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Der Liederzyklus „Des Knaben Wunderhorn“ nach Gedichten von Clemens Brentano und Achim von Arnim ist eines der Schlüsselwerke im Œuvre Gustav Mahlers. Vor allem für seine frühen Sinfonien griff er immer wieder auf Themen und Motive der „Wunderhorn“-Lieder zurück. Dabei handelt es sich um keinen homogenen Zyklus, sondern eher um eine eklektische Reihung, die auch nicht in einem Stück, sondern über mehrere Jahre entstanden ist. Dementsprechend vielfältig ist die Anzahl an behandelten Themen, die trivial sein mögen oder geradezu existentiell.
Es gibt zahllose Einspielungen dieses Zyklus' in mannigfacher Reihenfolge und Besetzung. Die hier vorliegende durch die Mezzosopranistin Magdalena Kožená und den Bariton Christian Gerhaher sowie das Cleveland Orchestra unter der Leitung des französischen Dirigenten und Mahler-Exegeten Pierre Boulez gehört keinesfalls zu den besseren, eher zu den bemerkenswert misslungenen. Freilich, nicht jedes Lied des Zyklus' mag jeden Hörer gleichermaßen überzeugen. Doch was Akzentsetzung und Nuancierung anbelangt, liegen Boulez' Dirigat sowie der Solistenvortrag völlig daneben. So versanden zum Beispiel die wundervollen Modulationen, die Lieder wie „Des Antonius zu Padua Fischpredigt“ oder „Revelge“, ja sogar den 'Joker' „Lied des Verfolgten im Turm“ („Die Gedanken sind frei!“) nahezu vollständig, hin zu einem öden, faden und langweiligen Einheitstreibsand. Hinzu kommt, dass Koženas Vortrag oftmals unverständlich ist, auch in Liedern, in denen man dem Textfluss eigentlich leicht folgen kann, beispielsweise in „Wo die schönen Trompeten blasen“.
Alles in allem nicht zufrieden stellend! Ich empfehle als Gegendarstellung sämtliche Einspielungen mit Leonard Bernstein oder Claudio Abbado auf dem Dirigentenpodium. Vor allem ersterer mag vielleicht nicht immer textgetreu und genau spielen, dafür aber mit umso mehr Emphase und Authentizität.

Als Zusatz – der allerdings nicht zur Entschädigung gereichen kann – gibt’s das Adagio aus der unvollendeten zehnten Sinfonie Mahlers, eine durchaus hörenswerte Appendix zu Mahlers Gesamtwerk. Doch hier findet der geneigte Hörer die einzige wirkliche Stärke der vorliegenden Tonaufzeichnung: Boulez dirigiert markig, akzentuiert und perlend nuanciert. Doch all dies genügt leider nicht, mich dazu zu bewegen, eine Kaufempfehlung für diese CD auszusprechen...
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TOP 500 REZENSENTam 6. Oktober 2012
Mit dieser Aufnahme der Wunderhorn-Lieder kann ich mich nur bedingt anfreunden. Das liegt an der Heterogenität der beteiligten Protagonisten. Boulez präferiert eine sehr analytische Lesart der Musik Mahlers. Das schafft gerade bei den Symphonien oft sehr interessante Interpretationen, weil es der Transparenz und der Schärfe der Musik Mahlers nicht schlecht ansteht. Bei den Wunderhornliedern finde ich den Zugang nicht ganz überzeugend, weil es mir dann doch am Sentiment fehlt. Das Unmittelbare der Musik geht damit ein wenig verloren, man darf nicht vergessen, dass bei aller Intellektualität Mahlers hier doch auch "Volkslieder" vertont wurden.
Gerhaher folgt in seiner Interpretation dem Konzept von Boulez, bleibt mir auf der Ausdrucksskala aber einiges schuldig (wenn man ihn z.B. mit Hampson oder Goerne vergleicht). Kozena hingegen interpretiert Mahler eher emotional, weniger analytisch. Was zu einem merkwürdigen Auseinanderklaffen der Interpretationshaltungen führt, so dass sich die Aufnahme nicht wirklich zu einem Ganzen fügt. Da gefällt mir die Aufnahme mit Bonney/Goerne/Chailly besser, weil alle Künstler einer Interpretationsrichtung folgen. Die Aufnahme mit Hampson und Parsons (am Klavier) bleibt für mich - anders aufgrund der Klavierbegleitung - Referenz.
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am 29. März 2011
Ich bin von der CD begeistert. Der Klang ist hervorragend - obwohl es eine Liveaufnahme sein soll. Ich habe kein einziges Störgeräusch hören können, klingt wie studio.

Allerdings hat die Aufnahme durchaus einen Livecharakter, da dr Eindruck entsteht, alle wäre mit sehr viel Engagement dabei. Bei "echten" Studioaufnahmen fehlt manchmal der Schwung.

Zum Dirigenten haben andere schon geschrieben: Ich kann mich nur anschließen: hervorragend.

Schön ist auch, dass die Gedichte im Booklet alle abgedruckt sind. Dann versteht man auch die textlichen Feinheiten
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am 28. September 2010
Es ist kaum zu glauben, daß es sich bei dieser Einspielung um eine live Aufahme handelt. Mich hat vor allem das Adagio aus der zehnten Symphonie interessiert. Die Transparenz des Orchesterklanges ist, wie so oft beim Cleveland Orchestra, einmalig. Boulez nimmt den Satz ohne zu schleppen, der Puls der Musik schlägt selbst bei größter dynamischer Zurückhaltung ; umso verstörender der Einbruch der Blechbläser gegen Ende des Satzes. Wer Boulez vorwirft, daß er Mahler seziere, der möge sich diese Interpretation anhören.
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am 6. September 2010
Mit dieser Aufnahme beschließt Pierre Boulez seinen Mahler-Zyklus, den er vor 15 Jahren mit der 6ten begonnen hatte. Boulez sagte selbst, erst durch "die Lieder" sei er zu Mahler's Musik gekommen und ich denke, diese Beziehung merkt man auch in der vorliegende Aufnahme. Nicht aufdringlich und vordergründig, sondern mit zurückhaltender Unterstützend der Solisten führt Boulez das Cleveland Orchestra.
Höhepunkt ist jedoch (für mich) das Adagio von Mahler's 10ter.
Auch hier wählt Boulez das ihm eigene -anspruchsvolle -Tempo, das so deutlich von vielen anderen Interpretationen, gerade in den langsamem Sätzen, abweicht.
Mahler wählte ja wohl selbst - so sagt man - schnellere Tempi für seine Symphonien, vielleicht hören wir also im Boulez' Zyklus den ursprünglich Mahler?
Nun, jede Meinung ist Subjektiv, daher meine Empfehlung - unbedingt anhören...!
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