Kundenrezensionen


292 Rezensionen
5 Sterne:
 (235)
4 Sterne:
 (18)
3 Sterne:
 (12)
2 Sterne:
 (15)
1 Sterne:
 (12)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


124 von 130 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 7 Gründe für David Finchers Meisterwerk:
1.) Der brillante Vorspann von Kyle Cooper mit der Musik von den Nine Inch Nails ist bis heute unerreicht in seiner Wirkung und Machart. Stil und Technik haben die Intros vieler Filme danach geprägt, aber selbst Kyle Cooper (weitere Arbeiten von ihm: Mimics, Mission Impossible, Arlington Road u.a.) war nie wieder so gut wie hier.
2.) Das Team William Somerset...
Veröffentlicht am 30. Januar 2003 von Thomas Kerstens

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Hände weg von der Erstausgabe!!!
Über den Film selbst muß ich eigentlich nichts mehr sagen: ein Klassiker, düster und spannend.
Nun zur DVD: das Bild dieser Version von 1998 ist grottenschlecht. Kennt ihr noch die 3D-Brillen aus den 80ern? Mit den roten und grünen Gläsern? So in etwa sieht dieses Bild aus, Scharfe Kanten sind gedoppelt, es gibt Farbschwankungen, besonders...
Vor 3 Monaten von luna04 veröffentlicht


‹ Zurück | 1 230 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

124 von 130 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 7 Gründe für David Finchers Meisterwerk:, 30. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Sieben (Platinum Edition) (DVD)
1.) Der brillante Vorspann von Kyle Cooper mit der Musik von den Nine Inch Nails ist bis heute unerreicht in seiner Wirkung und Machart. Stil und Technik haben die Intros vieler Filme danach geprägt, aber selbst Kyle Cooper (weitere Arbeiten von ihm: Mimics, Mission Impossible, Arlington Road u.a.) war nie wieder so gut wie hier.
2.) Das Team William Somerset (Morgan Freeman) und David Mills (Brad Pitt) ist durch diese beiden Schauspieler begnadet gut besetzt. Der Antagonismus zwischen den Protagonisten ist hier überzeugend dargestellt. Auf der einen Seite Somerset, der ordnungsliebende und korrekte Mentor, auf der anderen Mills als ungestümer und hitzköpfiger Rookie. Freeman zeigt hier als kurz vor der Pensionierung stehender und desillusionierter Cop eine seiner besten Leistungen überhaupt. Aber auch Brad Pitt und der dämonische Kevin Spacey als John Doe sind fabelhaft.
3.) Selten war ein Film so konsequent in der Umsetzung seiner Grundidee. Fast könnte man ihn als Ode an den Nihilismus bezeichnen. Die Stadt in der er spielt ist namenlos und wird nie so gezeigt, als das man sie erkennen könnte. Eigentlich regnet es ständig und die Gespräche zwischen Somerset und Mills geben ein Bild von der Menschheit wieder, in der es nicht gutes mehr gibt. Die düstere Musik von Howard Shore unterstreicht diesen Eindruck. Die fantastische Kameraführung von Darius Kondji und Harris Savides und das gothic-hafte Setdesign ergänzen das abgrundtief schwarze Bild eines verlorenen Paradieses.
4.) Obwohl die Morde nie gezeigt werden, sondern nur Bilder von den Opfern und vom Tatort ist Sieben einer der schaurigsten und bösesten Filme überhaupt. Man kann sich kaum wehren gegen die Horrorvisionen die durch das Betrachten ausgelöst werden. Ein Mord ist perfider geplant wie der nächste und der Killer der die Opfer nach den sieben Todsünden auswählt, legt einen erstaunlichen Einfallsreichtum an den Tag. Hinzu kommt eine der fiesesten Schockszenen der Filmgeschichte
5.) Meine Lieblingsszene: Der Besuch einer Bibliothek durch Somerset. Auf der Suche nach Anhaltspunkten recherchiert er in Klassikern der Literatur. Wie diese Szene wirkt, könnte ich mir immer wieder anschauen. Die über Buchrücken gleitenden Bilder, die wunderschöne Musik von Bach und der Eindruck den Somerset erweckt: als wäre dies seine wahre Welt. Das ganze wirkt wie eine Oase der Ruhe im Meer aus Blut und Chaos.
6.) Das Drehbuch von Andrew Kevin Walker ist so wendungsreich und unvorhersehbar das man zu keiner Zeit sagen oder denken könnte: kenne ich schon, weiss ich schon. Viele Filme haben Elemente aus diesem Meisterwerk kopiert; dies ist der Prototyp, das einzige und wahre Original. Dieser Film wird ewig der Gradmesser sein für alle kommenden Serienkillermovies.Und kaum einer dürfte diese Klasse je wieder erreichen.
7.) Ein Film Ende, das einem den Atem raubt. Untypisch für Hollywood, vergleichbar mit fast nichts was bislang zu sehen war. Mutig von Fincher (und wohl schwer genug) dies beim Studio durchzusetzen. Als ich den Film seinerzeit im Kino gesehen habe und der Abspann lief, war ich erstaunt über die Wirkung: Niemand stand auf, keiner sagte ein Wort - der Rest war schweigen.
Fazit: Die Sammlung eines Cineasten ist nicht vollständig ohne diesen Klassiker. Die Umsetzung auf dieser Doppel-DVD ist dazu noch grandios gelungen mit extrem scharfen Bild, tollem Sound und einem umfangreichen und beispielhaften Bonusmaterial.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


31 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen No Key !, 8. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Sieben (Platinum Edition) (DVD)
Wer ganz genau aufpasst entdeckt diesen kurz eingeblendeten Schriftzug "No Key" am Ende des Vorspanns. Der Regisseur will uns damit wohl sagen das es keinen Schlüssel, oder keinen Zugang gibt zu dem was wir gleich zu sehen bekommen.
Der Ehemalige Regisseur von Videoclips für Top Stars wie Madonna beherrscht sein Fach und setzt mit seinen Werken neue Maßstäbe. Seine bisherigen Filme: Alien 3, Se7en, Fight Club, The Game und Panic Room zeigen alle seine Handschrift.
Mit Se7en legte Fincher einen Psychothriller vor, wie er düsterer kaum sein könnte. Er lässt gar nicht den Hauch von guter Laune während des zweistündigen Höllenritts aufkommen. Selbst der Vorspann, welcher für andere bloss Pflicht darstellt, ist für David Fincher eine Art Kunstform. Jeder der es noch nicht getan hat sollte sich den Vorspann von Se7en einmal genauer ansehen.
Detective Sommerset (Morgan Freeman) berichtet im Büro seinem Vorgesetzten das einem Mann beide Augen ausgestochen wurden, dies wird im Vorspann bereits angedeutet, als man sieht wie beim Bild eines Mannes die Augen mit schwarz übermalt werden. Ebenfalls sieht man im Vorspann John Doe wie er sich mit einer Rasierklinge die Haut von den Fingerkuppen abschneidet oder wie er seine Bücher bastelt und dann auch schreibt.
Auch der Abspann ist mal was anderes, da er im Vergleich zu den anderen verkehrt herum abläuft und Kevin Spacey (John Doe) mit keinem Wort während des Vorspanns oder auch Abspanns erwähnt wird. Dies liegt aber daran, weil der Schauspieler selbst darauf bestand.
Den Vergleich mit „Das Schweigen der Lämmer" finde ich nicht so passend, das es sich in meinen Augen zwar beide male um erstklassige Filme handelt aber diese grundverschieden sind.
Se7en erzählt die Geschichte über einen Psychopaten, der die Menschen nach den sieben Todsünden (Maßlosigkeit, Habsucht, Wollust, Trägheit, Hochmut, Neid und Zorn) tötet.
Ihm sind die zwei Detectives, der aufbrausende Neuling David Mills (Brad Pitt) und der alte Hase William Sommerset (Morgen Freeman), auf den Fersen. Leider müßen beide allzu schmerzlich erkennen das ihnen John Doe in allen Belangen haushoch überlegen ist und sie eigentlich nur zu seinem Spielball werden.
Als ich damals zum ersten mal den Schluß im Kino gesehen habe konnte ich nicht fassen was da passiert ist, aber das ist auch schon im Vorspann angedeutet wo zum Schluß wie oben schon erwähnt die Worte „No Key" auftauchen. Soll heißen, es gibt keinen Schlüssel für das was man jetzt zum sehen bekommt.
Für Fans des Films empfehle ich die Platinum Edition (die schwarze Doppel DVD) dort gibt es auf der Bonus DVD viel Material das Einblick in diesen Psychotrip gibt.
Die normale Special Edition Ausgabe ist aber ebenfalls Ihr Geld Wert und kommt mit einigem Bonusmaterial daher. Die Platinum wirkt aber schon von der Optik her wesentlich edler. Bild und Ton finde ich persönlich sind auf beiden Augaben einwandfrei und lassen keine Wünsche offen. Dieser Film sollte jedenfalls in keiner Sammlung fehlen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


123 von 134 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Finchers Höllenritt auf leider nicht perfekter BLU RAY, 20. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Sieben [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich hatte mir vor ein paar Monaten die erste BLU RAY in der Book Edition zugelegt. Da ich aber eher auf die guten Armaray Hüllen stehe, wurde die Erstauflage wieder verkauft. Diese Ausgabe hier gibt es aber, wie schon erwähnt, bereits seit einigen Tagen in einem bekannten Elektromarkt zu kaufen. Ich habe mir die BLU RAY geholt und kann vorab sagen, das der Inhalt zu 100% mit der Erstauflage identisch ist.

Nach dem Vorspann, der für mich auch schon ein kleines Kunstwerk darstellt, sind ganz kurz die Worte NO KEY eingeblendet. Damit will uns der Regisseur wohl sagen, das es keinen Schlüssel, oder Zugang gibt zu dem was nun folgt. Es folgt ein filmisch gewordener Alptraum, ein nahezu perfekter Film, der auch einer meiner absoluten Lieblingsfilme ist.

Der Vorspann wird auch im Bonusmaterial besonders gewürdigt und hier heißt es aufpassen, denn es gibt dort schon genug Hinweise auf den restlichen Film zu entdecken. So sieht man John Doe, wie er sich die Haut von den Fingerkuppen schneidet oder seine Notizbücher bastelt und auch schreibt.
Auch der Abspann ist hier anders, der läuft verkehrt herum und als erster Name ist dort Kevin Spacey zu lesen der im Vorspann unerwähnt blieb. Dies war beabsichtigt, da der Zuschauer überrascht sein sollte vom Auftritt Spaceys. So durfte dieser auch damals vor der Premiere keine Interviews geben und musste auch auf keiner Premierenfeier dabei sein.

Finchers SE7EN ist für mich ein nihilistischer Alptraum, ein zweistündiger Höllenritt der jeden beim ersten mal Sehen mit offenem Mund zurücklässt. Es war der erste Film den ich mit meiner jetzigen Frau und damaligen Freundin im Kino angesehen habe. Ich sollte dazu sagen, dass meine bessere Hälfte zwar Brad Pitt sehen wollte, aber in LEGENDEN DER LEIDENSCHAFT. Naja, Sie hat es mir verziehen und war genauso fasziniert von SIEBEN wie ich. Die Filme von David Fincher tragen meiner Meinung nach eine Handschrift die unverkennbar ist und schon der Vorgänger ALIEN 3 war für mich, trotz einiger Kritik, ein kleines Meisterwerk.

Zwei Detectives, der alte Hase William Somerset (Morgan Freeman) und der aufbrausende Neuling David Mills (Brad Pitt), sind einem Psychopathen auf der Spur, der seine Opfer nach den sieben Todsünden (Maßlosigkeit, Habsucht, Wollust, Trägheit, Hochmut, Neid und Zorn) tötet.
Leider müssen beide langsam erkennen das Ihnen John Doe in allen Belangen überlegen ist und Sie zu seinem Spielball werden.

Jetzt aber zu BLU RAY, in diesem Fall zu dieser zweiten Auflage im guten alten Armaray Case. Ich werde die Disc nach vier Kategorien bewerten.

Die vier Kategorien sind für mich Film, Bild, Ton und Extras. Hier werde ich nach Amazon System auch bis zu fünf Sterne vergeben. Die BLU RAY hat leider kein Wendecover, was mich sehr ärgert, aber im Vergleich zu anderen hat das bei mir keinen Einfluss auf die Wertung.

- Film - 5 Sterne

Für mich ein Meisterwerk, welches zu den besten Filmen überhaupt gehört. Auch wenn die Auflösung bekannt ist bietet der Film immer wieder eine faszinierende und morbide Achterbahnfahrt.

- Bild - 5 Sterne

Hier wurde das Maximum herausgeholt. Das Bild ist mit aktuellen Filmen vergleichbar. Selbst in den vielen dunklen Szenen sitzt der Zuschauer sprichwörlich nicht im Dunkeln. Die Bildqualität ist für mich absolut perfekt.

- Ton - 4 Sterne

Wie schon erwähnt gibt es die deutsche Tonspur nicht in HD sonder nur in DD 5.1. Dies ist komisch, da meiner Meinung nach schon auf einer älteren DVD Ausgabe der Ton in 7.1 verfügbar war. Dies ist zwar für mich zu verschmerzen, da ich keine Surround Anlage habe, aber für das Medium BLU RAY ist es einfach nicht in Ordnung.

- Extras - 3 Sterne

Hier wurden die Extras der Platinum Edition zum Großteil übernommen. Ich habe mir die Mühe gemacht die Extras zu sichten. Was auf den ersten Blick umfangreich aussieht, ist aber trotzdem etwas wenig. Es gibt geschnittene Szenen mit einer Länge von knapp 19 min, dazu Audiokommentare, den US Trailer, Bildergalerien. Dann gibt es ein kurzes 6 min Filmchen mit den Betitelung Pressematerial. Zur Restaurierung des Film gibt es einen informativen Film mit 23 min Länge. Dazu wird, wie schon auf der Platinum Edition, der Vorspann näher beleuchtet. Was hier einfach fehlt, ist ein ordentliches MAKING OF. Es seltsam, da auf einer der ersten DVD Ausgaben eines enthalten war.

Für mich ist SE7EN ein moderner Klassiker der auf BLU RAY ordentlich umgesetzt wurde. Das Bild ist perfekt, beim Ton und vor allem bei den Extras muss man Abstriche machen. Leider ist diese zweite Auflage auf BLU RAY zu 100% mit der ersten identisch und so gibt es auch hier kein MAKING OF. Der Film bleibt einer meiner absoluten Lieblingsfilme, die BLU RAY hätte aber noch etwas Luft nach oben.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genre-Referenz aus sehr guter Blu Ray, 16. Februar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sieben [Blu-ray] (Blu-ray)
Für mich einer der absolut besten Thriller des Genres, mit überragender Besetzung, und reichlich düsterer Stimmung.
dafür gäbe es allein schon 5 Sterne. Auch wenn ich dem Film schon 5-6x gesehen habe, er packt einen doch irgendwie wieder.
Technisch sehr schön umgesetzt mit fast durchweg sehr guter Bildqualität und solidem, räumlichen Sound, von mir volle Kaufempfehlung, mehr muss ich dazu nicht sagen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


29 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Muss!, 28. Januar 2002
Rezension bezieht sich auf: Sieben (Platinum Edition) (DVD)
Zum Film: Ich hätte nicht gedacht, dass die Meinungen über diesen Film so stark differieren, für mich ist klar, dass David Fincher (Fight Club, Alien3 (Regiedebut)) hier einen der besten Thriller abgeliefert hat, der je gedreht wurde. Besonders schockierend ist dabei die Glaubwürdigkeit, mit der dieser Horror- Trip den Betrachter befällt und mit jeder weiteren Minute tiefere Wunden schlägt und noch größeres Entsetzen hervorbringt. Nachdem man den Film gesehen hat, das "Werk", dass der Psychopath "John Doe" (Cevin Spacey, Oscar für 'American Beauty') der Welt hinterläßt kennt, bleibt man ungläubig im Sessel sitzen, nicht fähig, die Gedanken auf etwas anderes zu lenken. Die Botschaft ist dabei so klar, so nachvollziehbar und so grausam dass man sich völlig verstört in Gedanken an das gerade gesehene verliert. So erging es mir beim Kinobesuch- und genau so ergeht es mir nach dem x- ten mal sehen. Dieser Film hinterläßt eine Atmosphäre, die mit keiner anderen Produktion verglichen werden kann, die zum Nachdenken anregt, und das immer wieder. Klar: Serienmörder gibt es in vielen Thrillern, dieser ist aber nicht einfach nur verrückt, sondern intelligent und religiös, eine fanatische Mischung, die extrem gefählich und in seiner brutalen Handlungsweise äußerst konsequent ist.
Zur DVD: JA, das gefällt! Mittlerweile wurde der Film in Deutschland schon drei mal neu aufgelegt, ich besaß die erste Fassung der DVD, an der besonders das Fehlen der originalen Tonspur zu bemängeln war- Zusatzmaterial gab es auch nichts. Das hat sich grundlegend geändert: In einer schicken, pechschwarzen Papphülle verpackt lauert neben dem Hauptfilm noch jede Menge Zusatz- Material auf einer Extra- DVD darauf, angesehen zu werden- und einen Blick sollte man darauf schon werfen.
Bei der Vertonung setzte MAWA und VCL auf die neuen Standards: DD 5.1 EX und dts ES 6.1 discrete sind derzeit auf meiner Anlage zwar noch nicht realisierbar, dafür aber sicher für die Zukunft. Der Sound ist dabei sehr knackig ohne Effekthascherei, detailliert und mit wenig Rauschen unterlegt. Das kommt der insgesamt recht ruhigen, häufig nur auf Dialogen basierenden Handlung sehr zu Gute- und wenn der Sound dann mal zuschlägt, dann aber kräftig. Auch am Bild kann ich keine gravierenden Mängel finden, dargeboten wird der Streifen natürlich im anamorphen Widescreen- Format.
Beim Zusatz- Material gehen einem die Augen auf, Deleted Szenes, Alternatives Filmende und einer Audio- Tonspur mit Kommentaren von David Fincher, eine weitere mit Morgan Freeman und Brad Pitt und noch zwei mit Kommentaren von Mitgliedern der Filmcrew geben sehr viel Hintergrund- Infos. Dabei ist hier noch lange nicht alles genannt, was diese DVD beinhaltet. Herrlich!
Mein Fazit: Nicht nur für Fans eine lohnende Investition, die jeden Euro wert ist. Allein der Film überzeugt schon auf ganzer Linie- die hervorragende DVD- Umsetzung unterstreicht das Ganze noch einmal deutlich. Egal, wie preiswert die anderen Versionen dieses Streifens sein mögen, vollkommen zufrieden gestellt wird man mit der Special Edition. Und zu der kann ich nur sagen: Kaufen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abgrundtief böse!, 10. Juni 2011
Von 
H. Weisser "Sunny Mars" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sieben - Premium Collection [Blu-ray] (Blu-ray)
>>> ZUM FILM <<<

"Wenn man Menschen berühren möchte, dann reicht es nicht aus, sie an der Schulter anzutippen. Man muss sie mit dem Vorschlaghammer treffen!" (John Doe in "Sieben")

Als David Fincher 1992 den damals sehr unkonventionellen dritten Teil der ALIEN-Reihe inszenierte und dieser sowohl von den Kritikern als auch vom Publikum eher negativ aufgenommen wurde, wäre es unter gewissen Umständen vielleicht nie zu einer großen Regiekarriere des talentierten Newcomers gekommen. Trotzdem waren die verantwortlichen Produzenten so mutig und vertrautem ihm die Regie bei SIEBEN an. Das Projekt war sowohl für Fincher selbst als auch für die Studioverantwortlichen ein großes Wagnis. Doch der Regisseur zahlte das in ihn gesetzte Vertrauen mit voller Münze zurück, da er mit SIEBEN einer Thriller schuf, der tiefe Spuren in Hollywood hinterlassen hat. Er wurde Vorbild für andere Drehbücher, Regisseure und Kameramänner.
Ich selbst verpasste SIEBEN seinerzeit im Kino absichtlich, da ich von Bekannten hörte, er wäre so ähnlich wie DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER.
"Schon wieder ein Film über Serienkiller? Nee, muss nicht sein!" Erst ein paar Jahre später sah ich SIEBEN dann erstmals auf Video - und war vom ersten Moment an gefesselt, bis mich letztlich der von John Doe erwähnte Vorschlaghammer mit voller Wucht traf.

David Fincher nimmt den Zuschauer mit auf einen Trip ins abgründige Innere eines Serienkillers. Dieser John Doe (herausragend: Kevin Spacey) ist dermaßen genial und durchgeknallt, dass man als Zuschauer von seiner Person fasziniert und angewidert zugleich ist. Er verfolgt konsequent seinen Plan, um der Welt seine Botschaft mitzuteilen. Ob diese Botschaft in den Augen der Allgemeinheit richtig ist oder Sinn macht, interessiert John Doe nicht. Seine Meinung zählt! Und seine Meinung will gehört werden. Und da John Doe anders tickt als andere Menschen, kann und will er Zeichen setzen. Er will gehört werden und in der Geschichte tiefe Spuren hinterlassen. Er ist gnadenloser Richter und grausamer Henker zugleich.
Der Zuschauer merkt recht schnell, dass John Doe der Polizei in der Person der beiden Detectives - der wenige Tage vorm Ruhestand stehende William Somerset (Morgan Freeman) und sein junger, aufstrebender Kollege David Mills (Brad Pitt)- immer einen Schritt voraus ist. Und falls sie ihm doch einmal zu nahe kommen, ändert er gekonnt seinen Plan, ohne sein Ziel aus den Augen zu verlieren. Denn John Doe wird nur erfolgreich sein, wenn sieben Morde verübt werden. Wer die Opfer sind, ist dabei egal... oder auch nicht.

Interessant ist, dass der Zuschauer in SIEBEN keinen der von John Doe ausgeführten Morde zu sehen bekommt. Man sieht immer nur das jeweilige Resultat: Aufwändig dekorierte Tatorte voller Symbolik. Zusammen mit Zeugenaussagen oder durch Vermutungen der beiden Ermittler setzt sich vor den Augen des Zuschauers das vollständige Bild der Mordserie zusammen. So findet ein Großteil des Grauens alleine im Kopf des Zuchauers statt.
Und wie stark ausgeprägt die menschliche Vorstellungskraft sein kann, beweisen jene - scheinbar zahlreichen - Zuschauer, die nach dem Film behaupten, sie hätten den berühmten "Kopf in der Schachtel" gesehen. Dabei kann ich mir kaum vorstellen, dass es David Finchers Absicht war, sein Publikum so zu manipulieren, dass es Dinge sieht, die gar nicht stattfinden. Fincher zeigt jedoch mit einer beängstigenden Perfektion, wie schlecht eine scheinbar harmonische Welt sein kann und dass auch eine scheinbar beherrschbare Situation binnen weniger Augenblicke aus den Angeln gehoben werden kann - und dasd das Leben danach ein anderes ist.

SIEBEN ist nichts für zarte Gemüter. Der Film hat sich aufgrund seiner grausamen Konsequenz wie kaum ein anderer in mein Gedächtnis gebrannt. Wenn John Doe irgendwann in aller Seelenruhe zu den ermittelnden Detectives jenen Satz sagt, den ich am Anfang der Rezension zitiere, dann weiß jeder SIEBEN-erfahrene Zuuschauer bereits, wie genial und perfide Doe zugleich ist. Jeder SIEBEN-Einsteiger darf ab diesem Moment mit dem Schlimmsten rechnen... und es wird verdammt weh tun!

Passend zur düsteren Stimmung werden die trostlosen Bilder während des Films eingefangen: Es regnet beinahe permanent und niemand wohnt oder lebt in teuren Designerwohnungen. David Fincher zeigt das normale, oftmals trostlos erscheinende Chicago zumeist im Zwilicht und die düsteren Tatorte müssen oft mit Taschenlampen untersucht werden.

>>> ZUR BLU-RAY <<<
BILD & TON (gesehen auf 50 Zoll-Display / gehört mit 7.1-Set)
Für die Blu-Ray-Fassung wurde ein neues Bildmaster erzeugt. Dies hat der Qualität gegenüber den bereits erhältlichen DVD-Fassungen merklich gut getan. Besonders die Gesamt- als auch Detailschärfe wissen zu überzeugen. Auch der Kontrast- und Schwarzwert sind bei einem Film wie diesen sehr wichtig und beide Werte können überzeugen, so dass der Zuschauer auch in den zahlreichen dunklen Szenen noch immer viele Details wahrnehmen kann.
Die deutsche 5.1-Dolby Digital-Tonspur kennen wir alle schon von den DVD-Veröffentlichungen und wird dem Medium Blu-Ray leider nicht gerecht. Hier wäre deutlich mehr möglich gewesen. Wer hören möchte, wie ein sehr guter 7.1 DTS-HD Master Audio klingen kann , sollte zum Vergleich einmal auf die englische Sprachfassung umschalten...

EXTRAS
Auch bei den Extras ist mir nichts aufgefallen, was ich nicht schon von den DVD-Veröffentlichungen gekannt hätte. Jedoch sind insbesondere die vorhandenen Audiokommentare durchweg interessant bieten interessante Einblicke in die Entstehung dieses Meilensteins.

>>> FAZIT <<<
Wer die DVD besitzt und auf die hochauflösende Fassung umsteigen möchte, wird beim Bild einen klaren Qualitätsgewinn feststellen. Unabhängig davon ist SIEBEN ein Film, den man unbedingt einmal gesehen haben sollte!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


30 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Moderne Kunst, 25. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: Sieben [Special Edition] [2 DVDs] (DVD)
Bevor ich ihnen etwas über die DVD und den Film erzähle, wollte ich erwähnen, dass es von dem Film nur eine 16er Fassung gibt (die ungeschnitten ist), eine 18er Fassung gibt es von "Sieben" nicht.
So, kommen wir zu dem Film.
Und dieser hat es in sich. Die Story ist fesselnd ung intelligent. Die Schauspieler spielen alle gut, einige sogar sehr gut (ich möchte jetzt nicht zu viel verraten, aber der Mörder ist göttlich gespielt). Eines muss man hier aber besonders erwähnen, und das wäre die dichte Atmosphäre. Durchdachte Dialoge, Dauerregen und dazu der wunderbare Score sorgen für die diese Atmosphäre. Der ganze Film ist recht pessimistisch gestaltet, das kommt des öfteren in den Dialogen zur Geltung und, dafür ist der Film ja bekannt/berühmt/berüchtigt, das Ende ist absolut überraschend und erschreckend zu gleich.
Die ganze Mörderhatz ist in wunderbaren, krassen und perfekt passenden Bildern untermalt.
Die Videoqualität ist perfekt. Manchmal legt sich aber ein leichter (aber wirklich ganz leichter) Grauschleiher über das Bild, was ich aber als Stilmittel bezeichnen würde, von daher empfinde ich das nicht wirklich störend. Der Sound ist Ordnung.
Die Extras sind ausreichend.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein perfekter Film!, 15. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Sieben (DVD)
Dieser Film steigert sich von Minute zu Minute, hat nur ganz selten kleine Durchhänger und eines der packensten Enden der Filmgeschichte. Wer zum Schluss nicht mit Brad Pitt und Morgan Freeman mitfiebert, der hat den Film nicht verstanden und auch nicht die Tragik, die sich zum Schluss hier darstellt.
Brad Pitt zeigt hier eine Meisterleistung, die ich ihm bis zu diesem Film nicht mal ansatzweise zugetraut habe. Er sieht nicht nur toll aus, er spielt auch toll. Ich kann mir keinen anderen Schauspieler vorstellen, der die Rolle so überzeugend hätte darstellen können. Vor allem das Ende...Brad Pitt gelingt es so viel Schmerz und Dramatik in sein Gesicht zu spielen, dass man ohne es zu merken, die Luft anhalten muss. Er ist in diesem Film wirklich toll.
Morgan Freeman weiß auch zu überzeugen, sein Charakter ist hier eher der ruhige Pol, ein Mann, der mit seinem Dasein als Polizist abgeschlossen hat und an der Härte des Lebens zu scheitern glaubt. Die beiden Charaktere ergänten sich prima, die perfekte Mischung aus Jung und Alt; Vorsichtig und spontan, motiviert und resigniert.
Die Geschichte sucht so ziemlich ihres Gleichen . Sie ist intelligent, spannend, packend, ergreifend und lässt schaudern. Allzu grausige Bilder erspart uns der Film, dazu geht er zu subtil vor. Vieles wird nur angedeutet, ausgesprochen oder nur kurz gezeigt, obwohl die schockenste Szenen mit dem lebendigen Skelett wirklich erschreckend gut gemacht ist.
Die Farben spielen zwischen Braun-, und Grautönen, alles wirkt eher dunkel und bedrückend, bunte Farben sucht man vergeblich, aber das tut dem Film nur gut.
Wer sich nicht sträubt einen solch subtilen und packenden Film an sich heranzulassen und die Genialität des Drehbuchs zu verstehen, der wird mit diesem Streifen einen guten Fang gemacht haben!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


32 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich sag nur: WOW!!!, 5. Mai 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Sieben (Platinum Edition) (DVD)
Ein Serienkiller, zwei Polizisten und die sieben Todsünden: Stolz,Gefräßigkeit, Habgier, Faulheit, Begierde, Neid und Zorn - dies ist die Basis des genialen Trillers von David Fincher.
Bis heute gab es noch keine würdige deutsch DVD-Umsetzung dieses genialen Thrillers. Dies ändert sich nun mit der Platinum Edition von Mawa/VCL. Ein zweier DVD-Set mit massig, noch unveröffenlichtem Bonusmaterial. Im Detail heißt dass:
DVD 1:
-Bildformat: 2,35:1 anamorph -Ton: Deutsch und Englisch Dolby Digital EX und DTS ES -Vier Audiokommentare (Regisseur Fincher, Brad Pitt, Morgan Freeman und weitere beteiligte der Produktion)
DVD 2:
-Erklärung der Anfangssequenz und Auswahl zwischen 3 Angles und sechs Tonspuren -Geschnittene Szenen und ungeschnittene Filmtakes -Filmografien -Animierte Galerie mit dem -Produktions-Design -Alternative Schlußszenen -Photos vom Set -"John Does" Notebooks (Aufzeichnungen des Killers) -Werbematerial -Mastering für das Heimkino
und das ganze zum Hammerpreis. Die meiner Meinung nach erste Hammer DVD in Deutschland was die Ausstattung betrifft. Und der Film ist sowieso erste Sahne.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Babylons Fall, 9. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Sieben (Platinum Edition) (DVD)
Als der junge Detective David Mills (Brad Pitt) seinen Dienst bei der Mordkommission von L.A. antritt, um Detective William Somerset (Morgan Freeman) abzulösen der in sieben Tagen in den Ruhestand treten soll, wird er sogleich mit einem Fall konfrontiert der nicht nur alles übersteigt was er bislang gesehen hat, sondern auch den alten Hasen Somerset schnell an den Rand seiner Weisheit bringt: ein über alle Maßen fetter Mann wurde zu Tode gemästet. Und an die Wand seiner verwahrlosten Wohnung hat der Mörder mit Fett das Wort "Völlerei" geschrieben. Doch dies soll nicht der einzige Mord bleiben, der die bizarre Handschrift dieses Mörders trägt, der einem perfiden Plan folgt...

Es wird bereits in den ersten Minuten deutlich, das dies kein gewöhnlicher Thriller oder Krimi ist. Diese Minuten stellen uns William Somerset vor, einen akuraten, ernsten älteren Herrn, der sich in seiner kleinen, bescheidenen Wohnung auf seinen Arbeitstag bei der Mordkommission vorbereitet. Das Bild ist düster mit einem leichten Stich ins Sepiafarbene. Im Hintergrund hören wir Stimmengemurmel aus den Nachbarwohnungen und Straßenlärm. Und das wird den Großteil des Films so sein, denn "Sieben" handelt nicht wirklich nur von der Aufklärung eines Mordfalls, obwohl auch das eine Rolle spielt. "Sieben" ist ein abgrundtief finsteres filmisches Gemälde einer Welt die aus den Fugen geraten ist. Ein Gemälde wie es Hieronymus Bosch oder Francis Bacon kaum abgründiger hätten malen können.

Der Film ist in fast jeder Beziehung ungewöhnlich. Da ist seine Ästhetik, die kühle, bleierne Düsternis, die alles überlagert, verrottende Interieurs, die schmuddelig fragmentarischen Accessoires wie vergilbende Fotos, in Formaldehyd oder Alkohol eingelegte Körperteile, Maden und Käfer, Kritzeleien... Da ist seine Musik, beziehungsreich zusammengesetzt aus Rock, Pop, Jazz und Klassik und einem voluminösen, unglaublich schwerfälligen und düsteren Score voller Dissonanzen von Howard Shore ("Das Schweigen der Lämmer", "Herr der Ringe", "Eastern Promises"; "Seven" von Howard Shore, Marvin Gaye, J. S. Bach, Charlie Parker ...; das Titelstück von Nine Inch Nails, "Closer" vom Album "The Downward Spiral", fehlt auf der CD übrigens ebenso wie David Bowies "The Hearts filthy Lessons" vom Album "Outside", aus dem Abspann). Da sind die Dialoge, die den Zuschauer förmlich zwingen in den philosophischen Diskurs einzusteigen, die Verweise auf Kunst und Literatur. Und da sind nicht zuletzt die vielen Details und kleinen großartigen Momente des Films, wo oft in einer kurzen Szene mehr ausgesagt wird als in manchem Zwei-Stunden-Film.

Der Film ist keine Leistungsschau der Grausamkeiten. Die Zahl der Opfer ist überschaubar. Und das Wesentliche bleibt unserer Fantasie überlassen. Voyeurismus wird hier nicht bedient. Keine Gewalttat wird gezeigt (außer einer, und die auch nur undeutlich), nur deren Folgen. Und gerade das verleiht dem Film seine markerschütternde Wirkung.

Die Schauspieler sind allererste Wahl: Freeman verkörpert den erfahrenen, weisen, belesenen und beherrschten alten Polizisten der schon fast alles gesehen hat perfekt. Brad Pitt ist die vollkommene Besetzung für den jungen, ungeduldigen, unbeherrschten Heißsporn Mills. Gwyneth Paltrow weiß als Mills' mitfühlende, zerbrechliche Gattin Tracy ebenfalls voll zu überzeugen. Und Kevin Spacey spielt seine Rolle mit einer schmierigen Penetranz, die ihres gleichen sucht.

"Sieben" ist kein Actionfilm, obwohl es auch eine kleine halsbrecherische Verfolgungsjagd gibt. Er ist auch kein Thriller im herkömmlichen Sinne, oder ein Krimi. Er ist schon gar kein Horrorfilm, obwohl das Grauen hinter jeder Ecke lauert. Und ihn als Serienmörderfilm abzutun wird ihm ebenfalls nicht gerecht, denn eigentlich geht es dem Film um etwas anderes. In gewisser Weise wollen John Doe, der Killer, und David Fincher, der Regisseur des Films, das Gleiche erreichen, nämlich dass die Menschen anfangen nachzudenken, über die Welt in der sie leben. Nur wollen Sie dies mit unterschiedlichen Mitteln und von unterschiedlichen Standpunkten aus erreichen. Und wer sich darauf einlassen kann, der wird in Abgründe blicken die niemanden kalt lassen können.

Das Bild ist gewollt düster, aber kontrastreich und klar. Der Ton kommt in transparentem, räumlichem Dolby 5.1 EX und DTS ES 6.1 Discrete, wahlweise in Deutsch oder Englisch aus den Speakern. Untertitel gibt es ebenfalls in Deutsch und Englisch. DVD 1 bietet vier verschiedene Audiokommentare: 1. von Fincher, Freeman und Pitt; 2. vom Filmprofessor und Schriftsteller Richard Dyer, dem Drehbuchautor Andrew Kevin Walker, dem Cutter Richard Francis-Bruce, einem Producer von New Line und von Fincher; 3. vom Kameramann Khondji, dem Produktionsdesigner Max, dem Cutter Francis-Bruce, sowie Richard Dyer und Fincher; 4. vom Sounddesigner Ren Klyce, Howard Shore dem Filmkomponisten, Richard Dyer und David Fincher.

Die sehr informativen, ambitionierten Extras der Bonus-DVD bieten eine Multi-Angle-Demonstration der Anfangssequenz mit verschiedenen Tonspuren und zuschaltbarem Audio-Kommentar der Toningenieure; geschnittene Szenen, ebenfalls mit zuschaltbarem Kommentar von Fincher; tabellarische Filmographien; eine Featurette über die Ausstattung; eine Test-Schlussszene und ein animiertes Storyboard einer nicht gedrehten Version des Endes; eine Bildergalerie; drei Werbe-Trailer; eine Featurette über die Gestaltung von John Does Notizbüchern und eine Menge Material zur Demonstration des Masterings für die DVD-Edition.

Gereicht wird die Doppel-DVD im schmucken Digi-Pack im Pappschuber. Das Digi-Pack ist aufgemacht wie eines von John Does Notizbüchern. Alles in allem kann man bei dieser DVD-Veröffentlichung getrost von Referenzklasse sprechen.

PS: Streng genommen enthält der Film übrigens einen gravierenden Fehler, denn tatsächlich gibt es in der christlichen Ethik nicht sieben sondern zehn Todsünden. Die "Todsünden" sind nämlich jene Sünden, die gegen die zehn Gebote verstoßen. Die sieben Sünden um die sich dieser Film dreht gelten hingegen tatsächlich, korrekt bezeichnet, als "Hauptlaster" und stellen das genaue Gegenteil der sieben Tugenden dar: Glaube, Liebe, Hoffnung - die theologischen Tugenden - sowie Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigkeit - die sogenannten Kardinaltugenden. Dieses System der Tugenden stammt bereits aus der antiken griechischen Philosophie und wurde im Mittelalter von christlichen Theologen adaptiert. Dieser Irrtum mit den "sieben Todsünden" ist allerdings sehr verbreitet. Warum sollte also nicht auch John Doe ihm unterliegen?
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 230 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Sieben - Premium Collection [Blu-ray]
Sieben - Premium Collection [Blu-ray] von David Fincher (Blu-ray - 2010)
EUR 21,00
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen