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4.0 von 5 Sternen tiefe Einblicke in die heuchlerische Kirche zur Zeit der Reformation und der Wissenschaftlichen Revolution!
Hexenverbrennungen sind an der Tagesordnung. Aberglaube durch Unkenntnis weit verbreitet. Die Reformation noch nicht in jeden Winkel Deutschlands vorgedrungen.

In dieser Zeit, lebt der Protagonist dieses Romans. Steinmetz von Beruf, wäre Leberecht standesgemäß nicht von allzu großer Bildung. Doch sein Vater, gibt ihm einiges Wissen, durch...
Veröffentlicht am 15. September 2006 von Peter Schulte

versus
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lesevergnügen für den Urlaub
Mit diesem Roman gelingt es dem Autor Vandenberg leider nicht, den Leser zu fesseln und ihn der Realität zu entreißen. Die Geschichte um den jungen Steinmetz Leberecht Hamann, seiner Liebe zu Büchern, Astronomie und seiner Stiefmutter Martha Schlüssel ist zwar aufregend, dennoch fehlt dem Roman der entscheidende Kick. Bedauerlich ist auch,...
Am 11. August 2000 veröffentlicht


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lesevergnügen für den Urlaub, 11. August 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Fluch des Kopernikus: (Taschenbuch)
Mit diesem Roman gelingt es dem Autor Vandenberg leider nicht, den Leser zu fesseln und ihn der Realität zu entreißen. Die Geschichte um den jungen Steinmetz Leberecht Hamann, seiner Liebe zu Büchern, Astronomie und seiner Stiefmutter Martha Schlüssel ist zwar aufregend, dennoch fehlt dem Roman der entscheidende Kick. Bedauerlich ist auch, daß man am Ende des Buches die wahren geschichtlichen Begebenheiten nur auf einer halben Seite nachlesen kann und es somit dem Leser überlassen bleibt, sich über Wahrheit und Fiktion zu informieren.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen tiefe Einblicke in die heuchlerische Kirche zur Zeit der Reformation und der Wissenschaftlichen Revolution!, 15. September 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Fluch des Kopernikus (Gebundene Ausgabe)
Hexenverbrennungen sind an der Tagesordnung. Aberglaube durch Unkenntnis weit verbreitet. Die Reformation noch nicht in jeden Winkel Deutschlands vorgedrungen.

In dieser Zeit, lebt der Protagonist dieses Romans. Steinmetz von Beruf, wäre Leberecht standesgemäß nicht von allzu großer Bildung. Doch sein Vater, gibt ihm einiges Wissen, durch Aufenthalte in einem Kloster autodidaktisch erworben, weiter, bevor er früh stirbt und Leberecht und seine Schwester allein zurücklässt. Zu allem Überfluss wird der Vater postum von der Inquisition als Ketzer verurteilt.

Leberecht wächst bei Pflegeeltern auf. Zu seiner recht jungen, attraktiven Ziehmutter entwickelt sich ein intimes, sexuelles Verhältnis, das so gar nicht in die Zeit passt.

Leberecht wird durch die über die Stadt hereinbrechende Pest in dem Kloster, das seinem Vater viel Wissen beschert hat, festgehalten. Dort nutzt er die Zeit, sich in der Bibliothek über die verbotenen Bücher herzumachen und saugt förmlich das Wissen der Zeit in sich auf.

Es wird vermutet, dass in der Bibliothek das letzte noch nicht vernichtete Exemplar des Buches „De astro minante" von Nikolaus Kopernikus zu finden ist. Hier hat Kopernikus einen Zusammenstoß der Erde mit einem anderen Himmelskörper berechnet und für den 08.10.1582 vorhergesagt.

Die Kirche sieht sich durch das Buch in Ihrer Macht bedroht und verfolgt mit allen Mitteln dieses Buch. Die Inquisition ist Leberechts Liebe zur Ziehmutter Martha auf die Schliche gekommen. Leberecht wird bedrängt, das Buch zu beschaffen. Der klevere Steinmetz sieht in dem Buch jedoch eine einmalige Chance und macht sich zusammen mit Martha auf den Weg nach Italien. Sein großes Wissen und seine Erfahrungen mit der Kirche machen Ihn zu einem gefährlichen Gegner des korrupten Klerus.

Vandenberg versteht es, seinen Leser tief in die Welt des 16.Jhds eintauchen zu lassen. Er beschreibt detailliert einige Schauplätze und entwickelt die wichtigsten Charaktere ausführlich und kontinuierlich.

Die Geschichte kommt zunächst augenscheinlich nicht richtig in Schwung und auch zum Ende hin gerät der Leser in eine Leere, die er durch die enge Beziehung zu Leberecht aufgebaut hat. Erst rückblickend wird klar, dass es bei diesem Buch um etwas anderes ging, als das Abenteuer eines Steinmetzes in der Zeit der wissenschaftlichen Revolution und der Reformation.

Vandenberg prangert ein immer noch sehr aktuelles Thema an, den Umgang der katholischen Kirche mit der Sexualität und dem anders Denken. Er schildert das dunkelste Kapitel der Institution Kirche brutal und unverblümt: Inquisition, Ablassglaube und Selbstkasteiung. Der Leser wird in die Rolle des rebellierenden Querdenkers genommen, die Vandenberg mit Leberecht perfekt konstruiert hat.

Es wird deutlich, dass die Scheinheiligkeit der Römischen Kirche zum Ende Ihrer Blütezeit von fast jedem gebildeteren Menschen durchschaut und gehasst wird. Die heuchlerischen Methoden werden jedoch öffentlich nur selten angezweifelt, da das installierte Angstregiment der "heiligen" Inquisition hervorragend funktioniert.

Unterschwellig finden sich diese Methoden der Angstverbreitung in unserer Gesellschaft überall wieder. Selten hat man in den großen Unternehmen so mit dem Schreckgespenst Arbeitslosigkeit gespielt, wie heute. Manager werden dazu angehalten, nach oben zu glänzen und nicht mit schlechten Zahlen aufzufallen. Wenn doch, wird nicht der Missstand ausgemerzt, sondern der Mitarbeiter ausgewechselt. Das lässt sich in fast allen anderen Bereichen wie der Innenpolitik und vor allem der internationalen Politik endlos weiter spinnen.

Der Roman ist ein historischer, die Aussage topaktuell!

Ein Roman, dessen eigentliche Aussage nicht sofort deutlich wird. Trotzdem durchaus spannend erzählt und gut recherchiert.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas verschwommen - und zu blass, 6. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Fluch des Kopernikus: (Taschenbuch)
Leberecht Haman, seines Zeichens Steinmetz, fühlt sich zu Höherem berufen. Er lernt fleissig, ist auch klug, hat eine Schwester und wird Pflegesohn. Dort feindet er sich mit dem Sohn des Hauses an, verliert seine Schwester, verliebt sich in seine Pflegemutter.
In der Bibliothek des Klosters in der Nähe findet er seltsame Hinweise, die irgendwie auch im Zusammenhang mit einer Nachricht stehen, die sein Vater hinterlassen hat.
Er reist mit einem Mönch zusammen nach Italien, wo er seine grosse Liebe verliert, sein Wissen gewinnt, und trotz allem die Geschichte irgendwie im Chaos endet.
Es ist eine etwas enttäuschende Fiktion, die ich hier von diesem Autor gar nicht gewöhnt bin. Der Fluch des Kopernikus begleitet einem durch die ganze Geschichte Hamans, und doch, als schlussendlich herauskommt, was genau dieser Fluch beinhaltet, ist es ernüchternd. Die ganze Story, die sich so zäh über die Seiten aufgebaut hat, fällt wie ein Kartenhaus zusammen und hinterlässt einen schalen Geschmack im Mund.
Sehr schade.
Trotzdem für die Idee und die einigermassen wahrheitsgetreuen Überlieferungen drei Sternchen. Nächstes Mal klappt's besser!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Von Philipp Vandenberg bin ich besseres gewöhnt, 20. Juli 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Fluch des Kopernikus: (Taschenbuch)
Ein enttäuschender Roman um einen jungen Steinmetz des 16. Jahrhunderts, der sich in seine Stiefmutter verliebt und mit ihr nach Rom durchbrennt. Blasse Handlung ohne greifbarem historischem Hintergrund, die lateinischen Fachausdrücke scheinen eher willkürlich gewählt (Autor will wohl zeigen, daß auch er etwas Latein beherrscht?). Gerade von Philipp Vandenberg bin ich besseres gewöhnt (Sachbücher)
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schwache Erzählung historischer Ereignisse, 22. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Fluch des Kopernikus: (Taschenbuch)
In aller Kürze:
Europa im 16. Jahrhundert. Zwischen dem jungen Steinmetz Leberecht Hamann und dem Jesuitenschüler Christoph Schlüssel entbrennt eine tödliche Feindschaft. Leberecht, Humanist und Freidenker, ist im Besitz eines der größten Geheimnisse der Astronomie. Jahre später trifft er in Rom wieder auf seinen alten Rivalen, der nun den lateinischen Namen Clavius führt und damit beauftragt wurde, den Kalender zu reformieren. Clavius allein besitzt den Schlüssel, die Zeit aus den Fugen zu heben, sowohl um seinen alten Feind zu vernichten, als auch um etwas zu verhindern, das niemals Wirklichkeit werden darf.
Philipp Vandenberg beschreibt das Leben des jungen Steinmetz Leberecht Hamann, der miterleben muss, wie sein Vater postum von der Inquisition zum Ketzer verurteilt wird. Auf der stetigen Suche nach Wiedergutmachung folgt er den Fußstapfen seines Vaters, der zu Lebzeiten über einen für seinen Stand unangemessen hohen Wissenstand verfügte. Die Spur führt ihn in ein Benediktiner-Kloster, wo er sich in den verschiedensten Wissenschaften unterrichten lässt. Hier stößt er auch auf das Buch „De astro minante“ („Vom drohenden Stern“) von Nikolaus Kopernikus, das sein Leben nachhaltig beeinflussen sollte.
Zusammen mit seiner großen „verbotenen“ Liebe flieht er vor den Fängen der Inquisition ins ferne Rom, wo er die Heilige Kirche mit der Drohung konfrontiert, die Erkenntnisse Kopernikus’ zu verbreiten. Eine Drohung, die den Vatikan erschüttert...
Leider ist es Vandenberg nicht gelungen, Spannung zu erzeugen. Zudem ist das Ende der Geschichte vorhersehbar, denn (wie jeder weiß) gelang es bislang niemandem, die katholische Kirche aus ihren Angeln zu heben. Die Story könnte meines Erachtens flüssiger sein; so zieht sich der Erzählungsstrang teilweise recht zäh.
Vandenberg baut den großen Michelangelo in die Handlung mit ein, was für die Handlung jedoch von sehr geringer Bedeutung ist. Des weiteren muss ich das Ende der Geschichte bemängeln, das letztlich in Anbetracht der Ereignisse viel zu knapp geraten ist.
Gelungen finde ich hingegen den zeitgemäßen Erzählungsstil, der anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist, den Leser jedoch in das 16. Jahrhundert eintauchen lässt. Sehr störend fand ich aber die Anhäufung lateinischer Zitate (mit Fußnote und Übersetzung).
Zu guter Letzt vermisste ich etwas die detailgetreue Beschreibung der handelnden Personen. Man kann sich nur schwerlich ein Bild von Leberecht oder Martha machen. So lässt Vandenberg z.B. den Leser erst nach 2/3 der Handlung wissen, dass Leberecht von großer Statur oder dass Martha rothaarig ist.
P.S.: Historischer Hintergrund dieses Romans ist die Kalenderreform aus dem Jahr 1582, bei dem der Julianische Kalender durch die neuere, christliche Zeitrechnung ersetzt wurde. Dabei ergab sich jedoch eine Besonderheit in der Form, dass dem 4. Oktober der 15. Oktober 1582 folgte. Vandenberg beschreibt, wie es zur Löschung dieser 10 Tage gekommen sein könnte und lässt dabei historische sowie frei erfundene Akteure handeln.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kirche und Geistliche im Mittelalter kritisch betrachtet, 29. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Fluch des Kopernikus: (Taschenbuch)
Hatte mich trotz der sehr unterschiedlichen Rezensionen nicht davon abbringen lassen, das Buch zu beschaffen und - mich hat es nach anfänglichem "Reinkommen" auch überzeugt. Hatte mehr bekommen als erwartet.
Der Beginn ist vergleichbar mit anderen Historienromanen, etwas zäh und nicht arg spannend. Man fragt sich Anfangs des öfteren, wer die Hauptfiguren sind und wie sich die Story entwickeln könnte. Wenn man jedoch eintaucht und sich mit dem gescheiten Baumeister Leberecht bald identifizieren kann, ist das Buch schön zu lesen und durchwegs auch interessant und abwechslungsreich geschrieben.
Man erfährt viel über das mittelalterliche Leben, Denken und selbstverständlich dem Handwerk; mehr jedoch noch über die Kirche (superkritische Betrachtungsweise, teilweise sicherlich auch überzogen?) in allen Facetten aus allen (weniger populären) Blickwinkeln. Die "Geistlichen" und ihre allzu menschlichen Eigenschaften bekommen in diesem Roman richtig ihr Fett weg.
Oftmals musste ich wirklich schmunzeln, speziell bei den Ausschweifungen der kirchlichen "Würdenträger" in Rom, der Stadt "deutscher Auswander und Huren" :-)
Das hier oft kritisierte Ende finde ich jedoch nicht weiter störend, ein anderer Ausgang wäre unglaubwürdig.
Mein Fazit:
Für alle, die gerne historische Romane lesen und nicht zu arg empfindlich mit der Kirche und seinen "Würdenträgern" umgehen, kann ich das Buch weiterempfehlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut, aber nicht überragend...., 3. April 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Fluch des Kopernikus: (Taschenbuch)
Dies ist das erste Buch, daß ich von diesem Autor gelesen habe. Es ist keine langweilige Lektüre, konnte mich allerdings ob der etwas blassen Story nicht begeistern. Zu vorhersehbar ist das Buch an vielen Stellen. Vor allem für Leser, die schon einige Historienromane gelesen haben, kein wirklich empfehlenswertes Buch...
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen langweilg und wirr, 2. Juli 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Fluch des Kopernikus: (Taschenbuch)
Leider gelingt es dem Autor zu keinem Zeitpunkt, Spannung zu erzeugen. Die Hauptfigur bleibt blaß, die Motivation seines Handelns bleibt unglaubwürdig. Die in die Geschichte eingestreuten lateinischen Begriffe scheinen eher willkürlich aus einer Zitatesammlung herausgenommen worden zu sein. Der Schluß wird völlig unglaubwürdig, indem eine logische, oder zumindest plausible Auflösung des "Fluchs" verweigert wird.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Sehr schwach!, 23. Oktober 2005
Von 
Doris K. (Hamm NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Der Fluch des Kopernikus: (Taschenbuch)
Was den Fluch des Kopernikus angeht, ist dieser Roman sehr schwach. In der ganzen Geschichte geht es nur um die Hauptperson Leberecht Hamann, was nicht ganz so schlimm ist. Aber was die Story angeht, steht das, was im Vordergrund stehen sollte aber ganz weit hinten. Im wahrsten Sinne, denn um den "Fluch" geht es nur am Schluss dieses Buches. Es wurde halt etwas darüber geschrieben, aber richtig darauf eingegangen ist Vandenberg nicht. Der Schluss kam meiner Meinung nach sowieso viel zu schnell. Da wurde alles schnell noch zusammengefasst und mal eben der Schluss geschrieben. Die lateinischen Zitate fand ich auch nicht so gut. Zwar wurde alles auf derselben Seite noch übersetzt, aber ich habe automatisch sofort nach unten geguckt und die deutsche Übersetzung gelesen. Für die Leser, die das lateinische verstehen, mag es ja interessant sein, ich fand es nur nervend und überflüssig. Muss man echt nicht lesen.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Vielversprechender Anfang, enttäuschendes Ende, 27. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Fluch des Kopernikus: (Taschenbuch)
Wirklich schade! Philipp Vandenberg hatte mit seinem historischen Roman "Der Fluch des Kopernikus" so gut angefangen.
Der Tod des Vaters, der den Protagonisten Leberecht Hamann und seine Schwester zu Waisen macht, die verbotene Liebe zur Frau seines Vormunds, der sich verschärfende Konflikt zu dessen Sohn Christoph - all das sind Elemente einer interessant konstruierten Erzählung, die genügend Spannungspotential barg. Schließlich ein weiterer Schicksalsschlag: die posthume Verketzerung des Vaters. Vor diesem Hintergrund ist das Handeln der Hauptfigur (der Plan, nach Italien zu gehen und mit Hilfe eines brisanten Werkes von Kopernikus vom Vatikan eine Rehabilitierung des Vaters zu erzwingen) vollkommen verständlich, nachvollziehbar und schlüssig.
Eingebettet ist diese Handlung in überzeugende Schilderungen des frühneuzeitlichen Handwerkermilieus des 16. Jahrhunderts, des städtischen Lebens und der (trotz unaufhaltsamer Ausbreitung der Reformation) vielerorts herrschenden religiösen Engstirnigkeit. Interessant auch die Schilderungen vom Bau des Petersdoms und das geschickte Einbeziehen Michelangelos in die Erzählung. Außerdem bedient Vandenberg sich einer Sprache, die durch eine sorgfältige Balance zwischen altmodischen und modernen Formulierungen dafür sorgt, daß der Leser sich in die Zeit versetzen kann, ohne allzu befremdet zu sein.
Also ein Roman, der wenig zu wünschen übrig läßt und den man bis ins letzte Viertel hinein mit Vergnügen liest und gar nicht mehr weglegen will. Dann aber ist die Enttäuschung um so größer: Leberecht spielt seinen Trumpf viel zu früh aus (warum, bleibt unverständlich) und versetzt ganz Rom in Aufruhr, so daß die Kurie handeln muß. Diese vertuscht das Problem auf banalste Weise und stellt Ruhe und Ordnung wieder her. Dieser Schluß läßt die ganze vorherige Handlung unnötig erscheinen, so daß man sich im Nachhinein fragt, warum der Autor dieses Buch überhaupt geschrieben hat, schließlich ist am Ende fast alles so wie am Anfang. Nach dem fulminanten Beginn wirkt die Auflösung doppelt enttäuschend. Eine gute Story wurde verschenkt. Äußerst bedauerlich!
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Der Fluch des Kopernikus.
Der Fluch des Kopernikus. von Philipp Vandenberg (Gebundene Ausgabe - 1996)
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