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40 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es braucht Zeit
Aber es lohnt sich.

Ich habe das Album seit release und hab mich dass komplette folgende Wochenende mit nichts anderem beschäftigt. Jetzt habe ich gerade Zeit und Lust eine Rezension zu verfassen.

Also dann:

Satelite 15' The Final Frontier

Ist erstmal überraschend, da das Intro hier als Teil des ersten Songs verkauft...
Veröffentlicht am 1. Oktober 2010 von Lore

versus
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen The Final Frontier von Iron Maiden
Ich bin jetzt schon seit über 30 Jahren Iron Maiden Fan und auch Eddie begleitet mich schon eine halbe Ewigkeit auf meiner Kutte, den Album Covern,Postern usw.
Wegen Steve Harris habe ich begonnen Bass zu spielen,auch habe ich die Band schon mehrmals live erlebt und immer noch fiebere ich jeder Neuveröffentlichung der Briten freudig entgegen.
Aber mit...
Vor 11 Monaten von Evil Schnullerbacke from Hell veröffentlicht


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen The Final Frontier von Iron Maiden, 31. Juli 2014
Ich bin jetzt schon seit über 30 Jahren Iron Maiden Fan und auch Eddie begleitet mich schon eine halbe Ewigkeit auf meiner Kutte, den Album Covern,Postern usw.
Wegen Steve Harris habe ich begonnen Bass zu spielen,auch habe ich die Band schon mehrmals live erlebt und immer noch fiebere ich jeder Neuveröffentlichung der Briten freudig entgegen.
Aber mit diesem Album tat ich mir anfangs etwas schwer.
Nicht das ich wie ein ewig gestriger den guten alten "The Number of the Biest", "Piece of Mind" bzw."Powerslave" Zeiten nachweinen würde denn ich kann mich durchaus mit der progressiven Ausrichtung Iron Maidens in der Neuzeit anfreunden.
Der Knackpunkt ist hier(wie auch auf den Scheiben zuvor)der Sound den man schlichtweg nur noch als Frechheit bezeichnen kann.
Es ist mir ein absolutes Rätsel wie man 2010 eine derart stumpfe,oberflächliche,von jeglicher Tiefe und Dynamik befreite Produktion abliefern kann.
Ich kann und will einfach nicht wahrhaben daß dies das Werk von Kevin Shirley gewesen sein soll,also dem Mann,der schon bei Bands wie Dream Theater und Aerosmith hinter den Reglern saß und eigentlich immer einen amtlichen Job machte.
Aber da gibts ja noch den hoch interessanten Zusatz auf dem CD Cover"Co Producted by Steve harris" der,so habe ich mal gelesen,ja seine ganz eigene Vorstellung davon haben soll wie ein Maiden Album zu klingen hat.
Sollte das also am Ende sogar noch Absicht gewesen sein???Und wenn ja-warum???
Der Sound auf dieser CD ist weder originell noch innovativ sondern schlicht und ergreifend grottenschlecht und billig.
Um bei diesem desaströsen Soundbrei überhaupt noch Zugang zu den zum Teil sehr vielschichtigen und verschachtelten Kompositionen zu erlangen bedarf es auch für den geübten Hörer mehr als den Silberling nur mal so nebenbei zu hören.
Dabei können sich alle 10 Tracks von" The Final Frontier" durchaus hören lassen.
Wenn man sich die Platte anhört und sich die einzelnen Titel im Soundkleid von "Somewhere in Time" oder "Seventh Son of a Seventh Son" vorstellt hätten wir es hier wahrscheinlich mit einem echten Vorzeigewerk des progressiven Metals zu tun das vor Dynamik und musikalischer Finesse nur so strotzen würde.
Und genau diese Dynamik und Finesse geht in diesem unsäglichen Klangmatsch verloren und läßt die Lieder sogar irgendwie schlampig wirken.
Desweiteren ist zu bemängeln das in fast jedem Stück ein etwa 2 minütiges Intro integriert ist das wahrscheinlich die Spannung aufbauen soll(was aber gründlich in die Hose geht)und wenn man Pech hat verabschiedet sich dann der Track auch noch mit einem ebenso langen Outro vom seinem Hörer.
Fast jede Nummer wirkt dadurch künstlich in die Länge gezogen und man könnte locker 1,5-2 Minuten herausschneiden ohne das die Kompositionen Schaden nehmen würden.
Im Gegenteil !!! Etwas mehr aufs wesentliche reduziert würde ihnen hörbar gut tun.
Hier jetzt noch ein kurzer Abriss des Albums aus meiner Sicht.
SATTELITE 15:
Das viel zu lange Intro der CD und des Titelstücks das mit Drums und Gitarren stark beginnt, dann aber irgendwie immer holpriger wird und mit einem sehr diffusen Übergang das Titelstück einleitet.
THE FINAL FRONTIER:
Straighter,gradliniger,aus der Hüfte geschossener Rocker.Erinnerungen an "Cought somewhere in Time"werden wach.Sehr Gut!!
ELDORADO:
Die bereits vorab ausgekoppelte Download Single ist eine gute Abgehnummer dessen Eröffnungsriff etwas an "Barracuda" von der Gruppe Heart erinnert.Gute Hookline,kommt aber leider viel zu spät und viel zu selten auf den Punkt.Trotzdem eine hörenswerte Nummer!!!
MOTHER OF MERCY:
Balladesk beginnend kommt der Track anfangs etwas sperrig rüber und braucht ein paar Durchläufe bis er sich dem Hörer voll und ganz erschließt.Bruce Dickinsons Vocals wirken fast etwas verzweifelt und depressiv.Nach mehren Durchläufen gefällt"Mother of Mercy" aber durchaus.
COMING HOME:
Ein sehr eingängiger Song.Für mich eines der Highlights des Albums.Ein Rocker mit toller Melodie.sehr guter Gitrrenarbeit und entzerrter Gitarre bei den Strophen.
THE ALCHEMIST:
Ebenfalls ein herausragendes Stück das auch auf Virtual XI eine gute Figur gemacht hätte.Ein schneller treibender Song mit tollem Chorus.
ISLE OF AVALON:
Ein sehr komplexer,mit toller Melodie ausgestatteter Song in dessen Mittelteil die Gitarren Parts stellenweise leicht Jazz-und Hendrix beeinflusst rüberkommen(so empfinde ich das zumindest).Ein gutes Lied-aber etws zu lang.
STARBLIND:
Beim Intro glänzt Bruce Dickinson mit genialen Vocals.Ein sehr gutes Stück mit vielen Tempiwechsel das mich irgendwie an eine Mixtur aus "The X Factor" und "Seventh Son of a Seventh Son "(Moonchild,Infinite Dreams)erinnert und für mich eine progressive Nummer im besten Sinne darstellt.
THE TALISMAN:
Das viel zu lange Intro vermittelt irgendwie etwas mittelalterliches Flair bevor "The Talisman"nach etwa 2,5 Minuten!!! mit einem galoppierenden Rythmus endlich Fahrt aufnimmt und mit seinem Instrumental-&Soloteil absolut überzeugt.
THE MAN WHO WHOULD BE KING:
Ein weiteres Highlight,gespickt mit typischen Maiden Trademarks,vielen Tempiwechsel und genialen Riffs und Breaks sowie Twin Guitars usw. Hammer!!!
WHEN THE WILD WIND BLOWS:
Fantastischer Longtrack in der Tradition von"Rime of the ancient Mariner", Alexander the Great"und"Paschendale"Hier wird die Essenz des Albums in 11 Minuten auf den Punkt gebracht.Eine typische Steve Harris Komposition,abwechslungsreich und episch.
Leider geht gerade hier durch die quasi nicht vorhandene Produktion sehr viel verloren.Schade!!!

Abschließend sollte man vieleicht noch hinzufügen das sich Aufbau und Struktur bei vielen Song doch stark ähneln und Bruce Dickinsons Stimme oftmals sehr gepresst wirkt.
FAZIT:
Eigentlich eine wirklich gute Iron Maiden Scheibe der Neuzeit die,wenn man nur das Songmaterial und vor allem die überragende Darbietungen der Herren Smith,Murray und Gers als Maßstab nimmt,locker 4 Sterne verdient hätte.
Aber diese stumpfe,für eine Band wie Iron Maiden absolut beschämende Klangqualität(jedes Demo eines Newcomers hört sich besser an)degradiert auch den genialsten Track zu einer belanglosen Aneinanderreihung von Tönen.
Selten hat mir eine schlechte Produktion so den Hörspass vermiest wie es bei "The Final Frontier" der Fall ist.
Daher mein Tipp:Holt den aten Produzenten Martin Birch wieder aus der Rente und laßt ihn das Album nochmal neu produzieren :-)Das sowas funktioniert haben erst kürzlich die Kanadier Rush mit"Vapor Trails"und bereits vor einiger Zeit die Band Nevermore mit "Enemy of Reality" bewiesen.
Dann müßte man die Songs noch kürzen und besonders die Intros zurechtstutzen und schon hätten wir ein richtig gutklassiges Maiden Album wie es im Buche steht.
Aber in dieser Form reicht es bei mir gerade mal für 3 Sterne.
Schade denn gerade als eingefleischter Iron Maiden Fan hätte ich liebend gerne mehr Sterne vergeben.
Die Limited Metal Tin Box die ich mir gleich am Erstverkaufstag zugelegt habe ist ja ganz nett anzusehen aber den Mehrpreis eigentlich nicht wirklich wert zumal sie sich außer der Blechverpackung in nichts von der normalen Version unterscheidet und in kein CD Regal passt.In diesem Sinne:

UP THE IRONS!!!
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40 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es braucht Zeit, 1. Oktober 2010
Aber es lohnt sich.

Ich habe das Album seit release und hab mich dass komplette folgende Wochenende mit nichts anderem beschäftigt. Jetzt habe ich gerade Zeit und Lust eine Rezension zu verfassen.

Also dann:

Satelite 15' The Final Frontier

Ist erstmal überraschend, da das Intro hier als Teil des ersten Songs verkauft wird.
Habe ich mich anfangs noch daran gestört, da das break zum The Final Frontier teil des (fast) Neunminüters doch sehr hart ausfällt, mag ich es nun sehr gerne, da die aufgebaute Spannung wunderbar zum eigentlichen Opener überleitet.
The Final Frontier selbst überzeugt als einfacher, geradliniger Rocker. Vielleicht nicht ganz das was man von Maiden erwartet, aber man will ja auch überrascht werden.

El Dorado

Ist den meisten ohnehin bekannt, da es als Download-Single angeboten wird.
Der Anfang ist etwas ungewöhnlich, da man derartige 'Lärm-Parts' von Maiden sonst nicht gewohnt ist. Der Song selber weiß jedoch mit vertraut galoppierender Rhythmik zu überzeugen und spätestens wenn man das erste mal den Übergang von der Bridge zum Chorus gehört hat weiß man, dass man einen Live-Klassiker im entstehen vor sich hat.

Mother of Mercy

Erinnert von der Stimmung her stark an A Matter Of Life And Death, kann meiner meinung nach jedoch nicht ganz an dessen nahezu durchweg starke Songs anknüpfen. Intro und Strophen sind einwandfrei und die Instrumentalarbeit ist ohnehin großartig, Bruce Dickinsons Gesang wankt jedoch im Refrain stellenweise. Spätere Songs zeigen, dass er die hohen Töne durchaus noch trifft, also liegt nahe, dass es sich hier um eine bewusste Entscheidung handelt, die dem Song jedoch meiner Meinung nach nicht gut tut.
Vom der erwähnten Schwäche im Refrain abgesehen, hat sich aber auch dieses Stück seinen Platz auf dem Album voll und ganz verdient.

Coming Home

Ist ganz klar Bruces Song. Vom Gitarrensound her ruft es bei mir Erinnerungen an Aces High und The Trooper wach, ist sonst jedoch was völlig anderes. Man ist nämlich an einer Typischen Dickinson Ballade, die gleichzeitig keine ist. Speziell der Chorus lässt dem Höhrer einen wohligen Schauer über den Rücken laufen. Die Übergänge zwischen den einzelnen Parts sind angenehm weich und spätestens die enorm gute Soloarbeit (Smith/Murray würde ich vermuten) überzeugt auf ganzer Linie.

The Alchemist

Erinnerte mich vom Sound her zu Anfang an die Blaze Bayley Phase, auch wenn ich noch nicht einmal sagen kann welchen Song ich speziell meine. Von daher war der Song für mich auch zu Anfang 'X-Factor, wenn Bruce nicht gegangen wäre'. Mit der Zeit jedoch stellt man Fest, dass man hier vermutlich den Song vor sich hat, der am ehesten das ist, was man von Maiden erwartet. Eingängige Parts, Lyrics und Gesang die vor Coolnes nur so strotzen und grandiose Soli. Maiden Pur.

Isle Of Avalon

Ist ein Monstrum, aber ein enorm gutes. Das Intro baut Spannung auf wo es nur geht, Drums, die an Paschendale erinnern, der Bass, der irgendwie was von Drifter(!) hat und dazu fast schon flüsternder Gesang von Bruce. Der folgende Übergang ist so plötzlich wie Genial. Wurde die Spannung in den letzten 2.40 Minuten aufgebaut, so entlädt sie sich jetzt in einer fulminanten Explosion, die definitiv einen der Höhepunkte des Albums darstellt. Im folgenden Part fühlt man sich an die Seventh Son Scheibe zurückerinnert, nur um ein weiteres Mal von der Konstruktion die schon den ersten Part des Songs bestimmt von dem Socken gehauen zu werden.

Starblind

Zuvorderst sei gesagt, dass Starblind der Song ist, mit dem ich mich bisher am wenigsten anfreunden konnte, was in jedoch keineswegs schlecht macht.
Ein weiteres ruhiges Intro begleitete von Bruces Stimme geht über in einen sehr Progressive Part, der jedoch die Gesangsmelodie des Intros beibehält. Der Chorus wirkt auf mich etwas bemüht, der Part der direkt darauf folgt hingegen ist sowohl textlich als auch musikalisch sehr gut. Nachdem man diesen Part das zweite Mal gehört hat folgt ein überraschendes, aber gutes Solo-Break, an dessen ende sich auch die Maiden-Typischen Fiedelparts blicken lassen.

The Talisman.

Begrüßt den Höhrer mit einem Akustischen Intro und erinnert daher zu beginn stark an The Legacy vom Vorgängeralbum.
Als es dann los geht, geht es richtig los. Bruce liefert die meiner Meinung nach beste Leistung auf diesem Album ab und Songwritingtechnisch gewinnt The Talisman dadurch, dass die einzelnen Parts erst nach und nach dazukommen und es so niemals langweilig wird. Außerdem sind die Melodie der Instrumental-Bridge sowie der extrem stark gesungene Chorus sehr eingängig. Ich freue mich jetzt schon darauf diesen Song mal live zu hören.

The Man Who Would Be King

Das Intro strömt die Melancholie nahezu aus. Der von Maiden-typischem 'Gedudel' begleitete Übergang zum Verse bildet das Vorspiel zu einem vor allem inhaltlich äußerst anspruchsvollen Song, der aber auch auf musikalischer Ebene zu überzeugen versteht, Besonders sind hier die Post-Chorus-Parts zu erwähnen bei denen eine Gitarre vom feeling her versetzt spielt, während eine Andere grandiose Soli zum besten gibt, leider ist von der Dritten Gitarre an diesen Stellen wenig zu hören. Auch später bietet der Song einiges was man wohl als 'Typisch Maiden' bezeichnen würde, allerdings ist er weniger darum herum aufgebaut, als dass diese Parts geschickt eingestreut sind.

When The Wild Wind Blows

Dieser Song hat mich schon beim ersten hören überzeugt. Das schwermütige Intro, das die Stimmung der Vorlage grandios ins Musikalische umsetzt, sowie die enorm eingängigen Vocals an dieser Stelle machen allein den ersten Teil des Songs beachtungswürdig. Der Übergang zum nächten Part, der noch ähnlich klingt, jedoch schon um einiges härter (verzweifelter?) klingt ist plötzlich aber gut umgesetzt. Ab da wird der Song besser und besser, steigert sich endlos, bis zur Explosion der Bombe (Es geht letzten Endes um das Britische 'Protect and Survive' Programm zum Schutz vor einem Atomangriff bzw. dessen Folgen) um dann im Outro, dass selbstverständlich wie das Intro klingt, immerhin handelt es sich um einen Steve Harris Song, unfassbar melancholisch zu werden. Ebenfalls ein Song, den live zu hören ich kaum erwarten kann.

Abschließend bleibt zu sagen, dass das Album mit den grandiosen Meilensteinen der Achtziger nicht viel gemein hat, aber dafür den Weg der nach der Rückkehr von Bruce und Adrian eingeschlagen wurde exzellent fortsetzt. Wer mit den Vorgängeralben nichts anfangen konnte wird vermutlich auch hier nicht glücklich, allen anderen Rate ich jedoch zum Kauf und vor Allem dazu, dem Album Zeit zu geben sich zu entfalten.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solides Stück Maiden, 19. August 2010
Ich bin jetzt mittlerweile seit 20 Jahren Maiden-Fan und habe mich damit abgefunden, dass meine Lieblingsalben "7th Son" und "Somewhere In Time" nicht mehr getoppt werden (können). Das wäre auch zu viel verlangt. Dennoch gefällt mir die von Maiden seit "Brave New World" eingeschlagene Richtung. Besser so, als krampfhaft zu versuchen die alten Zeiten am Leben zu erhalten. War alles geil früher, aber es ist Zeit für was anderes.

Und so reiht sich "The Final Frontier" musikalisch in die Reihe der Alben nach der Dickinson-Reunion ein, aber in der vorderen Hälfte. "Brave New World" hat mir noch eine Idee besser gefallen, aber vor "Dance Of Death" oder "AMOLAD" braucht sich die neue Scheibe auf keinen Fall zu verstecken. Die Produktion finde ich solide, wenn auch nicht überragend. Manchmal klingt's etwas breiig, aber wenn wir dagegen mal Metallica's "Death Magnetic" nehmen, sollten wir uns nicht beschweren.

Die Lieder gehen bei mir schneller ins Ohr als beim Vorgänger und mit "When The Wild Wind Blows" ist meiner Meinung nach einer der besten Songs der Post-Blaze-Ära auf der Platte. Lang, abwechslungsreich und mit Bruce's bester gesanglichen Leistung auf dem Album.

Neben diesem Song gesellen sich meiner Meinung "Starblind" und der Titeltrack auf's Podest. Klar, das Intro ist gelinde gesagt bescheiden, aber "The Final Frontier" an sich ist ein klasse Lied mit geilem Refrain. Warum Steve Harris das Intro, wenn man es schon unbedingt reinbringen muss, nicht als separaten Track auf's Album gepackt hat, wird die Menschheit wohl nie erfahren, es sei denn Galileo Mystery nimmt sich der Sache an. Aber so einen Ausrutscher kann ich verzeihen, wo man doch mit modernen mp3-Programmen einstellen kann, ab welcher Stelle ein Titel abgespielt werden soll. Also, Schwamm drüber!

"Coming Home" sticht etwas aus dem Album heraus, weil es ohne große Schnörkel auskommt und unweigerlich an "Wasting Love" erinnert, welches ich damals schon sehr geil fand. Ein absolutes Highlight!

Mit "The Talisman", "The Alchemist", "The Man Who Would Be King" und "El Dorado" sind neben dem Titelsong vier weitere etwas schnellere Nummern dabei. Letzteres dürfte den meisten ja schon vor Albumveröffentlichung als kostenloser Download von der Maiden-Homepage bekannt gewesen sein. Catchy Refrains, treibende Strophen. Besonders "The Talisman" und "The Alchemist" können durch typische Maiden-Attribute überzeugen. Einige werden sicher auch ihren Weg in die Live-Setlist schaffen. Fast wie früher... Diese Songs sind meiner Meinung nach der entscheidende Vorteil gegenüber "AMOLAD", wo schnelle oder midtempo Nummern für meinen Geschmack zu rar gesät waren.

"Isle Of Avalon" ist der "Rime Of The Ancient Mariner" anno 2010, was keine Kritik sein soll. Verbreitet eine ähnlich geile Stimmung wie das Original damals auf der "Powerslave" oder noch besser die Live-Version auf der "Live After Death". Starker Song!

Letztlich muss ich leider noch "Mother Of Mercy" negativ erwähnen. Wirkt auf mich etwas lieblos hingeklatscht. Außerdem muss man zugeben, dass die Tonlage einfach zu hoch für Bruce ist. Einziger Schwachpunkt auf diesem Album.

Abschließend bleibt zu sagen, dass man "The Final Frontier" nicht nach dem ersten Durchgang weglegen sollte, wenn's einem nicht direkt zugesagt hat. Ich hab, wie viele meiner Vorredner auch, mehrere Durchgänge gebraucht, um mich letztendlich doch noch überzeugen zu lassen. Wenn man zu diesem Punkt gelangt ist, kann man aber mit Fug und Recht behaupten, dass die Platte ein würdiges Maiden-Album geworden ist.

Warum keine 5 Sterne? Die Jungs sollen ja noch Steigerungsmöglichkeiten für die (hoffentlich) nächste Platte haben!

In diesem Sinne,
UP THE IRONS!!!
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen innovativ und trotzdem solide !!!, 23. August 2010
Rezension bezieht sich auf: The Final Frontier (Audio CD)
Das neue Album überzeugt auf ganzer Linie. Endlich schafft man wie bei Brave New World wieder eine starke Atmosphäre mit vielen tollen Melodien, die einfach Spaß machen. Zuerst dachte ich, die Länge würde sich wie bei AMOLAD negativ auswirken, jedoch ist es bei dieser Scheibe überhaupt nicht der Fall. Das längste Stück kurz "Wild Wind" kommt mir überhaupt gar nicht so lang vor wie es eigentlich ist. Tolle Refrains, höchst anspruchsvolle Strukturen und Rhythmen zeichen das Album aus. Das Intro Satellite 15 erinnert an Pink Floyd und nimmt dann mit dem eingängigen Hardrocker "Final Frontier" richtig fahrt auf - genial!!! Die Single El Dorado ist für meinen Geschmack das schwächste Stück des Albums, dennoch mit dem Barracuda Intro gut. Die Ballade "Comin Home" ist für mich eine der besten, wenn nicht sogar die beste. Innovative Elemente die man so noch nie von Maiden gehört findet man vor allem bei "The man who would be king" - für mich eines der besten Stücke auf dem Album. DAS beste Stück ist aber ganz klar "Wild Wind" gefolgt von "Isle of Avalon". Aktuell ist das Album für meinen Geschmack das beste der Reunion; melodisch, stark, technisch äußerst anspruchsvoll und einfach mit toller Atmosphäre. Natürlich ist Maiden in 2010 nicht Maiden von 1980, aber das ist genau der Punkt. Die Band entwickelt sich permanent weiter und "probiert aus", anstatt sich wie viele andere Bands immer wieder zu kopieren.
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81 von 100 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen So, da ist sie also, die neue Maiden ..., 19. August 2010
Rezension bezieht sich auf: The Final Frontier (Audio CD)
Mittlerweile ist das ja auch kein Großereignis mehr, aber immerhin gibt's die alten Recken nach all den Jahren noch, ist doch schon mal schön.
Und wie man an den vielen Beiträgen sieht, bewegen sie die Leute auch noch, auf positive oder negative Weise.

Aber zur Sache:
Im Prinzip finde ich die Platte gar nicht mal so übel und würde - wenn ich könnte - 3,5 Sterne geben.
Da das leider nicht geht und ich mich für eine Seite entscheiden muss, gibt's nur 3 Sterne und das liegt daran:

Die "neue" Ausrichtung von Maiden (ich würde eher komplexer als progressiver sagen) macht mir an sich weniger Probleme.
Wenn ich "The Trooper" hören will oder "Run To The Hills" legen ich die alten Scheiben auf.
Eine neue CD von Maiden sollte auch neue Songs enthalten, keine 1:1 Kopien von alten Klassikern.
Musikalisch einordnen würde ich das neue Werk irgendwo zwischen "7th son ..." und "Brave New World".
Gerade die Keyboard-Untermalung erinnert mich des Öfteren an "7th son ...", die Stimmung an BNW.
Viele Abschnitte sind schön typisch Maiden mit Galopp-Gitarre, Dudelparts, starkem Gesang und feinen Soli. So weit, so gut.

Aber leider gibt es halt auch einiges, was mich stört:
- das Intro geht echt gar nicht. Nichts gegen eine KURZE Einleitung, um die Stimmung aufzubauen, aber die 4 Minuten Rumgeeier bauen bei mir die Stimmung ab, nicht auf. Und das Ganze noch nicht mal als eigener Track zum Überspringen, sondern in den Song integriert. Fürchterlich! Sind aber nur 4 Minuten von der ganzen Scheibe und somit kein Grund, das ganze Album zu verdammen
- der Aufbau der ganzen Stücke ist fast immer identisch: langsamer und behutsamer Anfang, bis es dann nach 1,2 oder erst 3 Minuten endlich mal voran geht. Das kann man mal machen, aber mit der Zeit wird das etwas öde
- es fehlen eindeutig die etwas schnelleren und härteren Stücke. Fast durchgehend sind die Songs nur im langsamen oder maximal mittelschnellen Tempo unterwegs, da hätte ich mir mehr Auflockerungen zwischendurch gewünscht
- der gute Bruce ist viel zu oft in höheren Stimmlagen unterwegs und da scheint er sich mittlerweile doch etwas schwer zu tun. Singt er in eher mittleren Lagen, klingt er gleich viel besser und deutlich weniger nach Halsschlagaderzerrung

Und was das Schlimmste ist:
auch nach intensivem Hören an den verschiedensten Orten mit verschiedenen Medien zu verschiedenen Zeiten und Stimmungen packen mich die Songs einfach nicht.
Komplexe Stücke haben Maiden schon immer geschrieben, z.B. Rime of the Ancient Mariner oder Phantom of the Opera, daran kann es also nicht liegen.
Es fehlt mir irgendwas Unbestimmbares, das ein gutes Lied zu etwas ganz besonderem macht.
Dieses Gefühl hatte ich sehr oft bei den alten Scheiben und auch hin und wieder bei den neueren, aber es stellt sich hier einfach nicht ein. Schade.

Somit als Fazit:
Ganz nette Platte, die man sich gut anhören kann, die einen aber auch nicht vom Hocker reißt.
Definitiv nix für Leute, deren Maiden-Zeitrechnung nach Powerslave endet.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die wilde Grenze, ein Album, bei dem Maiden ganz neue Töne anschlägt, 19. August 2010
Von 
Alexander Hoefer "Animus" (Pähkinäkolo) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Final Frontier (Audio CD)
Wenn eine namhafte Band ein neues Album herausbringt, das genauso klingt oder ähnliche Töne anschlägt, wie die bisherigen Alben, dann schreiben die Kritiker häufig, dass der Band entweder die Kreativität verlorengegangen ist, oder dass das neue Album nicht wirklich etwas Neues zu bieten hat. Veröffentlicht sie hingegen eine Platte, auf der sie wirklich ein musikalisches Neuland betritt, dann schreiben die Kritiker oftmals, dass die neuen Songs, nicht mehr gut sind als die alten, oder nicht mehr so klingen wie die alten.

Watzlawicks berühmte Geschichte mit dem Esel könnte auch bei der neuen Maiden-Scheibe nicht treffender sein, denn auch hier scheint am Ende die Konklusion zu stehen: "Du kannst im Leben tun oder machen, was du willst; es wird immer wieder Menschen geben, denen es nicht gefällt, oder die etwas daran auszusetzen haben." Man kann es eben nicht allen Menschen Recht machen.

Im Falle Iron Maiden - die mir seit - Brave New World - noch um ein Vielfaches besser gefallen als früher, oder gerade deshalb besser gefallen, weil die Songs heute völlig anders arrangiert und komplexer aufgebaut sind - kann ich nur sagen, dass der Band diese Wandlung (Entwicklung) hin zum "Prog" unglaublich gut tut. Obwohl man natürlich schon beim ersten Takt der CD erkennt, dass es sich bei diesem Album unzweifelhaft um eine Maiden-Scheibe handelt - jede Band, egal welche, hat eben irgendwie ihren unverkennbaren Stil, und das ist auch gut so - betreten die sechs Musiker mit - The Final Frontier - in vielen Songs ein völlig neues Musikterrain.

Natürlich ist das Intro für viele sehr gewöhnungsbedürftig, da anders, aber es aus diesem Grund als "SCHLECHT" zu bezeichnen, nur weil man vielleicht keinen Zugang dazu hat, finde ich nicht fair. Auch die Aussagen, dass der Titel - El Dorado - oder das neue Album allgemein "Maiden-unwürdig" sei, bzw. dass der Vorgänger - A Matter Of Life And Death - zu den schwächsten Maiden-CD's überhaupt zählen soll, sind für mich absolut nicht zutreffend, um nicht zu sagen unseriös. Nur zur Erinnerung: Mit - A Matter Of Life And Death - hatten Iron Maiden die erste Nummer 1 in den Deutschen Album-Charts überhaupt. The Final Frontier - rangiert derzeit auf Platz 4, und ich würde mich für die Band auch riesig freuen, wenn es ebenfalls den höchsten Thron erklimmen könnte.

Zugegeben, die vier letzten Studioalben sind mit Ausnahme von vielleicht - Brave New World - mit Unter für viele kommerzielle Heavy-Metal-Fans nicht mehr so zugänglich, als die älteren Sachen aus den Achtzigern und frühen Neunzigern, sondern sie erfordern in der Tat Zeit, aber sie sind auf gar keinen Fall schlechter als die alten Scheiben. Gerade Titel, die länger als sieben Minuten sind, und sehr viele Takt- bzw. Tempowechsel in sich vereinen, tragen dazu bei, dass sich diese Titel langfristig nicht abnützen, und dauerhaft interessant und spannend bleiben.

Die neue Scheibe - The Final Frontier - ist also genauso wie alle bisherigen Maiden-Produktionen der letzten 10 Jahren eine gelungene Scheibe, die bei jedem Durchlauf besser wird, und deshalb würde ich mich persönlich auch riesig darüber freuen, wenn die Band auf der neuen Tour überwiegend Titel aus den letzten 10 Jahren spielen würde.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach SUPER !, 21. August 2010
Rezension bezieht sich auf: The Final Frontier (Audio CD)
So, nachdem "The Final Frontier" bei mir nun 1 Woche rauf und runter läuft, wage ich mich nun auch mal hier meine Bewertung abzugeben. Für mich ist das die konsequnte Weiterentwicklung nach dem klasse Album "A Matter of Life and Death". Wie schon öfter hier erwähnt, sollte man sich wirklich Zeit und Ruhe für diese Scheibe nehmen. Dann wird man reichlich belohnt mit tollen Melodien,super Gitarren,typischen und ungewöhnlichen Maiden Sachen. Leider scheint das, für viele, der größte Haken an "TFF" zu sein. In Zeiten von Viva,Fast Foot,Coffee to go und "schnellscnellschnell" haben scheinbar viele keine Zeit mehr zuzuhören oder den Willen sich Zeit für Musik zu nehmen. Da ist nen schöner kurzer Song mit nem Mitsingrefrain natürlich leichter zu handhaben. Also wer nen guten Song nur über einen eingängigen Refrain definiert der sollte hier besser die Finger von lassen.
Obwohl es diese Refrains auch auf dieser Scheibe gibt (The Talisman,Starblind,Mother of Mercy,Coming Home). Man muß sie nur hören wollen. Ansonsten will ich garnicht groß auf die einzelnen Stücke hier eingehen. An dem ersten Track stört mich weniger das Intro(satellite15)als der Opener The Final Frontier der zusammen mit El Dorado etwas arg gezwungen wirkt. Diese beiden Songs sind für mich dann auch die schwächsten weil sie über "nett" einfach nicht herauskommen. Danach steigert sich das Album aber stetig.
Maiden gehen mit "TFF" einfach konseqent ihren Weg weiter, wagen sogar mit Satellite15 ein wenig herum zu experimentieren und verzichten gänzlich auf den Versuch auf "teufelkommraus" nen Hit zu schreiben oder so zu klingen wie zu Piece of Mind zeiten. Sie entwickeln sich lieber weiter als zurück. Und das nach über 30 Jahren.Respekt!! Denn eins ist klar, wären Maiden 1983 in ihrer Entwicklung stehen geblieben würd es sie wohl kaum noch geben. Gott sei dank ist es anders gekommen.
Einfach ein klasse Album, daß man wahrscheinlich erst in ein paar Monaten endgültig bewerten kann wenn man den ein oder anderen Track mal auch live erlebt hat.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein weiteres Meisterwerk!, 21. August 2010
Rezension bezieht sich auf: The Final Frontier (Audio CD)
Offensichtlich spaltet das neueste Werk der "Eisernen Jungfrauen" die Gemüter, wie kaum ein Album zuvor. Dies nehme ich zum Anlass für meine allererste Rezension...

4 Jahre nach "A Matter of Life and Death" liefert die bedeutendste und wegweisendeste Heavy Metal Band ihr 15. Studioalbum ab, viele spekulierten, ob es sich um das finale Werk Maidens handele - wenn dem so wäre, wäre es auf jeden Fall ein würdiger Abschluss der (Studio-) Karriere.

Vorweg sei gesagt, dass man dieses Album nicht nach dem ersten Hören bewerten KANN und dies auch nicht tun sollte. Die Songs führen den Weg der letzten Alben fort, sie sind größtenteils recht progressiv und komplex ausgefallen. Dadurch brauchen sie mehrere Durchläufe, bis sie wirklich "zünden".

Im folgenden möchte ich die Songs einzelnd bewerten:

01 - Satellite 15...The Final Frontier (8:41) 9,5/10 Punkte

Das Album wird eingeleitet durch ein Atmosphärisches Intro, Trommelklänge dominieren und werden von simplen Gitarrenriffs untermalt.
Das Intro ist mit über 4 Minuten sicherlich sehr lang ausgefallen, was vielen Hörern missfällt; ich finde das Intro fantastisch, es baut eine unglaublich beklemmende Atmosphäre und Spannung auf.
Trotzdem hätte man das Intro auch gut vom wirklichen ersten Song trennen können
Schon beim ersten Hören hat mich die Atmosphäre gepackt, trotzdem wird es beim mehrmaligem Hören noch besser!
Wenn das Intro nach 4einhalb Minuten in den Song übergeht ist das ein fantastischer Moment, überhaupt geht der Song sofort ins Ohr: tolle Strophen, super Bridge, genialer Mitsing-Refrain, cooles Solo - So startet man ein Album! Obwohl der Song so eingängig ist, wird er nach mehrmaligem Hören NOCH besser und nicht nervig!

02 - El Dorado (6:49) 9/10 Punkte

Der zweite Track wurde bereits zuvor als Download-Single veröffentlicht, die Kritiken waren eher durchwachsen, mir gefiel der Song jedoch auch damals schon.

Jetzt -in CD Qualität und nach ca. 5 Durchläufen- hat sich der Song für mich zum echten Hit gesteigert.
Okay, Bruces Gesang stellt hier sicherlich keinen Höhepunkt dar, der Spannungsaufbau stimmt jedoch, erst nach 3 Minuten setzt zum ersten mal der GENIALE Refrain ein, die Strophen und Bridges können dieses Niveau nicht ganz halten, doch besonders das dominante, galoppierende Bass-Spiel gefällt mir sehr, die Soli gefallen ebenfalls. Alles in allem ist der Song dennoch einen Tick zu lang geraten, man hätte gern die ein oder andere Bridge streichen können. Trotz der Länge geht der Song jedoch gut ins Ohr.

03 - Mother of Mercy (5:20) 7,5/10 Punkte

MoM beginnt mit einem schönen Intro, das gleichzeitig auch einer der beste Teile des Songs ist.
Von ruhigen Gitarren begleitet beginnt der emotionale Gesang bis der Song bei ca. 1:25 Tempo aufnimmt (Gänsehaut-Moment!)
Tempo ist jedoch relativ, den Song kann man eher als etwas härteren Stampfer bezeichnen. Die ruhigen Strophen gefallen, was den Song jedoch runterzieht ist der Refrain, der einfach nur nervt.
Für mich ist Mother of Mercy ganz klar der schwächste Track des Albums.

04 - Coming Home (5:52) 10/10 Punkte

Coming Home ist quasi der Nachfolger zu "Out of the Shadows" vom Vorgängeralbum. Eine emotionale Powerballade und ein Höhepunnkt des Albums. Die Strophen sind eher ruhig gehalten,
Dickinson singt fantastisch, der Refrain ist wunderschön doch gleichzeitg energiegeladen und beschert mir immer wieder eine Gänsehaut.
Zudem enthält der Song mit die besten Soli des Albums - fantastisch!

05 - The Alchemist (4:29) 8,5/10 Punkte

Track Nr. 5 ist ein kurzer eingängiger Rocker, der sehr an alte Maiden-Zeiten aus den 80ern erinnnert.
Es gibt kein Intro, man wird direkt ins Geschehen geworfen.
Die Strophen werden von tollem Bass und Gitarren begleitet, der Refrain sit gewohnt einprägsam, dennoch braucht "The Alchemist" einige Durchläufe um sein Potential vollständig zu entfalten.
Nach 3min setzt ein schnelles mitreißendes Solo ein, zum Abschluss der Refrain in doppelter Ausführung - typischer gehts nicht.

06 - Isle of Avalon (9:06) 8/10 Punkte

Isle of Avalon leitet den zweiten Teil des Albums ein. Während die ersten 5 Songs noch recht eingängig waren, wird es nun deutlich progressiver und komplexer.
IoA ist für mich der Song, der die meiste Zeit braucht, um zu wachsen. Selbst nach 5, 6 Durchläufen war der Song für mich recht unspektakulär und belanglos.
Es beginnt der ruhig und Atmosphärisch, der Gesang setzt zwar sehr früh ein, trotzdem steigert sich der Song nur langsam.
Erst nach 2:40min startet der Song richtig durch. Großartiger Gesang, schöne Melodien, atmosphärisches Solo.
Alles in alles ist der Song jedoch etwas zu lang geraten und es fehlen wirkliche Höhepunkte.

07 - Starblind (7:48) 10/10 Punkte

Nach dem verhältnismäßig schwachen Isle of Avalon, stellt Starblind wieder einen Höhepunkt dar.
Nach einem 50-sekündigen, ruhigen Intro, beginnt ein stampfender Rhythmus der in den großartigen Refrain mündet.
Was den Song ausmacht ist vor allem der überragende, gefühlvolle Gesang, Mr. Dickinson meistert mit Bravour sowohl tiefe als auch sehr hohe Passagen.
Nach ca. 4:10min setzt eine schöne Bridge, das Solo ist wunderschön (leider etwas kurz)
Auf jedenfall braucht auch diese Nummer Zeit zum wachsen, da sie recht komplex gestaltet ist.

08 - The Talisman (9:03) 10/10 Punkte

Nachdem die Töne von "Starblind" verklangen sind, erwartet man mit Spannung das nächste Lied; eine Steigerung ist nur schwer möglich, denkt man sich.
"The Talisman" beginnt mit einem sehr ruhigen, gesangsbegleiteten Intro.
Nach 2:20 gehts los: Killer-Riff, tolle Bass-Linie und ein gewohnt überragender Bruce am Mikro.
Der Refrain stellt alles in den Schatten, ist an Epik nicht zu überbieten - Gänsehaut garantiert.
Der Song wirkt für mich wie eine Mischung aus "Ghost of the Navigator" und "Rime of the Ancient Mariner".
Beim ersten hören mag der Song einen noch nicht so mitreißen, bei mir hat er sich jedoch spätestens beim 4. Hören zu einem der absoluten Höhepunkte der Platte gesteigert.
Im Gegensatz zu "Isle of Avalon" wirkt der Song auch weniger künstlich gestreckt, die 9 Minuten vergehen wie im Flug.

09 - The Man who would be King (8:28) 9/10 Punkte

Bis 1:30 verläuft der Song sehr ruhig. Danach steigert er sich langsam - sehr spannungserzeugend!
Die Strophen sind eingängig und flott.
Der Refrain ist nicht schlecht, erinnert mich aber irgendwie an "Wildest Dreams" (für mich einer der schächsten Maiden-Songs überhaupt)
Die Zwischenspiele begeistern jedoch durch schöne Melodien und Soli.
Trotz seiner Länge ist TMWWBK relativ eingängig und braucht nicht viele Hördurchgänge um seine endgültige Qualität zu erreichen.
Das Outro gefällt mir sehr gut.

10 - When the Wild Wind Blows (11:02) 10/10 Punkte

Das Album wir beendet durch ein Harris-Epos allererster Güte.
Der Song beginnt mit Windgeräuschen bevor das wunderschöne Intro einsetzt, die Strophen sind zunächst sehr ruhig und emotional vorgetragen, die Melodie ist mitreißend.
Ein wirklichen Refrain gibt es nicht, es wird die Geschichte eines älteren Paars beschrieben, das sich zuhause auf einen bevorstehenden Atomkrieg und den Weltuntergang vorbereitet.
Die Geschichte ist rührend, von Anfang bis Ende reißt der Song einen mit, ein Gänsehaut-Moment folgt dem nächsten, ruhige und kräftige Passagen wechseln sich ab, die beklemmende Atmosphäre wird durchgehend gehalten.
Selten hat mich ein Song emotional so berührt, das Ende setzt dem ganzen die Krönung auf.
Der Song saugt einen auf, er ist -trotz seiner Länge- recht eingängig, ich war erstaunt wie schnell diese 11 Minuten vergehen. Diesen Song kann man nur schwer in Worte fassen.

Fazit:

WTWWB gehört für mich zu den besten Maiden-Songs überhaupt (und ich kenne alle) und beweist -ebenso wie der Rest des Albums- dass eine Band auch nach 30 Jahren noch immer für Meilensteine sorgen kann.
Sicherlich ist der Stil im Gegensatz zu den 80er Werken anders, jedoch keineswegs schlechter.
Für mich bildet es den Höhepunkt der 2000er Ära, es steht dem Vorgänger und Brave New World in nichts nach.
Ein umstrittenes Album, wer den 2000er Stil Iron Maidens jedoch mag (insb. A Matter of Life and Death)
der wird (einige Durchläufe vorrausgesetzt) sicherlich nicht enttäuscht.
Steve Harris und Co. haben gezeigt, dass sie noch immer zur absoluten Metal-Elite gehören, sollte dies tatsächlich das letzte Album gewesen sein, wäre es jedenfalls ein würdiger Abschluss.

UP THE IRONS!
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2.0 von 5 Sternen So sehr ich mich bemühe, sie mir schön zu hören ..., 17. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: The Final Frontier (Audio CD)
... es will mir nicht gelingen.

Immer wieder einmal hole ich mir "The Final Frontier" aus dem Regal, um sie mal wieder zu hören, aber sie gefällt mir jedes Mal ein Stück weniger gut.
Der Sound fällt sofort unangenehm auf: Es wirkt lieblos und man hat den Eindruck, als wäre die Platte irgendwie auf die Schnelle eingespielt worden; ziemlich saftlos und interessanterweise haben die Songs auf der Liveaufnahme aus Chile weitaus mehr Power. Auch der Gesang von Bruce Dickinson wirkt wie im Vorbeigehen eingesungen. Sehr roh, keine Backingvocals, und ziemlich gepresst, wenn nicht sogar überfordert (man höre den Zehennagelaufroller im Refrain von 'Mother Of Mercy').

Von den Songs her überzeugt eher die erste Hälfte mit den kürzeren Songs. Der Titelsong sowie 'El Dorado' sind schöne geradlinige Rocker und 'Coming Home' eine gute, typische Bruce-Ballade (in der Art 'Tears Of A Dragon'). Dagegen ist die zweite Hälfte mehr als durchwachsen. Die überlangen Songs sind nicht besonders schlüssig aufgebaut und mit den überstrapazierten langen Intros durchwegs fade. Hier gefällt mir vor allem 'Starblind'.

In Summe gefällt mir der Vorgänger "A Matter Of Life And Death", der ähnlich ist, viel, viel besser und die beste Platte der Dickinson-II-Ära bleibt bei weitem die "Brave New World" (bei der auch der Sound um Welten besser ist).
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5.0 von 5 Sternen Up The Irons!, 16. März 2012
Rezension bezieht sich auf: The Final Frontier (Audio CD)
So, nachdem das "neue" Maiden Album mich schon ne ganze Weile im Auto, Büro, zu Hause etc. immer wieder beschallt, schreib ich jetzt mal ne Rezi dazu.

Das Intro ist meiner Meinung nach sehr harte Kost. Ich habe es bis jetzt noch nicht sehr oft geschafft, es bis zu "Final Frontier" ohne FFWD Funktion durchzuhören. Aber umso besser geht's dann mit dem eigentlichen Opener los.
Final Frontier & El Dorado sind gut gelungene Nummern, haben mich anfänglich aber noch nicht zu hundert Prozent überzeugt. ABER was nach diesen 2,5 Nummern (inkl. Satellite) kommt ist einfach nur grandios.

Mit Final Frontier ist Maiden zum wiederholten Male der ganz große Wurf gelungen. Wieder einmal schafft es die Band ihre typischen Trademarks in teilweise neue, progressivere Gefilde zu lenken und trotzdem kein bisschen Authentizität und "Maidenhaftigkeit" zu verlieren.
Hut ab, nach soviel Jahren noch immer was neues abzuliefern ohne die eigene Identität zu verlieren gelingt nur den wenigsten.
Da kann sich so manch junge als auch alte Band ein Scheibchen abschneiden... Zum anchecken empfehle ich "Coming Home" und "The Talisman".

Up The Irons und ich freu mich schon auf die nächsten Releases.
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The Final Frontier
The Final Frontier von Iron Maiden (Audio CD - 2010)
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