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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen To be and not to beatle
Eine der besten Anti-Beatles-Platten stammt von einem Beatle. "Phoney Beatlemania has bitten the dust" - der Vers hätte glatt von John Lennon stammen können, und nicht von The Clash acht Jahre später. "John Lennon/Plastic Ono Band" ist demnach keine leichte Kost, es ist eine radikale Bestandsaufnahme von Lennons Seelenleben um 1970, und...
Veröffentlicht am 1. Mai 2001 von Volker Rivinius

versus
3 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schwer verdauliche Nabelschau
Roger Waters hat einmal gesagt, auf einer Liste mit 50 Songs, die er selbst gerne geschrieben hätte, wären nur ganz wenige davon nicht von Bob Dylan oder John Lennon; und ich bin sicher, er hat sich dabei besonders auf Alben wie "John Lennon/Plastic Ono Band" bezogen. (Sein Magnum Opus "The Wall" mit Pink Floyd 9 Jahre später stellt ja ebenfalls die Reise...
Veröffentlicht am 26. Juni 2008 von Toby Tambourine


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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen To be and not to beatle, 1. Mai 2001
Von 
Volker Rivinius (México DF, Mexiko) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Lennon,John & Plastic Ono Band (Audio CD)
Eine der besten Anti-Beatles-Platten stammt von einem Beatle. "Phoney Beatlemania has bitten the dust" - der Vers hätte glatt von John Lennon stammen können, und nicht von The Clash acht Jahre später. "John Lennon/Plastic Ono Band" ist demnach keine leichte Kost, es ist eine radikale Bestandsaufnahme von Lennons Seelenleben um 1970, und es ist wunderbar gelungen. Kein Pathos, kein Selbstmitleid, weder lyrisch noch musikalisch. Der biographische Background ist zwar, wie so oft bei Lennon, unverzichtbar, doch muss man sich (zum Glück) nicht mit Janovs Urschreitherapie beschäftigt haben, die den Songs zugrunde liegt. Geschrieen wird in der Tat: auf "Mother", "I found out", "Remember" - zornige Auseinandersetzungen mit des Künstlers Kindheit oder dessen Umgebung. Daneben findet man - und das macht "Lennon/Plastic Ono Band" zu einem Album der Kontraste - viel Sanftmütiges, Trauriges ("Love", "Look at me") wie auch Abgeklärtes und Pamphletarisches ("Working Class Hero", "God"). Instrumentiert wurde äußerst sparsam, der mehrstimmige Gesang fehlt beinahe völlig, die Harmonien sind eher dürftig ausgefallen, zumindest, wenn man dieses Album mit dem ein Jahr später erschienenen "Imagine" vergleicht. Dennoch ist das Album vermutlich das Intensivste, was Lennon nach den Beatles produziert hat. Die Songs taugen nicht fürs Radio; vermutlich würden sie Verkehrsunfälle verursachen, sendete man sie.
Das Remastering hat den Songs gutgetan. Als Bonus enthält die CD die Single "Power to the People" sowie die Ferner-Liefen-Produktion "Do the Oz".
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54 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und was bleibt ist Lennon, 25. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Lennon,John & Plastic Ono Band (Audio CD)
Als Fünfjähriger wird John Lennon gezwungen sich zwischen seiner Mutter und seinem Vater zu entscheiden. Er entscheidet sich schließlich für seine Mutter und wächst weiterhin bei seinem Onkel und seiner Tante auf.
Lennon ist vierzehn Jahre alt, als sein geliebter Onkel George stirbt.
Lennon ist siebzehn Jahre alt, als seine Mutter, Julia, bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt.
Lennon ist einundzwanzig Jahre alt, als sein bester Freund Stuart Suitcliffe stirbt.
Mit keiner dieser frühen Tragödien hielt sich John Lennon lange auf. Er schluckte und hakte ab. Dann aber schnell weiter! Keine Zeit zum Trauern! Erst recht nicht während der Beatlemania. Und sicherlich genauso wenig, wenn man auf Drogen war.
Ende des Jahres 1970 ist Lennon dreißig Jahre alt und veröffentlicht sein erstes richtiges Soloalbum "John Lennon/ Plastic Ono Band". Mit dreißig Jahren beginnt ein Mann sich seiner Vergangenheit zu widmen, diese im wahrsten Sinne des Wortes zu bewältigen. Und wie!
"Mother, you had me but I never had you": Lennon singt den Song "Mother" und gibt sofort die Richtung vor. Am Ende des Stückes singt er nicht mehr, er schreit und es sind stets die gleichen Worte:
"Mama don't go, daddy come home!"
Worte, die so intensiv und mit solch einer Verzweiflung vorgetragen werden, dass sie unumgänglich einen sprachlosen Hörer zurücklassen müssen.
"Mother" leitet das persönlichste, ehrlichste und in dieser Ehrlichkeit, härteste Album eines Rockstars ein.
So wie der erste Track, ist das gesamte Werk sehr sparsam, ja nahezu kärglich instrumentiert. Auf diese Weise bleibt viel Raum, welchen John Lennon als Sänger und - bewegend - mit seiner Person auszufüllen weiß. Alles ist meilenweit entfernt von den durchgeknallten Orchesterklängen in "A Day In The Life" oder den abgehobenen Drogentexten zu „Lucy In The Sky With Diamonds" oder „ I Am The Walrus". Nie war John Lennon realer, nie war er mehr: John Lennon!
Wer scheint da als Produzent für ein solches Werk ungeeigneter als Phil Spector?!? Ja, man kann es kaum glauben, aber: Produced by Phil Spector. Nichts erinnert an den Spector-Bombast, den man von seinen früheren Arbeiten kannte. „Plastic Ono Band" ist ganz schlicht und so unglaublich direkt.
Im Folksong "Working Class Hero" treffen wir den Lennon aus Liverpooler Tagen, den Schüler, den Studenten, der sich gegen das System, gegen die auflehnt, die ihm sein Leben vorschreiben wollen. Lennon ist ganz der alte Rebell. Das Stück kann noch so ruhig sein, während Sätzen wie "Keep you doped with religion and sex and TV/ And you think you're so clever and classless and free/ But you're still fucking peasants as far as I can see/ A working class hero is something to be..." liegt große Wut in der Luft. Jederzeit erwartet man, dass er wieder anfängt zu schreien. Doch er bleibt einigermaßen ruhig.
Anschließend auf "Isolation" lernen wir einen vollkommen verunsicherten, von Ängsten geplagten Superstar kennen, der nur wenig mit dem vor Selbstbewusstsein nur so strotzenden Lennon zu tun hat. Ein Mann, der die Welt verändern will, jedoch schon an seinem eigenen Leben kaputt geht. Und - das Schlimmste für ihn - er weiß nicht einmal, wer daran Schuld ist, denn jeder Mensch ist ja auch nur "a victim of the insane". Am Ende des Songs dann die unheilvolle Prophezeiung "The sun will never disappear/ But the world may not have many years/ Isolation!"
Doch es mag noch so viel Kummer, Schmerz und Furcht in diesem Album stecken, ein bisschen Hoffnung lässt uns der Ex-Beatle. Zwischendrin - wenn auch äußerst selten - wird man immer mal wieder an die schönen Seiten des Lebens erinnert. An die Liebe! Zwischen der plötzlichen Explosion, die "Remember" beschließt und dem rauen, hart rockenden "Well Well Well" hört man Lennons Ode an die Liebe. An die Liebe, die so nah ist. Das Lied heißt ganz schlicht "Love". Der Gesang ist auf so unschuldige Weise zerbrechlich, dass man die Worte des Sängers einfach glauben muss. Zweihundert Sekunden, die Leben retten können. Wunderschön!
Auch "Hold On" lässt uns hoffen. Ist Lennon in der ersten Strophe noch ganz mit sich und Yoko, natürlich auch mit Yoko, beschäftigt, so wird er dann im zweiten Teil des Songs ganz unser aller John Lennon. "Hold on world, world hold on/ It's gonna be alright/ You gonna see the light/ And when you're one/ Really one/ Well you get things done/ Like they never been done..." Der Künstler als Utopist. Vielleicht eine Vorwegnahme von "Imagine".
Allerdings gleich nach "Hold On" ist Lennon wieder wie ausgewechselt. Fast punkig anmutend klingt der hässlichste Lennon, den man sich nur vorstellen kann, auf "I Found Out". Als ob er uns am liebsten auf den Boden der Tatsachen zurückprügeln würde.
Später mit "Look at me" ist es wieder ganz ruhig. Da ist auch wieder diese Zerbrechlichkeit in der Stimme des Sängers. Und er fragt "Who am I supposed to be?" oder "What am I supposed to be?" oder ganz einfach:
"Who am I?"
"Nobody knows but me." Er scheint zu diesem Zeitpunkt die Antwort schon zu kennen, der Hörer kommt der Sache erst auf dem vorletzten Song des Albums näher.
In "God" verkündet Lennon "I don't believe in magic/ I don't believe in I-ching/ I don't believe in bible..." Er führt noch viel mehr auf und zuletzt heißt es schließlich:
"I don't believe in Beatles!"
Entschlossen entsagt John Lennon allen Phantastereien, allen Mythen und Legenden, allen Phantomen seines bisherigen Lebens. Er lässt die Vergangenheit hinter sich um mit großer Herzlichkeit "I just believe in me/ Yoko and me/ And that's reality" zu verkünden. Was letztendlich übrig bleibt ist nur John Lennon.
Lennon hat zu sich selbst gefunden, der Traum ist aus und "My Mummy's Dead": Das ist traurig. John Lennon hat gelernt zu weinen und wir weinen mit ihm.
Am Anfang von "Mother" sind Totenglocken zu hören. Zehn Jahre später beginnt sein letztes zu Lebzeiten veröffentlichte Album "Double Fantasy" mit fröhlichem Bimmeln. In diesen zehn Jahren hat John Lennon seinen Frieden gefunden, jedoch nie wieder die Stärke und Intensität von "John Lennon/ Plastic Ono Band"!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fast ohne Yoko, 29. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Plastic Ono Band-Mini Vinyl (Audio CD)
Nach vier eher schwer verdaulichen und größtenteils nicht unbedingt "musikalischen" Alben sind auf "John Lennon Plastic Ono Band" 11 Songs zu hören, von denen die meisten wohl auf einem Beatles-Album gelandet wären, wenn diese sich nicht im Frühjahr 1970 aufgelöst hätten. Über das Album ist an anderen Stellen - in vielen Rezensionen und Büchern - schon viel geschrieben worden, eine neue, bislang noch nicht zu diesem Album ausgedrückte Meinung mag mir beim besten Willen nicht einfallen.

Abgesehen von ihrer Anwesenheit bei den Aufnahmesessions im Sommer 1970 hat Yoko Ono nichts zu den 11 Songs beigetragen. Neben John Lennon sind lediglich noch Ringo Starr, Klaus Voormann und bei jeweils einem Song am Piano noch Billy Preston und Produzent Phil Spector zu hören. Auf seinen üblichen "Wall Of Sound" hat Phil Spector hier verzichtet, umso prägnanter fallen jedoch die eigentlich sparsam eingesetzten Instrumente aus. Lennons Stimme beherrscht bei den größtenteils live im Studio eingespielten Songs jedoch alles.

Die beiden Bonustracks "Power To The People" und "Do The Oz" passen eigentlich nicht so recht in den Albumkontext, wurden auch erst im Januar bzw. April 1971 aufgenommen. Und bei "Do The Oz" ist auch wieder das Gewimmer von Yoko Ono herauszuhören.

Das Album war und ist bis heute kein leicht zu hörendes, wurde schon damals kaum im Radio gespielt und war auch nicht so erfolgreich wie McCartneys erstes Soloalbum oder gar George Harrisons "All Things Must Pass". Dennoch gehört es für mich zu den besten Soloalben der Ex-Beatles, das ich mir im Gegensatz zu fast allen seit 1970 veröffentlichten McCartney-Alben noch heute gerne und regelmäßig anhöre.

Ende letzten Jahres wurden übrigens alle Lennon-Alben in Miniatur-Album-Sleeves wiederveröffentlicht, leider hierzulande nur als relativ teure Japan-Importe erhältlich.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Minimalistische, aber sehr gute und ehrliche Songs!, 11. Dezember 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Plastic Ono Band (Audio CD)
John Lennon's erste offzizielle Solo- Scheibe nach seiner Trennung von den Beatles liegt hier in einer "remastered"- Version vor. Hier also das erste Mal den "reinen" Lennon, ohne seine Mitstreiter der Beatles. Für mich ist es ein rhythmisch- klangliches Juwel. Die Trennung von den Bealtes scheint LEnnon gut getan zu haben; endlich konnte er musikalisch, aber auch in seiner Aussage sein völliges "eigenes Ding" machen. Seine Kollegen von den Beatles scheint er dabei - das wird hier deutlich - nicht mehr nötig gehabt zu haben. Auch konnte er sich mit diesem Album endlich von dem "Boygroup"- Image der Beatles entfernen, als die viele Mädchen die 4 Jungs aus Liverpool ja quasi lange Zeit gesehen hatten. Er hatte sich - das wird hier deutlich - inzwischen aber komplett (vom alten Image) emanzipiert.
Das Album wirkt rundherum überzeugend, obwohl es außerordentlich minimalistisch produziert wurde (meistens sind hier nur Lennon's Famose Stimme, Gitarre, Bass, Schlagzeug, oder auch mal Klavier zu hören). Es ist ein sehr ehrliches Album. Lennon konnte sich sehr persönlich seinen Fans mit dieser Platte darstellen; seine damalige Situation, seine Überzeugungen. Meistens geht es in den Songs um seine traurige familiäre situation in seiner Kindheit (früher Tod von Mutter und Tante; Wegzug des Vaters; ...; Lennon war gerade mit seiner Biografie und deren therapeutischer Aufarbeitung beschäftigt), um Religion, und auch Lennon's neue Rolle als Vorkämpfer und Aktivist der Bürgerrechtsbewegung kündigt sich hier bereits an. - Seine hier meist einfach "gestrickten" Songs bieten sich dabei hervorragend an, mit ihren einfachen, eingängigen Rhythmen, auf denen klar und deutlich (einfache) Messages "gesprochen" werden können, das Publikum praktisch zum "Mitmachen" - oder auch den Rhythmus "Mitstampfen" - eingeladen wird. - Geradezu perfekt für entsprechende Open- AIr- Veranstaltungen. - Die ganze damalige amerikanische Bürgerrechts- und Protestkultur in ihrer schönsten Art.
Kein Song dieser Platte ist wirklich schlecht; irgendwie sind alle gut. Es gibt hier schnelle, aggressivere Songs, wie auch langsame, gefühlvolle Balladen. Lennon's Charakter wird dabei auf dieser Scheibe vermutlich mehr deutlich, als auf anderen (späteren) Werken. Deutlich wird dabei, dass LEnnon hier noch immer noch der alte Rock 'n' Roll- Rebell ist; das wird nicht nur in seinen Texten deutlich, sondern auch durch die mal gefühlvoll- sensible- traurig- melancholische Darstellung der Songs, sowie - bei schnelleren Songs meist - offen zornig- aggressiv. - Manchmal wirkt Lennon dabei - mit aggressivem Gesant und schnellem, minimalistischem Stil - sogar wie ein früher "Punk- Rocker"!
Lennon bietet sich dabei als ernstzunehmender und z.T. auch die Gesellschaft kritisch beobachtender ZEitgenosse an, der seine Meinung und selbst seinen Zustand dem Publikum unverfälscht widergibt. Ein Mann, mit dem Mann etwas anfangen kann, den man hier kennenlernt. Er biedert sich dem Publikum nicht an, sondern macht das, was er für richtig hält. - Und genau davon sind wir ja in der Rockmusik leider heute meist meilenweit entfernt. Man muss ihm dabei nicht immer zustimmen; aber es fällt schwer, seine Songs nicht zu mögen.
Vermutlich aufgrund schlechter Bewerbung der Plattenfirma wurde das Album nicht überall der ganz so große kommerzielle Erfolg, wie man es sich beim Hören der Platte vermutlich vorgestellt hätte (und nicht so erfolgreich wie die letzten Beatles- Platten).
Auf jeden Fall lohnt es sich, mal reinzuhören (ist ja heutzutage z.T: im Internet möglich), um sich von der Scheibe wirklich zu überzeugen. VIelleicht neigt man dann sogar dazu, Lennon als das größte Phänomen des Rock 'n' Roll des vergangenen Jahrhunderts anzusehen?
Für mich jedenfalls ist dieses Album - und das "Imagine"- Album - das beste Solo- Album von Lennon.

Zu den einzelnen der 11 Songs:

- "Mother": war die berühmte, gefühlvoll- traurige, dennoch gute Leadsingle des Albums; ein Geniestreich, in dem Lennon im Refrain zornig- traurig den frühen Verlust seiner Eltern dem Schicksal vorwirft;

- "Hold on": gefühlvollere, nicht ganz langsame, aber gute Ballade;

- "I found out": schnellerer, dynamischer, auch guter Rocksong;

- "Working class hero": ironischer Song Lennon's im "Folk- Protest- Stil", in dem Lennon seine Desillusionierung über die Revolution ironisch darstellt; unverkennbar unter dem Einfluss von Bob Dylan stehend;

- "Isolation": langsamerer, aber guter Song, dem man die Einsamkeit, über die Lennon hier singt, nur zu gut anmerkt;

- "Remember": schnell, druckvoll, einfach, aber gut;

- "Love": eine langsame, aber wieder gute (Klavier-) Ballade, und einer der bekanntesten Songs des Albums hier;

- "WEll, well, well": längeres, einfacheres, aber dynamisches und gutes Stück, ein wenig im Stil von "Working class hero", aber m.E. nach bedeutend besser;

- "Look at me": gefühlvoll- intime, gute Ballade, die ein wenig an die Beatles erinnert;

- "GOD": einer der bekanntesten Songs des Albums hier; wieder recht einfach, aber m.E. einer der besten SOngs hier; der SOng ist ein besonderes "Bekenntnis" Lenon's zu Idolen (ich verstehe den Song so, dass man sich mehr auf sich selber und seine Fähigkeiten besinnen sollte, anstatt ständig irgendwelchen Idolen (bzw. "Göttern" - in der Popkultur sind ja uch die Musiker "Götter") nachzurennen, was nur zu Desillusionierung und Enttäuschung führen würde ("I don't beliebe in ..."); erstaunlich hierbei in diesem Sinne Lennon's Aussage, dass man auch nicht an die Beatles "glauben" soll! (er selbst tut es ja auch nicht (mehr));

- "My Mummy's dead": die Folk- Ballade im traditionell- irischen Stil und mit Banjo (?) ist kaum 1 Minute lang, aber - verstärkt durch das Thema des Songs - sehr traurig, und wirkt wie das Trauerlied eines Kindes.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen LOVE, 30. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer jemals zwischen all der monotonen Mainstream Musik, welche die Charts heutzutage besiedelt, auf diese Seite findet und in Erwägung zieht dieses Album zu kaufen, dem wird man nicht erklären müssen was für ein einzigartiger Mensch John Lennon war.
Doch nicht jeder weiß, dass Lennons intensivsten und ehrlichsten Lieder enstanden sind, nachdem sich die Beatles trennten.
Viele waren entäuscht und sauer, gaben Yoko Ono die Schuld für diese Trennnung. Doch wer dieses Album hört und geglaubt hat Yoko Ono sei wirklich Schuld an der Trennung gewesen, der wird Ihr dann letztendlich doch dafür danken. Denn dann wäre ja ohne Sie auch nicht dieses wunderbare Album entstanden.
All die, die Lennon für seine Taten und seine Musik geliebt haben, bzw. immer noch lieben, werden in diesem Album die Person John Lennon so nah und intensiv spüren, als würde er noch leben und vor ihn stehen.

Das sonderbare an diesem Album ist, dass wirklich kein Lied daher kommt, welches man wagen würde zu überspringen. Kein Lied kommt unehrlich daher oder gar nervig. Das macht dieses Album zu einem wirklich Einzigartigem. Und das hat auch John Lennon ausgemacht. Und das ist es auch, was mich traurig macht, 30 Jahre zu spät geboren zu sein und diese wunderbare Person nicht mehr erleben zu dürfen.

Aber John hat es geschafft, dass man noch Jahrzehnte nach seinem Tod durch seine Musik so empfindet, als sei er bei einem. Danke.

Jetzt muss nur noch das mit dem Frieden und der Liebe klappen...und darum kauft euch seine Musik!
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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bestes aller Beatles-Solo-Alben, 29. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Lennon,John & Plastic Ono Band (Audio CD)
"John Lennon/Plastic Ono Band" aus dem Jahr 1970 ist neben dem Nachfolger "Imagine" sein bestes (und einzig in der Anschaffung lohnenswertes) Solo-Werk und eines der intensivsten Alben überhaupt. Die Emotionalität, die den Hörer ergreift, wenn Lennon in Titeln wie dem Opener "Mother", "I Found Out" oder dem harten "Well Well Well" herumschreit ist unvergleichglich. Die spärliche, minimalistische Instrumentierung die vom selben Phil Spector, der das letzte Album der Beatles, "Let It Be", noch durch Überproduktion teilweise versaute, produziert wurde, passt perfekt zu den intelligenten Texten und dem einzigartigen Gesang Lennons. Diese CD steht den Beatles-Werken in nichts nach, die ist allerdings auch Lennons eonziges Solo-Werk, das zu meinen Lieblingsalben zählt. Der Nachfolger "Imagine" ist zwar auch noch recht gut, allerdings reicht dort kein Song an Lieder wie "God", in dem Lennon Dinge aufzählt, an die er nicht glaubt (u.a. Gott, Elvis UND die Beatles), oder das akustische, aber sehr intensive "Working Class Hero" heran. Ein Muss für jeden Rock-Fan und Musik-Liebhaber!
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das ehrlichste Rockalbum aller Zeiten, 14. Juli 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Lennon,John & Plastic Ono Band (Audio CD)
Keine versteckten Botschaften, alles offensichtlich und nichts wird verschleiert, diesem Album merkt man die waren Emotionen an (und nicht so künstlich aufgesetzt wie es heutzutage ja so beliebt ist). Außerdem ist die Platte eine kleine Revolution, wenn es diesen Explicit Lyrics Aufkleber damals gab würde ihn dieses Album sicher bekommen, es ist vielleicht das erste Album auf dem das Wort "Fucking" gesungen wird (und nicht nur das, da wird auch ganz offen über Heroin, Mastrubation und was weiß ich noch gesungen), für damals ein lyrisch revolutionäres Album, da hat sich John Lennon ein Dreck um den kommerziellen Erfolg gekümmert(zum Glück), und Well Well Well ist sogar vielleicht der erste "Alternative-Rock" Song, nennt mir einen Musiker der so schön schreien kann wie John Lennon. Die Platte finde ich ist die beste von allen Lennon Solowerken weil sie einfach die ehrlichste ist und einem nichts vorgaukelt (nicht das es etwa bei den anderen so ist, aber diese ist halt besonders ehrlich).
Und nun viel spaß beim genießen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Seine beste Platte, 14. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Plastic Ono Band (Audio CD)
Es kann m.E. kein Zweifel daran bestehen, dass das John Lennons beste Solo-Platte ist.
Die Platte ist radikal in der Instrumentierung, der Themen und der Musik. Sicherlich eher Punk als Pop, eher roh als Rock, eher schwierig als schön. Aber man merkt in jeder Minute, dass hier ganz ehrliche Musik gemacht wird.
Aufgenommen lediglich mit einem Trio (neben Lennon noch Klaus Voormann und Ringo Starr) hat die Platte doch einen enorm dichten, fetten Sound.
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Selten ein perfekteres Album gehört, 12. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Lennon,John & Plastic Ono Band (Audio CD)
Also ich muss wirklich sagen, ich habe selten ein anderes Album gehört, auf dem so viele gute Lieder drauf waren.John Lennons Debüt-Album erschien ein halbes Jahr nach der Trennung der "Beatles" und darin verarbeitet der Musiker den Wahnsinn der Massenhysterie und vor allem sein eigenes Leben.Die Lieder haben alle psychologischen Tiefgang, da Lennon zu einem Psychiater ging und ihm seine Sorgen anvertraute, die ihn seit Jahren plagten.So gesehen ist "Plastic Ono Band" von 1970 das offenherzigste, persönlichste und ehrlichste Album aller Rockstars.Die Produktion ist sehr minimalistisch : nur John Lennon mit Gesang,Gitarre und Klavier, Ringo Starr am Schlagzeug, Klaus Voormann am Bass.Keine Streicher, keine Bläser, kein Chor, keine Stimmverzerrung - keine Experimente , sondern nur die reine, unzensierte Musik.Und was man da hört, haut einen noch nach dem Tausendsten Mal um ! Hier meine Einzelbewertung :
01. MOTHER = es beginnt mit düsteren Glockenschlägen, dann singt Lennon über den frühen Tod seiner Mutter, den er viele Jahre immer verdrängt hatte, am Ende schreit er immer lauter und man bekommt eine Gänsehaut , Note 1
02. HOLD ON = ein ruhiges, akustisches Stück, wieder über sich selbst gesungen, Note 2
03. I FOUND OUT = hier fliegen die Fetzen , sehr hart, Note 1
04. WORKING CLASS HERO = ruhig und akustisch, unglaublicher Text, die Stimme wird zum Schluss dramatischer, Note 1
05. ISOLATION = ruhig, mit Klavier, Note 2
06. REMEMBER = flottes Klavier, ziemlich gut, Note 1
07. LOVE = sehr bewegendes, leises Klavier-Stück, Note 1
08. WELL WELL WELL = ultrahartes Stück , Lennon brüllt nur noch rum und die Instrumente sind erstklassig eingesetzt, Note 1
09. LOOK AT ME = wieder ruhig und akustisch , Note 2
10. GOD = Klavier-Stück, in dem Lennon alle Dinge aufzählt, an die er nicht glaubt (Kennedy,Jesus,Hitler,Elvis,Beatles ...), Note 1
11. MY MUMMY`S DEAD = ein sehr kurzes Stück, extra mit nostalgischem Rauschen untersetzt, thematisch wie Titel 1, Note 3
12. POWER TO THE PEOPLE = hat mit dem Original-Album nichts zu tun, war damals eine Single und klingt auch anders als der Rest der Platte, aber toll gemacht, Note 1
13. DO THE OZ = das ist schwer verdaulich, irgendetwas aus dem Archiv, Note 3
GESAMTNOTE = 1,53 , besser produziert als "Imagine" von 1971, man muss es gehört haben
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen John befreit sich, 18. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Lennon,John & Plastic Ono Band (Audio CD)
John befreit sich und findet sich selbst. Definitiv sein bestes Solo-Album. Zeitlose Songs mit einer Eindringlichkeit vorgetragen, die seinesgleichen sucht. Nie wieder hat er so aus tiefster Seele gesungen! "Mother" voller Wut, Verzweiflung und Schmerz. "God" - Die Abrechnung mit seiner Vergangenheit, allen Idolen, Religionsführern und großen Persönlichkeiten, die in der Zeile gipfelt "I just believe in me". Oder "Working Class Hero", eine weitere gnadenlose Abrechnung, mit dem besten Text, den Lennon je geschrieben hat. Dazwischen Liebeslieder wie "Love" oder "Oh Yoko". Durchhaltesongs wie "Hold On". John singt ohne Maske, ohne doppelten Boden, unmittelbar, echt und eindringlich.
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Plastic Ono Band
Plastic Ono Band von John Lennon (Audio CD - 2010)
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