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TOP 500 REZENSENTam 31. Oktober 2010
... als würden zwei der anregendsten Platten deutscher Sprache in diesem Jahr aus der Hauptstadt kommen - und damit sind ganz sicher nicht die Helden gemeint, deren neuestes Werk sich eher zwischen "naja" und "passt schon" niederließ. Gerade erst das aktuelle Album von Mutter gelobt, da kommt auch Christiane Rösinger, früher hauptamtlich bei den Lassie Singers, heute bei Britta am Mikrofon, mit einer Soloplatte daher, die einen staunen und innehalten läßt.

Irgendwie müssen die Gemeinsamkeiten bei Geburt und Herkunft der beiden Wahlberliner - sowohl Max Müller als auch Christiane Rösinger sind Anfang der sechziger Jahre in der deutschen Provinz aufgewachsen, Müller im niedersächsischen Wolfsburg, Rösinger im schwäbischen Rastatt - irgendwie müssen diese Verbindungen zu einer Art seelischem Gleichklang geführt haben. So jedenfalls ließe sich erklären, dass sowohl "Trinken Singen Schiessen" von Müllers Mutter als auch "Songs Of L. And Hate" von Rösinger auf eine frappierend ähnliche Weise ein stetes Unwohlsein, einen greifbaren Unfrieden und eine fast schon deprimierende Sicht der Dinge in ihren Liedern illustrieren, dass es beide zudem bewußt vermeiden, dem Hörer Trost schenken zu wollen und falsche Hoffnungen zu wecken.

Wo Mutter dies mit roher, dunkler Wucht gelingt, beschränkt sich Christiane Rösinger auf eine kammermusikalische Variante, stellt neben ihre größtenteils freudlosen und überaus gescheiten Worte wenig mehr als ein schlichtes Piano, eine akkustische Gitarre und ein zurückhaltendes Schlagwerk auf die spärlich beleuchtete Bühne - ganz die klassische, selbstbewußte Liedermacherin, ganz ohne jeden überflüssigen Tand.

Wenn das erste Lied "Ich muß immer an dich denken" mit seiner schrulligen, unentschiedenen Sehnsucht noch vergleichweise versöhnlichen Charakter trägt, sind die Nachfolger "Es geht sich nicht aus" und "Desillusion" schon von deutlich pessimistischerer Grundstimmung - "Du hast dir deinen Reim und dein Bild gemacht, dann kommt die Wirklichkeit und sagt: Falsch gedacht!" - da schwingt schon ein gehöriges Stück Altersweisheit und Ernüchterung mit. Das fabelhafte "Berlin" gibt den grantigeren Nachfolger zum "Hamburg"-Lied der Lassie Singers, war ersteres noch eine betont liebevolle, so ist letzteres eher eine recht zweifelhafte Liebeserklärung. "Wenn die Ökoeltern sich zum Brunchen treffen, und die Arschlochkinder durch die Cafés kläffen, wenn der Service hinkt und's nach Babykotze stinkt, ja dann sind wir wieder in Berlin" - das hätte Judith Holofernes, die hochgejazzte Königin der hauptstädtischen Alternativbiotope, sicher etwas anders zu Papier gebracht - grandios!

"Verloren" wiederum gibt ein erschreckend vollständiges Nachschlagewerk für all jene, die schon mal versucht haben, positive, verheißungsvolle Worte mit den Vorsilben "ver" oder auch "un" zu finden, auch "Sinnlos" macht seinem Titel alle Ehre - "Es ist ja alles so sinnlos, das hält ja gar kein Mensch mehr aus, da muß man sich doch einfach hinlegen, oder man steht erst gar nicht auf." Kämen danach nicht mit "Hauptsache raus!" und dem berückenden Jackson-Brown-Cover "These Days" zwei melancholische und vergleichsweise fröhliche Stücke, man hätte fast einen Notruf setzen wollen. So verklingt diese wundervolle Platte mit einer Mischung aus buchstäblicher Enttäuschung und störrisch, beharrlichem Selbstbehauptungswillen. Und der anrührende Heine-Spruch aus dem Booklet läßt einen versonnen nicken: "Als ich euch meine Schmerzen geklagt, da habt ihr gegähnt und nichts gesagt, doch als ich sie zierlich in Verse gebracht, da habt ihr mir große Elogen gemacht." Haben wir, keine Frage.
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am 8. August 2011
Bist du einmal fröhlich und gehts dir richtig gut... dann hör diese CD, sie nimmt dir Spaß und Mut... ;-) - Wenn man manchmal Lust auf ein bisschen Depression hat, ist diese CD die richtige. Wenn nicht, dann auch. Denn trotz der abgeklärten, ein bissl traurigen Texte hat die Musik etwas leichtes, beschwingtes. Und man sitzt da, lauscht und sagt: Ja, so ist das Leben. Manchmal ziemlich beschissen. Voller Leben.
Im Berlin-Lied kann man Berlin ohne Probleme auch durch Wien ersetzen.
Ein Genuss ist sie, diese CD. Und Frau Rösinger weiß, wie das Leben schmeckt.
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am 26. Dezember 2010
Ich hatte über diese CD viel gehört und gelesen - die Kritiker waren sich in ihrem Urteil so einig, dass ich "Songs of L. und Hate" auf meinen Wunschzettel für Weihnachten setzte. In der (berechtigten) Annahme, dass mein Umfeld diese Idee wohl ziemlich abwegig finden würde, habe ich mich kurzerhand selbst beschenkt am Vorabend des Festes. Und beim ersten und zweiten Anhören mit Begeisterung Geschenke verpackt. So schön war Weihnachten noch nie!

Christiane Rösinger singt über allerlei Unbill des Lebens, sei es das Elend mit den Verflossenen, die irgendwie weiter im eigenen Kopf campieren, unaufgefordert und jeden Räumungsbefehl ignorierend. Oder auch das mit dem Himmel über Berlin, der den darunter Wohnenden immer einen guten Grund gibt, schlecht gelaunt in die Gegend zu gucken und das Leutebeleidigen mit "dit is Berlin" zum Volkssport zu verklären. Die Stimme dazu ist so speziell, dass man sie nicht mehr aus dem Kopf kriegt, und aus dem Herzen auch nicht. Und dann will man sie immer wieder hören.
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am 16. März 2014
Wer sagt, dass man immer positiv nach vorne schauen muss? Warum nicht mal der Depression richtig Raum geben? Es ist einfach großartig, wie Chrstiane Rösinger dies in "Sinnlos" und "Es geht sich nicht aus" und den anderen Songs dieses Albums macht. Und dies nicht nur mit toller Musik, sondern auch mit Witz und in einer wunderbaren Sprache (sie bringt sogar Bourdieus "symbolisches Kapital" unter, herrlich). Und dann ist man beim Hören des Albums eben doch gut drauf, wohl eine Art paradoxe Krisenintervention. Sehr zu empfehlen.
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am 28. Dezember 2010
Was für eine tolle Scheibe!
Der sparsame Instrumenteneinsatz gepaart mit diesen Texten ist ein wahrer akustischer Leckerbissen in diesem Herbst / Winter.
Die eindrucksvoll nölige Stimme Christiane Rösingers trägt diese schon fast ins satirische gehenden Lieder gekonnt vor, man ist geneigt sich total in diese Songs hinein- und auch hinunterziehen zu lassen, erkennt das Augenzwinkern, mit dem alles präsentiert wird.
Die ideale musikalische Begleitung an einem trüben Tage, abends, bei Kerzenlicht.
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am 23. November 2010
Diese CD ist etwas ganz besonderes. Melancholische Texte, die einen trotzdem nicht traurig werden lassen. Der Klang der Musik: Aus der Zeit gefallen, verschroben, ganz großartig.
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am 13. Januar 2011
ich liebe die Stimme und die Lyrics - da kann man auch etwas Abstriche machen musikalisch. Sie trifft das Leben auf dem Punkt.
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