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368 von 372 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die beste Zweitkamera für (Canon-)DSLR-Fotografen
Ich schreibe nicht häufig (zumindest nicht so lange) Rezensionen, aber bei dieser Kamera ist einfach eine fällig.

Als langjähriger Digital-, auch SLR-Hobbyfotograf (2002 begann ich mit einer Olympus C-40 - 4 MP auf einem 1/1,8"-Sensor, 2003 dann Einstieg in das SLR-Segment mit einer Canon EOS 10D; heute besitze ich eine EOS 40D mit einer Vielzahl...
Veröffentlicht am 11. Oktober 2010 von Abacus

versus
172 von 207 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen grosse Enttäuschung
Ich schreibe recht selten Rezensionen, weil die Beurteilung von Produkten meist so subjektiv ausfällt, dass es meiner Meinung nach sehr häufig einfach nicht wirklich hilfreich ist. Diesmal muss ich aber mal wieder, schlichtweg weil ich andere Kunden vor einem möglichen Fehlkauf bewahren möchte.

Zum Hintergrund: als...
Veröffentlicht am 27. Dezember 2010 von Mario Schlesinger


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368 von 372 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die beste Zweitkamera für (Canon-)DSLR-Fotografen, 11. Oktober 2010
Von 
Abacus "Frank" (Bodenseekreis) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Canon PowerShot S95 Digitalkamera (10 Megapixel, 3-fach opt. Zoom, 7,5 cm (2,95 Zoll) Display, bildstabilisiert, Lichtstärke 1:2.0) schwarz (Elektronik)
Ich schreibe nicht häufig (zumindest nicht so lange) Rezensionen, aber bei dieser Kamera ist einfach eine fällig.

Als langjähriger Digital-, auch SLR-Hobbyfotograf (2002 begann ich mit einer Olympus C-40 - 4 MP auf einem 1/1,8"-Sensor, 2003 dann Einstieg in das SLR-Segment mit einer Canon EOS 10D; heute besitze ich eine EOS 40D mit einer Vielzahl von Objektiven), lag mir schon immer an einer guten Zweitkamera aus dem Kompakt-Segment, die möglichst nah an die SLR-Qualität heranreicht, aber eben hosen- oder zumindest jackentaschentauglich ist.

Unter anderem besaß ich mal die Canon Powershot S70. Sie brachte 7 MP auf einen relativ großen Sensor, aber die Elektronik und die kamera-internen Nachbearbeitungsalgorithmen waren damals noch nicht so leistungsfähig. Auf die Dauer war ich mit den Detail-Verlusten selbst bei ISO 50 (von hohen ISO-Werten gar nicht zu reden) unzufrieden (da half auch das RAW-Format nichts). Zudem war sie ziemlich sperrig. Also verkaufte ich die S70 wieder. Eine Ixus kam damals nicht in Frage (zu gering manuell beeinflussbar), und damit war Canon im Kompaktkamera-Bereich lange kein Thema für mich.

Es kam die große Zeit von Fuji und ihrem SuperCCD (vernünftige 6 MP auf einem 1/1,7"-Sensor). Ich besaß die F10, die F30 und zum Schluß die F31fd. Letztere begleitete mich bis jetzt treu über mehrere Jahre. Exzellente Farben, Detailtreue und exzellentes bis tolerierbares Rauschen bis ISO 800, schnell, ein vernünftiger Bildschirm, tolle Akkulaufzeit und gut bedienbar. Da gab's wenig zu meckern. Die Fujis waren der Konkurrenz lange Zeit weit überlegen.

Dann kam die Canon Powershot S90, welche ich noch geflissentlich ignoriert habe. Doch mit Erscheinen der S95 kam ich dann doch ins Grübeln. Zusätzlich zu den Fähigkeiten der F31fd wurden mir geboten: Echte 28 mm Weitwinkel, eine ganze Blende mehr Lichtstärke, moderner Hybrid-IS, RAW-Format, HD-Video (720p), vertretbare 10 MP auf 1/1,7"-Sensor, Pixel-Binning-Modus (also Zusammenfassung von 4 Pixeln zu einem, damit Erhöhung der Lichtempfindlichkeit um Faktor 4) ... Da hat Canon eigentlich ein sehr vernünftiges Technikpaket geschnürt, mit reichlich Zutaten, die gut und teuer sind. Okay, die "Motivklingel" fehlt immer noch ;-), aber wenn jetzt noch die Bildqualität - auch bei hohen ISO-Werten - stimmt, ist diese Kamera doch ein Traum!
Fuji ist ja leider keine Alternative mehr: Die F200EXR war offensichtlich die letzte noch halbwegs brauchbare Kamera, aber mit der F300EXR liefert nun auch Fuji scheinbar nur noch Mist ab.

Also habe ich den ersten - ausschließlich positiven - Rezensionen zur S95 Glauben geschenkt und sie einfach mal bestellt. Und tatsächlich, ich wurde nicht enttäuscht, denn jetzt überlege ich sogar, meine treue F31fd zu verkaufen. Das soll was heißen, denn noch vor kurzem konnte ich mir das nicht vorstellen!

Natürlich hat auch die S95 Schwächen:
- Der gewöhnungsbedürftige (weil herausschnellende) Blitz. Man muss sich eine andere Kamerahaltung angewöhnen.
- Die gegenüber der Fuji in etwa halbierte Akkulaufzeit. Das Mitführen eines Ersatzakkus ist wieder Pflicht, ist aber auch kein Wunder: Der Canon-Akku hat 1000 mAh, der Fuji-Akku nahezu doppelt so viel bei entsprechend größeren Maßen. Mit der Kapazität des Fuji-Akkus würde die Canon wohl ähnliche Standzeiten wie die F31fd erreichen (und das trotz bei mir permanent aktiviertem Bildstabilisator), aber irgendwo muss man nun mal Prioritäten setzen.
- Manche Software-Features sind mit Vorsicht zu genießen. Beispiel iContrast: Zwar erzielt die Funktion eine dezente Helligkeits-Anhebung der Schatten- bzw. Absenkung der Lichterpartien, die Kamera schaltet dafür aber mehr oder minder stark die ISO hoch. Damit handelt man sich mehr Rauschen und Detailverluste ein, als nötig wäre. Wenn's geht, also lieber RAW fotografieren und die Tiefen/Lichter in der Nachbearbeitung korrigieren.
- Der automatische Weißabgleich bei Kunstlicht ist mir häufig zu orange-/gelbstichig. Ein Problem, dass die S95 mit ihren DSLR-Kollegen teilt. (Abhilfe: RAW fotografieren und bei der Entwicklung korrigieren).
Das war's aber auch schon an wesentlichen Kritikpunkten.

Pluspunkte sind:
+ Maximale Bildqualität (exzellente Farben, hohe Schärfe und Detailtreue auch bei höheren ISO), in den höheren ISO deutlich besser als bei der Fuji F31fd.
+ Hervorragendes Rauschverhalten bis ISO 400, problemlos auch noch bei ISO 800, bei ISO 400 und mehr besser als bei der Fuji F31fd.
+ Hohe Anfangslichtstärke von 1/2.0.
+ 28 mm Weitwinkel (auf KB-Format umgerechnet).
+ Wirksamer Bildstabilisator (1/15 Sek. und noch längere Verschlusszeiten können problemlos aus der Hand gemacht werden). Der IS wirkt sich auch positiv auf die Bildruhe bei Videos aus.
+ Intuitive und praxisgerechte Bedienung (wer eine Canon-SLR kennt, wird keine Schwierigkeiten haben und die "Shortcuts" zu wichtigen Funktionen - ohne in Menüs abtauchen zu müssen - zu schätzen wissen).
+ RAW-Format ermöglicht via Nachbearbeitung, das Letzte aus den Aufnahmen herauszuholen. (Anmerkung: Bisher habe ich das RAW-Format der S95 noch nicht ausprobiert, meine Äußerungen hier beruhen sämtlichst auf den JPEGs.)
+ Alles ist manuell regel-, einstell- und beeinflussbar.
+ Der ausfahrende Blitz ist zwar lästig, hat aber auch den Vorteil, dass durch die relativ große Entfernung zur optischen Achse kaum rote Augen entstehen.
+ Pixel-Binning erlaubt brauchbare Aufnahmen auch noch bei Lichtverhaltnissen, unter denen Fotografieren mit einer Kompakten sonst eigentlich unmöglich ist.
+ Exzellente Verarbeitung und Haptik.

Die hohe Anfangslichtstärke, der Bildstabilisator und das relativ geringe Rauschen bei hohen ISO-Werten erlauben in Kombination brauchbare Bilder auch in Available Light-Situationen, in denen ich selbst mit der Fuji F31fd nicht einmal ans Fotografieren gedacht hätte. Oder eben rauschfreiere Bilder oder schnellere Verschlusszeiten in Situationen, die auch mit der Fuji zu bewältigen waren. Und wenn eigentlich gar nichts mehr geht, geht doch noch das Pixel-Binning, also zwar mit nur 2,5 MP (nicht wirklich toll, aber eben besser als gar kein Foto), aber deutlich gesteigerter Lichtempfindlichkeit bei (im Verhältnis zur genutzten ISO) moderatem Rauschen.

Ich muss noch dazu sagen, dass ich kein Fan von Motivprogrammen bin. Wie bei der SLR arbeite ich auch bei der S95 hauptsächlich mit den "Kreativprogrammen" Av, Tv und P. Es ist mir einfach zu mühselig, mit jeder neuen Kamera die Eigenheiten von zwei Dutzend und mehr Motivprogrammen zu erlernen. Da verlasse ich mich lieber auf die Berechenbarkeit der Kreativprogramme, meine Erfahrung und die Möglichkeiten der Nachbearbeitung.
Von daher kann ich zur Brauchbarkeit der Motivprogramme nicht viel sagen, aber ich denke, dass die S95 auch bei Nutzung dieser Automatiken eine gute Performance zeigt.

Insgesamt muss man sagen, dass man derzeit kaum eine bessere Kamera bauen kann. Hätte ich die Wahl, fiele mir zwar schon noch was ein. Das mit dem Blitz sollte man irgendwie anders lösen können (z.B. rechts fest ins Gehäuse integrieren, denn auch dort wäre der Abstand zur optischen Achse groß, und die Verdeckungsgefahr relativ gering). Ich wäre auch für eine weitere Reduktion der Pixelzahl - zugunsten weiter optimierten Rauschverhaltens - auf 8 (wenn nicht gar 6) MP. Mehr braucht zumindest auch ein ambitionierter Hobbyfotograf im Regelfall nicht.

Aber das wären relativ geringfügige Verbesserungen. Ich bin daher sehr zufrieden und kann die S95 nur wärmstens empfehlen, insbesondere dem engagierten SLR-Fotografen, der eine wirklich gute kompakte Zweitkamera sucht. Klar, die S95 hat ihren Preis, aber bedenkt man die reichhaltige Ausstattung und das hohe Qualitätsniveau, ist sie keineswegs zu teuer.
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124 von 126 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht verrückt machen lassen, 22. Januar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Canon PowerShot S95 Digitalkamera (10 Megapixel, 3-fach opt. Zoom, 7,5 cm (2,95 Zoll) Display, bildstabilisiert, Lichtstärke 1:2.0) schwarz (Elektronik)
Nach 2 Wochen intensiven Fotografierens mit dieser Kamera kann ich zwar einerseits nachvollziehen, warum Gelegenheitsknipser in der Stellung 'Auto' zu wenig überzeugenden Bildern kommen, andererseits stimme ich allen zu dass diese Kamera einfach klasse ist.

Das Problem: In der Stellung Auto nutzt Canon höhere Isos um auf kürzere Belichtungszeiten zu kommen. Das ist in der Praxis schlicht Unsinn, die Kamera hat einen unglaublich effektiven Verwackelungschutz und dank der hohen Lichtempfindlickeit eh geringere Belichtungszeiten als andere. Es führt nur zu den üblichen Unschärfen und Vermatschungen, die nun mal (auch hier) unvermeidlich sind. Man hätte diesen Modus auch genausogut 'Sport' nennen können, denn die kurzen Zeiten braucht man nur, wenn sich Objekte im Bild schnell bewegen. Ausserdem kann man bei Auto den Blitz nicht manuell einstellen, das geht nur in den anderen Modi. Da die Erkennung von Gegenlicht miserabel funktioniert, ist das übliche Gegenmittel (Blitz) nicht verfügbar - keine Ahnung was sich Canon dabei gedacht hat.

Mein 'Auto'-Modus ist SCN in der Einstellung 'Portrait'. Da macht die Kamera alles allein und richtig. Im Zweifelsfall nutze ich den Modus P und gebe über den Drehring den gewünschten ISO vor.

Ich hoffe das hilft anderen Gegelegenheitsknipsern (wie mir) um mit dieser Kamera schneller klar zu kommen. Und das ist dann mehr als überzeugend. Dank des 2.0 Objektivs und einer sehr gelungenen Rauschunterdrückung stampft die S95 meine Fuji F100fd (gleiche Sensorgrösse), die ich im direkten Vergleich benutzte, in Grund und Boden. Einfach Klasse!
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108 von 110 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meine Immer-Dabei Kamera, 20. November 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Canon PowerShot S95 Digitalkamera (10 Megapixel, 3-fach opt. Zoom, 7,5 cm (2,95 Zoll) Display, bildstabilisiert, Lichtstärke 1:2.0) schwarz (Elektronik)
Meine digitaler Fotoweg begann mit der Panasonic Bridgekamera FZ-5, die tadellose Bilder lieferte, aber im Schwachlicht enttäuschte. Ich griff deshalb zu Nikons Spiegelreflex-Erfolgsmodellen und landete letztendlich bei der Nikon D700 nur um nach einiger Zeit festzustellen, dass sie immer öfter daheim blieb. Auch die ausgezeichnete Panasonic GF1 wurde mir schließlich zumindest beim Sport zu unhandlich, so landete ich nach Enttäuschungen mit einigen Kompakten bei der Canon S90 mit ihrem größeren Sensor. Sie ärgerte mich mit etwas zu stark geschärften und gesättigten JPEGS, einem ungünstig gelegenen Einschaltknopf, der eine Einhandbedienung (Klettern, Radsport) unmöglich machte und der leichten Verstellbarkeit des Kontrollrades. Sie ging an meine Tochter, die mit ihr sehr zufrieden ist. Dann kam sie heraus, die S95. Da nach der Verlegung des Einschaltknopfes eine Einhandbedienung möglich ist, griff ich zu und wurde nicht enttäuscht.
1. Handlichkeit: Die S95 ist ultrakompakt und findet mangels Ecken und Kanten den Platz in jede Tasche und auch aus dieser wieder heraus ohne hängen zu bleiben. Die Oberfläche ist gegenüber der S90 griffiger geworden, wer es ganz griffig haben will, der kann sich den oft gelobten Handgriff von Lensmate aus dem Internet holen, den ich allerdings für entbehrlich halte. Das Metallgehäuse macht einen wertigen Eindruck, die Verarbeitung ist sehr gut. Die Handschlaufe ist zwar ausreichend lang, es fehlt jedoch eine Arretierschlaufe, mit der sie sicher am Handgelenk sitzt. Ein weiterer -wenn auch kleiner- Nachteil: Das Schlaufenband ist extrem allergisch auf Klettverschlüsse und zieht rasch Fäden.
2. Bedienung: Nach Verlegung des Einschaltknopfes in Reichweite der rechten Hand (Rechtshänder) ist eine Einhandbedienung gut möglich, auch der Auslöser ist nun nicht mehr mit dem Funktionswahlrad zu verwechseln und kann leicht ertastet werden, weil er griffiger gestaltet wurde. Neben den auch bei Spiegelreflexgeräten üblichen Programmfunktionen wird neben interessanten Szenenmodis und einem hochwertigen Filmmodus auch die Möglichkeit geboten die persönlichen Einstellungen auf die Raste C zu legen und so gegen Verstellen durch andere Nutzer zu schützen. Das Besondere an der Bedienung ist das große, griffige,programmierbare Rad, das um die Optik herumläuft. Ich habe es auf Belichtungskorrektur programmiert und habe dank der deutlichen Rasterung rasch gelernt es ohne Blick auf das Display zu bedienen. Die programmierbare Taste auf der Rückseite habe ich für einen raschen Wechsel von Integral- auf Spotmessung programmiert, die sich vor allem im Makrobereich bewährt hat. Der Wermutstropfen war für mich das noch immer zu leichtgängige Kontrollrad auf der Rückseite. Wenn man RAW fotografiert und den Ring an der Vorderseite auf Belichtungskompensation gestellt hat, dann schaltet das Rad gnadenlos und nicht abstellbar auf ISO-Verstellung um. Einhand und mit Handschuhen habe ich das Rad anfänglich immer wieder einmal unabsichtlich verstellt und das gleich von AUTO auf ISO 3200 bis ich die Lösung im Internet fand. Lensmate bietet einen kleinen aufklebbaren Ring um den Kontrollring an, der ein unbeabsichtigtes Verstellen so gut wie unmöglich macht.Der Kontrollring läßt sich nun schwerer verstellen, aber die Vorteile des Verstellschutzes wiegen für mich diesen Nachteil eindeutig auf. Das Menü ist intuitiv zu bedienen, am Display gibt es nichts auszusetzen.
3. Schnelligkeit, Belichtung, Autofokus, Stabilisator: In der Geschwindigkeit besteht kein großer Unterschied zu den Kompakten, eine Spiegelreflex ist schneller. Punkt. Was hervorsticht ist jedoch die Genauigkeit der Belichtung und die Treffsicherheit des Autofokus. Von einer generellen Überbelichtung kann -zumindest bei meinem Exemplar- keine Rede sein. Natürlich muss man wissen, wo man bei starken Lichtkontrasten und Integralmessung die Belichtung durch halbes Durchdrücken des Auslösers fixiert,ein Blick aufs Display verrät recht viel. Der Bildstabilisator arbeitet einwandfrei und ermöglicht scharfe Aufnahmen bis zu 1/15 was ohne Zweifel zur guten Dämmerungsleistung der Kamera beiträgt. Die Batterielebensdauer kann nur als durchschnittlich bezeichnet werden, da muss man der kompakten Bauweise Tribut zollen. Da die Batterieanzeige -wie üblich- nicht sehr hilfreich ist (beim Wechsel von drei auf zwei Balken ist bald Schluss)ist es empfehlenswert, sich einen (sehr billigen) Zweit- bzw. Drittakku zuzulegen. Sie sind zwar (subjektiver Eindruck) nicht ganz so leistungsfähig wie das Original, was aber selten eine Rolle spielt.
4. Bildqualität: Das ist die große Stärke der S95. Ich arbeite mit RAW, konvertiere die Aufnahmen in der mitgelieferten Canon-Software und bearbeite sie in PS nach. Da die Belichtung fast immer stimmt und die Farben exzellent sind gibt es da meistens nicht mehr zu tun als den Ausschnitt fein zu justieren und bei starken Kontrasten Bildteile aufzuhellen bzw. abzudunkeln. Bei keiner meiner Kameras muß ich so wenig an den Farben drehen als bei der S95 ! Die Dämmerungsleistung ist natürlich mit meiner D700 nicht zu vergleichen. Doch bis ISO 1600 sind die Bilder durchaus noch brauchbar, bis ISO 800 sogar ansehnlich. Zur guten Leistung bei Schwachlicht trägt natürlich auch die lichtstarke Optik bei (bei Weitwinkel Lichtstärke 2 !)
5. Fazit:
Stärken: Handlichkeit, Robustheit, zahlreiche ohne Gang ins Menü erreichbare Funktionen, außergewöhnliche Bildqualität dank großem Sensor, wenig Ausschuss dank treffsicherem Belichtungsmesser und Autofokus. Gute Dämmerungsleistung aufgrund lichtstarker Optik und gutem Bildstabilisator.
Schwächen: Leicht verstellbarer und im P-Modus nicht abschaltbarer Kontrollring (spielt bei AUTO keine Rolle, da außer Funktion), Batterielebensdauer und Brennweitenbereich (28-105) nur Durchnitt.
Summe: Eine wirklich tolle Kamera, die auch den Spiegelreflexfan überzeugen wird. Überraschung: Makroaufnahmen mit einer Tiefenschärfe wie sie die S95 bietet schafft meine D700 auch mit den teuren Objektiven nicht. Da haben die Kompakten die Nase vorne !
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39 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen S95, TZ10, WB2000 - im Vergleich - keine ist Perfekt!, 26. Dezember 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Canon PowerShot S95 Digitalkamera (10 Megapixel, 3-fach opt. Zoom, 7,5 cm (2,95 Zoll) Display, bildstabilisiert, Lichtstärke 1:2.0) schwarz (Elektronik)
Im Prinzip suche ich die Kamera die so viele suchen:

- möglichst klein
- möglichst viel Weitwinkel
- möglichst viel Zoom
- HD-Video
- Gute Bildqualität vor allem bei wenig Licht
- Eine Kamera die im Automatik-Modus einfach genau das einfängt was ich gerade sehe. Möglichst echt, unverfälscht, scharf und das ganze möglichst schnell.

Ich lege nicht viel Wert auf viele Spielereien - ich wollte einfach nur eine Kamera die vor allem auch im INDOOR-Bereich gute Bilder macht
Dazu muß sie viel Weitwinkel haben, schnell auslösen und möglichst klein sein, da ich sie sonst doch nicht dabei habe.

Vorher hatte ich die Kodak LS633 3,1MP - schon Jahre alt und die Panasonic TZ7 - vor kurzem defekt, trotzdem nach 1,5 Jahren von Amazon noch vollen Kaufpreis erstattet bekommen - das funktioniert einfach vorbildlich - das nur am Rande.

Nach langem gegoogle bin ich dann auf die 3 TOP-Modelle gestoßen die sehr vielverprechend aussahen:
Canon S95, Panasonic TZ10, Samsung WB2000
Alle 3 hochwertige Kameras die für ihre Marke jeweils zu den Spitzenmodellen zählen.

Ich habe die Kameras dann mehrer Tage getestet. Hunderte von Bildern geschossen. Jeweils aus der gleichen Perspektive und gleichen Lichtverhältnissen.
Um es gleich vorweg zu nehmen. Keine der Geräte ist perfekt - die Entscheidung für ein Gerät ist sehr schwer gefallen.

Was die eine als Vorteil bietet hat die andere als Nachteil.
Der Mix der 3 Geräte wäre perfekt:

Das Beste an der S95 ist das lichtstarke Objektiv - bei Indoor-Aufnahmen bei normaler Zimmerbeleuchtung gelangen die Bilder etwas besser als bei den anderen.
Überragend ist das F2,0 Objektiv aber im Vergleich auch nicht.
Im Automatikmodus lässt sich zwar der ISO-Wert nach oben auf 400 begrenzen, das ist aber immernoch zu hoch.
Die S95 fängt auch immer viel zu spät an den Blitz einzusetzen. Natürlich sind gut belichtete Bilder ohne Blitz deutlich professioneller und schöner.
Aber bevor das Bild unscharf und krisselig wird - da blitze ich doch lieber. - Das macht die TZ10 deutlich besser.
Nur im manuellen Modus können hier mit viel Aufwand und Erfahrung bessere Bilder gemacht werden.
Für das fotografieren von Familienfesten wie Kindergeburtstage usw. deshalb untauglich. Bis die Kamera richtig eingestellt ist sind die besten Szenen schon vorbei.
Mit der S95 kann man wohl am besten irgendwelche Blüten ins richtige Licht setzen während man 5 Min davor kniet und alles perfekt einstellt.
Als lichtstarke Schnappschußkamera taugt die S95 für mich daher nicht.
Auch das Weitwinkel fängt erst bei 28mm an was für kleinere Räume schon wieder zu wenig ist.

Viel besser ist hier die Panasonic TZ10
Mit 25mm Weitwinkel schon etwas besser und gleichzeitig einem großen Zoombereich deckt die Pana alle benötigten Brennweiten gut ab.
Das Beste an der Pana: Der Automatikmodus.
Bei ausreichend Licht schießt die TZ10 schnell, zuverlässig und scharf.
Die Kamera findet sehr zuverlässig die richtigen Einstellungen. Unscharfe oder verwackelte Bilder sind damit kaum möglich.
Die TZ10 fühlt sich sehr hochwertig an, hat z.B. einen größeren Auslöseknopf als WB2000 und S95. Sie liegt gut in der Hand. Damit lässt sich auch gut einhändig knipsen.
Vor dem Verwackeln braucht man keine Angst zu haben - der Verwacklungschutz arbeitet meines erachtes bei der TZ10 sehr gut und zuverlässig.
Das größte Manko ist allerdings das lichtschwache Objektiv. Durch den hochen Brennweitenbereich fängt die Weitwinkelblende bei 3,3 an.
Das ist für Indoor Aufnahmen schon viel zu wenig.
Macht die TZ10 bei ausreichend Licht bzw. bei Tag im Freien perfekte Bilder, ist schon drinnen bei leichtem Schummerlicht kaum noch Foto zu gebrauchen.
Alle dunklen Farben verschwimmen zu einem Matsch. Das Rauschen ist deutlich sichtbar.
Dieses Problem hatte auch die TZ7 - ich hatte auf eine Verbesserung bei der TZ10 gehofft. Aber mit den gleichen Objektivdaten war natürlich hier nichts anderes zu erwarten, da die Physik dahinter wahrscheinlich die Selbe ist.
Trotzdem für Aufnahmen im Außenbereich bei Tageslicht findet man derzeit wohl keine bessere Kompakte mit diesen Daten und der Bildqualität.

Letzter Versuch das ganze zu Toppen war die Samsung WB2000.
Aber hier wurde ich kläglich enttäuscht.
Die WB2000 hat ein super Display - das nützt aber nicht viel weil man so nur noch schneller erkennt dass kaum ein Bild mit dieser Kamera zu gebrauchen ist.
Ursprünglich hatte ich mich gefreut auf den größten Weitwinkel mit 24mm.
Das angeblich ziemlich lichtstarke Objektiv das bei 2,4 anfangen soll- Ich glaube Samsung aber nicht das dieser Wert stimmt.
Die WB2000 ist zwar schön leicht und kompakt aber die Bedienung ist sehr träge. Einstellungen im Menü sind langsam und nervig. Das zusätzliche Daumenrad zum einstellen von Selbstauslöser und Bilder pro Sekunde usw. ist völlich missraten. Es reagiert einfach nicht richtig auf die Drehbewegung mit dem Daumen.
Die Zeitraffer-Modus war ein Interessantes Feature. Mehr als ein Bild pro Minute kann die Kamera in diesem Modus aber nicht. So dass das raffen von kürzeren Sequenzen von z.B. 60 min auf 5 Minuten nicht möglich ist, da sonst zu wenig Bilder für den Interessanten Effekt zur Verfügung stehen.
Für das Aufnehmen eines Tagesablaufs von Sonnenauf bis Untergang ist das eine interessante Spielerei und funktioniert ganz gut.
Die WB2000 kann eigentlich ziemlich viel - aber nix richtig.
Der HighSpeed-Modus mit 1000 Bildern pro Sekunde ist nicht zu gebrauchen, das das Video auf eine Mini Auflösung von 192x irgendwas Bildpunkte schrumpft - nix mehr zu erkennen.
Diese Funktion in der vollen 10MP-Auflösung hatte ich erwartet und war deshalb sehr enttäuscht.
Aber auch meine Hauptfunktion das zuverlässige schnelle Indoorknipsen kannn sie gar nicht.
Ich hatte noch nie so viel Bildausschuß wie mit dieser Kamera
So steht im Automatik-Modus kein Rote-Augenblitz zur Verfügung. Die Bilder musste ich alle nachbearbeiten - das gabs bei der TZ10 nicht!
Nervig ist aber vor allem die Geschwindigkeit.
Nachdem der Auslöseknopf zum scharfstellen gedrückt wurde können nachdem vollständigen auslösen noch 2-3 SEKUNDEN (!!!) vergehen bis sich überhaupt etwas tut.
Was die Kamera in diesem Zeitraum versucht einzustellen hat sich mir nicht erschlossen.
Auf jeden Fall war das Motiv schon lange verschwunden bis die WB2000 auslöst.
Vom ganzen Händling her nervt die Samsung. Die Bedienelemente sind nur ungenau zu kontrollieren. Das Auswählrädchen läuft irgendwie unbeholfen. Das von der S95 dagegen flutsch richtig schön durch - naja mein subjetiver Eindruck eben.
Die Bildqualität ist bescheiden. Sogar im Freien kommt die Kamera an die TZ10 bei weitem nicht ran.
Das angeblich lichtstarke Objektiv nützt bei diesem Gerät überhaupt nix.

Fazit:
Ich war bereit viel Geld auszugeben und habe mir deshalb nur die hochwertigeren Modelle angesehen.
Ich mußte aber feststellen dass entweder die Physik oder die mangelnde Bereitschaft der Hersteller verhindern dass es die perfekte Kamera gibt.

Nach meinem Test kann ich eigentlich sagen dass die Panasonic am besten abgeschnitten hat.
wenn sie die Lichtstärke von der S95 besitzen würde wäre sie die fast perfekte Kamera.

oder wenn die WB2000 die Geschwindigkeit und Bildqualität der TZ10 hätte.....

oder wenn die S95 den Brennweitenbereich der TZ10 hätte....

Es gibt auch noch viel andere Kriterien die die Kameras für den einen oder anderen Interssanter machen. Aber es würde aufgrund des Funktionsumfanges der Geräte ein kleines Buch geben das alles zu beleuchten.

Ich habe sie also immernoch nicht gefunden - meine perfekte Kamera.
Zugegeben die Ansprüche sind hoch - ich bin aber auch bereit dafür viel Geld auszugeben.

Mit meiner ersten Kamera Kodak LS633 mit 3,1 MP sind irgendwie alle Bilder "gut" geworden. Trotz oder eben wegen der kleinen Pixelzahl finde ich die Bildqualität dieser alten Kamera z.B. deutlich besser als die der WB2000. Natürlich fehlt hier Weitwinkel und etwas Detailtreue aber ingesamt wirkten die Bilder realistisch echt und gut ausgeleuchtet.

Das Rätselraten ob die Hersteller die Rezessionen im Internet überhaupt wahrnehmen bzw. teilweise in die Entwicklung mit einfließen lassen geht weiter.
Andererseite überschätze ich wahrscheinlich die technischen Möglichkeiten mit den dahinterstehenden physikalischen Gesetzen und erwarte einfach das Unmögliche: 22mm - 300mm Brennweitenobjektiv mit einer Lichtstärke von mind. 2,0 und keiner Auslöseverzögerung.

Diese Rezession ist Aufgrund meines Frustes, darüber die schönsten Momente im Leben nicht einfach problemlos mit der Kamera einfangen zu können, ziemlich subjektiv ausgefallen.
Sie dient so wohl kaum als Entscheidungshilfe für potentielle Käufer. Im übrigen vergebe ich nicht gerne 5 Sterne da immer noch "Luft" nach oben für Verbesserungen bleibt - bei jedem Artikel.
4 Sterne sind für die S95 wohl auch etwas "unfair" das sie im Prinzip echt Klasse ist, aber eben nicht auf mein Hauptanwendungsgebiet passt und der kleine Brennweitenbereicht nicht zufriedenstellen ist.

Ich bin auf jeden Fall weiter auf der Suche nach der perfekten Kamera und bin mir sicher - sie wird gerade irgendwo entwickelt - vielleich bei NIKON - mal sehen.....
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87 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nette "Immerdabei" als Ergänzung zur DSLR, 4. Oktober 2010
Von 
Roger66 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Canon PowerShot S95 Digitalkamera (10 Megapixel, 3-fach opt. Zoom, 7,5 cm (2,95 Zoll) Display, bildstabilisiert, Lichtstärke 1:2.0) schwarz (Elektronik)
Ich habe die S95 jetzt seit 3 Tagen und schon einige Erfahrungen damit sammeln können. Dazu muss ich sagen, dass ich sonst eine EOS 40D mit mehreren L-Objektiven bei Raw einsetze und zudem vor dem S95-Kauf schon einige Zeit eine S90 ausprobieren konnte.

Die Bildqualität geht für eine Kompakte in Ordnung. Mehr als ISO 400 sollte man aber als DSLR-Verwöhnter nur im Ausnahmefall einsetzen. Zum Glück lässt sich Auto-ISO jetzt auf 400 begrenzen. Die Schärfung ist bei JPG sehr auf grobe und mittlere Details ausgerichtet, die manchmal fast schon etwas überschärft werden. Feinste Details hingegen werden zugeschmiert, also sollte man sich bei höherem Anspruch gleich näher mit Raw beschäftigen, wo man u.a. auf Schärfung und Komprimierung erheblich mehr Einfluss nehmen kann.

Positiv:

- Offenblende 2.0 bei WW zusammen mit dem IS ist (wie schon bei der S90) zusammen mit der für eine Kompakte gut nutzbaren höheren ISO toll für availabe light shooting. Der Blitz kann oft drin bleiben.

- Canon hat sich endlich der leidigen 3:2-Problematik angenommen. Bei Raw+JPG steht dieses Format nun ohne große Fummelei zur Verfügung. Der überflüssige Teil wird im Sucher sofort schwarz ausgeblendet. Die JPGs sind direkt 3:2, die zugehörigen Raws haben schon einen fertigen Beschnittrahmen für DPP, der beim Entwickeln in DPP genutzt wird, aber auch jederzeit entfernt (oder verschoben) werden kann. Gerade das Verschieben ist nützlicher als zunächst gedacht, wenn der Ausschnitt mal etwas daneben gegangen ist.

- Das hintere Drehrad ist deutlich verbessert und hat jetzt feine Rastungen.

- Die Griffigkeit des Gehäuses wurde leicht verbessert.

- Die Begrenzung der Auto-ISO ist einstellbar (ab 400 aufwärts), ich hätte mir allerdings als Untergrenze 200 gewünscht.

- Die AF-Gesichtserkennung funktioniert verblüffend gut und kontinuierlich auch ohne Andrücken des Auslösers

- sicherer, wenn auch nicht pfeilschneller AF

- HD-Video 720p

- die Verarbeitung des Gehäuses ist (mit Ausnahme des klapprigen Objektivdrehringes) hervorragend.

- jetzt zwei Befestigungsmöglichkeiten für den Handriemen vorhanden.

Negativ:

- Die Belichtung ist leider immer noch *SEHR* reichlich, man muss fast immer -1/3 bis -1 Stufe korrigieren.

- Raw solo OHNE gleichzeitig aufgenommenes JPG ist unverständlicherweise immer 4:3, es wird dann leider kein 3:2-Beschnittrahmen für DPP mit gespeichert.

- Die bei der S90 noch unter Custom Display einstellbaren grauen Hilfs-Begrenzungen auf 3:2 im Sucher sind entfallen, sinnvoll mit Raw solo in 3:2 zu arbeiten bedingt somit also immer, zusätzlich ein nutzloses JPG mit aufzeichnen zu müssen. Bei der S90 konnte man sich bei Raw-Aufnahmen mit den Hilfsrahmen auf dem Display behelfen und dann später in DPP einmalig einen mittig angeordneten Beschnittrahmen erstellen und in alle Raws des Shootings einkopieren.

- Die Dynamik kann auch bei Raw mit einer DSLR längst nicht mit halten, zusammen mit der Überbelichtungsneigung macht die S95 einen etwas erfahrenen Fotografen nötig, wenn man ausgewogen belichtete Bilder haben möchte.

- Der ruppige Blitz haut einem immer noch fast die Kamera aus der Hand (Verwendung des Riemens dringend empfohlen !).

- Bei Blitzbildern wird bei AWB eine seltsam warme Farbtemperatur gewählt, was bei einem Shooting mit Aufhellblitz im Schatten bei Tage und häufigem Wechsel mit/ohne Blitz unbedingt Raw erzwingt, weil man den Weißabgleich sonst nicht nachträglich konsistent über alle Aufnahmen hin bekommt.

- Der IS ist im Makro-Bereich - anders als beworben - längst nicht so effektiv wie bei Tele.

- Für My Menu steht nur eine unnötig eingeschränkte Anzahl von Befehlen zur Auswahl, das von mir häufig benötigte Formatieren fehlt z.B.

- Der Miniaturmodus steht nur im SCN-Mode zur Verfügung, nicht in Av/Tv/P und er bringt auch eine sehr hohe ISO mit sich.

- Die Akkustandzeit ist bescheiden. Nochmals bescheidener als an der S90. O.k., rein physikalisch betrachtet kann ein 21g-Akku natürlich nicht allzu viel Energie speichern. Günstige Nachbauten stehen leider nur mit deutlich geringerer Kapazität zur Verfügung.

- Ein HDMI-Kabel fehlt leider im Set, aber das hat ja auch bei anderen Produkten traurige Tradition ;-). Dafür liegt ein eher nutzloses Composite-Kabel bei ...

Fazit:

Man erhält mit der S95 ein sehr kompaktes Gerät zum Immer-dabei-haben, und hat dennoch viele der Möglichkeiten einer DSLR. Als Ergänzung zu einer (Canon-)DSLR ist sie fast perfekt, zumal der Raw-Workflow beim Einsatz von DPP identisch ist.
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29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Bergwanderer und Sportler absolut Top und ohne Alternative, 12. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Canon PowerShot S95 Digitalkamera (10 Megapixel, 3-fach opt. Zoom, 7,5 cm (2,95 Zoll) Display, bildstabilisiert, Lichtstärke 1:2.0) schwarz (Elektronik)
Bisherige Digital-Kameras: IxusV2+V3, IXUS40, LumixTZ5+7+10, Lumix ZX3.
Plus reichlich Erfahrung mit analogen, mechanischen Messucherkameras.

Meine persönlichen Anforderungen an eine Kamera sind folgende:

Unabdingbar:
- Klein genug um in einer Gürteltasche (max Lowepro DRES-8s oder Apex20) incl. Akkukapazität für 350 Aufnahmen, Reserve SD-Card und Objektiv-Putztuch Platz zu finden.
Diese Taschen sind so klein das die Wanderstöcke beim Gehen nicht mit diesen kollidieren und robust genug um die Kamera bei einem Ausrutscher sicher zu Schützen.
- Einhandbedienung muss zumindest zur Not (=Klettersteig) möglich sein
- Bestmögliche Bildqualität ohne Auqarellmatsch durch Kamerainterne Rauschreduktion.
- Möglichst geringe Pixeldichte des Sensors
- Displayinformationen müssen auch bei intensiven Sonnenschein UND 1,50 Dioptrien Kurzsichtigkeit ablesbar sein
- Logische und nicht zu komplizierte Bedienung
- Halbwegs brauchbarer Videomodus (HD720 in irgendeinem Format egal welche Framerate)

Nice to have:
- Möglichst grosses Weitwinkel (wenn geht 24mm)
- Lichtstark über ganzen Zoombereich
- Dummysicherer Automatikmodus
- Raw mit perfekter Unterstützung durch Lightroom
- FullHD-Video 30Fps

In der Endauswahl waren, nach Wegfall aller 4/3-Kameras (viel zu gross), die Canon S95 und die Lumix LX5.
- Was die Qualität der Verarbeitung, Lichtstärke über den ges. Zoombereich, Automatiksicherheit und Weitwinkel betrifft hatte die LX5 klar die Nase vorne, in der Bildqualität nehmen sich beide Kameras nichts, der klassische Objektivdeckel der LX5 ist ein echtes Ärgernis und sie ist deutlich grösser als die S95 - in die genannten Gürteltaschen passt sie nicht mehr, was doch den Unterschied von "Immer dabei" und "Zu Hause im Schrank" ausmacht.
Die Bedienungsanleitung der LX5 umfasst 263 Seiten und auch nach dem 3ten Durchlesen habe ich nicht annähernd die Quereinflüsse der wirklich unzähligen Einstellungsmöglichkeiten durchschaut - eine echte Wohltat ist hier das S95-Manual das zwar auch 194 Seiten dick ist aber wenig Fragen offen lässt, es ist klar strukturiert und verständlich geschrieben.

Somit ging die Entscheidung klar zu Gunsten der S95 aus. Sie punktet bei der Grösse, dem klareren Display, dem automatischen Objektivverschluss (Einhandbedienung!!) und den wesentlich logischer strukturierten Menues (und das obwohl ich das Lumix-Menue an sich gewohnt bin).
Als Zubehör habe ich den aufklebbaren Griff von Franiec, einen Ersatzakku und ein 12V-Ladegrät geordert.

Die Grundeinstellung habe ich wie folgt vorgenommen:
- "P"-Modus
- Auto-Iso
- MaxIso 640
- Änderungsrate "Standard", bei extrem wenig Licht "Langsam", bei Sport auf "Schnell"
- die ISO-Einstellung kam ins Favoriten-Menue
- AEL (Belichtungslock) auf den "S"-Button
- Stich-Assistent auf SCN vorbelegt
- Zur Sicherheit Braketing auf -1/3 <> +1/3EV

------------
Hier nun meine Erfahrungen nach den ersten 300 Aufnahmen und der ersten Bergtour mit der S95:

+++++Positiv:
- Das Display ist auch bei starker Sonneneinstrahlung sehr gut ablesbar.
- Für eine Kamera dieser Grösse empfinde ich die Bildqualität als hervorragend
- Die Bildzeichnung und Schärfe ist über den gesamten Zoombereich einwandfrei
- Die Jpeg's sind trotz ihrer geringen Grösse (=starke Komprimierung) von sehr guter Qualität, die Farben sind natürlich und die Rauschreduzierung sehr gut balanciert. Es gibt auch bei JPG-ISO400 keinen Aquarellmatsch (Luminanzrauschen in Grenzen ja, aber keinen Farbmatsch)
- Die Belichtungskorrektur mit dem hinteren Drehring ermöglicht in Verbindung mit dem sehr guten Display gute Belichtungssicherheit
- Schneller und akkurater Autofocus
- hervorragender Verwackelungsschutz
- Durch das lichtstarke Weitwinkel wird der Blitz kaum benötigt
- Auch bei extremen Lichtverhältnissen (tiefstehende Sonne im Gegenlicht) haben die Bilder immer noch eine gute Zeichnung.
- Die jeweils gültigen Funktionen für die beiden Einstellringe (Objektivring + Menuering) werden im Display angezeigt, man braucht sich die Funktionen also NICHT merken.
- Kein Autofocus bei Videos (ja, ich reihe das unter Positiv ein nachdem meine Lumix-ZX3 mehrere Videos durch pumpenden AF ruiniert hat)
- Panoramamodus profitiert vom sehr guten Display. Panoramabilder werden durch die mitgelieferte Sofware (Camera Window) in eigene Unterordner ("STITCH_" + Nummer des jeweils ersten Bildes) auf die Festplatte geschrieben - es entfällt also das händische aussortieren + erzeugen von Unterverzeichnissen, eigentlich eine Kleinigkeit aber hier hat doch mal ein Praktiker mitgedacht.

+++++Durchwachsen:
- Bei manuell zugeschalteten Blitz zur Aufhellung bei Gegenlicht schaltet die Kamera ohne Notwendigkeit schnell bis zur eingestellten ISO-MaxGrenze hoch.
- Der Automatikmodus schaltet viel zu schnell die ISO hoch (ist aber kein Problem, der P-Modus funktioniert klaglos)
- Der Videomodus ist für Erinnerungsfilmchen, auf dem HD-Fernseher genossen, OK - es gibts aber besseres.
- Panoramamodus nur in JPG (kein Raw) und per se nur Querformat.
Man kann den Modus natürlich auch für Hochformat misbrauchen - prinzipiell ist das ja nur ein AE+AFLock - durch die Art der Displayaufteilung ist es allerdings schwierig den Horizont beizubehalten. Einzige Alternative: die Belichtung im "P"-Modus von Display ablesen und mit diesen Werten als Basis dann in "M" das Panorama schiessen - dauert schlimmstenfalls 20sec länger.
- Kein dedizierter USB-Massenspeichermodus, man ist zum herunterladen der Bilder auf die Canon-Software, Lightroom oder einen Kartenleser angewiesen (oder ich mache etwas falsch)
- Die Lichtstärke von 1:2 ist nur bei 28mm Brennweite vorhanden und fällt dann sehr schnell ab. Nachdem ich zu 90% mit max. Weitwinkel fotographiere ist mir das egal ausserdem ist das bei einer derart kleinen Kamera wohl nicht anders machbar.

+++++Gehört eigentlich nicht zur Rezension der S95, sollte aber doch erwähnt werden:
- Keines der RAW-Profile von Adobe (CS, Lightroom) für die S95 trifft die JPG-Farben wirklich, hier müsste man ein eigenes FarbProfil erzeugen. Am ehesten ist noch "Camera Landscape" für Bergwanderungen geeignet so man die Farbtemperatur um ca. 100K erhöht.

Für den geschätzten Leser der bis hierhin noch nicht eingeschlafen ist für den gibt es ein FAZIT:

Für anspruchsvolle Bergwanderer, Radfahrer, ev. auch Kletterer etc. gibt es derzeit, was die Melange aus Bildqualität und Kompaktheit betrifft, aus meiner Sicht keine Alternative.
Die Bedienung ist logisch, die Displayinformationen sind auch mit leichter Fehlsicht (bis 1,50 Dioptrien) zugänglich, das Manual sehr gut geschrieben.
Wem die Grundbegriffe Blende/Belichtungszeit/ISO nicht gänzlich fremd sind und wer bereit ist einige wenige Sekunden mehr als üblich in ein Bild zu investieren dem wird die S95 absolut hervorragende Bilder von unwiederbringlichen Momenten schenken.

Somit eine klare Kaufempfehlung und 5Punkte nach meiner persönlichen Anforderungsliste.
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fast perfekt, 28. November 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Canon PowerShot S95 Digitalkamera (10 Megapixel, 3-fach opt. Zoom, 7,5 cm (2,95 Zoll) Display, bildstabilisiert, Lichtstärke 1:2.0) schwarz (Elektronik)
Ich habe lange mit dem Kamerakauf gewartet und war sehr froh, als kurz vor einem 3-wöchigen Urlaub der S90-Nachfolger erhältlich war.

Diese Kamera hat alle Eigenschaften, die mir wichtig sind:
+ Sehr kompakt und leicht
+ Lichtstarkes Objektiv - zahlt sich in der Praxis wirklich aus!
+ Sowohl schnappschusstauglich als auch manuell schnell zu bedienen
+ Raw-Fotografie in durchgängig guter Geschwindigkeit
+ Sehr gute Nutzerführung und schnelle Menüs
+ Praxistauglicher Zoombereich
+ Gute Videoqualität ggü. dem Vorgänger (aber siehe auch unten)
+ HDR-Modus (eingeschränkt nutzbar, siehe unten)
+ Sehr gut verarbeitet und zeitlos schön designed

Nun zu den wenigen Negativ-Punkten:
- Nur Digitalzoom und eingefrohrener Fokus bei Video-Aufnahmen
- HDR-Modus nur mit Stativ und bei unbewegten Motiven zu gebrauchen (zu langsam wegen CCD-Technologie)
- Akku relativ schnell leer (150-200 Bilder), Akku-Füllstandsanzeige ist ungenau (Zweitakku ist Pflicht)

Wofür ist die S95 zu empfehlen?
* Als Immer-Dabei-Zweitkamera für DSLR-Fotografen
* Für Dämmerlicht-Fotografen
* Als Ambitionierte Erstkamera, die mit den Fähigkeiten des Besitzers wächst

Ich zähle mich zu Kategorie 2 und 3 und bin sehr zufrieden.

Andere Kamera-Kandidaten waren diese:
* Samsung WB2000 (schnellere Serienbild- und HDR-Fähigkeiten und besserer Video-Modus, aber die Nutzerführung und die manuelle Bedienung sollen nicht so gelungen sein)
* Olympus E-PL1 (die kann dank MFT-Sensor auch Tiefenschärfen-Effekte jenseits des Extrem-Makro-Bereichs und ist mit Wechselobjektiven deutlich flexibler, aber sie wäre mir wirklich zu groß gewesen. Nix mehr Hosentasche - und die Hosentaschen-Tauglichkeit der S95 möchte ich nicht missen!)

Ja, die S95 ist nicht billig, aber jeden Cent wert!
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen S95 vs. WB2000 vs. HX5V, 24. April 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Canon PowerShot S95 Digitalkamera (10 Megapixel, 3-fach opt. Zoom, 7,5 cm (2,95 Zoll) Display, bildstabilisiert, Lichtstärke 1:2.0) schwarz (Elektronik)
Bis jetzt hatte ich eine Fuji F30, die lange Zeit zu Recht als Maß der Dinge bei den Kompakten galt. Nun sollte eine neue Kamera mit mindestens vergleichbarer Bildqualität her. Jede Kamera stellt natürlich einen Kompromiss dar. Viele Eigenschaften schließen sich gegenseitig aus, also muss man sich vor einem Kauf sehr genau Gedanken machen, was einem an einer Kamera wirklich wichtig ist.
Bei mir sah die Wunschliste so aus: sie sollte
- wirklich kompakt sein, um sie immer mitnehmen zu können
- bei guten Lichtverhältnissen eine wirklich sehr gute Bildqualität bieten (scharf, natürliche Farben etc.)
- sie soll bei schlechten Lichtverhältnissen auch ohne Blitz brauchbare Ergebnisse liefern (wenig Rauschen, nicht zu zermatscht etc.)
- um letzteres zu erreichen, ein Objektiv mit hoher Lichtstärke besitzen
- einen guten Bildstabilisator haben
- mind. 3fach Zoom haben, besser 5fach
- mind. 28mm Weitwinkel haben
- HD-Video bieten, mit (langsamem) optischen Zoom und nachführendem Fokus
- viele manuelle Einstellmöglichkeiten bieten (für mich), aber auch einen guten, treffsicheren Automatikmodus (für meine Freundin)
- intuitiv bedienbar sein
- nicht mehr als 250-300 Euro kosten

Das sind natürlich viele Wünsche. Ich habe nach Lesen vieler Berichte für mich entschieden, dass die Sony HX5V, die Samsung WB2000 und die Canon S95 wohl am ehesten diese Wunschliste erfüllen könnten. Ich hatte inzwischen jede der Kameras für ca. 2 Wochen und konnte sie intensiv miteinander vergleichen. Andere vielversprechende Kameras wie Panasonic LX-5, Samsung EX-1 oder Olympus XZ-1 sind mir entweder zu groß oder zu teuer (oder beides).

Die Sony hat einen wirklich hervorragend treffsicheren "intelligenten" Automatikmodus. Man kann wirklich jedem die Kamera mit dieser Einstellung in die Hand drücken, die Kamera wählt fast immer den richtigen Modus. Wenn man will, kann man aber auch manuell sehr vieles vorgeben. Die Farben der Fotos sind sehr natürlich und angenehm. Der CMOS-Chip der Kamera bietet viele interessante Möglichkeiten, z.B. bei Lowlight ein Bild aus 6 schnell nacheinander geschossenen Fotos zusammenrechnen zu lassen, um das Rauschen sehr gut minimieren zu können. Bei schlechtem Licht macht sie also auch ohne Blitz brauchbare Fotos, trotz nicht sehr lichtstarkem Objektiv.
Der 10fach-Zoom stand zwar nicht auf meiner Wunschliste, ist aber trotzdem schön, wenn man ihn hat. Die Bedienung ist sehr intuitiv. Die Video-Funktion der Kamera ist einfach traumhaft und kommt wirklich an einen Camcorder heran. 1080i-Videos, leiser langsamer optischer Zoom, AF wird nachgeführt usw.
Im Prinzip störte mich nur eins, das aber um so mehr: die Bildqualität bei GUTEN Lichtverhältnissen, also Sonnenschein etc., ist einer Kamera dieser Preisklasse unwürdig. Zwar sind die Farben gut, aber die Schärfe lässt selbst bei niedrigster ISO-Einstellung (übrigens nur ISO 125) zu wünschen übrig, weil die Kamera eine sehr starke Rauschunterdrückung hat, sie selbst auf niedrigster Stufe schon sichtbar eingreift. Für mich war dies leider das KO-Kriterium für diese ansonsten wirklich schöne Kamera.

Die Samsung muss man erst eine Weile kennen lernen, bis man mit ihr gut zurecht kommt. Die Bedienung finde ich recht umständlich und manchmal verwirrend. Die intelligente Automatik ist bei weitem nicht so gut wie bei der Sony. Dafür kann man, wenn man im manuellen Modus (der hier alles nur denkbare bietet), die richtigen Einstellungen vornimmt, deutlich bessere Fotos bei gutem Licht als mit der Sony machen. Die Schärfe bei niedrigen ISO (hier unterste Stufe ISO80) ist top, sehr detailreiche Fotos sind möglich. Leider schwächelt die Samsung aber bei schlechtem Licht, trotz deutlich höherer Anfangslichtstärke als bei der Sony. Die Rauschunterdrückung bei hohen ISO ist hier zu schwach, was zwar Details übrig lässt, aber zu starkes Farbrauschen produziert. Da die Kamera RAW bietet, kann man das in der Nachbearbeitung zwar durchaus noch optimieren, das ist mir aber in der Regel zu aufwändig, ich will gute JPEG-Fotos direkt aus der Kamera.
Außerdem finde ich die Farben bei der Samsung grundsätzlich zu unnatürlich. Zwar kann man die Farben hier auch ganz gezielt nach Wunsch einstellen, aber ich habe trotz viel Mühe keine Einstellung gefunden, die mich zu 100% überzeugt hat. Dies waren für mich hier die KO-Kriterien: Rauschen und Farbwiedergabe. Ansonsten bietet die Kamera viele schöne Möglichkeiten (z.B. Video und Foto gleichzeitig!), auch hier ist der Video-Modus sehr gut (fast so gut wie bei der Sony).

Die Canon schließlich gefiel vom ersten Einschalten. Die ersten Fotos bei gutem Licht hatten direkt die Detailschärfe der Samsung und die natürlichen Farben der Sony. Und bei schlechtem Licht kann sie natürlich länger als die anderen Kameras mit niedrigen ISOs arbeiten, da sie das lichtstärkste Objektiv hat. Bei hohen ISOs findet sie einen guten Kompromiss zwischen Rauschunterdrückung und "Details wegbügeln". Vor allem aber der spezielle Low-Light-Modus, bei dem 4 Pixel zu einem lichtstarken zusammengefasst werden, hat mich absolut überzeugt. Dann hat sie zwar nur noch 2,5 Megapixel, aber das ist eben der Preis (und kein zu hoher, wenn man bedenkt, dass selbst Full HD weniger als das hat).
Die intelligente Automatik ist ganz gut, aber nicht so gut wie bei der Sony. Ich benutze hier daher die Stellung "P" als Automatik und damit lässt es sich wunderbar arbeiten. Manuell lässt sich hier ebenfalls alles vorgeben, was das Herz begehrt. Außerdem bietet die Kamera einige interessante Programme: z.B. kann man einstellen, dass bei einem Foto nur eine bestimmte Farbe original wiedergegeben wird und der Rest des Fotos schwarzweiß ist. Auch der HDR-Modus überzeugt mich.
Das wichtigste aber ist: sie hat einfach bei guten und schlechten Lichtverhältnissen die beste Bildqualität. Dafür verzeih ich ihr den Video-Modus, der nicht sehr überzeugend ist. Dass sie "nur" 720p hat, stört mich gar nicht so sehr, aber die fehlende Möglichkeit, optisch zu zoomen und den Fokus nach zu führen, ist ziemlich schwach bei einer so teuren Cam. Die Bedienung ist intuitiv, nur die Sony war da vielleicht noch einen Tick einfacher. Leider ist die Kamera ziemlich teuer. Da mich die anderen Kameras aber beim für mich wichtigsten Punkt, der Bildqualität, nicht überzeugen konnten, habe ich die Canon behalten und bereue dies bis dato nicht. Sie erfüllt für mich die wichtigsten Kriterien von allen aktuellen Kameras am besten und ist wohl momentan die erste Wahl, wenn man eine wirklich kompakte Kamera mit überzeugender Bildqualität bei gutem UND bei schlechtem Licht sucht.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gute Kompaktkamera, 11. Dezember 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Canon PowerShot S95 Digitalkamera (10 Megapixel, 3-fach opt. Zoom, 7,5 cm (2,95 Zoll) Display, bildstabilisiert, Lichtstärke 1:2.0) schwarz (Elektronik)
zuerst die Nachteile:
- knapp zu groß für die Hosentasche
- etwas wenig Weitwinkel und Zoom (das habe ich aber bewußt in Kauf genommen)
- nicht perfekte Schärfe bei Fokus gegen unendlich
- teilweise fälschliches Fokusieren bei Aufnahmen in schlecht beleuchteten Räumen
- Batterielaufzeit
- teuer

Vorteile:
- die besten Bilder die ich bei einer Kamera dieser Größe bis jetzt gesehen habe
- sehr feine Auflösung (zB. bei Bäumen)
- viele manuelle Einstellmöglichkeiten
- Selbstauslöser hat geniale Optionen
- angenehme und schnelle Bedienung
- hohe Einschaltgeschwindigkeit

Habe mir diese Kamera gekauft, da ich etwas Kleines brauche um es beim Laufen mitzunehmen.
Die Fotos mache ich im RAW Format und lasse sie mit dem mitgelieferten Programm
automatisch konvertieren. Wenn mir eines dann nicht paßt, greif ich noch händisch ein.
(Hauptsächlich nehme ich die Rauschunterdrückung raus, die beim JPG fix drin ist.)
Die Belichtung habe ich (wie in einer anderen Rezension gelesen) sofort um -2/3 bis -1 runtergedreht.
Sie kommt beim Rauschverhalten nicht an meine alte Fuji F10 heran, macht aber bei gutem Licht
deutlich schönere Bilder.
Wenn Canon diese Kamera bei gleicher Sensorgröße mit nur 8 Megapixel (oder vielleicht sogar 6) produzieren, müßte
bei der Bildqualität noch einiges drin sein.
Alles in allem bin ich sehr zufrieden.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragende Kompaktknipse, 18. März 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Canon PowerShot S95 Digitalkamera (10 Megapixel, 3-fach opt. Zoom, 7,5 cm (2,95 Zoll) Display, bildstabilisiert, Lichtstärke 1:2.0) schwarz (Elektronik)
Dank einem größerem CCD Sensor bei gleichzeitig "nur" sinnvollen 10 MPix ist die Bildquali meines Erachtens hervorragend.

Die hohe Lichtstärke und der gut arbeitende Verwacklungsschutz erlauben es oft auch innerhalb von Räumen oder bei Dämmerung ohne Blitz zu fotografieren.
+ für eine Kompaktkamera hervorragende Bildqualität
+ sehr lichtstark
+ hervorragendes Display
+ Metallgehäuse, gut verarbeitet
+ stabiles Stativgewinde und stabiler Akkufachdeckel
+ 3:2 Bildformat (Kompromiss für ausgenutzte Pixel und einem 16:9 Fernseher)
+ viele manuelle Einstellmöglichkeiten
+ gute Farbmischung im Modus P, auch bei Innenaufnahmen
+/- Auslösegeschwindigkeit/Fokussierung Mittelfeld
- der ausfahrende Blitz ist gewöhnungsbedürftig (habe den Blitz im Standard ausgeschaltet)

Empfehle Schnappschüsse im "P" Modus!
Weitwinkel 28mm empfinde ich angenehmer als 24mm, denn beim Einschalten liegt mit 28mm ein nicht so übergroßes Sehfeld vor. 24mm Brennweite sorgt auch gerne für stärkere Verzerrungen.
Die Canon S95 hat mich absolut überzeugt und erhält meine uneingeschränkte Empfehlung.
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