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am 25. September 2010
Irgendwie kennt es doch jeder, dieses kreisrunde Symbol mit den zwei kaulquappenartigen ineinandergreifenden Flächen, die eine schwarz, die andere weiß, jeweils mit einem Klecks der anderen Farbe versehen.
Im Westen ziemlich präsent als Zeichen für Widerstreit und Harmonie von positiver und negativer Energie.
An sich ist dieses Symbol auch ziemlich gut geeignet, das Bandkonzept der multinationalen Truppe System Divide zu visualisieren. Das Fundament der Band bilden mit Michael Wilson von Abigail Williams an der Gitarre und Mike Heller von Malignancy an den Fellen zwei Recken, die ihre Kröten bislang mit Death Metal verdient haben. Basser Andrew Lenthe verdingte sich bislang in der progressiven Hardcore-Band Antenora.
Von diesem Kreis wird das kontrastreiche gesangliche Zweigestirn zusammengehalten, bestehend aus Miri Milman von der Gothic/Melodeath Truppe Distorted und Sven de Caluwe, der vormals für die Death/Grinder Aborted grunzte.

Death Metal Band spielt mit Gothic-Sängerin modernen Extreme Metal? Immerhin schon mal eine Hausnummer, die einiges erwarten lässt.
Und siehe da, das Konzept geht auf. Auf der einen Seite windet und wälzt sich die schwarze Seite von der ersten bis zur letzten Note zwischen mächtig bratenden Death Metal-Riffs unterstützt von heftigen Blastbeats und modern anmutenden synkopierten tonnenschweren Stakkato-Grooves. Dazu brüllt, grunzt und kotzt Caluwe sich hingebungsvoll die Seele aus dem Leib.
Auf der weißen Seite dagegen gibt es Milmans ausladende Gesangslinien zu belauschen, denen vor breiten aber zurückhaltenderen Melodiewänden Freiheit zur Entfaltung gegeben wird. Immer wieder unterstützt von atmosphärischen Synths trägt sie ihre eingängigen aber nie anbiedernden klaren Linien mit angenehm nachdrücklicher Stimmlage vor und sorgt so in jedem Song für einige stimmliche Hingucker und epische Momente.
Für die weißen Tupfer in der Schwarzen Fläche sorgen immer wieder gut dosiert eingesetzte Synths und Soundeffekte, die den massiven Riffs noch etwas zusätzliche Dynamik und Masse verschaffen und kurze Gesangseinschübe von Milman.
Für die schwarzen Tupfer auf der weißen Seite sorgen auch mal mächtige Riffattacken hinter epischen Gesangslinien und kurze auflockernde Zwischenbrüller seitens Caluwe.

Durch das konsequente Verweben und Auskosten der Kontraste gewinnen die Songs einiges an Dynamik. Die Aufbauten sind stets durchdacht und nicht allzu vorhersehbar. Das kredible extreme Fundament der Band in Kombination mit der starken und kompetenten Sängerin macht sich bemerkbar und bezahlt.

Doch ein paar Punkte drücken trotz alledem den Gesamteindruck etwas. Zum einen sind die Songs letzten Endes doch recht ähnlich aufgebaut. Der cleane Refrain kommt immer. Die Riffs sind teilweise auf Dauer nicht allzu abwechslungsreich. Ihre Vermischung mit den riesigen Synthkulissen ist ab und an etwas zu viel des guten, wirkt leicht überladen. Dazu sind Milmans Gesangshooks zwar stets angenehm und unaufdringlich aber wirklich im Ohr bleiben auch nur wenige.
Und vielleicht kennt ja auch ein mancher das Video der Band zu "The Apex Doctrine". Die Art und Weise, wie Caluwe dort mit einem zutiefst angepissten Gesichtseindruck vor der Band hin und herspringt, wirkt passagenweise unpassend überdreht. Ähnlich steht es mit seiner gesamten Gesangsleistung. Sein extremer, teils auch etwas überproduzierter und gelayerter, extremer Gesang wirkt manch einmal übertrieben und passt nicht recht ins eher episch getragende Bild.

So hat das Album, obschon es durchweg ein sehr hohes Niveau hält, damit zu kämpfen, dass das Yin und Yang der Mixtur nicht immer ganz harmonisch ineinandergreifen und weite Teile des Albums trotz hoher Spielfreude und technischer Versiertheit nicht allzu lange im Kopf hängen bleiben.
Dennoch bleibt der klare Tipp: Wer noch ein satt und kantig produziertes, mächtig bretterndes und trotzdem eingängiges Album einer Band sucht, deren moderner Sound auf einem soliden extremen Fundament steht, der sollte dringend reinhören.
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am 8. Oktober 2010
Aborted-Schreihals Sven de Caluwe scheint mit seinen Hauptbrötchengebern nicht ausgelastet zu sein und so hat er sich, wie viele Musiker im metallischen Genre bereits 2008 eine Nebenspielwiese zugelegt, sie System Divide genannt und sich bei Metal Blade eingenistet. Was aber macht ein Death Metal Sänger "nebenberuflich"? Nun, der reinen Knüppellehre hat er sich nicht verschrieben, so etwas dürfte man auch getrost als albern titulieren, gibt es ja quasi schon. Also nahm der Gute sich Unterstützung in Form eines zweiten Sängers, vielmehr einer Sängerin, namentlich Miri Milman, die vorher in einer Band namens Distorted die Stimmbänder hat schwingen lassen. Aufnahmekriterium, um in die Band zu kommen dürfte somit klar sein: Willst du hier singen, sollte dein vorheriger Arbeitgeber auf "orted" enden. Späßchen... Frau Milman hat, neben einem attraktiven Äußeren ein noch schlagenderes Argument, um auf "The Conscious Sedation" mitwirken zu dürfen. Ihre engelsgleiche Stimme, ähnlich der von Lacuna Coil Sirene Cristina Scabbia, bildet einen starken Gegenpol zu de Caluwes derbem Gegröle. Dieser Kontrast ist zwar im Metal-Kosmos nichts Neues mehr, wird hier aber schön auf die Spitze getrieben. Svencho schreit wie gewohnt und seine Kollegin gibt sich klar und schön. Dazu gibt es recht modernen, aber teils auch sehr rabiaten Metal in der Schnittmenge aus Death und Thrash. Das Ganze artet nie in pure Gewaltorgien aus, geht bisweilen sogar schon mal in hochmelodische Gothic-Metal Gefilde. Hinzu kommen noch einige Industrial Einsprengsel und fertig ist der Modern-Metal-Cocktail. Der schmeckt nicht über die gesamte Spieldauer uneingeschränkt köstlich (dafür ähnelt sich Vieles noch zu sehr), kommt allerdings als homogenes Ganzes rüber und wirkt nie zusammen gestückelt. Mit "Echoes" hat die Band auf jeden Fall mindestens eine Gehörmuschelklette am Start.
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am 28. Oktober 2010
Erst vor knapp zwei Jahren gegründet, weisen SYSTEM DIVIDE schon eine sehr hohe Qualität auf ihrem Debüt 'The Conscious Sedation' auf, was aber nicht von ungefähr kommt, denn die multikulturelle Truppe beherbergt Mitglieder von ABORTED, DISTORTED, YEARS OF FIRE und MALIGNANCY. Wer jetzt aber Brutalen Knüppeldeath, die eigentlich erstgenannte Bands versprechen, erwartet, den muss ich enttäuschen. SYSTEM DIVIDE gehen nämlich ziemlich modern zur Sache, die Härte kommt jedoch trotzdem nicht zu kurz.

Es kommen sehr bald Erinnerungen an alte Songs in modernem Gewand von IN FLAMES und SOILWORK auf, denn so haben wir ABORTED-Grunzer Sven De Cawule noch nie gehört ' Screams, die man auch versteht! Unterstützt wird der Mann noch von der liebreizenden Miri Milman mitsamt Engelsstimme. Und die Kombination funktioniert exzellent. Mit ebenso konträren Mitteln wurde auch die Musik kombiniert. Brutales Drumming und knackige Riffs verschmelzen mit schönen Leads und stimmigen Keys zu einer Symbiose der Moderne. Man nehme 'Echoes', das mit brutalem Drumming und Svens Gegrunze in der Strophe brutal dahinböllert, zwischendurch aber mal die Handbremse zieht, um Miri genügend Raum zu lassen, nur um dann wieder die Doublebass vor den Latz geballert zu bekommen. 'Hollow' setzt hingegen ganz auf ruhigere Töne und gibt so erneut für Miri die Bühne frei, wohingegen der Titeltrack weitestgehend auf Gefangene verzichtet.

Auf technisch hohem Niveau holzen, spielen und (teilweise) frickeln sich die vier Herren und die Dame durch elf anspruchsvolle und astreine Songs mit skandinavischer Prägung. Modern, frisch und professionell im Songwriting geben sich SYSTEM DIVIDE auf ihrem Debüt und lassen auf eine würdige Live-Umsetzung hoffen.
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