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4.0 von 5 Sternen Bluesrock und mehr
Neben Jimi Hendrix, der die amerikanische Nationalhymne zum Soundtrack des Vietnamkriegs umbaute, führte das Woodstock-Festival 1969 der Welt noch einen zweiten Gitarrenhelden vor: Alvin Lee. Der junge Brite versetzte mit seiner Band Ten Years After und ihrem in halsbrecherischen Tempo gespielten Bluesrocker "I'm Going Home" das Publikum in Begeisterung und...
Veröffentlicht am 25. März 2005 von D. Haberl

versus
3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Auf dem absteigenden Ast
Man kann Platten schönschreiben. Genau dies tut Chris Welch in seinen Liner Notes zur "Ride on"-Scheibe von Alvin Lee & Ten Years Later. Doch zunächst ein kurzer Rückblick. Flitzefinger Lee war mit Ten Years After und dem Über-Song "I'm going home" einer der Helden des Woodstock-Festivals von 1969. Mit ihrer Blues, Rock, Rock'n Roll und Jazz-Elemente...
Veröffentlicht am 18. Dezember 2010 von birddog


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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Auf dem absteigenden Ast, 18. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Ride on (Audio CD)
Man kann Platten schönschreiben. Genau dies tut Chris Welch in seinen Liner Notes zur "Ride on"-Scheibe von Alvin Lee & Ten Years Later. Doch zunächst ein kurzer Rückblick. Flitzefinger Lee war mit Ten Years After und dem Über-Song "I'm going home" einer der Helden des Woodstock-Festivals von 1969. Mit ihrer Blues, Rock, Rock'n Roll und Jazz-Elemente (z. B. Woody Herman's "Woodchopper's Ball") vermengenden Musik hatten TYA Ende der 60er und in der ersten Hälfte der 70er Jahre einen großen Fankreis. Als die Band sich 1975 endgültig auflöste, stand Alvin Lee vor der Aufgabe, sich musikalisch neu zu orientieren. Nach einer Zwischenphase, in der er mit seiner "Company" recht ansprechende Platten auf den Markt brachte, wollte er mit dem Power Rock-Trio Ten Years Later einen Neuanfang wagen. Freilich - der Namen deutet es bereits an - blieb er dem Stil von TYA weiterhin verhaftet. Dieser eher unentschlossene Start zu neuen musikalischen Ufern konnte jedoch letztlich nicht richtig überzeugen. "Ride on" belegt dies nachdrücklich. Der Einschätzung von Chris Welch, Ten Years Later "proved to be more than worthy sucessors to his previous Band Ten Years After", kann ich deshalb überhaupt nicht folgen. Und auch von "funky blues" ist auf der Scheibe nichts hören. Vielmehr bietet das Live/Studio-Album mehrere kompositorisch schlichte Rock-Titel wie z. B. "Ain't nothin' shakin'", "It's a gaz" oder "Sittin' here", die Lee eigentlich nur als Vehikel zur Präsentation seiner Gitarrenkunst dienen. Das knapp eine Minute lange "Scat encounter" ist eine jazzige Reminiszenz an "Silly thing" vom eindrucksvollen TYA-Livealbum "Recorded live". Eher unentschlossen wirkt auch der Reggae "Ride on cowboy". Das unvermeidliche "Going home" fetzt zwar los wie immer, erreicht aber nicht die Qualität früherer Versionen. Von Jimi Hendrix "Hey Joe" läßt sich immerhin sagen, daß der gute Alvin diese Rock-Hymne auf seine ganz indiviuelle Art interpretiert. Unter den Studio-Aufnahmen können noch am meisten der dampfende Rock-Stampfer "Too much" und das rock'n rollige "Can't sleep at nite" überzeugen. Chris Welch hat natürlich recht, wenn er schreibt, die Absicht Alvin Lees mit seinem Power Trio sei es gewesen, "to counteract punk by blowing the would-be usurpers off stage". Daß ihm dies mit dem weitgehend einfallslosen Song-Material auf "Ride on" nicht gelingen konnte, läßt sich beim Hören der Scheibe erahnen. Nicht zuletzt deshalb kann ich über das folgende Statement von Chris Welch nur den Kopf schütteln: "If Cream hadn't broken up in 1968 and were still going in 1978, they might have sounded like this". Was halten wohl Eric Clapton, Jack Bruce und Ginger Baker von dieser Aussage?
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11 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bluesrock und mehr, 25. März 2005
Von 
Rezension bezieht sich auf: Ride on (Audio CD)
Neben Jimi Hendrix, der die amerikanische Nationalhymne zum Soundtrack des Vietnamkriegs umbaute, führte das Woodstock-Festival 1969 der Welt noch einen zweiten Gitarrenhelden vor: Alvin Lee. Der junge Brite versetzte mit seiner Band Ten Years After und ihrem in halsbrecherischen Tempo gespielten Bluesrocker "I'm Going Home" das Publikum in Begeisterung und etliche Nachwuchsgitarristen in tiefe Depressionen.
Zehn Jahre danach war Lee mit einer neuen Formation Namens Ten Years Later unterwegs. Ihre nun wiederveröffentlichte LP Ride On war in eine Studio- und eine Live-Seite aufgeteilt. Das Trio produzierte Bluesrock der intelligenteren Art und wagte sich auch an ungewöhnlichere Experimente: Bei "Ride Cowboy Ride" werden Western-Romantik mit Blues und Reggae-Elementen verschmolzen.
Die wahren Qualitäten der Band treten im Live-Teil zu Tage, bei dem sie nicht nur "I'm Going Home" sondern auch Jimi Hendrix ersten Hit "Hey Joe" mit überschäumender Spielfreude zum Besten gaben.
Alvin Lee und Ten Years After waren neben "The Who", "Jimi Hendrix" und "Santana" die Abräumer des Woodstock Festivals. Alvin Lee spielte seine rote "Gibson ES335" so schnell, dass man Mühe hatte, die Hörfrequenz auf diese Geschwindigkeit einzustellen.
Auf der nun neu aufgelegten CD "Ride On" ist AL mit seiner Nachfolgeformation Ten Years Later zu hören, mit der er fast nahtlos an die Zeiten von TYA anknüpfen konnte und auch in Deutschland (u. a. Rockpalast 1978) umjubelte Auftritte feierte. Sie ist daher ein Muß für jeden Alvin Lee Fan.
Die CD ist unterteilt in vier Live- und fünf Studioaufnahmen, wobei die Power des Trios (Gitarre, Bass und Schlagzeug) eindeutig im Liveteil offensichtlich wird.
Die Gruppe strotzt nur so vor Spielfreude, was besonders im Jimi-Hendix-Titel "Hey Joe" zum Ausdruck kommt.
Den Abschluß der Liveaufnahmen bildet der Woodstock-Boogie "I'm going Home", der in einer atemberaubenden Geschwindigkeit dargeboten wird und von Bass und Schlagzeug vorangetrieben wird. Dieses Stück leitet seitdem traditionell das Ende eines TYA-Konzertes ein.
Der Studioteil ist gewohntes TYA Songmaterial und wird mit dem stampfenden Rock "Too much" eröffnet. Darauf folgt das schnelle in ein melodiöses Gitarrensolo mündende "It's a Gaz".
Auf "Ride on Cowboy" experimentiert AL mit einem Reggaerhythmus und einer laidback gespielten Westerngitarre. Dieser Song erinnert vom Stil an die Aufnahmen von "On the Road to Freedom (1973)".
Den Abschluss der CD bildet "Can't Sleep at Nite", ein Rocksong, der im Stil an die Rolling Stones erinnert.
Fazit:
Diese CD ist zu empfehlen für Alvin Lee und TYA Fans, die ihre Sammlung vervollständigen wollen. Leider ist die Spielzeit von knapp 40 Minuten viel zu schnell vorbei.
Für Einsteiger und Bluesrock-Fans sind deshalb die Doppel-CD's "Ten Years After Live at the Fillmore East" bzw. "Recorded Live" eindeutig die bessere Wahl, da diese Aufnahmen ein wesentlich breiteres Spektrum (Blues, Rock, Bluesrock und Boogie) abdecken.

Darüber hinaus dokumentieren diese Konzertmitschnitte eindringlich, weshalb Alvin Lee und seine Band(s) über lange Jahre zu den angesagtesten und bestbezahltesten LiveActs (weit über 20 Tourneen allein in USA) gehörten.
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Ride On
Ride On von Alvin Lee & Ten Years Later
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