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am 27. August 2002
2 Jahre nach "Rumours folgte mit "Tusk" endlich eine Doppel-LP,
die einen völlig anderen Musikstil anzeigte.Experimentierfreudig zeigt sich Lindsey Buckingham in Songs wie z.B."The Ledge","What makes you think the one",&"That's all for everyone",in der er ungewohnt härtere Töne anschlägt.Im Vergleich zu den 2 Vorgängern, die uneingeschränkt aus Ohrwürmern bestehen, sollte man sich hier für jeden Song Zeit nehmen, da die Songs erst nach mehrmaligem Hören in den Gehörgängen bleiben. Sehr schön und als Anspieltipps zu empfehlen:"Beautiful Child","Angel", Honey Hi"und "The Ledge". Ein Meisterwerk !
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am 1. Oktober 2014
Tusk war meine erste richtige Platte. Mein erstes Rockmusikalbum, oder sagen wir, ambitionierte Popmusik. 1979 stand dieses merkwürdige Doppelalbum im Schuber in den Regalen, auf dem Cover ein zupackender, aggressiver Köter, die Innencover mit seltsamen, kaum nachvollziehbaren Collagen ausgestattet, und ich wusste nichts über die Platte, die Band, die Geschichte. Und trotzdem wollte ich die Platte, und ich bekam sie zu Weihnachten, und die Zeit der Unschuld, der Abba-Platten, High Life und Super 20, Saturday Night Fever und Grease, war schlagartig zu Ende. Ich war 13 Jahre alt und hatte die Musik entdeckt.

Ich habe seitdem sehr viele unterschiedliche Musikstile, Platten und CDs kennengelernt, vieles verworfen, mindestens genau so viel in meinen persönlichen Kanon übernommen, und ein großer Teil der Musik, die ich nach 1979 kennengelernt habe, ist deutlich besser als alles, was Fleetwood Mac in ihrer Bandgeschichte insgesamt aufgenommen haben, und trotzdem: Tusk ist eine der Platten meines Lebens, vielleicht sogar die entscheidende, die mich auf den Weg brachte, mir Musik vorbehaltlos zu erschließen, zu lieben oder zu verachten. Ich habe Tusk zweimal nachgekauft, mehrfach downgeloaded, die Vinyl-Ausgabe hätte ich ganz gerne noch ein weiteres Mal, und ich höre sie – unregelmäßig – immer wieder gerne, immer wieder voller Freude über eine großartig angelegte Platte, fantastische Popmusik auf allerhöchsten Niveau.

Ich könnte jetzt lang und breit mich über die wechselvolle Geschichte der Band ausmehren, über die wechselnden Besetzungen und Stilrichtungen, das Ende und den Neuanfang 1975, Manager und Gitarristen, Peter Green, der als Friedhofsgärtner arbeitete, Jeremy Spencer, Bob Welch und so weiter, aber das würde alles nur verwässern. Vielleicht nur soviel: zu Beginn des Jahres 1980 entdeckte ich eine Kassette aus dem Europa-Programm mit Fleetwood Mac und hörte diesen leicht durchgeknallten englischen Blues der späten 60er zum ersten Mal. Das hatte mit dem Album, das ich gerade zu Weihnachten bekommen hatte, nun gar nichts zu tun, war aber der erste Schritt hinaus in die Welt der Rockmusik und angrenzender Sparten und Startschuss für eine Neugier, die bis heute anhält.

Zurück zu Tusk: was hatte ich eigentlich erwartet? Irgendwelches schwermütiges Zeug, glaube ich. Das suggerierte mir das Cover. Und die ausgekoppelte Single – der Song Tusk war ja auch deutlich anders als das Zeug, was man sonst so im Mainstreamradio der späten siebziger Jahre in der Provinz zu hören bekam. Ich erinnere mich daran, dass mein Vater – etwas skeptisch – die erste der vier Seiten auf den Plattenspieler legte und ihn anwarf, und wir statt der erwarteten, deutlichen, aggressiven, harten oder wenigstens schnellen Töne einen leisen Beginn, einen zurückhaltenden Rhythmus, eine sanfte Stimme hörten, Christine McVie, Over and Over. Meine Eltern waren beruhigt; ich musste mich erst einmal orientieren. Fand das eher langweilig.

Und dann: The Ledge. Lindsey Buckingham. 2 Minuten getriebener Rhythmus, fast archaisch eingespielt, sehr rau, schnell, rotzig. Aha! Da ist ein Gitarrist, der die Band irgendwie nach vorne bringt. Für einen 13-Jährigen, der noch am Beginn seiner musikalischen Findungsphase steht, ein erstaunlicher Song, ein außergewöhnlicher Sound. Und es geht abwechslungsreich weiter: Think About Me, Save Me A Place. Und Sara.

Sara ist bis heute einer der Höhepunkte dieses am Höhepunkten nicht armen Albums, eine Sternstunde der Musikgeschichte und (wie ich erst viel später entdeckte) der zweitbeste Song, den Stevie Nicks je eingespielt hat. Ein über 6 Minuten langes Stück, das sich vorsichtig entwickelt und dann eine Kraft entfaltet, die beispiellos ist. Das Lied wirkt wie getrieben (Mick Fleetwoods Schlagzeugspiel ist hier einmal mehr besonders hervorzuheben), und zugleich treibt es immer weiter nach vorn, weiter und weiter, und man wünscht sich, es würde niemals aufhören. Schon beim ersten Hören habe ich geahnt, was in Sara steckt, und ich entdecke immer noch Facetten, auch nach fast 35 Jahren. Und diese Stimme! Stevie Nicks entdeckt zu haben (ich glaube, damals war ich der einzige in meiner Klasse, der sie kannte) war und ist ein wunderbares Geschenk. Eine kleine Frau mit langen Fingernägeln und einer unverwechselbar schönen Stimme, einer geheimnisvollen Aura und exzellentem Songwriting.

Es geht weiter auf dieser Platte, Seite 2, Seite 3, Seite 4. Selbst die Songs von Christine McVie, die ich immer am schwächsten und langweiligsten fand, haben ihren Charme, und je öfter ich sie höre, um so besser werden Brown Eyes, Honey Hi oder Never Forget. Allerdings ist der Stellenwert der Buckingham-Songs nicht zu übertreffen. Die meisten Leute, die Fleetwood Mac mögen, finden ja Rumours besser als Tusk. Dreams, Go Your Own Way, Don't Stop, Second Hand News. You name it. Alles gut, ausgezeichnet produziert, hervorragend komponiert, sehr stimmig, fast gefällig, und dennoch mit diesem Ruch der Trennungen innerhalb der Band verbunden. Ja, wunderbar. Ich sage aber: Tusk ist besser. Zum einen, weil Buckingham auf dieser Platte erkennbar sich austoben konnte und davon reichlich Gebrauch gemacht hat. Not That Funny, What Makes You Think You're The One, That's Enough For Me. Vor allem aber I Know I'm Not Wrong. Und natürlich Tusk. Buckingham arbeitet archaisch, die Songs wirken hausgemacht (sind sie ja auch, vergleiche die Credits), aber immer getrieben von der Lust am Experimentieren und Rumspielen. Ich erinnere mich, zu That's Enough For Me ziemlich wild getanzt zu haben. Vermutlich war ich der einzige.

Zum anderen wegen Beautiful Child. Vierte Seite, zweites Stück. Stevie Nicks schreibt und singt. Hauptsächlich mit Klavierbegleitung. Harmoniestimme Lindsey Buckingham. Der Song zieht mir heute noch die Schuhe aus, auch wenn ich ihn im Schlaf mitsingen kann. Das ist der (in meinen Augen) beste Song von Stevie Nicks. Er führt einen buchstäblich in schwindelerregende Höhen, aus denen man – glücklicherweise recht sanft – vom Buckinghamschen Walk A Thin Line wieder herabgeholt wird. Der Rest ist der Titelsong und Never Forget, und man möchte gern wieder von vorn anfangen.

Fleetwood Mac und vor allem Lindsey Buckingham haben seit Tusk nie wieder diese Größe erreicht. Ich fand Mirage bei seinem Erscheinen ja noch toll, aber eigentlich auch nur deshalb, weil ich großer Fan war. Und Tango In The Night habe ich mir nicht einmal mehr gekauft. Erst Say You Will lässt wieder etwas von der Größe Lindsey Buckinghams erwarten, der auf der Rolling Stone-Liste der 100 bedeutendsten Gitarristen immerhin die Nummer 100 erreicht hatte. Und wer daran Zweifel hat, höre sich die Live-Version von I'm So Afraid auf dem Live-Album von 1980 an. Aber das ist ne andere Platte. Und ne andere Geschichte.
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Die Erwartungen nach dem Megaerfolg RUMOURS waren immens. Umso erstaunlicher war es, dass Fleetwood Mac sich nicht einfach kopierten sondern eine völlig andere Richtung einschlugen und experimentierten, was das Studio hergab. Als herausragende Stücke sind (meiner Meinung nach) zu nennen: I know I'm not wrong, Sara, Sisters of the moon, Tusk, Brown eyes.
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am 16. Juni 2011
Nach dem riesigen Erfolg von - Rumours - produzierten Fleetwood Mac zwei Jahre später mit - TUSK - erstmals ein Doppelalbum mit 20 Songs. Das Album enthält genauso wie seine beiden Vorgänger durch die Bank weg sehr gute, abwechslungsreiche und hochwertige, allerdings auch weniger kommerziell orientierte bzw. singletaugliche Songs, so dass die Lieder von - TUSK - allen voran die exzellente Single - Sarah - von den zwei großartigen Titeln - Think about me - und - Sisters of the moon - ganz zu schweigen, bedauerlicher Weise im Schatten der großen Vorgängerhits - Don't Stopp und Go your own way - untergingen.

Dennoch, oder gerade deshalb ist - TUSK - bei den Fans sehr beliebt. Auch ich kann mich hier als Musikliebhaber nicht ausschließen, denn das Album hat irgendwie so etwas bekannt Unbekanntes, oder wenn so will, auch etwas unbekannt Bekanntes. Vielleicht mag den ein oder anderen Hörer der etwas zu starke Country-Einfluss bei dem ein oder anderen Titel stören - (Ich bin persönlich auch kein großer Freund dieser einfachen Musikrichtung), aber die "Verpopisierung" dieses Musikstils gelingt Fleetwood Mac im - Tusk-Kontext - wirklich hervorragend.

Die Remasterung ist wie bei den beiden Vorgängern - Fleetwood Mac und Rumours - hervorragend; die Bonus-CD eine nette, wenn auch nicht unbedingt zwingende Zugabe für die Fans. Bleibt nur noch zu hoffen, dass von dieser großartigen Gruppe auch noch die anderen Alben der späten Sechziger und frühen Siebzieger, und natürlich der Achtziger, in dieser tollen Soundqualität veröffentlicht werden.
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am 25. Dezember 2015
Sooooo müssen die Deluxe Boxen sein und nicht anders. Während viele andere Deluxe Boxen mit sinnlosen Ramsch aufwarten, Murmeln, Postkarten, belanglose Singles, andere Beigaben die vielleicht für 8-jährige interessant sind, aber nicht für Erwachsene Fans, die ja genau die Zielgruppe dieser Deluxe Boxen sind. Die Mac Boxen sind einfach grandios, weil sie genau das beinhalten, was der geneigte Fan möchte. Das Werk auf Vinyl, sowie nochmal als CD und massig Bonus Tracks wie unveröffentlichte Liveaufnahmen, Outtakes und Alternativ Aufnahmen des kompletten Albums. Und alles in einem sehr guten Sound. Die wichtigsten Informationen gibt es in einem dünnen, LP großen Booklet. Keine langweiligen Fotobücher mit wenig Informationen. So muss das sein. Gleichwertig sind nur noch die Springsteen Boxen, obwohl da immer das Vinyl fehlt. Und Amazon und DHL haben, nach Monaten des Schwächelns, auch zu alter Stärke zurückgefunden. Einen Tag vor Weihnachten mit Premium bestellt und am Heiligabend geliefert. Volle Punktzahl.
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am 10. Oktober 2004
Meine Lieblingsscheibe der Gruppe. Was alle an Rumours so gut fanden finde ich genauso seltsam wie das Durchfallen von "Tusk" zur damaligen Zeit. Ich erinnere mich noch gut, mir die LP kurz nach Veröffentlichung mit mickrig Taschengeld gekauft zu haben. Die Resonanz im Radio beschränkte sich auf das Titellied "Tusk" und ein wenig "Sara". Erst nach Jahren bekam die Scheibe mehr Reputation, vor allem auch durch die jetzige remastered Ausgabe, die durchweg durch klare Töne und nicht durch übertriebene Aufmischung von Bässen überzeugt. Einzig die Vielzahl der Buckingham - Songs stimmt vielleicht die Fans von Stevie Nicks und Chris McVie etwas traurig, jedoch ergibt sich gerade hieraus die Qualität der Scheibe, da die von Buckingham vorgetragenen schnellen Songs als Gegenstück zu den sinnlichen Balladen der Mädels stehen, die Mischung stimmt. Mein Lieblingslied ist "Beautiful Child", einfach mal reinhören, es lohnt sich !
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TOP 500 REZENSENTam 15. Dezember 2015
Das Fleetwood Mac Album „Tusk“ erschien im Original im Jahr 1979 und war das Nachfolgewerk von „Rumours“. Und nachdem Fleetwood Mac sich mit ihrem 1977er Album unsterblich machten, erwartete man in Fankreisen eine ähnliche Mainstream-Orientierung, wie die Band sie auf „Rumours“ eingeschlagen hatte. Doch es kam anders. Speziell durch die experimentellen Einflüsse Lindsey Buckinghams wurden diverse Titel auf „Tusk“ etwas ruppiger und Fleetwood Mac zeigten sich bei diversen Songs des Albums plötzlich für sie ungewohnt experimentell. Aber es mangelte „Tusk“ natürlich auch nicht an vielen, noch heute bekannten Perlen wie „Over & Over“, „Sara“ oder auch dem Titelsong „Tusk“.
Nun erscheint dieses Album bei Warner Bros. in einer neuen „Tusk (Expanded Edition)“ als 3 CD Boxset. Neben dem Original-Album in neu gemasterter Form auf der ersten CD gibt es bei dieser Edition noch zwei weitere CDs mit alternativen Versionen, Remixen, Demos und Outtakes zu genießen.
Wobei die dritte mit „Alternative Tusk“ betitelte CD sicherlich das für die langjährigen Fans der Band interessanteste Material beinhalten dürfte. Denn allein darauf befinden sich 15 unveröffentlichte alternative Versionen von Songs des Albums. Insgesamt ist das gesamte „Tusk“ Album mit 20 Titeln in chronologischer Reihenfolge auf der dritten CD in eben diesen komplett alternativen Versionen enthalten.
Die auf der zweiten CD befindlichen Remixes, Demos und Outtakes sind durchaus interessant, allerdings dürften auch diese vielen Versionen, insgesamt gibt es auch hier zwölf bislang unveröffentlichte Versionen zu hören, rein für Fans der Band von gesteigertem Interesse sein. Denn allein von „I Know I’m Not Wrong“ gibt es sechs verschiedene Aufnahmesessions nacheinander zu hören.
Alles in allem ein schönes und mit insgesamt 60 Titeln auch super umfangreiches neues Boxset, das der Extravaganz und dem Erfolg des Album zu Zeiten seiner ursprünglichen Veröffentlichung auch 35 Jahre später mehr als gerecht wird.
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am 15. März 2011
ich konnte und kann die schlechten kritiken..damals wie heute nicht verstehen
TUSK ist ein meisterwerk..das zwar nicht die eingängigkeit von RUMOURS besitzt.
aber genau wie Rumours keinen einzigen song der schlecht wäre..alle songs sind
gut
man muss sich auf die songs einlassen..dann entfalten sie je öfter man sie hört ihre magie
gerade die einfachen arrangements , die aber interesant instrumentierten songs
machen einfach nur laune und erzeugen eine eigene atmosphäre
es gibt ein paar der besten gitarrensolos ..wie zum beispiel auf SISTERS OF THE MOON
sie songs kan man nicht so einfach in eine schublade pressen..weil sie oft verschiedene stilmitte verwenden..wobei das viele oft überhören

Lieblingssongs :
SARA
STORMS
SISTERS OF THE MOON
ANGEL
BEAUTIFUL CHILD
TUSK
HONEY HI
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TOP 500 REZENSENTam 14. Oktober 2015
Das (Vinyl-)Doppelalbum Tusk von Fleetwood Mac aus dem Jahre 1979 war der Höhepunkt der Experimentierfreude der Besetzung Buckingham/Nicks/McVie/McVie/Fleetwood oder vielmehr ihres seit 1975 musikalischen Kopfs Lindsey Buckingham. Im Vergleich zu den beiden glatteren Albumvorgängern und -nachfolgern muss Tusk mehr erarbeitet werden und zur Nebenbeiberieselung taugen speziell Buckinghams Songs wenig. Ein kommerzieller Flop war Tusk zwar nicht, aber auch kein Megaseller wie Rumours oder Tango In The Night.

Christine McVies und Stevie Nicks' Songs fallen auf Tusk am wenigsten aus dem vorher gesetzten Rahmen. Von McVie wissen vor allem das kurze eingängige Think About Me, das leicht psychedelische und sehr stimmungsvolle Brown Eyes sowie der Schlusssong Never Forget zu gefallen. Dagegen kommt das Album mit ihrem Opener Over & Over ziemlich zäh in die Gänge. Nicks liefert mit dem Epos Sara (in voller Länge nur auf Vinyl und dem Remaster von Tusk, der Edit dagegen auf der CD-Erstveröffentlichung) sowie Sisters Of The Moon zwei absolute Highlights. Storms und Beautiful Child sind ergreifende Balladen von Nicks, die aber wie die restlichen Songs von Kollegin McVie alle zu ähnlich ruhig dahinplätschern. Da ist gerade einmal Nicks' Angel etwas rockiger geraten.

Diese Gemütlichkeit unterbricht Buckingham mit seinen 9 von insgesamt 20 Songs auf Tusk (McVie 6 und Nicks 5 Songs). Beeinflusst von der Energie des Punk und New Wave liefert er einige kurze, rohere, spröde, schnellere und eher skizzenhaft arrangierte Songs, die aber im Vergleich zu McVies und vor allem Nicks' Songs besser auf den Punkt kommen. What Makes You Think You're The One rumpelt ziemlich schief aus den Boxen. Bei den schnellen The Ledge, Not That Funny und That's Enough For Me kommt der New Wave Einfluss besonders durch. Sehr eingängig ist auch I Know I'm Not Wrong geworden und der Titelsong mit Marching Band ist vom Takt, Arrangement und Songaufbau einer der ungewöhnlichsten Top Ten Hits die es jemals gab. Mit That's All For Everyone lässt er es zumindest einmal ruhiger angehen.

Die Bonus-CD des gelungenen Remasters bietet hauptsächlich Demos, zwei Single-Versionen und vor allem das wunderbare Farmer's Daughter vom Album Fleetwood Mac Live (1980). Statt der ganzen Demos hätte ich aber lieber Nicks' Fireflies (ebenfalls von Live) und Tusk mit Bläserintro vom The Chain Boxset drauf gehabt. Das Booklet ist mit Songtexten, Fotos und einem Essay umfangreich ausgestattet, aber kein Vergleich zur aufwändigen Gestaltung der Vinyl-Ausgabe.

Fazit:
Manches wirkt auf Tusk zwar etwas roh, schräg, experimentell und hat einige Längen. Spannender als die glatten auf Nummer-sicher-Nachfolger Mirage und Tango In The Night ist das allemal. Insgesamt ist Tusk etwas zu viel des Guten. Ca. ein Drittel der Songs hätte ich nicht unbedingt gebraucht. Die Rosinen (von denen es genug gibt) kann man sich ja herauspicken und das Album im heutigen Digitalzeitalter so programmieren wie es einem gefällt. Gute 4 Sterne sind für dieses mutige Album drin. Zum Vergleich bietet sich als Spaß Camper Van Beethovens komplett gecoverte Version von Tusk an.
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am 29. Juli 2004
25 Jahre hat's gedauert, jetzt ist es passiert: Eines der besten Pop-Alben überhaupt wurde "restauriert" - und wie! Kristallklare, akzentuierte Höhen, John McVie's Super-Bass und Mick Fleetwood's knackige drums kommen so gut wie nie zuvor. Dazu natürlich 3 unverwechselbare Stimmen: Christine McVie's Lovesongs, Stevie Nicks' Rauchstimme und Lindsey Buckingham's New Wave - Experimente sind wirklich nicht nur was für Fans. Die Bonus - CD überrascht mit zusätzlichen Songs die (teilweise) von live-Konzerten bekannt sind, sowie mit anders abgemischten TUSK-Songs. Tolles Booklet, tolles Album, tolle Band: Herz was willst Du mehr? KAUFEN!!!!
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