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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The new iron age!
Der traditionsmetallische Untergrund lebt. Und das italienische Label Cruz del Sur schafft es immer wieder, die eine oder andere Perle aus dem Nebel zu ziehen. Die neueste Entdeckung sind Atlantean Kodex aus der bayerischen Oberpfalz, die bereits in der Szene mit ihren Pnakotic Demos mit ordentlich Vorschusslorbeeren versehen wurden. Ob ihr Albumdebüt wohl den hohen...
Veröffentlicht am 1. Oktober 2010 von Mario Karl

versus
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die CD is ok - aber der Hype ist völlig übertrieben
Die Band war mir bis vor wenigen Tagen noch völlig unbekannt.
Auf Grund der zahlreichen 5 Sterne - Kritiken habe ich mir das Album "The Golden Bough" (ungehört) gekauft und war sehr gespannt - leider überwog die Enttäuschung mehr als die Begeisterung.

Eins vorneweg: Die Songs haben durch die Bank weg ein wahnsinniges Potential...
Veröffentlicht am 5. Februar 2011 von darksoul


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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The new iron age!, 1. Oktober 2010
Von 
Mario Karl "musikansich.de" (Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Golden Bough (Audio CD)
Der traditionsmetallische Untergrund lebt. Und das italienische Label Cruz del Sur schafft es immer wieder, die eine oder andere Perle aus dem Nebel zu ziehen. Die neueste Entdeckung sind Atlantean Kodex aus der bayerischen Oberpfalz, die bereits in der Szene mit ihren Pnakotic Demos mit ordentlich Vorschusslorbeeren versehen wurden. Ob ihr Albumdebüt wohl den hohen Erwartungen entspricht? Um es kurz zu machen: Ja, in der Tat! Wenn es eine deutsche Band gibt, die den Spirit alter Manowar (Stichwort Into glory ride - lange bevor sie sich in eine Witzkombo verwandelt hatten) und Bathory zu ihren Wikingertagen wiederbelebt, dann sind es wohl Atlantean Kodex. Mit einfacher Instrumentierung schafft es die Band auch ganz ohne Keyboard- und Orchesterfirlefanz bombastisch zu klingen. Dazu kommt noch eine doomige Schwere und Erhabenheit der Marke Candlemass und Solstice. Aber trotz all dieser Referenzen schaffen es Atlantean Kodex einfach nach Atlantean Kodex zu klingen!

Die überlangen Songs von The Golden Bough werden dominiert von schweren, aber relativ einfachen Riffs, ausladenden Arrangements und den erhabenen Melodielinien von Sänger Markus Becker, der seine Texte mit klarer und heller Stimme vorträgt und für ein gewisses Maß an Melancholie sorgt. Und obwohl in den Songs gar nicht allzu viel passiert, reißen sie doch unheimlich mit und werden zu keiner Sekunde langweilig. Beste Beispiele sind das doomige "A prophet in the forest" und das grandiose und ergreifende "Pilgrim", das sich spätestens mit seinem "Child in time"-Gedächtnispart am Ende ins Gedächtnis fräst. Ein Pluspunkt sind auch die Gitarrenleads und Soli, welche an sich zwar simpel sind, aber einfach emotional und manchmal zum Heulen schön rüber kommen.

Irgendwann wird man regelrecht verzaubert und treibt man einfach nur dahin, was nicht nur an den Songs, sondern auch am guten Fluss der Platte liegt. Diverse Zwischenspielchen sorgen für einen Zugewinn für Atmosphäre und passend gesetzte Breaks für die richtigen Überraschungsmomente und Wendungen. Vom stampfenden Midtempo, über sakralen Doom und stellenweise auftauchende Doublebass-Gewitter und wieder zurück. Dabei wirkt der etwas untypische Powersong "Disciple of the Iron Crown" regelrecht erfrischend und der fast rockige Charme und der Mitsingrefrain der Bandhymne "Atlantean Kodex" lässt endgültig die geballten Fäuste in den Himmel schnellen.

Endlich mal wieder ein Metalalbum, welches alles andere als digital und leblos klingt (rustikaler Sound inklusive), das atmet und sich so im Ohr entfaltet, das auch ohne die übliche Drachen-und-Schwerter-Lyrik auskommt und einfach berührt. Das haben im letzten Jahr Griftegård mit Solemn, sacred, severe und vor allem die Labelkollegen While Heaven Wept mit Vast oceans lachrymose geschafft. Dieses Jahr sind es eben Atlantean Kodex mit ihrem The Golden Bough. Ein Platz in der Jahres-Topten ist der Band damit definitiv sicher!
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Frischer Wind für alle Traditionalisten, 22. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: The Golden Bough (Audio CD)
Nachdem bis vor einigen Wochen nur die recht rege Diskussion in den einschlägigen Foren auf ein Metal-Highlight 2010
hindeuteten, wird nun spätestens das RockHard-Review, verbunden mit der Auszeichnung zur CD des Monats,
dafür sorgen, dass den Bayern für "The Golden Bough" die verdiente Aufmerksamkeit entgegengebracht wird.
Die Zutaten für die abwechslungsreiche Scheibe sind wohlbekannte Großtaten aus etwas länger zurückliegenden Zeiten.
Manowars - Gates of Valhalla oder auch die genialen Werke von Quortons legendären Bathory stehen genauso Pate wie
doomiges von While Heaven Wept oder Solitude Aeturnus.
Highlights der Platte sind mit Sicherheit die ausschweifenden Epen "The Pilgrim" und "A Prophet in the Forest",
mir sind aber auch spezielle Momente der CD ans Herz gewachsen, wie zum Beispiel der kurze Schluss-Titeltrack mit einem gesprochenen Teil, der mich an meinen Lieblingssong der Scorpions "Born to touch you feelings" erinnert.
Geniale Seiten der Band sind aber auch flotte Momente wie "Disciples of the crown", zweistimmiger Gesang etwa wie Fates Warning oder das zunächst ganz ruhige "Vesperal Hymn", welches mit einem Kawumm-Einsatz dann für Gänsehaut
sorgt.
Ein Album welches von den Einflüssen zwar nicht NEU ist, aber aus Liebe zu den alten Größen von Fans für Fans entstanden ist. Punktabzug mit etwas Wehmut für den Gesang, welcher leider im Gesamtbild deutlich abfällt und mir einfach zu dünn und qualitativ schwächer als der Rest der Mannschaft ist.
Vielleicht sind es aber gerade diese kleinen Schwächen, welche sich von der breiten Masse der glattproduzierten, kommerziellen Megaacts abheben, Potential zur weiteren, kreativen Steigerung bieten und Atlantean Kodex zu einem klassischen Fall von 100prozentig authentischen Dauerrohr-Musik machen!
Für mich ein atmosphärischer Höhepunkt des starken Metaljahres 2010!
Daumen nach oben und Spannung für die Live-Darbietungen im Jahre "Golden Boughs"
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die CD is ok - aber der Hype ist völlig übertrieben, 5. Februar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Golden Bough (Audio CD)
Die Band war mir bis vor wenigen Tagen noch völlig unbekannt.
Auf Grund der zahlreichen 5 Sterne - Kritiken habe ich mir das Album "The Golden Bough" (ungehört) gekauft und war sehr gespannt - leider überwog die Enttäuschung mehr als die Begeisterung.

Eins vorneweg: Die Songs haben durch die Bank weg ein wahnsinniges Potential.
Allerdings ist ein entscheidender Kritikpunkt die Produktion der CD. Ich habe noch nie ein dermaßen "überproduziertes" Album gehört. Die Bässe werden einem um die Ohren gehauen, dass es nur so rummst, dabei bleiben die begleitenden Gitarren und vor allem die Gitarrensoli völlig auf der Strecke. Es ist absolut keine klare Trennung der einzelnen Instrumente vernehmbar, oder ist das Absicht?? (Für Zweifler: Nein, es liegt nicht an meiner Musik - Anlage.)

Weiterhin macht meiner Meinung nach die stimmliche Qualität des Sängers einer Band ca. 50 % auf den Gesamteindruck bzw. den Erfolg bei der Hörerschaft aus. Markus Becker hat ohne Frage Talent, aber leider gibt es auch hier Anlass zur Kritik meinerseits: Warum wurde seine Stimme bei der Abmischung nicht weiter "nach vorn" geholt, so dass sie stärker (lauter) zu vernehmen ist? So hat er nicht den Hauch einer Chance, sich durch die undurchdringliche Wand aus Instrumenten zu kämpfen.

Den Output als "eine der besten deutschen Produktionen" zu bewerten halte ich ebenfalls für übertrieben, ich erinnere an die letzten beiden Alben von AHAB bzw. DOOMSHINE oder die alten Werke von HELLOWEEN oder den SCORPIONS. Bei den letztgenannten Band beachte man dabei die zu dieser Zeit vorhandenen technischen Möglichkeiten.

Fazit: Die Jungs haben sicherlich noch eine geile Zukunft vor sich. Allerdings würde ich bei der nächsten Produktion etwas akribischer zu Werke gehen, dem Gesang mehr Aufmerksamkeit widmen und diese "FETT PRODUZIERT IST GUT" - Mentalität ablegen. Manchmal ist weniger einfach mehr.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Cooles Album, aber überbewertet..., 3. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: The Golden Bough (Audio CD)
Das Album wurde ja in vielen Magazinen, Online und sogar im Rock Hard absolut abgefeiert. So ganz verstehen kann ich das ehrlich gesagt nicht! Gelobt wurden u.a. das sich die Jungs wie alte Manowar anhören. Das stimmt auch, wird doch z.B. in Opener "Blood Of My Enemies" zitiert und bei Track zwei sogar gleich komplett der Grundriff von "Secret Of Steel" benutzt. Allerdings haben Manowar einen Weltklasse Sänger und das können Atlantean Kodex leider nicht von sich behaupten. Eher schwachbrüstig und ab und zu auch mal leicht neben der (Ton-)Spur bewegt er sich und zieht damit für mich leider die ganze Platte doch eine ganze Ecke runter. Musikalisch ist es auf alle Fälle geiler als alle Alben die Manowar die letzten Jahre veröffentlicht haben (ist allerdings auch nicht so schwer) und mit geileren Gesang und vielleicht auch noch einer professionelleren Produktion wäre das Album 4,5 Zähler wert gewesen. So würde ich 3,5 geben. Aber die Jungs werden sich bestimmt noch steigern.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A-T-M-O-S-P-H-Ä-R-E !, 13. November 2010
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Golden Bough (Audio CD)
Das es sowas noch gibt! Wunderbar.

Zunächst mal finde ich, daß die Schublade True-Metal eigentlich gar nicht passt. Wer sich also von frühen Manowar abgeschreckt fühlt, der kann mit Atlantean Kodex trotzdem prima glücklich werden. Die Vergleiche mit Bathory kann ich durchaus gut nachvollziehen. Da Bathory eine ziemliche Bandbreite hingelegt haben: Bathory zu "Twilight of the Gods" Zeit. Atlantean Kodex machen keinen Death Metal, und lassen den Gehörnten wo er ist.

Das was Atlantean Kodex auszeichnet ist die unglaublich dichte Atmosphäre, die sich wie ein blaues Band durch die ganze Platte zieht. Gleichzeitig schaffen sie es auch bei 10-15 Minuten Epen nicht zu langweilen. Die Musik ist eingängig, zuweilen verspielt aber nicht Ohrwurmig, eher mit eine Schippe epischem Doom. Der Gesang hat durchaus Wiedererkennungswert, erinnert ebenfalls ein wenig an Bathory zu o.g. Zeitpunkt (allerdings trifft der Mann hier die Töne besser); helle Stimmme, aber kein Gequieke, und gerne mal Harmony-Vocals, trotzdem höre ich da durchaus noch Entwicklungspotential. Instrumental erinnern sie mich in den etwas proggigeren Passagen auch ein ganz klein wenig an Paynes Gray (kennt die noch wer?).

Raumgreifendes Riffing, hochmelodiöse Leadgitarren, hier und da ein akustischer Part, es ist wirklich erstaunlich wie kurz 10 Minuten sind. Die Lieder üben einen regelrechten Sog aus, man taucht ein, läßt sich tragen, lauscht und "plötzlich" endet der Opener abrupt (nach 10:08 min) ...

Angenehm anders ist auch die Produktion. Wirken viele Metal-Platten auf CD unglaublich vollgestopft, ist das hier nicht so. Dabei ist die Produktion keineswegs drucklos, es scheint einfach so als hätte man sich auf 8 Spuren begrenzen müssen (es sind sicher mehr) und sich dadurch in hervorragender Weise aufs Wesentliche konzentriert. Mitreißend nachvollziehbar.

Als Zuckerl endlich auch mal wieder ein Cover, das eine LP Klapp-Hülle wert gewesen wäre ...

Fazit: eine eigenständige Platte mit Klasse, Charme und ... na was ... Atmosphäre für alle.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 5 sterne wohl verdient, 6. Januar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Golden Bough (Audio CD)
schlechte produktion - zu überproduziert...
wirklich weder das eine, noch das andere stimmt. das album hat eine bombastische produktion, die aber nicht zu neumodisch und überreif klingt und schon gar nicht billig, sodass man das gefühl hat, die band hätte keine finanzielle unterstützung und somit hört sich alles wie ein bootleg oder ne demo an.
manche habens schon angesprochen: es klingt wie eine mischung aus den epischen manowar mit mid-tempo riffs und manilla road.
atlantean kodex machen musik, die sehr mitreißt, einem vom hocker haut, wenn man sich wirklich intensiv damit beschäftigt. sehr langatmige, treibende und teils lange songs, die einem das gefühl geben, dass man sich gerade inmitten eines sturmes im tiefsten ozean befindet.
manche mögen es verstehen, andere nicht. es ist spezielle musik, die nicht jedermann gefallen wird. es ist kein album, das man mal eben so bei einer geburtstagsfeier im hintergrund laufen lässt oder zum einschlafen.
es ist ein album mit epischen songs, die pure energie und power versprühen und passagen haben, die einem mal ausschnaufen lassen.
wer also schlichten heavy metal erwartet wird hier eines anderen belehrt.
meines erachtens ist hier jeglicher hype zurecht und ich selbst werde dieses album auch hypen.
5 sterne für eines der besten alben 2010 !
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine der besten deutschen Metalplatten der letzten Jahre, 27. November 2010
Kinder-Rezension
Rezension bezieht sich auf: The Golden Bough (Audio CD)
Aus der Oberpfalz stammt die Formation, um die es hier geht. Eine Band, die sich im Moment auf dem aufsteigenden Ast befindet, obwohl Sie erst ein Album veröffentlicht hat. Es handelt sich um ATLANTEAN KODEX, die Truppe um Bandkopf und Rhythmusgitarrist Manuel Trummer, die mit ihrem wahrhaft epischen Heavy Metal den Underground verzaubert. Nach mehreren EP's und dem Livealbum "The Annihilation Of Koenigshofen" im Jahr 2009, folgt jetzt das erste Full - Length - Werk der Bayern namentlich "The Golden Bough". Man kann dabei von einer Art Konzeptalbum sprechen, denn es geht um die von Sir James George Frazer aufgestellte Theorie, die besagt, dass alle Formen europäischer Religionen (sogar das Christentum), auf magischen Kulten und Riten basieren, die bis in die Steinzeit zurück reichen. Desweiteren befasst sich Texter Manuel Trummer mit der zum Bandnamen passenden Geschichte der unter Wasser liegenden Stadt Atlantis. Begebt euch auf eine zauberhafte Reise in eine andere Welt...
Die Tour de Force beginnt mit dem von einem treibenden Galopp eingeleiteten "Fountain Of Nepenthe", welches sich später in ein breites Epos umwälzt und mit majestätischem Doomriffing und hervorragenden Gitarrenmelodien überzeugt. Gar nicht mal so selbstverständlich, als Opener ein zehnminütiges Stück zu wählen...doch Langeweile kommt zu keiner Zeit auf. Bereits mit dem ebenfalls elfminütigen "Pilgrim" erreicht die Scheibe ihren Höhepunkt. Das Stück beginnt mit zarten Naturgeräuschen, bevor sich eine monströse Riffwand vor einem auftürmt. Geschickte Breaks werden mit genialen Melodien und Breitwandriffs kombiniert. Spätestens beim göttlichen Chorus reckt man die Faust in die Luft und fühlt sich wie im metallischen Schlaraffenland. Einfach gigantisch dieses Teil! Ich gehe sogar soweit und zähle den Song zu einem der besten deutschen Metalsongs aller Zeiten. Spätestens beim dritten Hören dieses Songs bekommt man Ihn nur noch verdammt schwer aus dem Kopf.

"Temple Of Katholic Magick" wartet mit tollen Twinguitars auf und auch ein etwas aus der Reihe tanzendes Gitarrensolo ist darin zu hören. Von geheimnisvollen Chören unterstützt, fühlt man sich wirklich in einen Tempel längst vergangener Zeiten zurückversetzt. Das folgende "Disciples Of The Iron Crown" erscheint beinahe ein wenig ungewöhnlich, denn der Song ist vom Drumming her deutlich flotter gestaltet und auch der Refrain knüppelt. Außerdem ist er mit knapp über vier Minuten das kürzeste Nicht - Instrumental auf dem Album.
Kirchenglocken läuten zu Beginn von "Vesperal Hymn" und eine Zeit lang kann man Markus Becker's Stimme fast alleine hören, bevor ein Paukenschlag den Song richtig in Fahrt bringt und Ihn zu einer unwiderstehlichen Hymne macht. Ein vom dramatischen Aufbau her genial umgesetzter Song. Mit leicht mittelalterlicher Melodieführung spielt man im Namensgeber "The Atlantean Kodex", welcher Schlagzeugtechnisch ebenfalls eher heftig zur Sache geht. Ein mit seltsamem, aber doch geilem Effekt ausgestattetes Gitarrensolo bekommt man zu hören, bevor sich das Ding gegen Ende dann doch noch zu einem Ohrwurm mausert. "A Prophet In The Forest" heißt das mit 15 Minuten längste Stück des Longplayers, doch trotz der ordentlichen Länge überzeugt auch dieser Song mit gut ausgearbeiteten Melodien und diversen Tempowechseln. Am Ende steht der Titeltrack, der zwar weniger als zwei Minuten dauert, aber trotzdem nicht weniger intensiv ausfällt, als die restlichen Songs und ein würdiges Outro abgibt. Hier endet die Reise und man kehrt langsam wieder in die triste Realität zurück.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das, was ATLANTEAN KODEX da aufgenommen haben schon etwas ganz Eigenes ist. Sie verstehen es, mit mystischen Klangfarben und altertümlichen Fragmenten zu spielen und diese gekonnt mit schwerem Stahl der alten Schule zu vereinen. Auf diesem Werk gehen lyrische Finesse und Melancholie ein untrennbares Bündnis ein. Im Schaffen der Bayern sind Ähnlichkeiten zu Bands wie SOLSTICE, CANDLEMASS, WHILE HEAVEN WEPT und PAGAN ALTAR zu finden, doch im Endeffekt ziehen Sie ihr Ding durch. Sie haben auf jeden Fall etwas neues geschaffen, dass unheimlich intensiv, wahrhaft episch und ganz groß ist. Der Sound erscheint im ersten Moment etwas gewöhnungsbedürftig, doch daran gewöhnt man sich schnell, denn die Platte ist in ihrer Gesamtheit einfach zu gut, um darüber großartig Gedanken zu verlieren. Trotzdem sei gesagt, dass die Bassdrum einen Tick mehr Wumms hätte vertragen können. Aber das sind Nichtigkeiten in anbetracht der Erhabenheit dieses Gesamtkunstwerkes. Davon hört man sich auch wenn möglich keine einzelnen Songs an, sondern genießt dieses Meisterstück in Sachen Epic / Heavy Metal mit doomigem Einschlag in seiner ganzen Schönheit. Hört sich alles hochtrabend und theatralisch an, doch eigentlich ist es nur eine klare Kaufempfehlung.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen erstklassig, 30. Oktober 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Golden Bough (Audio CD)
hallo,

endlich mal wieder neuer (bzw. alter?) schwung im genre. ich hatte mir die cd aufgrund der guten beurteilungen (rockhard) gleich zur VÖ gekauft. und ich muss nach einigen vielen durchläufen sagen SPITZE!!!

die songs klingen zeitlos und majestätisch, sie werden je öfter man sie hört immer besser. langzeittest also mit bravour bestanden. der sound passt wie die sprichwörtliche faust aufs auge. man darf durchaus sagen, dass hier jetzt nichts bahnbrechend neues ertönt, aber sowas hat man schon länger nicht mehr von aktuellen bands/alben zu hören bekommen. das diese band sogar aus deutschland kommt macht das ganze für mich noch erstaunlicher.

wer z.b. auf gaaaanz alte manowar steht kommt hier auf seine kosten. das cover sowie booklet runden das ganze paket schön ab, da durchaus sehr geschmackvoll.

danke für die aufmerksamkeit
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5.0 von 5 Sternen Ganz starke Epic Metal Scheibe, 28. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: The Golden Bough (Audio CD)
Seit Jahren fragen sich Heerscharen von Fans: Wer kann das Erbe der epischen BATHORY antreten, wer den Spirit der ersten MANOWAR-Veröffentlichungen einfangen und wer sich in der Thronfolge nach oben spielen um irgendwann MANILLA ROAD würdig zu vertreten. Rückblickend haben es viele Bands versucht, aber keine hat es so richtig geschafft, in die beinahe übermächtigen Fußstapfen zu treten. Mit den deutschen ATLANTEAN KODEX versucht sich erneut eine Band das Erbe der Großen Alten anzutreten. Nach nur einem Demo und mit etlichen Vorschusslorbeeren ausgestattet, legt das Quintett nun ihr Bewerbungsschreiben in Form von “The Golden Bough” auf den Tisch.

Tief verwurzelt im traditionellen Heavy Metal der frühen achtziger Jahre, verarbeitet die Band auch noch Elemente aus Doom- und Epic Metal in ihrem Sound. Schon nach dem ersten kurzen Intro wird klar, dass ATLANTEAN KODEX gesteigerten Wert auf eine stimmige Atmosphäre legen. Die Songs auf “The Golden Bough” werden immer wieder von kleinen Intro/Outro-Sequenzen miteinander verbunden, so dass ein ganz spezieller Albumfluss entsteht. Hinzu kommt noch eine dezente, aber immer spürbare, melancholische Note, die den Hörer ein ums andere Mal berührt und Reminiszenzen an das Debüt von CANDLEMASS weckt. Um diese Atmosphäre, die beim Hören vor allem ein Gefühl von Sehnsucht vermittelt, bauen ATLANTEAN KODEX ein musikalisches Gerüst, das sich an den epischen Sachen von BATHORY und MANOWAR - zur “Into Glory Ride”-Ära - orientiert, ohne dabei plump abzukupfern.

Die Riffs sind schwer und kommen im langsamen Tempo aus den Boxen, wodurch zusätzlich ein vertrautes Doom-Feeling entsteht. Die Breaks sitzen an den richtigen Stellen, so dass die eine oder andere überraschende Wendung auch richtig in Szene gesetzt wird. Die Kompositionen selbst sind bis ins kleinste Detail durchdacht und arrangiert worden. Hier steht jede Strophe, jede zweistimmige Gitarrenmelodie und jeder Refrain an seinem ihm zugedachten Platz um den Hörer zu verzücken. Wer sich auf Songs wie den Opener “Fountain Of Nepenthe”, das grandiose “Pilgrim” oder die Bandhymne “The Atlantean Kodex” einlässt und bereit ist, die Reise mit der Band anzutreten, der wird von den Kompositionen mit ihren schönen Melodien geradezu verzaubert.

ATLANTEAN KODEX besitzen die Fähigkeit eine perfekte Balance zwischen packenden, harten Riffs, variabel eingesetztem Tempo und ruhigen, akustisch unterlegten Passagen (“The White Goddess”) zu finden. Unterstrichen wird diese Balance noch von den vielen Spannungsbögen, die die Songs von “The Golden Bough” innehaben. So wirkt beispielsweise das 15 Minuten lange “A Prophet In The Forest” zu keiner Sekunde langweilig oder vorhersehbar. Und genau das ist der große Vorteil von “The Golden Bough”. Das Songwriting von ATLANTEAN KODEX ist dermaßen überzeugend, dass man beim Genuss der Scheibe nicht das Gefühl hat, es handele sich hierbei um ein Debütalbum, dem nur ein Demo voraus gegangen ist. Freunde epischen Metals sollten sich den Namen ATLANTEAN KODEX unbedingt merken. Von der Band kann noch einiges kommen. Zunächst macht “The Golden Bough” aber erst einmal extrem süchtig.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ergreifend, eigenständig und schlichtweg hochinteressant!, 20. Januar 2011
Von 
Parsec - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: The Golden Bough (Audio CD)
Natürlich kann man nach all der positiven Berichterstattung in den Medien ATLANTEAN KODEX pauschal als den nächsten großen Hype abtun... aber meiner Ansicht nach macht man es sich damit etwas zu einfach.

Fakt ist: ATLANTEAN KODEX werden zweifellos dem selbstgesteckten Vorsatz gerecht, wirklich klassischen Metal im Spirit vergangener Tage zu spielen. Die Songs wirken alles andere als möglichst trendkompatibel nach dem altbekannten Schema F komponiert, sondern durchweg authentisch und unangepasst - ohne dabei an Eingängigkeit zu verlieren.

Musikalisch bieten ATLANTEAN KODEX erhabenen, getragenen und majestätischen klassischen Metal und komplexe, überlange Midtempo-Songs, welche einen Vergleich zu Bathory in der Wikinger-Phase (allerdings mit deutlich harmonischerem Gesang), Fates Warning (allerdings etwas eingängiger) oder meinetwegen Doomsword nahelegen. Gesanglich geht es klar und ebenfalls häufig getragen zur Sache, immer wieder auch mit einer Prise Schwermut. Aufgrund all dessen ist das gesamte Album von einer enorm epischen Atmosphäre dominiert - welche mich mitunter irgendwie an die musikalisch freilich etwas anders gelagerten Falkenbach erinnert. Womöglich drängte sich der nicht ganz naheliegende Falkenbach-Vergleich auch auf, weil beide Bands einfach sehr konsequent "ihr Ding" durchziehen und, obwohl sie musikalisch gar nicht das Rad völlig neu erfunden haben, einen höchst individuellen Stil haben.

Wer mal wieder ein Metal-Album hören möchte, dass diesen Kriterien entspricht, sollte ATLANTEAN KODEX definitiv mal eine Chance geben. Dies ist trotz aller bekannter Versatzstücke Musik, auf die man sich einlassen muss. Dieses Album ist daher nicht auf megaeingängig getrimmte möglichst leicht verdauliche Kost (wie sie einige Power Metal Truppen aus Schweden, deren Namen ohnehin jeder kennt, perfektioniert haben... *g*) und besteht auch nicht aus Songs, welche sich sofort in die altbekannten Kategorien "schnelle, harte Nummer", "Mitsinghymne" und "Ballade" einsortieren lassen und zwingend nach dem Schema Strophe-Rafrain-Strophe-Refrain-Solo-Refrain aufgebaut sind... und die allseits gefürchteten fire-desire Texte fehlen auch!

Insofern muss man ATLANTEAN KODEX eines bescheinigen: den Weg des geringsten Widerstandes geht diese Truppe nicht. Dieses Album ist authentisch und hat tatsächlich mehr Spirit als zahlreiche Alben, welche in letzten Jahren den Metal-Markt überschwemmt haben - und es ist dabei anspruchsvoll, ohne krampfhaft verkopft daher zu kommen, große Kunst eben.

Letztlich ist und bleibt es natürlich immer Geschmackssache, ich für meinen Teil muss aber feststellen, dass THE GOLDEN BOUGH eines der interessantesten Metal-Alben der letzten Jahre ist... und verdammt noch mal, es gab in den letzten Jahren einige verdammt starke Alben!
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The Golden Bough
The Golden Bough von Atlantean Kodex (Audio CD - 2012)
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