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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 2012 Remaster, 1. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Headlines (Audio CD)
Über ein Jahr ist diese CD-Wiederveröffentlichung schon alt, und nach wie vor keine Rezensionen dazu? Na, dann werde ich das mal in Ordung bringen.
Flash & the Pan haben sechs Alben veröffentlicht. Drei davon sind dank Repertoire Records wieder erhältlich (dazu gibt es auch noch die Doppel-CD The 12" Mixes). Wer sich im Vanda/Young-Kosmos auskennt, kann den nächsten Absatz gerne überspringen...

Gitarrist Harry Vanda und Keyboarder George Young waren in den Sechzigern Mitglieder der australischen Band The Easybeats gewesen (obwohl keines der Bandmitglieder in Australien geboren war!) und hatten auch deren Hit "Friday on my Mind", später von Gary Moore gecovert, geschrieben. Nach dem Auseinanderfallen der Easybeats haben sie sich als Produzenten u.a. für John Paul Young ("Love is in the Air") und AC/DC (George ist der Bruder von Angus & Malcolm Young) betätigt. Nebenbei machten sie auch immer wieder eigene Musik.

Das Debüt ihres Projekts "Flash and the Pan" (1979) war u.a. mit den Hitsingles "Hey St. Peter", "Down Among the Dead Men" und dem später von Grace Jones übernommenen "Walking in the Rain" in Australien sehr erfolgreich, sodass es zur Fortsetzung des Projekts kam. "Lights in the Night" (1980) stellte eine Weiterentwicklung des Konzepts dar: düstere, oft sarkastische Texte; Kompositionen zwischen (Art-)Rock, New Wave und teilweise ausufernden Klangflächen; moderne Instrumentierung (Omni Synthesizer); eingängige Melodien, ansteckende Beats & Grooves; der sehr charakteristische, lakonische (Sprech)Gesang von George Young. Mit dem dritten Album "Headlines" (1982) öffneten sie sich dann dem Mainstream der Achtziger. Die Songs wurden kürzer, Harry Vandas Gitarre gewann deutlich an Bedeutung. Allerdings stellte sich der Erfolg nicht sofort ein: "Where Were You" und "Love is a Gun" waren für die Radios und Hitparaden wohl zu subversiv - beide Singles versandeten. Erst die Auskopplung des ungewöhnlichen "Waiting for a Train" 1983, das bis auf Platz 7 in den britischen Charts kletterte, brachte auch dem Album die verdiente Aufmerksamkeit ein. Die Single-Version, die nicht nur kürzer als die Albumversion ist, wurde hier als Bonus-Track hinzugefügt.

Das Album ist insgesamt relativ geschlossen. Mit "Jetsetters Ball" gibt es einen amtlichen Opener, der sich langsam aufbaut und dann großen, schwerfälligen Bombast bietet. "Don't Vote" ist ebenfalls großartig: Musikalisch am ehesten als Jump-Blues zu bezeichnen (eine Stilrichtung, die sich aus dem Swing entwickelt hat und die den Rock'n'Roll vorweggenommen hat), aber eben im New-Wave-Gewand. Ganz großer Spaß, und der Text trieft geradezu vor Sarkasmus. Es folgt das bekannte "Waiting for a Train", das in der Albumversion ein anderes Intro und teilweise auch einen anderen Text hat, der noch zynischer als in der Singleversion daherkommt ("I hope they fix your face"). "War Games" mit Ex-Easybeats-Sänger Stevie Wright is sehr düster und thematisiert mal wieder die (nukleare) Bedrohung des Kalten Krieges, ein Thema, das F&TP bereits auf den ersten beiden Alben beschäftigte. Gegen Ende bricht das volle Chaos aus. "Where Were You" wirkt danach fast wie ein Fremdkörper, ein extrem fröhlicher und eingängiger Popsong - aber Flash & the Pan wären nicht Flash & the Pan, wenn es nicht irgendeinen ironischen Bruch gäbe. In diesem Fall lohnt es sich, mal genauer auf den Text zu achten: Nein, das ist definitiv kein Liebeslied! Die Band baut in den Text sogar noch eine Anspielung auf die Beatles ein. "Love is a Gun" gehört nicht zu meinen Favoriten (liegt am Text), aber auch hier gibt es das Vanda-Young-Genie zu hören, speziell in der Spannung und den unglaublichen Dynamiksprüngen. Da "blitzt und donnert" es, dass es eine Freude ist. "Up against the Wall" ist ruhiger, aber nicht weniger einnehmend. Am Ende wird es richtig unheimlich. Mit "Psychos on the Street" gibt es danach ein echtes Melodiebonbon, das mal wieder beweist, wie ungewöhnlich Melodien und Akkordsequenzen doch auch klingen können, ohne dabei "sperrig" zu wirken. Der Titel ist diesmal ein deutliches Indiz für den allgegenwärtigen Zynismus. "Hey Jimmy" baut sich wieder bedächtig auf, bevor es auf ein grandioses Pink-Floyd-haftes Gitarrensolo von Harry Vanda zusteuert. Mit "Phil the Creole" gibt es einen Schlusstitel, der sich zu einem reißenden Strudel entwickelt und das Album auf großartige Weise beschließt.

Neben der Single-Version von "Waiting for a Train" gibt es mit "Something about You" in zwei Versionen einen weiteren Bonus. "Something About You" wurde ebenfalls 1982 aufgenommen, schaffte es jedoch damals nicht auf das Album. Erst 1990 wurde der Song wieder ausgegraben, für die Compilation "Collection" wurde ein neuer Mix angefertigt, der auch als Single erschien. Der Originalmix tauchte auf den 12"- und CD-Maxis auf. Na ja, und nachdem ich den Song gehört habe, muss ich doch sagen, dass er zu Recht nicht auf "Headlines" erschienen ist. Das ist ein ziemlich schnulziger, schmalziger Song, eigentlich schon ein Schlager. Hat die Band in "Don't Vote" eine Jazzband nachgestellt, so klingt "Something About You" eher wie eine auf Synthesizern nachgebaute Blaskapelle, mit entsprechendem Humpta-Rhythmus. Ob das nun als Satire gemeint ist, weiß ich nicht, aber die Songs des regulären Albums sind mehrere Klassen besser. Der 1990er Mix wirkt auf mich etwas überzeugender, aber die Komposition hat sich natürllich nicht verbessert.

Das Remastering wurde wieder von Eroc durchgeführt. Das muss allerdings nichts heißen. Der Sound wirkt für meine Ohren eher flach. Das liegt sicher auch am Ausgangsmaterial. So wurde New Wave damals produziert und gemixt. "Ayla - the very best of Flash & the Pan" (ebenfalls von Repertoire) klingt auch nicht besser. Die drei dort ebenfalls enthaltenen Songs klingen für mich hier etwas besser.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Flash And The Easybeats, 12. Juli 2011
Von 
V-Lee (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Headlines (1982) / Vinyl record [Vinyl-LP] (Vinyl)
Der dritte Streich von Vanda und Young aka ,Flash And The Pan' setzt den Kurs des New Wave fort, den Sie schon auf ,Lights In The Night' einschlugen und baut trotzdem geschickt Versatzstücke aus Rock'n'Roll und 60s Pop ein. Auch Swing wird wie selbstverständlich zu New Wave wie in ,Don't Vote' deutlich zu hören ist. Der unterkühlte Sound der Hitsingle ,Waiting For A Train' ist auch heute noch zeitgemäß, der groove ansteckend.

Songwritingmäßig eh schon immer top, gelang ihnen mit ,Headlines' tatsächlich ein Album fast ohne kompositorischen Aussetzer. Vergleichbar ist das ein wenig mit den Godley & Creme Hits jener Zeit. Auf ,War Games' hört man dann auch Ex-Easybeats Vokalist ,Stevie Wright' und so wird es zwar besetzungsmäßig eine halbe Eaysbeats Reunion, bleibt aber dennoch 100%ig eine typische Flash And The Pan Platte. Wie geschickt hier Gitarrenriffs, keyboard licks und Gessangsmelodien ineinandergreifen, das ist schon die ganz hohe Schule des Pop.

Der zweite Single des Albums war ,Where Were You' und der song fällt irgendwie raus aus dem wave-pop Kontext, denn das hat mit seinem chorgesungenen Jubelrefrain und den singenden Gitarren noch einen typischer 70er Sound. Guter Song, klang aber damals schon nicht mehr zeitgemäß, was wahrscheinlich auch der Grund warum, warum er nicht charten konnte. Herrlich aber dann das coole ,Love Is A Gun' mit seinem geradezu explodierenden Refrain, das dann fast nahtlos in das noch coolere ,Up Against The Wall' übergeht. Das war ja auch immer ein Markenzeichen der Band - die langsamen tracks waren nie Balladen oder Lovesongs, sondern geprägt von einer unterkühlten Relaxtheit, die auch immer eine etwas leicht beunruhigende Spannung verbreiteten.

Auch ungewöhnlich für die Band ist der Titel ,Psychos On The Street', den man sowohl kompositorisch, als auch gesanglich und arrangementmäßig wohl automatisch der Gruppe ,Madness' zuordnen würde (und das ist durchaus als Kompliment gemeint).

Das schleppende, aber sehr melodische ,Hey Jimmy' und das nervöse ,Phil The Creole' beenden eine Scheibe, die sich damals eigentlich größeren Erfolg verdient hätte. 4 Sterne für diese Platte, weil Sie es soundmäßig durchaus noch besser konnten.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein klassiker, 31. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Headlines (Audio CD)
die platte hatte was ganz neues
sprechgesang...seltsam...es war eigen
dafür liebe ich sie...und es blieb auch ihre beste, wie ich meine
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