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38 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen " Alles zernagt die Zeit " ( Ovid)
Als junge Studentin habe ich vor vielen Jahren den hervorragenden Roman " Der Leopard" von Giuseppe Tomasi di Lampedusa das erste Mal gelesen. Eine aus Mailand stammende Kommiliton hatte ihn mir wärmstens empfohlen. Ich war von der Lektüre begeistert. Zu Beginn dieses Jahrtausends las ich die Neuübersetzung " Der Gattopardo" und war immer noch angetan...
Veröffentlicht am 1. November 2008 von Helga König

versus
42 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Veralteter Transfer
Die BD hat leider den alten Transfer von Criterion/BFI, der der neuen digitalen Restaurierung in 4K nicht das Wasser reichen kann. Sieht aus wie VHS verglichen mit DVD. Elektronischer Videolook dem es an echter Schärfe und Detail fehlt. Dafür Nachschärfungsartefakte, und ein inkorrekter Bildausschnitt. Wer deutsche Untertitel braucht sollte auf die neue...
Veröffentlicht am 27. März 2011 von M. Hafner


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42 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Veralteter Transfer, 27. März 2011
Von 
M. Hafner (Switzerland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Leopard [Blu-ray] (Blu-ray)
Die BD hat leider den alten Transfer von Criterion/BFI, der der neuen digitalen Restaurierung in 4K nicht das Wasser reichen kann. Sieht aus wie VHS verglichen mit DVD. Elektronischer Videolook dem es an echter Schärfe und Detail fehlt. Dafür Nachschärfungsartefakte, und ein inkorrekter Bildausschnitt. Wer deutsche Untertitel braucht sollte auf die neue Version warten. Für die anderen gibt es die französische Blu Ray mit dem neuen Transfer. Allerdings auch erzwungene französische Untertitel bei der Originalfassung.
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38 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen " Alles zernagt die Zeit " ( Ovid), 1. November 2008
Von 
Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Leopard (DVD)
Als junge Studentin habe ich vor vielen Jahren den hervorragenden Roman " Der Leopard" von Giuseppe Tomasi di Lampedusa das erste Mal gelesen. Eine aus Mailand stammende Kommiliton hatte ihn mir wärmstens empfohlen. Ich war von der Lektüre begeistert. Zu Beginn dieses Jahrtausends las ich die Neuübersetzung " Der Gattopardo" und war immer noch angetan.
Vorhin sah ich den 1963 gedrehten Film abermals, den Lucchi Visconti aufgrund dieser Romanvorlage drehte.
Erzählt wird der allmähliche Untergang eines Adelsgeschlechts, stellvertretend für viele andere, im 19.Jahrhundert in Sizilien. Der abgeklärte sehr nachdenkliche Fürst Salina ( Burt Lancaster ) sieht mit großer Skepsis den Beginn eines neuen Zeitalters und weiß, dass er sich arrangieren muss, um nicht unterzugehen. Seine sieben Kinder verfügen schon nicht mehr über die Stärke , um sich dem Neuen- der bürgerlichen Gesellschaft- zu widersetzen oder gar eine führende Rolle in diesem neuen System zu übernehmen und auf diese Weise die Veränderungen zu ihrem Vorteil zu nutzen.
Ganz anders sein Neffe Tancredi ( Alain Delon ), den er sehr liebt. Er ist ein typischer Vertreter dieser neuen Zeit . Sehr karrierebewusst und ideologisch wetterwendisch agiert er, wenn es seinem persönlichen Fortkommen dient.
Salina sieht dies alles, mahnt es aber nicht an, sondern begreift es als den Lauf der Dinge.
Zu Beginn des Filmes werden die politischen Verhältnisse in Italien zur Zeit des Filmgeschehens verdeutlicht, auch die starken Bezüge zur katholischen Kirche.
Der italienische Freiheitskämpfer Garibaldi erhebt sich gegen die französischen Bourbonen. Tancredi sympathisiert mit den Zielen Garibaldis und kämpft in der Rebellenarmee. Die Kämpfe werden mit viel Aufwand dargestellt. Man zeigt in der Folge auch die typischen Kriegsgewinnler, die sich nach Auseinandersetzungen jedwelcher immer ihren Schnitt zu machen suchen. Tancredi verliebt sich in Angelica, die bildhübsche Tochter( Claudia Cardinale ) einer solchen Person, vielleicht auch ein wenig in das Geld des Alten.
Der 178 Minuten andauernde Film wartet u.a. mit einer grandiosen Ballszene auf. Claudia Cardinale und Alain Delon bestechen durch ihre jugendliche Schönheit . Von den beiden jungen Aufsteigern geht eine Kraft aus, die die müde, adelige Ballgesellschaft zu bloßen Stastisten degradiert. Nur Salina besitzt das Charisma , um die Aura der beiden Tänzer für eine Weile zu brechen. Der alte Fürst tanzt mit Tancredis Verlobten und demonstriert, dass er immer noch die Attraktivität besitzt selbst die schönsten Frauen für sich zu gewinnen.
Die Ballgesellschaft ist begeistert von dem altermäßig ungleichen tanzenden Paar. Augenscheinlich genießt Salina den Moment dieses Tanzes, führt die schöne Angelica dann aber sogleich zu ihrem Verlobten. Der Leopard weiß, das seine Zeit abgelaufen ist und akzeptiert diese Tatsache mit großer Würde und voller Demut.

Ein wunderbarer Film mit bemerkenswerten Bildern von der sizilianischen Landschaft, von der prachtvollen Innenausstattung des Palastes des Fürsten Salina, und einer Vielzahl sehr schöner Kostüme, insbesondere die aufwändigen Ballkleider begeistern den Betrachter. Bemerkenswert ist, dass viele Textpassagen dem Roman entnommen sind und auf diese Weise das intellektuelle Niveau des Films nicht unter den des Romans fällt.

Empfehlenswert!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen IL GATTOPARDO - Visconti's Opus magnum auf Blue-ray, 18. März 2012
Von 
j.h. "corleone29" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Leopard [Blu-ray] (Blu-ray)
Sizilien um 1860. Der alternde Fürst Don Fabrizio (Burt Lancaster) stellt sich zur Überraschung seiner Standesgenossen auf die Seite der bürgerlich-liberalen Kräfte. So hat er auch keine Einwände gegen die Hochzeit seines Neffen Tancredi (Alain Delon) mit der Tochter des opportunistischen Bürgermeisters Calogero Sedara (Paolo Stoppa), da eine Vermischung der begüterten Bourgeoisie mit der zum Abstieg verurteilten Aristokratie ohnehin nur eine Frage der Zeit ist. Gleichzeitig verweigert er aber seine Mitarbeit am neuen Königreich Italien: "Wir waren die Leoparden. Unseren Platz werden Schakale, Hyänen und Schafe einnehmen." Bei einem Ball begegnen sich schließlich alte und neue Gesellschaft zu einem grandiosen Totentanz.
Luchino Visconti (1906-1976) schuf ein bewegendes historisches und gesellschaftliches Panoramabild von faszinierender Schönheit und analytischer Schärfe. Seine Sympathie gilt der überlebten Herrschaftsschicht, die dem Volk näher steht als die bürgerlichen Emporkömmlinge, die für Visconti eine direkte Verbindungslinie zum Mussolini-Faschismus darstellen. Dieser Dialektik entsprechend bewegt sich der Stil des Films zwischen blühender Pracht und morbidem Glanz.
Viscontis Film war in Deutschland jahrelang nur in gekürzter Fassung (161 min) zu sehen. Die Blueray enthält die vollständige, 26 Minuten längere Fassung, die bereits ab 1993 mehrfach im ZDF zu sehen war und 2004 erstmals auf DVD von Koch-Media veröffentlicht wurde. Im Gegensatz zur DVD wurden die eingefügten Passagen nunmehr nachsynchronsisiert, wobei die Wahl der Sprecher wohl nicht immer glücklich war.

Bild- und Tonqualität sind dem Alter des Films angemessen gut. Im Vergleich zur DVD-Edition von 2004 wurde das Bildmaterial sichtbar verbessert. Die neue Qualität des Mediums Blue-ray kommt sichtbar zur Geltung.
Als Bonusmaterial enthält die Blue-ray ein 2003 geführtes Interview mit dem Produzenten Goffredo Lombardo (1920-2005 /deutsch untertitel), den französischen und italienischen Kinotrailer, Wochenschauaufnhamen von der Premiere sowie eine Bildergalerie mit Werbematerial.
Leider wurde auf das informative 16seitiges Booklet mit einem Text des Münchner Filmhistorikers Robert Fischer, dass der DVD-Special-Edition beilag, verzichtet. Auch eine Dokumentation über Luchino Visconti wäre wünschenswert gewesen.
Fazit: DER LEOPARD sollte in keiner filmhistorisch orientierten Sammlung fehlen und ein Austausch der DVD ist durchaus emfehlenswert.
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lampedusa hätte sich gefreut!, 8. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Leopard (DVD)
Oftmals ist es ja so, daß die Filmfassung hinter ihrer literarischen oder historischen Vorlage aufgrund von Ungenauigkeiten und mehr als freier Interpretation seitens des Regisseurs zurücksteht. Dies kann man im Bezug auf Viscontis dreistündiges Werk absolut nicht behaupten. Im Gegenteil, durch die fast peinlich genaue Visualisierung der literarischen Vorgabe sowie die fast immer wiederkehrenden Zitate aus dem Roman wird selbiger erst zum Leben erweckt. Selbst kleinste Details kann man wiedererkennen: die Gemälde der Familiengüter im Arbeitszimmer des Fürsten von Salina, die "kräftigen biscotti di Monforte", die Padre Pirrone, Salinas Beichtvater, so gern zum starken Kaffee genießt, den Palast in Donnafugata mit seinen vielen unbewohnten Gemächern, die Tancredi und Angelica neugierig durchstreifen, ganz abgesehen von den nicht nur wunderschönen sondern vor allem auch historisch korrekten Kostümen und Frisuren. Auffallend ist auch die sorgfältige und typgerechte Auswahl der Schauspieler, allen voran natürlich Burt Lancaster, Claudia Cardinale und Alain Delon. Doch auch alle Nebenfiguren sind glaubwürdig und romangerecht besetzt. Nur das Ende des Films wurde im Bezug auf den Roman insofern verändert, als er nicht mit dem Tod des Fürsten und der Jahre danauf folgenden Beschreibung des traurigen Daseins der einsamen Concetta und ihrer unverheirateten Schwestern endet - sondern in der letzten Szene den Fürsten seine Sehnsucht nach der Ewigkeit der Sterne ausdrücken läßt, während nur wenige Minuten zuvor Deserteure aus der neuen italienischen Armee erschossen werden. Im Roman wird davon nichts erwähnt, doch es erscheint nicht als störender Zusatz, da dies sich durchaus so zugetragen haben könnte. Einzig und allein die Darstellung des Generals Pallavicino ist nicht ganz korrekt. Pallavicino ist im Film nur ein geschwätziger Prahlhans, der im Kreise der Damen von seinen Heldentaten berichtet. Im Roman hingegen hält Fabrizio di Salina den General nach dessen erstem Auftreten zunächst wirklich nur für einen eitlen und hirnlosen Fatzke, revidiert sein Urteil später am Abend während eines interessanten Zwiegesprächs jedoch sehr gründlich. Doch diese kleine Ungenauigkeit sei angesichts des Gesamtwerks gern verziehen, denn der ganze Film - wie übrigens auch seine Opernregien - zeugt von Viscontis Perfektionismus, mit dem er an diese nicht leicht zu bewerkstelligende Aufgabe heranging, und es wäre heutigen Film - und vor allem "Opernregisseuren" zu wünschen, daß sie auch nur ein Fünftel dieser Liebe zum Detail und dieses Respekts vor der Vorlage aufweisen könnten.
Absolut stimmig ist auch die Filmmusik, die von keinem geringeren als Nino Rota komponiert wurde, der für die Ballszene einen bis dahin unveröffentlichten Walzer Giuseppe Verdis bearbeitete.Tomasi di Lampedusa, der als Sproß eines altes sizilianischen Adelsgeschlechts sicherlich auch einen Teil seiner eigenen Geschichte in seinem Roman verarbeitet hat, konnte weder diese grandiose Verfilmung noch die Veröffentlichung seines Romans miterleben, da er schon 1957 an Lungenkrebs starb. Uns bleiben heute beide Werke, die eine ganze Epoche mit ihren Umbrüchen und Neuanfängen glaubwürdig und poetisch schildern.
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der schönste Film des 20sten Jahrhunderd, 10. Februar 2004
Hoffentlich dauert es nun nicht mehr lange bevor "Il Gattopardo" auf DVD erscheint. Es ist mir unklar warum die DVD-Industrie so wenig Interesse hat an die Filme von Luchino Visconti. So ist
"Senso" in 1998 in der USA erschienen und jetzt nicht mehr zu
bekommen. Und warum wird - auch bei die wichtigen klassische Filme- noch immer nachsynchronisiert. Das ist doch vollkommen altmodisch und unartvoll. Ich glaube, das wird im Westen nur noch
in Deutschland gemacht! Das wird doch auch nicht mehr bei Opern gemacht! Stellen Sie sich vor: eine Mozart oder Wagneroper auf englisch. Wir wissen, das die Hauptdarsteller Burt
Lancaster und Alain Delon sich alle Mühe gegeben haben um Italienisch zu lernen und zu sprechen. Überdies ist das Italienisch in "Il Gattopardo" sehr flüssig und klangreich.Bei so eine
bedeutsame Film,der in Italien kulturgeschützt ist brauchen wir Untertitel in alle Weltsprachen: Englisch, Spanisch, Französisch,
Deutsch, Russisch, Chinesisch, Arabisch.

Seit man der originale Negativfilm von "Il Gattopardo" in London
wieder hat gefunden brauchen wir nicht mehr die gekürzte und in
Farbe geänderte Version aus der USA zu sehen. Die Original-Länge
ist ungefähr 180 Minuten.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anspruchsvoll..., 26. November 2011
Von 
A. Krause (Bremen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Leopard [Blu-ray] (Blu-ray)
aber trotzdem in jeder Sekunde unterhaltsam..ganz dicht an der grandiosen Romanvorlage, die auch jedem zu empfehelen ist. Visconti hat alle Rollen perfekt besetzt und den inneren Konflikt des an Macht verlierenden Aristokraten grandios dargestellt. Dazu wunderschöne Landschaftsaufnahmen und eine bis ins Detail ausgelotete Filmmusik. Besonders angenehm ist, dass die Charaktere tief gezeichnet und vielschichtig sind...technisch lohnt sich die Blu-Ray durchaus, weil durchaus mehr Schärfe im Film ist - allerdings ist die Qualität nicht mit zeitnahen Produktionen vergleichbar. Sehe mir den Film immer wieder einmal gerne an...
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Opulentes Historienepos - ein Klassiker!, 30. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Leopard (DVD)
Luchino Visconti, einer der einflussreichsten Künstler des klassischen europäischen Autorenkinos, inszeniert im Jahr 1963 diese Geschichte der Pracht und des Zerfalls einer untergehenden Klasse als opulentes Historienepos. Virtuos arrangierte Breitwandbilder, satte Farben, üppige Dekors und Kostüme, ein klangvoller Orchesterscore von Nino Roti, eine verführerische Claudia Cardinale, ein adonisgleicher Alain Delon und Burt Lancester in einer seiner besten Rollen als der "Leopard", als stolzer und doch sein Altern und den Untergang seiner Klasse hinnehmender Fürst - die Verfilmung des berühmten Romans "Il Gattopardo" von Tomasi di Lampedusa ist ein kinematografischer Augenschmaus, der nicht umsonst bei den Filmfestspielen von Cannes 1963 als bester Wettbewerbsfilm ausgezeichnet wurde und zahlreiche weitere Preise gewann.

Anders als die bisherigen deutschen DVD-Veröffentlichungen, in denen einzelne Szenen nur in der Originalsprache mit deutschen Untertiteln verfügbar waren, enthält die neue Fassung von Koch Media den ungekürzten Film in einer vollständig synchronisierten Fassung. Die schiere Länge des Films hat allerdings den Nachteil, dass sich die notwendige Komprimierung bisweilen doch etwas auf die Bildqualität auswirkt, auch wenn diese insgesamt dennoch gut ist. Eine Alternative kann da allerdings nur eine Aufteilung auf zwei DVDs bieten, die auch nicht jedem behagt, oder eben der Griff zur Bluray Disc, die zeitgleich bei Koch Media erschienen ist. An Extras bietet die Einzel-DVD lediglich den italienischen Kinotrailer sowie eine Slideshow mit rund sechzig Stills aus dem Film.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehenswerter Klassiker, 23. Mai 2013
Von 
Tanja Heckendorn "heckendorn" (Lörrach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Leopard (DVD)
Dieser Film ist ein opulenter Augenschmaus mit seinen sizilianischen Landschaftsbildern, prächtigen Salons und der herrlichen Kleidermode des 19. Jahrhunderts. Dafür wurde das alte Material durch die vollständige HD Bearbeitung aufpoliert und erstrahlt in neuem Farbglanz. Wer die reich ausgestatteten Klassiker wie Vom Winde verweht oder Doktor Schiwago liebt, der wird auch Gefallen an dieser traurig-schönen Geschichte finden. Im Mittelpunkt steht der Fürst von Salina, dargestellt durch Burt Lancaster, der in den 1860er Jahren erkennen muss, dass die Aristokratie in Sizilien dem Untergang geweiht ist.

"Wenn wir wollen, dass alles bleibt wie es ist, dann ist es nötig, dass alles sich verändert."

Diese Worte spricht der ehrgeizige Tancredi (junger Schönling: Alain Delon), ein verarmter Aristokrat, zu seinem Onkel, dem Fürsten von Salina, als er ihm seine Absicht mitteilt, dass er sich dem Revolutionär Garibaldi anschließen wird, der im Mai 1860 auf Sizilien gelandet ist. Aber natürlich wird nichts bleiben, wie es ist und der Fürst ahnt es bereits jetzt, am Anfang der Geschichte. Dennoch versucht das Hause Salina, eine gewisse Ordnung auch in Kriegszeiten aufrecht zu erhalten und mit der Bereitschaft zur Anpassung an neue Gegebenheiten das Schlimmste zu vermeiden.
Natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte und die betrifft den schneidigen Tancredi, der an der historischen Schlacht von Calatafimi (dazu gibt es eine längere Mord- und Säbelszene) teilgenommen hat und als ehrenvoll Verwundeter zu der Familie zurückkehrt. Er wäre der Fürstin liebster Schwiegersohn und tatsächlich macht sich Cousine Concetta Hoffnungen, ihrem Vetter die Hand zu Ehe zu reichen. Allerdings haben die Damen, im Gegensatz zum Fürsten, den Ehrgeiz des jungen Mannes unterschätzt. In der neuen Gesellschaft von Palermo strahlt ein aufgehender Stern vom Firmament: Angelica (Claudia Cardinale), die Tochter des Bürgermeisters Don Calogeros (Paulo Stoppa). Natürlich ist die Familie neureich und ohne Manieren, aber Angelica ist wunderschön und bringt das nötige Kleingeld mit, das ein aufstrebender Mann für eine politische Karriere braucht. Zur Überraschung aller, unterstützt der Fürst von Salina die Verbindung zwischen der Inselschönheit und seinem Neffen. Sind die beiden jungen Leute die Zukunft eines neuen Siziliens?

Luchino Visconti hat den Roman von Giuseppe Tomasi di Lampedusa, der in seinem Werk die Geschichte seiner eigenen Familie verarbeitet hat (und im Wappen tatsächlich einen Leoparden vorweisen konnte) leicht verändert, um dem klassischen Stoff seine Schwere zu nehmen. Das ist ihm auch gut gelungen, aber gegen Ende wird die Geduld des Zuschauers dann doch etwas strapaziert. Die vorletzte Szene ist eine beinah ewig dauernde Ballsequenz, wobei die prächtigen Räumlichkeiten im Obergeschoss des "Gaugi-Valguarnera-Palastes" in Palermo als stilvolle Kulisse dienten. Allein die legendäre Tanzszene des Fürsten mit Angelica adelt die ansonsten unnötig in die Länge gezogene Szene.

Von dem Dreigestirn Burt Lancaster, Alain Delon und Claudia Cardinale, ist nur die Dame wirklich aus Sizilien. Der Gesamteindruck wird dadurch aber keineswegs beeinträchtigt. Das Zusammenspiel zwischen den Hauptbeteiligten funktioniert wunderbar, und Claudia Cardinale hat genug sizilianisches Temperament und Ausstrahlung für alle. Erwähnenswert ist außerdem die Rolle des Paters Pirrone, dargestellt von Romolo Valli. Die amüsanten Auseinandersetzungen zwischen Kirchenmann und dem weltlichen Fürsten tragen sehr zur Auflockerung des Filmes bei und ja, die Badewannenszene ist wirklich gelungen.

Obwohl der Film digital überarbeitet wurde und es eine Freude ist, die Muster und Spitzen der Damenkleider ganz genau zu sehen, hat das Bild manchmal kleine Schwächen. Einige Innenaufnahmen sind etwas dunkel und die Landschaftsbilder scheinen vor Hitze zu flirren, was gar nicht schlecht passt, aber wahrscheinlich hat hier vorher das Bild geflackert und gerauscht. Der Ton dagegen ist ohne Makel und der unbekannte Walzer von Verdi erklingt in guter Qualität.

Diese neue Langfassung des Leoparden ist ein Fest für Filmliebhaber, welches man sich trotz kleiner Schwächen und Längen nicht entgehen lassen sollte!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Ausnahmefilm, 2. Oktober 2003
Von Ein Kunde
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Endlich erscheint der opulente Geschichtsfilm "Der Leopard" von Visconti auf DVD. Ein wirklich gelungenes verspätetes Weihnachtsgeschenk.
Ein opulentes Epos mit Überlänge und wenig actionreicher Handlung. Die Bilder des Films wirken stellenweise wie Gemälde. Das grosse Thema "Vergänglichkeit" wird hier von langer Hand virtuos geplant und kommt erst mit der detailreichen Ballsequenz und wenn Burt Lancaster fernab des turbulenten Treibens in den Spiegel schaut, mit voller Intensität und Wucht zum Zuschauer.
Ein ganz grosser Film mit lauter magischen Momenten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wirklicher Klassiker!, 2. Dezember 2009
Das ist ein Gesellschafts- und Zeitgemälde wie es das vergleichbar nur noch bei Thomas Mann und seinen "Buddenbrooks" gibt. Echte klassische Literatur, die man gelesen haben muß! Ebenso genial ist diese legendäre Verfilmung des Stoffes mit Burt Lancaster, Alain Delon und der berühmten CC. Natürlich verkürzt der Film den Roman aber zugleich entschädigt er mehrfach durch seine Darsteller (auch in den Nebenrollen), die phantastische Darstellung Siziliens, der Gesellschaft und der politischen Zusammenhänge - insgesamt eine opulente, sehr malerische und zugleich pointierte Dramaturgie. Auch als Film ein echter Klassiker!
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Der Leopard
Der Leopard von Giuseppe Tomasi di Lampedusa (DVD - 2010)
EUR 4,99
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