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44 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beinah unmenschlich gut!!
Ich möchte hier mir aller Deutlichkeit die kurze und furchtbar einseitige Rezension der Amazon-Redaktion zu einem höchst unfachlichen Schnellschuss erklären!! Ich frage mich allen Ernstes wie man, wenn man die Kritik von Musik zu seinem Beruf gemacht hat, zu solch vorschnellen Urteilen kommen kann??

Damit gleich zum Thema, der guten...
Veröffentlicht am 31. Mai 2007 von W. Rathenau

versus
22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider
Mir ist durchaus bewußt, daß negativ ausfallende Rezensionen häufig als "nicht hilfreich" deklassiert werden, doch wäre alles andere geschummelt.

Vielleicht vorweg: Amputechture ist ein kaufwertes Album. Im Vergleich zu den sonst z.Zt. erhältlichen Werken sticht es durch die mit ihm einherschreitende, einzigartige Klangwelt hervor,...
Veröffentlicht am 8. September 2006 von PsyPhiDie


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44 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beinah unmenschlich gut!!, 31. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Amputechture (Audio CD)
Ich möchte hier mir aller Deutlichkeit die kurze und furchtbar einseitige Rezension der Amazon-Redaktion zu einem höchst unfachlichen Schnellschuss erklären!! Ich frage mich allen Ernstes wie man, wenn man die Kritik von Musik zu seinem Beruf gemacht hat, zu solch vorschnellen Urteilen kommen kann??

Damit gleich zum Thema, der guten "Amputechture" nämlich. Es braucht natürlich wieder sehr viel Zeit sie vollends aufzunehmen, vor allem, wenn man den "The Mars Volta-Sound" bisher noch gar nicht an sich herangelassen hat. Aber man kann nur immer wieder wiederholen: Damit wird man am Ende umso reichhaltiger belohnt und dreht vor Freude an diesen genialen Kompositionsstrukturen beinah durch. Ernsthaft! Der Schlüssel dafür ist Geduld. Komplexität bedarf auch ein wenig Investition. Damit sei ganz klar gesagt, dass dieses Werk anfangs auf gar keinen Fall zum Nebenbeihören gedacht ist. Wer Musik nur als bereicherndes Nebenbei empfindet, wird mit diesem Album keineswegs sofort glücklich, wenn überhaupt.

Für mich als Progressive-, Alternative- und Art-Rock-Hörer ist diese Scheibe nach dem durchschnittlich 100sten Durchlauf die beste Neuerscheinung des Jahres 2006. Was hier wieder an musikalischem Ideengeist und an Können versprüht wird ist schier unglaublich und sucht leider Seinesgleichen. Darin steckt so viel Energie, Freude und Genialität, dass man gar nicht zum Lebensverneiner werden kann! Einfach herrlich was die Welt in der Lage ist hervorzubringen! Damit steht die Scheibe Ihren Vorgänger-Alben in Nichts nach. Meinem persönlichen Empfinden nach ist sie noch energiegeladener als die "De-Loused" und die "Frances". Doch wird die kniffelige Struktur der "Frances" beibehalten, was sie für mich gar zum Besten der 3 Alben macht. Doch das ist wohl reine Geschmackssache.

Fakt ist nur eins: mit der "Amputechture" holt man sich wahre Qualität und ein weiteres Über-Werk des noch relativ unpopulären Meilensteins der mordernen "Rockmusik" der Marke "The Mars Volta" ins Haus. Von "Krach" kann nur ein vorschnell urteilender, ungeduldiger Gelegenheitsmusikhörer sprechen. Schade, dass so die eigene Urteilskraft vieler eventueller Liebhaber negativ getrübt wird. Wer Interesse an komplexer, kopflastiger, belebender Musik hat, der sollte sich um solche Stimmen nicht scheren, sondern "The Mars Volta" einfach selbst entdecken ... und ... ja nicht zu früh aufgeben!! ;)
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Same Same, But Different, 12. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Amputechture (Audio CD)
Dies ist sie also, die neue CD der Band, die von Salsa über Psychedelic zu Hardrock/core und wieder zurück schwankt, ohne das Lied zu wechseln. Als begeisterter Fan der anderen CD's werde ich "Amputechture" auch nur im Vergleich zu diesen bewerten und mich nicht auf andere Einflüsse stützen. (Denn immerhin wissen die meisten Leute, das The Mars Volta ihr eigenes Ding durchziehen und daher schwer zu vergleichen sind).

Was auf der ersten regulären CD (De-Loused...) noch neu und innovativ war und auf der zweiten (Frances...) einfach nur noch abgefahren, ist auf dieser Scheibe endlich wieder als Linie zu definieren. Zwar sind 5 minütige Passagen voller Soundgefrickel auch hier keine Seltenheit, allerdings spielt sich hier alles wieder in einem weniger qualvollen Rahmen ab, als es noch zu Frances Zeiten an der Tagesordnung stand.

Alles in allem würde ich diese CD in der Mitte zwischen den beiden anderen genannten Scheiben einordnen, also definitiv konventioneller als die Frances The Mute, aber dennoch "unhörbarer" (bei TMV im Positiven gemeint) als die De-Loused. Fans von beiden CD's werden mit diesem Werk zumindest "etwas" anfangen können, deswegen greift ruhig zu... es lohnt sich.
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22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider, 8. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Amputechture (Audio CD)
Mir ist durchaus bewußt, daß negativ ausfallende Rezensionen häufig als "nicht hilfreich" deklassiert werden, doch wäre alles andere geschummelt.

Vielleicht vorweg: Amputechture ist ein kaufwertes Album. Im Vergleich zu den sonst z.Zt. erhältlichen Werken sticht es durch die mit ihm einherschreitende, einzigartige Klangwelt hervor, wohl wissend, daß etwas anderes von Cedric&Omar nicht zu erwarten ist. Insofern also nichts Überraschendes.

Es scheint jedoch, als wäre der von den MarsVoltianern eingeschlagene Weg nicht mehr lange zu halten. Trotz der Klangfülle wirken die Lieder teilweise ideenlos, vor allem aber lieblos.

"De-Loused at the Comatorium" war sphärisch, rockig, vielschichtig, toll. "Frances the mute" war gewöhnungbedürftig, aber gewöhnungsfähig, spanisch, in allem bombastisch, mitreißend. Ich habe nicht vor zu vergleichen, dennoch bleibt Amputechture weit hinter seinen Vorgängern zurück.

Insbesondere im ersten Viertel des Albums fängt Cedrics diesmal überzogen hohe Stimme an zu nerven. Es sei gesagt, daß ich bisher diese Vox für eine der besten "weiblichen" ;-) gehalten habe. Mit "Asilos Magdalena" (Track 5) kehrt Ruhe ein. Endlich schöne Klänge. Atmosphäre baut sich auf. Alles paßt. Zum ersten Mal (seit den ersten 5-6 Minuten). Doch im Laufe des Liedes wird alles verzerrt, so daß einem nicht einmal dieses Gefühl in Gänze vergönnt bleibt.

Die Gitarre hat den schlechtesten Sound des gesamten Omar-Oeuvre. Furchtbarer 80er-Metal-Klang. So ganz und gar nicht Avantgarde. 2 Reaktionen sind auf "Viscera Eyes" (Track 6) möglich. Interessierte Fans schmunzeln oder sind einfach enttäuscht. Dieses Lied ist ein (um Längen schlechterer) Abklatsch des Omar A. Rodriguez-Lopez Solo-Stücks "Jacob van Lennepkade", zu hören auf "Omar Rodriguez".

Ich hätte noch 1 Jahr warten können, wenn etwas besseres dabei herausgekommen wäre.

Vielleicht passiert viel, es bleibt aber nichts hängen. In jedem Fall sind 76 min vergangen, wenn Stille herrscht.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Emotionen aus dem Unterbewusstsein......., 10. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Amputechture (Audio CD)
Also.....

wie das ja eigentlich mit den letzten beiden Alben von Mars Volta auch schon war, beschleicht einen beim ersten Hören irgendwie ein komisches Gefühl....man hat das Gefühl mit der Musik die einem da entgegengebracht wird nichts anfangen zu können und ist geneigt einfach aufzugeben und sich eingängigerem Gedudel hinzugeben, allerdings zwingt einen die Musik irgendwie unterschwellig, ihr noch ein bisschen Geduld entgegenzubringen und sich das ganze noch mehrmals anzutun....und wenn man dies dann getan hatte,wurde man bei den letzten beiden Alben ja auch reichlich beschenkt mit der Schönheit und dem scheinbar nicht enden wollenden Ideenreichtum der Musik!

Bei der neuen Scheibe wird die Geduld des Hörers, was die Zugänglichkeit angeht, noch um einiges mehr auf die Probe gestellt....wo die letzten Alben schon beim 2ten Anlauf mit der Initialzündung im Gehirn starteten lässt einen dieses Album beim 2ten und auch beim 3ten Hören noch ziemlich im Regen stehen, was auch daran liegt, dass der Rockfaktor, der ja beid en letzten Alben doch noch stark vetreten war, beim neuen Album gänzlich gegen Null strebt und man stattdessen mit ultraviel Gitarrengefrickel und Geräuschen mit Gesang darüber konfrontiert ist...ja, noch mehr als auf den letzten Alben!!! Man ist definitiv geneigt das Album erstmal im CD-Regal verstauben zu lassen, aber die Kräfte, die von dieser Musik ausgehen, sind stärker und würden das natürlich nie zulassen! ;-) Ich hab die Scheibe jetzt schon so 5-6 mal durchgehört und beim 4ten mal hat sie bei mir schon richtig angefangen zu zünden! Hab sie wirklich die ganze Zeit laufen lassen, um mich dran zu gewöhnen und auf einmal, ich hab grad was ganz anderes gemacht, da hats mich voll erwischt.....krass wie diese Musik einen einholt und sich ihre eigenen Wege durchs Gehirn sucht...genau ins Unterbewusstsein.....und ich glaub auch, dass sie da erstmal ankommen muss um richtig zu wirken und ihr volles Potential und die gesamte Schönheit preisgeben zu können! Is auf jeden Fall die anspruchsvollste, abgedrehteste und am schwersten zugängliche Scheibe von Mars Volta! Die Scheibe is eigentlich wie ein Film zu behandeln....man muss sie von vorne bis hinten in einem durchhören, damit mans rafft! Bei den ersten beiden Alben war es ja schon ansatzweise so, dass man gewisse Lieder eigentlich nur in Kombi mit weiteren anderen hören konnte und dann auch erst richtig verstanden hat, aber es waren auch immer noch ein paar Lieder dabei, die man einzeln geniessen konnte....das geht bei dem neuen Album meiner Meinung nach definitiv garnet mehr.....da muss man das ganze Album in einem geniessen! Aber das blässt einen dafür dann auch ziemlich weg! Is echt so, als hätten die zwei Mars Volta Masterminds regelrecht wie bei nem Film ein Drehbuch geschrieben für dieses Album....die Dramaturgie is beim kompletten Durchhören von Anfang bis Ende echt richtig zu erkennen und weckt in ihrem verlauf extremst tiefe und unterbewuste Emotionen, die dich quasi wie aus dem Nichts erwischen und dich für diesen Moment absolut unfähig machen irgendetwas anderes zu tun, als diese Emotionen voll und ganz zu spüren und zuzulassen!

Ich liebe dieses Album jetzt schon, aber die Liebe wird definitiv noch wachsen!!!
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen And again, 24. September 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Amputechture (Audio CD)
Ach, ich kann sie nur lieben, und ja, auch wenn es kein zweites Deloused Album ist (aber bitte, wer sollte solch eine Schönheit noch einmal kreieren können?!), und auch nicht das fast schon Anmaßende der Frances mit den herrlichsten Auflösungen in der Magengegend nach ewigem Warten und Kurz-vorm-Ausratsen-Stehen, so hat es doch wieder, mittendrin, in all dem Gefrickel und den Sounds und den fast wahnsinnig machenden Durststrecken wieder genau diese Momente, die einem, wenn man das Album über Kopfhörer hört, was sowieso das beste ist, was man mit Mars Volta machen kann, die einem also die Tränen in die Augen treiben können, diese kurzen Momente die einen genau da treffen wo es richtig ist, wo das Zentrum der Musik sitzt, der Liebe, der Emotionalität. Dass man sich durch alles durchhört, immer wartend auf diese Crescendi, und dann glücklich ist, ich zumindest, ganz klar ist das ja subjektiver Krams, was man da rein hört, was man für sich da raus holt, aber ganz ehrlich, in dem ganzen Einheitsbrei der einfallslosen aktuellen Musiklandschaft tun diese beiden Wirrköpfe sich so einzigartig hervor, und allein schon dafür, dass es sie gibt, und dass ich durch die oft unsäglichen SPEX-Sampler auf sie aufmerksam wurde, bin ich einfach nur dankbar. Immer nur Mut, Platte kaufen, hören, und Geduld, und Kopfhörer auf, und das, was alle so schreiben und sagen stimmt auch bei diesem Album wieder, in eins durchhören, nicht nebenbei laufen lassen, es ist jede Aufmerksamkeit und Hingabe wert. Bare them, sevens, three to a pall, marks the, venom, lush an terminal, ... was auch immer das heißen mag, aber wie groß bitte! Und wie unbedingt.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sie tun es wieder., 14. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Amputechture (Audio CD)
The Mars Volta waren ja schon immer für eine Überraschung gut. War De-Loused In The Comatorium noch progressiv, rockig, wirklich schön, änderte sich mit Frances The Mute der Soundteppich schon deutlich. Alles war sehr punktuell, die Ausbrüche (die dann wirklich bombastisch waren) kamen im Verhältnis zu den ruhigen und Ambient-Parts sehr kurz vor.

Jetzt gibt es schon wieder eine neue Platte von den Texanern und es ist wieder ein komplett anderes Erlebnis. Alles wirkt ein wenig rockiger, aber auch psychedelischer. Manche Momente wirken wie in Honig gegossen, dann kommt aber gleich wieder etwas mehr Tempo und weniger verschwommene Klanglandschaften. Speziell "Tetragrammaton" tut sich da hervor. Es existiert allerdings auch ein Song, der fast schon Singletauglich ist, "Vermicide".

Was die Bewertung angeht, kann ich leider keine 5 Sterne geben, weil der Stoff an sich oft ein wenig lieblos klingt, oft wiederholen sich einzelne Parts die dann schnell langweilig oder auch nervig klingen. Diese sind natürlich nicht extrem häufig, aber auch eine Truppe wie The Mars Volta können nicht immer totale Killeralben produzieren. Amputechture ist aber dennoch absolute Kaufempfehlung, weil die Platte wirklich gut ist, abgesehen von ein paar kleinen Macken, die allerdings auch Geschmackssache sind.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Geduld zahlt sich aus, 24. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Amputechture (Audio CD)
Ich kaufte mir die CD gleich am Erscheinungstag im Saturn meines Vertrauens, rauschte eiligst nach Hause und legte sie gleich in meine Anlage ein. Während ich eine ganze Schüssel mit Johannisbeerquark aß, hab ich mir das Album angehört... das Album war vorbei, die Schüssel leer und ich ratlos. Was zum Teufel war das? Klar, zwischendurch gab es Momente... da dachte ich mir "Ah, nicht schlecht". Das dürfte in etwa bei "Asilos Magdalena" und auch das eher eingängige (doch anfangs auch etwas eintönig wirkende) "Viscera Eyes". Aber der Rest?
Ein Freund von mir war auch der Meinung, dass The Mars Volta mit dem Album tatsächlich ein wenig zu weit in Sachen Experimental gegangen waren... fast unerträglich waren die irren Wechsel innerhalb der Songs (beispielsweise in "Tetragrammaton"). Und erst der Abschluss des Albums! Es war fast ein kleiner Schock, plötzlich war das Album zu Ende - das war's schon? Was sagt es aus? Wo steckt die Geschichte, die in De-loused und Frances noch so genial erzählt wurde? (Die Lyrics ergeben bis heute noch keinen Sinn für mich, aber das Album erzählt auch keine wirkliche Geschichte.)
Während mein Freund das Album nahezu aufgab, gab ich der Scheibe noch viele Chancen und Durchläufe.
Erst nach mehreren Monaten machte es beinahe wirklich "Klick!" - das Album ist genial! Wer braucht schon eine Geschichte, wenn man eine geniale Melodie nach der anderen hat?
Kein Song wird langweilig (auch nicht bei einer Länge von 16 Minuten), was wohl an der genialen Komposition aus Instrumenten und der - dieses Mal sich beinahe übertreffenden! - Stimme von Cedric Bixler-Zavala. Ich kann von mir behaupten, dass ich mir erst durch seine Stimme wirklich Zutritt zu diesem Album verschaffen konnte.
Das - ich nenne es mal so - Intro, "Vicarious Atonement" (Atonement, seit Lady Vengeance ein einschneidendes Wort...), wirkt jetzt noch viel emotionaler, gar trauriger... der zuvor genannte Pink Floyd-Verweis kommt für mich sogar fast hin. Endlich kann ich auch "Tetragrammaton" von vorn bis hinten mit all seinen Wendungen und Höhen und Tiefen genießen. "Vermicide" hat beinahe Chart-Potenzial mit seinem durchdringenden Gesang im Refrain, "Meccamputechture" ist bombastisch mit einem (besonders gesanglich) tollem Finale. "Asilos Magdalena" verzückt jetzt noch mehr als zuvor und "Viscera Eyes" verliert plötzlich seine Eintönigkeit und man schmilzt beim Hören förmlich dahin.
"Day of the Baphomets" ist einfach nur schnell und abgedreht, man kommt kaum zur Ruhe... bis letztendlich der letzte Song, "El Ciervo Vulnerado", anklingt. Dieser klingt wie "Vicarious Atonement" unter Alkoholeinfluss und nach einer brisanten Achterbahnfahrt.
Und das passt auch.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Na hossa!, 19. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Amputechture (Audio CD)
The Mars Volta haben einen Fehler gemacht! Sie haben diese Scheibe zu spät herausgebracht. Was hätte man (ich) sich alles an Ärger und vertaner Zeit ersparen können, wenn Amputechture zwischen Deloused und Frances erschienen wäre.

Deloused war eine Offenbarung und machte Riesenappetit auf mehr, aber der Schritt zu Frances The Mute war einfach zu groß. Diese Lücke wird jetzt, leider erst im Nachhinein, durch Amputechture gefüllt.

Die Musik ist genau das, was man von den Texanern erwartet. Innovativ, experimentierfreudig, abgedreht und über weite Strecken genial. Wie eine Flipperkugel wird man von hektischen Stücken, mit dem typischen hyperventilierenden Schlagzeug und der mal schneidenden, mal verzerrten Gitarre, zu ruhigeren, hochmelodiösen Passagen und wieder zurück geschossen, bis man nach über einer Stunde aufgeputscht und glücklich wieder zur Ruhe kommt.

Es ist vor allem Cedriks Gesang, der mich besonders glücklich macht. Seine Stimme scheint im Laufe der Zeit immer mehr Volumen und Standfestigkeit zu bekommen. Kein Vergleich mehr zu den Teils doch sehr wackeligen Einlagen, die er noch zu At The Drive In Zeiten abgeliefert hat. Wer es nicht glaubt soll sich Vermicide mal auf Kopfhörer antun. Allein dieser Song, der wohl eingängigste auf der Scheibe, lebt ganz allein von seiner Stimme und das ausgesprochen gut.

Die Lieder sind teilweise wieder ellenlang geraten und führen mit treibenden Rhythmen, atonalem Gedudel, wilder Hektik und schwulstiger Schönheit durch ein Wechselbad der Gefühle. Die Jungs lehnen es halt ab in zum Beispiel 11 Minuten Lied immer nur das Gleiche zu machen. Wäre ja auch noch schöner.

Natürlich sind auch wieder sehr viele Soundgimmicks eingestreut, wie schon in Ansätzen auf Deloused und regelrecht exzessiv auf Frances. Aber speziell hier passen sie einfach ganz hervorragend ins Gesamtbild, sind nicht so vermeintlich nervtötend oder gar überflüssig wie ich sie bis vor kurzem auf Frances The Mute empfunden habe. Sie tragen zur Musik bei und sind keine Stolpersteine. Das sind sie auf Frances freilich auch nicht, zumindest längst nicht so schlimm wie ich bisher dachte, aber diese Erkenntnis hat sich mir erst jetzt, über ein Jahr später eröffnet. Amputechture sorgt dafür, dass man dem Vorgänger ganz neue Seiten abgewinnen kann. Bei mir ist es inzwischen so weit gediehen, dass auch Frances seinen Weg in den etwa 10 CD’s starken Stapel gefunden hat, die bei mir regelmäßig laufen und das soll was heißen. Ich habe das Ding wirklich nicht gemocht.

Fazit: Amputechture ist großartig. Jede Menge abgefahrene Ideen die von Könnern vorgetragen werden. Gleichzeitig schlägt es eine Brücke zwischen Deloused und Frances, so dass man als vermeintlicher Hasser dieser Scheibe doch noch eines besseren belehrt werden kann. Wer ähnlich wie ich empfunden hat, sollte es unbedingt versuchen, es lohnt sich wirklich!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Frances, ein Comatorium und kein Tremulant, 2. September 2006
Von 
D.von und zu E. - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Amputechture (Audio CD)
The Mars Volta sind progressiv. Soweit nix neues auf der Prog-Salsa-Math-Schiene.

The Mars Volta sind Omar & Cedric. Soweit also auch ein wenig Personenkult um zwei 90er-Musikerlegenden, okay.

The Mars Volta sind ... ziemlich einzigartig. Glaubt man also, den Microkosmos Omar Rodriguez-Lopez nach dem Meilenstein De-loused in the Comatorium und dem bisherigen Höhepunkt Frances the Mute kennengelernt zu haben, wird man sich in Amputechture mehr als nur wohl fühlen.

Erwartet man aber einen weiteren Sprung ins kalte Wasser und die erneute Erfindung des Rades "Musik", wird man wohl anfangs etwas enttäuscht sein. Denn auf Amputechture steckt der Teufel in den Details. Es gibt weder die treibenden Rhythmen von Deloused, noch die 10 Minuten Ambient-Parts von Frances, und schon gar nicht die vordergründige Verspultheit aus Tremulant-Tagen.

Dafür gibt es aber den ein oder anderen wahnwitzigen Klimax, John Frusciante an den Gitarren, mehr Musik und weniger Gegniedel und zu guter letzt Athmosphäre und brillante Arrangements zuhauf. Ob das ganze nun ein erneuter Höhepunkt oder nur Stagnation auf unglaublich hohem Niveau ist, wird wohl die Zeit zeigen. Ich kann dieses Album nur nachdrücklich jedem empfehlen, warne aber vor vor allzu hoch gesteckten Erwartungen.

JUST YOU WAIT TILL I GET MY HANDS ON YOU :D
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5.0 von 5 Sternen Musik und Rezensionen, 6. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Amputechture (Audio CD)
Bei einer Rezension kann der Kontext nicht schaden. TMV ist nun mal bestimmt nicht für Jedermanns Ohr. Mir graut vor dem Gedanken wie der Amazon Kritiker wohl einige Klassiker von Zappa, Dream Theater, Bill Bruford, Mahavishnu Orchestra oder Faith No More bewertet hätte.

Aus meiner Sicht ist TMV eigentlich recht zugänglich und es braucht kein 100 maliges durchhören. Das bedeutet nicht, daß man Amputechture nicht 100 mal hören kann, im Gegenteil! Amputechture hat mir eben einfach schon beim ersten Hören gefallen. Ich kannte TMV nicht und sie standen auf einer Liste von Musik, die Neil Peart wohl gerade hört. Hab mir sie dann bei der Henry Rollins Show angesehen und war begeistert.

Man sagt über TMV, das sind die neuen Led Zeppelin oder Pink Floyd, oder die hören sich an wie King Crimson. Kann ich persönlich wenig mit anfangen.

Ja, TMV haben Vorbilder, die sie inspirieren und diese kommen nunmal nicht nur aus einer Sparte. TMV setzen ihre Vorbilder zeitgemäß um und sind eigenständig. Jemand der Plant und Geddy Lee und Bruce Dickinson und Mike Patton nicht mag, hat bestimmt gute Chance auch Cedric Bixler-Zavala und damit TMV nicht zu mögen. Fusion Jazz Rock aus den 70igern, Mahavishnu Orchestra, Santana (Lotus-Zeit), Miles Davis (nach Jack Johnson), dazu Led Zep, Rush und von mir aus auch Pink Floyd, Queensryche, Dream Theater (+Derivate) oder vielleicht... Das fällt MIR z.B. bei den Stücken von TMV ein. Wer sich jetzt nicht fragt "wasn das fürn Zeugs", der hat bestimmt auch Spaß an TMV!

Schlußendlich erscheint TMV nicht wie einer dieser unendlich vielen industriegesteuerten Klone. Hab lange Zeit nichts frisches in der Art in die Finger bekommen und dachte diese Art Musik sei eigentlich ausgestorben. Nichts gegen Bands wie AC/DC und Motörhead, aber wenn das 100. Album von denen das aktuell innovativste und am wenigsten langweilige auf dem Markt ist, dann stimmt doch was nicht.

Je nachdem was man kennt und mag, wird man bei TMV an vieles erinnert, aber das Wichtige für mich ist, es macht einfach Spaß, es wirkt nicht abgekupfert und hat seinen eigenen Stil und Geschmack und es erscheint wild und kümmert sich nicht, eben ProgressiveJazzRockHardRockFusionMetalPop-Musik.

Cheers
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Amputechture
Amputechture von The Mars Volta
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