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243 von 250 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gutes Telezoom zum vernünftigen Preis
Ich suchte für meine Kombination Canon EOS 60D und EF-S 15-85 IS USM ein Telezoom. Um den preislichen Rahmen nicht zu sprengen standen 2 Objektive zur Auswahl:

- Canon EF 70-300 IS USM
- Tamron SP 70-300 VC USD

Beide habe ich ausgiebig getestet - im Folgenden meine Meinung:

Eins noch vorweg:
Die oft attestierte...
Veröffentlicht am 27. März 2011 von Thomas S.

versus
88 von 101 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht unbedingt das Gelbe vom Ei
Ich kann die vielen positiven Rezensionen nicht ganz verstehen. Ich hatte es im Vergleich zum Nikkor 70-300 an der D90.

Mal das Positive:

+ Die Abbildungsleistung ist sehr gut. Das Nikkor wird an den Rändern weicher und kontrastärmer.
Das habe ich beim Fotografieren einer Schrift fesgestellt.In der Praxis fällt es weniger auf, da...
Veröffentlicht am 10. Dezember 2011 von Siegi E


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243 von 250 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gutes Telezoom zum vernünftigen Preis, 27. März 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich suchte für meine Kombination Canon EOS 60D und EF-S 15-85 IS USM ein Telezoom. Um den preislichen Rahmen nicht zu sprengen standen 2 Objektive zur Auswahl:

- Canon EF 70-300 IS USM
- Tamron SP 70-300 VC USD

Beide habe ich ausgiebig getestet - im Folgenden meine Meinung:

Eins noch vorweg:
Die oft attestierte L-Qualität erreichen beide nicht ganz, aber die Abbildungsleistung ist in anbetracht des Preises sehr hoch.

Das Tamron ist baulich gesehen das modernere Objektiv. Kein Wunder, hat das Canon doch schon einige Jährchen auf dem Buckel. Schneller und leiser (Ring-)Ultraschallmotor, keine sich mit mitdrehende Frontlinse beim Fokusieren, sehr guter Bildstabilisator, jederzeit manuelle Eingriffsmöglichkeit in den Autofokus, mitgelieferte (aber wohl etwas zu groß geratene) Streulichtblende, 5-Jahres Garantie nach Registrierung sind Eigenschaften, die für das Tamron sprechen.

Doch entscheidend ist die Bildqualität. Und hier liegen beide auf annähernd gleichem Niveau. Das Tamron ist in der Bildmitte sehr scharf und hält dies auch zu den Bildrändern hin auf hohem Niveau, während das Canon zu den Rändern hin etwas nachlässt. Das Tamron hat dafür eine leichte Tendenz zur Überbelichtung in manchen Situationen. Dies kann aber im Nachhinein per Bildbearbeitungssoftware leicht korrigiert werden. Dafür ist das Canon sehr streulichtanfällig. Eine (extra zu zahlende) Streulichtblende ist hier Pflicht, sonst wirken die Aufnahmen bei ungünstigen Lichteinfall doch recht flau. Das Tamron ist deutlich schwerer und für kompaktere DSLRs weniger geeignet, da die Kombi hier zu vorderlastig wäre. Bei der 60D o. dem Nikon Pendants passt es haptisch prima. Beim Canon hat man noch den Vorteil eines Originalteils, aber das Tamron scheint in Sachen Kommunikation mit dem Gehäuse keine Probleme zu haben. Der Autofokus ist bei beiden sehr treffsicher, vorausgesetzt die Lichtmenge stimmt. Sonst kann`s etwas länger dauern.

Letztendlich habe ich mich für das Tamron entschieden, das hier das Gesamtkonzept besser passt. Für den Preis hat sich das Tamron 5 Sterne verdient.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lohnenswerte Investition, 18. Juni 2013
Zu meiner DSLR sollte zu gegebener Zeit auch noch ein Teleobjektiv hinzukommen. Anforderungen waren ein universales Objektiv, Lichtstärke war zweitrangig. Nachdem ich bislang keine Erfahrungen im Telebereich hatte und mir auch nicht klar war, wie stark ich ihn überhaupt nutze, sollte sich der Preis auch in akzeptablen Grenzen halten. Anforderungen waren zudem ein IS.

Zur Auswahl standen damit das Canon EF-S 55-250, das Canon EF 70-300 und das Tamron 70-300 VC USD.

Das EF-S 55-250 schied aufgrund des AF-Motors, der drehenden Frontlinse und des Plastikbajonetts aus. Zudem waren mir die 55mm unten nicht so wichtig. Also blieb die Endauswahl zwischen dem Canon 70-300 und dem Tamron 70-300. Nach einigen Recherchen hat letztlich das Tamron gesiegt und so lag es zu Weihnachten bei mir unter dem Christbaum. Betrieben wird es an einer EOS 600D und hat seitdem um die 1000 Bilder geliefert.

Das Tamron hat bei 70mm eine Offenblende von f/4, die sich bei 300mm auf f/5,6 verringert. Hier ist es gleichauf mit dem Canon. Den Ausschlag für die Entscheidung haben letztlich die Berichte über die Bildqualität sowie die feststehende Frontlinse geben.

Lieferumfang:

Das Objektiv kommt gut verpackt mit einer Gegenlichtblende daher. Beim vergleichbaren Canon-Modell würden hierfür noch einmal um die 35€ fällig werden.

Haptik:

Der erste Eindruck nach dem Auspacken war sehr gut. Das Objektiv besteht aus Plastik, macht einen stabilen und solide verarbeiten Eindruck, nichts klappert, nichts wackelt. Es liegt gut in der Hand. Die nicht zu unterschätzende Größe war bekannt, ebenso das Gewicht und die beachtliche Gegenlichtblende.

Befürchtungen, dass das Objektiv für eine 600D zu groß ist, haben sich nicht bewahrheitet. Die Kamera lässt sich noch gut am Schulterriemen tragen. Eine übermäßige Frontlastigkeit ist mir bislang nicht negativ aufgefallen. Beim Fotografieren ist ohnehin eine Hand am Zoomring. Ebenso ist es vom Gewicht auch noch in einer Liga, dass man es auf Wanderungen auf Verdacht mitnehmen kann.

Optische Leistung:

Das wichtigste ist natürlich die Frage, was das Objektiv für Bilder liefert. Und was soll ich sagen: ich bin sehr zufrieden. Über alle Brennweitenbereiche liefert das Objektiv eine sehr gute Bildqualität. Bei 300mm werden die Bilder bei Offenblende etwas weicher, ansonsten ist auch bei Offenblende schon eine sehr gute Bildqualität gegeben.

Bildstabilistor:

Hier hat mich natürlich interessiert, was es mit dem oft berichteten "Festnageln" auf sich hat. Die Feststellung: das Bild sitzt wirklich richtiggehend festgehalten. Der Bildstabilisator braucht allerdings gefühlt eine Sekunde, bis er richtig angesprungen ist. Er gibt leichte Geräuche ab.

AF:

Das Objektiv kommt mit einem USD genannten Ultraschallantrieb daher. Der AF sitzt in allen Brennweitenbereichen. Die Geschwindigkeit ist hoch, auch rennende Hunde und fliegende Vögel stellen für den AF kein Problem dar. Gegenüber seinen Canon- und Sigma-Pendants ist er allerdings für einen USD recht laut.

Sonstiges:

Das Objektiv besitzt ein Metallbajonett.

Es ist zudem definitiv kein Makro! Die Naheinstellgrenze liegt bei 1,5m.

Das Objektiv besitzt keinen Fokus-Lock-Schalter, bislang habe ich ihn auch nicht vermisst. Der Tubus fährt allenfalls beim Gehen ganz langsam aus, wenn das Objektiv nach unten hängt. Ein automatisches Aus- und Einfahren beim Fotografieren außerhalb der Extrempositionen, wenn die Hand nicht am Fokusring ist, wie es mein Canon 15-85mm macht, treten bislang nicht auf.

Beim Registrieren erweitert sich die Garantie auf 5 Jahre.

Pro:

* Verarbeitung
* Bildqualität
* Bildstabilisator
* USD
* Gegenlichtblende im Lieferumfang (eigentlich schade, aufgrund der Canon-Produktpolitik dies als explizieten Pluspunkt erwähnen zu müssen.)

Contra:

* Etwas weich bei 300mm und Offenblende (f/5,6)
* Lichtstärke: wer oft am langen Ende in lichtkritischen Situationen unterwegs ist, den wird die Offenblende von f/5,6 stören.

Neutral:

* Der Filterdurchmesser beträgt 62mm. Wer eine Canon DSLR besitzt, wird diesen Durchmesser als ungewöhnlich empfinden. Eine Neuanschafftung von Filtern oder von Adapterringen wird daher notwendig.

Fazit:

Für mich ist das Objektiv eine lohnenswerte Investition, die ich so auch wieder tätigen würde. Es macht Spaß, damit zu fotografieren.

Ansonsten kenne ich weder das Canon 70-300 noch das Canon 70-300 L aus eigener Erfahrung und kann daher keine Vergleiche mit beiden vornehmen. Auf den Gedanken eines Umstiegs auf das 70-300 non L komme ich garantiert nicht. Wie es mit der fast-L Bildqualität des Tamron steht, von der in den Foren berichtet wird, kann ich nicht beurteilen. Ich vermute, es kann das 70-300 L nicht wirklich ersetzen, dies spielt aber auch in einer ganz anderen Preisliga.
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287 von 307 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Canon L-Qualität zu fairem Tamron-Preis, 20. April 2012
Von 
Oliver Melchior (Steinbach-Hallenberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als Fotograf, der mit seinen Bilder lediglich im Nebengewerbe Geld verdient, bin ich einerseits auf erstklassige Leistung angewiesen, andererseits muss man natürlich auch auf das Geld achten. Somit ist für mich das Preis-Leistungs-Verhältnis entscheidend, ob ich entsprechendes Fotozubehör kaufe oder nicht.
Da ich auch gerne mal Brennweiten über 70mm für Portraits verwende, aber sowieso ein universelles Telezoom für Unterwegs (Reisen, etc.) benötigte, suchte ich nach einem Objektiv, welches mir sowohl für die professionellen Arbeiten, als auch im privaten Bereich treue Dienste leisten könnte. Genutzt werden die Objektive dabei hauptsächlich auf einer EOS 60D von Canon. Testkandidaten waren dabei das Canon EF 70-300 L IS USM und das neue Tamron SP 70-300 VC USD. Warum ich mich letzten Endes für das Tamron entschieden habe, folgt in dieser Rezension.

1. Optik / Haptik / Verarbeitung

Qualitätsmäßig machen sowohl das Canon-Original, als auch die Tamron Linse einen sehr hochwertigen Eindruck. Die gewählten Materialien, aber auch die Verarbeitung ist dabei auf nahezu identischem Niveau. Die angenehm gummierten Zoom- bzw. Fokusringe laufen geschmeidig und ohne Ruckeln. Auch der Widerstand ist angenehm, nicht zu fest und auch nicht zu leichtgängig. Dennoch macht das Canon-Zoom auf den ersten Blick einfach mehr her. Die weiße Farbe und der rote Ring stehen noch immer hoch im Kurs der Fotografen, denen Prestige und Leistung wichtig sind. Doch mal ganz vom Prestige abgesehen, zählen für mich harte Fakten und da gehören für mich neidische Blicke anderer Canonisten nicht dazu. Beide Objektive werden mit einem stabilen Metallbajonett und einer Gegenlichtblende ausgeliefert. Etwas Eingewöhnung bedarf es für eingefleischte Canon-User bei der Verwendung des Tamron, denn zum Einen verläuft die Zoom-Skala genau seitenverkehrt zu Canon-Objektiven und zum anderen sind Zoom und Fokusring vertauscht, wenn man sonstige L-Linsen in Betracht zieht. Da ich aber aus dem ehemaligen Konica-Minolta-Lager stamme, stellte dies keinerlei Hürde oder Entscheidungskriterium dar. Beim Gewicht hat Tamron die Nase vorne, ist es doch um ein paar Gramm leichter, als das Canon L. Probleme mit, von selbst ausfahrenden Tubussen existieren nicht, dazu sind beide Zooms zu straff ausgeführt (wie es nach ein paar Jahren Nutzung aussieht lässt sich natürlich nicht sagen).

2. Ausstattung

Wie bereits erwähnt, bieten beide Objektive Metallanschluss und Gegenlichtblende (Canon: Standardblende, Tamron: blütenförmige Gegenlichtblende), wobei die Blende des Tamron sehr üppig ausfällt, was schon oft zu interessierten Blicken und Fragen geführt hat. Des Weiteren verfügen beide Kontrahenten über einen Ulraschall-Autofokus (bei Canon Ring-USM genannt, bei Tamron USD) welcher zum Einen sehr schnell und präzise arbeitet und zum Anderen sehr leise seinen Dienst verrichtet. Unterschiede sind nur sehr marginal festzustellen. Das Canon ist vielleicht einen Tick schneller, dafür trifft das Tamron auch bei schlechterem Licht häufiger den anvisierten Punkt. Zudem haben Canon und Tamron ihre professionellen Optiken (L bzw. SP Serie) mit hinreichend Spezialgläsern bestückt, die Bildfehler vermeiden oder abmildern sollen. Doch dazu mehr im Abschnitt "Bildqualität". Wichtiger im Bereich der Telezooms ist der Bildstabilisator. Hier leistet sich keiner der Beiden eine echte Schwäche. Dennoch muss man klar das Tamron favorisieren. Zwar ist der Stabi etwas lauter, als der des Canon, doch er nagelt das Bild regelrecht im Sucher (und damit auch auf dem Sensor) fest. Es ist schon beeindruckend, wie die Tamron-Ingenieure dahingehend ihre Hausaufgaben gemacht haben. Mit ruhiger Hand gelingen einem verwacklungsfreie Aufnahmen bis hin zu 1/40 Sekunde ... und das bei wohlgemerkt 300mm Brennweite (äqv. 480mm KB)! Für Videoaufnahmen hingegen sind beide Stabilisatoren weniger geeignet, da sie doch den einen oder anderen Ruckler produzieren, wenn der Stabi "nachzieht". Den größten Pluspunkt hinsichtlich Ausstattung erzielt das Canon bei der Abdichtung gegen Feuchtigkeit und Staub, da es wie alle L-Linsen komplett Wettergeschützt daherkommt. Nichts desto trotz finden sich nach mehreren Monaten Nutzung auch auf dem Tamron keine Staubeinschlüsse und auch Nieselregen hat dem Objektiv bisher nicht geschadet auch wenn es nicht offiziell als wetterfest bezeichnet wird.

3. Bildqualität

Der wohl wichtigste Punkt. Im Gegensatz zu Einsteiger-Zooms, wie dem Canon 55-200, dem Canon 70-300 IS (ohne L), dem Sigma 70-300 APO oder dem alten Tamron 70-300, kann man bei beiden Objektiven einen deutlichen Gewinn an Bildqualität verbuchen. Die Schärfe der beiden Linsen ist auf extrem hohen Niveau und erreicht bei allen Blenden (ja, auch bei Offenblende 4 - 5,6!) fast Festbrennweitenniveau; Abblenden bringt somit keine wirkliche Verbesserung mehr. Einen Gewinner kann man hier nicht ausmachen, da beide Objektive gleiche hervorragende Leistungen zeigen. Bildfehler sind ebenfalls sehr gut korrigiert. Hier hat das Canon einen kleinen Vorsprung. Auch bei größten Kontrastkanten konnten keine Chromatischen Abberationen (Farbfehler - Farbränder) erzwungen werden. Doch auch das Tamron ist hier nicht schlecht. Nur wirklich extreme Hell-Dunkelgrenzen zeigen einen leichten Farbsaum. Dieser ist aber nur in 100% Ansicht zu erahnen und auch in 1min in Photoshop korrigiert. Aber auch Abblenden um 1 EV löst jegliche CA-Probleme (welche man nicht mal so nennen kann). Im Normalfall treten CAs aber nicht auf. Die Verzeichnung ist bei beiden Objektiven kaum wahrzunehmen. Eine leichte Tonnenform ist am kurzen Ende bei 70mm zu erahnen ... mehr aber auch nicht. Da beide Objektive für Vollformat geeignet sind, aber am Crop (APS-C Sensor) getestet wurden, spielt auch die Vignettierung keine Rolle. Sie ist schlicht und einfach nicht sichtbar. Weder am langen, noch am kurzen Ende; weder bei Offenblende, noch abgeblendet. Flares und Ghostings halten sich ebenfalls sehr gut in Grenzen. Bei aufgesetzter Sonnenblende stellen diese Reflektionsfehler keinerlei Problem dar. Bei abgesetzter Blende neigt dann ehr das Canon zu den Blendenflecken, wenn auch nur in sehr geringem Maße. Ebenfalls für viele Fotografen entscheidend ist das Bokeh. Auch wenn Blende 4 bis 5,6 nicht gerade Lichtstark sind und damit nicht perfekt für eine gute Unschärfe, so verhilft einem dennoch die große Brennweite und die Offenblendtauglichkeit der Objektive zu schönen unscharfen Hintergründen. Auch wenn die Unterschiede nur marginal und damit "Meckern auf hohem Niveau" sind, so setzt sich im Bereich Bokeh das Tamron etwas besser durch. Ob es an den 9 abgerundeten Blendenlamellen liegt (Canon: 8), kann ich nicht sagen. Jedenfalls wirkt es einen Tick weicher und angenehmer, als das des Canon. Hinsichtlich der Farbgebung, bildet das Tamron etwas wärmer als das Canon ab. Das Canon wirkt hier neutraler, aber auch kühler. Die Farbgebung bleibt aber dann doch ehr Geschmackssache und mir gefällt der wärmere Ton des Tamron.

4. Fazit

Das Tamron ist ein wirklich beachtliches Objektiv, welches sich in keinster Weise hinter dem mehrfach teureren Canon verstecken muss. Bildfehler halten sich in Grenzen oder um es besser auszudrücken; im normalen Fotoalltag treten keine Fehler auf. Die Verarbeitung ist auf ähnlich hohem Niveau, wie bei Canons L-Serie, selbst wenn hier nur Kunststoff verarbeitet wird. Die Schärfe ist extrem gut in allen Brennweitenbereichen. Und auch Kontraste und Farben stellt das Objektiv bis hin zu 300mm sehr gut dar, was für Zooms in diesem Brennweitenbereich nicht unbedingt üblich ist. Auch wenn das Canon in einigen Bereichen einen kleinen Hauch Vorsprung für sich verbucht und sicher prestigeträchtiger ist, als ein Tamron "Made in China", so finde ich den Aufpreis nicht gerechtfertigt. Tamron beweißt mit dem SP 70-300 USD, dass man auch in einem sehr fairen Preisrahmen qualitativ hochwertige Objektive bauen kann.
Empfehlen kann man diese Optik jedem ambitionierten Hobbyfotografen und Semiprofi. Auch Aufsteiger, die mit der Bildqualität der Kit-Zooms nicht mehr zufrieden sind, kann man dieses Objektiv bedenkenlos ans Herz legen. Die Bilder werden sicher davon profitieren, zumal man wirklich erkennbare Unterschiede zu günstigen Kitlinsen sehen kann und nicht nur von theoretischen Verbesserungen sprechen muss. Vollprofis und hauptberufliche Fotografen werden aus Prestigegründen, Canon-Treue und Wetterschutz wohl doch ehr zum roten L-Ring greifen.
Die einzige Schwachstelle, sowohl bei Canon, als auch Tamron, bleibt die Lichtstärke. Sie ist mit Blenden zwischen 4 und 5,6 nicht besonders hoch und macht die Objektive bei dunklen Lichtverhältnissen nur bedingt empfehlenswert (mit höherer ISO funktioniert aber auch das ... der AF hatte jedenfalls trotz schwacher Lichtstärke kaum Probleme).
Warum ist es nun das Tamron geworden? Es bietet annähernd gleiche Leistung wie das Canon, ist in wenigen Punkten sogar besser. Es ist ein deutlicher und vor allem spür- und sichtbarer Aufstieg aus der günstigen Einstiegsliga (Canon 55-200 / 70-300 IS, Sigma 50-200 / 70-300, Tamron 70-300 alt) mit dem man durchaus professionell arbeiten kann. Zudem kostet es nur den Bruchteil des L-Objektivs. Und Tamron legt mit der Garantie über 5 Jahre (!) noch einen Hammer drauf, selbst wenn man sich dafür zwangsweise registrieren muss. Es ist einfach ein unschlagbares Angebot zu einem Klasse Preis-Leistungs-Verhältnis.

MFG Oliver
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38 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine gute Linse für relativ wenig Geld, 5. September 2012
Von 
Schnöppl - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tamron SP70-300 F/4-5.6 Di USD Objektiv für Sony Kameras (Zubehör)
Ich war auf der Suche nach einem guten, aber auch leistbaren Tele, weil mir die 200 mm meines
Sigma 18-200mm oft schon zu kurz waren und auch die Bildqualität am langen Ende eher schwach ist.
Weil mir das Sony 70-300 G-Serie einfach zu teuer war, blieben nicht viele Alternativen.
Die billigsten Linsen von Sigma und Tamron ließ ich aus dem Rennen, etwas bessere Qualität
wollte ich schon haben.
Neben dem Sony SAL 75-300 habe ich auch das viel gelobte SP 70-300 USD von Tamron getestet.

---DAS "SP" STEHT FÜR SUPER PERFORMANCE---

Laut Tamron bieten die "SP"-Objektive eine hochwertigere optische und mechanische
Qualität. Der erste Eindruck beim Auspacken ist vielversprechend, die Linse ist durch die Größe
und das Gewicht von ca. 770 g im Vergleich zum Sony ein richtiger Brocken.

Die Verarbeitung wirkt sehr hochwertig, nichts wackelt, die mitgelieferte Gegenlichtblende
ist stabil und sitzt perfekt. Der angenehm breite Zoomring läuft durchgehend sehr geschmeidig
mit gleichmäßigem Widerstand, der (noch) stark genug ist, dass der Tubus in hängender Position
(noch) nicht von alleine ausfährt.

---DER FOKUS SITZT---

Anfangs ungewohnt ist die Lage des Fokusrings, der nicht ganz vorne, sondern zwischen
Zoomring und Bajonett liegt. Das macht die Bedienung beim manuellen fokussieren um vieles
einfacher, zumal auch im AF-Betrieb jederzeit manuell nachjustiert werden kann.
Der Fokusring selbst ist leichtgängig und sehr gut dosierbar.

Tamrons USD-Antrieb arbeitet leise, schnell und meist präzise. Wer auch Videos aufnimmt
wird damit seine Freude haben. Im Gegensatz dazu "reißt" der laute AF vom Sony
sprichwörtlich am Objektiv - zwar recht schnell, aber leider auch laut.

Der AF ist gut justiert und sitzt bis auf wenige Ausnahmen ziemlich gut.

---ALLER ANFANG IST SCHWER---

Die Umgewöhnung von maximal 200 auf 300 mm war für mich schwieriger als gedacht,
anfangs waren ziemlich viel unscharfe Fotos dabei, wobei ich die Schuld zuerst
fälschlicherweise beim Objektiv gesucht habe und nicht bei mir, aber auch ein Bildstabilisator
kann keine Wunder wirken! ;)

Nach mittlerweile einem dreiviertel Jahr und etwas Übung gelingen sehr viel mehr
Fotos als zu Beginn, auch freihändig ohne Einbein, also nicht gleich aufgeben, wenn
zu Beginn viel Ausschuss dabei ist.

---DIE OPTISCHE LEISTUNG ÜBERZEUGT TROTZ KLEINER SCHWÄCHEN---

Wichtig für mich ist die Abbildungsleistung am langen Ende jenseits der 200 mm.
Voll ausgefahren und bei ganz offener Blende zeigt das Tamron je nach Situation wie zu
erwarten leichte Schwächen. Manche (nicht alle) Bilder wirken etwas flau und/oder leicht unscharf.
Abgeblendet auf F/8 überzeugt das Objektiv aber voll und ganz. Knackig scharf bis an
den Rand, auch bei 300 mm, so muss das sein.

Sehr positiv überrascht war ich von der Korrektur der Chromatischen Aberration.
Beim Sony sehr deutlich und teilweise störend, konnte ich beim Tamron bis jetzt nicht
den Hauch eines Farbsaumes erkennen - Dafür beide Daumen hoch.

---FAZIT---

"Super Performance" verspricht Tamron bei seinem SP 70-300 USD Teleobjektiv.
Und tatsächlich ist die Performance nicht zu verachten. Wer sich kein G-Objektiv von Sony
leisten kann oder will, der ist hier richtig.
Die kleinen Schwächen bei Offenblende sind verschmerzbar und durch Abblenden komplett
ausgleichbar, das Preis- / Leistungsverhältnis überzeugt auf ganzer Linie.

Volle Punkte und volle Empfehlung
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen eine Alternative mit (großen) Vor- und (kleinen) Nachteilen, 19. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich möchte in aller Kürze das Tamron AF 70-300 VC mit dem Nikkor 70-300 VR vergleichen.
(Gleich vorab: auf dem Stativ gab es zwischen meinen beiden Objektive übrigens keinen Unterschied!)

Die Vorteile des Tamron:

+ der Verwackelungsschutz

Der wirklich größte Vorteil ist der Verwackelungsschutz (VC) im Tamron - dieser ist dem Verwackelungsschutz (VR) des Nikkor haushoch überlegen. (Nicht verwechseln: der VC von Tamron fängt schon ab halb gedrücktem Auslöseknopf voll an zu arbeiten, der im Nikkor arbeitet da erst in einer "Stufe 1" und geht erst beim Auslösen zum vollen Ausgleichen über - das meine ich nicht!)
Mit dem Tamron sind Aufnahmen ab 250mm aus der Hand kein Problem. Ich habe (bei gleichen Bedingungen) nur so wenige verwackelte Bilder wie ich beim Nikkor scharfe produzieren kann. Hierbei ist das Tamron echt unschlagbar!

+ die Geschwindigkeit

Das Nikkor ist nun wirklich nicht langsam, bis 250mm ist es sogar "sauschnell" - aber eben nur bis 250mm. Danach schwächelt das Nikkor und das Tamron ist erheblich schneller. Ich denke unterhalb der 250mm sind sie sich ähnlich (wenngleich ich auch hier das Tamron leicht im Vorteil "fühle").

+ 5 Jahre Garantie

Tamron bietet (bei Registrierung innerhalb 2 Monate ab Kauf) 5 Jahre Garantie. Da fühl(t)e ich mich als Nikon-Kunde schon von der Tatsache veräppelt, dass das Nikkor diese Garantie in USA auch bekommt - aber wir Europäer sind für Nikon wohl "Kunden zweiter Klasse".

Die Nachteile des Tamron:

- es ist keine Tasche dabei

Die beim Nikkor mitgelieferte Tasche ist praktisch, aber ohne kann man vermutlich auch leben.

- man muss mehr in die Belichtung eingreifen

Sprich: ich korrigiere an der D90 die Belichtung meist auf -0,7 manchmal auf -1,0 wobei ich beim Nikkor nur auf -0,3 gehen musste. Aber Eingreifen muss man eh oft genug und daran gewöhnt man sich dann schnell.

- keine Dichtung am Bajonett

Das Tamron hat im Gegensatz zum Nikkor keine Dichtung am Bajonett. Ob ich die brauche? Nun, das lässt sich schlecht so einfach sagen. Vermisst habe ich sie noch nicht, aber ganz unsinnig ist sie wohl auch nicht.

Das Fazit:

Ich habe mich aufgrund des weitaus besseren Verwacklungsschutzes fürs Tamron entschieden und das Nikkor wieder verkauft. Am Ende zählen die Bilder - und verwackelte sind eben nicht so gut wie scharfe!
Außerdem bekommt der Kunde bei Tamron noch 5 Jahre Garantie - da sagen ich "DANKE!" und greife gerne zu!

(Warum dann nur 4 Sterne? Nun, das Nikkor 70-300 hätte auch nur 4 bekommen und "perfekt" ist auch das Tamron nicht!)
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149 von 161 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Keinerlei Probleme an Nikon D7000 - Hammerscharf auch bei 300mm, 8. Juli 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mit gemischten Gefühlen hatte ich das Tamron bestellt, liest man doch sehr oft, dass es an Nikonkameras gerne zu Unterbelichtungen kommen soll (die man zwar bei Tamron kostenlos nachbessern lassen kann, aber da ist ja zusätzlicher Aufwand mit verschicken, warten etc).

Aber meine Skepsis war unbegründet, mein Exemplar weist keine Unterbelichtungsprobleme an der D7000 auf, der Fokus sitzt 100% (mit Traumfliedertest geprüft) und selbst bei 300mm Brennweite ist es rattenscharf schon bei Offenblende!
Der VC (Antiwackel) ist extrem wirksam. Es sieht fast aus, als wenn das Bild festgenagelt wäre, wenn er zupackt, einfach grossartig!
Der AF ist sehr schnell, der Motor fast unhörbar.
Lediglich den VC hört man (nicht störend), wenn er arbeitet.

Vor dem Tamron hatte ich das Nikkor 70-300VR. Dieses hatte ich verkauft, weil ich mit der Schärfe oberhalb 200mm unzufrieden war.
Das Tamron hingegen überzeugt auf ganzer Linie und es gibt sogar 5 Jahre Garantie, wenn man sich bei Tamron registriert!
Von der Bedienung, der Haptik und dem Wertigkeitsgefühl steht für mich das Tamron den Nikkor in nichts nach.

Mein Fazit: Das Tamron ist für mich klar das beste 70-300!

Update: Inzwischen nutze ich die Linse an der D600. Auch hier an der Vollformat (FX) eine astreine Wahl, ich habe nix zu Meckern! - siehe Foto vom Haubentaucher mit Beute.
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47 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Leistung - aber Unterbelichtung!, 21. Dezember 2010
Hallo,

ich nutze das Tamron an einer Nikon D700. Meine Ansprüche an eine hohe Bildqualität sind aufgrund meiner ansonsten ausschließlichen Nutzung guter Festbrennweiten extrem hoch. Insgesamt gefällt mir das Tamron 70-300mm VC sehr gut. Folgende Gründe führen zu diesem Urteil:

1. Bildstabilisator: dieser funktioniert großartig. Ohne Probleme kann ich bei 300mm noch mit einer 30stel Sekunde belichten und das Bild verwackelt nicht.

2. Autofokus: Er ist nicht der schnellste, aber - zumindest bei meinem Exemplar - allen Anschein nach sehr exakt und treffsicher, auch bei schlechteren Lichtverhältnissen

3. Brennweitenbereich: Dies ist zwar eine sehr individuelle Sache, aber ICH finde den Brennweitenbereich sehr gut! Der Unterschied zwischen 70 und 300mm ist schon gewaltig, zwischen 200 und 300mm tut sich nicht arg viel. Ein Zoom bietet sich im Telebereich einfach an, da man mit längeren Festbrennweiten immer unflexibler wird.

4. Bildschärfe: Natürlich kommt die Bildschärfe nie an die einer guten Festbrennweite heran. Der 12-MP-Sensor der D700 scheint zu keinem Zeitpunkt voll aufgelöst zu werden. ABER: Die Bildschärfe ist auch bei Offenblende schon sehr brauchbar (besonders bei 300mm!), abgeblendet kann man wirklich ziemlich gute Ergebnisse hinbekommen.

Die Verarbeitung ist absolut ok. Störend ist die große Sonnenblende.

Doch was verwehrt dem Objektiv die 5-Sterne-Bewertung?
Die Belichtung.

Ich weiß nicht warum, aber ich muss etwa eine 2/3 Blende länger belichten als bei meinen anderen Objektiven, um dieselbe Bildhelligkeit bzw. eine ausgewogene Belichtung zu erhalten. Wenn der Strich auf der Belichtungsskala in der Mitte steht, ist das Bild deutlich unterbelichtet.
Das finde ich sehr ärgerlich, weil man von nun an ständig darauf achten muss, dass man auch ja etwas mehr belichtet. Man kann zwar einfach die Belichtungskorrektur der Kamera dafür benutzen, aber spätestens bei konstrastreichen Szenen muss die Spotmessung ran oder gezielte Akzentuierungen der Belichtung sind nötig. Das Tamron mit seiner Unterbelichtung erschwert dieses Vorhaben. Dafür ein Stern Abzug.

Die Verzeichnung nimmt von 70 bis 300mm stetig zu und erfordert bei Architekturaufnahmen eine Korrektur. Dramatisch ist diese Verzeichnung aber nicht.

Fazit: Wäre die Unterbelichtung nicht, würde das neue Objektiv von Tamron volle fünf Punkte verdienen. Es ist scharf, hat einen tollen Bildstabilisator und fokussiert zuverlässig. Dazu geht der Preis in Ordnung.
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75 von 82 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abbildungsleistung ist besser als erwartet, Bildstabilisator arbeitet hervorragend, 14. Januar 2011
Ich suchte Ende 2010 nach einem Telezoomobjektiv, das weiter als nur bis 200mm Brennweite reicht. Wichtig war mir ein gut funktionierender Bildstabilisator und natürlich gute Abbildungsleistungen bei der längsten Brennweite des Objektivs. Mein Favorit war zunächst das 100-400mm von Canon, das durchaus in meine Budget-Planung gepasst hätte. Ich habe also einen örtlichen Fotohändler aufgesucht und das 100-400 mm von Canon ausgiebig getestet. Der Händler hatte aber auch ein erstes und einzelnes Exemplar des Tamron 70-300mm VC im Laden (Mitte November 2010). Da es mindesten bezüglich des Brennweitenbereichs in Betracht kommen konnte und bereits viel Gutes berichtet wurde, habe ich auch dieses mit gleichen Einstellungen und unter denselben Bedingungen getestet. Das gefiel dem Verkäufer überhaupt nicht. Der immer wieder betonen musste: "Das ist eine ganz andere Klasse." Stimmt, alter Luxus von 1998 wird hier mit einer modernen Sparversion von 2010 verglichen.

Nun könnte man meinen hier werden Äpfel mit Birnen verglichen. Das mag für den mechanische Aufbau und das Markenimage gelten, nicht aber für die optischen Leistungen. Mit diesem Objektiv hat Tamron ordentlich aufgeholt, wenn nicht mehr.

Als ich die Ergebnisse der beiden Objektive am heimischen PC verglichen habe, gab es bezüglich Schärfe, Farbwiedergabe und CA kaum Unterschiede. Nur das Verhalten des Canon 100-400 mm bei Gegenlicht war eindeutig besser.

Der entscheidende Pluspunkt des Tamron 70-300 VC ist der Bildstabilisator. In diesem Punkt liegen zwischen den beiden Objektiven mehr als 10 Jahre Entwicklungsgeschichte. Bis ich mich zum Kauf des Tamron durchgerungen hatte, war das Einzelstück bei meinem örtlichen Händler leider bereits verkauft. Internetanbieter versprachen eine schnellere Lieferbarkeit als mein Vorortfotohändler, noch vor Weihnachten. Das hat leider nicht ganz geklappt, aber Ende Dezember 2010 hielt ich dann mein Tamron 70-300mm VC in der Hand.

Zu meinem Erstaunen war die Schärfeleistung nochmals besser als beim ersten Test im November. Damals habe ich mit der Entscheidung gezögert. Ich bin jetzt froh, dass ich über den Bestellweg ein nochmals besseres Exemplar erhalten habe.

Die Schärfe ist über den gesamten Brennweitenbereich hervorragend. Das gilt bis hin zu den Bildecken, wobei ich einschränkend sagen muss, dass ich derzeit nur mit einer EOS 550D fotografiere. Da es sich um ein Vollformatobjektiv handelt, haben meine Erfahrungen diesbezüglich auch nur eingeschränkte Bedeutung. Gleiches gilt für die Vignettierung von der an meiner Kamera nichts zu spüren ist. Auch die bereits von ersten Testern festgestellt Verzeichnung ist zumindest am Crop-Sensor nicht negativ zu spüren.

Der Bildstabilisator arbeitet, wie schon mehrfach erwähnt, beim Fotografieren ganz hervorragend. Mit einer Brennweite von 300mm lassen sich scharfe Bilder mit 1/30s Belichtungszeiten sicher erreichen. Aber auch längere Belichtungszeiten sind mit etwas Ruhe noch scharf aus freier Hand möglich. Wenn der Bildstabilisator aktiv ist, dann ist das deutlich akustisch wahrnehmbar, aber meinem Empfinden nach nicht störend.

Der Autofocus ist zwar nicht superschnell, aber so schnell wie man es von einem durchschnittlichen Ultraschallantrieb erwarten kann und sehr treffsicher. Das Geräusch des Autofokus ist vergleichbar mit meinen USM-Canon-Objektiven (50/1,4 und 60/2,8 Makro), also ebenfalls wahrnehmbar aber leise.

In anderen Rezensionen wurde auf eine regelmäßige Unterbelichtung hingewiesen. Diese Erfahrung habe ich bislang (ca. 150 Aufnahmen) nicht gemacht.

Weiterhin wurde mehrfach die Anfangsblende diskutiert. Da bieten andere Hersteller auch nichts anderes an, mal abgesehen vom deutlich schwereren und größeren 100-300 /4 von Sigma ohne Bildstabilisierung. Alle helleren Telezoom-Objektive sind ohnehin absolut nicht vergleichbar.

Das Objektiv liegt im Vergleich zu anderen 70-300mm-Objektiven gut in der Hand, weil es einen relativ großen Durchmesser hat. Dabei ist das Objektiv wegen der verwendeten Materialien im Verhältnis zu den Abmessungen noch ziemlich leicht. Bei der Konstruktion seines ersten USM-Objektivs hat Tamron offenbar viel Platz benötigt. Dem Gehäuseumfang steht eine relativ kleine Frontlinse mit einem 62mm-Filtergewinde gegenüber. Tamron liefert zu seinen Objektiven jeweils eine Gegenlichtblende, die für den Transport umgekehrt auf das Objektiv gesetzt werden kann. Daraus ergibt sich die überdimensional groß wirkende Gegenlichtblende, die in manchen Rezensionen bereits kritisiert wurde. Zudem deckt sie umgekehrt montiert den Zoom-Ring komplett ab. Also mit Gegenlichtblende in Transport-Position, lässt sich nicht eben mal schnell ein Schnappschuss machen, wenigstens nicht mit Nutzung des Zooms.

Der deutliche Unterschied in der Abbildungsleistung zwischen dem ersten Exemplar, das ich im November testete, und meinem erst Ende Dezember verzögert ausgelieferten Objektiv, lässt vermuten, dass Tamron noch Nachbesserungen vorgenommen hat. Auch die ersten Tests der Canon-Variante des neuen Tamron-Objektivs auf englischsprachigen Internet-Seiten zeigen schlechtere Abbildungsleistungen als mein Exemplar sie liefert.

Solange ich dieses neue Tamron-Objektiv mit einer Crop-Sensor-Kamera verwende, kann ich sehr zufrieden sein. Alles Weitere wird sich später ergeben. Ich kann wenigsten für die Canon-Variante des Tamron 70-300mm VC eine klare Kaufempfehlung geben.

--- INFO nur für Filmer -------------------------------------------------

Hier noch ein paar Anmerkungen für diejenigen, die mit der DSLR auch filmen. Diese Punkte sind keine Grundlage meiner Bewertung und nur als Ergänzung gedacht.

Zum Filmen ist der Bildstabilisator nicht geeignet. Wenn der Stabilisator durch größere Bewegungen (Schwenk, aber auch leichtes Mitführen bei Motivbewegungen) aus dem Regelbereich kommt, dann ist der Regelübergang recht abrupt.

Bezüglich der manuellen Bedienung von Zoom- und Schärfering bin ich von den Tokina-Objektiven verwöhnt. Die manuelle Schärfe lässt sich mit etwas Gefühl bei dem Tamron 70-300mm VC noch sanft genug bewegen, sodass man die Schärfeebene während des Filmens verändern kann. Beim Zoom-Ring hingegen ist ein gewisser Anfangswiderstand zu überwinden. Das führt am Anfang und Ende einer Zoomfahrt zu störenden Ungleichmäßigkeiten der Bewegung.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse Stabi., 11. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hatte mir vor einiger Zeit das Nikkor 55-300 VR als "leichtes" Tele zu meinem Nikkor 70-200 f2,8 VR II gekauft. Da ich aber nie mit der Abbildungsqualität oberhalb von 200mm zufrieden war, und der Stabi auch nur mittelmäßig funktioniert hat, habe ich mich dazu entschlossen mir das hier genannte Tamron Glas zu kaufen.

Und was soll ich sagen, es liegen Welten zwischen dem Tamron 70-300 VC und dem Nikkor 55-300VR.

Die Schärfe ist beim Tamron selbst bei 300mm noch richtig gut.

Am besten gefällt mir aber der Stabi ! Wenn man den Auslöser leicht runterdrückt wird das Bild im Sucher regelrecht " fest genagelt! Selbst bei meinem 2500€ Nikkor 70-200 f2,8 VR ist der Stabi etwas schlechter!
Hätte ich so nie für diesen doch "recht" günstigen Preis erwartet.

Hier eine kurze Punktevergabe:

Schärfe f4 200mm 4/5
Schärfe f 5,6 300mm 3/5
Schärfe f8 200mm 5/5
Schärfe f8 300mm 4/5

Bildstabi 200mm 5/5 bei 1/25sec 9/10 Bilder scharf bei 1/60 sec 9/10 Bilder scharf (Alle frei Hand)
Bildstabi 300mm 5/5 bei 1/125sec 8/10 Bilder scharf bei 1/60sec 7/10 Bilder scharf (Alle frei Hand)

Ich habe kein LAbor um diese Werte zu belegen, sondern zeige nur Anhand der mir Vorliegenden Telegläser meine ganz persönliche Meinung / Fazit da.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nach anfänglichen Zweifeln doch zufrieden :-) - viereinhalb Sterne, 4. Oktober 2011
Das Objektiv habe ich mir für meine Nikon D300 gekauft.
Abwicklung durch Amazon war wie immer musterhaft.
Ich habe bisher mit meiner Kamera das Nikkor 18-200, Nikkon 50/1,8D und ein Tamron 17-55 ohne VR verwendet und entsprechende Erfahrungen gesammelt.
Bei dem hier rezensierten Tamron wirkte für mich der nicht treffen wollende Autofocus zunächst sehr abschreckend. Wie es sich aber nach (relativ kurzer) Zeit herausstellte befand sich die Ursache hinter der Kamera. Mit jeweils entsprechend angepaßten Einstellungen zum Autofocus-Modus / Messung-Modus / Brennweite lassen sich Ergebnisse erzielen, die dem Nikkor 18:200 nur minimal nachstehen (dafür ein halber Stern Abzug).
Bildstabilisator hat mich dagegen begeistert - fast unglaublich wie das Bild im Sucher nach Auslöser-Halbdruck bombenfest einfriert...
Habe das Objektiv gestern beim Pferderennen getestet und bin durchaus zufrieden.
Konnte auch absolut keine Unterbelichtung feststellen (vllt. bereits vom Tamron nachjustiert?).
Empfehlenswert
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