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31 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kruder Horror-Albtraum mit Cronenberg'schen Bodyhorror gepaart !!
Inhalt

Ja, Ihr lest hier richtig. Der deutsche Arzt Dr. Heiter träumt von dem "menschlichen Hundertfüssler" (Human Centipede) und sucht gezielt Opfer um sie hintereinander kniend jeweils an Mund und After zusammenzunähen um EIN neues Wesen zu schaffen. Dabei ist er erst einmal mit 3 Menschen "am Stück" zufrieden. Er findet seine Opfer und...
Veröffentlicht am 25. Oktober 2011 von Retro Kinski

versus
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Abgründig und ekelhaft
Human Centipede - Der menschliche Tausendfüßler" zählt sicherlich zu den abartigsten, inhumansten und barbarischsten Filmen, die je gedreht wurden.

Der Ablauf der Story ist schnell skizziert: Zwei amerikanische Touristinnen - natürlich jung, gutaussehend und sexy - erleiden des Nachts im Wald eine Reifenpanne, müssen ihren Wagen...
Vor 11 Monaten von Jimmy K. veröffentlicht


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31 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kruder Horror-Albtraum mit Cronenberg'schen Bodyhorror gepaart !!, 25. Oktober 2011
Von 
Retro Kinski - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: The human centipede [FR Import] (DVD)
Inhalt

Ja, Ihr lest hier richtig. Der deutsche Arzt Dr. Heiter träumt von dem "menschlichen Hundertfüssler" (Human Centipede) und sucht gezielt Opfer um sie hintereinander kniend jeweils an Mund und After zusammenzunähen um EIN neues Wesen zu schaffen. Dabei ist er erst einmal mit 3 Menschen "am Stück" zufrieden. Er findet seine Opfer und tut das unvorstellbare. Ein Kampf um Leben und Tod beginnt.

Bewertung

Wo der Normalseher natürlich schon längst aufhört zu lesen und sich angewidert abwendet ist für uns Freunde des ungewöhnlichen Films dies auf jeden Fall einen Blick wert. Und es hat sich sehr gelohnt. Die erste Frage ist natürlich ob einem hier ein billiges B- oder C-Movie mit billigsten Effekten präsentiert wird. Das ist aber in sehr positiver Weise tatsächlich nicht der Fall.

Es handelt sich um einen Film der oberen Klasse in bezug auf die Schauspieler, Ausstattung und Kameraführung. Sicherlich agieren die 2 weiblichen Hauptdarstellerinnen anfangs etwas trashig und man weiss nicht worauf das hinausläuft. Das ändert sich aber sehr schnell wenn diese mit Dr. Heiter zusammen agieren.

Dieser wird gespielt von Dieter Laser den man als deutsches Charaktergesicht aus vielen deutschen Serien und Krimis wie "Tatort", "Polizeiruf 110" oder "Rosa Roth" aber auch Schlöndorff Werken wie "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" seit vielen Jahren garantiert vom Sehen her kennt bzw. sicherlich sofort erkennt. Die Rolle wäre sicherlich auch sehr gut für geniale Schauspieler wie Udo Kier geeignet, tatsächlich erinnert mich Dieter Laser in seiner emotionalen aber dennoch kalten, krude- abgehobenen ver- und entrückten Darstellung an ihn.

Nach einem Fehlversuch findet Dr. Heiter dann das passende Dreiergespann. Die diversen Hundegräber in seinem Garten ("Hund Nr. 3") zeigen das er schon vorab Tierversuche gemacht hatte. Bei aller Ernsthaftigkeit sind das aber auch Highlights in bezug auf einen kleinen ironischen Unterton. Für den deutschsprachigen Zuschauer ergibt sich noch ein anderer Reiz des Films wenn man ihn wie ich im engl. Original geniest. Zwei der Darsteller, Dr. Heiter bzw. eine weitere Randfigur sprechen viel bzw. nur Deutsch und so können wir den Originalton und seine Drastizität in der Ausdrucksweise geniesen die in den engl. Untertiteln kaum oder nur teilweise übersetzt wurde.

Gorehounds kommen auch auf Ihre Kosten, allerdings mehr die etwas feinsinnigeren unter ihnen - wenn es die gibt - da hier nicht Gedärme und sonstige Körperteile durch die Gegend fliegen. Aber der Ekel- und Horrorfaktor ist gross durch den Realismus der Operationen und die tatsächliche Darstellung der jeweils an Mund und After zusammengenähten Protagonisten.

Tatsächlich macht sich ab einem bestimmten Punkt im Film ein schleichendes, unterschwelliges unangenehmes Gefühl des Ekels breit. Nicht schockartig aufgrund einer Szene, aber wellenartig und nachhaltig nimmt einem das doch extrem krude Geschehen in seinen Bann. Das betrachte ich als sehr grosse Leistung des Films dies bei mir als hartgesottenen Extreme- Movie Fan noch zu schaffen.

Manche habe den Film mit David Cronenbergs Filmen verglichen. Ich kenne und liebe sein Werk sehr aber ich kann hier kaum Parallelen sehen. Sicherlich kann man das unter die Rubrik "Body-Horror" fassen aber das wäre zu oberflächlich für beide Seiten. Ich möchte es nochmal betonen an dieser Stelle. Es ist kein trashiger Film mit miesen Effekten um Aufmerksamkeit und Schrecken zu generieren. Es ist eigentlich gefilmt wie ein deutscher Tatort, seriös, technisch sauber, überwiegend ansprechende Schauspieler, nur der Inhalt ist natürlich "over the top" und "strange".

Deswegen kann ich dem Werk sicherlich mit viel Genre-Bonus eine verdiente 4/5 Sternen geben. Für Horrorfans mit offener Einstellung sicherlich mehr als einen Blick wert. Der Untertitel "First Sequence" lässt auf weitere Teile hoffe, das Ende - ohne es zu verraten - lässt allerdings dies ohne weiteres zu........ ;-)

4/5 Sternen
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4.0 von 5 Sternen Innovativ, ekelerregend und sehr spannend, wenn auch harmloser als erwartet (Bewertung Uncut-Version), 29. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Human Centipede (DVD)
Keine Spoiler, ich verrate nichts.

Man ist als Horrorfan alles gewohnt, aber dieser Film setzt in gewisser Weise neue "Maßtsäbe".
Vorab: Er ist längst nicht so krass, wie es den Anschein hat, auch wenn einem, zumindest mir, schon beim Trailer schlecht wird. "Human Centipede" zeigt kaum Gewalt und nichts explizit. Der wahre Horror spielt sich im Kopf des Zuschauers ab. Allein die Vorstellung dessen, was Doktor Josef Heiter (zynischer Name) seinen Opfern antun will, lässt Übelkeit und Entsetzen aufkommen. Nur davon lebt der Film. Er spielt geschickt mit Erwartungen und Vorstellungen ohne dabei ins Detail zu gehen. Und genau das ist gleichzeitig seine Schwäche. Er geht längst nicht weit genug. Wenn man schon mit einer solchen Filmidee kommt (und darauf muss man erst mal kommen), dann sollte sie auch in aller Härte durchgezogen werden. Ich entschuldige mich, falls es sadistisch klingt, aber ich will als Zuschauer "gefoltert" werden, will sehen wie die Operation abläuft, wie das Ergebnis der Operation ohne verdeckende Tücher aussieht, will sehen wie ein ganzer Verdauungsweg abläuft, wie die Opfer genau deswegen leiden, will sehen wie sie mit Hunger, Durst, Wund- und Haltungsschmerzen klarkommen, wie ihr Alltag aussieht, wie sie schlafen und wie sie sich verhalten. Unterdrücken die einzelnen Personen ihre Nahrungsaufnahme, um die hinteren nicht zu quälen? Hilft der Arzt dann mit Abführmitteln nach? All das wäre interessant und meines Erachtens auch notwendig gewesen, um wirklich zu schocken, was nicht heißt, dass er es nicht bereits tut. Ich bin alles gewohnt, aber mich hat der Film auch Tage danach noch beschäftigt, so krank ist die Idee einfach. Zartere Gemüter sollten in jedem Fall einen Bogen machen und sich vorher den Trailer ansehen. Ich dagegen würde ihn fast schon als harmlos bezeichnen.
Den Film jedoch als menschenverachtend zu bezeichnen, was ja manche tun, finde ich ungerechtfertigt. "Human Centipede" ist auch nicht menschen- bzw. lebensverachtender als andere Horrorfilme, in denen gefoltert und/oder gemordet wird.
Bin gespannt, ob Teil 2 und 3 so weit gehen, wie man es von Teil 1 erwartet hat. Aufpassen, dass Sie bei Teil 1 die Uncut-Version mit 92 Minuten und nicht die hier erhältliche mit 84 Minuten erwischen! Man sieht uncut schon nicht viel.

Was ich mir auch gewünscht hätte, wäre eine bessere Logik. Ich weiß, Horrorfilme und Logik? Die muss es wahrlich nicht geben, aber ich erwarte dann doch zu erfahren wie denn die hinteren Personen z. B. mit Wasser versorgt werden. Oder warum sich Personen nicht übergeben, wenn sie Ausscheidungen in den Magen bekommen. Oder wieso sie keine Krämpfe von der unnatürlichen und über Tage andauernden Haltung kriegen. Oder wie das mit dem Wasserlassen aussieht. Oder wie die Opfer vom Keller ins Wohnzimmer und wieder zurückgebracht werden. Oder warum einfach so Gewebe auf ein nicht passendes fremdes transplantiert werden kann ohne Abstoßung, Absterben oder Blutverklumpung. Gerade das mit dem Trinkwasser, dem Transport und der Transplantation sind riesen Logiklöcher. Aber okay, darüber kann man wirklich hinwegsehen.
Ein bisschen schade ist die Wahl des Asiaten. Seine Worte hätten dem Ganzen mehr Intensität verliehen, wenn man sie auch verstanden hätte.

Richtig positiv sticht die Qualität des Streifens hervor. Von Low Budget ist nichts zu spüren. Darsteller, Synchronisation, Kamera, Bild, Ton und Inszenierung sind gut. Da gibt es weit teurere Horrorfilme, die weit schlechter sind. Überhaupt ist "Human Centipede" mordsspannend. Da könnten sich Genrekollegen eine Scheibe abschneiden!
Interessant sind hier die Anspielungen. Der deutsche Arzt im Film heißt mit Vornamen Josef und auf seinem Auto steht das Kennzeichen "ME". Zufall? Wohl kaum. Auch die Parallelen zu den widerwertigen Hundeexperimenten des Vladimir Demikhov sind unübersehbar. Man könnte den Film auch als Seitenhieb auf Tierversuche deuten.

Unterm Strich:
Kranker Schei*, der leider nicht weit genug geht, aber qualitativ hervorragend und erstklassig inszeniert sowie äußerst spannend ist. Lohnt sich!

Nachtrag:
Ich hab nun Teil 2 gesehen und kann nur sagen, dass dieser, bis auf die Grundidee, mit Teil 1 rein gar nichts zu tun hat. Es handelt sich dabei um einen sadistischen Porno und sonst nichts. Die Sadistenszene wird jubeln und sich auf diesen Film tierisch einen abwedeln. Der Rest der Menschheit braucht solch verachtenswerten Müll definitiv nicht. Einfach nur krank.
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4.0 von 5 Sternen Cronenberg ohne Grundgerüst, 8. Dezember 2014
Von 
Im Grunde genommen stellt der Film ein zeitweise cronenbergartiges Werk dar, doch die Kontroverse entstand leider nicht ganz grundlos. Andererseits kann man den doch etwas über das Ziel hinausschießenden deutsch-englischen Film, der einem Interpretationsraum gewährt, getrost als "absurdes Kunstwerk" empfinden. Würde die Gewalt eine Geschichte erzählen, bekäme der Film aufgrund der guten Darsteller fünf Sterne, doch leider vermochte man hauptsächlich Unbehagen verursachen zu wollen.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bewertung nur Uncut-Fassung: "Sie brauchen Hilfe.Sie sind ein kranker Mann.."-, 20. März 2014
Rezension bezieht sich auf: The Human Centipede [DVD] (DVD)
Nicht nur Dieter Laser in seiner unvergesslichen Rolle als Dr. Heiter braucht hier nach diesem Film unbedingt Hilfe.
Auch der Zuschauer fühlt sich leicht dem schwindelnden Wahnsinn anheim gefallen, taumelt er nach dem Genuß dieses Schockers zum Ausschaltknopf.
Oh mein Gott, was für ein entsetzlicher bis ins Mark grausiger Film.
Schnapsidee der Produzenten, finster vulgäre Gewaltphantasie, nervenzerrende Hochspannung, Ekel, geschmacklose Satire, grosse Schauspielleistung, Tabubruch im Minutentakt und perfekte Inszenierungskraft; all das läßt Sie erzittern in diesem Olymp des Exploitation- Kinos.
Arthouse Anleihen, galliger Witz, erbarmungsloser Irrsinn, all das ist "Human Centipede".
Um sechs Minuten wurde die deutsche Fassung bisher erleichtert, deswegen ACHTEN SIE AUF DEN UNCUT AUFDRUCK !
"Human Centipede" ist so verstörend, abartig und dabei so atemberaubend filmisch professionell umgesetzt, daß man auf der Schock-Skala nur die Höchstwertung geben kann.
So etwas Krudes, Perfides würde selbst einen David Cronenberg mit seinen "Body Horror" Phantasien erblassen lassen.
Der junge Tom Six drehte zusammen mit seiner Schwester diese Extremerfahrung, die nach unzähligen Folterstreifen, die den Osteuropa -Urlaub vergällten, nun auch Deutschland als Reiseziel wenig anziehend macht.
Hier nach Deutschland verschlägt es nämlich zwei junge Touristinnen, die mitten im bayerischen Wald in finsterer Nacht eine Autopanne erleiden.
Der deutschen Sprache nur wenig mächtig irren sie durch die Dunkelheit.
Wie ein letzter Zufluchtsort taucht plötzlich ein grosses, modernes Einfamilienhaus zwischen den Bäumen auf.
Einsam wohnt hier ein gar seltsamer, exzentrischer Zeitgenosse, der pensionierte Arzt Dr. Josef Heiter, der sogleich freundlich bereitwillig die Tür öffnet um den Mädchen eine Möglichkeit zu telefonieren zu eröffnen.
Ein blutrotes Gemälde mit zwei siamesischen Zwillingen sorgt bei den beiden bereits für Unbehagen. Trotzdem lassen sie sich in dem aseptisch sterilen Wohnzimmer noch auf ein (präpariertes) Getränk einladen.
Was sie nun erwartet, lieber hoffentlich hartgesottener Independent- Filmfreund ist in seiner wahnwitzigen , tabulos kranken Idee einfach so haarsträubend und unfassbar, daß "Human Centipede" zurecht jeden Kultstatus verdient.
Das grandiose an "Human Centipede" ist, daß er von der Häufigkeit wirklich gezeigter drastischer Szenen sich sehr zurückhält .
Alles was dem Zuschauer jetzt den Angstschweiß auf die Stirn treibt, läuft in seiner bizarren Grausigkeit fast komplett im Kopfkino ab.
Dr. Heiter, mit dem sich der deutsche Schauspieler Dieter Laser in den Olymp der ewigen Filmbösewichte katapultiert, ist ein sinisterer, charismatischer Mediziner, der aus unbekannten Gründen doch unrettbar dem Wahnsinn verfallen ist.
Auch sehr positiv, daß uns Tom Six keine Hintergründe, oder Erklärung für seine seltsame Passion bietet.
Der grösste Schrecken geht doch immer vom Nicht-Rationalen aus.
Über Jahre erfolgreich als renommierter Chirurg, spezialisiert auf die Trennung von siamesischen Zwillingen, ist er nun von der fixen Idee besessen, lebende Menschen zu einem einzigen funktionierenden Organismus zusammenzunähen.
Mit seinen drei geliebten Rottweilern hat er schon geprobt.
Nun möchte er drei Menschen auf sadistisch, übelkeiterregende Weise an Anus und Mund aneinander operieren.
100 Prozent medizinisch akkurat und einwandfrei, wie uns schon das Cover verspricht.
Ein einziger lebensfähiger Organismus, ein Verdaungstrakt durch mehrere Menschen hindurch, die sich mit zerschnittenen Kniesehnen nur noch kriechend wie ein Wurm fortbewegen können.
Was Person A vorne zu sich nimmt, wandert durch Person B und scheidet Person C aus.
Wohl bekomms, da helfen auch keine Abführtropfen mehr.
Es ist so ziemlich die krankhafteste morbide Phantasmagorie der Filmgeschichte. Hier wird sie Wirklichkeit und hat man sich von dem ersten Schock scheinbar erholt, beschert uns der Film auch noch extrem abgedrehte, geschmacklose Satire, wenn Dr. Heiter mit seinem Menschenkonstrukt Gassi geht, Stöckchen wirft, Zeitung apportieren läßt oder die Reitgerte schwingt.
Da wird es selbst dem letzten Zuschauer blümerant in Gehirn und Magen.
So mutig, unangepasst und vehement dem blanken Irrsinn huldigend, hat man lange nichts mehr auf der Leinwand erlebt.
Wie leicht hätte diese filmgewordene Perversion nach hinten los gehen können (im wahrsten Sinne des Wortes), doch der Film bietet weit mehr als seine krude Ausgangsidee.
Er ist unglaublich atemberaubend perfekt inszeniert.
Dem bodenlosen Wahnsinn der Story stellt Tom Six eine vollkommen ruhige, schwebende und in jeder Sekunde beunruhigende Atmosphäre entgegen, die eben weitgehend ohne Effekte auskommt. Von den ersten Bildern an schwebt kommendes Unheil über der Szenerie und läßt die Nervenenden erbeben.
Tom Six versucht erst gar nicht das Schreckliche detailliert zu bebildern, er läßt vielmehr die beängstigenden Gesichtszüge von Dieter Laser sprechen, sein Mundwinkelzucken, seine dämonische Augensprache, seine tiefe grollende Stimme, die angstverzerrten Gesichter seiner Opfer.
Der Film ist geradezu sachlich, reduziert lakonisch, langsam schleichend, elegant, stilvoll mit präzisen Kamerabewegungen, aseptisch kalten Farben und dem oftmals nachhaltigsten Effekt von einfach ahnungsvoller Totenstille inszeniert.
Auf Filmmusik wird fast ganz verzichtet, was das authentische Miterleben der entsetzlichen Situation ins Unermessliche steigert.
Wir brauchen nicht blutige Operatioen en detail zu sehen, uns reicht das Endresultat, das Zeigen der Vorbereitungen.
Die extrem sachliche Stimme des psychopathischen Mediziners, de seinen gefesselten Opfern haargenau an einem Schulprojektor erklärt, was im einzelnen nun für ein Martyrium auf sie zukommt , reicht um den Film ins Unerträgliche zu steigern.
Das ist wahrhaft furchteinflössender Horror.
Nur das Aufzeichnen der Schnittstellen für die kommenden chirurgischen Eingriffe mit dem Filzstift auf der nackten Haut der betäubten Opfer reicht aus, um das vorzeitige Abschalten des Films in Erwägung zu ziehen.
Wenn dan einmal ekelhafte Nahaufnahmen von Narben und Blut gezeigt werden, wirken sie im Kontext der aseptischen Sterilität des Ambientes umso schockierender.
Ein Schocker, der über alle Grenzen geht , muß genau dieses Gefühl auslösen. Er muß sich langsam und furchterregend in Gehirn und Magen festsetzen und den Boden unter den Füßen wegziehen.
"Human centipede" leistet hier ganze Arbeit.
Schauspieler Dieter Laser spielt nicht, er ist mit jeder Faser seiner Person dieses menschliche Monster.
Diese rolle muß dem grossen Schauspieler ("Die Ehre der Katharina Blum", "Kaspar Hauser") grossen Spaß gemacht haben.
Wenn er in seinem weißen Arztkittel vor den gefesselten Delinquenten stolziert, sind die Ähnlichkeiten z einem realen deutschen Massenmörder Josef Mengele durchaus beabsichtigt.
Die Präsenz von Laser ist so angsteinflössend, daß kaum ein bisheriger Kintopp-Finsterling an diese durch und durch sadistische, kalt klinische, aberwitzige dem wahnsinn verfallene Kreatur heranreicht.
Sein tückisches Glitzern in den Augen, seine kindliche Freude über sein menschenverachtendes, grausames "Kunstwerk" bleibt über Nächte im Gedächtnis.
Vollkommen unbedarft fließen natürlich auch viele , für die konventionelle Leinwand bisher fast unmögliche sexuelle Tabus in diesen Film mit ein.
Sadomasochismus, Anal-Oralverkehr, im Kopfe weitergedacht natürlich die Fäkalfixierung, in abstoßend abstrakter , tödlicher Weise überhöht. De Film will den Skandal und das erreicht er mühelos.
Umso mehr ist es herauszuheben, daß der film entsprechende Bilder gar nicht einsetzt.
Wer aus "Human Centipede" auch eine irgendwie lustvoll finstere Komponente ziehen will, dem sei das unbenommen.
Für mich jedoch war das blanke Entsetzen vorherrschend.
Fazit: "Human Centipede" ist die zelluloidgewordene Boshaftigkeit.
Unaussprechlich krank, ekelhaft und schwindelerregend genial, irre spannend.
Eine filmische Offenbarung für die Freunde schrankenlosen Independent- Kinos.
In "Human Centipede 2" setzte Tom Six viele der hier nur angedeuteten Grausamkeiten in schwer erträgliche Schwarz- Weiß Bilder um.
Nachhaltiger und verstörender konnte Teil 2 trotz des voyeuristischen Zeigens nicht werden.
Die grössten Ungeheuer gebiert eben immer noch das Kopfkino.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Human Centipede, 29. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Also allein schon die Idee ist schon echt Krank aber der Film schafft es mit recht unblutigen Bildern die ganze szenerie anzudeuten um die Phantasie des Publikums freien lauf zu lassen. Dieter laser schafft es seinen Dr.Heiter so gut rüber zu bringen das man Angst vorm nächsten Arzt besuch zu bekommen.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Abgründig und ekelhaft, 5. Januar 2014
Von 
Jimmy K. - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Human Centipede (DVD)
Human Centipede - Der menschliche Tausendfüßler" zählt sicherlich zu den abartigsten, inhumansten und barbarischsten Filmen, die je gedreht wurden.

Der Ablauf der Story ist schnell skizziert: Zwei amerikanische Touristinnen - natürlich jung, gutaussehend und sexy - erleiden des Nachts im Wald eine Reifenpanne, müssen ihren Wagen stehen lassen und begeben sich auf der Suche nach Hilfe ins Haus des abgelegen residierenden, exzentrischen Chirurgen Dr. Heiter. Er betäubt die beiden und fängt zusätzlich noch einen japanischen Touristen ein. Nachdem er die drei eine Zeit lang in seinem Haus in der Wildnis gefangen gehalten hat, beginnt er mit einer tückischen Operation: Er näht die drei zusammen - und zwar so, dass dabei ein menschlicher Wurm entsteht...

Der Film übertrifft an Grausamkeit alles bisher dagewesene. Zwar spritzt das Blut keineswegs in Massen, aber allein die Grundidee, die dem Film unterliegt, ist so krank, abartig und zutiefst menschenverachtend, dass sich dem Zuschauer beim Ansehen die Fußnägel hochbiegen.

Und grade deswegen entwickelt der Streifen einen gewissen Unterhaltungswert. In gewisser Weise ist er schon spannend, auch wenn die schauspielerischen Leistungen allenfalls dürftig sind. Grade bei Heiters Opfern bestehen die Dialogzeilen häufig nur aus Herumgeheule und Schmerzensbrüllen.

Trotz handwerklicher Perfektion und guter Kameraarbeit möchte ich dem Film nur drei Sterne geben. Ich denke, dass man sich ab und an wirklich die Frage stellen sollte, wie weit man bei der Produktion von Horrorfilmen gehen sollte - sollte man wirklich jedes Tabu brechen?
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krank, pervers, absurd - schlichtweg genial!!!, 11. September 2014
Ich bin absoluter Horror- und Splatterfilmfan.
Der Titel klang erst einmal total bescheuert, aber was dann folgte hat mich absolut fasziniert. Keiner der bisher gesehenen Filme hat der Art Eindruck bei mir hinterlassen als dieser Film.
Der Film ist aber eher absurd komisch als wirklich horrormäßig.
Die Idee dieses Films ist absolut krank und pervers, aber gleichwohl einfach nur genial!
Bei mir in der Clique ist bis heute "You are the middlepiece" der running Gag schlechthin.
Ich würden den Film gerne mein Eigen nennen, aber leider ist dieser verdammt teuer :(
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht schlecht, 25. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Human Centipede [DVD] (DVD)
Interessant einerseits wie man auf die Idee kommt einen menschlichen Tausendfüssler zu machen!
Aus dem Film könnte man viel mehr rausholen.
Ziemlich flach gemacht.
Handlung ist nicht so schlecht.
Zum anschauen ok.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dieter Laser rockt!!, 23. September 2012
Rezension bezieht sich auf: The Human Centipede [DVD] (DVD)
Dieser Film ist für echte Horrorfans, die nicht nur auf den glatt polierten Hollywood-Popkorn-Horror stehen, wirklich eine echte kleine und gemeine Perle. Die Elemente der guten alten Mad-Scientist-Thematik werden mit ein bisschen Exploitation gewürzt und mit der total durchgeknallten Tausendfüssleridee zu einer sehr ungewöhnlichen Groteske vermengt, die während der meisten Zeit wie ein Theaterstück wirkt. Das liegt vor allem an der hervorragenden schauspielerischen Leistung von Dieter Laser, der mit seiner starken Darstellung des Dr. Josef Heiter, meiner Meinung nach eine neue Kultfigur des Horrorgenres geschaffen hat. Die Idee des Erschaffens eines menschlichen Tausendfüsslers auf chirugischem Wege ist so schrecklich und abstossend, dass der alleinige Gedanke daran schon Abscheu hervorruft. Wenn dann im Film noch der Psychoterror und die einsame und traurige Atmosphäre der luxuriösen, aber trotzdem trostlosen Ärztevilla hinzu kommen ist der Horror für mich perfekt. Hier und da kann man auch ein wenig Die Verwandlung von Kafka erahnen. Leider hat der in den Extras zu bewundernde komplett kranke Freudentanz des Dr. Heiter seinen Weg in die Endversion nicht geschafft. Außerdem ist die deutsche DVD rund 5 Minuten gekürzt, dafür einen Stern Abzug für diese Version.
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was haben alle gegen diesen Film?, 20. Mai 2014
Ich kann die vielen negativen Bewertungen irgendwie nicht nachvollziehen.
Zuerst hatte ich etwas Bedenken aufgrund der schlechten Bewertungen überall, aber das Interesse war dann doch größer und ich habe mir den Film angesehen und auch auf DVD bestellt.

Entgegen vieler anderer Leute, die diesen Film verfluchten, muss ich gestehen, dass ich ihn wahnsinnig gut fand.
Die Idee ist etwas völlig neues und in dieser Form noch nicht da gewesen, alleine deshalb fand ich den Film schon interessant. Ekeln musste ich mich nicht, ich hab da eine sehr hohe Schmerzgrenze und eigentlich kein Problem damit gehabt, mir den Film anzusehen (uncut).
Der Film beschwört eine wahnsinnig düstere und beklemmende Atmosphäre und hat mich deshalb ziemlich gepackt.
Die absolute Glanzperle an diesem Film ist aber definitiv Dieter Laser, der hier Dr. Heiter spielt. Er spielt diese Rolle dermaßen überzeugend, dass man sie ihm in jeder einzelnen Sekunde des Filmes komplett abnimmt! Ich bin grundsätzlich niemand, der sich groß mit der schauspielerischen Leistung befasst, aber hier ist sogar mir aufgefallen, dass er seine Rolle einfach meisterhaft spielt. Alleine wegen ihm ist dieser Film sehenswert!

Fazit:
Wenn man sich auf die Story einlassen kann und das gut wegstecken kann, dann sollte man diesen Film auf alle Fälle einmal gesehen haben. Er bietet eine völlig neue Art des Horrors, kombiniert mit einer richtig bedrückenden Atmosphäre und einem absolut überzeugenden Hauptdarsteller.
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