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74 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die berühmteste Maus der Welt ist zurück - besser als je zuvor!
Lange hat man nichts von Micky Maus gehört. Jetzt ist die berühmteste Maus der Welt wieder da in einem Spiel von Warren Specter, bekannt durch Ultima Spiele oder Deus Ex.
Man merkt auch an allen Ecken, dass es ein Specter Spiel ist. Man wird immer wieder vor Entscheidungen geworfen.

Doch erstmal zur Story:

Micky wird durch eine...
Veröffentlicht am 27. November 2010 von Chaz0r

versus
49 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein bisschen zu viel des Schlechten und zu wenig des Guten ...
Meine Motivationskurve bei diesem Spiel:

0. - 1. Stunde: "Ist das zäh und langweilig. Ich glaube, ich muss gleich ein für alle mal den Controller weglegen."
2. - 11. Stunde: "Das Teil macht erstaunlich viel Laune und offensichtlich eine Menge richtig."
12. - 15. Stunde: "Hört das Spiel eigentlich auch mal wieder auf ? Nicht schon...
Veröffentlicht am 16. Dezember 2010 von Trainhardt


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74 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die berühmteste Maus der Welt ist zurück - besser als je zuvor!, 27. November 2010
Von 
Chaz0r - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Disney Micky Epic (Videospiel)
Lange hat man nichts von Micky Maus gehört. Jetzt ist die berühmteste Maus der Welt wieder da in einem Spiel von Warren Specter, bekannt durch Ultima Spiele oder Deus Ex.
Man merkt auch an allen Ecken, dass es ein Specter Spiel ist. Man wird immer wieder vor Entscheidungen geworfen.

Doch erstmal zur Story:

Micky wird durch eine schwarze Kreatur in das Wasteland gezogen, welche eine Kreation des Zauberers Yen Sid (lest den Namen mal rückwärts ;) ) ist. Das Wasteland ist das Zu Hause aller Disney Figuren, welche mit der Zeit in Vergessenheit geraten sind, zum Beispiel die Maus Oswald, welche durch Micky quasi abgelöst wurde.
Micky hatte versehentlich viel Verdünner und Farbe auf die Welt gekleckert. Den Folgen war er sich nicht bewusst und bekommt es eben erst viel später zu spüren, als er in die Welt durch ein Phantom gezogen wird.
Die Story selbst fängt sachte an, wird aber noch ziemlich düster und interessant.

Die Welt:
Die Welt könnte von Tim Burton selber stammen. Dunkel, skurril , unheimlich aber auch faszinierend und sehr schön anzusehen. Angelehnt ist alles an Attraktionen aus dem Disney Land. Die Welt besteht aus Pappaufstellern, immer wieder findet man Fahrgeschäfte oder muss solche teilweise auch benutzen.
Zwischen den einzelnen Abschnitten der Welt befindet man sich immer wieder in manchen Side-Scrolling-Elementen. Erinnert ihr euch z.B. noch an Micky und die Bonenstange? Oder der aller erste Schwarz-Weiß-Clip mit Kater Karlo auf dem Boot? Das sind alles diese Sidescrolling-Elemente. Das funktioniert gut, das macht Spaß und das hat durch bekanntem ein richtig gutes Gefühl, vor allem wenn man diese Clips aus seiner Kindheit kennt.

Grafik:
Es wurde angekündigt mit dem besten was man auf der Wii bisher gesehen hat.
Das stimmt nicht ganz. Meiner Meinung nach sind die beiden Super Mario Galaxy Spiele auf der Wii immernoch das Maß aller Dinge.
Dennoch sieht Micky Epic verdammt gut aus! Micky selber hat ein grandioses Model. Er sieht einfach wunderbar aus. Die Umgebung selber kommt nicht ganz so gut wie das Model von Micky rüber. Aber das ist Kritik auf ganz, ganz hohem Niveau. Das Gesamtpacket sieht zwar nicht so gut aus wie die beiden Mario Galaxy Spiele, darf sich aber locker und unter die grafischen Highlights der Wii einordnen und braucht sich auch vor keinem zu verstecken. Natürlich kann man sagen, dass das Ganze wieder nicht Fotorealistisch aussieht, wie das auf der PS3 möglich ist. Aber das soll hier auch gar nicht der Fall sein. Wir haben hier eine stilistische Grafik, wie z.B. in World of Warcraft auch. Es ist alles andere als Fotorealistisch aber das Gesamtpacket sieht verdammt gut aus!

Gameplay:

Micky Epic ist eine Mischung aus Jump n Run und Adventure. Das Ganze passt auch. Das besondere ist aber Mickys Pinsel. Man kann Verdünner oder Farbe benutzen. Ersteres lässt bestimmte Gegenstände verschwinden, zweiteres erscheinen. So ergeben sich für manche Aufgaben mehrere Lösungsansätze. Aber auch wieviel man von beidem nutzt zeigt Auswirkung.
Auch gibt es immer verschiedene Missionen, welche irgendwas bringen. Man kann z.B. Gremlins retten, welche einem in irgendeiner Form helfen können, oder eine zusätzliche Aufgabe lösen um irgendwo schneller hinzugelangen und dergleichen.
Auch kann man einfach die Welt erkunden. Man kann z.B. versuchen durch Verdünner oder Farbe, je nach Situation, versteckte Gänge zu finden, die abkürzen oder verstecke Items beinhalten.

Sonstiges:
Micky Epic hat ein kleines Problem: Die Kameraführung. Es ist nicht so, dass es tragisch ist, aber man hätte es wesentlich angenehmer machen können.
Ansonsten hätte man noch deutlichere Auswirkungen auf die Welt machen können, je nachdem wofür oder wogegen man sich entscheidet.
Positiv anzumerken ist aber, dass durch allem was möglich ist, was man machen kann, wofür man sich entscheiden kann, auch ein zweiter oder dritter Durchlauf Spaß macht.
Weiterhin sollte man erwähnen, dass dieses Spiel sowohl für Kinder, als auch für Erwachsene geeignet ist. Die Story ist spannend, das Gameplay düster, aber genau richtig gehandhabt, dass es für beide interessant ist und nirgendwo etwas fehlt. Erwachsene haben sogar in vielen Umgebungen und Szenarien viel Freiraum für mögliche Interpretationen.

Fazit: Ganz, ganz großes Spiel. Ich habe einige Wii Spiele gespielt. Super Mario Galaxy 1/2 und Smash bros. Brawl teilen sich Platz 1. Micky Epic hat es geschafft auf Platz 2 zu landen. Würden die ganz kleinen Probleme ausgemerzt sein, hätte es den ersten Platz verdient. Dennoch gibt es 5 Sterne, da trotz der kleinen Probleme 4 meiner Meinung nach zu wenig sind. 4 1/2 würde es treffen.
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49 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein bisschen zu viel des Schlechten und zu wenig des Guten ..., 16. Dezember 2010
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Disney Micky Epic (Videospiel)
Meine Motivationskurve bei diesem Spiel:

0. - 1. Stunde: "Ist das zäh und langweilig. Ich glaube, ich muss gleich ein für alle mal den Controller weglegen."
2. - 11. Stunde: "Das Teil macht erstaunlich viel Laune und offensichtlich eine Menge richtig."
12. - 15. Stunde: "Hört das Spiel eigentlich auch mal wieder auf ? Nicht schon wieder ! Mann, ich will nicht mehr..."

Aber der Reihe nach: Ist Epic Mickey ( oder "Epic Micky", wies der Deutsche gewohnt ist ) was für kleine Kinder ?

Kurze, aber eindeutige Antwort: Nein.

Das hat nicht mal was mit dem relativ düsteren Setting zu tun und der Tatsache, dass Mickey ( ich bleib beim Original ) u.a. das Herz mit so lustigen Spielsachen wie einer Kettensäge ( und das ist kein Witz ) entfernt werden soll, sondern mit dem Schwierigkeitsgrad.

Dieser ist relativ schlecht ausbalanciert: Total simple, hirnrissige Aufgaben, wie z.B. "gehe aus dem Haus und bringe dem Bewohner, der gegenüber wohnt, etwas vorbei" wechseln sich ab mit Aufgaben, bei denen man einen kleinen Gegenstand in einem riesigen Areal sucht und den man dann nach einer Stunde irgendwo in einem dunklen Winkel hinter irgendeiner Mauer zufällig findet. Andere Rätsel wie z.B. das, bei dem man irgendwelche Säulen durch irgendeinen Mechanismus in irgendeiner Reihenfolge drehen muss, um zerstückelte Bildteile wieder zusammenzuführen, habe ich selbst nach dem Durchspielen immer noch nicht verstanden. Gott sei Dank gibt es bei Epic Mickey an bestimmten Stellen "Helferlein" ( Nein, nicht das von Daniel Düsentrieb ), die solch unangenehme Aufgaben für einen lösen. Allerdings müssen diese Helferlein auch erst mal gefunden werden. Sonst muss man sich selbst durchbeißen ( was - wie erwähnt - nicht immer wirklich leicht ist ).

Darüber hinaus gibt es Stellen im Spiel, an denen sich sehr viele Gegner tummeln, man diese mühevoll beseitigt, nur um nach etlichen Minuten den virtuellen Löffel abzugeben und alles nochmal von vorne erledigen muss. Die Auswahl der Checkpoints wurde also ebenfalls nicht immer ideal gewählt. Vor allem zum Ende hin wirds öfter mal unnötig nervig.

Prinzipiell sollte die Kameraführung zwar nicht zum Schwierigkeitsgrad eines Spieles zählen, bei manchen Games tut sie dies jedoch. Zu Brutalo-Titeln wie Ninja Gaiden reiht sich nun auch Epic Mickey hinzu. Allzu oft springt die Kamera gerade bei Kämpfen in wenig übersichtlichen, kleinen Arealen in eine mehr als ungünstige Perspektive. Zur mangelnden Übersicht kommt dann noch das Steuerungsproblem hinzu, da die Steuerungsrichtungen von der Perspektive abhängig sind. In weiteren Arealen lässt sich die Kamera bei Bedarf wunderbar mit dem Digi-Kreuz manuell ausrichten. Nur ärgerlich, dass dies genau an den Stellen im Spiel nicht möglich ist, an denen es mal wirklich sinnvoll wär. In vielen kniffligen Bereichen wird die Kamera nämlich fixiert und lässt sich dann nicht mehr drehen.

Hat man die erste Stunde des Spiels überstanden - in der man alle paar Sekunden durch irgendeinen Hinweis unterbrochen wird und man schon fast zu beten anfängen möchte, man solle doch endlich mal in Ruhe spielen dürfen - entwickelt Epic Mickey eine erstaunliche Dynamik, die jedenfalls mich für einige Stunden fesseln konnte: Es gibt in den meisten Levels einiges zu entdecken, das Jump n Run Spielprinzip wird durch eine Art Quest-System aufgelockert, das Gestalten der Umwelt durch Farbpinsel und Verdünner ist in 99% der Fälle unnütz und unnötig, macht aber trotzdem Spaß und allein so Geschichten wie die Tatsache, dass man Feinde zu Verbündeten machen kann, die dann wiederum andere Feinde angreifen, sind schon wirklich nett gemacht. Sowohl von der Spielmechanik als auch vom Setting her hat mich Epic Mickey mehr als einmal an das grandiose Rayman 2 erinnert. Wenn dann auch noch Piraten vorkommen ...

Gestört hat mich allerdings, dass Epic Mickey zu düster geworden ist. Dunkle Labors, giftige Sümpfe, verlassene Rummelplätze ... wie gerne möchte man mit dieser Maus einfach mal über grüne Wiesen, durch stimmungsvolle Wälder, Seenlandschaften im Abendrot, eine lebendig, freundliche Stadt und was weiß ich nicht alles laufen. Stattdessen ist ein Level dunkler als das andere. An fast jedem Ort gibt es irgendein kaputtes Rohr zu flicken, ein Ventil zuzudrehen oder einen Stromkasten zu reparieren. Wer zu Beginn des Spiels im 2D-Level mit der Wunderbohne glaubt, dass Epic Mickey später mehr davon zu bieten hat( nämlich saftige Vegetation und einen blauen Himmel ), der sollte lieber ganz schnell die Konsole ausmachen. Apropo 2D-Level: Dieser nette Zeitvertreib zwischen den eigentlichen Levels ist meiner Meinung nach ziemlich fies. Fies deshalb, weil ich sie meist witziger, innovativer und liebevoller als den restlichen, großen Teil des Spiels fand. Umgekehrt wäre es mir also lieber gewesen: Fokus auf 2D-Levels und von mir aus den einen oder anderen 3D-Level als Bonus dazwischen.

Für Sammelwütige gibt es in Epic Mickey diverse Skizzen, Filmrollen, Pins und haste nicht gesehen zu sammeln. Bis auf zwei Ausnahmen interessiert das aber alles nicht wirklich: Während des Spiels lassen sich zwei original Walt Disney Cartoons freispielen: Einen mit Mickey Mouse und einen mit Oswald. Und diese sind sowas von genial - absolut witzig. Da pfeiff ich auf die vielen, freispielbaren Zwischensequenzen, wenn doch nur mehr davon integriert worden wären. Schade, schade ...

Gegen Ende wird Epic Mickey nochmal richtig fad. Das Spiel wird künstlich in die Länge gezogen, die Aufgaben wiederholen sich ständig und man hat einfach keine Lust mehr irgendein Rohr oder einen Generator zu flicken und einen weiteren, dampfenden, grünen Sumpf zu sehen. Kleinere Zwischensequenzen müssen durch einen unglücklich gewählten Checkpoint wieder und wieder angekuckt werden, Kamerafehler häufen sich, Gegner treten zu massig auf, und und und ...

Die dadurch beachtliche Spielzeit von gut 15 Stunden kann ich am Ende nicht mehr positiv sehen. In diesem Fall hätte man Epic Mickey straffen können. Dann hätte es problemlos zu 4 Sternen gereicht. So überwiegt am Ende aber der Eindruck, dass Epic Mickey zwar insgesamt Spaß gemacht hat, allerdings schon auch nervig war. Da greift das Ende in fast schon gekonnter Weise den Anfang wieder auf ...

Aus grafischer Sicht will ich zu Epic Mickey nicht viel schreiben. Es sieht alles recht nett aus. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Viele Texturen sind wirklich schwach, allerdings ist das Spiel so designt, dass das alles nicht sofort negativ ins Auge springt. Um an dieser Stelle nochmal auf Rayman 2 zurückzukommen: Ich würde behaupten, dass dieses mittelweile 10 Jahre alte Spiel damals auf dem Dreamcast nicht schlechter ausgesehen hat. Dadurch wird die Grafik von Epic Mickey nicht schlechter, 2010 ist man aber unter Umständen einfach anderes gewohnt ...
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach grandios!, 3. Februar 2011
Von 
Christine Heinz (Irmtraut, Rheinland-Pfalz Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Disney Micky Epic (Videospiel)
Wir haben uns das Spiel ausgeliehen und sind begeistert.
Gut - klar - die Kameraführung ist manchmal nicht die beste und ja - auch die Hinweise, die man manchmal (oft!) bekommt, kommen manchmal unpassend.
Aber alles in allem ist das ein Megaspaß und was sollen eigentlich die Beschwerden wegen der langen Spielzeit?? Leute, seid doch mal froh, daß man ein Spiel eben nicht so schnell durch hat. Und man hat immer neue Möglichkeiten, redet man beim nächsten Mal nicht mit irgendeiner Person, übernimmt eben keinen Auftrag, läuft das Spiel doch wieder ganz anders. Das finden wir toll.
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hilfe, wo ist die Wiese?, 30. November 2010
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Disney Micky Epic (Videospiel)
Ich habe mich sehr auf das Spiel gefreut, wirklich. Nur habe ich es hier mit einem Werk zu tun, dass an sich so viel Potential hatte, in dem aber aufgrund von teils mangelhaften Inhalten und einigen technischen Defiziten unweigerlich der Eindruck entstand, dass hier sehr geschludert wurde - und ich mir überdies kaum vorstellen konnte, dass ein Mr. Spector (u.a. hat er an Titeln wie 'Deus Ex' geabreitet)
darin verstrickt ist. Warum ich nun also nur drei Sterne gebe, soll aufeschlüsselt werden:

Wie ist es grafisch?

Angefangen bei der Grafik. Mit einem allgemeinen 'Gut' kann ich die Darstellung wirklich nur bedingt bewerten.
Die Texturen sind schrecklich matschig, dass man vor lauter Einheitsbrei manchmal die Orientierung verliert - ganz zu schweigen von der wirklich furchtbaren Kamera (gerade in den Kämpfen!), die dann ihr übriges tut.

Die Levels sind meistens ziemlich dunkel gehalten und bis auf Micky und die anderen Charaktere finde ich, ist grafisch sogar unsauber gearbeitet worden. Vergleichsweise habe ich mal mein Mario Sunshine vom Cube ausgepackt - selbst die Darstellung sieht einen Tick besser aus und bietet weit schönere Effekte.
Außerdem schleichen sich in die Gesamtdarstellung immer wieder kleine Ruckler ein - ein Abschnitt ganz ohne ist mir nicht aufgefallen. Und bei dieser Art von Grafik wäre es das Minimum gewesen, das man hätte bewerkstelligen müssen, damit es das Prädikat 'Gut' verdient hätte.

Ich spiele es auf einem HD-Fernseher, auf dem ein Mario Galaxy 1 und 2 brillant aussehen, selbst das Zelda für die Wii sieht sauber und schön aus. Aber Micheys epische Versuche kann ich leider nur mit schwankenden 3-4 von 5 möglichen Punkten belohnen.

Hervorzuheben sind aber die liebevoll gestalteten Animationen. Und auch die im Retro-Look gehaltenen 2D-Levels haben mir mein Herz höher schlagen lassen. Leider aber habe ich in diesen sehr kurzen 2D-Sequenzen (meistens 2-5 Minuten) den Anspruch vermisst. Sie als Verbindung zwischen den Levels zu implementieren ist eine wunderbare Idee und die liebevolle Gestaltung macht auch einiges her.

Die Kamera:

Ich sprach eben von einer stellenweise furchtbaren Kamera? Ja, ich habe so etwas seit den Anfängen der PS2 Zeit nicht mehr erlebt, dass ich wirklich kämpfen musste, und zwar nicht primär mit den Schleimmonstern, sondern vor allem mit ihr - dieser selten trefflichen Kamera.
So etwas darf wirklich nicht passieren im Jahre 2010, da herrschen mittlerweile einfach andere Standards. Hätte man ausschließlich übersichtlich weitläufige Areale verwendet (wie z.B. die ersten Eindrücke in Wasteland), wäre das dauerhaft wohl nicht so aufgefallen. Aber die Levelarchitektur wird - natürlich - nach und nach komplizierter, und es ist ein Krampf mit dem Verdünner zu arbeiten, wenn man in einem Kampf ständig nachjustieren muss, um nicht den Boden unter den eigenen Füßen, sondern den unter den Monstern aufzulösen.
Das macht nunmal keinen Spaß.

Dabei hätte es so schön sein können, denn die Levels sind ja nun eigentlich sehr charmant gestaltet - gewollt wie ein kleiner Baukasten, scheint es lediglich leider durch die Kamera alles relativ verworren.
Ich könnte also nicht mal eine unbedingte Kaufempfehlung für 6 Jährige geben - da es aufgrund der unzulänglichen Kamera zu kompliziert zu steuern ist. Lieber würde ich dann das erste Mario Galaxy empfehlen. Zumal ich die ALtersfreigabe sowieso etwas gewagt finde, da das Ganze doch sehr düster ist. Man erinnere sich nur mal an den Goofy und die Daisy, die zwar größtenteils mechanisch sind, denen allerdings alle Gliedmaßen, sowie der Rumpf, fehlen, und die man dann per optionalem Quest wieder beschaffen kann...

KI:

Mir ist zudem schleierhaft, wie man die Dorfbewohner - die sich ja wirklich kaum bewegen - so programmieren kann, dass sie während des Gehens an einer Laterne festhängen. Das hat mir in diesen (seltenen) Situationen leider den gesamten atmosphärischen Schein des Wastelands als tatsächlich unfertige Fassade vor Augen geführt.
Das Spiel hätte locker nochmal ein viertel Jahr gebrauchen können, damit es seine eigentlich verdienten 90 Prozent hätte bekommen können...
Für Zelda: Twighlight Prinzess hat man sich beispielsweise immer wieder Zeit genommen und den Releastermin verschoben, hier aber kann man davon ausgehen, dass der Gigant Disney mächtig Druck gemacht hat. Am Sonntag der Woche des Erscheinens, kamen ja auch zahlreiche Disneyfilme nochmal im Tagesprogramm des Fernsehers - und das war wohl schon länger geplant.

Missionsstruktur:

Selbst die Missionsstruktur ist unausgereift. Das Finden von Gegenständen mag zwar für den Anfang eines Spiels gut sein um den Spieler mit den Details der Spielwelt zu konfrontieren, aber für das spätere Spiel ist so etwas einfach nervig und einfallslos. Zumal die Angaben dazu meist sehr vage gestellt sind. Finde Blumen für X bedeutet dann aber unkommentiert in der Realität: "suche selbst an den ungewöhnlichsten Stellen, z.B. unter dem Rasen" ...

Auf der anderen Seite wird man immer wieder an die Hand genommen, als könnte man alleine keine zwei Schritte gehen. In wenigen Ausnahmen ist die Hilfestellung aber recht nützlich da der helfende kleine Kobold, der über die gesamte Spiellänge hinweg an der Seite Mickys ist, den Blick des Spielers auf die wichtigen Levelareale lenkt zu denen man hingelangen muss. Hiermit kann glücklicherweise die schreckliche Kamera und der Schwierigkeitsgrad, sich erstmal Überblick im Level zu verschaffen, etwas kompensiert werden. Aber vergleicht man das Beispiel der Blumensuche mit der übertriebenen Spielerhilfefunktion, so ist doch deutlich zu erkennen, welches Ungleichgewicht sich da eingenistet hat. Auch hier ist die Altersangabe nicht dem unausgewogenen Schwierigkeitsgrad gemäß.

Sehr schön allerdings ist die Tatsache, dass der Spieler immer die Möglichkeit hat sich entweder für den Verdünner(der Wasteland trostlos macht), oder für die Farbe zu entscheiden. Das wirkt sich auch ganz konkret auf manche Spielsituationen aus. Z.B. bei Endgegnerkämpfen. Das hatte mir wirklich gefallen.

Musik:

Fantastisch in allen Bereichen ist allerdings die Musik. Wundervolle Stücke, die sehr sensibel an die verrückte Stimmung Wastelands angepasst wurden untermalen ein Spiel, wie es hätte sein können. Die Imperfektion des Übrigen stehen also ganz klar im (negativen) Kontrast zu dieser einzigartigen, schönen Komposition.

Story:

Inhaltlich märchenhaft und stimmungsvoll in Zeichentricksequenzen umgesetzt, wird hier eine sehr gefühlvoll erzählte Geschichte dargeboten, die sich allerdings - wie schon bei einigen anderen Rezensenten angedeutet - erst spät im Spiel wirklich in ihrer liebevollen Art entfaltet.

Fazit:

Disney Micky Epic erfüllt durch eine schön verrückte Welt mit mindestens genauso verrückten Charakteren durchaus die Erwartungen an einen netten Disney-Titel. Auch der Einsatz des Pinsels unter Verwendung der grünen Löschflüssigkeit oder der blauen Farbe ist eindrucksvoll und schön inszeniert - und wirkt sich zudem zunächst sichtlich auf die Optik der Spielwelt aus. Auch Spielesequenzen, wie die 2D-Levels bringen eine wirklich zauberhafte Stimmung mit sich und sind in Kombination mit der sehr stimmungsvollen Musik sehr sympathische Herzöffner.

Allerdings sind einfach zu viele kleinere und leider auch gravierend evidente Macken vorhanden, die zu einer Abwertung führen, die Fans der Disney-Figuren nicht gerne sehen werden. Die Kamera ist schrecklicher als alles Gespenstische und Skurrile des Titels zusammengenommen, nämlich gerade und vor allem in den Kämpfen (die nicht gerade selten sind). Und auch das Missionsdesign lässt einiges an Wünschen offen und man hätte sich kreativ wirklich mehr einfallen lassen können als, rette den Kobold hier, oder pinsele den Stromkasten dort an. Auch dürfte man sich letzlich von dem Einsatz des Pinsels mehr durchschlagende Konsequenz erwarten können. Zwar kann man mit unterschiedlicher Spielweise auch unterschiedliche Story-Sequenzen bestaunen, allerdings bleibt unterm Strich während der Spielzeit nicht der Eindruck, dass man am Grundgerüst Wastelands wirklich etwas verändern kann. Denn nach jedem Besuch sind alle Farben wieder, wie sie vor meiner vorgenommenen Veränderung waren.
Es blieb also während des Spielens immer wieder Grund zur Freude, der aber alsbald auch wieder relativiert wurde. Leider.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Für Erwachsene ärgerlich, für Kinder frustrierend, 27. November 2011
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Disney Micky Epic (Videospiel)
Eines der ärgerlichsten Spiele überhaupt: Eine unglaublich schlechte Kameraführung, die einem jeglichen Spielspass verdirbt, da man immer wieder stundenlang damit beschäftigt ist, die Kamera einzustellen. Darüber hinaus ist das Spiel an manchen Stellen mehr als unlogisch und man findet die Lösung nur rein zufällig - für Kreativität keine Chance, stattdessen nur verzweifeltes Herumgespritze mit "Verdünner" oder "Farbe". Die ständigen Wiederholungen von Aufgaben, die sich über diverse Levels ziehen, langweilen nach einer Weile. Kleinere Kinder (mindestens bis 8 Jahre), sind mit der Bändigung der Kamera und der frustrierenden Suche nach einer Lösung überfordert. Hinzu kommt, dass zumindest der Einstieg, in dem Mickey von einer riesigen Apparatur, bestückt mit einer riesigen Zange, einer Art Schraubenzieher und einer Kreissäge, getötet werden soll, für Kids sehr erschreckend sein könnte. Da zuckt schon manch ein Erwachsener. Auch das Kreischen von Mickey, wenn er in den Verdünner fällt, könnte zarte Kinderseelen eher erschrecken als belustigen. Ein kleines Plus für die interessant gemachte Graphik, wobei auch hier Kinder nach einer Weile den Spass verlieren könnten, da sie schon eine sehr düstere Atmosphäre vermittelt. Insgesamt leider ein Fehlkauf !
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Super Spiel, 2. Januar 2011
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Disney Micky Epic (Videospiel)
Ich habe das Spiel zu Weihnachten bekommen. Und muss sagen, dass ich kaum noch aufhören kann zu spielen.
Warum? Naja, es ist einfach toll. Ich finde schon am Anfang die Story echt schön gemacht. Dann geht das Spiel los.

Hier die Pluspunkte:
Ich finde es ist sehr mitreißend und obwohl ich normalerweise sehr wenig spiele und wenig Spielerfahrung habe, kann ich das Spiel doch sehr gut spielen.
Ich finde es schön gemacht mit den Sequenzen aus Micky Filmen und mir macht es auch nach dem x-ten mal Spaß diese zu spielen.
Die Story ist gut, zwar nicht sehr umfangreich, aber ich finde es gut nachvollziehbar und teilweise richtig mitfühlend.
Gut ist auch, dass man selbst entscheiden kann, wie und ob man Leuten hilft. Das Verhalten hat dann auch Einfluss auf den Spielverlauf.
Schön finde ich auch, dass man nicht nur kämpfen muss, sondern auch zwischendurch immer wieder überlegen muss, um weiter zu kommen.

Hier die Negativpunkte:
Leider ist die Kameraführung oft wirklich sehr verwirrend. Die Kamera schaltet komisch um und es passiert schonmal das man irgendwo runterfällt oder vom Gegner getroffen wird.
Deswegen auch nur 4 Sterne.

Fazit: Ein wirklich sehr schönes Spiel für langen Spielspaß.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Micky ist Top, 5. Dezember 2010
Von 
G. Manuela (Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Disney Micky Epic (Videospiel)
Also nun zu Micky Epic ich finde es ist für mich das Spiel des Jahres 2010 mir gefällt das Spiel so gut, denn wie ich es gespielt habe wollte ich die Wii Remote und den Nunchuck nicht mehr aus der Hand legen.Die Grafik ist für die Wii finde ich sehr gut der Sound ist sowieso super und die Musik das ganze noch perfekt dazu.Mir haben auch die verschiedenen Leveln sehr gut gefallen, Ventureland, Ostown, Tomorrow City, usw. die Videos sind auch lustig an gewissen stellen.Und wegen der Kamera was manche hier erwähnen die fand ich nur drei mal störend sonst ging es ohne probleme bei mir.Ich kann Micky Epic nur unbedingt jeden Wii Besitzer empfehlen es ist das beste dieses Jahr was es gibt auf der Konsole.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Disney Micky Epic Wii, 26. November 2010
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Disney Micky Epic (Videospiel)
rätselmaus in abgefahrenem adventure
das neueste mickyspiel hat mich sofort begeistert. abgefahrene ideen, wohin man blickt, typische animationen, geile grafik (selbst für wii-verhältnisse), abwechslungsreich durch jump&run-levels in 2-d (sonst ist der rest der großen spielwelt wasteland in 3-d) usw.!!! wie man es schon aus einigen anderen spielen kennt, lassen sich die quests auf verschiedne arten lösen. micky muss nicht automatisch kämpfen, sondern kann auch sein rundes köpfchen benutzen. die handlungen des spielers haben jeweils auswirkungen auf den weiteren spielverlauf (das macht die sache zusätzlich spannend). einige quest sind gar nicht so einfach, aber alles in allem ein wirklich gelungenes spiel, das es mit einigen anderen jump&run-titeln (nicht nur für die wii) locker aufnehmen kann
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr verdünnter Spaß, 20. Dezember 2010
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Disney Micky Epic (Videospiel)
(basierend auf der US-Fassung)

Mickey Mouse (oder Micky Maus) - zu der Figur muss man wohl nicht viel sagen, denn selbst die Generation Pokémon dürfte diesen Klassiker der Animationskunst kennen. 80 Jahre alt und noch kein bischen Rückenprobleme oder sonstige Alterserscheinungen. Jedoch kann man das nicht gerade von den Videospielauftritten der Maus sagen. hier kränkelte der Mäuserich gewiss immer mehr, welshalb man bei der Ankündigung von "Epic Mickey" (ich wähle bewusst die US-Schreibweise) erstmal skeptisch war. Erste Artworks hingegen konnten schon unheimlich reizen, denn Mickey in Steampunk-Look ist nicht gerade uninteressant und auch die vielen Details in den Artworks überzeugten.
Ernüchterung dann wieder bei den ersten InGame-Bildern, die nicht wirklich mit dem versprochenen Design der Artworks mithalten konnten. Nun, was ist das Endergebnis, das finale Produkt? In meinen Augen eine sehr arg verdünnte Sache, die mehr Schein als Sein ist!

Es war einmal
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Das Spiel beginnt wie fast jeder Mickey Cartoon. Die Maus ist voller Neugier, kann die Finger nicht von etwas lassen und Zack-die-Bohne haben wir den Salat. Mickey kann es einige Zeit "vertuschen", doch das Dilemma holt ihn ein und er muss es Ausbaden. Im Falle von "Epic Mickey" schlüpft der Nager durch einen Spiegel und landet in den vier Wänden eines Magiers, den man evtl. aus Filmen wie Fantasia (Zauberlehrling) kennt. Dieser hat mittels magischem Pinsel eine Welt kreiert, welche durchaus Ähnlichkeiten mit den Disneyparks aufweist. Mickey lässt es sich natürlich nicht nehmen mit dem magischen Pinsel zu fuchteln und ehe man sich versieht erschafft er ein böses Wesen und schüttet zudem auch noch Verdünner über die kreierte Welt. Wie oben schon erwähnt kann er erstmal seine Spuren verwischen, aber der Blot - Mickeys erstellter Nemesis - holt ihn nach Jahren ein und zieht ihn in die durch Verdünner gepeinigte Welt - die sich als Gegenstück der Disneyparks darstellt in der alle alten, vergessenen Figuren von Walt Disney ihr Heim gefunden haben. So trifft man hier nicht nur auf Oswald den Hasen, sondern auch auf den verrückten Professor und diverse Darstellungen des Pete (Kater Karlo).

Die Geschichte vermag durchgehend gewissen Disney-Charme der alten Zeit widerzuspiegeln - was nicht zuletzt durch einen sehr klassischen Look des Helden geprägt wird - und ist generell auch gut erzählt. Sie ist düster, manchmal vielleicht zu sehr und vorallem am Ende doch etwas "dramatisch". Aber genau hier liegt der doch recht eigene Stil des Spiels. Gespickt mit dem Einfall der vergessenen Figuren ersteht so eine herrlich schräge Wunderwelt die jedem Disney-Fan, vorallem aber Fan der Disneyparks gefallen wird. Hier sei auch mal angemerkt dass einige Stellen wohl nur dann verstanden werden wenn man die Parks kennt, zum Beispiel wenn vor einer Statue (von Walt Disney) immer von "IHM" gesprochen wird.

Zu viel Verdünner
-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_

Leider kann die Klasse der Geschichte nicht durchgehend aufrecht gehalten werden. Da haben wir zum Beispiel die Steuerung, die durchaus gut durchdacht ist, aber Macken hat die man nicht nachvollziehen kann.

Gesteuert wird via Nunchuck und Wiimote, ganz im Stil von Mario Galaxy. Durch das Schütteln der Wiimote übt Mickey eine Wirbelattacke aus, welche ebenfalls an Marios galaktische Sternenhatz erinnert, aber deutlich verzögert bis nicht reagierend ausfällt. Eine leichte Bewegung der Wiimote reicht hier nicht aus, man muss regelrecht schlagen um eine 100%ige Reaktion hervorzurufen.

Mickeys magischer Pinsel ist auch so eine Sache. Generell ist es toll mit Farbe und Verdünner anzugreifen und so die Wahl zwischen löschen und erstellen/befreunden haben kann. Auch die Tastenbelegung dafür ist sehr gut; aber dieser Pointer!
Via Wiimote bewegt man den Pointer an den Punkt auf den man die jeweilige Flüssigkeit abfeuern will, nur scheint der Pointer lediglich die höchste Position des Flüssigkeitsstrahls darzustellen (Flüssigkeiten spritzen in der Regel ja immer als Bogen), anders kann man sich nicht erklären wieso das eigentliche Ziel so oft verfehlt wird. Erst wenn man recht nah an dem gewünschten Objekt ist funktioniert das Zielen wirklich tadellos.

An dieser Stelle sie auch eingeworfen dass man so frei mit dem Löschen und Erstellen von Dingen nicht ist, wie man immer behauptet hat. Ich kann nur an vorgegebenen Stellen löschen oder erstellen. Natürlich ist ein Limit gesetzt, sonst könnte ich das komplette Level vernichten und nicht mehr Spielen (kein Boden unter den Füßen), aber etwas mehr hätte ich da doch erwartet.

Unsichtbare Wände an denen nicht nur Mickey hängen bleibt sondern vorallem auch die Farbe/der Verdünner wenn man nach Unten zielt darf man ebenfalls bewundern, was in der Regel dann nervt, wenn man in ein Loch fällt und aus unersichtlichen Gründen nicht mehr herauskommt, nur weil der Nager in roten Unterhosen offenbar gegen eine Glasscheibe springt. Hallo? Da ist ein Loch in dem ein LKW parken kann, wieso kommt die winzige Maus da nicht raus, vorallem wo sie doch von oben reingefallen ist!

Unglaubliche Kameraprobleme sind auch erwähnenswert. Ich hatte damit lange kein Problem, egal wie ungünstig manche Perspektiven waren, aber gerade in den letzten Leveln war hier Frust angesagt, weil Mickey nicht nur durch das halbe Level geschleudert wird sobald er von einem Gegner getroffen wird, sondern auch weil er überall hängen bleibt und die Kamera noch dazu.

Nein, da hat der viele Verdünner, der die digitale Welt zerstört hat, gewiss auch einiges an Daten während der Produktion gefressen. Das geht nun absolut nicht. Und was haben wir da noch? BUGS!!! Da geht in einer Filmsequenz eine Türe auf und wenn man davorsteht bleibt sie verschlossen, oder man hängt an einer Wand fest. Dann friert das Spiel plötzlich ein. Über das ganze Spiel sind mir vier solcher DInge passiert und das ist mindestens dreimal zuviel.

Lassen wir die technischen Probleme mal zur Seite so finden sich noch andere Baustellen die unüberlegt scheinen. Das Phänomen "Animal Crossing" zum Beispiel. Wer diesen Nintendo-Titel kennt wird es vielleicht schon erahnen, aber was steckt dahinter? Ganz einfach! Unglaubliche "Fetch-Quests", also das permanente Hinterherrennen nach Gegenständen. Um nämlich weiter im Spiel zu kommen benötigt unser Held einen Sternersatz. Was bei Mario also diese Sterne sind sind bei Mickey strahlende Kugeln. Die bekommt er überwiegend indem er den Bewohnern der Welt hilft. Eigentlich nicht das Problem, wenn sich die Aufgaben nicht so darstellen würden:
Pirat hat sich in Kuh verliebt (sieht aus wie Klarabella) und man soll herausfinden was sie mag. Er würde ein Eis vorschlagen. Man geht zur Kuh, sie sagt sie sei allergisch gegen Milch(Produkte) und hätte lieber Blumen. Zurück zum Piraten; der hat kein Geld und will dass man ihm die Blumen besorgt. Zwei Level zurück in das Gegenstück von Toontown und zu Klarabella. Sie will die Blumen gerne machen, aber sie will keine von ihren Blumen hergeben. Eine Welt zurück und Blumen suchen - die in Bäumen wachsen. Zurück zu Klarabella, die bindet die Blumen und dann wieder zum Piraten zurück. Dabei muss man immer und immer wieder durch Sublevel - die eigentlich ja hübsch sind und jeweils diverse alte Mickeyfilme darstellen, aber in dem Bezug zu nerven anfangen. Das geht jedoch auch noch besser! "Bringe mir ein Buch von A" "A sagt er hat das Buch verliehen, man solle zu B" "B sagt..." Und so wird es weiter und weiter auf die Spitze getrieben.

Unlogisch an der Stelle auch wieso man eine Oberwelt hat, aber fast nie zurück in die anderen Welten kann. Hat man etwas vergessen gibt es überwiegend keine Chance das zu richten. Da ist es zwar nett dass man Aufgaben unterschiedlich lösen kann (man kann der oben erwähnten Kuh zum Beispiel auch das Eis bringen), aber ich persönlich habe keine Lust eine angefangene Sache immer liegen zu lassen, weil ich wieder gefühlte 2 Stunden zurücklaufen muss, nur um dann wieder dahinzugehen wo ich ohnehin schon vorher war, oder um festzustellen dass ich es nicht beenden kann, weil ich ein benötigtes Level dafür schon abgeschlossen habe. Das ist absolut unausgewogen und auf Dauer wirklich unschön, egal wie liebevoll die Welten sich gestalten. Unnötig gestreckt und das erneute Durchspielen wird so quasi aufgezwungen!

Lichtblicke
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Nachdem wir den Hauptteil durchgekaut haben nun also die kürzeren Passagen, weil man hier fast nur loben kann. Grafisch ist ganz klar nicht wirklich etwas zu meckern. Das Design, obwohl nicht mit den Artworks ganz auf einer Linie, ist herrlich schräg und doch ganz Disney. Der Widererkennungswert der Disneyparks ist zu jeder Zeit gegeben, egal welche der Welten oder auch Fahrgeschäfte man betritt. Tonton, das Adventureland, das Haunted Mansion - alles dabei, nur eben verdreht. So wird aus der Mainstreet die Man Street, aus Adventureland wird Ventureland und so weiter.
Selbst diverse Figuren, seltsam entstellt durch ihre Animatronic-Darstellung (Roboter) weiß zu gefallen und die vielen lieblichen Details innerhalb aller Level, vorallem aber die der 2D-Passagen, welche auf alten Filmen basieren, überzeugen voll. Auf HD-Geräten muss man mit Treppchenbildung rechnen, aber dafür gibt es einen vollen 16:9 Modus ohne Balken!

Die Musik steht dem in nichts nach. Sei es nun die passende Melodie aus dem dazugehörigen alten FIlm, oder ein Thema aus dem Disneypark, welches völlig anders, aber noch klar zu erkennen daherkommt. Negativ hier eher nur die "Sprachausgabe", welche als Geblubbert im Happy Tree Friends Stil anzutreffen ist. Generell habe ich nichts dagegen, aber hier haben die Figuren wirklich so wenige Samples bekommen dass es irgendwann nur noch unschön aufgefallen ist. Überwiegend nervend wird der Begleiter und auch Guide in Form des Kobold Gus. Er hat immer etwas zu sagen und brabbelt munter aus der Wiimote. Positiv jedoch dass man Mickeys Quietschstimme so nicht oft hören muss.

Bonis
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Wäre das Sammeln von allen versteckten Extras nicht so eine Pein, oder gar eine absolute Mogelpackung, dann wären hier mehr Punkte zu holen. Zu erspielen sind alle Filmsequenzen aus dem Hauptspiel (die wirklich gut gemacht sind), Artworks, die Credits und' zwei alte Spielfilme, je einer von Mickey und einer von Oswald. Ärgerlich daran ist dass man (oder zumindest mir ging es so) annimmt man könne alle Filme freispielen denen man so im Spiel begegnet, denn man sammelt zum Beispiel Steamboat Willie Teil 1 - 3 als Filmschnippsel ein nur um dann herauszufinden dass man den fertigen FIlm lediglich dem lokalen Kino im Hauptspiel übergeben kann. Natürlich ist mir bewusst man kann nicht alle Filme auf den Rohling packen - das wird vielleicht bei der angeblich geplanten PS3-Version und damit BluRay möglich sein - aber traurig ist das schon irgendwie.

Fazit
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Zugegeben, ein nicht ganz gelungenes Review, aber vielleicht hat auch mit der Verdünner etwas genommen. Gewiss ist die Tatsache dass mir viel Spaß genommen wurde und das was am Ende blieb ein simples "meh" nicht übersteigt. Die Geschichte ist nett, die Präsentation auch, aber wieso zum Teufel muss das Gameplay selbst, das was ausschlaggebend ist, so unfertig wirken? Gerade die Fehler in der technischen Sache hätte man tilgen können und dann hätte ich auch über diverse Designentscheidungen wie Fetch-Quests und das Abriegeln von Leveln wegsehen können, aber so sind diese Dinge nur das Tüpfelchen auf dem "i". Sehr schade darum' wirklich schade, denn Mickey hätte es verdient. Da rettet nichtmal der Bonus durch so viele kleine Details etwas.
Der Titel ist von meiner Sicht aus nur bedingt empfehlenswert. Wer ein wirklich grandioses Mickey-Spiel will, der wird mit Magical Quest für SNES oder GBA deutlich mehr Spaß haben, wer Bonus in Form von alten Disney-Streifen will darf auch Mickey Mania anschauen.

Für evtl. seltsame Worte entschuldige ich mich auch bei diesem Review, denn aktuell wandelt mein Textprogramm noch immer diverse Worte einfach um, die es nicht in seinem Wortschatz findet. Ich habe versucht alle zu tilgen, werde aber wohl wieder einige nach Veröffentlichung finden und dann freilich ausbessern.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "WOW !" und nach 30min. "doppel WOW !", 26. November 2010
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Disney Micky Epic (Videospiel)
Kurz und knapp:

Ein absolut geiles Spiel, die Idee mit einem Pinsel Sachen verschwinden und erscheinen zu lassen ist einfach genial.
Die Grafik ist der Hammer, so viele Details aus dem Disney Universum, egal ob "Dumbo" oder "Die Schöne und das Biest" man muss nicht mal richtig suchen, solche Kleinigkeiten fallen nicht nur Fans auf. Ich bin richtig verliebt, die 2D schwarz-weiß Passagen sehen so aus, als wäre man mitten in einem alten Cartoon. Das ganze Spiel wirkt einfach so ehrlich und selbst ironisch, schon allein der "Micky Müllberg" ( ein gigantischer Müllberg aus Mickymaus Comics, Uhren Spielen und gigantischen Puppen Köpfen ) ist der Hammer. Egal ob das Spiel jetzt "Epic Micky" oder "Micky Epic" heisst ^^

Fazit :
Geniales Spiel, für klein und (vor allem) groß, die sich gerne an die alten Cartoons erinnern wollen oder einfach mal wieder ein Meisterstück der Jump'n Run Spiele zocken wollen. Dieses Spiel braucht sich hinter Mario und Co. überhaupt nicht verstecken, ich habs in mein Herz geschlossen....
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Disney Micky Epic
Disney Micky Epic von Disney (Nintendo Wii)
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