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Der amerikanische Komponist Samuel Barber (1910-1981) ist heute weitest gehend in Vergessenheit geraten, nur sein berühmtes "Adagio for Strings" erfreut sich bis jetzt größter Beliebtheit. Dabei galt Barber nach dem Zweiten Weltkrieg international als einer der gefeierten Komponisten seiner Generation, indes sein Stil sich stark von zeitgenössischer Musik unterschied, die beim Gros des Publikums unverstanden blieb. Doch nachdem seine Oper "Antony and Cleopatra" bei ihrer Erstaufführung gnadenlos durchfiel, zog Barber sich fast vollständig auf sich zurück, komponierte nur noch wenige Stücke und wurde immer unbeliebter.
Die vorliegende Box vereint sämtliche Orchesterwerke des großen Amerikaners plus einige Werke für Orchester und Gesang auf sich. In dieser Hinsicht darf die Leistung der Interpreten durchaus als eine lobenswerte Pionierleistung angesehen werden.

Instrumentale Orchesterwerke: Barbers op. 1 ist seine Serenade für Streichorchester, ein idyllisches, wenngleich zwingendes Werk, das den späteren Meister schon an einigen Stellen erahnen lässt.
Eines der frühen Orchesterwerke ist Barbers Ouvertüre op. 5 "The School for Scandal", ein spritziges, quicklebendiges Werk, das auch aus heutiger Sich noch nachvollziehen lässt, weswegen infolgedessen Barber mehr öffentliches Interesse zuteil wurde.
Die "Music for a Scene from Shelley" op. 7 ist ein tänzerisches, schwärmerisches Stück voller Anmut und Grazie.
Barber schrieb insgesamt zwei Sinfonien, die erste op. 9 sozusagen in einem Satz, ein ungestümes, streckenweit geheimnisvolles Werk, die zweite op. 19 dreisätzig, schwer zugänglich und teilweise regelrecht brutal. Folglich ist Barbers Erstling bis heute beliebter als die verschlüsselte zweite Sinfonie.
Auf keiner Zusammenstellung mit Orchesterwerken Samuel Barbers darf natürlich sein nahezu elysisches "Adagio for Strings" fehlen. Dabei handelt es sich hier nur um ein Arrangement des langsamen Satzes aus seinem Streichquartett op. 11. Doch die Tiefsinnigkeit dieser Reihe von unvergesslichen Augenblicken berührt den Hörer jedes Mal.
Zu den besten Werken des Amerikaners zählen seine drei Essays für Orchester opp. 12, 17 und 47. Während der erste vor Kraft und Vitalität sprudelt, gilt der zweite gemeinhin als der beste weil konzentrierteste. Barber entwickelt hier aus wenigen Themenmotiven eine ganze Fülle an herrlichen Klängen. Der dritte Essay ist ein ausgesprochenes Spätwerk, das voll verschlüsselter Harmonik steckt.
Eines der Schlüsselwerke im Schaffen Barbers ist sein Ballett "Medea", zu dem er 1947 eine Ballettsuite op. 23 entwarf. Die ausgeklügelte Kompositionstechnik und die Tiefe des Ausdrucks verleihen dem Werk etwas Magisches und zugleich Entrückendes. Da nimmt es nicht wunder, dass Barber "Medea's Meditation and Dance of Vengeance" op. 29a eigens veröffentlichte.
Eine weitere, pittoreske Ballettsuite schrieb Barber mit op. 28, den "Souvenirs". Es handelt sich hierbei um eine Reihe beinahe impressionistischer Tänze, die eine schwelgerische Stimmung erzeugen.
Die "Toccata Festiva" op. 36 für Orgel und Orchester ist ein hehres, majestätisches Stück voller Leidenschaft und Inbrunst.
Das Stück "Die Natali" op. 37 ist ein sinfonischer Variationszyklus über "Silent Night, Holy Night" und besticht durch seine kontemplative Stimmung.
Ein Gelegenheitswerk ist der Commando March für Blasorchester, der als Ermunterung für die amerikanischen Soldaten des Zweiten Weltkrieges geschrieben wurde.
Die "Mutations from Bach", das Intermezzo aus "Vanessa" sowie das "Fadograph of a Yestern Scene" sind allesamt Spätwerke, deren musikalischer Ausdruck bis zum letzten konzentriert ist. Es ist nicht einfach, diese erlesenen Stücke zu durchdringen.

Konzertwerke: Das berühmteste Konzertwerk Barbers ist sein Violinkonzert op. 14. Begründet wird dieser Ruhm auf dem feurigen, einprägsamen Finale in Form eines perpetuum mobile. Aber auch der komplexe Kopfsatz und das wundervolle Andante haben ihre Reize.
Das Cellokonzert op. 22 ist ein schroffes, auf den Hörer zunächst abweisendes Werk, das seine intimen Seiten insbesondere im Andante zur Schau stellt. Hier vereint Barber höchsten künstlerischen Anspruch mit wilder, teils fingerbrechender Akrobatik.
Ein bedeutendes Spätwerk des amerikanischen Komponisten ist sein herrliches Klavierkonzert. Eine bezaubernde Canzone wird von ungestümen, einnehmenden Ecksätzen eingerahmt.
Als Gelegenheitswerk kann das fröhliche "Capricorn Concerto" für Flöte, Oboe, Trompete und Orchester eingestuft werden. Dennoch darf die künstlerische Qualität dieses Stückes nicht kleingeredet werden.
In seiner Abgeschiedenheit an seinem Lebensende komponierte Barber außerdem die Canzonetta für Oboe und Streicher, ein Fragment eines nie vollendeten Instrumentalkonzertes. Das Relikt bringt die Melancholie und seelische Niedergeschlagenheit des Amerikaners in ergreifenden Klängen zum Ausdruck

Orchesterwerke mit Gesang: Eines der besten Werke Barbers ist sein Stück "Knoxville - Summer of 1915" op. 24 für Sopran und Orchester. Die Symbiose zwischen Orchester und Gesang ist dem Komponisten hier voll und ganz gelungen, er schafft ein zeitloses, melancholisches Idyll voller Innigkeit und Wärme.
"A Hand of Bridge" ist eine Oper en miniature. Sie gibt die Geschehnisse und Gedankenwelten während einer Partie Bridge in faszinierenden Bildern wieder.

Die vorliegende Einspielung durch das Royal Scottish National Orchestra unter der Leitung einer der wenigen Dirigentinnen unserer Zeit, Marin Alsop, darf als beispiellose Pioniertat betrachtet werden. Unterstützt durch weniger namhafte Solisten zelebrieren die Akteure mit dem Hörer ein wahres Fest der Musik. Schnell merkt man, dass es sich nicht nur um irgendeine Gesamteinspielung handelt, sondern dass sich alle Beteiligten intensiv mit der sehr individuellen Tonsprache Samuel Barbers auseinander gesetzt haben.
Die wundervoll farbenprächtigen Stücke werden authentisch wiedergegeben. Alsop wählt dafür in der Regel recht flotte Tempi und lädt die Interpretation somit mit einem Gros an Spannung auf. Perlende Nuancen und prächtige Schattierungen stehen der vollkommenen Transparenz des Vortrags niemals im Wege, indes einige Kompositionen des Amerikaners durchaus als schwere Kost zu bezeichnen sind.

Fazit: Es handelt sich hier nicht um eine weitere Box, die eventuell das CD Regal verstopft, sondern um eine wahre Bereicherung, ja, eine essentielle Übersicht über die Orchesterwerke des vernachlässigten Amerikaners!
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