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am 24. Oktober 2010
Alter Schwede, fetten Respekt !!! Es ist garnicht so lang her, das ich dem überbeschäftigten Todesblei-Halodrie Rogga Johansson seine Songwriting-Fähigkeiten in Frage gestellt habe. Für mich war sein THE GROTESQUERY-Debüt "Tales of the coffin born" ein nettes, aber nicht weltbewegendes Death Metal-Scheibchen, mit welchem Herr Johansson sicherlich nicht in die Musikgeschichte eingehen wird. Etwas wenig für jemanden, der - laut eigener Aussage - nichts anderes kann, als Death Metal spielen. Mit den beiden bisherigen DEMIURG-Releases "Breath of the demiurg" und "The hate chamber" verhält es sich übrigens recht ähnlich - gut gemachter, aber letztlich identitätsloser Schwedentod von der Stange, der im direkten Vergleich zu Genre-Urvätern wie DISMEMBER , CARNAGE oder NIHILIST bisher kaum jemanden hinter dem Ofen hervorgelockt hat.
Doch all dies ist Geschichte: Denn mit dem ofiziellen DEMIURG-Drittling "Slakthus Gamleby" hat Rogga Johansson eindrucksvoll zur Schau gestellt, das er es wirklich drauf hat. Als großen Impulsgeber hat sich Rogga Johansson diesmal die Hilfe von Dan Swanö gesichert, dessen ehemalige Band EDGE OF SANITY schon seit einer halben Ewigkeit eine absolute Legende ist. Und in der Tat, diese Zusammenarbeit hat tatsächlich Früchte getragen. Anno 2010 klingen DEMIURG nämlich durchdachter, druckvoller, vielschichter, melodischer (!) und schlichtweg besser, als die gesamte Johansson-Discographie (u.a. RIBSPREADER , PAGANIZER , BONE GNAWER , HOUR OF 13 oder eben THE GROTESQUERY) zusammen. Und die 8 Songs von "Slakthus Gamleby" enthalten alles, was es in diesem Jahr im Todesblei-Genre zu sagen gibt. Punkt aus!
Die Gitarren wurden richtig fies runtergestimmt, und schreddern knöchelhoch über der Grasnarbe einfach alles weg. Am Schlagzeug sitzt mit Ed Warby (u.a. GOREFEST) ebenfalls ein alter Bekannter, der den brandneuen Kompositionen den nötigen Punch verleiht. Gleichzeitig gibt Rogga Johansson am Mikrofon den übelst gelaunten Growl-Fürsten, dessen Stimmvolumen sicherlich bis in die dunkelsten Tiefen der Hölle zu hören ist. Für die nötige Balance sorgen hierbei die feinen, ausdrucksstarken Female-Vocals von Marjan Welmann - stimmlich eine großartige Bereicherung für diese Band !!! Tja, und was das Songwriting betrifft, da hat sich Mr. Johansson mittlerweile einiges von den ganz Großen abgeschaut: Denn der 39-Minüter ist spannend von der ersten bis zur letzten Sekunde, und kommt dabei komplett ohne halbgare Durchhänger aus.
Geile Granaten wie "World burial" , "The cold hand of death" oder das Opening-Monster "Life is a coma" (Killer!) bieten reinrassigen Todesblei-Sound der alten Stockholm-Schule, der Groove-technisch kompromislos ins Kontor haut, und mich nicht nur deswegen unentwegt an Klassiker wie "Soulless" (GRAVE) und "Ressurection through carnage" (BLOODBATH) denken lässt. Die hammergeilen Riffs setzen dabei jeden Death Metal-Fan in Verzückung, wenn gleich so mancher Part eine derbe Crust-Kante mitbringt. Auf Songs wie "From laughter to retching" , "Death grasp oblivion" und "Slakthus Gamleby" gehen DEMIURG dafür um einiges anspruchsvoller zu Werke. Hier darf dann auch mal eine unkitschige Keyboard-Melodie oder ein filigranes Gitarrenduell in den Schwedentod-Sturm eingewoben werden, ohne dem jeweiligen Song auch nur einen Ansatz an Brutalität zu rauben. Kein Zweifel, der große Einfluss von "Tastenmann" Dan Swanö ist an allen Ecken und Enden dieses 8-Trackers mehr als spürbar. Tja, und mit "Travellers of the vortex" und dem überfamosen Album-Highlight "Cold skin" (unfassbarer Wechselgesang!) sind zudem noch zwei mächtige Doom-Hymnen dabei, deren unheilvolle Atmosphäre dem Hörer einiges abverlangt. Doch speziell "Cold skin" wurde im Songverlauf dermaßen packend umgesetzt, dass ich selbst nach dem x-ten Durchlauf noch nach passenden Worten suche. Nur eines: Der Song des Jahres !!!
Ach, was soll ich hier noch großartige schwadronieren ?!? Für qualitätsbewusste Todesblei-Fanatics ist dieses Album absolut Pflicht!!! Und auch wenn "Slakthus Gamleby" insgesamt noch nicht in der Königsklasse des Death Metals mitspielt - dies ist nur eine Frage der Zeit. Die Europa-League-Qualifikation ist DEMIURG auf jeden Fall sicher. Herr Johansson, auf diesem musikalischen Level dürfen Sie gern weitermachen !!!
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