Kundenrezensionen


8 Rezensionen
5 Sterne:
 (4)
4 Sterne:
 (2)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:
 (2)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Oh Lord, where art Thou?
Ja, wo ist Gott? Larry Gopnik, ein Universitätsdozent im Mitleren Westen der USA, circa 1965, ist ein ernsthafter Mann. Er hat eine Frau und Kinder, geht regelmäßig in die Synagoge, und ist generell aufrichtig und pflichtbewusst. Dennoch bröckelt ihm eines Tages der Boden unter den Füßen weg: Seine Frau will urplötzlich die Scheidung...
Veröffentlicht am 17. Januar 2011 von Marcel Hansemann

versus
1 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Was bitteschön ist das???
Ich kann mich einem Vorkritiker nur anschließen: einer der sinnentleertesten und langweiligsten Filme, die ich jemals in meinem Leben gesehen habe. Eine amerikanisch-jüdische Gesellschaftsbetrachtung, gespickt mit religiösem Insiderwissen, angesiedelt in den 60ern, grotesk überzeichnet, aber einfach nicht lustig, nicht skurril, nicht unterhaltsam,...
Veröffentlicht am 8. März 2011 von Findesucher


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Oh Lord, where art Thou?, 17. Januar 2011
Von 
Marcel Hansemann (Maastricht) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: A Serious Man - Grosse Kinomomente (DVD)
Ja, wo ist Gott? Larry Gopnik, ein Universitätsdozent im Mitleren Westen der USA, circa 1965, ist ein ernsthafter Mann. Er hat eine Frau und Kinder, geht regelmäßig in die Synagoge, und ist generell aufrichtig und pflichtbewusst. Dennoch bröckelt ihm eines Tages der Boden unter den Füßen weg: Seine Frau will urplötzlich die Scheidung und eröffnet ihm, dass sie sich mit dem onkelhaften Schmierlappen Sy Ableman eingelassen hat. Die Einstellungskommission an seiner Universität, die seine Festanstellung erwägt, erhält anonyme Briefe, die ihm moralisches Fehlverhalten vorwerfen. Seine Kinder sind ebenso entfremdet wie seine Frau.

Larry Gopnik ist ein ernsthafter Mann: er lässt all das über sich ergehen, widersetzt sich nicht, als er aus seinem Haus aus- und in ein Motel einziehen soll. Aber trotzdem versteht er eins nicht: Warum das Ganze? Warum bricht all das, was er bislang für selbstverständlich und sicher gehalten hatte, plötzlich weg? Er beschließt, bei den Rabbis seiner Gemeinde Beistand zu suchen.

Rabbi Nachtner erzählt ihm eine interessante Geschichte: ein Zahnarzt aus seiner Gemeinde, Dr. Sussman, fand einst zu seinem Erstaunen auf einem Gipsabdruck eines seiner Patienten, eines "Goi" (Nichtjuden), hebräische Zeichen eingeritzt: "Hilf mir". Er ruft den Patienten noch einmal her, um sich Gewissheit zu verschaffen. Er beginnt, all die anderen Gebisse nach Zeichen zu untersuchen: nichts. Auch sein eigenes und das seiner Frau untersucht er. Er wird besessen von diesen Zeichen. Eines Tages erscheint er bei Nachtner, um ihn über die Zeichen zu befragen.

Hier endet die Geschichte. Gopnik ist fassungslos. Was wollte Gott denn damit sagen? "Wissen wir nicht", sagt der lächelnde Rabbi. "Aber das hört sich an, als würden Sie gar nichts wissen! Warum haben Sie mir dann die Geschichte überhaupt erzählt?"

Ja, warum? Das ist die Frage, die sich durch den ganzen Film zieht. Dinge passieren, aber ohne erkennbaren Grund. Sie passieren sogar scheinbar, ohne dass jemand überhaupt aktiv handelt. Während Larry an der Uni die Unschärferelation lehrt, will er sich mit dem Chaos als regierendes Prinzip im eigenen Leben nicht zufrieden geben. Das ist das zentrale Thema des Films: die sinnlose Suche nach einem Sinn, verkörpert durch den Glauben an Gott.

Und weil es keinen Sinn gibt, ist die Dramaturgie des Films höchst unüblich. Es gibt keinen klassischen Spannungsbogen mit Aufbau, Klimax und sauberem Denouement. Die Bösen bleiben ungestraft, die Guten nicht ungescholten. Die Dinge passieren einfach, einfach so. Frustrierend? Ja. Deshalb erscheint der Film beim ersten Sehen sehr langatmig. Aber spätestens nach dem unverfrorenen Ende, das einem als Zuschauer die Zornesröte ins Gesicht treibt, geht einem der Film nicht mehr aus dem Kopf. Man möchte ihn *wieder und wieder* sehen, um doch endlich einen Ansatz, ein gemeinsames Thema zu finden, das den Film erklären möge.

Der Rabbi sagt: "Gott ist uns keine Rechenschaft schuldig. Die Dinge passieren einfach." Sy sagt: "Ich habe deine Frau gefckt. Ich habe sie *ernsthaft* gefckt. Das ist es, was geschieht, Larry." Larry selbst sagt, zu einem seiner Studenten: "Handlungen haben Konsequenzen, immer. Nicht nur physikalische, auch moralische." Und dass die ausbleiben, ist es ja, was ihn so verwirrt. Es gibt hier keine actio und reactio. Alle Handlungen geschehen im völligen Vakuum. Kein Dominostein steht nah genug am anderen, um ihn umzuwerfen.

Dieser Film ist ein Film über das Interpretieren selbst. Kein Wunder, dass er einen nicht mehr loslässt. Dabei ertappt man sich selber: Man sucht so hartnäckig nach einem Sinn, dass man selbst zum Teil des Films wird. Lebensnaher kann ein Film nicht sein.

"A serious man" ist sicherlich der mit Abstand reifeste Film der Coen-Brüder, die ihr Handwerk wie gewohnt perfekt beherrschen. Es ist ein unbedingt sehenswerter moderner Klassiker.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Paul Lassiter & Howard Wolowitz ... urskurril, schwarzhumorig, und eine einfache Botschaft :-), 15. August 2012
Von 
r3sort (A) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: A Serious Man - Grosse Kinomomente (DVD)
Vorweg:

Meine Rezension bezieht sich nur auf den Film - wer Informationen zum beworbenen Film-Paket und den enthaltenen Extras sucht, kann meine Rezension einfach überspringen.

------------------------------------------------------------------------------------------------------

Einleitung:
=========
Ein jiddisches Haus in irgendeiner Einöde? Eine Ehepaar das sich in einer Parodie der deutschen Sprache (zumindest laut "Zug des Lebens") darüber streitet, ob der späte Gast ein "Dibbuk", offenbar ein jüdischer Totengeist, ist ... bin ich im richtigen Film?!

Einstieg:
========
Nach der offenbar allegorischen Einstiegsszene lernen wir schnell den sehr korrekten, fähigen, klugen und auch recht attraktiven Professor Gopnik kennen, der trotz seiner eigentlich durchaus erfolgversprechenden Eigenschaften von seinem gesamten sozialen Umfeld, beabsichtigt oder latent, zum Würstchen degradiert wird. Dabei liefert er doch, mal abgesehen von seiner peinlichen Hochwasserhose, gar keinen Anlass ihn herumzuschubsen und auszunutzen. Eine skurrile und klassisch Coen-typische schwarzhumorige Situation folgt der nächsten und ich als Zuschauer wurde einerseits immer wütender auf den offensichtlich begabtesten Nutznießer "Sy Ableman" und die anderweitige Armee von Schmarotzern, Parasiten und Nassauern die unserer Hauptfigur das Leben schwer machen. Gleichzeitig aber auch indigniert und empört über die stoische Contenance und Selbstbeherrschung des eine Wange nach der anderen hinhaltenden Gopnik, fühlte ich mich hin und hergerissen zwischen Mitleid, Abscheu, Scham und wieder Mitleid.

Details:
=======
Wieder einmal ein Film voller absolut stimmiger inszenatorischer Details die den Betrachter wie den Akteur unnachgiebig in die gewünschte Richtung der Regisseure treiben. Ich konnte mich der offensichtlich forcierten Wirkung gar nicht entziehen, die einem ins Gesicht schreiende Botschaft des Films gar nicht hinterfragen: "Lass um Himmels Willen nicht alles mit dir machen!" Permanent werden wir gekitzelt, provoziert, gestichelt und geärgert, nicht nur indem wir sehen, welch scheußliche Dinge dem Protagonisten da wiederfahren sondern vor allem indem wir tatenlos zusehen müssen, wie der arme Kerl sich noch von "Sy" befingern und umarmen lässt, dem Kontrahenten bei der Begattung der eigenen Frau quasi noch eigens den Gummi überstülpt und von Versager zu Versager in einem leeren dreckigen Pool dem Bruder diejenigen Trostesworte zuspricht, die er sich eigentlich selbst zu Herzen nehmen müsste.

Fazit:
=====
Herrliche Nebenrollen bieten sich in den Serienhelden Richard Kind (Paul Lassiter aus "Chaos City") als Onkel Arthur und Simon Helberg (Howard Wolowitz aus "The Big Bang Theory") als Junior Rabbi. Urskurrile, schwarzhumorige Situationskomik, eingebettet in eine ernste Handlung und mehrere kleine Nebenschauplätze. Aus meiner Sicht ein gewisser Mangel an Entwicklung und Progressivität im Verlauf des Films, der dadurch phasenweise ein wenig abflacht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schräge jüdische Komödie, 20. September 2011
Von 
N. I. Body - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: A Serious Man - Grosse Kinomomente (DVD)
A Serious Man spielt in den USA im Jahr 1967 und erzählt die Geschichte eines jungen jüdischen Physikprofessors, dessen Leben von einem Tag auf den anderen aus den Fugen gerät. Seine Frau will sich scheiden lassen, sein gestörter Bruder hat sich bei ihm einquartiert, seine Kinder machen Probleme, mit dem Nachbar droht Streit und vom Rabbi ist auch keine (klar verständliche) Hilfe zu erwarten. Ganz nebenbei hofft der Hauptdarsteller auf eine feste Anstellung an der Uni, wird aber von einem anonymen Briefeschreiber denunziert und von einem koreanischen Studenten erpresst. Das alles erträgt er in stillem, sehr unterhaltsamen Leid.

Dieser Film der Coen Brüder ist definitiv KEIN MAINSTREAM-FILM. Ein klares Ende oder eine Auflösung aller offener Fragen darf man sich am Ende nicht erwarten. Viele werden vom abrupten Ende enttäuscht sein. Dieser Film bietet endlose Interpretationsmöglichkeiten.

Das kleinbürgerliche Amerika im Jahr 1967, bis hin zur Kleidung und den vielen damaligen PKWs, aber auch jeder einzelne Filmcharakter, wurden mit sehr viel Liebe zum Detail inszeniert. Wer sich eine 08/15 Hollywood Komödie erwartet, der wird wahrscheinlich von diesem Film enttäuscht sein. Wer einen schrägen, witzigen jüdischen Film über das Leben an sich erwartet, nicht.

An Bild- und Tonqualität der DVD habe ich nichts auszusetzen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Spießer in großer Not...., 5. Januar 2011
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: A Serious Man - Grosse Kinomomente (DVD)
Ein Schtetl in Polen um 1900: Das ältere Ehepaar Velvel (Allen Lewis Rickman) und Dora (Yelena Shumlenson) streiten sich darüber, ob der alte Treitle Groshkover (Fyvush Finkel) noch lebt oder nicht. Der Mann behauptet ihn grade eben noch auf der Straße gesehen und nett mit ihm geplaudert zu haben. Die Frau dagegen schwört, dass Treitle schon 3 Jahre tot ist. Da klopft es auch schon. "Ich hab den Treitle auf eine Tasse Kaffee eingeladen" und nun streiten die drei gemeinsam, ob der Gast real oder ein Dybbuk (böser Totengeist) ist. Die Frau ersticht den Alten, der mit dem Messer in der Brust erzürnt die gute Stube verlässt und sich über die schlechte Gastfreundschaft erzürnt. War es ein Geist oder keiner ?
Dies ist der geniale Prolog zum neuen Film der Coen Brothers "A serious Man", der eine völlig überraschende Krise im Leben des Physikprofessors Larry Gopnik (Michael Stuhlbarg) behandelt.
Es war doch eigentlich noch alles in bester Ordnung. Ein angesehener Job an der Highschool (ein Zeitvertrag mit besten Chancen auf lebenslange Einstellung), ein hübsches Haus in der Vorstadtsiedlung, beste Integration in der jüdischen Gemeinde, eine fürsorgliche Frau (Sari Lennick), mit Sarah (Jessica McManus) und Danny (Aaron Wolff) zwei nette Kinder und fast genauso "nette" rassistisch angehauchte Nachbarn, die gerne zur Hirschjagd fahren.
Ausserdem steht Dannys Bar Mitzwa bevor.
Doch von einem Tag auf den anderen verändert sich das Leben: Ein koreaischer Student namens Clive Pank (David Kang), der wegen schlechter Leistungen durchfallen soll, versucht ihn zu bestechen.
Seine Frau Judith eröffnet ihm, dass sie die Scheidung will und fortan mit Sy Ableman (Fred Melamed) verheiratet sein möchte.
Und Onkel Arthur (Richard Kind), ein mathematisches Genie, wird wegen illegalem Glücksspiel verhaftet.
Darüberhinaus bekommt die Schule anonyme Briefe mit Anschuldigungen über den seriösen Mann.
Grund genug verschiedene Rabbis um Rat und Lebenshilfe zu fragen...
Nachdem in den letzten Jahren lediglich der Thriller "No Country for old man" ein herausragender Film der Coen Brüder war und "Ein unmöglicher Härtefall", "Ladykillers" oder "Burn after Reading" nicht an ihre grandiosen Arbeiten wie "Barton Fink", "Fargo", "Millers Crossing" oder "The big Lebowski" heranreichten, gelang ihnen mit "A Serious Man" eine sehr gute abenschwarze groteske Komödie. Im Film tummeln sich die skurrilsten Charaktere und die Handlung besticht mit einem herrlich lakonischen Humor.
Man könnte gar von diesem besonderen "Barton Fink Feeling" reden.
Auch der Schluß ist herrlich böse...ein kleines Juwel im Filmjahr 2010.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kruder Humor gegen die Zumutungen des Lebens, 28. Februar 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A Serious Man - Grosse Kinomomente (DVD)
Nach einer längeren Durststrecke mit - für "Coen-Verhältnisse" - weniger glanzvollen Filmen haben die beiden Brüder seit 2007 (No Country for Old Men) wieder deutlich zugelegt. Bisheriger Höhepunkt und ein Meisterwerk ist diese ziemlich absurde Komödie, die an manche Woody-Allen-Sequenzen erinnert. Michael Stuhlbarg spielt den Titelhelden als Menschen, der sich scheinbar willenlos den Zumutungen des Lebens ergibt. Das ist dann fast immer so tragisch, dass es schon wieder zum Lachen ist. Dieses innere Lachen hält bei mir auch noch lange nach dem Film an. Die um den Helden gruppierten Charaktere sind so bizarr, dass dieser tatsächlich als einziger ernst zu nehmender Mensch in diesem ganzen Spiel erscheint - obwohl seine ganze Erscheinung und sein Leben an Spießigkeit nicht zu überbieten ist: eine Inkarnation alltäglicher Schrecklichkeit, wehrlos, willenlos, ein Buster Keaton der Postmoderne!

Erklärungsbedürftig ist die Eröffnungssequenz, eine Allegorie, die mit der eigentlichen Handlung nichts zu tun hat - und mich zugegebenermaßen ein wenig ratlos lässt; der krude Humor und ein sehr offenes Ende tragen außerdem dazu bei, dass dieser Film wohl nicht jedermanns Sache ist. Wer es aber aushalten kann, wenn ein Film ohne Anfang, Mittelteil und ein alles aufklärendes Ende auskommt, den wird dieser saukomische Film glücklich machen - und vielleicht auf eine positive Weise nachdenklich. Denn "A Serious Man" ist ein Film, der einen lange begleiten wird. Auch weil man ihn schon nach wenigen Wochen gerne nochmal anschaut. Vielleicht gerade deshalb, weil man selbst allzu gerne verstehen würde, was auch im realen Leben nicht zu verstehen ist.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mittelmäßig mit einzelnen großen Momenten, 22. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: A Serious Man - Grosse Kinomomente (DVD)
Wer die Brüder Coen wie ich bewundert und schätzt, wird vielleicht enttäuscht sein. Denn "A Serious Man" enthält zwar die "Coensche" Situationskomik, die absurden Zuspitzungen und viele herrliche Einstellungen, in denen die Kamera schier endlos auf vermeintlich Nebensächlichem verweilt. Aber dieses Mal ist es den Coens nicht wie in "Fargo" oder "No Country for Old Men" gelungen, die Geschichte auch berührend zu erzählen. Sicher, das "Hiob"-Motiv des Mannes, der sich trotz aller Katastrophen und Fehlschläge nicht zur Wehr zu setzen vermag und sich letztlich fragt, ob es einen Sinn für das alles, einen Gott gibt: das ist ein interessantes Thema. Aber in "A Serious Man" bleiben die Figuren flach, erscheint die Geschichte einfach grotesk, als hätten die Macher kein echtes Interesse an den Figuren entwickelt. Der Zuschauer kann sich an der ästhetisch großartigen Umsetzung ergötzen, auch an den brillanten Schauspielern, allein: es löst wenig aus.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Was bitteschön ist das???, 8. März 2011
Rezension bezieht sich auf: A Serious Man - Grosse Kinomomente (DVD)
Ich kann mich einem Vorkritiker nur anschließen: einer der sinnentleertesten und langweiligsten Filme, die ich jemals in meinem Leben gesehen habe. Eine amerikanisch-jüdische Gesellschaftsbetrachtung, gespickt mit religiösem Insiderwissen, angesiedelt in den 60ern, grotesk überzeichnet, aber einfach nicht lustig, nicht skurril, nicht unterhaltsam, für mich nur mühsam und langweilig, ohne Witz. Das Ganze geht auf Kosten der Hauptfigur, soll ich drüber lachen, das ihr Leben immer mehr auseinanderfällt, und der Film aprupt, ohne Ende und Aussage, in Erwartung der nächsten Katastrophe endet? Wozu all das? Der jüdische Insiderwitz interessiert mich einfach nicht (und wurde in vielen anderen Filmen weit unterhaltsamer dargestellt), ich bin weder jüdisch-kulturell geprägt noch interessiert, auch nicht amerikanisch, und war kein Jugendlicher in den 60ern (und will das auch gar nicht nach dem Klischee-Bild dieses Films). Wozu wird so ein Film dem Publikum zugemutet und von Kritikern hochgejubelt??? Da ist ja Woody Allen noch besser (wenn auch im Grunde ähnlich und auch nicht lustig...). Ich werde den Verdacht nicht los, dass sowas ausser einigen jüdische-Kultur-brav-hochjubelnden bravlinken Spiegel-Film-Kritikern und ihrem intellektuellem jenseits-der-50-jährigen Publikum keinem gefallen kann. Und bitte jetzt keine falschen Verdächtigungen nach rechts-aussen, denn die sind absolut falsch. Ich find den Film einfach nur schlecht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Was ist daran "serious"?, 14. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: A Serious Man - Grosse Kinomomente (DVD)
Dieser Film landet bei mir in der Kategorie der schlechtesten Filme, die ich je gesehen habe. Manche haben behauptet, dieser Film sei eine moderne Hiobgeschichte. Mit Hiob hat diese Geschichte aber nicht im Entferntesten etwas zu tun. Warum dieser Film so viele gute Kritiken bekommen hat, ist mir rätselhaft - ich konnte mit ihm nichts anfangen und fand ihn weder lustig noch originell.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

A Serious Man - Grosse Kinomomente
A Serious Man - Grosse Kinomomente von Joel Coen (DVD - 2010)
EUR 11,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen