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4.0 von 5 Sternen "Ich musste einfach fliegen!"
Als die kleine Amelia Earhart(Hilary Swank) über die Wiesen von Kansas läuft und ein Flugzeug beobachtet, weiß sie genau das. Ihr Traum sollte Wahrheit werden. Heute ist Earhart noch immer die amerikanische Ikone Nr.1 wenn es ums Thema Fliegen geht. Ihr dramatisches Ende hat dazu beigetragen, dass der Figur Earhart ein Pathos anhaftet, der...
Veröffentlicht am 27. Oktober 2010 von Thomas Knackstedt

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Windhund der Lüfte
Sie war die erste Frau, der wie zuvor ihrem berühmten Landsmann Charles Lindbergh die Überquerung des Atlantiks allein in einer Propellermaschine gelang. Die Regisseurin Mira Nair (Zwei Welten, eine Reise) setzt der Draufgängerin Amelia Earhart, die in ihrer Lockheed Electra 1937 spurlos über dem Pazifik verschwand, mit "Amelia" ein filmisches...
Veröffentlicht am 15. Juni 2010 von film-o-meter


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3.0 von 5 Sternen Windhund der Lüfte, 15. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Amelia [UK Import] (DVD)
Sie war die erste Frau, der wie zuvor ihrem berühmten Landsmann Charles Lindbergh die Überquerung des Atlantiks allein in einer Propellermaschine gelang. Die Regisseurin Mira Nair (Zwei Welten, eine Reise) setzt der Draufgängerin Amelia Earhart, die in ihrer Lockheed Electra 1937 spurlos über dem Pazifik verschwand, mit "Amelia" ein filmisches Denkmal.

Mit Frauen in Männerrollen (in Boys Don't Cry) bzw. Männerberufen (in Million Dollar Baby) konnte Hauptdarstellerin Hilary Swank schon in älteren Filmen Erfahrungen sammeln und so nimmt man ihr ihre Verkörperung der Fliegerlegende auch zu jedem Zeitpunkt ab. Neben der ständigen Rekordejagd der Pilotin sorgt die Beziehung mit ihrem Förderer und späteren Ehemann, dem blendend aussehenden Publizisten George Putnam (Richard Gere), für emotionale Momente, denn die ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen den beiden Flugbegeisterten nimmt gleichsam den umgekehrten Verlauf. Amelia, ein freiheitsliebender Windhund mit Flügeln, kann sich nämlich zunächst nur schweren Herzens zur Ehe mit ihrem wesentlich älteren und weniger abenteuerlustigen Gönner entschließen; doch die Liebe reift an den gemeinsam durchlebten und durchlittenen Höhen und Tiefen, zu denen Flugunfälle ebenso gehören wie eine Affäre mit dem galanten Gene Vidal (Ewan McGregor mal wieder wie aus dem Ei gepellt). Mira Nair nutzt diese berührende Liebesgeschichte geschickt als Folie für ihr Lebensbild, das dennoch nicht voll überzeugt. Dafür konzentriert sich ihr Film zu sehr auf die vordergründigen Flugpionierleistungen der Aviatrice und reiht die einzelnen biografischen Stationen trotz der dazwischengeschalteten Szenen von Earharts Versuch der Erdumrundung im Jahre 1937 reichlich konventionell aneinander, woraus sich bekanntlich noch lange keine Spielfilmdramaturgie ergibt. Man hat fortwährend den Eindruck, dass der Film viele Dinge einfach nur anreißt (etwa die Ehekrise wegen Vidal) und die Charaktere und ihre Konflikte wegen der schnell fortschreitenden Handlung nicht auszuloten weiß. Herrliche Aufnahmen von Earharts vielen Flügen über verschiedene Kontinente, die zeitweise an Jenseits von Afrika erinnern, und ein gnadenlos fiebriges Finale verhindern jedoch, dass "Amelia" zur reinen Luftnummer wird.

Für Freunde von The Great Waldo Pepper und Steven Spielbergs Always.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Ich musste einfach fliegen!", 27. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Amelia (DVD)
Als die kleine Amelia Earhart(Hilary Swank) über die Wiesen von Kansas läuft und ein Flugzeug beobachtet, weiß sie genau das. Ihr Traum sollte Wahrheit werden. Heute ist Earhart noch immer die amerikanische Ikone Nr.1 wenn es ums Thema Fliegen geht. Ihr dramatisches Ende hat dazu beigetragen, dass der Figur Earhart ein Pathos anhaftet, der unvergänglich scheint. Die indische Regiseurin Mira Nair macht sich nicht als Erste daran Earharts Leben zur Grundlage eines Films zu machen. Ihr -Amelia- ist eine Hollywood Old-School-Produktion, wie es sie heute, in dieser Ausführung, kaum noch gibt. Das eigentliche Leben Earharts wird mehr oder weniger an den großen Herausforderungen festgemacht. Der Rest schwelgt in den Beziehungen Earharts zu George Putnam(Richard Gere) und Gene Vidal(Ewan McGregor) ohne dabei auf absolute Genauigkeit zu pochen. Die wunderbaren Flug- und Landschaftsaufnahmen, die sich mit den Bildern aus -Jenseits von Afrika- messen können, sowie eine Filmmusik, die ihresgleichen sucht und mit einem schlichten Soundtrack so gar nichts zu tun hat, sind dabei die Höhepunkte der Verfilmung.

Die New York Times und der Verleger Putnam wollen 1928 die erste Frau über den Atlantik fliegen lassen. Ihre Wahl fällt auf Amelia Earhart. Die soll vor allem gut aussehen und den Kommandanten der Maschine "geben". Fliegen soll ein Mann. Amelia spielt mit und wird die erste Frau, die auf Lindberghs Spuren folgte. Doch das reicht der resoluten Frau aus Kansas nicht. 1932 fliegt sie allein über den Atlantik. Eine Weltsensation! Mittlerweile ist Amelia mit George Putnam verheiratet(etwas widerwillig, wie sie im richtigen Leben einmal sagte). Sie macht Furore und wird als Werbeikone herumgereicht. Das führt zu Spannungen, denn Amelia will nur eins: Fliegen! Sie lernt Gene Vidal, einen Fluglehrer, kennen und hat eine Affäre mit ihm. Aber auch Vidal kann Amelia nicht von ihrem großen Traum abhalten. Sie will mit dem Flugzeug die Erde, auf Höhe des Äquators, umrunden. 1937 beginnt dieser Flug um die Welt. Sein größter Knackpunkt: Beim Flug über den Pazifik müssen Earhart und ihr Navigator eine kleine Insel finden, um die Maschine aufzutanken. Falls sie das Eiland verpassen, sind sie dem Tod geweiht...

Mira Nair erhebt mit -Amelia- keinen Anspruch auf eine authentische Dokumentation von Earharts Leben. Ihr Film ist großes Blockbusterkino der alten Schule und wird bei Freunden dieses Genre Begeisterung auslösen. Hilary Swank gibt die kantige, forsche Earhart perfekt. Eine gute Maske tat ihr übriges, um Swank ziemlich nah an Earharts wirkliches Aussehen heranzubringen. Richard Gere kann jede Rolle spielen; so auch George Putnam, den Mann, der Amelia liebte und sie auch vermarktete. Ewan McGregor hat in der kleinen Rolle des Gene Vidal keine großen Möglichkeiten, sein Können zu zeigen. Ohnehin sind bei -Amelia- die Lust am Fliegen und die wunderbaren Luftbilder die Hauptdarsteller. Kleine Schwarzweiß-Einspieler alter Aufnahmen und ein paar Originalbilder Earharts verpassen dem Film zusätzlich einen Schuss Historie.

Nair wollte den Geist der Pionierin Earhart auf Zelluloid bannen. Ich finde, dass ihr das gut gelungen ist. Ein Satz, den Earhart am Ende des Films sagt, bringt ihr Leben und ihr Wirken auf den Punkt: "Was wissen Träume schon von Grenzen!" In diesem Sinne kann ich ihnen -Amelia- als "gutes, altes Hollywoodkino" ans Herz legen. Wenn sie auf diese, fast schon ausgestorbene Gattung Film nicht stehen, lassen sie lieber die Finger davon.
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2.0 von 5 Sternen Vor Ehrfurcht erstarrt, 27. August 2011
Von 
Michael Schaefer "chilterngreen" (Laudenbach a. d. B.) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Amelia (DVD)
Eines vorweg: Die Ähnlichkeit von Hilary Swank mit Amelia Earhart ist in manchen Szenen absolut verblüffend. Eine optisch geeignetere Schauspielerin hätte man für die Rolle der Flugpionierin wahrlich nicht finden können. Aber vielleicht wäre eine andere Regisseurin/ein Regisseur die besser Wahl gewesen. Mira Nair macht aus der faszinierenden Lebensgeschichte der Earhart eine dermaßen betuliche und hölzerne Inszenierung, dass alles merkwürdig leb- und kraftlos wirkt. Und lebensfremd. Alleine die Dialoge und deren Betonung erinnern an ein abgefilmtes Theaterstück. Zu viel Pathos, zu wenig Natürlichkeit. War da zu viel Ehrfurcht vor dem Vermächtnis der Earhart im Spiel? Wollte sie an keiner Stelle anecken, ein amerikanisches Nationalheiligtum ankratzen? Wie auch immer, gäbe es nicht die wunderschönen Flugaufnahmen, die fantastischen Filmsets und die absolut stimmigen Kostüme, "Amelia" wäre ein schlichtweg langweiliger Film. Doch reine Schauwerte reichen nicht aus, um den Zuschauer zu fesseln. Die Zurückhaltung der Regisseurin, die damit auch wie eine Bremse auf die Schauspielkunst der Darsteller wirkt, nimmt "Amelia" fast jegliche Spannung und Tempo. Schade, denn der eigentliche Stoff hat so viel mehr Potential, als Nair zu erzählen verstand. Chance vertan, Film gefloppt.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 24. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Amelia (DVD)
Schade, ein sehr interessantes Thema wurde verschenkt! Dieser Film ist weder ein Fliegerfilm noch eine Romanze, dabei hätte der Stoff beides hergegeben. Wie man einen guten Fliegerfilm macht hat David Lean schon in 50-er Jahren mit "The Sound Barrier" gezeigt und wie ein hervorragender Film über zwei Menschen aussehen muss hat Clint Eastwood mit "Die Brücken am Fluss" gezeigt.
Dieser Film wird weder dem einen noch dem anderen Thema gerecht. Die sicherlich nicht einfache Beziehung Earhart/Putnam wird wie nebenbei erzählt. Und auch ihr letzter Flug, der ja wohl der entscheidende in Earharts Leben war und sie zur amerikanischen Legende machte, wird nur oberflächlich aus einer eher unbeteiligten Perspektive gezeigt. Es kommt überhaupt kein Gefühl dafür auf welche enormen psychischen und physischen Anstrengungen dieser "letzte" Flug Earhart und Noonan abverlangt haben muss. 1937 waren Flüge dieser Art alles andere als Routine, die Technik der Flugzeuge und der Navigation steckten noch in den Kinderschuhen. Auch war die Lockheed Electra alles andere als eine Langstreckenmaschine.
Der Film wirkt außerdem wie aus Fragmenten zusammen gesetzt. Die Fragmente fangen irgendwo an und hören irgendwo auf, einen roten Faden kann man nur ahnen. Die FSK ist mit 0 Jahren angegeben, und deshalb sollte der Film vermutlich hauptsächlich dazu dienen eine amerikanische Legende an den Kinokassen zu vermarkten. So entstand ein Film für "die ganze Familie", aber Amelia Earhart hätte besseres verdient.
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5.0 von 5 Sternen Guter Film, 18. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Amelia (DVD)
Interessantes Leben hatte diese Frau Amelia .

Lohnt sich anzuschauen .Kann ich nur empfehlen , habe es auch schon verliehen.
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3.0 von 5 Sternen Für einmal gucken völlig in Ordnung, 20. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Amelia (DVD)
Der Film ist nicht schlecht, aber er zieht sich etwas. Und das Ende, soviel sei verraten, ist total dämlich (woran man natürlich nichts ändern kann, da es ja eine Geschichte ist, die auf Tatsachen basiert). Meiner Meinung nach fährt der Film auf der Schiene der ganzen Bio-Pics, die in den letzten Jahren aus dem Boden geschossen und alle so hoch gelobt worden sind; für einmal gucken sind sie alle ganz nett, aber das war's dann auch schon.
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4.0 von 5 Sternen Toll gemacht, 2. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Amelia (DVD)
Erstaunlich, wie nahe die Schauspielerin an ihr Original herankommt. Schöne stimmungsvolle Flugaufnahmen der Lockheed Elektra. Das Ende ist nicht dramatisch und lässt eigene Überlegungen zu. Schade dass man damals noch nicht die neuesten Hinweise auf das tatsächliche Schicksal von Amelia Earhart hatte. Das hätte man gut mit einarbeiten können. Insgesamt ein guter Film.
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5.0 von 5 Sternen Ein echtes Goldstück, das viel zu unbekannt ist!, 8. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Amelia (DVD)
Zunächst einmal muss ich zugeben, dass dieser Film bisher total an mir vorbei gegangen ist. Ich habe es nicht mitbekommen, dass und wann er ins Kino kam und ebenso ist mir die DVD-/Blu-ray Veröffentlichung komplett entgangen.

Neulich habe ich dann eine andere Blu-ray, die ich mir neu gekauft hatte angesehen und da kam dann der Trailer zu "Amelia".
Oftmals drückt man bei Trailern ja einfach schnell auf "weiter", damit man endlich zum Hauptfilm gelangt. So aber nicht bei diesem Trailer!
Dieser Film zog mich sofort in seinen Bann. Mir gefielen die Schauspieler und die Story, von der ich so nebenbei bruchteilweise schon des Öfteren etwas gehört hatte. Unter anderem ist Amelia ja auch als lebendig gewordene Wachsfigur in "Nachts im Museum 2" vertreten. Den Film habe ich mir übrigens mal wieder angesehen, nachdem ich den Film "Amelia" dann gesehen hatte und konnte dann gleich viel mehr mit der Figur der Amelia anfangen und einiges besser verstehen. Toll!

Zum Film "Amelia" selbst:
Man weiß, wie die Geschichte ausgeht, aber man hofft bis zum Ende, dass sie es doch schafft! Ich habe echt mitgefiebert und das macht einen guten Film einfach aus! Dass man mit den Figuren mitfiebert. Sich mit ihnen freut und auch mit ihnen leidet. Ich mag Hilary Swank auch sehr gerne, was mich noch mehr dazu bestärkt hat, mir den Film sofort anzusehen.
Es ist außerdem ultra-interessant mal die kompletten Zusammenhänge und Hintergründe der Geschichte der verschollenen Pilotin kennen zu lernen.

Ich kann den Film jedem empfehlen, der sich etwas für geschichtliche Ereignisse, das Fliegen oder einfach eine packende Story interessiert!

Absolut sehenswert - und das nicht nur einmal!
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4.0 von 5 Sternen Tolle Frau, 16. November 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Amelia (DVD)
Der film hat mir sehr gut gefallen. War wieder so eine starke Frau, die sich aus den Schwierigkeiten nichts macht und ihr Ding durchzieht. Handlung war spannend und romantisch zugleich. Weiss nicht, ob es an der deutschen Stimme von Hillary Swank lag, klang ein bißchen ängstlich.
Der Film ist aber sehenswert.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn Träume keine Grenzen brauchen..., 8. Februar 2011
Von 
Tanja Heckendorn "heckendorn" (Lörrach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Amelia (DVD)
Diese Filmbiografie über die Fliegerlegende Amelia Earhart ist ein wahrer Augenschmaus, den man sich eigentlich nur auf großer Leinwand gönnen sollte. Die Regisseurin Mira Nair ("Vanity Fair - Jahrmarkt der Eitelkeit") gönnt dem Zuschauer beeindruckende Luftaufnahmen und versetzt ihn mit dem sehr identisch wirkenden Flair der 1930er-Jahre in Nostalgielaune.
Der Fokus liegt naturgemäß auf Amelia selbst, die stets im Mittelpunkt des Geschehens steht und von Hilary Swank überzeugend dargestellt wird. Die mitreißende Energie ihrer Figur, die von grenzenloser Freiheit und ewigen Straßen in der Luft träumt, wird beinahe greifbar. Perfekt unterstützt wird die Schauspielerin von ihrem älteren Kollegen, Richard Gere, der ihren Promoter und späteren Ehemann George Putnam mimen darf. Und dann ist da noch der junge Pilot Gene Vidal, der mit Amelia die besondere Leidenschaft fürs Fliegen teilt und von dem charmanten Ewan McGregor ("Der Ghostwriter") gespielt wird. Die freiheitsliebende Fliegerin hatte sich eigentlich gegen eine Heirat entschieden, um ihren Traum in der Luft vollkommen verwirklichen zu können und nur widerstrebend den Antrag ihres langjährigen Mentors angenommen. Jetzt hat sie gleich zwei Männer, die zwar an der Erfüllung ihrer ungewöhnlichen Wünsche sehr interessiert sind und sie jeweils auf ihre Weise fördern, aber zunehmend wird diese Dreierbeziehung zu einer schweren Belastungsprobe. Bevor Amelia ihre hochfliegenden Pläne verwirklicht, wird sie eine wichtige persönliche Entscheidung treffen, die ihr die nötige Kraft und Energie verleiht, um das Projekt als erste Mensch die Erde am Äquator zu umrunden, in Angriff zu nehmen. Am 21. Mai 1937 erhebt sie sich in die Lüfte und fliegt ihrem Ziel entgegen.

Hier setzt der Film ein. Begeisterte Menschen hatten Amelia und ihren Navigator Fred Noonan verabschiedet. Der besorgte Ehemann George bleibt mit seiner Frau per Funk in Kontakt, während die Fliegerin die Schönheit unendlicher Weiten genießt. Danach gibt es einen Rückblick auf den bisherigen Weg der berühmten Pilotin, die im Jahre 1928 sogar zur Frau des Jahres gewählt wurde, obwohl sie bei ihrem ersten Transatlantik-Flug nur als Passagierin an Bord war.
Bereits in den 1920er-Jahren fliegt Amelia leidenschaftlich gern. Leider ist die Fliegerei ein sehr teures Hobby und dazu noch eine absolute Männerdomäne. Durch die Bekanntschaft mit dem erfolgreichen Verleger George Palmer Putnam eröffnen sicher der Träumerin neue Möglichkeiten. Durch den erfolgreichen Mitflug über den Atlantik wird Amelia die besondere Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zuteil. Geschickt wird dieses Interesse von Putnam genutzt und Amelia als Fliegerin öffentlich vermarktet. Durch bezahlte Interviews und diverse Werbeverträge fließt endlich Geld in die stark strapazierte Kasse für Amelias Hobby. Ein Überlandflugwettbewerb weiblicher Fliegerinnen (hier auch beachtenswert in einer Nebenrolle: Mia Wasikowska "Alice im Wunderland" als Jungfliegerin Elinor Smith) gibt den Anstoß zur Gründung des Clubs der "Ninety Nines". Diese Vereinigung soll die Stellung der Frau in der Luftfahrt stärken. Aber auch persönlich setzt sich Amelia neue Ziele. Nachdem sie nach einem harten inneren Kampf den Heiratsantrag von George angenommen hat, stellt sie sich neuen Herausforderungen. Diesmal möchte sie als erste Frau den Atlantik im Alleinflug überqueren! Ein ungeheuerlicher Plan. Doch es soll noch weitere Grenzen geben, die von der freiheitsliebenden Abenteuerin überschritten werden sollen.

Es ist sehr interessant, die Entwicklungen der beiden Hauptpersonen zu beobachten. Die Chemie stimmt hier von Anfang an. Er ist der coole Verleger, der vor keiner Betrügerei zurück schreckt, sofern sie die Öffentlichkeit erfreut und seinem Geldbeutel gut tut. Amelia ist zwar offen und ehrlich, aber für die Erfüllung ihrer ehrgeizigen Fliegerträume würde sie fast alles tun. Er ist von ihrer Verwegenheit beeindruckt; sie dagegen schätzt sein Finanzgenie und seine clevere Art. Mit der Zeit kommt es dem Zuschauer so vor, als ob George mehr Liebe in die Beziehung einbringt, als Amelia bereit ist, jemals zu geben, aber es steckt noch Potenzial in beiden. Gene Vidal, der Amelias Herz bezaubert, belastet zusehends die Ehe, auch wenn George und sie eine offene Beziehung vereinbart hatten. Gefühle halten sich leider nicht immer an coole Vereinbarungen, und Amelia befragt ihr eigenes Herz, um eine gute Entscheidung für sich und ihre Zukunft zu treffen. Die wichtigen Szenen dazu erscheinen sehr gut ausbalanciert und besonders Richard Gere nutzt eine beeindruckende Palette menschlicher Emotionen und dies oft ohne ein Wort darüber zu verlieren. Auch das Unausgesprochene steht dem Zuschauer klar vor Augen.
Überhaupt hat Mira Nair ein Händchen dafür Emotionen sichtbar zu machen und den Zuschauer in einen wahren Wirbelwind zu stoßen, z.B. wenn Amelia ganz alleine in ein schreckliches Gewitter hinein fliegt oder am Ende ihrer Kräfte auf einer Schafweide landet. Die Stationen aus Amelias Karriere werden mal länger mal kürzer angerissen und vermitteln ein farbenfrohes, lebhaftes Gesamtbild. Klare Bilder in wunderschönen satten Farben verwöhnen dabei das Auge.
Immer wieder werden Schwarz-Weiß-Szenen eingeblendet, die wie authentische Nachrichten der damaligen Zeit wirken. Außerdem werden zeitgenössische Zeitungsartikel und kommentierte Bilder eingeblendet, die den Öffentlichkeitsstatus der Hauptdarstellerin unterstreichen und einen Eindruck davon geben, wie Amelia als Flugheldin und Werbeikone damals auf ihre Mitmenschen wirkte. Diese Ideen sind äußerst gelungen und wurden sehr harmonisch in den Film eingearbeitet.
Als Extra werden auf der DVD zehn entfallene Szenen angeboten.
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Amelia
Amelia von Mira Nair (DVD - 2010)
EUR 7,54
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