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5.0 von 5 Sternen Die Perfekte, 27. Juni 2010
Von 
vully "vully" (Neuhausen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Il Barbiere di Siviglia (Ga) (Audio CD)
Vorab: Ich kenne keine Aufnahme des Barbier, die bis ins letzte Detail so sorgfältig, so perfekt produziert ist wie diese Einspielung von 1982:

Agnes Baltsa ist stimmlich hervorragend in Form, und hat auch die Rolle verinnerlicht - diesen schwierigen Spagat, die Rosina zwar als junge Frau darzustellen, aber eben als eine, die es faustdick hinter den Ohren hat und dem Figaro gewachsen ist. Auch wenn etwa die junge Teresa Berganza, Jennifer Larmore oder Cecilia Bartoli noch jugendlicher und scheinbar unschuldiger klangen, Maria Callas giftiger, Baltsa ist eine weit mehr als solide Rosina.

Der Figaro ist von keinem Sänger nach dem 2. Weltkrieg stilsicherer, technisch souveräner eingespielt worden als von Sir Thomas Allen. Mögen auch Tito Gobbi oder Hermann Prey noch mehr Spielfreude und komische Eitelkeit in die Rolle gebracht haben, musikalisch ist ihnen Allen überlegen und trotzdem hinreichend aufgeblasen - er ist vielleicht der größte Trumpf dieser Einspielung.

Francisco Araiza schließlich ist ein echter Glücksfall als Graf Almaviva:
Ein Sänger mit der Stimme und dem Volumen eines lyrischen Tenors, der trotzdem die stimmliche Beweglichkeit für Rossini hatte. Und so haben wir hier endlich einmal einen wirklich glaubwürdigen Prinzen für die Rosina, um den zu kämpfen lohnt. Stört mich, dass er in schnellen Koloraturpassagen seiner großen Bravourarie "Cessa di pìu resistere" aspiriert (d. h. die Töne mit "h" trennt)? Nicht wirklich, das taten andere auch, die dafür meist sehr viel weniger schöne Stimmen hatten - wenn sie die Arie nicht wie früher üblich ganz wegließen (Alva, Monti, Benelli). Und wenn man eben nicht immer einen Juan Diego Florez hat(te) ...

Die beiden Bässe gehören ebenfalls zum besten, was die Diskographie zu bieten hat: Hier der gravitätische Robert Lloyd als hintergründig fieser Don Basilio, dort Domenico Trimarchi als eitel-hektischer Doktor Bartolo.

Welche Wünsche bleiben also offen? Vielleicht der nach einem anderen Dirigenten: Sir Neville Marriner leitet zwar sehr sorgfältig und präzise, aber nicht wirklich mit dem Esprit, den diese großartigen Sänger verdient hätten.

Und damit lässt die Aufnahme - glücklicherweise - noch Platz für Alternativen wie die ähnlich großartig besetzte, aber lebendigere Aufnahme unter Jesus Lopez-Cobos (mit Larmore, Gimenez, Hagegard, Ramey, Corbelli) oder den genialen Zweikampf Callas-Gobbi unter dem sehr inspirierten Alceo Galliera.
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5.0 von 5 Sternen Reines Rossinivergnügen, 25. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Il Barbiere di Siviglia (Ga) (Audio CD)
Diese Einspielung macht auch nach so vielen Jahren noch Spaß und ist so mustergültig, dass man sie haben sollte. Aus dem erlesenen Ensemble jemanden besonders zu würdigen fällt schwer, widmen sich mit Thomas Allen als gewitztem Figaro, Agnes Baltsa als Rosina mit etwas trocken klingendem aber technisch perfektem Mezzo und Francesco Araiza mit saftigem Rossinitenor als Graf drei Spitzenkräfte dieser beliebten Buffooper. Einzig bei Domenico Trimarchi möchte ich anmerken, dass mir seine fast schon oberlehrerhafte Verkörperung des Bartolo nicht so gefällt, da würde ich mir etwas mehr Tumbheit wünschen. Das Restensemble überzeugt ebenfalls durchgehend. Neville Marriner heizt die Academy of St. Martin in the fields zu lebhaft überzeugendem Spiel an; Bravo für diese Aufnahme.
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5.0 von 5 Sternen Rossinifreude der Extra Klasse, 26. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses ist eine durch und durch gelungene Aufnahme. Die Sänger sind allesamt zum Zeitpunkt der Entstehung auf dem Höhepunkt ihrer jeweiligen Karriere. Agnes Baltsa besticht durch Anmut, Geläufigkeit und Spielfreunde. Es gelingt ihr ein wirklich tolles Portrait der Rosina und auch die Viper kommt durchaus bei Ihr zum Vorschein. Thomas Allen war zum damaligen Zeitpunkt ein Figaro nach Maß. Er stellt einen wundervollen Charakter auf die Klangbühne, ohne die teilweise schon gewohnten Mätzchen, ohne die die meisten Figaros meinen nicht auskommen zu müssen. Das es anders geht, zeigt Allen hier eindrucksvoll. Ein Figaro von Klugheit und dem nötigen Schalk im Nacken. Francisco Araiza ist ein wundervoller Conte di Almaviva mit einer richtig männlichen Stimme und nicht dunklem Kern. Sehr wohltuend gegenüber den eunuchenhaften Gesängen mancher Tenore di grazia. Robert Lloyd wundervoller Bass gibt dem Don Basilio eine wundervollen Stimme. Diese Stimmen eingebettet in das inspirierte Spiel der Academy St.-Martin-in-the-Fields unter dem fabelhaften Dirigat von Neville Marriner ist ein Hörgenuss, der süchtig macht. Leider folgte dieser Einspielung lediglich noch eine Cenerentola. Wie toll wäre es gewesen, hatte Marriner die Möglichkeit gehabt auch die anderen Hauptwerke von Rossini aufzunehmen.
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