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33 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Verwirrung begann ...
... vor einigen Monaten damit, dass Sam Fogarino, Drummer der New Yorker Band, für den Herbst dieses Jahres eine Rückkehr zu den Wurzeln der Band in Aussicht stellte, Sänger Paul Banks wiederum meinte, das neue Album würde noch orchestraler, noch vielschichtiger werden als das vorangegangene. Nun, bandinterne Abstimmungen sind offensichtlich ihre Sache...
Veröffentlicht am 31. August 2010 von Mapambulo

versus
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Warum?
Da ging mir leider nicht so das Herz auf beim Anhören des lang erwarteten neuen Albums. Zuviel Effekt auf Paul Banks Stimme, zu wenig Gefühl im Gesamtkonzept. Ja klar, das Teil kann man sich prima beim Bücher sortieren anhören oder im Hintergrund laufen lassen. Vielleicht hat die Band diesmal auch überhaupt nichts anderes gewollt. Augen...
Veröffentlicht am 24. Oktober 2010 von die_ganze_bittere_wahrheit


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33 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Verwirrung begann ..., 31. August 2010
Von 
Mapambulo "Mapambulo" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Interpol (Audio CD)
... vor einigen Monaten damit, dass Sam Fogarino, Drummer der New Yorker Band, für den Herbst dieses Jahres eine Rückkehr zu den Wurzeln der Band in Aussicht stellte, Sänger Paul Banks wiederum meinte, das neue Album würde noch orchestraler, noch vielschichtiger werden als das vorangegangene. Nun, bandinterne Abstimmungen sind offensichtlich ihre Sache nicht - wer das vierte Album schon gehört hat, weiß aber, dass sie irgendwie beide Recht behalten haben. Bassist Carlos Dengler im Übrigen sagte damals gar nichts, sondern quittierte einfach den Dienst (was interessanterweise den Fokus vom aktuellen Album ein Stück weit auf das kommende verschiebt, denn am jetzt vorliegenden hat er, soviel ist verbürgt, noch federführend mitgearbeitet). Nun gilt der Bassist ja gemeinhin nicht als stilprägend oder maßgeblich für das Schaffen einer Band. Für eine Gruppe wie Interpol aber, deren Sound sich im Grundschema an einer starken Basslinie orientiert ist dieser Verlust jedoch mehr als bemerkenswert und es wird interessant sein zu sehen, ob der gefundene Ersatz (David Pajo/Slint) die Lücke in der kommenden Zeit zu schließen vermag.

Wie erwähnt ist das neue Album ein eher unentschiedenes geworden, vereint es doch all die Merkmale, die Interpol im Laufe der Zeit in ihren Sound haben einfließen lassen. Wenn also das erste Album "Turn On The Bright Lights", zu Recht bei den Fans der ersten Stunde in unerreichbare Höhen gehoben, wenn also dieses Album das dunkle und noch unbehauene Erweckungswerk war, Nachfolger "Antics" der geglättete, tanzbarere Nachfolger und "Our Love To Admire" vor drei Jahren mit Komplexität und großer, oftmals theatralischer Geste nicht gerade geizte, dann steht Album Nummer vier am Scheideweg und weiß noch nicht so recht, welche Richtung es einzuschlagen gilt.

Im Vergleich zum Vorgänger fehlt zwar das gewaltige, überbordende Pathos und stilvolle Drama solcher Songs wie "Pioneer To The Falls" und "Rest My Chemistry", so groß wollte man es offensichtlich nicht wieder machen. Es gibt aber, und das gefällt, keinen Ausreißer nach unten wie die tendenziell eher schwachen "The Heinrich Maneuver" und "Who Do You Think?". Auffällig an den neuen Sachen ist zudem eine ungewohnte Leichtigkeit, die manchem der Stücke anhaftet, schon der Start mit "Success" gerät nicht so düster und enigmatisch wie Untitled" oder Next Exit", auch bei "Summer Well" und "Try It On" überwiegen eher die milderen Akkorde. Schwerpunkt bleibt natürlich die Schwermut - im schattigen Moll hatten und haben Interpol noch immer ihre besten Momente: Schleppend, träge und nicht eben freudestrahlend sägt sich bei "Memory Saves" im Hintergrund eine Gitarre durch's düstere Panorama, begleitet vom dumpfen Beat Fogarinos und Banks klagender Stimme. Die Single "Lights" wächst im Kontext des Albums zu erstaunlicher Größe und holt das nach, was sie als erwartungsüberladene erste Vorauskopplung noch nicht zu zeigen vermochte. Tonnenschwer und tieftraurig, der Bass rollt und die Klage erfreut in ihrer Schönheit das melancholische Gemüt. Später gesellt sich zum traurigen Triumvirat noch "Safe Without" hinzu, mit seinem hypnotischen Eingangsriff, den polternd blechernen Percussions und den fernöstlichen Ausschmückungen sicher einer der Höhepunkte des Albums.

Nicht außer Acht lassen kann man auch die Parallelen der aktuellen Songs zu Paul Banks Soloveröffentlichung aus dem Jahr 2009 unter seinem früheren Pseudonym Julian Plenti - experimentierfreudiger und zugleich seltsam verinnerlicht präsentierte sich hier der empfindsame Frontmann. Nicht wenig davon findet sich beim bezaubernden "Always Malaise (The Man I Am)" wieder, und auch das abschließende "The Undoing" mit seinen sparsamen Arrangements und den spanischen Texteinschüben verweist auf Banks gefühlvolle Selbstbetrachtungen, beide passen hier bestens ins Konzept.

Letztendlich kann man sagen, dass ihnen zwar nichts Übermenschliches, aber gleichwohl Großes gelungen ist mit diesem Album und wer die Überraschung vermisst dem sei gesagt, dass diese durchaus auch in der qualitativ hochwertigen Kontinuität liegen kann. Bands mit annähernd vier gleichwertig guten Alben sind im sich selbst verschlingenden Popzeitalter der Neuzeit mehr als rar gesät. Und auch wenn Interpol im Sommer mit U2 auf die Bretter steigen und so versuchen, die Tauglichkeit ihrer Musik in neuen Dimensionen zu erproben - sie werden Coldplay nicht beerben (wollen) und immer eine Band derjenigen bleiben, die ihre dunkle und überhöhte Pose und Majestät zu schätzen wissen.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Stilsicherer, souveräner Klassiker, 5. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Interpol (Audio CD)
Mit dem neuen Album schärfen Interpol konsequent ihr stilsicheres Profil und entledigen sich souverän aller unnötigen und unsinnigen Vergleiche mit Joy Division oder Editors.

Die Songstrukturen sind deutlich anspruchsvoller, als auf den bisherigen 3 Alben. Der Sound ist facettenreicher und tiefer. Und dennoch ist das Album nicht gut nach dem ersten Eindruck. Es erschließt sich, wie die anderen Rezensienten auch geschrieben haben, erst nach mehrmaligem, aufmerksamen Hören. Dann entfaltet es eine in sich geschlossene, zeitlos elegante Größe und hat von allen bisherigen Interpol Alben am ehesten das Format eines zeitlosen Klassikers. Auch und grade weil auf einen offensichtlichen Singlehit verzichtet wurde.

4 Sterne vergebe ich, weil ich das Gefühl habe, dass Interpol sich noch weiter steigern können und noch viele sehr große Songs in sich haben.

Ein Wort noch zur Aufmachung der CD: ich frage mich immer mal wieder, ob Musikverlage und Bands sich bewusst vom Medium CD verabschieden, um in naher Zukunft ganz auf downloads zu setzen. Denn das Booklet des Albums enthält nichts, als ein paar nette, aber letztlich belanglose Bilder, während man bei iTunes das Album inklusive Bonustrack für weniger Geld bekommt. Da gibt es also eigentlich keinen einzigen Grund mehr, die CD zu kaufen. Schade.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fast alles wie gehabt, 15. August 2010
Von 
ROTT - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Interpol (Audio CD)
Gegenläufiger können die Ankündigungen gar nicht sein, die Interpol bisher hat entweichen lassen. Während eine Hälfte der Band angekündigt hat, dass das selbstbetitelt 4. Album mehr orchestraler werden würde, und Musik enthalten würde, die mit "nothing they'd done before" beschrieben wurde, lies die andere Hälfte verkünden, dass das Album ein "fallback" wäre, ein Rückfall zur Atmosphäre Ihres Debüts. Dazu kommen dann noch der Ausstieg des Bassisten und der Versuch, ohne Major Label auf eigenen Beinen stehen zu können. Fan Herz, was für eine Melange aus undurchsichtigen Nebeln brauchst Du mehr, um voller Vorfreude und Erregung bis zum Hals zu schlagen?

Alles halb so schlimm, schon die bereits veröffentlichen Tracks (LIGHTS, von der Webpage und BARRICADES die Single) zeigen den Weg deutlich auf. Während LIGHTS ein sehr atmosphärischer Track ist, der sich langsam seinen Climax entgegenreckt, ist BARRICADE die typische Interpol Single. Angetrieben von einer Rhythmus Sektion, die in typischer Manier die Stimmung setzt, um dann von den wundervollen Gitarren weitergetragen zu werden. Der Track erscheint aber tatsächlich trotz seiner Melodie sehr rau und erinnert damit stark an das Debüt.

Wo bleibt das zuvor noch nie gehörte? Es wird sehr sachte in das fragile Interpol Universum eingeflochten. ALWAYS MALAISE ist sehr stark vom Klavier getragen, Paul Banks singt in einer Wärme, die bis dahin selten enthalten war. Ebenso aufgebaut ist TRY IT ON, allerdings wird dieser Song durch die spät einsetztenden Gitarren und die (auch neu) elektronischen Spielereien zu einer wahren Explosion getrieben, herrlich. Ausserdem finden wir noch weitere sachte und kluge Neuerungen, Paul Banks im Falsett (im Opener SUCCESS), spanische Texte, Salsa Elemente (Achtung, lieber Fan, im Schlusstrack THE UNDOING, nicht erschrecken ;-), Trompeten. Aber wie schon gesagt, alles sachte und sehr klug in den typischen Interpol Sound eingeflochten.

Und den gibt es en masse. Der pumpende, die Songs treibende Bass, die typischen Riffs von Daniel Kessler, die sonore Stimme von Paul Banks, die zusammen eine getragene düstere Atmosphäre erzeugen, die irgendwo zwischen Joy Division und Shoegazing genau die Sehnsüchte und Erwartungen der Fangemeinde trifft. Schönste Beispiele sind neben der Single BARRICADE, auch SUMMER WELL, das mit seiner klaren Melodien auch auf die ersten beiden Alben gepasst hätte, oder ALL THE WAYS, das wirkt wie ein schwarzes Loch, in dem sich alle Interpol Zutaten verschmelzen, um den Hörer für immer aufzunehmen. Wie in einem langsam aufziehenden Sturm - mit Banks wie im Traum sich wiederholend "I know the way you will make it up, make it up for me" - wird die Stimmung immer bedrohlicher, Gitarren schrauben sich hoch und Orgeln geben dem ganzen noch den letzten Anstrich ... um einer der schönsten dunkle Interpol Momente zu werden.

Ein Klasse für sich, kein Fan wird enttäuscht sein von den neuen, alten Interpol.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Warum?, 24. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Interpol (Audio CD)
Da ging mir leider nicht so das Herz auf beim Anhören des lang erwarteten neuen Albums. Zuviel Effekt auf Paul Banks Stimme, zu wenig Gefühl im Gesamtkonzept. Ja klar, das Teil kann man sich prima beim Bücher sortieren anhören oder im Hintergrund laufen lassen. Vielleicht hat die Band diesmal auch überhaupt nichts anderes gewollt. Augen schließen und genießen sollte man mit anderen Alben probieren. Zum Beispiel mit Banks' Soloprojekt Julian Plenti.
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die erste Enttäuschung..., 3. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Interpol (Audio CD)
Gleich vorweg: hier schreibt ein absoluter Interpol-Fan, der alle anderen CD's in- und auswendig kennt und dem diese Band unbeschreibliche Gefühlsmomente beschert hat.
Aber dieses Werk halte ich für unhörbar! Und es liegt nicht an den Instrumentalparts (die sind übrigens vorzüglich), sondern an Pauls Stimme und seinen Gesangsmelodien.
Wo früher viel Raum für Melodien war und Paul Banks sich zum Glück zurückgehalten hat, herrscht bei dieser Platte das Motto "Mehr Gesang ist Mehr!". Und das ging in die Hose - weniger wäre mehr gewesen!
Die Songs sind mit dem Gesang so vollgepackt, daß kein Raum mehr für die eigene Fantasie und die anderen Instrumente übrig bleibt.
Und die ständige Doppelung oder gar Verdreifachung der Stimmen! Und diese Pseudoharmonien!
Ich mag ja seine Stimme und seine Art zu singen, sonst wäre ich kein Fan. Aber zuviel ist einfach zuviel - auch bei den besten Sachen dieser Welt!
Das Vollegefühl stellt sich schon beim zweiten Lied ein und bleibt leider bis zum Schluss. Auch das mehrfache Anhören bringt nix, ich habe die CD bestimmt schon mehr als 30 mal gehört bzw. mich teilweise durchgequält.
Ich würde am liebsten den Jungs (oder besser dem Paul) sagen: "Sorry, aber das war nix! Los, ab ins Studio und die Gesangsspuren nochmal aufnehmen!" Oder: "Wo kann ich die CD ohne den Gesang kaufen?"

Na ja, jeder liefert mal einen Leerschuss ab - und dabei hätte die Platte so toll werden können!

p.s.: die Solo-Platte von Paul Banks alias Julian Plenty (... is skyscraper) ist um Längen besser! Kauft diesmal die und wartet lieber auf die nächste Interpol.

Ein diesmal enttäuschter, aber trotzdem Interpol-liebender Fan.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interpol kann mehr..., 11. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Interpol (Audio CD)
Dem Erhalt des Albums gingen wie schon beim Album zuvor bange Wochen des großen Er-Wartens voraus, aber wie vor ein paar Jahren sind auch nach einer Woche aufmerksamen Hörens die Eindrücke zwiegspalten.

Schon nach den ersten Sekunden stellt sich das Gefühl freudigen Wiedererkennens ein, man hört nach zwei Takten: das ist Interpol, und zwar genau so, wie man sie kennt und haben will. Allerdings offenbaren sich dann schon im zweiten und dritten Song dieselben "Problemchen" wie beim Vorgängeralbum: die Band kommt von ihren eigenen Mustern nicht los und verliert sich dann darin, in seinem großartigen Potenzial herumzuirren und verloren zu gehen. Das großartige "Lights" zeigt zwar gleich wieder, was alles möglich ist... - aber der Großteil des Albums beschränkt sich leider wieder nur darauf zu zeigen, was für eine großartige Band Interpol sein KÖNNTE, wenn sie endlich einmal durchgängig und konstant ihre Fähigkeiten abrufen und sich steigern würde. Die Intensität und die Stimmung, die Perfektion im Sound und in den Songs reichen leider nicht an das heran, was mit dem Debutalbum eingeleitet und seinerzeit mit "Antics" zur Perfektion gebracht wurde.

Eines kann und muss übrigens endlich mal gesagt werden: von allen klassischen Qualitäten (Songwriting, Intensität, Style, etc.) konnte man Interpol eigentlich noch nie mit den Bands vergleichen, die sonst so gerne herangezogen werden (Editors, Arcade Fire, etc.), denn dafür besitzt diese Band einfach zuviel Klasse. Allerdings hat sie diese seit "Antics" -Instrumentierung und Produktion hin oder her- leider immer noch nicht weiterentwickeln können, so dass man sich angesichts des Ausstiegs des Bassisten sowie der Soloaktivitäten von Banks vielleicht langsam von der Hoffnung verbschieden muss, dass diese Band vielleicht einmal so groß und so gut wie bspw. Joy Division, etc. werden kann.

Persönlich empfinde ich das Album letztlich als leichte Enttäuschung, aber ich gebe gerne vier Sterne für ein Album, das die Konkurrenz selbst dann traurig aussehen lässt, wenn die Band nur einen Bruchteil ihres Könnens abruft. Aber schade ist es trotzdem...
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie viele Sterne hat das Weltall?, 16. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Interpol (Audio CD)
Nach den ersten drei Mal hören hätte ich einen, vielleicht eine zweiten Stern wegen des tollen Lights-Videos vergeben.
Hab dann erstmal Blümchen gehört.
Aber nur einmal.
Aus Selbsthass.

Jetzt, eine Woche später, ist mir aufgefallen, dass in meinem Atelier die Rotation dieser neuen Interpol CD ohne Unterbrechung verlief.
Kann mich auch kaum erinnern, dass ich anfangs ein Album so fehleingeschätzt habe...
Die meisten Songs entfalten sich am Besten, wie schon des öfteren bei Interpol, sehr langsam,
in tiefer Nacht und kreisen dann noch lange weiter wenn längst schon der Strom abgestellt ist.

Vieleicht hat man mal wieder nicht kapiert was die wollten...
Aber außer Summer Well funktioniert jetzt alles so, wie man es niemals mehr anders haben möchte.
Und dieses grandiose Stück Musikgeflecht (von Always Malais bis The Undoing) hat der Teufel wohl selbst gestrickt...

Wird wohl sehr lange dauern bis man dieses Album auf dem Flohmarkt finden wird....
Danke , wie viele Sterne hat das Weltall???
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 1-1-2-3, 18. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Interpol (Audio CD)
Nur um Zweifeln vorzubeugen: Seit TOTBL bin ich glühender Interpol-Fan und habe sie auch schon 2x live gesehen. TOTBL war der Kracher, "Antics" aber 100%ig auf Augenhöhe. Und selbst der "Drittling" OLTA war noch sehr, sehr gut, wengleich das Heinrich Manoever mich als Singleauskopplung nicht mehr so überzeugen konnte...

Leider ist dieses ihr 4. Album nun das mit Abstand schlechteste. Es wirkt mitunter wie ein 45 Minuten andauernder Singsang ohne besondere Höhen und Tiefen, aus dem einzig "Success" und "Always Malaise" als etwas akzentuierter heraus ragen. Der Rest ist Larmoyanz per Sprechgesang ohne größere Modulationen. Leider wirken auch die Melodien auf Dauer gleichtönig ohne größere Bögen oder Variationen, und die Songs somit insgesamt wenig griffig - fast so, als hätte man die gesammelten B-Seiten veröffentlichen wollen. Wahnsinnig schade - zumal wir nun wieder Jahre auf neue große Interpol-Songs warten müssen.
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5.0 von 5 Sternen Melden sich Interpol zurück oder ab?, 7. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Interpol (Audio CD)
Was mit dem vorab veröffentlichten "Lights" bereits anklang, übertrifft das Album um Längen: abgrundtiefste, dunkelste Schwermut - inszeniert jedoch in den bittersüßesten Melodien, die Interpol je geschaffen haben.

Ich war vorher unendlich gespannt, nach dem ersten -zugegeben- unvorbereiteten und naiven "Hörversuch" aber unendlich schockiert. Zum bloßen Hören ist dieses Album nicht geschaffen, man muss es selbst erschließen, verstehen, sich darauf einlassen.
Beachtet man den(damals zwar noch bevorstehenden)Abgang Carlos Denglers und Paul Banks' beendete Beziehung zu einem Ex-Supermodel als Vorzeichen, fällt dies leichter.

Wer es bei den ersten Werken neben dem Genuss der dominierenden Gitarrenmelodien auch verstanden hat, sich den sensiblen Stimmungsverläufen hinzugeben, wird damit auch weniger Probleme haben.

Nach einigen Tagen finde ich das Album exzellent, bin allerdings noch nicht fertig damit.

Es wird definitiv nicht mein Lieblingsalbum der NYer werden, diesen Platz machen regelmäßig die markanteren und rockigeren Gitarren der beiden ersten -auch leichter verdaulichen- Werke unter sich aus.

In einem Punkt war ich aber ganz schnell sehr zufrieden, und sehr beruhigt:
Interpol stellen klar, was sie NICHT wollen: Unterhalten! Schön

Das Ende des Albums ist Ungewissheit:

Was folgt auf den grandiosen Carlos D.(der seinen Abschied noch einkomponiert hat)und was folgt auf die nicht mehr zu überbietende Schwermut?

Melden sich Interpol nun mit Interpol zurück, oder von Interpol ab?
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Anfang, Mitte, Ende, 24. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Interpol (Audio CD)
Interpol zählen zu den erfreulichen Retromusikern des vergangenen Jahrzehnts, bin ich doch stets der Meinung, das gut geklaut besser ist als Editors ...Oft wurden Interpol mit Joy Division verglichen, was Quatsch ist, ein paar dunkle Untertöne und etwas geknödelter Gesang gibt noch lange keinen Ian Curtis. Vergleiche mit Kitchens Of Distinction treffen die Sache schon eher, aber die kennt ja eh keiner mehr.

Was ihr selbstbetiteltes 4. Studioalbum betrifft, so seie gleich gesagt : es ist mit Abstand ihr schlechtestes. Das Album als Ganzes hat keinen roten Faden und bis auf 3 (von 10) Songs scheint mir hier viel von der Resterampe eingeflossen zu sein. Die Singles sind blass ("Lights") bis erschreckend belanglos ("Barricades"). Wären nicht die drei Ausnahmen, so stände das Album auf keinem Fall hier, aber "Success" ist ein großer Opener der viel verspricht, aber erst in der Mitte der Platte von "Always Malaise (The Man I Am)" getoppt wird. Der große Wurf kommt erst als Rausschmeißer : "The Undoing" ist der beste Interpol Song ever, der beste der Platte sowieso und der beste Albumcloser des Jahres, bedrohlich, unruhig, finster, ich muß an Chameleons denken, ein düsteres Brummen im Hintergrund, wenn der Song vorbei ist, muß man ihn nochmal hören und denkt sich, geile Platte... :), clever Interpol
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Interpol
Interpol von Interpol (Audio CD - 2010)
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