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Kundenrezensionen

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am 12. Dezember 2005
Meine Begeisterung für diese Miniserie habe ich schon zur Genüge bei der englischen Originalfassung kundgetan, jetzt habe ich die deutsche Übersetzung zum ersten Mal gesehen. Positiv an dieser deutschen Version ist, daß diese wunderbare BBC-Verfilmung einem größeren Publikum hierzulande zugänglich gemacht wird, als wenn es nur die englische Fassung gäbe. Und das ist leider auch schon alles, was ich nettes dazu sagen kann.
Darcy und Elizabeths deutsche Synchronstimmen sind ein glatter Fehlgriff. Elizabeth hört sich furchtbar piepsig an, während Darcys Stimme vollkommen emotionslos rüberkommt. Er spricht in jeder Situation in der gleichen Tonlage, was dem Original überhaupt nicht entspricht. An die restlichen Stimmen kann man sich gewöhnen.
Noch viel schlimmer aber ist die Übersetzung an sich. Vollkommen lieblos und vor allem, oftmals ganz einfach falsch, wurden die Dialoge in ein seltsam schwülstiges Deutsch übersetzt. Oder es wurden Dinge ohne Not falsch übersetzt. Darcy zum Beispiel hat Elizabeth stets mit Miss Bennet und niemals mit Elizabeth angesprochen (außer am Schluß beim zweiten Antrag), er hat auch im Inn at Lambton das Dienstmädchen nie mit ihrem Namen angesprochen.
Was aber so richtig schade ist, daß so viele Szenen der Schere zum Opfer gefallen sind. Die deutsche Fassung ist leider sehr gravierend gekürzt. Es fehlt u.a. Marys Gesang am Klavier beim Ball in Netherfield, Darcys Fechtszene, Darcys Gang ins Musikzimmer, nachdem Elizabeth Pemberley verlassen hat, dann wurde selbst der Tanz mit Elizabeth in Netherfield stark gekürzt (wie überhaupt der Großteil des Balls nicht gezeigt wird) und noch eine ganze Menge mehr fehlt. Aus nahezu allen großen Szenen wurden - zugegebenermaßen sehr geschickt - immer wieder ein paar Bröckchen herausgeschnippelt. Das tut dem allgemeinen Verständnis zwar keinen Abbruch, ist aber doch sehr schade. Diese Verfilmung ist (im Original versteht sich!) so wundervoll, daß man auch den Zuschauern, die des Englischen nicht mächtig sind, die komplette Version gewünscht hätte.
Diese deutsche Ausgabe eignet sich wirklich nur für Leute ohne die geringsten Englischkenntnisse, dafür bietet sie einen akzeptablen Einstieg in eine ansonsten tolle Verfilmung. Aber wer die Möglichkeit hat, das Original zu sehen, sollte sein Geld hierfür nicht verschwenden.
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am 13. Oktober 2005
Sehen Sie sich Pride and Prejudice an und Sie werden mir zustimmen.
Selten habe ich eine so perfekte Literaturverfilmung gesehen. Es stimmt einfach alles: Beginnend mit der Musik, den Kostümen, der Dekoration, der liebevollen Details (bis hin zu den korrekten Pflanzen des 18.Jh im Garten!) - Die ganze Ausstattung ist schlicht und ergreifend hervorragend. Dazu kommt, daß glücklicherweise sehr viel Text direkt aus dem Buch übernommen wurde - man kann bei manchen Szenen fast im Buch mitlesen!
Nicht weniger perfekt ist die Auswahl der Akteure: Genial besetzt bis hin zu den Dienstboten. Es ist sehr schwierig, jemanden besonders hervorzuheben, weil einfach alles so genau passt, die Figuren scheinen direkt aus dem Buch entstiegen zu sein. Aber extrem viel Spaß machen mir Mrs. Bennet, Mr. Bennet und Mr. Collins - nicht zu vergessen die grandiose, furchteinflößende Lady Catherine!
Aber all das überstrahlen die beiden Hauptdarsteller: Jennifer Ehle als Elizabeth Bennet und Colin Firth als Mr. Darcy. Beide Rollen sind meiner Meinung nach extrem schwer darzustellen. Die Hauptlast des Films ruht auf Jennifer Ehle. Sie ist als Lizzy die absolute Hauptakteurin und einfach perfekt dafür ausgewählt. Daß sich der gestrenge und arrogante Mr. Darcy sehr schnell in sie verliebt, ist kein Wunder - solche klugen, lebhaften, schlagfertigen Frauen, die auch mal Widerworte geben, findet man ja nicht allzu oft. Von Damen wie Miss Bingley, die sich ständig bei ihm einzuschmeicheln versucht, hat er jedenfalls die Nase voll. Er ist sich seiner Sache bald auch sehr sicher und macht Lizzy schließlich den arrogantesten, selbstsüchtigsten Heiratsantrag aller Zeiten. Und der allein ist den Kauf der DVD absolut wert!
Ach ja, Mr. Darcy. Muß man zu ihm noch was sagen? Heißt es nicht (frei nach Jane Austen): „It is a truth universally acknowledged, that Mr. Darcy has to be played by Colin Firth?" :-)
Seine Version des Fitzwilliam Darcy ist schlicht und ergreifend zum Niederknien. Darcys Wandlung durch den gesamten Film hindurch ist einfach grandios. Anfangs Arroganz pur, beleidigt er zunächst mal die "Landbevölkerung" im allgemeinen und Lizzy im besonderen: "She is tolerable, I suppose, but she's not handsome enough to tempt me" - puh! Aber ist er wirklich so arrogant? Ist es nicht viel eher Schüchternheit? Man darf gespannt sein, wie er sich zum Ende hin entwickelt.
Das schwierige an Darcys Rolle ist, daß er vergleichsweise wenig Text hat und praktisch alles mit seiner Körpersprache bzw. seinem Augen-/Gesichtsausdruck darstellen muß. Und das (wie in der Überschrift bereits erwähnt), gelingt Colin Firth geradezu meisterhaft. Seine Augen allein können wahrhaftig ganze Geschichten erzählen, ohne daß er einen Ton sagen muß. Arrogant, spöttisch, beleidigt, ernst, hoffnungsvoll, genervt, ängstlich, stolz, amüsiert, wütend, besorgt, verlegen, fragend...zu jedem dieser Adjektive fällt mir mindestens eine Szene ein, die vollkommen ohne Worte auskommt. Ja, und nicht zu vergessen natürlich DER BLICK überhaupt: Lizzy spielt am Piano auf Pemberley. Die Blicke, die die beiden austauschen, gehen einem durch Mark und Bein. (Eine englische Amazon-Rezensentin hat das mal sehr treffend als Darcys „Come-to-bed-eyes" bezeichnet - uff!). Äh... und nein, alle Klamotten bleiben an! :-)
Fazit: Es hat schon einen Grund, daß die Begeisterung für gerade diese Verfilmung auch nach mehr als 10 Jahren noch immer ungebrochen ist. Colin Firth wird für mich und viele andere „Darcymaniacs" IMMER der Inbegriff des Mr. Darcy sein. Ich kann mir nur sehr schwer vorstellen, wie das zu toppen sein sollte (auch wenn schon wieder einmal eine Neuverfilmung für dieses Jahr angekündigt wurde :-().
Ach ja, und bitte nicht abschrecken lassen, daß diese Fassung ausschließlich in Englisch ist. Die (englischen) Untertitel sind sehr hilfreich und nach kurzer Zeit kann man sich auch diese sparen. Sie werden es sich eh öfters als einmal anschauen, wetten? Empfehlenswert ist natürlich auch, das Buch in englisch zu lesen, viele Dialoge kann man tatsächlich fast mitlesen! Eine deutsch synchronisierte Version des Films ist zwar mittlerweile auch auf dem Markt, aber nur das englische Original ist das einzig wahre.
Ich denke, Jane Austen wäre sehr, sehr stolz auf diese wundervolle Verfilmung und würde ihre beiden Helden sofort ins Herz schließen.
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am 6. April 2005
Sehen Sie sich Pride and Prejudice an und Sie werden mir zustimmen.
Selten habe ich eine so perfekte Literaturverfilmung gesehen. Es stimmt einfach alles: Beginnend mit der Musik, den Kostümen, der Dekoration, der liebevollen Details (bis hin zu den korrekten Pflanzen des 18.Jh im Garten!) - Die ganze Ausstattung ist schlicht und ergreifend hervorragend. Dazu kommt, daß glücklicherweise sehr viel Text direkt aus dem Buch übernommen wurde - man kann bei manchen Szenen fast im Buch mitlesen!
Nicht weniger perfekt ist die Auswahl der Akteure: Genial besetzt bis hin zu den Dienstboten. Es ist sehr schwierig, jemanden besonders hervorzuheben, weil einfach alles so genau passt, die Figuren scheinen direkt aus dem Buch entstiegen zu sein. Aber extrem viel Spaß machen mir Mrs. Bennet, Mr. Bennet und Mr. Collins - nicht zu vergessen die grandiose, furchteinflößende Lady Catherine!
Aber all das überstrahlen die beiden Hauptdarsteller: Jennifer Ehle als Elizabeth Bennet und Colin Firth als Mr. Darcy. Beide Rollen sind meiner Meinung nach extrem schwer darzustellen. Die Hauptlast des Films ruht auf Jennifer Ehle. Sie ist als Lizzy die absolute Hauptakteurin und einfach perfekt dafür ausgewählt. Daß sich der gestrenge und arrogante Mr. Darcy sehr schnell in sie verliebt, ist kein Wunder - solche klugen, lebhaften, schlagfertigen Frauen, die auch mal Widerworte geben, findet man ja nicht allzu oft. Von Damen wie Miss Bingley, die sich ständig bei ihm einzuschmeicheln versucht, hat er jedenfalls die Nase voll. Er ist sich seiner Sache bald auch sehr sicher und macht Lizzy schließlich den arrogantesten, selbstsüchtigsten Heiratsantrag aller Zeiten. Und der allein ist den Kauf der DVD absolut wert!
Ach ja, Mr. Darcy. Muß man zu ihm noch was sagen? Heißt es nicht (frei nach Jane Austen): „It is a truth universally acknowledged, that Mr. Darcy has to be played by Colin Firth?" :-)
Seine Version des Fitzwilliam Darcy ist schlicht und ergreifend zum Niederknien. Darcys Wandlung durch den gesamten Film hindurch ist einfach grandios. Anfangs Arroganz pur, beleidigt er zunächst mal die "Landbevölkerung" im allgemeinen und Lizzy im besonderen: "She is tolerable, I suppose, but she's not handsome enough to tempt me" - puh! Aber ist er wirklich so arrogant? Ist es nicht viel eher Schüchternheit? Man darf gespannt sein, wie er sich zum Ende hin entwickelt.
Das schwierige an Darcys Rolle ist, daß er vergleichsweise wenig Text hat und praktisch alles mit seiner Körpersprache bzw. seinem Augen-/Gesichtsausdruck darstellen muß. Und das (wie in der Überschrift bereits erwähnt), gelingt Colin Firth geradezu meisterhaft. Seine Augen allein können wahrhaftig ganze Geschichten erzählen, ohne daß er einen Ton sagen muß. Arrogant, spöttisch, beleidigt, ernst, hoffnungsvoll, genervt, ängstlich, stolz, amüsiert, wütend, besorgt, verlegen, fragend...zu jedem dieser Adjektive fällt mir mindestens eine Szene ein, die vollkommen ohne Worte auskommt. Ja, und nicht zu vergessen natürlich DER BLICK überhaupt: Lizzy spielt am Piano auf Pemberley. Die Blicke, die die beiden austauschen, gehen einem durch Mark und Bein. (Eine englische Amazon-Rezensentin hat das mal sehr treffend als Darcys „Come-to-bed-eyes" bezeichnet - uff!). Äh... und nein, alle Klamotten bleiben an! :-)
Fazit: Es hat schon einen Grund, daß die Begeisterung für gerade diese Verfilmung auch nach mehr als 10 Jahren noch immer ungebrochen ist. Colin Firth wird für mich und viele andere „Darcymaniacs" IMMER der Inbegriff des Mr. Darcy sein. Ich kann mir nur sehr schwer vorstellen, wie das zu toppen sein sollte (auch wenn schon wieder einmal eine Neuverfilmung für dieses Jahr angekündigt wurde :-().
Ach ja, und bitte nicht abschrecken lassen, daß diese Fassung ausschließlich in Englisch ist. Die (englischen) Untertitel sind sehr hilfreich und nach kurzer Zeit kann man sich auch diese sparen. Sie werden es sich eh öfters als einmal anschauen, wetten? Empfehlenswert ist natürlich auch, das Buch in englisch zu lesen, viele Dialoge kann man tatsächlich fast mitlesen! Eine deutsch synchronisierte Version des Films kommt zwar im Juni raus, aber nur das englische Original ist das einzig wahre.
Ich denke, Jane Austen wäre sehr, sehr stolz auf diese wundervolle Verfilmung und würde ihre beiden Helden sofort ins Herz schließen.
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am 9. Mai 2002
Diese DVD ist für jeden Jane Austen Fan ein absolutes muß. Ich glaube, ich habe noch nie einen romantischeren Film gesehen als diesen. Am Anfang hatte ich ein wenig bedenken, da alles nur in Englisch gesprochen wird und auch keine deutschen Untertitel dabei sind, aber zum Glück hatte ich das Buch bestimmt schon 10 mal gelesen und die Dialoge sind wirklich leicht zu verstehen und stimmen mit der Übersetzung des Buches genau überein. Ich könnte mir den Film jeden Tag ansehen. Besonders Jennifer Ehle als Elisabeth finde ich ganz toll. Sie wirkt immer recht locker und selbstbewußt und kann nicht nur über die anderen Charaktere, sondern auch über sich selbst lachen. Unvergleichlich ist natürlich auch Colin Firth in seiner Rolle als Mister Darcy, der Lizzy mit so schmachtenden Blicken anschaut, daß man gerne mit ihr tauschen würde. Ich denke, Jane Austen hätte ihre wahre Freude an dieser Verfilmung gehabt.
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am 12. April 2007
BBC at it's best!!!

Ich liebe diese Miniserie von BBC !In der Originallänge und in Originalton ist die Filmreihe einfach unschlagbar und steht auch noch nach 12 Jahren auf Platz Eins meiner Jane Austen_sammlung.

Die KOstüme , die Musik und die Austattung ist bis ins Detail sorgfältig und perfekt zmgesetzt worden. Man fühlt sich , als wäre man ein Teil der Epoche des Empire.

Jennifer Ehle als Lizzy Bennet ist einfach super gewählt worden. Sie verkörpert die natürliche, lebenslustige und wilde Schönheit vom Lande einfach so gut, dass man Freundschaft schließen wollen würde.

Auch Colin Firth als Mr Darcy ist unschlagbar. Ich habe bisher keinen besseren finden können. Sein stolzer CHarme und seine Eleganz verhalfen ihm schon immer zu Rollen in Kostümfilmen.So auch hier.

Die Eltern, sowie die schwestern von Lizzy darf man hier aber auch nciht vernachlässigen. Die schrille und nervtötende Stimme der Mutter und deer Ruhepol der familie- Mr Bennet- stehen im krassen Gegensatz zueinander und tragen datzu bei, dass der altbewährte Humor Jane Austens lebendig wird und den Zuschauer zum Lachen bringt.

Nur Jane Bennet ist meiner Ansicht nach fehlbesetzt. Im Buch wird sie als atemberaubende Schönheit beschreiben, die sogar Lizzy die SHow stiehlt. Meiner Ansicht nach tut sie das im film jedoch keinesfalls.Sie scheint mir ein wenig unscheinbar und eher durchschnittlich. Jedoch meistert sie sopnst die rolle perfekt und deshlab tut dies dem filmischen meisterwerk keinen abbruch.

alles in allem:

Perfektion und unbedingt zu empfehlen!!!!
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am 27. September 2003
Ein absoluter Traum. Egal wie Ihre Sprachkenntnisse im englischen sind, egal wie wenig Zeit Sie haben; dieser Film ist genuss für die Sinne und die Seele. Hier wurde Jane Austen's Romanvorlage exzellent zum Leben erwegt! Die Darsteller sind wie aus dem Roman entsprungen. Kostüme, Kulisse und alle Details überzeugen und lassen einen, den manchmal doch so trüben Alltag vergessen und ein Teil der Familie Bennett werden.
Wieso ich diese Verfilmung so gelungen finde läßt sich ganz einfach an einem Beispiel verdeutlichen:
Wer den Roman gelesen hat wird sich erinnern können das Jane Austen das äußere Erscheinungsbild der Elizabeth Bennett überhaupt nicht näher beschrieben hat. Das einzige was man in dem Roman erfährt, ist das Elizabeth "bezaubernd schöne Augen" hat. Genau auf diese Detail wurde bei der Besetzung geachtet und macht dadurch die Hauptdarstellerin zur einzigen Darstellerin die das "Prädikat" sich "Elizabeth Bennett" zu nennen verdient hat.
Das einzige nachteilige in diesem Film ist, das man ihm total verfällt.
Wer von Pride and Prejudice nicht genug bekommen kann dem gebe ich an dieser Stelle noch ein paar Tipps auf ähnlich gelungene Romanverfilmungen, die da wären:
Jane Austens, Persuaion, ebenfalls von der BBC
Jane Austens, Emma, Achtung! Wurde mehrmals verfilmt! A&E hat eine Verfilmung mit Kate Beckinsale und Samantha Morton rausgebracht. Producer Sue Britwistle!!! und Screenplay Andrew Davies!!! (mein Dreamteam)
Charlotte Bronte's, Jane Eyre mit Samantha Morton und Ciran Hinds
Henry James, Washington Square mit Jennifer Jason Leigh und Ben Chaplin.
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VINE-PRODUKTTESTERam 5. Juni 2008
Achtung Amazon wirft alle Rezensionen zu den unterschiedlichen P&P DVD-Erscheinungen durcheinander. Es empfiehlt sich genau hinzusehen was man kauft, denn es gibt große Unterschiede!

Diese Rez bezieht sich auf Pride and Prejudice - Stolz und Vorurteil (6 Disc Set) (ZDF Fassung sowie ungeschnittene englische Langfassung)

Die alte "Buchbox" in neuer Verpackung!
Nachdem es für die beste Literaturverfilmung aller Zeiten, auch im deutschsprachigen Raum, endlich mit der Buchbox eine adäquate Edition gab, gibt es nun dieselben 6 DVDs in einer sage und schreibe neuen Verpackung!

Inhalt:6 DVDs:
3 DVDs (1-3) mit der englischsprachigen Original-Miniserie in der Langfassung mit deutschen Untertiteln.
1 DVD (4) mit einer Dokumentation über Jane Austen "Presumption".
2 DVDs ( 5+6) mit der gekürzten deutschen Fassung und dem Making Of.

Das wichtigste: Die englischsprachige Langfassung mit deutschen Untertiteln ist endlich da!
Hier können die Fans endlich die originale Miniserie genießen, ohne das Buch nebenher lesen zu müssen, um den Text in seiner Gänze zu verstehen.:-) Das habe ich nämlich früher getan. Es sprechen und verstehen nun mal nicht alle deutschsprachigen Fans entsprechend gut Englisch! Die, die das können müssen sich natürlich die "10th Anniversary Edition" Pride And Prejudice - 10th Anniversary Edition [UK IMPORT]kaufen! Sollten die aber Freunde und Angehörige haben, die des Englischen nicht ausreichend mächtig sind, sind sie auch wieder aufgeschmissen.
Bei der deutschen Synchronfassung auf DVD Nummer 5 u. 6 ist aber wieder nichts erneuert, sie ist wie gehabt keinesfalls empfehlenswert, da hier die Serie ja leider stark gekürzt ist und noch dazu fast unzumutbar schlecht synchronisiert.

Zu der originalen Langfassung mit deutschen Untertiteln: Die Serie ist nicht gekürzt! Sie ist in ihrer ursprünglichen Länge belassen, sprich 310 Minuten abzüglich Vor- und Abspann, also 301 Minuten reine Filmzeit.
Die Angaben bei der "10th Anniversary Edition" sind falsch bzw. hier wurde ein Anhang mitgezählt.
Ich habe mit KSM diesbezüglich gemailt, hier die genauen Angaben:Zitat KSM: "Hier die von unserem Labor gemessenen Längen der einzelnen Folgen, welche wir auf Betacam, Digital angeliefert bekommen haben:
Folge 1 = 53:21 Min.
Folge 2 = 53:14 Min.
Folge 3 = 52:41 Min.
Folge 4 = 52:04 Min.
Folge 5 = 48:50 Min.
Folge 6 = 50:17 Min."
Zitatende

Zu den Untertiteln: Es gibt auch hier, (wie bei der Buchbox), wohl leider keine englischen Untertitel!
Die deutschen Untertitel sind nicht abschaltbar! (Eigentlich ein Sakrileg!)
Das Englisch das bei "Pride and Prejudice" (P&P) gesprochen wird ist wunderschön, auch deutlich und man kann es gut verstehen, aber mein Wortschatz ist zu gering. Mit Hilfe der Untertitel kann ich nun trotzdem konzentriert zuhören, habe aber die Stütze die ich brauche. Und so schlimm, wie hier in den Rezen oft betont wird, sind die Untertitel meiner Meinung nach nicht, ich finde sie okay!
Es ist ja richtig, dass sie der Austen-Sprache und dem Zeitgeist nicht wirklich gerecht werden. Manchmal gibt es auch kleinere inhaltliche Patzer. Es ist aber auch einfach nicht möglich perfekte Untertitel zu bringen, sprich die Übersetzung 1:1 zu machen. Die Dynamik in den Unterhaltungen ist zeitweise sehr hoch und wenn man den Film sehen, den Text hören und die kompletten Untertitel lesen wollte, dann wäre man wohl gänzlich überfordert. Sie müssen gekürzt sein. Aber sie sind eine gute Stütze, um das Gesprochene besser zu verstehen. Ich ergänze die Untertitel einfach, in dem ich auch konzentriert zuhöre. Das schafft schon jemand, der nur leidliches Schulenglisch kann.

Zur Deutschen Fassung: Ich will niemandem die grauenvoll synchronisierte und verstümmelte deutsche Fassung Pride and Prejudice (2 Disc Set) zumuten, auf die 2 DVDs die hier mit dabei sind hätte ich also getrost verzichten können, aber mittlerweile habe ich die mal meiner Schwiegermutter gezeigt. ;-) Ich weiß gar nicht ob ich mir eine neue und komplette Synchronisation wünsche. Ich möchte lieber den Originalton behalten.:-)

Zu der 16:9 Angabe: Es stimmt, bei mir wurde der Hauptfilm im Vollbildmodus gezeigt. Hier fällt mir nur ein, dass es sich um einen Fernsehfilm von 1995 handelt. Fernsehfilme wurden damals nicht im Kino-Format gedreht. Ich habe eh noch ne viereckige Glotze...

Bonusmaterial:
Das tolle Making Of ist verwirrender Weise auf der DVD Nummer 6 bei der deutschen Fassung mit drauf!! Die Biographie auf DVD Nummer 4 ist wirklich nicht der Hit, aber ich habe es sprachlich, obwohl der deutsche Ton oft vom englischen überlagert wurde, gut verstanden.

Fazit:
Für mich ist diese Edition, ob sie nun Buchbox heißt oder nicht, das Feinste was auf dem "P&P 1995 Markt" zu finden ist. Ein Pflichtkauf für nicht-englischsprachige Fans. Deshalb satte 5 Sterne!
Was die BBCc mit dieser Serie geschaffen hat kann man nur bestaunen und bewundern. Kinoverfilmungen können hier, schon vom Format her, einfach nicht mithalten. Viel Spaß mit der wirklich echten, direkt aus den Seiten des Austen-Romans geschlüpften, Elizabeth Bennet alias Jennifer Ehle und Colin Firth (zum Wegschmelzen), als einfach perfekten Mr.Darcy! Er hat immerhin eine legendäre "Darcymania" zu verantworten. Jedem, der den Film mag, kann ich sowieso nur empfehlen auch das Buch von Jane Austen zu lesen. Es ist noch besser als der Film! Und dann kennt man auch die Sprache und die Feinheiten.

Da ich die Buchbox besitze, kann ich über die Art der neuen Verpackung leider nichts sagen. Aber schließlich kommt es ja auf den Inhalt an;-)

!!! ACHTUNG !!!
EDIT 2010
Mittlerweile gibt es auch Jane Austen's Pride & Prejudice - 15th Anniversary Edition (6 Disc Set) [Collector's Edition]. Die ist auch klasse. Hier gibt es auch eine englische Tonspur, was wichtig ist, denn die "neue" deutsche Synchro stellt sich als ziemlicher Pfusch heraus. Die alte (schlechte & verkürzte) Syncho des geschnittenen Stolz und Vorurteil Version  wurde einfach erweitert - mit neuen Stimmen! Also weiterhin grauenvoll eingesprochen, aber nicht mehr verstümmelt. Ich würde dennoch diese Version Jane Austen's Pride & Prejudice - 15th Anniversary Edition (6 Disc Set) [Collector's Edition] wählen, wenn ich die BBC P&P noch nicht zu hause hätte, dann aber P&P dennoch nur mit englischem Ton ansehen. Ich bin sonst kein Verfechte des O-Tons, aber hier unbedingt.
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VINE-PRODUKTTESTERam 19. Oktober 2007
Inhalt:6 DVDs:
3 DVDs (1-3) mit der Original-Miniserie in der Langfassung mit deutschen Untertiteln.
1 DVD (4) mit einer Dokumentation über Jane Austen "Presumption".
2 DVDs ( 5+6) mit der gekürzten deutschen Fassung und dem Making Of.

Ich muss nun mal für diese Buchbox in die Bresche springen. Für eine der besten Literaturverfilmungen aller Zeiten, gibt es nun endlich, auch im deutschsprachigen Raum, eine adäquate Edition: Die englischsprachige Langfassung mit deutschen Untertiteln!
Ich bin eine derjenigen, die sich vor Freude Luftsprünge geleistet hat, als ich über die Erscheinung dieser Box informiert wurde! Und nun wo ich sie mein Eigen nenne, kann ich endlich die englische Langfassung anschauen, ohne das Buch nebenher lesen zu müssen, um den Text in seiner Gänze zu verstehen. Es sprechen und verstehen nun mal nicht alle deutschsprachigen Fans entsprechend gut Englisch! Die, die das können müssen sich natürlich die "10th Anniversary Edition" kaufen. Sollten die aber Freunde und Angehörige haben, die des Englischen nicht ausreichend mächtig sind, sind sie auch wieder aufgeschmissen.
Bei der deutschen Synchronfassung auf DVD Nummer 5 u. 6 ist aber gar nichts erneuert, sie ist wie gehabt keinesfalls empfehlenswert, da hier die Serie immer noch stark gekürzt ist und noch dazu fast unzumutbar schlecht synchronisiert.

Zu der originalen Langfassung mit deutschen Untertiteln: Die Serie ist nicht gekürzt! Sie ist in ihrer ursprünglichen Länge belassen, sprich 310 Minuten abzüglich Vor- und Abspann also 301 Minuten reine Filmzeit.
Die Angaben bei der "10th Anniversary Edition" sind falsch bzw. hier wurde ein Anhang mitgezählt

Ich habe mit KSM diesbezüglich gemailt, hier die genauen Angaben:

Zitat KSM
Hier die von unserem Labor gemessenen Längen der einzelnen Folgen, welche wir auf Betacam, Digital angeliefert bekommen haben:
Folge 1 = 53:21 Min.
Folge 2 = 53:14 Min.
Folge 3 = 52:41 Min.
Folge 4 = 52:04 Min.
Folge 5 = 48:50 Min.
Folge 6 = 50:17 Min.
Zitatende

Zu den Untertiteln: Es gibt leider keine englischen Untertitel!
Die deutschen Untertitel sind abschaltbar!
Das Englisch das bei "Pride and Prejudice" (P&P) gesprochen wird ist wunderschön, auch deutlich und man kann es gut verstehen, aber mein Wortschatz ist zu gering. Mit Hilfe der Untertitel kann ich nun trotzdem konzentriert zuhören und habe aber die Stütze die ich brauche. Und so schlimm, wie hier in den Rezis oft betont wird, sind die Untertitel meiner Meinung nach nicht, ich finde sie okay!
Es ist ja richtig, dass sie der Austen-Sprache und dem Zeitgeist nicht wirklich gerecht werden. Manchmal gibt es auch kleinere inhaltliche Patzer. Es ist aber auch einfach nicht möglich perfekte Untertitel zu bringen, sprich die Übersetzung 1:1 zu machen. Die Dynamik in den Unterhaltungen ist zeitweise sehr hoch und wenn man den Film sehen und den Text hören und die kompletten Untertitel lesen wollte, dann wäre man wohl gänzlich überfordert. Sie müssen gekürzt sein. Aber sie sind eine gute Stütze um das Gesprochene besser zu verstehen. Ich ergänze die Untertitel einfach in dem ich auch konzentriert zuhöre. Das schafft schon jemand der nur leidliches Schulenglisch kann.
Endlich schaut sich auch mein Mann die Serie an und er ist auch sehr begeistert. Auch Ihm will ich aber die grauenvoll synchronisierte und verstümmelte deutsche Fassung nicht zumuten, auf die DVDs mit der deutschen Fassung hätte ich also verzichten können, aber vielleicht zeige ich die mal meine Schwiegermutter. ;-)

Zu der 16:9 Angabe: Es stimmt, bei mir wurde der Hauptfilm im Vollbildmodus gezeigt. Hier fällt mir nur ein, dass es sich um einen Fernsehfilm von 1995 handelt. Fernsehfilme wurden damals nicht im Kino-Format gedreht. Warum Amazon es dann hinschreibt weiß ich nicht. Ich habe eh noch ne viereckige Glotze.

Bonusmaterial:
Das Making Of ist verwirrender Weise auf der DVD Nummer 6 bei der deutschen Fassung mit drauf!! Die Biographie auf DVD Nummer 4 ist wirklich nicht der Hit, aber ich habe es sprachlich gut verstanden.

Für mich ist diese Buchbox trotzdem das Feinste was auf dem "P&P 1995 Markt" zu finden ist. Ein Pflichtkauf für nicht-englischsprachige Fans.
Deshalb 5 Sterne! Ich weiß gar nicht ob ich mir eine neue und komplette Synchronisation wünsche. Ich möchte lieber den Originalton behalten.:-)

Was die BBCc mit dieser Serie geschaffen hat kann man nur bestaunen und bewundern. Hollywood kann hier niemals mithalten. Viel Spaß mit der wirklich echten, direkt aus den Seiten des Austen-Romans geschlüpften, Elizabeth Bennet alias Jennifer Ehle und dem hinreißenden Colin Firth, als einfach perfekten Mr.Darcy! Jedem der den Film mag, kann ich sowieso nur empfehlen auch das Buch von Jane Austen zu lesen. Es ist noch besser als der Film! Und dann kennt man auch die Sprache und die Feinheiten.
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Im Jahre 1995 erlebte das britische Fernsehen eine Sensation. Die Serie von "Stolz und Vorurteil", einer Literaturverfilmung des Klassikers aus der Feder von Jane Austen, erlebte einen Zuschauerrekord von 10-12 Millionen! Bisher hatten die Adaptionen bestimmter Klassiker hauptsächlich eine eher kleine Gruppe von Bildungsbürgern, eher fortgeschrittenen Alters angesprochen. Doch nun saßen Jung und Alt, Männer und Frauen aller Klassen vor den Bildschirmen und beobachteten gebannt, ob der stolze Mr. Darcy es schaffen würde, die Vorurteile der reizenden Elisabeth zu überwinden. Vor allem das weibliche Publikum war einfach hingerissen und die wachsende Darcymania bescherte dem männlichen Hauptdarsteller Colin Firth zu dessen eigenem Erstaunen sogar den Status eines Sexsymbols. Damit nicht genug, fand die Serie sogar die Gunst der eher puristisch eingestellten "Jane-Austen-Fan-Gemeinde". Wirklich ganz erstaunlich!
Kein Wunder also, dass auch das deutsche Fernsehen auf dieses Wunder auf englischem Boden aufmerksam wurde und schließlich eine übersetzte Fassung der Serie ausstrahlen ließ. Eine wachsende Anzahl von Zuschauern jedoch schmerzte es seit Jahren, das diese Variante leider schmerzlich gekürzt und damit etwas verstümmelt erscheint. Der Sechsteiler wurde nämlich in gestraffte drei Teile gefasst und kann niemals den vollen und wundervollen Glanz des prächtigen Gesamtwerkes erreichen.
DIE DEUTSCHE LANGFASSUNG
Die nun veröffentlichte Langfassung in deutscher Sprache wurde nun endlich veröffentlicht. Wird sie den Ansprüchen der Zuschauer aber gerecht?
Die schockierende Wahrheit vorweg: Die deutsche Tonspur wurde nicht, wie eigentlich erwartet werden dürfte, neu eingespielt. Es wurden lediglich die Teile, die bei der deutschen Fassung bisher fehlten, nachsynchronisiert. Dies ist auch deutlich zu merken, denn die neuen Stimmen klingen fast durchgehend vollkommen anders, als die vertrauten Sprecher. Dies trifft leider im Besonderen auf die Stimme der Hauptperson, Elisabeth Bennet, zu. Allerdings muss man zugestehen, dass man sich mit der Zeit an die etwas seltsame Synchronisation gewöhnt und manche Dialoge auch sanft abgeändert wurden, um den Sinn des gesagten besser und deutlicher herauszustellen. Dies fällt zum Beispiel beim Dialog Elisabeths mit Mrs. deBourgh auf.
Natürlich kann man sich die Langfassung auch im Original können und mit deutschem Untertitel unterlegen. Englische Untertitel werden dagegen nicht angeboten.
DIE GELUNGENE BILDBEARBEITUNG
Wer bisher nur die deutsche Kurzfassung oder das ältere englische Original kannte, wird bei dieser DVD-Sammlung eine sehr positive Überraschung erleben. Das alte Filmmaterial wurde komplett überarbeitet und zeigt eine herausragende Bildqualität.
In einem Extra kann man sich erklären lassen, wie diese Bearbeitung erfolgte. Wer jedoch durch die technischen Details verwirrt wird, braucht nicht verlegen zu sein, denn der gezeigte direkte Bildvergleich zwischen alter und bearbeiteter Fassung zeigt sehr deutlich, was der Fachmann sagen will. Die Farben sind wundervoll klar und strahlend.
Da sich die Kamera sehr stark auf die Mimik und Gestik der Schauspieler konzentriert und auch jeden Gesichtsausdruck einfängt, ist der Filmgenuss selbst bei Kennern dieser geschätzten Literaturverfilmung um ein Vielfaches gesteigert. Besonders die "funkelnden Augen", die Mr. Darcy laut Buchaussage so bezaubern, sind jetzt besonders schön zu sehen.
Die Langfassung erscheint im Kinoformat und überzeugt bildlich und klanglich.
DIE EXTRAS
Wer will da eigentlich noch die gekürzte und jetzt auch noch aus anderem Grunde blass erscheinende deutsche Fassung sehen. Hier hätte man sparen können. Die zwei DVDs enthalten zwar als Bonus ein nicht uninteressantes Making-of, aber die Zusatzinformationen auf der DVD mit Langfassung wären eigentlich ausreichend gewesen.
Der Rückblick aus dem Jahre 2008 auf das TV-Ereignis 1995 ist in der Tat sehr kurzweilig und besonders der stets engagierte und geniale Drehbuchautor Andrew Davis macht dieses Extra zu einem besonderen Vergnügen. Seiner Feder ist es wohl hauptsächlich zu verdanken, dass diese Literaturverfilmung ein so großer Erfolg wurde. Er erkannte, dass die Vorlage der begabten Jane Austen zwar eine wundervolle Geschichte mit hinreißenden Dialogen bot, aber dass sie sich auf den Blickwinkel der Frauen beschränkt. Davies wollte mehr Aufregung in den Stoff bringen und betonte wann immer möglich, die Körper-lichkeit der Figuren und verlegte Szenen, die sich dafür anboten, ins Freie. Seine Lieb-lingsszene -die er mit vielen Zuschauern gemeinsam haben könnte- ist diejenige, als Darcy seine Liebste am Klavier beobachtet. Der Blickkontakt zusammen mit der Musik erzeugt eine ganz besondere Stimmung. Bei dieser Gelegenheit muss er dann allerdings auch anfügen, dass er eine der letzten Szenen, als Darcy und Elisabeth spazieren gehen, im Nachhinein gerne etwas anders geschrieben hätte. Die filmischen Möglichkeiten des Blickkontaktes wurden hier leider etwas verschenkt. Man wird nicht müde, diesem talentierten Mann zu zuhören!
DIE DOKU
Leider bereitet die zusätzliche DVD, die eine Dokumentation über Jane Austen enthält nicht ganz so viel Freude, obwohl viele Originalplätze aus dem Leben der Schriftstellerin aus dem 19. Jahrhundert gezeigt werden. Aber die Kapazitäten, die zu Wort kommen, um die Lebensumstände oder den Charakter der sensiblen und scharfsinnigen Autorin zu kommentieren, werden leider nicht namentlich genannt. Außerdem merkt man der Produktion in jeder Weise das Alter an. Das Bild ist schwach und die Ausschnitte aus diversen Jane-Austen-Filmen zeigen ausschließlich die eher nicht so gelungenen Adaptionen aus den 1980er-Jahren. Es ist außerdem nicht möglich, die Sprache auszuwählen und so muss man sich ein seltsames Gemisch aus englisch und deutsch zumuten, weil die deutsche Tonspur nur sehr unzureichend über das englische Original gelegt wurde.
FAZIT
Diese höchst amüsante und intelligente Literaturverfilmung ist immer noch ungeschlagen die beste Adaption des berühmten Werkes von Jane Austen. Die feine Ironie der Schriftstellerin wurde ausreichend gewürdigt, doch wurde auch mit Romantik und Spannung nicht sparsam umgegangen. Colin Firth und Jennifer Ehle geben ein wundervolles Paar ab und man fiebert mit beiden gleichermaßen mit. Die gelungene Bearbeitung des ursprünglichen Filmmaterials erfreut zudem Ohr und Auge! Auf diese Langfassung sollte man keinesfalls verzichten, egal ob man sie jetzt in englischer oder deutscher Sprache ansehen möchte.
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am 3. April 2006
Die "alte" Version mit Colin Firth und Jennifer Ehle ist einer der besten Filme, die je gedreht worden sind. Sorgfältigste schauspielerische Leistungen, ein wunderbares altes Englisch, ausreichend Zeit, um sich die Dinge entwickeln zu lassen und eine gute Filmmusik - zusätzlich zu der außerordentlich gut geschriebenen Story sind das Eigenschaften, die kaum ihresgleichen haben.
Die neue Version mit Kira Knightley ist schneller, um nicht zu sagen hektischer, weniger tiefschürfend (tatsächlich ist der Bogen der Handlung selten gut begründet, alles scheint irgendwie zufällig zu erfolgen) und mehr auf Effekt als auf Tiefe bedacht. Dafür sind die Effekte beim "Neuen" allerdings besonders gut - phantastische Kameraarbeit, wunderschöne, elegische Bilder - auch ein Traum von einem Film.
Kaufen Sie beide !! Mit dem "alten" haben unsere Kinder ihr Englisch erheblich verbessert, jeder aus der Familie hat ihn bestimmt mindestens ein dutzendmal gesehen, auf Englisch - der neue ist gut, wenn man den alten kennt - und bringt eine eigene, sehr attraktive Interpretation einer der schönsten Liebesgeschichten aller Zeiten. Er ist ebenfalls ein Fest für die Sinne, und man ist geneigt darüber zu spekulieren, was für ein Meisterwerk es denn geworden wäre, hätte der Regisseur auch 5 Stunden füllen dürfen.
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