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40 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Wiederauferstehung des Bad Blake
Vor etwa neun Jahren traf ich Jeff Bridges anlässlich des Deutschland-Starts von K-Pax - Alles ist möglich (auch kein schlechter Film) zum Interview und sah mich einem aufgeräumten, glatt rasierten, gut aufgelegten Schauspieler mit ordentlichem Haarschnitt gegenüber, der mit mir darüber plauderte, wie man es bei seinem Beruf fertig bringt, so...
Veröffentlicht am 4. Dezember 2010 von film-o-meter

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein entspannter Film mit wenig Tiefgang
Wie es ist, im Countrygeschäft alt zu werden und sich mit Konkurrenz und Ideenmangel herumzuschlagen, zeigt "Crazy Heart", und nebenbei werden auch noch der Kampf gegen Alkoholsucht und die ewige Suche nach Liebe untergebracht.
Die Bilder in denen dies erzählt wird, sind gefällig und hübsch anzusehen, der Soundtrack definitiv das Beste am ganzen...
Veröffentlicht am 18. September 2012 von Hannah Blue


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40 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Wiederauferstehung des Bad Blake, 4. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Crazy Heart [Blu-ray] (Blu-ray)
Vor etwa neun Jahren traf ich Jeff Bridges anlässlich des Deutschland-Starts von K-Pax - Alles ist möglich (auch kein schlechter Film) zum Interview und sah mich einem aufgeräumten, glatt rasierten, gut aufgelegten Schauspieler mit ordentlichem Haarschnitt gegenüber, der mit mir darüber plauderte, wie man es bei seinem Beruf fertig bringt, so lange mit derselben Frau verheiratet zu bleiben. Führt man sich vor Augen, wie Jeff Bridges privat auftritt und wird man dann in "Crazy Heart" (auch vorher schon in The Big Lebowski) Zeuge, wie glaubhaft der Schauspieler in seine zweite Haut als versoffener, verlotterter, zottelhaariger Lebemann schlüpft, dann wird klar, dass der diesjährige Oscar für die beste männliche Hauptrolle keinen verdienteren Sieger finden konnte.

Die Auszeichnung traf darüber hinaus einen Film, in dem auch alle Akteure im Fahrwasser von Bridges alias Country-Legende Bad Blake glänzen. Der von Dennis Hopper produzierte und im ruhigen Paris, Texas-Erzählmodus daherkommende Film konnte sich verlassen auf ein brillantes Ensemble, angeführt von Jeff Bridges in seiner zweiten Haut, ergänzt von einem Colin Farrell, den man in der Rolle des jungen Country-Stars und einstigen Gitarrenschülers von Blake kaum wiedererkennt und der ebenso wie der Hauptdarsteller bei seinen musikalischen Auftritten selbst gesungen hat; Maggie Gyllenhaal schließlich mimt authentisch die Provinzpomeranze, die noch mal eine Chance für die Liebe und einen Vater für ihren Sohn wittert, und bildet als bodenständige Mutter den idealen Widerpart zur Welt der exzentrischen Künstler, die ständig auf Achse sind.

Was an diesem Film aber wohl am meisten zu loben ist, ist, was er alles nicht ist: Er ist nicht die Geschichte eines Abhängigen, der rettungslos im Sumpf der Sucht versinkt, er ist nicht die Geschichte eines krankhaft egomanischen Genies, der sich am Ende selbst zerstört und alle Angehörigen mit in den Abgrund reißt, er ist nicht die Geschichte eines grandiosen Comebacks mit furiosem Bühnenfinale und er ist vor allem nicht die große Liebesgeschichte, in deren Funkenregen ein Verlierer plötzlich zum strahlenden Helden wird. Statt sich auf derlei beliebte und mithin abgenudelte Hollywood-Klischees einzulassen, streift der Film, während er seiner schillernden Hauptfigur von Auftritt zu Auftritt folgt, zwar diese bekannten Motive, lässt sich aber durch sie von seinem Kurs, dem Weg eines begabten Country-Sängers im Karriereherbst möglichst unaufgeregt, authentisch und lebensnah nachzugehen, nicht abbringen und mutet dem alkoholsüchtigen Bad Blake keine Kapriolen zu, die zu sehr nach Traumfabrik und zu wenig nach wahrem Leben riechen. So reicht die Begegnung mit der Journalistin Jean und ihrem vierjährigen Sohn zwar aus, um Blake zu einer selbstkritischen Lebensbilanz und einem Kurswechsel zu verhelfen, aber rote Rosen regnet es deswegen noch lange nicht und die 900 Meilen Entfernung von Houston nach Santa Fé sind auch hier ein Stolperstein für die Liebe. Ebenso ist das Kooperationsangebot seines Kollegen Tommy (Colin Farrell) nicht gleichbedeutend mit der sofortigen Rückkehr ins Rampenlicht.

Eine Bemerkung zum Schluss: Man muss kein ausgewiesener Freund von Country-Musik sein, um diesen Film zu mögen, aber es hilft sicherlich.

Extras: Maggie Gyllenhaal, Robert Duvall und Jeff Bridges schildern, wie sie zu diesem Projekt kamen; alle Lieder aus dem Film zum Abspielen (kam bei mir bei Knopfdruck aufs Titel-Menü auf der Fernbedienung).

Für Freunde von Paris, Texas und Walk the line.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Film mit guten Darstellern, Musik und Thema, 12. August 2011
Von 
M. Pauli "mpauli26" (Liederbach, Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Crazy Heart (DVD)
Das gefällt mir so richtig. Hier hat man alles: gute Story, super Darsteller und geile Musik. die Handlung ist ja ausreichend beschrieben, die Musik passt exakt zu den einzelnen Szenen. Klar, sehr country-lastig aber nicht kitschig. Hier hat sich Ryan Bingham teilweise stark eingesetzt und auch die Songs/Versionen von Jeff Brdges und Colin Farrell gefallen mir gut. Zwischendurch gibt es Leckerbissen von Lightnin Hopkins und Townes van Zandt. Die Story wäre auch was für Kris Kristoffersen gewesen, aber mit Jeff Bridges super besetzt. Er spielt den durchgeknallten, alkoholkranken und enttäuschten Country-Star hervorragend. Die Liebesgeschichte gefällt mir in diesem Film mal ausgesprochen gut und mir gefällt sehr, dass der Film ohne klassische nie endend wollende Feindbilder (Jeff Bridges vs Colin Farrell) auskommt. Die beiden Country-Rivalen finden wieder zusammen. Schön, auch traurige Momente, aber sehr gut unterhaltend ohne kitschig zu werden.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderschöner Film, 5. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Crazy Heart (DVD)
Ich kann mich meinen Vorsprechern hier nicht anschließen.

Der Film ist mit Sicherheit kein klassischer Hollywoodstreifen, er bietet mehr Tiefe und ist sehr ruhig. Aber gerade die stillen Momente und die Details machen den Film so schön und besonders.
Ich fand die Schauspieler überzeugend, die Geschichte ehrlich und mitfühlend und die Bilder bewegend.
Abgesehen davon war die Musik gut, auch wenn Country sonst nicht mein Stil ist, hier war die Musik perfekt dazu.
Ich kann den Film nur empfehlen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer Country Musik mag wird diesen Film mögen, 20. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Crazy Heart (DVD)
Jeff Bridges spielt in seiner Oscar prämierten Rolle wunderbar den alternden Country Star mit Alkohlproblem, der seinen Zenit lange hinter sich hat und nun nur noch in Bowling Alleys und kleinen Bars spielt.
Warum Country Fans diesen Film vieleicht nur mögen und nicht lieben werden ist seine ruhige und langsame Erzählweise. Für mich ist jedoch genau diese Erzählweise eine Stärke und willkommene Alternative, zu den vielen schnellen und dramatischen anderen Erzählungen anderer Hollywoodfilme (wobei ich auch solche Erzählweisen gut finde, wenn sie gut gemacht sind). Selbst relativ dramatischen Szenen werden nicht durch spannende Musik oder hektische Schnitte bzw. Kamerabewegungen überdramatisiert. Neben den meiner Meinung nach, auch Abseits von Jeff Bridges, überzeugenden schauspielerischen Leistungen und der ruhigen Erzählweise, hat mir auch das Ende gefallen, was ich auch für relativ Hollywood untypisch halte. Natürlich ist die Grundstory bis zu einem gewissen Grad vorraussehbar, dennoch war ich vom Ende schon ein bisschen positiv überrascht.
Zur Zeit ist der Film bei Amazon auch im "4 Filme für 20€" Angebot enthalten. Da dort auch noch einige andere meiner Meinung sehr gute Filme für fast jeden Geschmack vertreten sind, empfehle ich dort zuzuschlagen.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jeff Bridges ist mehr als nur der ,Dude'..., 24. Januar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Crazy Heart (DVD)
Die Handlung des Films ist von anderen schon eingehend beschrieben; sie ist übersichtlich und für sich gesehen nichts Besonderes. Insoweit kann ich kritische Ansätze einiger Rezensenten nachvollziehen (drei, bei Wohlwollen vier Sterne).

Was diesen Film außergewöhnlich macht (fünf Sterne), ist der Hauptakteur Jeff Bridges. Seine Präsenz in ,Crazy Heart' ist beeindruckend wie auch seine stimmliche Qualität. Zu keiner Zeit entsteht beim Zuschauer das Gefühl, hier spiele einer eine Rolle. Er ist so überzeugend, dass er ,Bad' Blake ist; er sieht nicht nur kaputt aus, er ist kaputt; er ist Alkoholiker, er spielt ihn nicht; sein geistiger und körperlicher Verfall sind real, nicht gespielt; seine Augen sind müde, sie spielen keine Müdigkeit vor; wenn er sich übergibt, sollten sich Zartbesaitete besser die Ohren zuhalten. Beim Zusehen leidet man mit bei so viel Elend. Das ist ganz große Schauspielkunst. Mir fällt keine andere Umschreibung ein als authentisch, nichts ist aufgesetzt oder gekünstelt. Pausen, wo Worte nur stören würden, Augen-Blicke statt unnötiger Gesten: das ist großes Kino.

Wenn Bridges singt, dann hat das eine Qualität, als würde er nichts anderes machen (eben ein schauspielender Musiker). Dass er, der ja auch Musiker ist, nach den ,Baker Boys' vor über zwanzig Jahren in einem weiteren ,Musikfilm' auftritt, war nur eine Frage der Zeit (und einer passenden Filmvorlage).

Damit die Balance des Films zumindest so einigermaßen hergestellt ist, musste Maggie Gyllenhaal all ihr Können aufbieten, und das ist der älteren Schwester des ,Brokeback Mountain'-Darstellers Jake Gyllenhaal großartig gelungen. Sie wurde für den Oscar als beste Nebendarstellerin nominiert. Die übrigen Mitwirkenden wie das schauspielerische Schwergewicht Robert Duvall (einer der Produzenten) sind nur Randerscheinungen (,Supporter'), aber nötig, damit der Protagonist voll zur Geltung kommen kann.

Bridges war mehrfach nahe dran, einen Oscar zu bekommen, dies zeigen seine Nominierungen. Dass er es ,auf seine alten Tage' noch geschafft hat, ist eine Genugtuung angesichts seiner schauspielerischen Qualitäten, die er u. a. in ,Die letzte Vorstellung' (,The Last Picture Show'), ,Tron', ,König der Fischer', ,Fearless', ,The Big Lebowski', ,Rufmord' oder jetzt in ,Crazy Heart' unter Beweis gestellt hat.
Er ist jetzt nicht mehr nur der ,Dude', auf den ihn manch einer leider reduziert, jetzt ist er auch noch ein ,Crazy Heart'.

Ja, es stimmt: die Filmmusik - in erster Linie sei T-Bone Burnette gedankt - ist einfach umwerfend und die CD ist ein Muss für jeden Musikliebhaber, nicht nur für Country-Fans (fünf Sterne). Der Lied ,The Weary Kind' mit Ryan Bingham hat zu recht sowohl den Oscar als auch den Golden Globe als bester (Film-) Song bekommen. Und die anderen Stücke wie ,Somebody Else', ,Fallin' & Flyin'' und ,I Don't Know' mit Jeff Bridges, ,Once A Gambler' mit Sam ,Lightnin' Hopkins oder ,If I Needed You' des unerreichten Townes Van Zandt stehen ihm in keiner Weise nach.

,Crazy Heart' aber auf Musik zu reduzieren, scheint mir zu kurz gegriffen. So überschaubar, aber keinesfalls langweilig der Plot ist, so überragend sind die Schauspieler, denen die Regie viel Platz für die Entwicklung ihrer Fähigkeiten gelassen hat. Die DVD wie die CD mit der Filmmusik sind gleichermaßen empfehlenswert.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein entspannter Film mit wenig Tiefgang, 18. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Crazy Heart (DVD)
Wie es ist, im Countrygeschäft alt zu werden und sich mit Konkurrenz und Ideenmangel herumzuschlagen, zeigt "Crazy Heart", und nebenbei werden auch noch der Kampf gegen Alkoholsucht und die ewige Suche nach Liebe untergebracht.
Die Bilder in denen dies erzählt wird, sind gefällig und hübsch anzusehen, der Soundtrack definitiv das Beste am ganzen Film und wirklich sehr bewegend und Jeff Bridges Darstellung des in die Jahre gekommenen, abgekämpften Musikers überzeugend (wenn ich auch den Oscar dafür etwas übertrieben finde).
Und doch plätschert das Ganze nur so langsam vor sich hin, irgendwie fehlen hier die Momente, die einen berühren. Die Geschichte scheint altbekannt und schon tausendmal gesehen zu sein, die Chemie zwischen Bridges und seiner Liebelei, gespielt von Maggie Gyllenhaal, kommt auch eher nicht so gut rüber.

Man kann sich "Crazy Heart" sicher mal gut an einem gemütlichen Abend anschauen - besonders der tollen Songs wegen - aber wer wirklich tief in die Thematik des gescheiterten, alternden Stars einsteigen will, sollte lieber auf den ziemlich ähnlichen, aber weitaus komplexeren Film "The Wrestler" zurückgreifen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Dahinplätschernde Country-Dramen-Romanze, 28. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Crazy Heart (DVD)
Ja, musikalisch ist der Film wirklich gelungen. Auch die Country-Welt durch die sich die heruntergekommene, alkoholabhängige Musikerlegende Bad Blake von Auftritt zu Auftritt kämpft, ist eindrucksvoll und atmosphärisch dargestellt worden. Darüber hinaus schwächelt der Film aber bei seinen Versuchen weitere starke Akzente zu setzen.

Als biographisch angehauchtes Country-Drama steht dieser Film wohl in den Fußstapfen von „Walk the Line“. Dieses Genre scheint beim Publikum, insbesondere in den USA, außerordentlich gut anzukommen. Ich muss sagen, dass ich eben schon etwas überrascht war, als ich sah, dass dieser Film zwei Oscars (Bester Hauptdarsteller in einem Drama und Bester Filmsong) gewonnen hatte. Naja, am Ende sind es halt auch nur Oscars, die ja nicht selten (und gerade in bestimmten Kategorien) als ein Prädikat für leichtes Popcornkino gelten. Es ist nun schon eine Weile her, aber „Walk the Line“ hat bei mir einen erheblich stärkeren Eindruck hinterlassen. Es war irgendwie vielschichtiger, härter und tragischer. Vielleicht schreibt das wahre Leben noch die besten Geschichten, und welcher Drehbuchautor sollte auch die Geschichte des „Man in Black“ mal mir nix dir nix toppen. Überraschend war dann nur das dieser Hauch von Hank Thompson um eine halbherzig dargestellte Liebesgeschichte bei den Oscars erfolgreicher gewesen war.

Nach etwa einer Viertelstunde mit dem abgewrackten Countrystar und seinen Auftritten in Bowlingbahnen und Divebars, tritt die Liebesgeschichte in die Handlung ein. Der Film dreht sich von da ab ganz vordergründig um diese Lovestory, und trotzdem können die Gefühle der beiden Liebenden nicht gänzlich überzeugend transportiert werden. Dabei hat Maggie Gyllenhaal eine tolle Mimik und Ausstrahlung, nur irgendwie geht es häufig zu schnell, zu abrupt. Aufgrund dessen, dass der Film versucht neue Akzente zu setzen und andere Elemente beizubehalten, und dies alles nebensächlich zur Liebesgeschichte miterzählen will, drohen die Liebesgefühle auch zur bloßen Nebensache zu werden. Am Ende Reihen sich in der Handlung dann nur noch Nebensächlichkeiten an Nebensächlichkeiten, umrahmt von guter Country-Atmosphäre und Musik. Bei den letzten beiden Punkten kann der Film wirklich überzeugen. Alles andere ist für mein Befinden mehr Nullachtfünfzehn, oder Mittel zum Zweck für einen schönen Musikfilm.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckend und eben auch erleichternd, 16. Oktober 2012
Von 
Tomate "TMW" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Crazy Heart (DVD)
Der Song "The Weary Kind" und Hauptdarsteller Jeff Bridges bekamen jeweils einen Oscar und den Golden Globe.

STORY

Blake (Jeff Bridges) ist ein abgehalfterter Ex-Country-Star. Noch immer arbeitet er als Country-Musiker, sein Starruhm beruht aber nur noch auf einer länger zurückliegenden Vergangenheit. Damit er seinen Lebensstil (kleines Haus, alter Truck, viel Alkohol, Zigaretten und wenig schlechtes Essen) halten kann, gibt er weiterhin Konzerte in Bars oder kleinen Hallen. Er wird von anderen Musikern und Fans, die ihn noch aus seiner erfolgreichen Zeit kennen, immer noch verehrt, aber ihn scheint das alles nicht zu kümmern. Auch nicht, dass er seit Jahren keine Songs mehr schreibt. Auf seiner Ein-Mann-Tour vegetiert er leise vor sich hin. Dies wird durch die Begegnung mit der allein erziehenden Mutter und Lokaljournalistin Jean (Maggie Gyllenhaal) empfindlicher gestört, als Blake es erst mal wollte oder erahnte.

MEINUNG

Country ist ja auch ein Synonym für das Leben. Oder für Nicht-Freunde des Country, wenigstens eine Form von Leben. Und dies wird hier echt, nah und intensiv gezeigt. Dass wiederum dadurch, dass Jeff Bridges eben nicht in durchaus vorliegende Klischees hineinspringt und darin badet, sondern weil er seine Rolle knochiger und damit authentischer und vor allem ohne melodramatische Züge wiedergibt. Deswegen ist es auch kein Drama, sonder eine Tragikomödie. Und das tut dem Film gut, hebt ihn von anderen Bebilderungen gescheiterter Existenzen ab. Denn er lehnt Lamentieren und Schuldsuche ab, sondern legt Wert auf das Recht der Selbstbestimmung und Anerkennung des Seins, wie immer das auch ist und wie sehr andere meinen, dass es nicht gut wäre oder gar sich nicht gehöre. Er gibt das Recht darauf, seinen Schmerz so zu leben wie man es gerade braucht und die Selbstentscheidung wann und wie man wieder auf einen anderen Weg geht, ohne das Vorherige verteufeln zu müssen und angeblich geläutert zu sein.

FAZIT

Dieser Film wirkt, lässt keine Mauscheleien zu und gibt auch noch eine Richtung vor, die Aufrichtigkeit und Echtheit mit Süchten und Akzeptanz befeuert. Mehr als fünf Sterne wären verdient. Den sechsten gibt's daher im Sinn.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ruhig erzählter Film mit Tiefgang und toller Musik, 17. Juli 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Crazy Heart [Blu-ray] (Blu-ray)
Story (4)
Ein sehr schöner, ruhig erzählter Film, der mit Klischees spielt aber nicht den Fehler macht in ihnen unter zu gehen. Wunderbare Konzertatmosphären mit genialen Country-Musik wechseln ab mit beeindruckenden Landschaftsaufnahmen. Jeff Bridges glänzt einmal mehr in der Rolle als kauziger und beinahe verwahrloster Aussenseiter. Ein Antiheld, der durch seine Art, den Zuschauer sofort auf seine Seite zu ziehen vermag. Grandios gespielt und zurecht mit dem Oscar als bester Hauptdarsteller belohnt. Der Grund warum ich nur 4 Sterne vergebe ist, dass ich die Story an sich für etwas dürftig und sehr schnell heruntererzählt empfinde. Würde die Hauptrolle nicht derart genial gespielt, hätte die Handlung doch einige Längen, die der Geschichte abträglich wären

Bild (4)
Das Bild ist vor allem im Nahbereich sehr gut und plastisch. Bei Landschafts und Weitwinkelaufnahmen verliert es etwas an Schärfe und ab und an macht sich das Filmkorn ein wenig unangenehm bemerkbar. Das ist aber jammern auf recht hohem Niveau...
Im Grossen und Ganzen kann man mit dem gebotenen Bild zufrieden sein. Keine Referenz aber solide Umsetzung und natürliche Farben.

Ton (3)
Der Soundtrack ist genial und auch für Leute, die sonst mit Country-Musik nicht so viel am Hut haben hörenswert. So sind dann auch die Konzertaufnahmen und die Musik im Hintergrund, die stillen Helden der Tonumsetzung. Der Rest ist sehr dezent gehalten und ein Surround-Feeling kam, bei mir zumindest, nie wirklich auf. Da wäre sicher mehr drin gewesen. Die Dialoge waren meist gut verständlich - der nuschelnde Jeff Bridges war wohl bewusst so geplant...

Extras (2)
Extras interessieren mich nicht. Leider gibt es kein Wendecover, was ich als Mangel empfinde...
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Ich bin 57, und ich bin pleite...", 1. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Crazy Heart (DVD)
...das ist ein Teil der miesen Ausgangssituation des Countrysängers Bad Blake(Jeff Bridges). Aber es sind bei weitem nicht alle Posten auf der Negativliste seines Lebens. Blake war ein gefragter Countrystar, aber diese Zeiten sind vorbei. Jetzt tingelt er abgewrackt und versoffen durch Texas, um in Bowlingcentern oder Kneipen aufzutreten. Dabei hat der Mann ein paar Jahre zuvor hervorragende Songs geschrieben. Blake kriegt keine Note mehr aufs Papier und schafft es lediglich, seine alten Songs immer wieder zu spielen und sich nebenbei von einer Whiskyflasche zur nächsten zu hangeln. Als sein Agent ihm jetzt mitteilt, dass er als Vorband vor dem neuen Star der Szene, Tommy Sweet(Colin Farrell), auftreten soll, weiß Blake, dass er ganz unten ist. Denn: Er hat Tommy Sweet all das beigebracht, was der jetzt in bare Münze umsetzt.

Dann erscheint jedoch ein Lichtstrahl in Blakes selbst geschaffener Höhle aus Alkohol und Depression. Die Reporterin Jean(Maggie Gyllenhaal) interviewt ihn für eine kleine Zeitung. Es passiert, was eigentlich unmöglich ist: Blake verliebt sich in Jean. Seine Liebe wird erwidert und es beginnt eine Romanze zwischen dem alten Sänger und der jungen, allein erziehenden, Mutter. Mit ihrem vierjährigen Sohn Buddy kommt Blake bestens zurecht. Irgendwie scheint es aufwärts zu gehen in Blakes Leben, er arbeitet sogar an neuen Songs. Aber über kurz oder lang müssen er, und auch Jean, feststellen, dass Blake eigentlich schon vergeben ist. Seiner Liebe zur Whiskyflasche scheint stärker zu sein, als alles, was ihn mit Jean und Buddy verbindet...

Scott Cooper hat mit seinem Regiedebut -Crazy heart- aufhorchen lassen. Zwei Golden Globes und zwei Oscars(Bester Hauptdarsteller Jeff Bridges, bester Song "The weary kind") gab es für den Film. Nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Cobb, der an das Leben des Countrysängers Hank Thompson angelehnt ist, bringt Cooper zwei Dinge zusammen: Zum einen die Story eines Texas-Roadmovie im Countrymilieu, die ihres gleichen sucht. Zum zweiten einen brillant agierenden Jeff Bridges als Hauptdarsteller und Maggie Gyllenhaal, Colin Farrell und Robert Duvall, die in den weiteren Charakteren zeigen, weshalb sie zu den ganz Großen der Szene gehören. Diesen hervorragenden Mix unterstützen sehenswerte Bilder von Texas und Countrymusik, teilweise mit Cajun-Einflüssen, die absolut hörenswert ist. Dass Bridges die Songs selbst singt, ist so interessant, wie gelungen.

-Crazy heart- ist eigentlich dieser typische "Loser, der an der Flasche hängt, versucht ins Leben zurückzukehren"-Film; aber dann doch wieder nicht. Bridges spielt Bad Blake total kaputt, aber mit Stil. Egal, wie viel er intus hat, auf der Gitarre spielt er noch immer jedes Lied, und auch im Umgang mit Jean und Buddy hat er nicht nur die Flasche, sondern auch sein Verhalten größtenteils im Griff. Für diesen Balanceakt ist Bridges die Idealbesetzung. Hat er doch schon oft genug bewiesen, wie gut er in der Darstellung dieses Typus Mensch ist. Wie sagt "sein" Bad Blake so schön: "Ich war mein Leben lang betrunken."

Mich persönlich hat -Crazy heart- bewegt und emotional erreicht. Der Film ist hervorragend fotografiert, gnadenlos gut in der Besetzung und als i-Punkt gibt es diese zerrissene, mitnehmende Story dazu. Für Freunde dieser Filmbestandteile ist -Crazy heart- ein absolutes Muss. Der Film kommt leise und mit jeder Menge Zwischentöne daher. Darauf muss man sich einlassen. Mein Fazit zum Schluss: Einfach nur tragisch gut! Absolut empfehlenswert!
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