ob sich U2 und Queen zu einer Pop-Band verbrüdert hätten. BF hat Talent und davon reichlich. Man ahnt, dass er kurz er davor steht DEN großen Song oder DIE große Platte abzuliefern, er scheint - ob mit den Killers oder Solo - mit jeder Platte diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen. Crossfire, Only the young sind wirklich nur eine handbreit entfernt von Pop-Evergreens. Summa summarum:für jeden der es poppiger mag und dem Bryan Adams und Ronan Keating zu käsig sind, ist Flamigo ein Must-have!

Ich mag aber keinen Pop! Und ich kann nunmal die Vergangenheit nicht ausblenden! Tatsächlich spielt sich bei mir nach jedem Hören eines neueren Killers/Flowers-Song ein kleiner Film im Kopf ab, der diese Songs in ein Killers-Format aus Hot Fuzz- oder Sam`s Town- Zeiten transformieren möchte. Das ist noch nichtmal schwierig, denn das Songwriting selbst hat seit Gründertagen nicht nachgelassen, ist m.E. sogar besser geworden. Man hat sich nur aus bestimmten Gründen (finanzieller Natur?) dazu entschieden, irgendwann mal sämtliche Ecken und Kanten abzuschleifen, den Drive rauszunehmen und Gitarren in die 2. und 3. Reihe zu verbannen. Flowers/Killers haben sich also weiterentwickelt, allerdings in eine Richtung, die mir persönlich nicht (mehr) gefällt. Trotzdem muss man anerkennen, dass hier ein großes Talent am Werke ist.
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am 3. September 2010
Böse Zungen behaupteten vor drei Jahren, die Killers-Hitsingle 'Day & Age' würde nach Modern Talking klingen. Das war natürlich Unsinn und Ergebnis eines falschen Denkansatzes, der die Band aus Las Vegas unter 'irgendwie doch Indie' abheftete. Aber: Die Killers sind eine Mainstream-Band, und so ist auch 'Flamingo', das Debüt ihres Frontmanns Brandon Flowers, eine Platte, die jeden erreichen möchte.

Auch wenn man Flowers recht geben muss, wenn er im Interview sagt, dass er noch viele Bücher lesen muss, viele Filme anschauen sollte, bevor er mit den großen Songwritern der 70er-Jahre mithalten kann: Teilweise gelingt seinem Solo-Erstling die Sache mit der Allgemeingültigkeit verblüffend gut.

In 'Magdalena' etwa, einem hübschen, wenn auch hart an der Grenze zum Kitsch inszenierten Lied über eine Wallfahrt in Mexiko, geizt Flowers nicht mit der großen Geste. Damit landet er nicht nur im Formatradio, sondern auch gar nicht so weit weg am eleganten Südstaatenrock eines Willy DeVille. Ansonsten deutet der erste Songtitel 'Welcome To Fabulous Las Vegas' an, wo die Reise hingeht: Zu elegischem 70er-Rock erzählt Flowers Geschichten vom Leben in der großen Stadt, von zerplatzten Hoffnungen, von verlorenen Lieben.

Dass die Melodiebögen U2 rezipieren, dass Flowers sich manchmal bemüht, das Atemlose, das Entrückte nachzugestalten, das Bruce Springsteen in seiner 'Born To Run'-Zeit ausmachte, verwundert kaum. Ebenso wenig wie die recht aufgeräumte Produktion, für die vor allem Stuart Price (Madonna) und Daniel Lanois (U2, Bob Dylan) verantwortlich zeichneten. Das umreißt die beiden Pole gut, die 'Flamingo' zu einer ebenso angenehmen wie eingängigen Platte machen. Gleichzeitig kann man das Album durchaus auch als Statement für das, was kommen mag, lesen: Der Pop von 'Day & Age', das prognostiziert zumindest der Autor, wird das nächste Killers-Album nicht mehr prägen, denn 'Flamingo' erinnert doch in erster Linie an deren Großwerk 'Sam's Town'.
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am 28. April 2011
Flowers Soloalbum passt eigentlich sehr, sehr gut in die Killers Historie und deren Entwicklung. Kaum noch vorstellbar, das die Band mal mit einem Indie Rock wie "Hot Fuss" angefangen haben. Es folgte das bombastische "Sam's Town" (eines meiner liebsten Alben der 00er), und schließlich die totale Verpoppung mit "Day & Age". Und genau da setzt "Flamingo" an.

Schon mit "Day & Age" hatte ich ein paar Schwierigkeiten, war mir plötzlich alles zu seicht und glatt. Eigentlich geht Flowers auf seinem Soloalbum noch einen Schritt weiter, ja, er ist entgültig im Mainstream angekommen. Das meine ich nicht als Schimpfwort, ist nur eine Tatsache. Ich habe mich an diesen "neuen" Sound gewöhnt, und, ja, ich mag es! Ich habe keine Probleme mit gut gemachtem Mainstream voller Melodie. Bereits zu "Day & Age" Zeiten tauchten in einigen Besprechungen und Foren Formulierungen wie "Wolfgang Petry auf Englisch". Hey, das ganze mag jetzt sehr eingängig sein, aber das ist nicht gleichzusetzen mit Schlecht. Eingängiger, Hymnenhafter Pop ist mir bei weitem lieber als endloses Gitarrengeschrammel ohne Ideen und Talent. Oder Songs, die auf Teufel komm raus versuchen, cool zu klingen. Was uns der gute Brandon auf "Flamingo" bietet ist bestimmt nicht cool oder neu, aber dafür haut er erstklassige Melodien aus dem Ärmel, Songs, die einfach ok sind! Sowas kann ich nicht immer hören, aber manchmal in der passenden Stimmung machts echt Spaß. Wenn mich etwas ein wenig stört, dann ist es weiterhin, das es mir ein bißchen zu seicht klingt, das letzte Killers Album und "Flamingo" könnten einen Schuß der Kraft von "Sam's Town" vertragen. Und ich finde, das "Flamingo" in der zweiten Hälfte nachlässt, da tauchen 'ne Reihe "Geht so" Nummern auf.

Eines Vereint die früheren Sachen der Killers und dem, was sie heute machen. Flowers erstklassige Stimme. Wenn er den eingeschlagenen Weg weitergeht könnte ich mir z.b. Songs von der Sorte die Jim Steinman (Meat Loaf; Bonnie Tyler) schreibt gut vorstellen. Es kann poppig und eingängig bleiben, aber bitte nicht noch seichter. Dieses Album in einem Satz: "Musik für Jung & Alt"
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