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29 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Buch eines wahren Komponisten und Musikers!
Wer sich für die Musik von Mike Oldfield interessiert und begeistern kann, kommt - vorausgesetzt seine Englischkenntnisse sind profund genug - um dieses Buch nicht herum. Es bietet Antworten auf Fragen, die sich mir in der intensiven Auseinandersetzung mit seiner Musik immer wieder seit mittlerweile über 25 Jahren stellten: Wie kam er darauf? Welche...
Veröffentlicht am 14. Juli 2007 von Sven Sommer

versus
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eben eine Autobiografie
Ich bin seit ca 30 Jahren MO Fan und habe mehr oder weniger alles über ihn. Daher auch diese Biografie. Leider sind ein paar sehr interessante Teile weggefallen, wie z.B. der ernste Streit mit Virgin und R. Branson oder die Beziehung zu Anita Hegerland. Auch die one night Ehe (??) mit der Tochter oder Schwester seines Therapeuten ist nur kurz erwähnt und...
Veröffentlicht am 19. August 2007 von ExKingKong


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29 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Buch eines wahren Komponisten und Musikers!, 14. Juli 2007
Von 
Sven Sommer (Trier) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer sich für die Musik von Mike Oldfield interessiert und begeistern kann, kommt - vorausgesetzt seine Englischkenntnisse sind profund genug - um dieses Buch nicht herum. Es bietet Antworten auf Fragen, die sich mir in der intensiven Auseinandersetzung mit seiner Musik immer wieder seit mittlerweile über 25 Jahren stellten: Wie kam er darauf? Welche Beweggründe hatte er? Warum hat er diesen Titel gewählt? Wie hat er die Musik aufgenommen? Welches war seine musikalische Vorbildung/Ausbildung? Seine Lebensumstände? Und was ein "Fan" noch so wissen will ....

Mike Oldfield schildert ausführlich seine Kindheit, das Leben in der Familie (seine Geschwister Sally und Terry sind ja ebenfalls in der Musikwelt bekannt), seine Aussenseiterrolle und seine Gefühlswelt. Er beschreibt, wie er sich in seiner Musik befreit fühlen konnte, wie er in ihr aufging und wie sie sein Lebensinhalt wurde. Der Leser lernt die Musikindustrie der 60er und 70er Jahre kennen, die Musiker mit ihren Drogen und alternativen Lebensarten. Er erfährt, wie und woher sich die Protagonisten der Musikszene gegenseitig kannten, welche Zufälle es gab, mit denen einige plötzlich zu "Stars" wurden. Oldfield beschreibt aber auch seine immer problematischer werdenden psychischen Probleme, die eingefleischten Fans vom Hörensagen immer schon bekannt waren, und die Auswege daraus. So beginnt das Buch mit Szenen einer Therapieveranstaltung, die ihn nachhaltig beeinflusste. Er stellt seine ersten musikalischen Gehversuche in den Pubs und Clubs seiner Zeit, seine Erfolge, seine Ängste live zu spielen, seine Freundschaften und sein Verhältnis zur Musikindustrie dar. Er schildert, was ihn zu jedem einzelnen Album trieb und welche Vorgehensweise er hatte. Besonders interessant ist z.B., wie "Moonlight Shadow" entstand, das sich doch deutlich vom Rest seines Schaffens unterscheidet. Er gibt gibt dem Leser Einblicke in seine Gedankenwelt, seine Ansichten und Überzeugungen, ohne missionierend zu sein. Er bleibt sachlich und bisweilen humorvoll. Und man liest auch, welche Musik der "Meister" selbst gern hört.

Schade ist nur, dass er seine Jugend und die musikalischen Anfänge sehr ausführlich beschreibt (bei den Aufnahmen zu "Tubular Bells", seinem ersten Album, ist schon die Mitte des Buches erreicht!), während spätere Perioden eher gerafft dargestellt werden. Dadurch entsteht der Eindruck, dass die für ihn wichtigste Zeit die 60er und 70 Jahre waren und dass danach nicht mehr viel kam. Dies wäre sicherlich nicht korrekt.

Mike Oldfield verquickt in angenehmer Art und Weise seinen musikalischen Werdegang mit Informationen aus seinem Privatleben. Nicht so, wie es ein Leser der Regenbogenpresse wissen will, sondern dezent, auf das Wesentliche beschränkt. Wer also sensationsgespickte Insiderstories lesen möchte, vielleicht sogar von sexuellen Orgien, wie es manche nicht vergleichbare deutsche "Komponisten" (oh Graus!) getan haben, wird hier enttäuscht werden. Er ist eben ein ernst zu nehmender Musiker, kein Entertainer. Ihm ging und geht es immer um die Musik, nicht ums Geldverdienen!

Oldfield ist kein Literat - ein Buch von Neil Peart (Rush) liest sich anders - aber es ist durchgängig klar und leicht verständlich geschrieben, überfordert auch einen non-native Speaker nicht unbedingt. Ich habe das Buch an wenigen Abenden durchgelesen und konnte gar nicht aufhören zu lesen - ein echtes Kompliment, das ich Mr. Oldfield machen muss! Das passiert nicht so oft.

Für mich, der ich selbst Hobby-Musiker bin und dies von frühester Kindheit immer sein wollte, wozu sicher Mike Oldfield entscheidend mit beigetragen hat, ist er DER kontemporäre Komponist schlechthin. Ich kenne keinen anderen, der es so gut versteht, die emotionalen Saiten in mir zum Schwingen und Klingen zu bekommen. Ich bin ihm für dieses Buch und die Antworten auf lang gestellte Fragen sehr dankbar! Ich konsumiere seine Werke nun mit einem anderen - vielleicht besseren - Hörverständnis. Und das war es allemal wert. Schade nur, dass nur wenige meiner Landsleute dieses Buch jemals lesen werden!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mike-Oldfield-Story: er über sich (und auch seine Musik), 5. Mai 2009
Von 
Serenus Zeitblom (Köln, Europa) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Kaufen oder nicht kaufen?
Kaufen. Insbesondere als Fan oder als an Persönlichkeitsentwicklung Interessierter.

- Wie wird man Mike Oldfield? -
Die Schule und ihre Prügelstrafe hassen, selbst dort gehörig an die Wand prallen, doch die Nächte bereits als kleiner Junge durchüben. Die Musik als einzigen Ausweg haben, um trotz einer grenzwertigen Familie und als kompletter Außenseiter Halt und Anerkennung zu haben. Oldfield ist und war äußerst gefühls-unmusikalisch bis hin zum Autismus. So beschreibt es Oldfield selbst. Klingt dieser Weg nicht ... begehrenswert?

- Was ist an Klatsch enthalten? -
Wenig. Über Affären o.ä. schweigt er sich sehr dezent aus, ja, selbst seine Beziehungen wie 1987-93 mit seiner begnadeten Sängerin Anita Hegerland tragen keine Namen: immerhin zwei Kinder stammten daraus. - Das am schwersten zu Glaubende, das sind - laut Oldfield - funktionierende Séancen mit Verstorbenen und körperliche Vorahnungen beim Tod von Verwandten oder dem 9.11. Offen ist Mike Oldfield zum Thema seiner langjährigen Alkoholabhängigkeit. Seinen früheren sonstigen Drogenkonsum verteidigt er nahezu zum einen als wichtig für seine musikalische Entwicklung, dabei beschreibt er einen LSD-Horrortrip mit den folgenden Panikattacken dermaßen eindringlich, dass es jeder Drogenbeauftragte einfach nur in MTV vorlesen könnte. Auch die heftigen Familienverhältnisse beschreibt Oldfield recht klar: überforderter Vater, alkohol- und tablettensüchtige Mutter. Und doch erzählt der Musiker auch wie gerade deren irische Natur ihm eine große Inspiration war (und wie die beiden sich beim gemeinsamen Saufen verstanden - es ist bei allen kleineren Auslassungen doch ein schonungsloses Buch).
Andere Stars, die vorkommen, sind u.a. Mick Jagger (nett zu Michael und vor einem Auftritt hilfreich), Marianne Faithfull (Freundin von Mikes älterer Schwester Sally), Steve Winwood (macht auf englischen Landedelmann, der Enten mit Blei spickt) oder Charismatiker Richard Branson, der Mike zum einen groß herausbringt und schützt, zum anderen ihn auch nach Kräften melkt. Da dieses Taschenbuch in Virgin Books herauskommt, muss Mike ihm wohl doch ein wenig verziehen haben.

- Wie und was schreibt Mike sonst so? -
Das Buch wirkt wie von Mike erzählt und vom Ghostwriter behutsam in Mikes Stil geordnet und in eher einfachen Sätzen niedergeschrieben. Auch für Nicht-Muttersprachler ist es daher leicht lesbar. Einstieg ist eine Art Rebirthing-Session, die Oldfield für lange Zeit von seinen Panikattacken befreien sollte. Dann berichtet Oldfield von seinem Großwerden in England, seinen Eltern und seinem Einzelgängerdasein schon als Kind. Dem Druck, sich gefälligst ins Kollektiv einzupassen, gefälligst 'normal' zu sein, war Oldfield umso stärker ausgesetzt, als er feinfühliger zu sein scheint als seine Umgebung. Er beschreibt sich selbst als intuitiv, sensibel und sehr introvertiert. Ich kann mir hier vorstellen, dass daher dieses Buch für so manchen auch Inspiration für das eigene Leben sein kann.
So kommt Tubular Bells erst im Mittelteil des Buches, so bleibt für die weiteren Alben vergleichsweise wenig Raum. Erschienen ist das Buch ursprünglich 1997, ob es jemals eine deutsche Übersetzung geben wird, ist doch fraglich.

Fazit: an drei Abenden durchgelesen, und ich werde Oldfields Alben jetzt noch einmal ganz anders hören. Fünf Sterne.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen earth moving wars zwar nicht, aber..., 6. Oktober 2007
Von 
Thomas Nagel "TW" (Bünde / Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
wie mein vor-rezensent bin ich auch schon seit -zig jahren oldfield-fan, auch ich mußte das buch allein deswegen haben. trotz meines fantums jedoch muß ich sagen, daß oldfield es einem nicht gerade leicht gemacht hat, besonders mit seinen letzten veröffentlichungen nicht ( light and shade ), aber darum solls ja hier nicht gehen.

bei der empfängerschicht dieses buches muß man streng unterscheiden zwischen denen, die als fans schon etwas über oldfields werdegang wissen, die streits zwischen richard branson und virgin und deren hintergründe kennen, und denen, die von ihm vielleicht einmal gehört haben, wissen, daß er derjenige ist, der mit tubular bells ein jahrhundertwerk geschaffen hat ( und m.e. mit ommadawn und amarok auch, dieser einschub muß sein ) und den welthit moonlight shadow geschrieben hat.
unterm strich wird meiner meinung nach bei diesem buch dies passieren: die fans werden sich wundern, warum einige passagen seines lebens ausgeblendet oder schöngefärbt worden sind, die anderen erhalten einen einblick in oldfields kindheit, drogenabhängigkeit, psychischen probleme und sein verzweifeltes suchen nach seinem platz in einer welt, in der er größte schwierigkeiten hat, sich zurechtzufinden.
stilistisch berichtet oldfield in einer recht trockenen, fast emotionslosen art, als würde er auch mit diesem buch nur eine übung absolvieren, die ihm in seiner persönlichen entwicklung weiterhilft. stellenweise kommt typisch britischer humor zum tragen, seine urteile über freunde, kollegen und wegbegleiter fallen stellenweise hart aus, manche namen sind ihm entfallen... interessanterweise konzentriert oldfield sich in diesem buch sowieso mehr auf seine innerliche entwicklung als darauf, wie er durch seine musik bekannt geworden ist. er hangelt sich eben NICHT von einem erfolgstitel zum nächsten, sondern erzählt, wie er von album zu album getrieben wurde, und durch welche äußeren einflüsse.
tatsache ( siehe vorrezensent ): es ist nach oldfields eigenen worten tatsächlich wenig flow in seinem schaffen zu finden, alles wurde gleichsam herausgepreßt, und auch als fan kann ich mich gegen den eindruck nicht wehren, daß sich manche passagen von changeling zwischen weinerlichkeit, selbstmitleid und arroganz bewegen.
hört sich überhaupt nicht nach vier sternen an, oder?
ich möchte an dieser stelle deutlich darauf hinweisen, daß die vier sterne, die ich vergeben habe, definitiv KEINEN fan-bonus aufweisen, denn:
unterm strich ist das buch schon mehr als eine bloße fingerübung auf dem weg eines therapie-patienten zu sich selbst. es ist äußerst flott geschrieben, es ist humorvoll, es hat zwei bildteile mit zumindest meinem wissen nach unveröffentlichten fotos und es läßt sich sehr gut weglesen ( wenn man genügend englischkenntnisse hat! )
und eine wichtige botschaft an die welt gibt mike oldfield auch noch zum schluß: daß er jetzt an einer stelle seines lebens angelangt ist, an der er nur noch die musik machen wird, die er in sich fühlt, ohne von äußeren erwartungshaltungen oder sonstigen zwängen gedrängt zu sein.
man kann gespannt sein!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wechselbalg ( Changeling) ? Nein, nur Wachstum und Entfaltung, 21. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Auch ich habe mir sofort diese Autobiograhie dieses meiner Meinung nach größten und genialsten Musikers und Komponisten der Jahre 1972 bis 2000 hier bestellt, da ich unbedingt wissen wollte, welcher Mensch hinter dieser einzigartigen Musik steckt, und welches Schicksal ihn so offen für die kosmischen Botschaften machte, die er uns auf die Erde brachte.

Ich konnte das Buch recht flüssig und so gut wie in einem Rutsch lesen.
Da ich beispielsweise mit den Romanen von Dan Brown sehr viel Mühe habe und ständig Worte nachschlagen muss, meine ich, das dürfte ein Indiz dafür sein, dass sich auch Personen mit einem nur mittelmäßigen englischen Sprachschatz an diese Autobiographie heran wagen können.
Denn eine Übersetzung ins Deutsche wird es wohl leider nicht geben.

Das Buch ist sprachlich leicht und einfach geschrieben. In übersichtlichen, eher kürzeren Sätzen.

Inhaltlich ist es dafür aber um so stärker.

Ich fand es mordspannend, sehr persönlich, überzeugend authentisch ( wirklich SELBST geschrieben, meinem Eindruck nach), und sehr aufschlussreich, meine o.a. Neugier voll befriedigend.

Der Leser erfährt zunächst viel über seine Kindheit.

Als vorerst jüngstes Kind neben Terry und Sally Oldfield eines englischen Landarztes und einer sehr geheimnisvollen und musikalischen Celtin aufgewachsen, waren die ersten Jahre bis über 6 für Mike eine sog. glückliche Kindheit.

Seine erste Erinnerung war die an volle Windeln, die er hasste und immer happy war, wenn er wieder gesäubert und frisch verpackt war.
Eine meiner Ansicht nach also sehr früh einsetzende Erinnerung.

Im Alter von wohl 7 bekam er noch einen Bruder, der schwerbehindert war, wodurch die vorher noch heile Oldfieldwelt zu zerrütten begann.
Seine geliebte Mutter ist daran zerbrochen, auch medikamentenabhängig geworden, und hat sich nie ganz erholt, obwohl dieses Kind recht bald verstarb.

Ab 9 Jahren war Mike, der vorher eine sehr enge Beziehung zu seinem Vater hatte, sich selbst überlassen, und fing an, mit der Gitarre seines Vaters zu kommunizieren.

Sein Vater brachte ihm ein paar Grundgriffe bei. Weiteres lernte er in den irisch angehauchten Pubs, in denen er schon in diesem Alter ein- und ausging.

Alles andere brachte er sich autodidaktisch bei, indem er Schallplatten anhörte und das Gehörte nachahmte.
Hieraus hat sich wohl- meiner Ansicht nach - sein ungewöhnlicher, fast unnachahmlicher Stil ergeben.

An anderen Kindern hatte er wenig Interesse, da die einander nur herum scheuchten und fingen und so, worin er für sich keinen Sinn sah.

Er war also recht isoliert ; fing auch im Alter von 9 Jahren schon an zu rauchen, und nicht sehr viel später kam dann auch schon der Alkohol hinzu, mit 13 der Sex.

Schon bald war er so was wie eine kleine regionale Prominenz, jedenfalls sobald und so lange er seine Gitarre dabei hatte und bereitwillig vorspielte.

Auch in der Band seiner Schwester Sally Oldfield - SALLYANGIE - war er aktiv, trat auf und sang noch recht viel.

Dann bastelte er jahrelang an seinem späteren Erstlingswerk, den Tubular Bells I ( Seite A und B).
Sehr faszinierend war für mich auch, zu erfahren, wie er es dann später anstellte und schaffte, dieses Opus auf den Markt zu bringen.
Wie er da - fast noch Kind - nachts alleine seine an sich zu schwere Gitarre durch`s nächtliche London schleppte und zerrte,
und irgenwann dann mal ein Studio fand, in dem er nur eine Woche lang Zeit hatte, alles abzumischen.

Die Entstehung diese Werkes ist außerordentlich interessant, denn man erfährt, dass diese Bell gar nicht geplant waren, nur im Studio von einer anderen Band zurück gelassen worden war, und dann aber so zum Einsatz kam, dass sie zerbeult wurde.

Auch die Beschreibung der späteren Uraufführung - er im Alter von 19- seiner Gefühle dabei, und der Unterstützung, die er von Mick Jagger bekam, der Mike, am ganzen Leibe zitternd, auf die Bühne schob und ihm ja auch Mick Taylor zukommen ließ, der einer der wenigen Musiker war, der in der von Mike gewünschten Weise Gitarre spielen konnte - war sehr spannend und erfrischend.

Dann widmet er einen großen Teil des Buches seinen Drogenerfahrungen.
Dem Horrortripp, den er durch LSD bekam, und der ihn für mehr als 10 Jahre zu einem sehr leidenden, von Panikattacken geschüttelten Menschen machte, der sehr publikumscheu war und mit seinem Ruhm kaum umgehen konnte.
Sich versteckte, nicht auftreten wollte.

In den 10 Jahren entstanden aber alle die Werke von ihm, die ich für seine größten halte.
Mike wirft für mich die Frage noch einmal mehr auf, ob alle große Kunst wirklich nur leidgeboren ist ?
Ab 2000 hat er ja wohl endlich zu innerer Ruhe und Ausgeglichenheit gefunden, und seine Kompositionen sind dadurch seichter geworden, eintöniger . Die Gitarrenriffs nur noch auf ein Minimum reduziert. Wenn auch immer noch gut.

Der Leser erfährt auch von seiner Begeisterung über die Geburten seiner ersten 5 Kinder, denen er beiwohnte, und sein Bedauern darüber, dass er ihnen aufgrund seiner eigenen inneren Zerrüttung nicht wirklich ein zuverlässiger Vater sein konnte, und ihren Müttern kein echter Partner.
In Bezug auf sein Liebesleben hält er sich aber darüber hinaus sehr bedeckt.

Über seine jetzige Ehe und Vaterschaft erfährt man nichts, denn das Buch hört davor auf.

Aber wir wissen ja alle, dass er jetzt wohl recht solide ist und ein stabiles Familienleben führt.
Oder ?!

Also, 5 Sterne für diese Autobiographie, ein MUSS für Fans dieses musikalischen Genies.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Chronologie, Zeitgeist und Emotionen, 1. Juli 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zum Stil und Inhalt des Buches kann ich mich nur meinen Vorrednern anschließen. Es ist sehr angenehm geschrieben und man hat den Drang es in einem Ritt zu lesen. Chronologische Ereignisse wechseln gekonnt mit philosophischen interessanten Ansichten und Beschreibungen persönlicher Emotionen. Sicherlich treffen die Inhalte besonders bei gleichartigen Menschencharakteren auf besonderes Gehör.

Oldfield Ostalgie
In der DDR haben wir die Zeit und die Oldfield Werke in Bezug auf unseren Zeitgeist und unsere Umgebung interpretiert, die doch in diversen Aspekten so verschieden war von der, die Oldfield erlebt hat. Einen winzigen kleinen Einblick in diese Mentalität bekam man durch die Sendung 'English for you'. Die Werke gehörten sicherlich zu den Alternativen bezüglich der damaligen Restriktionen in der DDR. Zugriffsquellen zu derartiger Musik waren damals 1. Berliner Rundfunk 'Quartett für den Rekorder', 2. Amiga-Veröffentlichungen oder 3. Kumpels, die an Plattenringe angekoppelt waren, bzw. später 4. Einkauf in Ungarn. Ich kann mich erinnern, dass QE2 Amiga einfach mitgenommen wurde und dann irgendwo im Plattenregal als Instrumentalmusik und typischer Sound der 80er stand. Irgendwie kam man erst später auf die Werke der 70er, wie Tubular Bells, die dann doch etwas kultiger waren und mit denen man auch die Kumpels beeindrucken konnte, welche immer die Pudhys, etc. gehört haben.

Oldfield England
Jemand, der nur den Zeitgeist in seiner jeweiligen Umgebung, sei es Ost oder West oder ein ganz anderes Land, England ausgeschlossen, erlebt hat, hat, glaube ich, keine konkrete Vorstellung von den Szenerien, die Oldfield bezüglich seiner Kindheit und Jugend beschreibt.
Persönlich hatte ich das Glück, nach der Wende England intensiv in Beruf und bezügl. Freunde und Familie zu erleben. Ich habe sowohl in Reading gewohnt, als auch hier und dort in Essex, Kent und East Sussex, mit Pendelei nach London. Ich habe dort öfters in den beschriebenen Wohngemeinschaften gewohnt und x weitere davon erlebt. Für einen Deutschen ist es unmöglich sich vorzustellen, was die Begriffe Unordnung, Mitbewohner und Saufparties in England bedeuten. Auf Feten war es u.a. damals schon Gang und Gebe, dass die Hash-Knete umging und Drinking-Games bis zur Bewusstlosigkeit stattfanden. In England würde man dies nicht mit Drogenabhängigkeit oder Alkoholismus bezeichnen, obwohl Letzteres nach deutschem Standard zuträfe.
Ein wichtiger Aspekt ist also die Mentalität der Engländer, mit deren Kenntnis sich das Ganze natürlich noch genauer nachvollziehen lässt und somit noch interessanter macht.
Ein Jahr lang saß ich auch zum Musik-Mittwoch regelmäßig im Pub in Kent, wo jeder mitspielen konnte, der wollte (so wie es Oldfield beschreibt). Hier sind mir die Einflüsse des britischen Folk auf die Musik von Musikern wie Oldfield, Jethro Tull oder Faiport Convention, etc. erst richtig bewusst geworden. Diesen Zusammenhang haben damals in der DDR vielleicht nur Mitglieder Der Folkie-Szene bewusst erlebt. Oldfield beschreibt auch dies öfters im Buch.

Zeitgeist
Der chronologische Zeitgeist lässt sich aber auch orts- und mentalitäts-indifferent wunderbar im Buch anhand des Standes der Technik (Tonband, Verstärkertechnik, etc.), Kultur und Gesellschaft mitverfolgen. Oldfield reflektiert dies auch, aus meiner Sicht, auf den Punkt genau. Die Entstehung von Tubular Bells wird hier ausführlich beschrieben.

Fakten
Das Buch stellt einige Hören-Sagen oder falsch interpretierte Informationen richtig und korrigiert somit dem Halbwissen entsprungene Vorstellungen und füllt Informationslücken sehr gut und ist somit eine weitere gute Recherchequelle für den an der damaligen Szene interessierten Leser. Persönlich interessant fand ich die Bezüge zu Kevin Ayers und Soft Machine. Diese Referenz ist in unserer, sozusagen 1. Nachfolgegeneration (Jg 66), die diese Art Musik vom großen Bruder oder Cousin vorgestellt bekam, zwischen Pink Floyd, Jethro Tull, Genesis, Yes, etc. etwas untergegangen. Das Buch war ein guter Anreiz, sich damit zu beschäftigen. Die Rolle und der Werdegang Richard Bransons und Virgin werden chronologisch automatisch mit abgedeckt.

Zusammenfassung
Für mich war das Buch als Kenner sowohl der Musik, des Zeitgeistes und der Szene Englands eine Bereicherung und dadurch nahezu vollständig nachvollziehbar. Leser, die nicht so mit dem Leben in England vertraut sind, müssen sich sicher einiges in ihrer Vorstellung erarbeiten, was ohne Kenntnis des Ortes und der Mentalität jedoch nur ein Versuch sein wird.
Nach Beendigung des Buches, hat man das Bedürfnis die Webseite des Autors aufzusuchen, um ggf. mal ein Feedback zu geben. Nach der Eigendarstellung Mike Oldfields als normalen Menschen scheint einem das möglich und logisch. Man trifft dort jedoch nur auf den Mike Oldfield Informationsservice, ein aus meiner Sicht von Marketing-Handlangern betriebenes Werbe- und Informationsportal für Sammlernaturen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen The journey doesn't seem to be over yet, 29. Mai 2007
Von 
K. Beck "nil" (Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
If you're especially interested in how he started his career in the late 60s, early 70s and how he "happened" to work on the first albums, why he got involved into music in the first place, and the important role of his family, this book gives you all the bits and pieces in an authenticated

account. Then there are those chapters where he outlines some of the more private (and pointedly expressed) views on things and people, and drugs and spiritualism.

Here it may get a bit confusing, especially when you're not into it yourself, although this probably is how all these amazing events can be evaluated: how do you get through all of this without becoming the ultimate cynic ? How to still have faith in family ?

How to have to succumb to those outside forces and still create beautiful, inspired music ? How to feel like the loneliest person on the planet and keep going ? There the magic of his music's on the edge of comprehension. If not that, it might be just good advice.

Apart from that he gives a thorough report on how to become a good instrumentalist: keep practising, get a lot of gigs, listen to more music and the lot. The price he paid, though. Quite naturally, unfortunately, he stops short of revealing the more creative parts of making music.

And it all gets even more condensed when he talks about the time from the late 80s until today. This is really disappointing, even more so if you are one of the younger fans. But to be fair, this is NOT an abstract on producing music. Nevertheless, that's half a star off.

What I liked about the book, technically, was this kind of "these are my very own words"-style. Sometimes it gets close to reading a shopping list (pardon me), but that just fits, as Mr. Oldfield says himself he's not a conversationalist, and occasionally, in the more humorous parts, it's fun to have that dry style.

And one more thing: they don't have people to read the drafts before printing any more, do they ? Is it really whole words missing ? I don't think this is the way Mr. Oldfield puts together his music (or his model planes). Is it that Virgin-thingy again ? I didn't know they are publishing books these days. That's another half of a star off.

All in all you get the account of an extraordinary life between panic, fear, music and determination. I recommend reading it, if only for the lesson provided.

The next time I listen to Tubular Bells, I will do it with a little more respect.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Biografie von Mike Oldfield, Changeling, 9. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Relativ einfach zu lesen. Man hat einen völlig anderen Bezug zu MikeŽs Musik als vorher. Ich habe mir während des Lesens oft die entsprechende CD angemacht. Mir gefällt die Biografie, ehrlich und interessant geschrieben. Bärbel
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5.0 von 5 Sternen Ein Buch als Begleiter für sensible Musikliebende, 20. Juli 2011
Von 
Sjard Seliger (Neumünster, Schleswig-Holstein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Es gibt viele Leute auf diesem Planeten, die Mike Oldfield nicht mögen. Dies liegt vor allem daran, dass sie nie Zugang zu seiner Musik gefunden haben. Seine Musik ist stets komplex und ganz und gar nicht oberflächlich. Sie ist tiefgründig und spiegelt bis ins kleinste Detail haargenau Mikes Gefühle wieder. Er spricht mit seiner Musik aus seiner Seele, aus der eines zurückhaltenden, sympathischen und sehr sensiblen Mannes. Um Mikes Musik richtig verstehen zu können, muss man am Besten fühlen wie er, oder zumindest seine unglaubliche und berührende Lebensgeschichte kennen. Wer diese nun kennen lernen möchte, der kaufe sich dieses Buch!
Lange Rede, kurzer Sinn:
Für mich ist das die beste Autobiographie und eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe.
Es hat einfach dieses Gewisse etwas. Man spürt beim Lesen, dass es Mike Oldfield wirklich aus tiefster Seele geschrieben hat und absolut authentisch erscheint. Angefangen bei seiner schwierigen Kindheit und Jugend behandelt er dieses Thema noch bis zur Hälfte des Buches. Zwischenkapitel dienen als kurze Ansprache besonderer Gedankengänge über etwas abwegigere Themen, z.B. seine Meinung zur Politik oder dem Meditieren. Weitere Abschznitte werden verschönert mit seltenen Fotos aus dem Archiv und Privatfotos. Des Weiteren schildert er die Entstehung zu allen seiner Alben und auch viel aus seinem Privatleben.
Weiterhin erzählt der Musiker sehr präzise und interessant die Entstehung aller seiner Alben und die Geschichten hinter einigen berühmten Songs (z.B. Moonlight Shadow).
Stets blieb mir als Leser (und, zugegeben, als großer Fan) immer das Gefühl, Mr. Oldfield nimmt uns mit auf eine persönliche Tour durch sein komplettes Leben. In den von ihm geschriebenen Zeilen steckt eine unbeschreibliche Herzlichkeit drin, sie strahlen Nähe, fast schon Intiminät aus. Man kommt sich vor, als würde Mike ein guter Freund sein, den man schon seit Jahren kennt. Man fühlt wirklich mit ihm. Für sensible Seelen ist das am Besten geeignet, aber auch andere Charaktergruppen werden sich dort mit Sicherheit hineinlesen können.

Wenn ein Buch ein Wegbegleiter werden kann, dann dieses. Man fühlt sich anders, einfach besser, nachdem man Changeling gelesen hat.
Und dieses Gefuehl kann ich nur jedem wärmstens weiterempfehlen :-)
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eben eine Autobiografie, 19. August 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich bin seit ca 30 Jahren MO Fan und habe mehr oder weniger alles über ihn. Daher auch diese Biografie. Leider sind ein paar sehr interessante Teile weggefallen, wie z.B. der ernste Streit mit Virgin und R. Branson oder die Beziehung zu Anita Hegerland. Auch die one night Ehe (??) mit der Tochter oder Schwester seines Therapeuten ist nur kurz erwähnt und widerspricht inhaltlich den Überlieferungen anderer Autoren.
Trotzdem ist das Buch ok.
Ich war geschockt wieviel Technik und wie wenig Inspiration und Flow hinter den Alben steckt, selbst der ersten.
Das Buch ist informativ, aber man darf nie vergessen: Es ist eine Autobiografie.
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