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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen gelungener copthriller mit starbesetzung.
nach eastern promises also wieder ein film der sich mit der russenmafia auseinander setzt.
diesmal aus der sicht eines partysüchtigen clubbesitzers und seiner familie, die allesamt polizisten sind.
das diese beiden "interessenfelder" bald aufeinder prallen dürfte niemanden verwundern.
letztendlich kommt dabei ein richtig guter film heraus, der...
Veröffentlicht am 28. Juni 2008 von Frank Linden

versus
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bruderliebe
Die Spannung in diesem Thriller hält sich in Grenzen. Die Ausgangsituation: der Vater (Robert Duval) selbst Polizist hat einen guten (Mark Wahlberg) und einen bösen Sohn (Joaquin Phoenix). Es ist nicht uninteressant zu sehen, wie der Böse sich vom Saulus zum Paulus wandelt. Dass als Motiv hierfür die enge Bindung zwischen den beiden Brüdern dienen...
Veröffentlicht am 16. November 2010 von zopmar


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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen gelungener copthriller mit starbesetzung., 28. Juni 2008
Von 
Frank Linden (Troisdorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Helden der Nacht - We Own the Night (DVD)
nach eastern promises also wieder ein film der sich mit der russenmafia auseinander setzt.
diesmal aus der sicht eines partysüchtigen clubbesitzers und seiner familie, die allesamt polizisten sind.
das diese beiden "interessenfelder" bald aufeinder prallen dürfte niemanden verwundern.
letztendlich kommt dabei ein richtig guter film heraus, der hochkarätig besetzt, auch durch story und dialoge überzeugen kann.
die darsteller, machen ihre sache sehr ordentlich, allen voran natürlich joaquin phoenix, mark wahlberg, eva mendes und robert duvall.
die gewaltsequenzen wurden ordentlich in szene gesetzt und die filmmusik ist klasse.
alles in allem also ein empfehlenswerter film, der zwar gerade zu anfangs einige schwächen hat, aber immer besser wird.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessantes Thema mit Schwächen, 13. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Helden der Nacht - We Own the Night (DVD)
Bobby Green (Joaquin Phoenix) ist Leiter eines Nachtclubs, der einem russischen Geschäftsmann gehört. Von seiner Familie, d. h. seinem Vater Burt Grusinsky (Robert Duvall) und seinem Bruder Joseph (Mark Wahlberg), beides Polizisten, hat er sich mehr oder weniger gelöst, was sich schon darin ausdrückt, dass er den Mädchennamen seiner toten Mutter angenommen hat.

Nun treibt sich in Bobbys Nachtclub ein Mitglied der russischen Mafia herum, der die italienische Mafia im Rauschgifthandel vom Markt drängen will. Joseph und Burt bitten Bobby, als V-Mann tätig zu sein, was dieser ablehnt. Erst als Joseph bei einem Attentat schwer verletzt wird, ändert Bobby seine Meinung.

"Helden der Nacht" (der Originaltitel "We Own The Night" bezieht sich auf ein Motto der Polizei, der in den 80er Jahren im Kampf gegen die im Wachsen entstandene russische Mafia seinen Ursprung hat. Tatsächlich spielen die meisten Szenen des Films in der Nacht bzw. im Dunkeln. Tageslicht gibt es nur selten, wie z. B. beim finalen Showdown) ist in erster Linie natürlich ein Crime-Thriller, bei dem aber noch viele psychologische Elemente eingebaut wurden, wie die Bruder-Bruder, Sohn-Vater-Beziehungen und auch die Liebesbeziehung von Bobby zu Amanda (Eva Mendes), die sich nach und nach von ihm zurückzieht (weil sie den Druck nicht mehr aushält), nimmt einen großen Raum ein.

Schade ist nur, dass es der Regisseur und Drehbuchautor James Gray es nicht geschafft hat, aus diesen ganzen Zutaten einen durchweg spannenden Film zu machen. Wie eine so konfliktbeladene Story kunstvoll umgesetzt werden kann, da sollte Gray mal genauer bei Martin Scorsese und dessen "Departed" hinschauen. Der Film hat deutliche Längen und enttäuscht auch bei den schauspielerischen Leistungen, was bei einer solch hochkarätigen Besetzung erstmal merkwürdig anmutet, doch Robert Duvall und Mark Wahlberg geben eher eine Routinevorstellung ab, was mir besonders bei Mark Wahlberg leid tut, denn sein Charakter gibt nach dem von Joaquin Phoenix eigentlich am meisten her.

Phoenix ist es dann auch, der den Film rettet. Die nicht ganz überzeugende Wandlung vom hippen Nightclubleiter zum Helden kann er dem Zuschauer glaubhaft machen. Die zweitstärkste Leistung gibt mit Abstrichen Eva Mendes ab, die für mich neben ihrem tollen Aussehens auch noch eine richtige Schauspielerin abgibt. Ihre Amanda dürfte in ihrem gesamten Ouevre ihre schwierigste Rolle sein (Eine Charakterdarstellerin wie Susan Sarandon ist sie deswegen selbstverständlich noch nicht).

Filme über die russiche Mafia scheinen ja momentan Mode zu sein. Im Vergleich zu "Tödliche Versprechen" schneidet "Helden der Nacht" aber klar schlechter ab und so kommen die vier Sterne eher wegen meiner Sympathie zu den Hauptdarstellern, die ich allesamt schätze, zustande. Ansonsten, wenn ich wirklich objektiv wäre, hätten es drei Sterne auch getan, zumal das Bonusmaterial mit einem "Making Of" recht mickrig ist.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solider Thriller. Sehr gut besetzt., 15. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Helden der Nacht - We Own the Night (DVD)
Burt Grusinsky(Robert Duvall) ist Polizeichef in New York. Wir schreiben das Jahr 1988. Grusinskys Söhne Joseph(Mark Wahlberg) und Bobby(Joaquin Phoenix) sind unterschiedlicher, wie sie nicht sein könnten. Während Joseph ebenfalls Polizist ist und an der Seite seines Vaters gegen die russische Drogenmafia kämpft, leitet Bobby, unter dem Mädchennamen seiner Mutter, einen russischen Nachtclub. Genau dort spielen sich die Drogengeschäfte ab und der hauptverdächtige Dealer Vadim geht in Bobbys Club ein und aus. Während einer Razzia im Club lässt Joseph nicht nur seinen Bruder festnehmen, sondern legt sich auch mit Vadim an. Kurze Zeit später wird Joseph auf offener Straße angeschossen. Das bringt Bobby ins Wanken. Er lässt sich auf einen Deal mit der Polizei ein, um Vadim das Handwerk zu legen. Der Plan geht schief und Bobby gerät mit seiner Freundin Amanda(Eva Mendez) ins Visier der Mafia. Ihr Leben scheint keinen Pfifferling mehr wert zu sein. Als dann noch Bobbys Vater Burt einem Anschlag zum Opfer fällt, wechselt Bobby vollends die Seiten. Er wird Polizist und macht sich auf die Jagd nach Vadim. Eine Jagd, deren Ausgang mehr als ungewiss ist.

James Gray hat mit Helden der Nacht einen klar strukturierten, soliden Thriller der alten Schule produziert. Die Story ist klar und geht voran. Man hat keinerlei Schwierigkeiten dem Drama zwischen Vater und Söhnen zu folgen. Hier und da ist vielleicht ein bisschen viel Patina aufgetragen, aber die schauspielerischen Leistungen von Robert Duvall, Joaquin Phoenix, Eva Mendez und Mark Wahlberg lassen diese kleinen Unstimmigkeiten vergessen. Helden der Nacht ist einer dieser Thriller, die wir schon oft gesehen haben, keine neue Geschichte, kein alternatives Konzept, keine Experimente. Für Thrillerfreunde allerbeste Hausmannskost, die einen zwei Stunden lang vor den Fernseher bannt. Das Ende des Films ist für meinen Geschmack etwas unspektakulär, aber darüber lässt sich streiten. Für mich an allererster Stelle: Joaquin Phoenix in der Rolle des Bobby Green. Seit Walk the Line wissen wir, wie gut Phoenix spielen kann. In Helden der Nacht gibt er uns davon wieder einmal eine grandiose Kostprobe.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gutes Drama, eindrucksvoll inszeniert und spannungsgeladen bis zum Schluss, 25. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Helden der Nacht - We Own the Night (DVD)
Bobby hat alles was er will: einen Club, Drogen, eine tolle Freundin, kurz:
ein Leben aus Party, Sex und Drogen.
Dafür nimmt er es in Kauf, das schwarze Schaf seiner Familie zu sein, in der Vater Albert und Bruder Joseph erfolgreiche Polizisten sind, während er kein Cop geworden ist und sich mit Drogen vollpumpt.
Als eines Tages sein Bruder zu ihm kommt und verlangt, dass er einen Stammgast seines Clubes beschattet, verneint er und so kommt es zu einer großen Razzia, während der dieser Gast nicht belangt werden konnte. Kurz darauf wird Joseph niedergeschossen und schwer verletzt.
Da erkennt Bobby für welche Seite er sich entscheiden muss...

Der Film ist die meiste Zeit sehr ruhig, aber intensiv, gut gespickt mit ein paar Actionszenen.

Über die Charaktere erfährt man nicht viel, man erfährt z.B. nicht, wie Bobby in dieses Milieu kam und warum er sich von seiner Familie losgesagt hat.
Alles bleibt eigentlich nur auf die Handlung des Films bezogen, was ich sehr schade finde, denn ich hab gern immer ein bisschen Hintergrundwissen dabei.

Die Locations sind gut gewählt, allerdings wird gesagt, dass der Film in den 80er Jahren spielen soll, das ist dann meiner Meinung nach nicht so gut getroffen worden, aber gut, darüber kann man hinwegsehen.

Der Film bleibt wirklich bis zum Schluss spannend, auch wenn es natürlich einige Male etwas vorhersehbar war, bleibt aber bei dem Thema nicht aus *gg*

Die Schauspieler spielen gewohnt eindrucksvoll, nur Wahlberg blieb etwas hinter seinen gewohnten Leistungen zurück, was ich etwas enttäuschend fand.

Phoenix nimmt man seine Zerissenheit wie immer total ab, er ist wie gemacht für solche Rollen.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Muß für jeden Action-Fan, 23. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Helden der Nacht - We Own the Night (DVD)
Dieses Crime-Drama gehört zu den besten Filmen der vergangenen Jahre. Mir ist es unbegreiflich wie man hier nur drei oder weniger Sterne vergeben kann. Die Schauspielleistung, insbesondere von Joaquin Phoenix ist atemberaubend. Seine innere Wut und Hilflosigkeit, die Angst vor einer Entscheidung die unwiederbringlich sein bisher unbeschwertes Leben verändern könnte, ist in jeder Sekunde des Films zu spüren. Er will sich zuerst nicht ändern, äußere Umstände zwingen ihn jedoch dazu, sich für eine Seite zu entscheiden. Zugegebenermaßen ist dieser Charakterwandel schon sehr extrem, aber dennoch nicht unrealistisch, wird doch das Leben seiner Familie bedroht. Auch die Rolle seiner Freundin Amanda, gespielt von Eva Mendes, hat hier einen starken Auftritt. Sie muß sich fragen, wieviel sie bereit ist für die Beziehung aufzugeben.

Darüber hinaus stellt der Film die krasse Brutalität der russischen Mafia, die in den 80ern der New Yorker Polizei das Fürchten lehrte, eingehend dar. Zudem trägt auch der Soundtrack, vor allem die Stücke des polnischen Komponisten Wojciech Kilar, zur Intensität und besonderen Atmosphäre des Films bei.

Alles in allem ist "We own the night - Helden der Nacht" ein gelungener Action-Thriller mit brillianter und perfekt interagierender Starbesetzung. Mein Tipp: Sehen und kaufen!!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Joaquin Phoenix macht, was er am besten kann: den zerrütteten Antihelden geben, 1. Januar 2010
Von 
FG "fg" (Freiburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Helden der Nacht - We Own the Night (DVD)
Grundsätzlich betrachtet bietet We own the night" nicht viel Neues: eine Familie von Cops mitsamt einem missratenen vergnügungssüchtigen Sprössling, der es zum Nachtclubmanager gebracht hat, gerät mit einem russischen Mafiaclan aneinander - und los geht die Ballerei.

Glücklicherweise hat der Film Phoenix als Aktivposten, dessen Charakter zunächst mal so gar keine Lust auf gutbürgerliches Engagement gegen die Unterwelt hat, obschon er dabei in seiner Position sehr hilfreich wäre. Lieber beschäftigt er sich mit seiner zauberhaften Frau (Eva Mendes), dem Pokern und dem Koksen, und wird erst aufgerüttelt als sein Bruder (Mark Wahlberg) beinah bei einem Mordanschlag ums Leben kommt. Jetzt muss der Bohemien ran, wobei man Phoenix den Schiss, die Selbstzweifel und den ganzen Unwillen vollkommen abkauft. Als bei der Besichtigung" eines Drogenlabors so einiges danebengeht, sind er und seine Frau de facto auf der Flucht vor russischer Mafiarache, bis ihnen nicht viel mehr als Flucht nach vorn bleibt.

Joaquin Phoenix darf hier seine große Stärke ausspielen, nämlich Charaktere darzustellen, die keine edlen Helden (wie der Titel andeutet) und knallharten Typen sind, sondern trotz ihrer eklatanten Schwächen etwas bewegt bekommen - und wenn es auch noch so weh tut. Alleine deswegen ein sehenswerter Film, in dem Duvall und Wahlberg, so mein Eindruck, von J.P. an die Wand gespielt werden, aber trotzdem einen soliden Job machen.

Gut gefallen hat mir auch die Filmmusik, die die Tragik des Geschehens sehr passend begleitet.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bruderliebe, 16. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Helden der Nacht - We Own the Night (DVD)
Die Spannung in diesem Thriller hält sich in Grenzen. Die Ausgangsituation: der Vater (Robert Duval) selbst Polizist hat einen guten (Mark Wahlberg) und einen bösen Sohn (Joaquin Phoenix). Es ist nicht uninteressant zu sehen, wie der Böse sich vom Saulus zum Paulus wandelt. Dass als Motiv hierfür die enge Bindung zwischen den beiden Brüdern dienen soll, ist anfänglich nicht so recht nachvollziehbar. Joaquin Phoenix spielt jedoch diese schillernde Persönlichkeit recht überzeugend: lustbetont, gewaltbereit, gefühlvoll passt er sich dem halbseidenen Milieu an, in dem er sich bewegt. Eigentlich stand er ja aber immer schon mit einem Bein im Lager der Guten. Der letzte Schritt überrascht also nicht sonderlich. Das familiäre Umfeld wird stimmig dargestellt und die Wackelkamera schafft Aufregung. Eva-Augenweide-Mendes kommt als schmückendes Beiwerk wieder zum Einsatz. Der deutsche Titel übertreibt heldenmäßig etwas. Da die Geschäfte in einem Nachtclub abgewickelt werden, stimmt schon eher 'Uns gehört die Nacht'. Am Ende kann man sich mit dem Wissen beruhigt zu Bette legen: hier hat das Gute gesiegt. Na wer sagt's denn, wenigstens im Film.
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14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr guter Film, schlechte DVD-Ausstattung!, 29. Juni 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Helden der Nacht - We Own the Night (DVD)
Eine mehr als gute Story, überzeugende Darsteller, "Helden der Nacht" hat das Potential zu einem richtigen Geheimtipp. Nachdem ich den Film angeschaut habe, kann ich nicht verstehen, dass er bislang so wenig Beachtung gefunden hat. Absolut sehenswert!

Leider fällt das Bonusmaterial mit lediglich einem Making-Of (55:34 min) sehr mager aus, aber daran hat man sich ja mittlerweile schon gewöhnt.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Atmosphärisch und rauh inszenierter Polizei-Thriller, 6. Juli 2009
Von 
Florian Hoffmann (Homburg/Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Helden der Nacht - We Own the Night (DVD)
"Helden der Nacht" ist nach den beeindruckenden Milieustudien "Little Odessa" (1995) und "The Yards" (2000) erst der dritte Film des New Yorkers James Gray, der vielleicht zu den unterschätztesten amerikanischen Filmemachern der Gegenwart zählt. Sein neuester Streifen ist wie bereits "The Yards" mit Joaquin Phoenix und Mark Wahlberg (die auch als Produzenten fungieren) in den Hauptrollen besetzt und trägt eine schon jetzt unverkennbare Handschrift.

Die Geschichte spielt im Brooklyn des Jahres 1988. Phoenix (als Bobby Grusinski) und Wahlberg (als Joseph Grusinski) spielen zwei ungleiche Brüder auf gegenüber liegenden Seiten des Gesetzes. Während Phoenix die Strippen in einem angesagten Nachtclub in Brighton Beach zieht und mit der russischen Unterwelt in Verbindung steht, ist Wahlberg ein grundanständiger, aufstrebender Polizist, der unter der Obhut seines ernsthaften Vaters Albert (Robert Duvall) steht, der Deputy Chief bei der New Yorker Polizei ist. Bobby hat sich schon lange von seiner Familie entfremdet und lebt mit der schönen Amada (Eva Mendes) ein Leben in Saus und Braus. Der Unterwelt-Patriarch Buzhayev vertraut Bobby und dient als eine Art Ersatzvater für ihn. Als es zur Razzia in Bobbys Club kommt, die von seinem Bruder angeführt wird, geraten die Dinge außer Kontrolle und Bobby muss sich entscheiden auf welcher Seite er stehen will...

Leider hat "Helden der Nacht" den Nachteil, dass er im Fahrwasser von einigen anderen themenverwandten Filmen veröffentlicht wurde und deswegen etwas unterging. Es wurde oft kritisiert, dass die Geschichte nicht viel Neues bietet und der Film klischeebelastet sei. Das stimmt nur teilweise. Sicherlich gibt es in dem Film einige Plausibiltätsmängel und Parallelen zu anderen Filmen wie "The Departed" oder "Eastern Promises", dennoch gelingt es Regisseur Grey einen ehrlichenen und authentischen Film zu inszenieren, der stellenweise vor Energie nur so brodelt. Wer Filme dieses Genres mag, sollte hier bestens bedient sein. Wie sehr man sich von gewissen Schwächen stören lässt, muss man selbst entscheiden.

Die Darsteller spielen alle sehr solide, doch es ist Joaquin Phoenix, der mit seiner immensen Intensität hervorsticht. Er scheint ständig unter Strom zu stehen und innerlich regelrecht zu brodeln. Man kauft ihm den Wandel vollends ab und ist von seinem Spiel gefesselt. Ihm gelingt das Kunststück, seine Emotionen und seinen inneren Kampf an seinem Gesicht erkenntlich zu machen. Seine gelegentlichen Ausraster sind enorm intensiv und man fühlt, dass Phoenix voll in seiner Rolle ist (Es gibt sogar Setberichte, die besagen, dass Phoenix oft in seiner Rolle geblieben ist und seinen Filmvater Robert Duvall beschimpft hat).

Wahlberg macht ebenfalls eine gute Figur, ist aber wie Duvall eher wenig gefordert.

Eva Mendes jedoch ist in diesem Filmen sexier als je zuvor. Die knisternde Anfangssequenz dürfte so manchen Mann ins Schwitzen bringen. Aber auch vom Schauspierischen macht sie hier wohl die beste Figur ihrer Karriere.

Doch nun zur Inszenierung, der Hauptstärke des Films: Auch die Kritiker mussten neidlos anerkennen, dass der Film einige technisch meisterlichen Szenenen aufzuweisen hat. Es gibt eine Szene, in der einer der Protagonisten in das Drogenlabor der Russen eingeschleust wird und dabei auffliegt. Was folgt st eine beispiellose Gewaltexplosion, die an Intensität und Unmittelbarkeit kaum zu überbieten ist. Die Kameraarbeit, der Ton, die Darstellungen, alles ist so perfekt orchestriert, sodass man sich so fühlt, als sei man direkt dabei.
Die hervorstechendste Szene des Films ist jedoch eine andere, die allerdings genau den selben Effekt wie die eben genannte hervorruft. Es handelt sich um eine Autoverfolgungsjagd im strömenden Regen, die regelrecht innovativ inszeniert ist und zu den besten ihrer Art in der Filmgeschichte gehört. Der Film bietet noch mehr Szenen, die den Puls steil nach oben treiben.

Grey hat ein großartiges Auge für Atmosphäre und transportiert einen direkt in diese düstere, zwielichtige Welt, dessen Zeitgeist und Lokalkolorit des New Yorks der 80er Jahre er brilliant einfängst. Man kann die latente Anspannung und Gefahr regelrecht spüren. Die unheilvolle, atmosphärische Musik von Wojciech Kilar gehört zu den Highlights des Films und unterstützt ihn auf wundervolle Weise.
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5.0 von 5 Sternen Bad or evil?, 12. Oktober 2014
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Es ist schon alleine nicht leicht welchem Genre man diesen Film zuordnen soll. Handelt es sich doch eher um ein Familiendrama oder doch um einen simplen Gangster/Polizeifilm? Doch würde ich diesen Film eher als eine Kombination von beiden ansehen, doch vielmehr sind die Wandlungen des Protagonisten und dessen Empfindungen von zentraler Bedeutung.

Also sowohl Joaquin Phoenix als auch Mark Wahlberg können in ihren Rollen komplett überzeugen.

Es ist einfach ein Film den man gesehen haben muss.
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