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am 1. Juli 2011
Auch nach mehrmaligem Anhören will die Aufnahme klangtechnisch nicht recht überzeugen, obwohl sie unter großem Aufwand remastered wurde. Gerade das bei Wagner typische mythisch-dynamische Raum-Klang-Gebilde bleibt im Wesentlichen auf der Strecke, was aber in der Erheblichkeit dadurch gemildert wird, dass es sich hier um eine komische Oper handelt, der insoweit einzigen des Komponisten von Gewicht, sieht man von dem Frühwerk "Das Liebesverbot" ab, das noch nicht der große Wurf war und selten aufgeführt wird. Störende Geräusche bei älteren Aufnahmen können durch punktgenaues Ansteuern der Frequenzen herausgefiltert und eliminiert werden, aber andere Beeinträchtigungen nicht grundlegend verändern. So gesehen muss man den Tonkünstlern dankbar sein, dass sie dieser wertvollen Aufnahme das Beste angedeihen ließen, bieten doch alle Aufführenden meisterliches und sind vor allem die Stimmen deutlich abgebildet, auch wenn sie freilich (das ist das wesentliche Manko) in gewisser Distanz wahrgenommen werden müssen. Nach Ort und Zeit (Met 1972) entspricht die Aufnahme nicht dem damaligen professionellen Aufnahmestandard, da können selbst zwanzig Jahre ältere Aufnahmen besser klingen. Wahrscheinlich handelt es sich um den Mitschnitt aus einer wenig günstigen Position heraus. Trotzdem lohnt der Kauf der Aufnahme.

Zuvor ist aber (der leider viel zu früh aufgrund einer schweren Krankheit verstorbene) Thomas Schippers zu loben, der sich zum Wagner-Exegeten entwickelte und die Handlung schlüssig vorantreibt. Er gab auch dem, was die Meister zu sagen hatten, gebührenden Raum. Im Zeitpunkt der Aufnahme war er auf der Höhe seines Könnens. Dichtauf gefolgt zeigt James King, dass er zu den besten Wagner-Tenören gehört, ohne über Platzfragen streiten zu wollen. Die Konkurrenz ist freilich groß (für mich ist Franz Völker in seiner Glanzzeit das Maß aller Dinge geblieben). Mit ebenso klarer Diktion wie kraftvoller Stimme mit klangreicher Resonanz und expliziter Stimmführung bewältigt er überzeugend alle Hürden und Klippen, wie z.B. in den Belastungsproben der Arien 'Am stillen Herd in Winterszeit' und 'Fanget an' sowie Morgenlich leuchtend im rosigen Schein'. Auch die Damen, allen voran die attraktive Pilar Lorengar, verstehen zu bezaubern und lassen keine Wünsche offen. Die hierzulande von den anderen Mitwirkenden her eher bekannten Stimmen Benno Kusche (als pedantischer Beckmesser in Parodie auf den berüchtigten Kritiker Eduard Hanslick) und Theo Adam (als der weise Schuster Hans Sachs), erfüllen ihre tragenden und anspruchsvollen Partien überaus beeindruckend. Nicht zuletzt sind auch die chorischen Leistungen ganz ausgezeichnet.

Also alles in allem eine rundweg erfreuliche Aufführung, wären da nicht gewisse klangtechnische Einschränkungen zu verzeichnen. Denen zufolge erscheint mir der Abzug von einem Punkt angemessen, dies auch des Booklets wegen, das überaus kärglich ausgestattet ist (lediglich die Titelangaben sind in deutscher Sprache verfasst). Auch wenn man im Rahmen der technischen Bearbeitung von der Möglichkeit der Klangverstärkung Gebrauch gemacht haben dürfte, ist das Klangbild in seiner Gesamtheit homogen geblieben. Es ist auch ohne jede Ausnahme völlig sauber und damit ohne irgendwelche störenden Geräusche. Die deutsche Aussprache ist korrekt bis auf klitzekleine Unebenheiten, über die es sich nicht zu reden lohnt.
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TOP 1000 REZENSENTam 19. August 2011
Die Box mit 4 CDs ist eine Liveaufnahme aus Bayreuth von 1951. Die Tonqualität ist dem Alter entsprechend eingeschränkt und auch einen Tick schlechter als es die hier erhältlichen Hörproben vermuten lassen. Angesichts des Alters und der Live-Atmosphäre ist die Qualtität zufriedenstellend (v.a. bei den Stimmen, etwas weniger beim Orchester) und ich würde sie auch nicht zu den 'historischen' Aufnahmen rechnen, aber es stört den Genuß dann doch. Störende Livegeräusche wie Husten, Bühnenbewegungen, etc. sind allerdings wenig vorhanden.

Das Dirigat von Karjan ist sehr dynamisch und dramatisch angelegt, mit reichlich Tempiwechseln, wobei die Grundstimmung eher zügig ist.

Otto Edelmann als Sachs gefällt mir sehr gut. Seine Ausstrahlung ist männlich und dramatisch, dabei aber in den rechten Momenten auch sanft und sentimental. Nur ab und zu klingt die Stimme für meinen Geschmack einen Tick zu rau.

Hans Hopf gibt einen sehr ritterlichen Walther. Er ist männlich und kraftvoll, weiß aber auch der Minne zu frönen, wobei er das wahrhaft in 'ritterlicher' Manier macht.

Elisabeth Schwarzkopf als Eva ist einerseits technisch einwandfrei und singt sehr sauber, mit viel künstlerischer und stimmlicher Präsenz. Sie ist mir jedoch gelegentlich für die Rolle einen Tick zu dramatisch und ihre Stimme/Interpretation klingt etwas zu alt für ein junges Mädchen.

Frederich Dalberg gefällt mir gut als Progner. Er hat viel präsent, singt kraftvoll und fließend. Seine Interpretation ist eine eher 'theatralische', manchmal einen Tick zu viel.

Gerhard Unger als David kann mich nur z.T. überzeugen. Seine Stimme lingt im ganzen auch etwas zu 'alt' für einen Lehrburschen. Im Rahmen seiner Möglichkeiten lässt er sie aber soweit wie möglich lyrisch-jungendlich klingen und mischt Kraft mit Vorlaut.

Der Beckmesser von Erich Kunz ist nicht der 'Böse' oder Intrigante, sondern eher der geschmeidig Argumentierende, ein intellektueller Sarkast.

Fazit: Klangliche Einschränkungen und künstlerisch - trotz kleiner Einschränkungen - überzeugend. Sicher aber nur als Zweit- oder Drittaufnahme für Fans mit Interesse am Wagnergesang dieser Zeit geeignet.
33 Kommentare|18 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. Dezember 2010
"Die Meistersinger von Nürnberg" - Richard Wagners Oper, in der er mal auf die germanische Mythologie verzichtet und einen mittelalterlichen Sängerstreit darstellt. Hans Sachs, Walther von Stolzing und Sixtus Beckmesser singen um die Wette. Die "Meistersinger" sind fester Bestandteil der Bayreuther Festspiele. Die vorliegende Version wurde ebenda aufgezeichnet (1951) und gilt bis heute als unerreicht. Kein Wunder: Herbert von Karajan dirigiert, und Otto Edelmann, Hans Hopf, Erich Kunz und insbesondere Elisabeth Schwarzkopf singen!
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