Kundenrezensionen

74
4,0 von 5 Sternen
Dragon Age II (uncut)
Plattform: PlayStation3Version: StandardÄndern
Preis:24,99 €+5,00 €Versandkosten
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Dezember 2011
Auf in den Kampf
Auch wenn die Ereignisse aus "Dragon Age: Origins" am Rande gestreift werden und man als Spieler sogar zu Beginn die Vorgeschichte mittels Spielstand aus dem Vorgänger importieren kann, erzählt "Dragon Age II" eine eigenständige Geschichte. Den Hauptcharakter kann man am Anfang optisch den eigenen Wünschen anpassen und einer der drei Standardklassen Krieger, Schurke oder Magier zuordnen. Erste bedeutende Änderung zum Erstling: Zwerge oder Elfen stehen nicht mehr zur Auswahl, und auch die Origin-Stories fallen ersatzlos weg - der Held ist in jedem Fall ein Mensch (Mann oder Frau), und er kommt aus Lothering. Lothering? Genau, das ist das Dorf, das im ersten Teil eine wichtige Rolle spielte. Der Charakter flieht zu Beginn des Spiels mit seiner Familie aus der Heimat, um der dunklen Brut zu entkommen. Dieser Teil ist als Tutorial gestaltet, in dem man die Grundfunktionen - Dialoge führen, sich bewegen und vor allem kämpfen - lernt.

Steuerung mit Stolpersteinen
Dabei offenbaren sich schnell weitere Neuerungen: Die isometrische Perspektive von schräg oben wurde abgeschafft, stattdessen kann man das Geschehen nur noch aus der leicht ein- und auszoombaren Schulterperspektive steuern. Dass das der Übersicht im Kampftrubel merklich schadet, ist bereits in den ersten Gefechten deutlich zu spüren. Die Steuerung über das mit R2 einblendbare Ringmenü, das zugleich das Spielgeschehen als "aktive Pause" anhält, geht dagegen gut von der Hand - schnell sind Tränke, Zauber oder Fähigkeiten einsatzbereit. Noch flotter kämpft es sich über die Aktionstasten, die - bis auf die X-Taste, die den Standardangriff auslöst - frei belegbar sind. Abgespeckt wurde auch das Inventarsystem: Die Begleiter tragen eine festgelegte Rüstung, lediglich die Waffen und Accessoires wie Ringe und Amulette sind frei wählbar. Bei der Auswahl hilft dem ungeübten Rollenspieler eine dem Level des Charakters angepasste Sterneanzeige - fünf Sterne für einen sehr guten, null für einen völlig ungeeigneten Gegenstand. All diese Aspekte zeigen bereits die Richtung an, in die "Dragon Age II" geht: Es ist schneller, direkter, actionlastiger und insgesamt weniger komplex als der Vorgänger. Aber auch besser?

Aller Anfang ist schwer
Das große Problem des Spiels ist der Beginn: Auch wenn dramatische Ereignisse den Anfang prägen, so bleiben die Geschehnisse doch seltsam unnahbar und wenig packend. Ob dies an der gehetzt wirkenden Erzählung oder an den noch fremden Begleitern liegt, ist schwer zu definieren - klar ist jedoch, dass alles ungewohnt und unpassend schnell abgehandelt wird. Im Nu ist man dann also in der Stadt Kirkwall angelangt, in der sich der Großteil der Handlung abspielen wird. Und der nächste Bruch folgt auf dem Fuße: Bereits kurz nach der Entscheidung, welcher Gruppierung man sich anschließen möchte, wird das erste Jahr in der Stadt mit einem kurzen Einspielfilm einfach übersprungen - was der Identifikation mit den Charakteren und der neuen Heimat natürlich nicht besonders zuträglich ist. Gut inszeniert ist dagegen die Rahmenhandlung, in der ein später hinzukommender Charakter gedrängt wird, die Geschichte des gewählten Helden zu erzählen - Flunkereien und Angeberei inklusive. Was man in Kirkwall erlebt, ist also eine Geschichte in der Geschichte, in der geschickt Spannung durch das Spiel mit (noch) unverbundenen Andeutungen erzeugt wird. Ein magerer Trost in einem ansonsten bislang wenig überzeugenden Spielerlebnis.

Zeit, in die Gänge zu kommen
Mangelnde Übersicht, Beschränkungen beim Inventar, schwache Inszenierung in der Anfangsphase, vereinfachtes und auf Action getrimmtes Kampfsystem - der Nachfolger zum Rollenspielknüller "Dragon Age: Origins" verspielt in der entscheidenden Motivationsphase so einige Sympathiepunkte. Jetzt das Handtuch zu werfen und die Flop-Karte zu ziehen, wäre so verständlich wie absolut falsch. Nach der Eingewöhnungsphase in Kirkwall spielt Bioware nämlich endlich die lang herbeigesehnten Trümpfe und alten Qualitäten aus. In der zunächst übersichtlich anmutenden Spielwelt tun sich so einige Probleme auf, deren Erforschung und Lösung sich zunehmend spannend und süchtig machend gestalten: Konflikte mit den in der Stadt gastierenden Qunari und Spannungen zwischen der Kirche und den sich auflehnenden Magiern sind nur zwei der vielen Baustellen, die förmlich nach Entscheidungen, Streitereien, Intrigen und letztendlich natürlich blutigen Kämpfen schreien. Apropos blutig: Bioware hat die Gewaltschraube mit reichlich Gemetzel und herumfliegenden Körperteilen im Vergleich zum Vorgänger nochmals angezogen, was das Spiel einerseits düsterer und brutalter, andererseits aber zum Teil auch überzogen und unglaubwürdig wirken lässt.

Die schönsten Nebensachen der Welt
Doch um sich über derlei Feinheiten Gedanken zu machen, hat man zum Glück kaum Zeit: Neben den Hauptaufgaben warten interessante und vielschichtige Begleiter darauf, rekrutiert und mit Attributspunkten sowie Fähigkeiten versehen zu werden. Auch tiefe Freundschaften dürfen wieder geschlossen werden, was immer die Erfüllung spezieller Begleiter-Quests voraussetzt.
Zwischen der großen Liebe und gebrochenen Herzen liegen nur wenige Knopfdrücke in den Gesprächen, die es zu führen gilt. Auch hier hat Bioware den Anspruch heruntergesetzt: Schnell merkt man, welche Art von Antwort beim Gegenüber gut ankommt - und mit einem Herzsymbol versehene Gesprächsoptionen signalisieren auch dem letzten Gefühlsignoranten, wo es in Richtung Tuchfühlung geht. Herausfordernd ist das leider nicht mehr wirklich, aber auch so sind die gut geschriebenen Dialoge und gepfefferten Sprüche noch eine wahre Freude. Zahlreiche abwechslungsreiche Nebenquests erweitern das Spielerlebnis noch weiter, sodass der eher dürftige Start schnell vergessen ist. Vorbildlich: Langweilige Fleißaufgaben nach dem Motto "Sammle dies, töte jenes" sucht man mit der Lupe, die meisten Quests sind motivierend und clever mit der Geschichte verwoben.

Große weite Welt?
Wie von den Bioware-Rollenspielen gewohnt, ist die Spielwelt nicht frei begehbar. Stattdessen besucht man über eine Karte verschiedene Gebiete innerhalb und außerhalb der Stadt, von denen manche nur zeitweise für bestimmte Quests, andere dagegen dauerhaft zur Verfügung stehen. Die meisten Orte kann man sowohl am Tage als auch in der Nacht besuchen; dies wählt man ebenfalls in der Karte aus - einen fließenden Übergang zwischen hell und dunkel gibt es dagegen nicht. Insgesamt sind die Austragungsorte des Spiels sehr überschaubar, dafür sind sie grafisch ansprechend gestaltet. Besonders die Tiefen Wege, die man leider selten besuchen muss, beeindrucken mit ihren gewaltigen Bauten und brodelnden Lavaabgründen - aber auch die anderen Bereiche überzeugen durch hübsche Lichteffekte und meist gelungene Texturen. Großer Wermutstropfen: Viele Höhlen und Innenbereiche werden mehrmals im Spiel für unterschiedliche Zwecke verwurstet. Oft hat man das Gefühl, eine Stelle bereits gesehen zu haben; betrachtet man den Aufbau dann genauer, stellt man fest, dass das Höhlenlayout exakt das gleiche ist - nur mit vertauschten Ein- und Ausgängen oder versperrten Bereichen an unterschiedlichen Stellen. Solch dreistes Recycling stößt sauer auf, und entschuldbar ist es für die Rollenspielprofis von Bioware nicht. Erklärbar ist es womöglich mit dem Zeitdruck, unter dem Bioware das Sequel in nur eineinhalb Jahren fertiggestellt hat.

Spielzeit auf dem Prüfstand
Gleich vorneweg: Die epische Spielzeit von "Dragon Age: Origins" erreicht der Nachfolger nicht. Das nun als Standard zu verlangen, wäre aber vermessen, zumal viele andere Vollpreisspiele nicht einmal fünfzehn Stunden Spielspaß bieten. Das in drei Kapitel aufgeteilte "Dragon Age II" wird den Durchschnittsspieler mindestens dreißig Stunden beschäftigen, mit allen Neben- und Begleiterquests kann man gut und gerne mit über vierzig Stunden rechnen. Wer nicht gerade rund um die Uhr spielt, dürfte also wochenlang mit dem Spiel beschäftigt sein - bei einem Durchgang wohlgemerkt. Wer die unterschiedlichen Charakterklassen durchprobieren und/oder mit den im Spiel zu treffenden Entscheidungen experimentieren will, kann ruhig die doppelte Zeit nehmen. Anschließend kann man noch auf die Jagd nach den PS3-Trophäen gehen, die man noch nicht gesammelt hat oder sich mit DLCs zum Spiel die Zeit vertreiben. Insofern bringt dieser zweite Teil viele Stunden abwechslungsreiche Unterhaltung auf den Bildschirm - ein großer Pluspunkt!

Ein schweres Erbe
Als Fortsetzung des grandiosen Vorgängers hat es "Dragon Age II" wahrlich nicht leicht. Egal, wo man hinblickt, in fast allen Bereichen ist das Sequel dem Erstling deutlich unterlegen. Dennoch, und das spricht wieder einmal für die Qualität der Bioware-Spiele, ist der zweite Teil ein sehr gutes Rollenspiel. Länger, spannender, emotionaler und vielfältiger - dem großen Rest der verfügbaren RPGs ist "Dragon Age II" trotz Abstrichen mehr als nur eine Nasenlänge voraus. Die Story ist, abgesehen vom verkorksten Start, schlichtweg ein Meisterstück mit viel Gefühl und geradezu brillanter Erzählweise. Weiter absacken sollte die Reihe mit einem etwaigen dritten Aufguss jedoch nicht: Wie der gehetzte Anfang und die vielen kleinen Ärgernisse zeigen, hat die schnelle Produktion des zweiten Teils der Qualität nicht gut getan. In diesem Sinne: Lasst euch Zeit, Bioware. Für ein besseres Spielerlebnis warten wir gerne etwas länger.
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am 3. Februar 2015
Dragon Age 2 ist ein ganz gutes RPG. Das Spiel nimmt einen die komplexen Kämpfe und Entscheidungen ab. Die Questgeber und Ziele sind auf der Karte markiert und sehr leicht zu finden. Man kann entscheiden, welche der Gefährten man mit nimmt und welche Aufgaben man ausführt. Alles ganz super. Aber...
Die Grafik sieht kantig und altbacken aus. Es wirkt manchmal, als wäre das Spiel zu schnell zusammen geschraubt worden. Ganz im Gegensatz dazu sehen die Videosequenzen ordentlich und gut aus. Die Höhlen und Häuser sehen oft zum verwechseln ähnlich aus. Kaum Überraschungen. Hier sieht man, das die Entwickler die gleichen Orte für mehrere Aufgaben ausgewählt haben. Die Dialoge sind oft dümmlich und naiv. Was Dragon Age ausmacht, ist doch Entscheidungen zu treffen, das Spiel und die Gefährten zu beeinflussen. Aber wenn mir jemand nach einem Quest die Feindschaft erhöht um plus 5 und ich danach mit ihm reden muss, ich noch einmal eine Feindschaft + 5 bekomme und nach einem weiteren Gespräch eine Freundschaft + 10 frage ich mich echt, wie dumm das ist.
Durch diese unlogischen Inhakte, die dummen Dialoge, die immer wieder gleichen Höhlen und Häuser wird das Spiel zu einem mittelmässigen Haudrauf-Game, das man durchspielen will, weil man es nun mal gekauft hat. Und oft will man es am liebsten in den Mülleimer werfen. Blutspritzer machen kein gutes RPG aus. Dragon Age 1 ist ein super Game, die 2 leider nicht.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. April 2011
In erster Linie möchte ich sagen: Das Spiel insgesamt ist gelungen auch wenn ich einige Dinge anmerken muss.
Der Spielfluss ist recht gut gelungen, wird nie langweilig auch wenn die Ladezeiten manchmal einem auf die Nerven gehen können. Besonders gefallen hat mir die Überarbeitete Karte. Es ist sofort sichtbar wo welche Quests zu erledigen sind und auch die Unterteilung zwischen Tag & Nacht finde ich sehr gut und sinnig. Die Kämpfe finde ich eigentlich recht gelungen, erhöht in meinen Augen ungemein den Spielspass weil auch was für das Auge geboten wird, und auch wenn man am Anfang wirklich nur stupide draufballern muss, stellt sich schnell heraus das man im Spielverlauf manchmal auch sehr taktisch vorgehen muss.
Was ich vermisse sind ein wenig die Dialoge. Ich habe das Gefühl das sie weniger geworden sind. Liegt vielleicht daran das ich in DA ständig meine Gefährten anquasseln konnte...
Was ich auch ein wenig doof finde ist das die angedeuteten Sex Szenen im angezogenen Zustand dargestellt werden... da das Spiel sowieso erst ab 18 ist ist es in meinen Augen vollkommen Überflüssig.
In Punkto Grafik: Das Konzept der etwas schlichteren Grafik gefällt mir eigentlich sehr gut, jedoch finde ich die Tatsache das die Höhlen alle gleich aussehen wirklich daneben. Nicht nur das die Texturen gleichen, sondern auch das die Höhlenmap die gleiche ist, nur mit dem Unterschied das je nach Quest/Gebiet manche Türen nicht aufgehen und manche schon... das ist schon ein wenig erbärmlich...
Schade finde ich auch die wenigen Gegenstandsets die man findet, und auch das Runensystem bedürfte in meinen Augen einer Nachbearbeitung. Die Tatsache das man nicht mehr Kräuter sammeln muss heiße ich einerseits willkommen, andererseits sollte dann die Herstellung günstiger ausfallen...
Auch schade ist das man nicht mehr so viele Geschenke findet/kaufen kann... gut allerdings das unnützliche Dinge direkt im Plünder landen.
Die Geschichte ist recht interessant gemacht, auch wenn mir die Zeitsprünge ohne Stufenaufstieg schon ein wenig unsinnig erscheinen...

Mein Fazit:
Durchaus ein Spiel was ich mehrmals durchspielen werde, auch wenn der bittere Nachgeschmack der schlechten Dungeons mich dann immer wieder verfolgen wird.

Gruß
TheFlea.de
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61 von 86 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. März 2011
"Spoilerfrei"

- IMMER GLEICHE HÖHLE

Für unterschiedliche Quests wird die selbe Höhle immer wieder genommen. Damit das dann nicht ganz so auffällig ist, betritt man sie einfach immer von einer anderen Startposition und es gibt in jeder Höhle mehrere "Türen" von denen einfach immer wieder welche verschlossen sind.
Was mich bei dieser sparensamen Variante am meisten gestört hat ist, dass die Entwickler sich nicht einmal die Mühe gemacht haben, diese Türen irgendwie in die Umgebung einzubetten. Statt dessen hat man sich für die Variante Marke "Kahle Betonwand" entschieden.
Nicht mal die Umgebungskarte auf welcher man sich orientiert wurde angeglichen und das ist schon fast frech, diese eine Grafik hätte man sicher in 2 Minuten sogar mit Paint erstellen können. Es ist ne Umgebungskarte, damit man sich nicht verläuft(!)... echt ärgerlich, dass sie dazu kaum von Nutzen war.

- SCHLAUCH WELT/ SCHLAUCH GEFÜHL

Richtig doll hat mich gestört, dass ich eigentlich immer in einem Schlauch spiele. Ich wüßte jetzt nicht genau, wie ich das anders ausdrücken soll und es ist nicht annähernd so gut kaschiert wie in Teil 1. Ich beziehe mich dabei keineswegs nur auf die Spielewelt.
Es ist eine tolle Idee den Begleitern eigene Häuser zu stellen und nur darin Gespräche zu erlauben, allerdings finde ich es sehr befremdlich dass in einem Rollenspiel Gespräche im Questlog erscheinen. Die Gespräche fühlen sich übrigens genauso an wie eine Quest. Es ist Zeit zu reden - 3 Gesprächsoptionen - Thema durch.
Ich habe mich irgendwie total alleine gefühlt im Vergleich zum 1. Spiel - keiner redet da mit mir :( ich hab meine Quests und das sind zwar viele gewesen, aber "frei" gefühlt habe ich mich nicht. Ich hatte eine Welt und viele viele Aufgaben die nichts miteinander zu tun hatten - und keiner meiner Begleiter mag mich.

-/+ Design

Sterile Welt, detailarm, trist. Schade, kein Vergleich zum 1. Teil (mehr ist halt nicht gleichzeitig besser).
Mir persönlich gefällt dieses eckige, knallige Design der Symbole nicht, ich fühle mich dabei unangenehm an chemische Warnsymbole erinnert - gebe zu, dass ist Ansichtssache (aber es ist ein Fantasyspiel und nich Science Fiction ^^)

-/+ KAMPFSYSTEM

Das Kampfsystem interessiert mich kaum, wahrscheinlich ist es für "wirkliche" Spieler gut - keine Ahnung ich spiele auf einfach.
Es ist so schade, dass darauf soviel Zeit verwendet wurde, denn es ist ja immernoch ein RPG, oder nicht? Natürlich sind die Kämpfe wichtig, aber ich habe das Gefühl, dass die Verbesserungen eigentlich nur das kämpfen betreffen und für nicht anderes mehr Kapazitäten frei waren.
Zum Skillen: Es gibt einen Begleiter, sowas wie einen Bogenschütze, aber leider spiele ICH bereits einen Bogenschützen. Ich kann dem nicht nur die Waffe nicht wegnehmen und jeder andere Skilltree für diesen Begleiter ist überflüssig, sondern MUSS ihn auf eine laaaaange Reise mitnehmen ob er zu meiner Gruppenzusammenstellung nun passt oder nicht.

+ DIALOG-SYSTEM

Ist toll, macht Laune. Echt super gelöst! Großes Kino. Ich erkläre das jetzt nicht komplett, aber es ist super auch wenn andere beim Spielen zuschauen, wie ein Filmchen.

+ CHAR-ERSTELLUNG

Macht Laune :) Etwas doof, dass man erstmal 5 Minunten spielen muss um dahin zu kommen, aber die Char-Erstellung dauert bei mir halt immer sehr sehr sehr sehr lange. Dann muss ich nachkontrollieren und entscheide mich wieder komplett um :) Aber neue Frisuren und angenehme Haarfarben, ist noch besser als in Teil 1.

FAZIT

Ich mag Rollenspiele und so kann man das Spiel kaum nennen, vielleicht könnte man Action-Adventure dazu sagen das sich als RPG tarnt. Ich bewerte nicht das ganze Spiel weil ich irgendwann so frustriert war, dass ich nicht bis zum Ende spielen wollte.
Die schlechte Bewertung gebe ich als Rollenspielliebhaber ab, die nach Dragon Age 1 einfach total enttäuscht ist.
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14 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. März 2011
Gebäude/Dungeons: Immer das Gleiche
Leider scheint es so dass die Entwickler entweder total überlastet waren oder einfach lustlos bei der Entwicklung der Umgebung. Gebäude und Höhlen sind stets ein gefühlter Abklatsch dessen was man gerade in der vorherigen Mission gesehen hat. Halt andere Startpunkte, das war es aber auch. Möglicherweise ist es aber auch ein Beitrag zum Umweltschutz? Ich habe das Spiel mit dem offiziellen Lösungsbuch geschenkt bekommen. Dies sagt schon alles aus, ein und die selbe Höhle, als Knochengrubenmine (Akt 1), Schmugglerstieg (Akt 2), Kerker der Galgenburg (Akt 3), Varretal-Jagdgebiet (Akt 2), Knochengrubenmine (Akt 2), Der Abfluss (Akt 3), Dragostein-Minen (Akt 3), Berghöhle (Akt 3). Es ist zwar nachvollziehbar das bestimmte Handlungsorte gleich bleiben wenn sie mehrfach besucht werden, warum man sich dann aber nicht mal entblödet das Navigationssystem so anzupassen das es nur zugängliche Bereiche zeigt sondern immer alle Gänge die dann teilweise durch eine 'Betonwand' verstellt sind erschließt sich nicht wirklich.

Interaktion mit den Gefährten: Lachnummer

Was mir im ersten Teil schon gut gefallen hat ist das Interagieren mit den Charakteren die man dann auch in die Gruppe aufnehmen kann. Je nach Antworten in diversen Gesprächsverläufen steigert sich halt Freundschaft oder Anlehnung. Die Idee ist ansprechend, aber so was kann man aber deutlich anspruchsvoller gestalten. Erstens halte ich es für fragwürdig warum den unterschiedlichen Antworten in den Gesprächen im Prinzip immer die gleiche Antwort folgt, die unterschiedliche Folgen der meist friedlichen, neutralen oder aggressiven Möglichkeiten spiegeln sich entweder in hohem oder geringen Anstieg von Freund-/Feindschaft wieder. Das war es dann aber auch schon.
Selbst die Möglichkeit mit der einen oder andere Gefährtin oder eben Gefährten eine Art Liebesbeziehung einzugehen ist schon ernüchternd. Es ist zwar Möglich, ich beschränke mich auf das was ich bereits durchgespielt habe, dies mit Isabella (Freibeuterin/Schurkin), nimmt sich was sie will) oder Merrill (Elfin/Magiern, etwas verloren in der Stadt) das zu erreichen was Bioware unter einer 'Beziehung' versteht, aber das war es dann auch schon. Soll heißen, Isabella, entsprechende Auswahl bei den vorangegangenen Gesprächen vorausgesetzt, fällt im zweiten Akt über Hawke her, freut sich über die Geschenke, tröstet den Helden in schwerer Stunde und küsst ihn vor dem Endkampf. Ich hoffe dass das nicht den beziehungstechnischen Stand der Bioware-Entwickler wieder spiegelt, sonst sehe ich schwarz für deren Beziehungen. Ich denke wenn man sich dieser Elemente bedient dann sollte man sie etwas besser ausschmücken. Merrill zieht ja sogar mit in das Haus von Hawke ein, wer nun aber glaubt das sie den zerschundenen Helden zukünftig freudestrahlend begrüßt wenn er nach schweren, blutigen Tag-/Nachtwerk nach Hause kommt sieht sich schwer im Irrtum. Mein Tipp an die Entwickler, macht es richtig oder lasst es einfach. So kann man nur den Gedanken gewinnen das dieser Aspekt des Spiels von pickeligen, lüsternen, pubertierenden Milchbubies ausgearbeitet wurde.

Kampfsystem: naja

Da tue ich mich etwas schwer. Es ist halt nicht ganz einfach so etwas so zu etablieren wie ich es gerne hätte. Eine schwer unrealistische Darstellung ist beileibe kein Bioware-Problem. Also mein Krieger, gespielt als der freundliche Damagedealer von nebenan, hüpft mit seinem Zweihänder lustig mordend durch die Gegend wie eine Ballerina. Naja.
Das Skillsystem ist einigermaßen unübersichtlicht. Weniger ist oft mehr. Als Krieger habe ich die Möglichkeit sage und schreibe 9, in Worten neun, verschiedene Skilltrees zu erforschen. Das könnte sicher eingedampft werden.
Ansonsten ist das Kampfsystem aber ok, habe schon einige viel schlechtere gesehen.

Das alles erschlagende Fazit:

Hack and Slay mit sehr geradlinigen Verlauf. Atmosphäre eher trostlos, Möglichkeiten dem Spiel durch eigene Entscheidungen einen eigenen Stempel aufzudrücken mangelhaft.
Schade, aus der tollen Story hätte man mehr machen können, die Lust dazu hat wohl gefehlt.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. August 2012
Ich schließe mich vorweg gleich einigen Vorredner an, die sich dieses Spiel aufgrund von DA Origins gekauft haben und nun herbe enttäuscht sind.

Mag sein, das dieses Spiel mehr Spaß macht, wenn man den Origins nicht gespielt hat.
Die Grafik ist wirklich lieblos und die ganzen Figuren sehen einfach "ungesund" aus.
Man läuft und läuft durch einfach gleich aussehende Gegenden und es passiert nichts. Dabei ist es wirklich egal, wohin man kommt. Ich habe so ca. 2-3 Stunden gespielt und mich dann wieder gefragt, wie viele km ich wohl schon gerannt bin.

Das Kampfsystem ist lieblos gstaltet und selbst als überzeugter Magieanwender habe ich mich stets gefragt was hier der Unterschied zum Krieger ist. Einfach immer schön x dürcken und hoffen, das mal ein Zauber wieder einsatzfähig ist.

Sicher gibt es schlechtere Rollenspiele als DA 2, aber für mich was es rausgeworfenes Geld. Daher hab ich nach den ca. 3 Stunden auch wieder entschieden, es zu verkaufen.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. April 2011
Dragon Age 2 ist kein wirklich würdiger Nachfolger von Dragon Age.
Das was mir im ersten Teil gefiel ist im 2ten Teil nicht mehr vorhanden oder stark geändert.
Es wurde eigentlich vom Spielprinzip alles umgekrämpelt.
Das aktive Kampfverhalten ist zwar Actionreicher und netter an zu sehen aber trotzdem eintönig.
Auch wirkt das Spiel nicht so "schön" wie noch der erste Teil.
Schade ist es auch das man in seiner Auswahl des Champion sehr eingeschränkt ist und man ihn/sie nicht so aufleveln kann wie im 1ten Teil.
Desweiteren sind die Menüs zum aufleveln oder des Inventares recht unschön anzusehen und auch irgendwie macht es auch keinen Spaß.
Man schleppt recht früh ohne Ende Dinge mit mit denen man nichts anfangen kann und muss ewige Stunden verbringen bis man seine Helden soweit hat das man ihnen andere Waffen, Rüstungen usw geben kann.
Hier gefiel mir der erste Teil viel besser.
Dafür sind die Laufwege in Dragon Age 2 wesentlich kürzer als in Teil 1 und man sieht auf der Weltkarte sofort wo die Quests zu erledigen sind,das erleichtert die ganze Sache erheblich.
Die Story selber ist ganz ok, wobei ich die des ersten Teils interessanter fande,aber das bleibt ja Geschmackssache.
Irgendwie finde ich dennoch Dragon Age 2 langweiliger als Dragon Age (wobei ich da die Ultimate Edition besitze und mehrfach durchgespielt habe).
Für mich wurde auch zuviel am Spiel geändert und man musssich erst wieder neu reinfinden um alles nutzen zu können und zu verstehen (dem einen fällt es leichter,dem anderen nicht).
An der Stelle hat zb Dead Space2 alles richtig gemacht.Man kann sofort von Teil 1 auf 2 übergehen ohne sich neu orientieren zu müssen.
Was für mich an Dragon Age 2 positiv auffällt ist das der Held endlich sprechen kann und man Symbole für die jeweiligen Arten von Antworten hat (Ironisch,aggresiv usw)
Die Questanzeige auf der Karte und die kürzeren Laufwege.
Das wars dann auch schon für mich.
Somit kann mich Dragon Age 2 nicht wirklich überzeugen da ich am ersten Teil viel mehr gefallen gefunden habe.
Ich würde empfehlen den 2ten Teil mal zu leihen und dann zu schauen ob er für einen Kauf in Frage kommt, bevor man teures Geld für ein Spiel ausgibt das einem doch nicht so gefällt.
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. März 2011
Wenn ich bedenke, wie hier manche das Storytelling kritiseren, schmerzen mir die Augen. Das Spiel ist, kann man so sagen, in 3 Akten unterteilt. Während jeder Beginn eines Akt tatsächlich träge beginnt und man sich stellenweise sogar quält weiterzuspielen (ich musste mich quälen) wird die Story allerdings bishin zum Ende des Akts immer interessanter, spannender und fesselnder. Am Ende hat es sich tatsächlich gelohnt, vorher alle Sidequests zu erledigen und sogar die Katze vom Nachbar vom Baum zu retten.

Technisch hat sich Dragon Age 2 gegenüber Origins auf jeden Fall gebessert. Grafisch ist ein wenig mehr geboten, die Animationen der Charaktere wirken nicht mehr so als wären sie Puppen und, man sollte es wirklich auf englisch spielen, die Synchro ist meiner Meinung nach auch sehr gelungen. Das Gameplay wurde meiner Meinung nach ebenfalls verbessert, aber man sollte es MINDESTENS auf Normal spielen, um daran Spaß zu haben. Ich habe es beim 1. mal auf Normal gespielt, werde es wohl nun sicher auf Schwer versuchen.

Und ich kann nur nochmal betonen wie unverständlich wirklich die Kritik an der Story ist. Stellenweise hat man in den spannenden Situationen das Gefühl, eine falsche Entscheidung könnte Tausenden das Leben kosten und einen Krieg auslösen. Gerade ich, als Spieler, der in solchen Karma games immer versucht moralisch der Gute zu sein, habe mich hier wirklich sehr schwer getan. Es scheint alles grau, hilfst du den einen, schadest du dem anderen. Es gibt keine Lösung die alle zufrieden stimmt. Und am Ende habe ich sogar Entscheidungen getroffen, damals im Glauben etwas gutes zu bewirken, die im Nachhinein aber fatale Folgen hatten. Ich kann es wirklich jedem nur ans Herz legen der das Spiel nach einer oder zwei Stunden, enttäuscht, vielleicht zu Recht enttäuscht, wieder weglegt. Man muss sich damit befassen. Wenn man mal den 1. Akt hinter sich hat, der 2. wird genialer, und der 3. ein epochales Meisterwerk.

Dragon Age 2 musste hohe Standards halten, gegenüber Origins, hat seinen Vorgänger aber meiner Meinung nach sogar um ein Quäntchen übertroffen. Mich hat dieses Spiel mehr mitgenommen, mehr herausgefordert, als der Vorgänger. Es ist kein unglaublicher Entwicklungssprung zu sehen, wie es damals bei Mass Effect zu Mass Effect 2 war, vom selben Hersteller BioWare. Aber - zu keiner Zeit hatte ich in Origins irgendwelche Bedenken oder Zweifel bei meinen Entscheidungen, es war einfach schwarz und weiß. In Dragon Age 2 hingegen könnte ein falsches Wort fatale Folgen haben. Das macht es für mich zu einem genialen, mitreißenden Spiel.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. September 2012
Wenn BioWare ein neues Spiel veröffentlicht, horchen alle Rollenspielfans auf. Nach Mass Effect 2 erwartet euch der Nachfolger des vielseits gelobten Dragon Age: Origins. “Dragon Age II” verspricht viel Action, jede Menge Neuerungen und vor allem ein konsolenoptimiertes Gameplay. Letzteres kam bei den PC-Spielern natürlich nicht so gut an, denn es ist ja bekannt, dass die Taktik und Komplexität in der Regel darunter leidet. Oder? Während Dragon Age: Origins zudem viel Entwicklungszeit benötigte, wurde “Dragon Age II” nach gerademal achtzehn Monaten veröffentlicht. Ist das noch Dragon Age? Wir sind dem Ganzen auf den Grund gegangen und präsentieren euch nach einer intensiven Testphase die Review. Viel Spaß.

Typisch epische Story

In dem Vorgänger konnte man aus drei Rassen wählen: Menschen, Zwergen, Dalish-Elfen. Dazu konnte man ihnen eine individuelle Hintergrundgeschichte verpassen und diese vor Beginn der eigentlichen Story durchspielen. Obwohl es wenig Einfluss auf die nachfolgende Hauptstory hatte, war es ein gutes Tutorium und ein Highlight des Titels. Einst sollte die Dragon Age-Reihe diese Rassen fort führen, so dass man seine vorherigen Spielstände übernehmen konnte. Aber leider ist nur die letztere Option bei behalten worden. Habt ihr den Vorgänger gespielt, so könnt ihr diesen Spielstand importieren und dieser bildet eure eigene Vorgeschichte. Charaktere, die euch im Vorgänger begegnet sind und dort eine relativ wichtige Rolle hatten, werdet ihr dann im Laufe des Spiels wieder treffen. Ansonsten hat der vorherige Spielstand keinen Einfluss auf die eigentliche Hauptgeschichte. In “Dragon Age II” seid ihr schlicht Mensch und habt nur die Wahl zwischen dem Geschlecht und den drei Klassen: Krieger, Magier und Schurke. Vorname sowie das Aussehen können ebenfalls frei gewählt werden. Die Rolle sowie Story wird aber vorgegeben.

Die Story beginnt mit der Flucht eures Helden namens Hawke und seiner Familie vor der dunklen Brut. Erzählt wird diese von einem Zwerg namens Varric, der von Catherine, einer Schwester der Kirche verhört wird. Es dauert zwar eine Zeit, bis wir dahinter kommen, warum uns dieses Szenario vorgesetzt wird, die Herangehensweise an die Story wird aber dadurch erst interessant. Varric beginnt zu erzählen und schon sehen wir uns auf der Flucht aus Ferelden. Wir werden von der dunklen Brut verfolgt und schlagen uns durch zahllose Gegner den Weg frei.

Doch da wird die Geschichte unterbrochen. Die aufgebrachte Catherine möchte die „wahre“ Geschichte von Varric hören und nicht die Legende. Also beginnt die Flucht ein zweites Mal, diesmal in etwas abgewandelter Form. Dieses switchen in der Storyline ist eine nette Idee, die leider im weiteren Spielverlauf nicht noch einmal vorkommt. Während man noch in der ersten Erzählversion eine Rüstung und actiongeladene glorreiche Kämpfe bestreiten konnte, trägt man jetzt Bauernkleidung und muss sich mit weniger spektakulären Kämpfen zufrieden geben. Die Flucht ist mühsamer und mit der letzten Kraft erreichen wir die Stadt Kirkwall. Dies ist leider auch die einzige Stadt in “Dragon Age II”. Hier warten noch einige Verwandte auf euch und die eigentliche Story beginnt, in der es sich um den zehn jährigen Aufstieg von Hawke zum Champion von Kirkwall dreht.

Die anfängliche Flucht dient aber gleichzeitig auch als Tutorial und macht den Gamer schon mal mit der Steuerung des Spiels vertraut. In Kirkwall findet ihr Unterschlupf bei eurem Onkel, der euch offenbart, dass er das Anwesen eurer Familie verkauft hat, um seine Schulden zu begleichen. Jetzt liegt es an euch Geld zu beschaffen und das Ansehen eurer adligen Familie wieder herzustellen. Was anfangs etwas öde klingt, entpuppt sich als eine wahre epische Story, in der BioWare alle möglichen Register zieht. Dafür sollte man aber etwas Geduld mitbringen, denn erst spät werden die Zusammenhänge der Charaktere klar. Da beläuft sich die Spielzeit incl. Nebenmissionen schon mal auf gut 30 Stunden. Uns erwartet eine fesselnde Story und eine angemessene Spieldauer, das gefällt und macht Lust auf mehr.

Viele Emotionen

Mit viel Liebe zum Detail wurden auch die Charaktere kreiert. Jeder eurer Gefolgsleute ist individuell und hat so seine Eigenarten. Diese sind manchmal sympathisch und hin und wieder einfach nur seltsam. Während die einen z.B. darauf bedacht sind nach den gegeben Gesetzen zu agieren, wollen andere auch mal über die Stränge schlagen und sich mehr amüsieren. Da ist Ärger vorprogrammiert, denn ihr merkt schnell, dass ihr nicht alle Gefährten zufrieden stellen könnt. Das besondere des Hauptcharakters ist, dass er jetzt auch endlich eine Stimme hat und richtige Gespräche führen kann. Im Vorgänger war das noch anders. Die Beziehung zu euren Gefährten ist dabei sehr wichtig und kann durch die zahlreichen Dialoge auf sehr verschiedene Weise beeinflusst werden. Aber im Grunde geht es darum einen Ausgleich in der Gruppe zu schaffen, denn je nachdem ob ihr euch mit euren Gefährten gut stellt oder zankt, erhaltet ihr Boni, die der Gruppe im Kampf sehr nützlich sein können. Auch Streitigkeiten können nette Boni bringen und erfolgen dann zum Wohle des Teams.

Die Dialoge geben der Story noch mehr Tiefe. Dabei weisen verschiedene Symbole in der Mitte eines Auswahlkreises auf die emotionale Ebene der Antwort hin. Auch der jeweilige Antwortsatz steht dabei, der beschreibt allerdings nur die Tendenz und nicht die endgültige Antwort. Als kleines Schmankerl hat Elektronic Arts auch die englischen Originalsynchros samt Untertitel beigefügt, die natürlich viel emotionsreicher sind, als die deutschen. Zwar sind u.a. die Synchronsprecher von Catherine Zeta-Jones und Liam Neeson engagiert worden, diese erfüllen aber bei weitem nicht das Niveau ihrer englisch sprachigen Kollegen. Man muss sich jedoch vor der Installation für eine Sprache entscheiden, denn im Spiel lässt sie sich nicht mehr umstellen. BioWarefans dürfte auch auffallen, dass das Gesprächsmenü aus Mass Effect 2 übernommen wurde. Es können viele Emotionen ausgetauscht werden und sogar zu erotischen Handlungen führen. Hier geht es heiß her. Nicht so heiß ist allerdings, dass trotz der verbesserten Details im Vergleich zum Vorgänger und den ganzen übermittelten Emotionen, die Mimik der Dialogpartner etwas steif wirkt.

Action vs. Taktik

Das Kampfsystem bietet, wie versprochen, mehr Action. Hier finden sich auch die größten Änderungen. Während im Dragon Age: Origins das Kämpfen mehr von taktischen Elementen geprägt war und es auf die richtige Kombination der Skills eurer Partymitglieder ankam, setzt BioWare im neuen Teil mehr auf Schnelligkeit und Action im Kampf. Das heißt viel mehr Gegner, teilweise sind es so viele, dass man nur durch die Pausenoption mal zur Ruhe kommt.

Hier braucht man wirklich Ausdauer, weil die Kämpfe nicht aufgrund der Stärke der Gegner schwierig werden können, sondern wegen der Länge. Teilweise gibt es auch Orte, an denen ihr von allen Seiten attackiert werdet. Standard-Attacken und Zauber können mit dem Befehl sofort ausgeführt werden. Die Kämpfe verlaufen recht flüssig und nette Animationen bringen Abwechslung in die sonst sehr blutige Schlacht, denn selbst bei kleinen Gefechten fließt hier viel Blut. Teilweise etwas übertrieben, aber wenig störend. Wenn es doch mal zu viel sein sollte, gibt es auch eine Option, um die übermäßige Gewalt zu reduzieren. Auch der Schwierigkeitsgrad kann jederzeit angepasst werden.

Doch kommen wir mal zum taktischen Aspekt. Wie gesagt gibt es eine Pausenoption, die auch in vielen Kämpfen notwendig ist, um mal zwischen den Figuren zu switchen, spezielle Kommandos einzugeben oder einfach mal seinen Fingern eine Pause zu gönnen. Auch klassenübergreifende Kombos können dann aktiviert werden. Während man die meisten Kämpfe mit der guten alten „Voll-auf-die-Fresse-Taktik“ relativ gut bestreiten kann, wird es bei den Bossgegnern etwas schwieriger und man merkt wie wichtig diese Pausentaste ist.

PC-Spieler können jedoch etwas aufatmen, denn das befürchtete „Button-Mashing“ erfolgt dabei in der Regel eher bei den „einfacheren“ Kämpfen. Wenn man jedoch die Schwierigkeitsstufe etwas höher setzt, werden auch die Könner spätestens bei den Bosskämpfen etwas ins Straucheln kommen und sich eine gewisse – wenn auch simple – Taktik überlegen müssen. Dabei ist auch die Positionierung der Mitglieder ausschlaggebend. Die Nahkämpfer mit ihrer robusten Rüstung und natürlich starken Nahkampfwaffe sind die Brecher und bekommen somit auch möglichst den gesamten Schaden der Gegner ab. Magier und Schurken sollten dabei besser im Hintergrund bleiben und gehörig austeilen.

Inventar, Skilltrees und Co.

Keiner der zahlreichen Berufe aus Dragon Age: Origins taucht wieder auf, stattdessen kann man jetzt Rüstungs- und Waffenaufwertungen wie Runen und Gifte in seinem virtuellen Heim bestellen. Das Einsammeln von Materialien für diese Tränke, Gifte und Runen entfällt, denn jetzt muss man nur noch gewisse benötigte Ressourcen und die dazu gehörigen Rezepte entdecken, um diese herzustellen.

Im Inventar geht es simpel und vor allem übersichtlich weiter. Nur noch unsere Hauptfigur können wir komplett ausrüsten. Bei den weiteren Mitgliedern lassen sich nur nicht sichtbare Schmuckstücke austauschen, wie zum Beispiel Amulette und Ringe. Weiteres sichtbares Equipment kann man aber in den Nebenmissionen freischalten. Die geringe Auswahl an Ausrüstungsequipment hat auch Vorteile, weil man sich dann nicht mehr ärgert, wenn ein Gruppenmitglied aufgrund der Storyline stirbt und somit nicht viel verloren gehen kann. Ich persönlich mag aber eher die komplexere Version, daher ist es in meinen Augen eine eher negative Entwicklung.

Auch die Skilltrees, also die Talentbäume, wurden überarbeitet und präsentieren sich wie auch das Inventar in vereinfachter Form. Die sechs Skilltrees pro Charakter sind zwar erhalten geblieben, aber um einiges übersichtlicher. Es gibt aber auch einige Extras. Denn wenn euer Held Level 7 bzw. 14 erreicht, erhaltet ihr die Option ihn in einer von drei Spezialisierungen fortzubilden. Das kann euch einen großen Vorteil im Kampf verschaffen. Es gibt zwar einige Optionen die Charaktere eures Teams zu individualisieren, aber die Möglichkeit z.B. einen Nahkämpfer in einen Fernkämpfer zu verwandeln, gibt es leider nicht.

Neben der passenden musikalischen Untermalung der Handlungen, hat “Dragon Age II” auch grafisch einiges zu bieten. Der neue Titel präsentiert sich detaillierter und schärfer, allerdings fehlt insgesamt das gewisse Etwas. Spätestens in den Nebenmissionen erkennt man den teilweise fehlenden Einfallsreichtum, wenn es um die Gestaltung der Umgebung geht. Man hat das Gefühl, dass sich viele Elemente wiederholen. Das Gameplay wirkt zudem, besonders in den Nebenquests, sehr linear und abgeflacht. Da sich das Spiel ausschließlich auf Kirkwall und seine Umgebung beschränkt, gibt es auch kaum Abwechslung in den zu erkundenden Plätzen und Höhlen. An Animationen und Effekten wird hier nicht gegeizt. Actionfans dürfte bei diesem Anblick das Herz aufgehen.

Fazit

Trotz aller Befürchtungen ist “Dragon Age II” ein gutes Spiel. Hier erwartet euch viel Action, eine tolle Story und emotionsreiche Dialoge. Die Zielgruppe scheint dabei jedoch auf die Neulinge und Konsolenspieler beschränkt zu sein. Das Gameplay ist deutlich vereinfacht und hat wenig Tiefe, was bei der Charakterentwicklung, der Ausrüstung und den Kämpfen besonders auffällt. Spieler, denen der Vorgänger Dragon Age: Origins zu schwer war, dürfen ebenfalls beherzt zuschlagen. Wahre Rollenspielfans werden jedoch feststellen, dass dieses Spiel nicht ganz das Niveau bietet, das wir von BioWare gewohnt sind.
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8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. März 2011
Da ist es nun endlich: Dragon Age II, der Nachfolger des mittlerweile fast legendären Dragon Age:Origins. Origins hat die Messlatte für Teil 2 ziemlich hoch gesetzt, doch Bioware hat uns mit jeder Menge Promoaktionen wie der Signature Edition, Dragon Age:Legends, etc. zu verstehen gegeben dass sie Teil 2 noch epischer gestalten wollen. Doch das ist leider gründlich in die Hose gegangen. Vom einst epischen Storytelling, der spannenden Atmosphäre, den interessanten Charakteren und allem anderen was Origins ausgemacht hat ist in Teil 2 nichts mehr übrig.

Aber gehen wir es genauer durch:

Die folgende Rezension basiert auf einer Erfahrung von 18 Spielstunden.

-= Grafik 3/5 =-

Die Grafik sollte im Vergleich zu Teil 1 (welcher nebenbei erwähnt eine fürchterliche Grafik hatte) aufgebohrt werden. Das ist gelungen: Im Groben sind sowohl die Charaktere als auch die Umgebung ganz hübsch anzusehen. Doch sobald man genauer hinsieht merkt man die Fassade: Verwaschene und grobe Texturen, Kleidungsteile wie zum Beispiel Gürtelschnallen an NPC's sind nicht als 3D-Modell angelegt sondern als Textur auf die Charaktere "aufgemalt". Desweiteren kommt es immer wieder (zB bei Beschwörungen, Kampfbeginn, Flächenzaubern, Zwischenspeichern) zu Mikrorucklern welche DEUTLICH wahrnehmbar sind. Auch das Tearing in Zwischensequenzen ist allgegenwärtig. Im Fazit kann man sagen: Bioware hat die Grafik war aufgehübscht, allerdings nur oberflächlich. So als würde man eine schimmelige Wand einfach übermalen. Hier müsste eine neue Engine her, solche Grafikprobleme sind nicht mehr zeitgemäß.

-= Sound 4/5 =-

Die Musik ist nett, die Soundeffekte passen, die Stimmen der Charaktere passen nicht immer (Kleines Beispiel: Ein uralter Zwergen-NPC hat wohl einen 20jährigen als Synchronsprecher verpasst bekommen), außerdem wiederholen sich die Synchronsprecher. Durchschnitt.

-= Geschichte 1/5 =-

Hier der große Knackpunkt: Während in Teil 1 die Geschichte dafür gesorgt hat über sämtliche Problemchen wie üble Grafik oder lahmes Kampfsystem hinwegzusehen bietet Dragon Age 2 in diesem Bereich einfach NICHTS. Es kommt keine Spannung auf, keine Atmospähre, ich laufe eigentlich immer nur stundenlang in der einzigen(!) verfügbaren Stadt im Spiel herum und töte irgendwelche Leute die schon in Gruppen um die nächste Ecke warten. Abwechslung? Tiefgang? Spannung? Das werdet ihr hier nicht finden.

-= Kampfsystem 5/5 =-

Das Kampfsystem hat sich seit Teil 1 grundliegend verändert und das ist auch gut so. Hierbei kann man die einzig nennhafte Verbesserung im Vergleich zum Vorgänger nennen. Die Charaktere haben nun flüssige Animationen, reagieren sofort auf Befehle...es macht einfach Spaß sich in die Gegnerhorden zu stürzen und diese aufzumischen. Dazu kommt noch, dass sich jede der drei verschiedenen Charakterklassen komplett anders und dennoch absolut interessant spielt. Fazit fürs Kampfsystem: Top!

-= Die Charaktere 2/5 =-

Auch hier hinkt das Spiel im Vergleich zu Teil 1 traurig hinterher. Während man in Teil 1 noch die Charakterzüge eines jeden Gefährten herauslesen konnte, jeder Mitstreiter eine eigene spannende Geschichte/Vergangenheit bereithielt und somit die Charaktere zu interessante Persönlichkeiten machte mit denen man mitfühlen, lachen und auch trauern konnte sind die Gefährten in Teil 2 einfach nur oberflächlich. "Ich komme mal mit weil ihr gerade hier seid und ich mir das interessant vorstelle", "Ich komme mal mit weil ihr mich gerettet habt", etc. sind die vor Tiefgang strotzenden Argumente der Charaktere warum sie mit euch kommen. Ebeneso kann man mit den Mitstreitern kaum ein Wort wechseln, man kann sie nicht spezialisieren und ihnen keine eigene Rüstung anlegen (letztere zwei sind auf Hawke alleine beschränkt). Es ist einfach nicht möglich eine Bindung zu diesen Charakteren aufzubauen wie es noch bei Teil 1 war. Schlecht für ein Rollenspiel und undenkbar für ein "Dragon Age".

-= Fazit 3/5 =-

Ja, Dragon Age II macht Spaß. Das Kampfsystem ist toll geworden, die Grafik besser als in Teil 1. Doch dafür geht alles drauf was Teil 1 zu dem legendären Spiel gemacht hat was es heute immer noch ist: Der Tiefgang, die Spannung, die Atmosphäre.
Ich persönlich wurde von diesem Spiel herbe enttäuscht nachdem ich mich lange Zeit darauf gefreut hatte.
Keine Kaufempfehlung von mir.
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