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Kundenrezensionen

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am 24. März 2011
"Resonanzen" hat Hélène Grimaud diese CD genannt. Und ganz sicher bezieht sich der Titel nicht allein auf die physikalische Klangentfaltung, sondern vor allem auf den "inneren" Widerhall im Gemüt des Hörers. Um es vorweg zu nehmen: Diesem Anspruch wird die CD vollauf gerecht.

Bemerkenswert ist zunächst die stilistische Vielfalt des Albums. Das Programm dieses Klavier-Recitals umspannt 165 Jahre Klavierliteratur: von Mozarts a-moll-Sonate (1778) bis zu Bartoks Volkstänzen (rev. 1943). Und einmal mehr gelingt der Pianistin ein programmatisch schlüssiger Brückenschlag mit außerordentlicher philosophischer Tiefe.

Gleich bei Mozart geht Hélène Grimaud rhythmisch und klanglich äußerst raffiniert zu Werke. Mozart stieß mit seiner a-moll-Sonate in neue Ausdruckssphären vor, steht gewissermaßen an der Schwelle zum romantischen Duktus. Hier verbinden sich gedanklicher Ernst und Aufbruchstimmung zu einer treibenden Energie, die Hélène Grimaud auf faszinierende Weise zum Leben erweckt. Unter ihren Händen entfaltet sich das Werk zum ausdrucksstarken Charakterstück.

Alban Bergs einsätziges Erstlingswerk (mit ihm schloss der Komponist die Unterrichtszeit bei Schönberg ab) präsentiert uns die Künstlerin mit kristalliner Klarheit. Dem poetischen, oft elegischen Grundcharakter des Werkes werden dramatische Zuspitzungen gegenübergestellt. Mit klarer Phrasierung vermittelt uns Hélène Grimaud die musikalischen Ideen (und Ideologien) Alban Bergs, baut gewaltige gedankliche und klangliche Bögen, führt uns zum Wesen der Komposition.

Die h-moll-Sonate von Franz Liszt macht besonders deutlich, worin die Faszination von Hélène Grimauds Interpretationskunst liegt. Denn von diesem Werk liegen zahlreiche, vielbeachtete Vergleichseinspielungen vor (Argerich, Pollini, Pogorelich, Vogt, Zimerman). Hélène Grimaud lässt die Sonate klangsinnlich und pianistisch fulminant erklingen. Sie gestaltet ihre Interpretation souverän und mit großem Atem, reiht sich fraglos in die Riege der großen LIszt-Interpreten ein. Die individuelle Qualität dieser Einspielung offenbart sich im Hörvergleich: In vielen anderen Aufnahmen der Liszt-Sonate bleibt - trotz aller Kraft und technischer Virtuosität - eine eigentümliche emotionale Distanz zwischen Werk und Pianist(in) spürbar. Es scheint, als fürchte sich mancher Künstler davor, die emotionale Kontrolle zu verlieren, sich gleichsam am Feuer des Werkes zu verbrennen. Anders Hélène Grimaud: Sie stürzt sich mit aller Hingabe in die Flammen. Es glüht und lodert, die pianistischen Funken sprühen nur so. Bei aller Leidenschaft behält die Pianistin stets den Überblick, findet wieder zu lyrischer Ruhe und Versenkung zurück, um anschließend den nächsten Spannungsbogen aufzubauen. Wie sich das aufgetürmte musikalische Material in der kraftvollen Klimax entlädt, ist schlichtweg überwältigend.

Bela Bartoks Rumänische Volkstänze sind sechs Miniaturen mit starken Bezügen zur Folklore. Jedes einzelne Stück fordert den Pianisten mit ganz eigener Gestik und Rhythmik. Hélène Grimaud kostet den rhythmischen Charme jedes einzelnen Tanzes mit dynamischer Raffinesse aus, die herbe Seite nicht verleugnend. Wunderbar, wie die Pianistin mit den musikalischen Themen kokettiert.

Fazit:
"Resonances" fasziniert durch klangsinnliche und pianistisch fulminante Interpretationen, intensiv und hochemotional. Wieder einmal erweist sich Hélène Grimaud als musikalische Erzählerin, die ein Werk nicht einfach reproduziert, sondern mit der Musik klingende Bilder erzeugt. Sie erzählt von den emotionalen Dimensionen des Lebens - Klangrede im besten Sinne. Das ist es, was mich an Konzerten und Einspielungen dieser Ausnahmekünstlerin immer wieder fasziniert. Auch klanglich ist die CD hervorragend gelungen. Kurz: 70 Minuten Klavier-Glück!
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am 22. Januar 2011
Nach längerer Zeit wieder ein neues Album von Hélène Grimaud. Ich war sehr neugierig.

Musik: Zunächst eher ein Schock. Wie sie Mozart spielt (Nummern 1 bis 3), ist schon eine Frechheit - denkt man zunächst, bis man sich dabei ertappt, an der drängenden, nach vorne strebenden Art Gefallen zu finden. Aber es zieht einen raus aus der u. U. gewohnten, oft einlullenden Mozart-Komfortecke. Man kann geteilter Meinung sein, definitiv. Berg: Tatsächlich "anspruchsvoll" zu hören, fast schon erstaunlich, dass die Deutsche Grammophon (in den letzten Jahren ja eher für Mainstream bekannt) das veröffentlicht. Ich werde die Sonate noch einige Male hören und vielleicht etwas über den Hintergrund lesen müssen, bis ich mir da ein Urteil erlauben möchte. Liszt: Sicher das populärste Stück dieser Platte mit der größten "Konkurrenz" auf dem Schallplattenmarkt. Das Ergebnis ist zwiegespalten. Einerseits bin ich auch nach mehrfachem Hören überwältigt vom wahrhaft diabolischen Charakter vieler Passagen und dem blitzschnellen Umschwenken ins absolute Gegenteil. Diesen Wechsel beherrscht Grimaud perfekt! Andererseits tritt ihr schon immer, auch auf anderen Platten, sehr harter Anschlag natürlich gerade hier im Liszt schonungslos zutage. Ich persönlich mag das nicht besonders, aber es ist - zugegeben - auch irgendwie ihr Markenzeichen. Und schließlich Bartok: Fast mein Lieblingstitel. Wirkt fast banal nach diesem Liszt-Programm, das einen erstmal "puh" sagen lässt, aber andererseits passt es auch irgendwie. Gerade hier im Bartok scheint das durch, was mir bei Grimaud am meisten gefällt: Ihre völlig selbstverständliche Virtuosität, ihre fast perkussiv gespielte Leichtigkeit mancher Passagen und ihr Gefühl für "Drive", um einen Anglizismus zu bemühen.

Klang: Ich schließe mich dem 5-Sterne-Urteil im FonoForum-Magazin an und bin absolut begeistert. Endlich mal wieder eine gut klingende Klavierplatte von der Deutschen Grammophon. Da gibt es leider auch anderes, was ich mir auf meiner High-End-Anlage nicht gern anhören mag. Wunderbar definierter, klarer Anschlag, klangfarblich wunderbar neutral, nicht zu direkt (trotz der offenbar harten Flügel-Intonation!), nicht zu hallig und schwammig.

Booklet: Recht sparsam gehalten, insgesamt wenig erhellend, aber immerhin ein ganz netter zusammenfassender Text über das Programm der CD, gewürzt mit Zitaten der Pianistin. Ist okay, aber ich hätte mir mehr gewünscht.

Insgesamt eine empfehlenswerte Platte, wenn auch mit den erwähnten Wermutstropfen. Trotzdem in meinen Augen 5 Sterne!
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am 2. November 2010
This is another amazing cd by Helene Grimaud. I find very interesting her reading of Mozart's sonata. She infuses in it a bartokian mood. Very dry and well articulated. I think it is the best piece of this cd. In the third movement she reveals a beethovenian sonority (albeit I have some difficulties to understand his choice in the executing the flourishing notes in the major part). I would stress her modernity of sound in the developments of the first and second movement. This latter is a masterpiece under her finger (note the thrill in left hand, as carved in marble). I agree with her also in the use of the pedale. The other great performance are the six dances by Bartok, sounding the second as a Grieg's dance. I have some caveat in Liszt. It is a good reading, but not so new and original as the above mentioned. It seems to me that in many points she uses too much pedale and the bars conducing to the 'slow movement' are not at all convincing (my point of reference is Zimerman's recording). What about Berg? There is much passion and understanding of the inner structure of the work. Listening to it for the first time, I noticed a skryabinian colour. But very fine. Who likes Grimaud's particular style of playing cannot miss this recording.
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am 7. Oktober 2012
Die Hörprobe am Notebook hatte mir zugesagt, also hab ich bestellt.
Resonances - ohne Resonanz hat ein anderer Rezensent geschrieben und es tontechnisch gemeint. wie ich jetzt erst las -
bis auf wenige Passagen geht es mir aber gefühlsmäßig so - technische Perfektion möchte ich nicht beurteilen, aber ich
versuche Musik zu hören. zu fühlen. Ich höre Klavier und einen leichten Raumnachklang, aber nur wenige Passagen sprechen mich an.
Ein brilliantes Tempo lässt mich fragen, ob Grimaud vielleicht 6 Finger an der Hand hat, doch bin ich kein Wolf, der mit dem
Rudel heult, weil der Leitwolf da an den Tasten vielleicht Macht demonstriet, aber keine Musik, keine Seele. Der Sound
drückt aus den Boxen, nimmt mich aber nicht mit. Schade - ich hatte mich so darauf gefreut.

VOr lauter frust hab ich die CD dann in den CD Wechsler im Auto - nach 30TKM ist die dann weg- macht nichts. Die Grimaud CD von Bach im Auto hat mich erwischt - toll. Und nun kam dei Resonance - und auch die hat mich spielerisch emotional überzeugt. Bin ich froh, dass ich der CD und der Pianistin eine CHance gegeben habe - nur daheim auf meiner Anlage klingt es einfach gefühlslos. Freu ich auf die nächsten 1000km am Wochenende!
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am 1. Dezember 2010
ein merkwürdig irritierendes album sehr verschiedener (sog.>resonances<) stile -
ein musik-patchwork ohne erkennbar übergeordneten zusammenhang.
man fragt sich doch als kenner der eingespielten kompositionen, welche an-klänge im
widerhall dieser kompositionen da zueinander schwingen sollen und welche musikalischen pfade
von mozarts zu liszts welt und zu berg und bartok führen ?
interpretatorisch-musikalisch gibt helene grimaud mit diesem 'mixed bag' keine antwort auf
musikalisch-intentionale fragen, bietet allenfalls einen piano-solo-sampler, ganz banal.

mozarts bekannte a-moll sonate erklingt für eine grimaud-premiere wie eine gedanklich und
spielerisch wenig inspirierte, lustlos phrasierte pflichtübung,
der hoffentlich keine weiteren (vorerst) folgen.
liszts grosse sonate wird bereits eingangs zu laut und schnell und wenig verheissungsvoll auf
ihre harmonischen kühnheiten hin als virtuoses bravourstück gespielt.
andre, grosse interpreten wie demidenko, pollini oder zimerman haben, musikalisch mehr
differenziert und versiert, weitere klangwelten erspielt, wie auch bei alban berg.
Trauergondel 2 / la Notte u.a.Klaviersonaten Op. 1 / 12 Etüden
bleiben bartoks tänze, die dem spielerischen elan der helene grimaud hörbar näher liegen,
allerdings als weniger bedeutende kompositionen.

ein enttäuschendes universal-marketing-album.
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am 11. Januar 2011
Meine Bemerkungen zu H. Grimauds Resonances beschränken sich auf die Liszt-Einspielung der h-moll-Sonate. Ich habe mich bewußt beim intensiven Hören über Kopfhörer auf die Stereo-Basis und den Raumklang konzentriert und dabei seltsame "Beobachtungen" gemacht. Zur besseren Verdeutlichung spreche ich im folgenden im Bild einer Ziffern-Uhr.
Da hören Sie die Eingangstakte nicht etwa auf einer 9 bis 15 Uhr-Basis, sondern im Bereich von 12 bis 15 Uhr. Auf dieser (nach rechts orientierten) Basis klingen weite Teile des Konzertes, die Bass-Partien (rechts erklingend) gehen maximal bis in den 16 Uhr-Bereich, im Diskant erklingt bestenfalls die 10-Uhr-Basisbreite. Ich habe beim Hören oft den Eindruck, dass ich mich auf einer "schiefen Ebene" im Bereich von 10 bis 16 Uhr befinde. Einfacher ausgedrückt: die Aufnahme klingt "rechtslastig", selten "mittig".
Fazit: Ein mehr als merkwürdiger Raumklang, eine mehr als merkwürdige Stereo-Basis für einen Flügel mit seinem herrlichen Klangspektrum. Das einzig Gelungene für mich - von der Klangqualität her - ist der dezente Hall. Für mich unverständlich ist (bei ca. 26 min 40 sec) die lange Digital-Null-Pause (ca. 6-7 sec) als Übergang zum letzten Teil der Liszt-Sonate. Ich dachte schon: Kommt jetzt etwa schon das nächste Stück oder hat die Platte etwa einen Fehler . . . ? Aber, da ich das Stück selber schon mit dem französischen Klavier- und Orgelvirtuosen Jean Guillou aufgenommen habe, wußte ich, dass da noch nicht Schluss sein konnte . . .
Um nicht mißverstanden zu werden: Ich urteile nicht über das Spiel von H. Grimaud, welches ich sehr schätze und in München live erleben durfte, sondern ich wundere mich über die Aufnahmetechnik der DG!!!
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am 15. Januar 2012
Wir sind mit der CD sehr zufrieden. Wir schätzen die Pianistin Helene Grimaud sehr und wir wollten hören, wie sie die Sonate von Alban Berg spielt, eines ihrer Lieblingsstücke.
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