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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Familie..., 22. November 2009
Liest man dieses Drama, oder besser: diese Tragikomödie, hat man erstmal unweigerlich Tennessee Williams oder Eugene O'Neill im Hinterkopf. Denn auch Tracy Letts lässt hier eine Familie zusammen kommen, die sich schön gegenseitig fertig macht. Das läuft wie folgt ab: Das männliche Familienoberhaupt verschwindet. Seine krebskranke und medikamentensüchtige Frau ruft ihre drei Töchter und ihre Schwester samt Anhang zu sich. Rechnet man das Hausmädchen und den Sheriff noch hinzu, hat man es hier mit 13 Figuren zu tun, die alle mehr oder weniger mit dunklen Geheimnissen belastet sind. OK, das Hausmädchen ist wohl die "harmloseste", aber dennoch eine nicht minder wichtige Figur des Stücks. Dass es von Beginn an zwischen den Familienmitgliedern und auch den Anwesenden Ehepaaren knistert ist nicht zu überlesen, manchmal ist man kurz davor das Buch wegzulegen, weil es einfach zu viel ist, was hier nach oben gekehrt wird. Es geht um Ehebruch, Drogen, Alkohol, heimliche Liebschaften, unvorhergesehene verwandtschaftliche Beziehungen, verheimlichte Krankheiten u.v.m., aber bald merkt man, dass gerade das dieses Drama so interessant macht, denn es kommt niemals Langeweile auf, weil fast im Minutentakt ein neues Geheimniss, freiwillig oder unfreiwillig, gelüftet wird. Es vergehen auch niemals viele Seiten ohne dass jemand erwähnt wie drückend heiß es in dem Haus ist, was natürlich die gequälte Stimmung noch verschärft und verdeutlicht. Zwischendurch darf aber auch mal herzlich gelacht werden, vor allem über die Mutter, die in ihren etwas helleren Momenten (oder sind es gerade die dunklen Momente, in denen die Tabletten am besten ihre Wirkung zeigen?!) eine Zynismusbombe nach der nächsten zündet. Das ist beim Lesen schon amüsant, wenn man es auf der Bühne sieht und hört ist es tatsächlich zum Gröhlen! Ja, so wechseln sich Tragödie und Komödie ab. Und die große Überraschung kommt ja erst noch am Ende, hier ist nichts mit einem langsamen Sterben (des Dramas natürlich!), wie man es erwarten könnte!
Tracy Letts hat in "August: Osage County" wirklich ein Feuerwerk losgelassen. Ganz langsam kehrt er die Untergründe an die lupenreine, vorgegaukelte Oberfläche und lässt die Figuren ihre wahren Gesichter zeigen. Gerade hierbei zeigt sich sein Können, denn er keine eindimensionalen, klischeehaften Charaktere geschaffen, es sind durchweg greifbare Figuren, die alle unterschiedlich sind. Manche sind immer in Angriffslaune, manche halten sich lieber zurück und warten auf den richtigen Moment. Einige wollen die Realität nicht wahrhaben, andere können sie anscheinend nicht wahrnehmen. Ein tolles Stück bei dem geschrien, geschlagen und gelacht wird. Das Lesen macht Spass, es auf der Bühne zu sehen ist noch besser.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zerfall einer Familie, 20. März 2014
Von 
Gila (Uni-Stadt Oldenburg/Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Ein Abgesang menschlicher Werte offenbart sich bei einem Familientreffen der Westons in ihrem Haus in Oklahoma.
Beverly Weston, einstiger Lehrer und Poet, abgerutscht in den Alkoholkonsum, verlässt seine krebskranke und von Medikamenten abhängige Frau Violet. Damit sie nicht vollkommen hilflos zurückbleibt, stellt er noch vorher die Haushaltshilfe und Pflegerin Johnna ein, die danach für Konflikte und Streitereien herhalten muss. Violet ist verbittert und zornig und trommelt ihre Töchter Barbara, Karen und Ivy zusammen, die mit Exmann und Lebenspartnern und der einzigen Enkelin Jean, der Tochter von Barbara, erscheinen. Die in der Nähe wohnende Schwester von Violet, Mattie Fee ist mit ihrer Familie ebenfalls eingetroffen und will ihr hilfreich zur Seite stehen.

Beverly wird fünf Tage nach seinem Verschwinden ertrunken aufgefunden. Nach der feierlichen Beerdigungszeremonie zieht sich die Familie ins Haus von Violet zurück. Die versammelten Personen beginnen einen Rückblick in ihr Familienleben und Schicht für Schicht legen sie eine vollkommen kaputte Familie frei. Der Generationskonflikt zwischen Mutter und Töchter bricht auf.

Das mit dem Pulitzer ausgezeichnete Theaterstück desTracy Letts und die jetzige Literaturverfilmung ist eine Tragikkomödie über eine Familie, die überall zu finden ist. Es ist eine Handlung voller Dramatik und menschlichen Schwächen, in denen sich jeder einzelne nach Liebe, Anerkennung und Geborgenheit sehnt.

Der Autor hat seinen Protagonisten Charaktere zugeordnet, die unterschiedlicher nicht sein können und sie trotzdem in einem gemeinsamen Strom der Gleichgültigkeit versinken lässt. Egoismus und aufeinander zugehen gibt es nicht, die wirkliche Realität wird ausgeblendet. Bei diesen gelebten Leben voller Leere und Bedeutungslosigkeit stehen sich die Familienmitglieder voller Abneigung gegenüber. Zwei von ihnen versuchen sich aus der Umklammerung dieser Zustände zu befreien.

Die Literaturverfilmung wird zur Zeit in den deutschen Kinos gezeigt. In den Hauptrollen sind Meryl Streep als Violet und Julia Roberts als Barbara , sowie Sam Shepard als Beverly zu sehen. Weitere Mitwirkende sind u.a. Juliette Lewis als Karen (Tochter) und Juliane Nicholson als Ivy (Tochter).
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schockierend witzig, 8. Juli 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: August: Osage County (Taschenbuch)
Es ist eigentlich nicht zum Lachen, was der Familie Weston da alles passiert. Es rumort in den familiären Eingeweiden, und ich konnte mich beim besten Willen nicht entscheiden, mit welcher der Personen ich am meisten mitgefühlt habe, wobei Mitfühlen in ihrem Fall bedeutet, sie kräftig schütteln und umarmen zu wollen. Keine Figur lässt einen kalt, im Guten wie im Schlechten.
Ich lese sehr wenige Theaterstücke, deshalb bin ich wieder mal überrascht, was man alles auf wenigen Seiten bzw. fast ausschließlich durch Dialog sagen kann. Wobei es hierbei natürlich auf die Qualität des Dialogs ankommt und der ist hier rasiermesserscharf, rührend, ungemein schwarzhumorig und immer mitten ins Ziel. Kein Tischtennisspiel könnte schnellere Bälle hin- und herschießen. Es gehört sich sicherlich an so vielen Stellen nicht zu lachen, aber man muss es trotzdem tun, genauso wie es den Westons auferlegt ist, sich gegenseitig auszuhalten und zu überleben (na ja, fast alle zumindest...)
Das alte Thema der kaputten Familienbande, dunkle Geheimnisse und die Flucht vor allzu schmerzenden Wahrheiten. Großartiges Stück! Ich kann mir nur vorstellen, dass es auf der Bühne oder im Film noch mal mehr beeindruckt.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen surprisingly good, 31. Januar 2009
I did not like "Bug" - but I did not really like most Pinter plays or Sam Shepard's "La Turista". Fortunately, "August: Osage County" is a very different sort of play. It feels more like Eugene o'Neill meets Wendy Wasserstein.

It is a long play by today's standards - but it is peopled with characters that make the time pass fast enough. Violet Weston is the most striking of them all - and as played by Deanna Dunagan, she received several major theatrical awards.

There are so many problems crammed into this one play that it should really feel convoluted; but strangely, it doesn't. Somehow Letts develops every complication very smoothly - be it suicide, incest or sexual assault.

I did not enjoy "August: Osage County" as much as everyone apparently did (it might be even better on stage, however), still, it is certainly a very fine play at the very least.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super, 22. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: August: Osage County (Taschenbuch)
Quick shipping, no issue. Bought this after seeing the film and loved it. But it'll depress you so don't read it on a bad day.
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August: Osage County (TCG Edition)
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