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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rock `n' Roll der Laune macht
Was soll man zu dieser CD groß schreiben? Purer Rock 'n' Roll vom Feinsten! Ein John Lennon ohne Botschaft, ohne einem Gesäusel von Yoko, aber dafür mit soviel Lebensfreude wie man es selten von ihm gewohnt war! Alles Klassiker wie Be-Bop-A-Lula oder Stand by me - Songs aus John`s Jugend, die er wohl sehr mochte. Genial: seine Version von "Ya Ya"...
Am 28. Dezember 2000 veröffentlicht

versus
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Twilight Of The Remaster
Gleich vorab: Das originale Album "Brighter Than A Thousand" von 1986 halte ich persönlich für eines der unterschätztesten und besten Werke Killing Jokes.
Auf keinem anderem Album zeigte sich die Band in Sachen Arrangements, Texte und Umsetzung ambitionierter als hier. Das bedeutet nicht, dass BTATS das non plus ultra in Killing Jokes sehr...
Veröffentlicht am 12. Dezember 2009 von M. Rosenberger


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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rock `n' Roll der Laune macht, 28. Dezember 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Rock 'N' Roll (Audio CD)
Was soll man zu dieser CD groß schreiben? Purer Rock 'n' Roll vom Feinsten! Ein John Lennon ohne Botschaft, ohne einem Gesäusel von Yoko, aber dafür mit soviel Lebensfreude wie man es selten von ihm gewohnt war! Alles Klassiker wie Be-Bop-A-Lula oder Stand by me - Songs aus John`s Jugend, die er wohl sehr mochte. Genial: seine Version von "Ya Ya" oder "You can catch me". Man merkt den Songs an, dass es John einfach Spaß gemacht hat. Und was ist daran schon auszusetzen? Paul McCartney hat's ihm dieses Jahr mit seinem Album "Run Devil Run" erst nachgemacht. In meiner Jugend war mir gar nicht bewusst, was für eine Perle dieses Album ist, wohl auch deshalb nicht weil keine "eigenen" Songs von John darauf zu finden sind - aber was soll's! Let's Rock!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der chaotische Weg 'Back to thr roots', 8. Januar 2006
Von 
J. Lange (Frankfurt am Main) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Rock 'n' Roll (Audio CD)
Dies ist wohl die seltsamste Platte John Lennons, die zu seinen Lebzeiten entstanden ist. Unter dem Druck eines Musik-Publizisten, 'Come Together' (der Beatles-Song) soll zu große Ähnlichkeit mit einem von diesem Publizisten verlegten Song ('You can catch me' von Chuck Berry) gehabt haben, einigte er sich mit diesem, ein Album aufzunehmen, welches nur Stücke enthalten sollte, die von diesem Publizisten verlegt wurden. Begonnen wurden die Aufnahmen mit Phil Spector als Produzenten, endeten aber bald im Chaos (belegt durch Dialoge auf John Lennons 'Anthology'). John Lennon hat dann das Album selbst fertig produziert.

So gibt es heute ein von John Lennon eingespieltes Album mit Rock 'n Roll-Klassikern ohne eine einzige Eigenkomposition. Die Stücke erscheinen mir nicht alle gelungen, besonders die Chuck Berry-Nummern sind recht langsam und gedehnt gespielt, aber die Aufnahmen haben ihren Reiz. Natürlich ist es die Stimme von John Lennon, die das ganze Album trägt. Die neue Abmischung steigert diesen Eindruck noch. Der Klang ist transparenter geworden, feine Nuancen gehen nicht mehr im Klangbrei unter. Anspieltips: 'Stand by me', 'Peggy Sue', 'Angel Baby', 'Rip it up/Ready Teddy' und 'Just because'.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Twilight Of The Remaster, 12. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Brighter Than a Thousand Suns (Audio CD)
Gleich vorab: Das originale Album "Brighter Than A Thousand" von 1986 halte ich persönlich für eines der unterschätztesten und besten Werke Killing Jokes.
Auf keinem anderem Album zeigte sich die Band in Sachen Arrangements, Texte und Umsetzung ambitionierter als hier. Das bedeutet nicht, dass BTATS das non plus ultra in Killing Jokes sehr abwechslungsreicher Diskografie darstellt, denn darüber entscheidet letztendlich der Geschmack des Hörers. Dennoch kann man dem Album zweifellos attestieren, dass es sich von vielen anderen Werken gerade aus dieser Zeit positiv hervorhebt und dennoch nicht mehr als zum Geheim- bzw. Insidertipp wurde. Möglicherweise lag dies an fehlender Promotion seitens der Plattenfirma, an dem latenten Größenwahn Jaz Colemans und Spannungen innerhalb der Band (nachzulesen in diversen Interviews) oder deren Ablehnung der (vorwiegend) englischen Musikjournaille gegenüber.

Aber zurück zum Album: Anfang 2008 wurde "Brighter Than A Thousand Suns" im Rahmen der Killing Joke Remasterserie mit dem ursprünglichen Chris Kimsey (u.A. Rolling Stones, Duran Duran, INXS) Mix neu aufgelegt und polarisiert, wie man u.A. den Rezensionen hier und anderswo, entnehmen kann.
Das Problem, wenn man es so nennen mag, als solches ist, dass einige Songs durchaus von Kimseys Mix profitieren, was z.B. auf Songs wie "Adorations", "Rubicon" und den beiden Quasi-Bonustracks "Goodbye To The Village" und "Exile" zutrifft, da diese und vorallem erstgenannter lebendiger und straffer klingen als in den Albumversionen von 1986. "Love Of The Masses" wurde sogar noch um eine Strophe ergänzt, die ich bisher nur von einer Liveaufnahme kannte.
Schade jedoch im Gegensatz ist, dass Songs wie "Sanity", "Chessboards", "Love Of The Masses" (trotz Extrastrophe) und "A Southern Sky" ihrer Wärme quasi "beraubt" wurden und nun sehr leblos und etwas steril klingen, wohingegen bei "Twilight Of The Mortal", "Victory" und "Wintergardens" keine sehr gravierenden Unterschiede zum Julian Mendelsohn Mix zu hören sind und scheinbar nur "normal" remastered bzw. equalizertechnisch nachgeholfen wurde.

Insgesamt klingt dieses Remaster von BTATS dadurch doch sehr durchwachsen und ist, trotz der Bonustracks (zwei Remixe & "Ecstasy"), die nicht ganz so spektakulär, wie auf bspw. "Night Time" ausgefallen sind, nicht als Ersatz zum eigentlichen Album von 1986 zu sehen, sondern eher als Ergänzung bzw. Alternative für den Fan. Daher verdient diese Auflage keine höhere Wertung als 3 Sterne von meiner Seite aus; dem Release von 1986 würde ich ohne zu zögern jedoch volle Punktzahl geben und empfehlen sich eben diese Ausgabe zuzulegen und das Remaster bei Gefallen später.
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geschmackssache, 18. März 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Rock 'n' Roll (Audio CD)
Wer knallharte Rocksongs erwartet, wird enttäuscht. "Rock'n'Roll" ist eine Scheibe, die mehr oder weniger bekannte Klassiker im Stile der "Wall-of-Sound" Phil Spectors präsentiert, eine heute etwas eigentümlich klingende Mischung aus 50er und 70er Jahre-Sound, die sich z.B. auch auf "Walles And Bridges" oder George Harrisons "All Things Must Pass" finden lässt. Ausgefeilte bis protzige Bläserarrangements können für manchen Hörer die Songs verschwimmend und monoton erscheinen lassen. Andererseits zeigen sich bei genauerem Hinhören, nun verstärkt durch das Remastering, Detailreichtum und ein opulenter Sound, der durchaus Kultcharakter erringen könnte. Mein Favorit: "Stand By Me". Aber ein Geniestreich ist die Platte nicht, man merkt ihr irgendwie die Verlegenheitslösung an, die sie war.
"Rock'n'Roll" stand von Anfang an unter keinem guten Stern, obwohl John Lennons Wurzeln immer im Rock'n'Roll waren und er derjenige Beatle war, der diese am meisten pflegte. Nach dem Erscheinen der Beatles-LP "Abbey Road" 1969 bekam Lennon Ärger, weil sein Klassiker "Come Together" angeblich ein Plagiat von Chuck Berrys "You Can't Catch Me" gewesen sein soll. Um einen Rechtstreit zu vermeiden, verpflichtete sich Lennon, eine Anzahl Berry-Songs zu covern und zu veröffentlichen. 1973 nahm er dann zusammen mit Phil Spector einige Songs auf, doch dieser brannte mit den Bändern durch. Hastig stellte Lennon die übrigen Songs fertig, um seinen Vertrag zu erfüllen und Ausgaben mit den Spector-Bändern (Bootleg: "Roots") zuvorzukommen. Damals war Lennon damit nur mäßig erfolgreich.
50er und 70er und John Lennon - eine eigentümliche Mischung, die einfach Geschmackssache ist. Vor dem Kauf reinhören!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das "gewöhnliche" Gorillaz Album, 15. Februar 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: D-Sides (Audio CD)
Jeder wird auf dieser Platte einen Makel finden. Es wird wohl niemanden geben, der von allem so überzeugt ist, sich diese CD's ohne irgendwann einmal ein Lied zu überspringen durchzuhören. Aber gerade das macht sie aus! Ich zum Beispiel habe mir noch nie den 10 Minuten langen Quiet Village Remix von Kids with Guns antun können. Dennoch möchte ich diesem Album seine verdienten 5 Sterne geben, denn ich werde mir nie ein Gorillaz-Album kaufen, weil ich es hören und mögen möchte. Vielmehr weil ich beim ersten Hören ein wenig aufhorchen will, mir überlege, was das soll, und erst beim dritten oder vierten mal den Song zu schätzen weiß.

Und natürlich werde ich mir kein Gorillaz-Album kaufen, um es Abends zu hören und dabei einzuschlafen. Wenn ich Musik à la Carte haben möchte, die von Track zu Track keine großen Unterschiede aufweist, dann finde ich davon um mich herum genug preisgekrönte Diven. Aber den Mut ein tatsächliches reines "Geschramme" wie "Murdoc is God" auf ein Album zu bringen mit "Stop the Dams" findet man doch nur bei Gorillaz.

Ich weiß den "Unsinn", 2-D und seine Freunde zu fabrizieren vermögen, zu schätzen, ich höre ihre Musik gerne und werde es so lange tun, bis sie ihre Musik "zu gewöhnlich" machen.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lennon's Rückblick!, 22. April 2002
Von 
Rezension bezieht sich auf: Rock 'N' Roll (Audio CD)
Jahrelang hatte Lennon, zuerst mit den Beatles und dann mit einigen seiner Solo-Produktionen, die Musikwelt in Atem gehalten und war immer wieder neue Wege für nachfolgende Bands geschaffen. Während nun andere die Führungsarbeit übernahmen, blickt er noch einmal zurück und besinnt sich seiner Wurzeln um danach für 5 Jahre dem Musikbusiness denn Rücken zu kehren. Und er schlägt dabei McCartney's Versuche (Run Devil Run oder Chobba B CCCP) um Längen. Stand By Me kennt jeder, aber auch Songs wie You Can't Catch me, Bring it on home to me, Just Because oder Ain't That A Shame sind Kennern vertraut und lassen erkennen, wieviel Freude John bei dieser Produktion hatte! Cover-Versionen aufnehmen ist auch eine Kunst - erst recht wenn es so formvollendet geschehen ist wie hier von einem großen Künstler unserer Zeit. Ein Muß für Fans von "Oldies" aber auch empfehlenswert für alle, die an Musik abseits von Techno, Rap und Hipp-Hopp Interesse haben. That's real Rock'n'Roll!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen interessante Musik, 14. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: D-Sides (Audio CD)
wobei "interessant" hier nicht die kleine Schwester von Schei.. ist, sondern wirklich ganz wörtlich genommen werden kann: die Musik klingt einfach völlig ungewöhnlich und interessant. Auch nachdem die beiden ersten CDs schon jahrelang in meinem Autoradio rotieren, höre ich immer noch neue Details, die mir vorher nie bewusst aufgefallen sind. Klasse!

Die erste CD der D-Sides habe ich mir nun so ca. 9mal angehört und finde sie wieder richtig, richtig gut. Die zweite CD habe ich erst einmal durchgehört, auf den ersten Hörer gefällt mir die erste besser, aber das kann sich auch noch ändern.

Beschreiben kann man die Musik natürlich nur ansatzweise - es mischen sich 80er Jahre Beats mit Funky Gitarrensound, ab und zu klingt es wie der Soundtrack zu einem uralten Videospiel, oder es wird einfach drauflosgeschrammelt wie in "Murdoc is God" - Abwechslung wird auf jeden Fall groß geschrieben. Rundum gut, die Platte, Tiefpunkte hat sie für mich eigentlich nicht - das Stück "Hong Kong" skippe ich ab und zu, das ist mir oft zu ruhig.

Mehr davon!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Imma put you to bed... ;), 8. Oktober 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Back of My Lac' (Audio CD)
Nach massigen RnB Meisterwerken in diesem Jahr von Lil Mo, Kelly Rowland, Kev Samples über Jagged Edge bishin zu Pretty Ricky und Sean Kingston wagt sich nun ein neues Gesicht namens "J. Holiday" in die große und weite RnB Welt. Dieser legt mit seinem Album "Back of my lac" ein beachtliches Debut hin und zeigt, dass er schon jetzt ein riesengroßes Potenzial hat. Die erste Singleauskopplung "Bed" ist ein richtiger Ohrwurm mit einer wunderschönen Melodie die perfekt zu dem langsamen Beat passt und einfach nur genial mit J's Stimme harmoniert...eben eine Bilderbuchballade die ihr am besten mit eurem Girl hören solltet ;). Der Titeltrack "Back of my lac" hat so ein bisschen Hip Hop Flavour mit drin genauso wie "Thug Commandments" und das sehr geile "Be with me" was sicher jeden Club zum brennen bringt. Der Rest des Albums v. a. die zweite Hälfte erstreckt sich dann eher mit schönen Slow Jamz und Balladen. Ein weiteres Highlight ist eindeutig "Suffocate", auch hier stimmt mal wieder alles und macht den Song einfach nur perfekt. Desweiteren kann sich noch "Without You" zu einem Top-Song ernennen. Vom Gesamteindruck ist "Back of my lac" ein gelungenes Werk, das aber durchaus noch besser hätte werden können...was solls "Bed" allein ist es schon Wert dieses Album sein eigen nennen zu dürfen.

PeAcE
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Drin, was drauf steht, 10. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Greatest Hits (Audio CD)
Best of - wie beschrieben. Alle Hits der 90er Girlie-Band sind darauf zu finden. Derene erster Hit Wannabe darf dabei natürlich nicht fehlen, wie 2 Become 1 - eine lupenreine Ballade oder Holler und Spice Up Your Life mit fetzigem Sound. Guter Schluss und auch historisch richtig am Ende der CD gesetzt: Goodbye.
Alles drauf, alles drin - guter Kauf.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hausmannskost - 2000 Remaster, 28. Juni 2009
Von 
Toby Tambourine (Gießen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Double Fantasy (Audio CD)
Nach fünfjähriger Pause veröffentlichte John Lennon diese Platte kurz vor seinem Tod als Comeback. Er hatte noch einiges vor, wie die Titel der posthum veröffentlichten Platte "Milk and Honey" sowie die vielen Demos auf "John Lennon Anthology" belegen. (Diese Tatsache widerlegt auch seine oft zitierte Behauptung, er habe seine Gitarre "buchstäblich 5 Jahre lang nicht von der Wand genommen".)

Bezeichnend ist, dass John Lennon im Grundton eher zufrieden klingt und von häuslichem Glück oder Alltagsproblemen erzählt (und nicht wie früher von einem Cold Turkey, dem Weltfrieden oder Revolutionsaufrufen), und es überrascht deshalb nicht, dass die Platte dementsprechend deutlich poppiger und weniger rockig ausfällt als ihre Vorgänger. Zwar klingt er hier nicht so wütend wie auf beispielsweise What you got ('74), dafür aber auch nicht so weinerlich und selbstmitleidig wie auf z.B. How? ('71).

Nach seiner katastrophalen "Some Time in New York City" (1972) war dies die zweite "reguläre" John & Yoko-LP. Mein Problem mit dieser Platte ist, daß man Yoko Onos Lieder mitkaufen muß - und seien wir ehrlich, nur wegen John kaufen wir doch dieses Album. Allein dafür gibt's schon Punktabzug. Dabei muß ich einräumen, dass Yokos Sachen gar nicht mal sooo schlecht sind und die von John gar nicht mal sooo gut... (Kenner schätzen an der 1990 veröffentlichten 4-CD-Box "Lennon" u. a., dass man auf CD Nr. 4 alle von Johns Liedern von "Double Fantasy" und "Milk and Honey" ungestört hintereinander weghören kann, als seien sie EIN Album.)

Produktionstechnisch ist John Lennon mit dieser Platte glücklich in den Achtzigern gelandet, sie klingt druckvoll und warm, und die Musiker spielen sehr gut und songdienlich.

Von Yokos Liedern gefällt mir nur Yes I'm your Angel richtig gut; der Rest ist eher belanglos, und so avantgardistisch und New Wave-mäßig finde ich ihre Sachen durchaus nicht. Wenn es stimmt, dass Yoko am Ende von Kiss Kiss Kiss einen echten Orgasmus ins Mikro stöhnt, dann fallen mir spontan 2, 3 Sängerinnen ein, denen ich dabei lieber zuhören würde.

Kommen wir zu John Lennons Liedern: Cleanup Time und Dear Yoko sind ebenfalls recht belanglose Albumfüller. Bleiben seine 5 "Hits": (Just like) Starting over ist ein klein wenig bieder, hat aber einen netten Fifties-Touch. Ich mag's. Sein Schlaflied für Sohn Sean, Beautiful Boy (Darling Boy), ist zwar von der Idee her rührend, in der Umsetzung aber ähnlich süßlich überproduziert wie schon Good Night für seinen Sohn Julian (der damals ebenfalls 5 Jahre alt war) vom "Weißen Album" der Beatles. I'm losing you ist da schon besser, dreckig und bluesig; wobei die ungeschliffenere "Anthology"-Version noch rauer und spannungsgeladener rüberkommt. Woman, ein weiterer Radio-Hit, ist sozusagen Lennons Achtziger Jahre-Pendant zu Girl von den Beatles; ein bisschen glatt, ein bisschen nett, geht gut ins Ohr, aber ihm fehlt auch etwas der Biss. Zudem habe ich immer mehr Schwierigkeiten damit, wenn Lennon Lieder über die psychische Abhängigkeit von seiner Frau singt und alle Welt diese als "schöne Liebeslieder" verklärt.

Mein Lieblingslied auf "Double Fantasy" ist Watching the Wheels, ein starker Popsong mit tollen Harmonien, der mich in Aufbau und Instrumentierung an Imagine erinnert; nur besser.

In der entsprechenden nostalgischen Stimmung kann ich diese Platte gut hören; wer allerdings mit den 5 genannten "Hits" nur die Essenz des Albums braucht, ist mit den Samplern "John Lennon Collection" oder besser noch "Working Class Hero" vollauf bedient.

Anders als die seit 1999 erscheinenden Neuauflagen der Lennon-Alben wurden "Double Fantasy" und "Milk and Honey" "nur" remastert, nicht neu abgemischt, was aber auch nicht nötig war und die Integrität der Aufnahmen schön bewahrt; nur dass die Songs jetzt voller und weiter vorne klingen. Im Booklet ist jedem Songtext ein schönes Foto zur Seite gestellt.

Als Bonustracks gibt es den 15sekündigen Schnipsel Central Park Stroll (Dialogue), der wahrscheinlich einer Filmspur entnommen ist, sowie das schöne Pianodemo Help me to help myself, in dem Lennon textlich mit der Zeile "they say the Lord helps those who help themselves" Bezug auf einen Gedanken nimmt, den auch George Harrison auf "Living in the Material World" in dem Song The Lord loves the one (That loves the Lord) geäußert hatte. Die Zeile "Well I try so hard to stay alive / but the angel of destruction keeps on hounding me all around" bekommt im Rückblick den Beigeschmack einer leisen Vorahnung.

Walking on thin Ice von Yokos erstem Soloalbum nach Johns Tod, "Season of Glass", ist "waviger" als der Rest und fällt somit etwas aus dem Rahmen; da es aber der letzte Song war, an dem John am Tag seines Todes noch gearbeitet haben soll, ist er eine sinnvolle Ergänzung.
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Rock 'n' Roll von John Lennon (Audio CD - 2010)
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