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am 19. Februar 2011
1983, zehn Jahre nach seinem Debüt mit "Closing Time" und neun Alben später, hat Tom den künstlerischen Olymp erreicht. "Swordfishtrombones" wird in die Musikgeschichte eingehen. Die Platte wird eine der einflussreichsten Veröffentlichungen der 80er Jahre überhaupt, zahllose bedeutende Musiker des Jahrzehnts listen sie unter ihren Vorbildern auf. Es ist schwer, unter Toms Platten die eine, beste auszumachen. Wenn es aber darum geht, die monolythischste und für sein Werk wichtigste auszumachen, fällt die Wahl ganz eindeutig auf "Swordfishtrombones". Nie zuvor war er derartig radikal in seinen künstlerischen Mitteln. Und auch später wird er nur noch zweimal an diesen Punkt gelangen, mit "Black Rider" und mit "Bone Machine".

Um dieses Album rankt sich die Geschichte, dass sie ihm bei Asylum die Tür zeigten, als er mit den ersten Aufnahmen aufkreuzte. Der Schock war zu groß. Es hatte sich zwar auf den letzten Alben bereits angedeutet, dass Tom keine Lust mehr darauf hatte, den Bar-Piano-Beatnik zu geben. Aber mit etwas derartigem wussten sie bei der alten Plattenfirma einfach nicht umzugehen. Gut, dass Island Records grade vor der Tür stand.

Die fünfzehn Songs auf "Swordfishtrombones" sind durch die Bank krumm, windschief, bucklig. Es knirscht in den Gelenken. Toms wimmernde, heulende, bellende Stimme tut ihr übriges dazu. Und auch instrumentell tut sich so einiges. Die E-Gitarre tritt in den Hintergrund. Das Piano sowieso. Die Basslinien von Greg Cohen werden immer wichtiger. Und in die Songs schleicht sich die Schlagwerk- und Percussionsabteilung ein: Buschtrommel, Marimba, Konga, Snaredrum, ein Satz Weingläser, diverse Glocken. Unter anderem. Schließlich die immer wichtiger werdenden Bläser. Aber nicht mehr das alte Saxophon, sondern Trompeten und Posaunen. Das Mirakel dieser Songs ist nun, dass jeder einzelne trotz dieser Verschobenheit wunderschön ist.

Einzelne Lieder aus diesem Gesamtkunstwerk herausheben? Wo jedes ein in Stein gehauenes Heiligtum darstellt? Geht natürlich eigentlich nicht. Aber man hat selbstverständlich seine Lieblinge. Gleich die Eröffnung mit "Underground" und "Shore Leave" hintereinander ist großartig. Mein Lieblingsanfang einer Platte überhaupt. "In the neighbourhood" ist ein toller Gassenhauer, der mit einer kompletten Marching-Band die Hauptstraße hinunter zu kommen scheint. Und dann natürlich "Swordfishtrombones" selbst! Was für ein Song! Allein wegen der Bassline von Greg Cohen muss man diese Platte besitzen. Ganz zu schweigen von den unglaublich guten Lyriks. Das folgende "Down, down, down" leitet im letzten Drittel die härteren Gitarren-Nummern ein. "Soldiers Things" ist brilliantes Texten in Verbindung mit melancholischster Instrumentierung. Und zum Ausklang gibt es mit "Rainbirds" Toms schönstes Instrumental seit "Closing Time", mit dem er vor zehn Jahren seinen Erstling ausklingen lies.

Was für einen weiten Weg wir seitdem zurück gelegt haben! Doch für dieses Etappen-Ziel hat sich jeder Schritt gelohnt. Übrigens auch für Tom privat: In den Credits von "Swordfishtrombones" dankt der frisch Verheiratete seiner Frau Kathleen. Und mit "Johnsburg, Illinois" hat er ihr gleich einen ewigen Treueschwur in Liebesliedform auf die Platte gebannt - denn da stammt sie her. Und natürlich ist auch dieses kleine Liedchen am Ende ein bisschen schief. Gerades machen die anderen zu Genüge.

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Dies ist der neunte Teil meines Annäherungsversuches an den Waitsschen Kanon. Den Vorgänger finden Sie hier: "One from the Heart". Weiter geht es mit "Rain Dogs".
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am 17. April 2007
Das Album ist unvergleichlich, einzigartig, solitär. Es die beste LP der 80er Jahre zu nennen, wäre Unsinn insofern, als es mit anderen nicht in eine Reihe gestellt werden kann. Es diskutiert schließlich auch niemand, ob die Beatles besser als Beethoven waren.

Die Musik zu beschreiben, erübrigt sich: Sehen Sie sich das Cover an! Eine Tuba, ein Kontrabass, Pauken, eine Hammond und zuweilen eine Drehorgel. Und: Ein Xylophon, das neben dem Waits'schen Krächzen und Bellen allem seinen unhintergehbaren Stempel aufdrückt.
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am 27. September 2005
Diese CD ist an meiner mitlerweile mehrere Jahre andauernde Tom Waits Sucht schuld! Die erste die meinen CD-Player berühren durfte...und die erste die es wochenlang nicht wieder raus schaffte. Eine irre Kollage aus mehreren dutzend Genres, Stimmungen, Kulturen. Mal traditionel bluesig (Johnsburg, Illinois / Soldier's Things), mal experimentell (Town with no cheer), mal schrammelig krachend (Underground, In the neighbourhood, Trouble Braids)....Einfach Waits!
Ein mehr als nur zu empfehlendes Album. Eine Perle!
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am 10. August 2009
Swordfishtrombones is a collection of raps & recitals, bluesy & jazzy excursions, diner torch songs and instrumentals with spare backing plus one lavishly backed melodious ballad in the style of Jersey Girl on Heartattack and Vine. Underground is a brooding recital while 16 Shells From A 30-6 is a type of emphatic spoken blues in a voice more gravelly than normal. Examples of other talking styles include Frank's Wild Years where Hammond organ and acoustic bass provide edgy backing; the percussive title track where the vocal hovers between talking & singing, and the jittery Trouble's Braids on which Waits's semi-whispered vocal is backed by African talking & Parade bass drums plus acoustic bass.

He sings on the boisterous Down Down Down with its jazzy texture and on atmospheric art songs like the lament Town With No Cheer, the short love song Johnsburg, Illinois and the moving Soldier's Things, tender moments that interrupt the rough pieces and jazz raps. Of the instrumentals, the gentle Rainbirds brings to mind Leonard Cohen's Tacoma Trailer on The Future. For those who prefer their Waits in more traditional style there's the magnificent ballad In The Neighborhood, reminiscent of his early 1970s masterpieces like Ole 55 and I Hope that I Don't Fall in Love with You.

Predominantly experimental, Swordfishtrombones may not appeal to all fans as the album is dominated by minimalist raps resembling the quirky work of Captain Beefheart. Moreover, it takes some time & patience to understand and appreciate the other, more delicate compositions with their melancholic emotional tone. It's definitely worth the effort though, since a gem like Soldier's Things must ultimately be counted amongst Tom's most accomplished and memorable work.
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am 9. August 2005
Man kann über Tom Waits sagen, was man will: er ist sich selbst immer treu geblieben. So hat er seine Stimme über die Jahrzehnte hinweg brav weiter rosten lassen und seine Texte handeln auch heute noch in erster Linie von den tragischen Figuren des Lebens, wie man sie in verrauchten Italo-Restaurants, heruntergekommenen Hafenbars und sonstigen Spelunken vorfinden kann.
Mit diesem Album begann er 1983 eine Trilogie, die mit den allen musikalischen Standards, die er auf den Vorgängeralben bis dahin etabliert und geflegt hatte, brach. Vor allem die merkwürdige Instrumentierung ist seiner Plattenfirma damals wohl übel aufgestoßen und hat ihn prompt gefeuert.
Das Album startet furios mit "Underground", einem Waits-Klassiker, der den Hörer dunkel grollend, rumpelnd und wild-aufstampfend auf die restlichen Songs vorbereitet. Es folgt "Shore Leave", ein weiterer Fan-Favourite, den Waits mit einer rauchigen, bisweilen zaghaften Stimme vorträgt. Danach folgt ein gelungenes Instrumental und das eher unspektakuläre "Johnsburg, Illinois".
Was dann kommt ist der Kracher schlechthin. Einer seiner bekanntesten Songs und praktisch bei jedem Live-Konzert dabei: "16 Shells from a 30.6". Bombastischer wurde das Schlagzeug noch nie eingesetzt. Der treibende Rythmus, der dadurch erzeugt wird, ähnelt einer Dampflok auf Amphetaminen. Sagenhaft!
Es reiht sich an, der qualitativ beste Song auf dem Album: "Town with no cheer". Eine Stadt ohne Kneipen und Kantinen. Undenkbar für Waits, der seinem Bedauern über das Fehlen dieser Einrichtungen (in einer imaginären Stadt) hier ein musikalisches Denkmal gesetzt hat. Dieses Lied schafft es eine wohlige, erznostalgische Stimmung zu erzeugen, egal wie oft man es hört.
"In the Neighborhood" ist wohl der eingängigste Song auf der CD. Eine Ode an die Nachbarschaft. Auf diesen folgt wiederum ein Instrumental und danach das (durchaus für einige Lacher gute) "Frank's Wild Years".
"Swordfishtrombone", der Titelsong ist über alle Zweifel erhaben und steht fast auf einer Stufe mit "Town with no Cheer".
Die nächsten drei Songs können da nicht mithalten, wobei "Down, Down, Down" durchaus *rockt*. "Troubles Braids" ist ein schräges
Soundexperiment und hat durchaus seinen Reiz. Das Album schließt mit "Rainbirds", einem herzzerreißend-melancholischen Instrumental, dass von Waits persönlich auf seinem Piano eingespielt wurde.
Fazit: Ein sehr starkes Album vom "Bukowski der Rockmusik", wenn auch nicht sein Bestes. Jedem der Waits kennenlernen will, sei allerdings das Nachfolgewerk, nämlich "Raindogs" empfohlen.
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am 30. August 2000
Ich wüßte nicht, dass Tom Waits jemals einen kommerziellen Hit hatte, höchstens andere bekannte Musiker mit Coverversionen seiner Songs. Für Hits sind seine Platten einfach zu schwer verdaulich, so auch »Swordfishtrombones«, welche zusammen mit der Nachfolgeplatte »Rain Dogs« sein Meisterwerk ist. Die Musik darauf ist schwer zu beschreiben, eine einzigartige Mischung aus verschrobenem Jazz, krächzendem Sprechgesang, etwas Rock, Klavierballaden, verfremdeten Altagsgeräuschen und vor allem jede Menge Schlaginstrumente. Die einzelnen Songs klingen fremdartig, aber nach kurzer Eingewöhnung kann man jeden einzelnen nur als genial bezeichnen. Der New Musical Express beschreibt die Musik von »Swordfishtrombones« so: »Du sitzt betrunken in einem italienischen Barbershop im irischen Viertel, hörst im Radio eine Polkaband, während eine Horde wildgewordener Seemänner den Laden in Trümmer legt.« Alles klar?!
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am 7. August 2015
Meine erste LP von Tom Waits, die ich mir damals mit süßen 17 gekauft habe. Ich habe bei Michelle in Hamburg vor den "Neu Eingetroffen" LPs gestanden und sah dieses, für jemanden, der sonst The Jam und ähnliches gehört hat, doch eher ungewohnte Cover. Ich habe die LP dann nach etwas Zögern wegen dem Cover gekauft und Zuhause aufgelegt; seit dem ersten Hören war ich T.W. verfallen und bin es immer noch. Was dann mit Rain Dogs, Frank's Wild Years und Bone Machine folgte, fügt sich nahtlos an dieses Meisterwerk an. Mein Album für die Insel!
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am 17. März 2002
Als ich Tom Waits noch nicht kannte, brachte einmal einer meiner Lehrer in der Schule die "Swordfishtrombones" mit und spielte uns "Rainbirds" und "Underground" vor. Ich war begeistert. Er sagte außerdem: "Wer diese CD nicht hat, der soll sie sich kaufen." Was ich auch tat.
Heute besitze ich alle Waits-Alben. Über dieses, die "Swordfishtrombones", kann man nichts sagen, man muss es einfach selber gehört haben. Eine Musik, so tiefgehend in jeder Beziehung, dass einem wirklich die Worte fehlen. Nur eines kann ich sagen: Wer diese CD nicht hat, der soll sie sich kaufen...
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TOP 500 REZENSENTam 14. Juni 2009
Swordfishtrombones ist das erste Album, was Tom Waits nicht nur geschrieben, sondern auch produziert hat, und das ist ihm anzumerken, denn es ist sicherlich eine der radikalsten Aufnahmen der Rock/Pop-Geschichte. Wahrlich erstaunlich, wieviele Instrumente, Klangkörper, Stilrichtungen hier zu einem Gesamtwerk zusammengeführt werden. Auch diese CD enthält wieder einige dieser ganz einzigartigen Tom Waits-Kompositionen, die sich ins Gehirn reinfressen, sodass man den Blues bekommt, sofern man ihn nicht schon hatte, insbesondere: "IN the Neighbourhood".
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am 10. Mai 2014
Tolles Album, das den Facettenreichtum der Werke von Tom Waits deutlich macht. Gerade für Einsteiger, die sich mit dem Künstler vertraut machen wollen, sehr zu empfehlen!
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