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5.0 von 5 Sternen Geglückter Anfang junger Künstler aus der Scala - Anschauenswert, 9. Dezember 2010
Von 
Brasier "pappageno" (BERLIN) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Le convenienze ed inconvenienze teatrali / Viva la mamma (DVD)
Hier hat die Leitung der Mailänder Scala etwas aussergewöhnliches getan in dem sie ihren internationalen besten Stipendiaten der Accademia d'Arti e Mestieri dello Spettacolo Teatro alla Scala, eine Repertoirebesetzung ermöglichte die sie auf die Bretter ihrer erlauchten Bühne zurecht schob.

Hierzu verpflichtete sie den Tausendsassa Antonio Albanese, ein allerseits in Italien anerkanntes universalgenie. Dieser vielseitiger Schauspieler der im Fernsehen bissige Satyre und im Film und Theater für feinfühlige merschichtige Rollengestaltung bekannt ist.

Auch kann er anderen als Regisseur gestalterisch unter die Arme greifen. Dies überzeugte die Scalaführung, die ihm so ihren Jungen Künstlerstall übertrug.

Die durchweg der Scala Pedagogie alle Ehre machenden jungen Künstler lassen sich willig leiten und gestalten eine lebendige Aufführung der Donizetti Schmonzette die nach dem Schema des - "Schauspieldirektors" - eine bissige Kritik des Opernbetriebs darstellen. (Dies Werk ist auch als "Viva la Mamma" bekannt, mit einem wie auch hier, Bariton, in der Mutterrolle)

Um was geht es ?

Hinter den Kulissen : sogenannte Primadonnen die sich in die Haare kommen, unwürdige Sänger voller Eigenlob, selbst Überschätzung und lächerlichen Forderungen, Opernmitarbeitern auf der Flucht...
Donizetti schrieb diese delikate Sarkastische Komödie zwischen 1827 und 1831 aus seinen Erinnerungen über den Opernbetrieb heraus, denkend dabei an seinen Kollegen Rossini. Die Musik bleibt dabei keineswegs auf der Strecke.

Die Jungen Sänger singen mit Gusto, spielen ebenso und die Stimmlichen Qualitäten lassen nichts zu wünschen übrig. Albaneses Werkgetreue Aufführung in Bild und Regie ist auch in der Ausstattung ansehbar ( Leila Fteita/ Elisabetta Gabbioneta) und der Orchestergraben ist in dem sicheren Griff von Marco Guidarini.

Dieser Mitschnitt ist eine der 6 Aufführungen vom 4 - 11 Oktober 2009 in der sich sämtliche Eleven der Scala alternierend auf der Bühne erproben konnten.

Das Experiment kann man getrost als gelungen ansehen

Wer die gustosen Textperlen auf Italienisch nicht folgen kann, hat hilfe mit zuschaltbaren Untertitel. Fotografie folgt aufmerksam der Handlung, Ton den Heutigen Standarts angemessen.
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Le convenienze ed inconvenienze teatrali / Viva la mamma
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