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41 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ihre Dritte war meine Erste
Komme eigentlich aus einer härteren musikalischen Ecke und fand das erste Album "Funeral", welches meine Bruce-Springsteen-Frau immer mal wieder nebenbei spielte, nicht so besonders außergewöhnlich. Bin dann vor kurzem bei youtube über den neuen Titelsong "The Surburbs" gestolpert und ab da hat's gefunkt. Album gekauft und im Auto durchgehört,...
Veröffentlicht am 19. Dezember 2010 von Thomas

versus
1.0 von 5 Sternen Musik Top, Vinyl Flop
Also über die Musik müssen wir nicht reden, die Geschmäcker sind ja verschieden aber ich find sie absolut super.

Ganz im Gegensatz dazu ist die Qualität der Schallplatte leider nicht zufriedenstellend.
Zum einen schwankt aufgrund der unpräzisen Pressung der Plattenspielerarm schlimmer als ein Schlachtschiff bei hoher See, zum...
Vor 3 Monaten von dideldum veröffentlicht


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41 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ihre Dritte war meine Erste, 19. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: The Suburbs (Audio CD)
Komme eigentlich aus einer härteren musikalischen Ecke und fand das erste Album "Funeral", welches meine Bruce-Springsteen-Frau immer mal wieder nebenbei spielte, nicht so besonders außergewöhnlich. Bin dann vor kurzem bei youtube über den neuen Titelsong "The Surburbs" gestolpert und ab da hat's gefunkt. Album gekauft und im Auto durchgehört, immmer wieder ...

Ich muss sagen, es gibt kein Album, was mich seit langem so sehr angesprochen hat. "The Surburbs" und "Surburban War" sind für mich 6-Punkte-Nummern, kleine Meisterwerke, die von einigen 5-Punkte-Nummern hübsch eingerahmt werden. Ein wunderbar austariertes, melancholisches Meisterwerk mit einem begnadeten Sänger.

Da ich mich erst später an "Funeral" und "Neon Bible" herangewagt habe, fällt es mir schwer, diese Alben wirklich objektiv zu beurteilen, wobei mir "Funeral" besser gefällt, da es so impulsiv und verschroben klingt, wie es sich für ein Debut einer jungen, hungrigen Band gehört. "Neon Bible" ist mir da viel zu überproduziert, wobei natürlich auch hier einige Songs über den Dingen stehen.

Alles in allem ist "The Surburbs" für mich etwas ganz Besonderes und wird wohl einer meiner All-Time-Klassiker werden, Gengre übergreifend ... Das ist doch schon mal was für einen Heavy-Bruder wie mich, oder?
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26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich!, 19. September 2010
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Suburbs (Audio CD)
Als im Hochsommer diesen Jahres die Musikgazetten ihre Lobeshymnen über The Arcade Fires anstehende Neuveröffentlichung "The Suburbs" ausschütteten, waren meine Erwartungen zweigeteilt: Große Vorfreude und gespannte Erwartung auf das Werk der vielköpfigen kanadisch-amerikanischen Indie-Kombo mischten sich mit Zweifeln, ob die intensive, immer irgendwie getrieben wirkende Energie des Vorgängers "Neon Bible" denn aufrecht erhalten - geschweige denn ausgebaut und verbessert - werden könnte. Doch das groß angelegte Konzeptalbum überzeugt auf ganzer Linie - Arcade Fire haben aus meiner Sicht für die nächsten Jahre Maßstäbe gesetzt und tatsächlich, wie vom Musik-Express angekündigt, "das erste große Indie-Album der 10er Jahre" geliefert. Das Bestechende dabei ist, dass die exzentrischen Multiinstrumentalisten um das "Frontpaar" Win Butler und Régine Chassagne auf "The Suburbs" ein musikalisch wie textlich in sich geschlossenes Rock-Kunstwerk abliefern, das im Vergleich zu seinem Vorgänger vielleicht nicht den auf den ersten "Blick" ins Ohr schmetternden Hit à la "Intervention" aufweist, aber gerade nach mehrmaligem Hören als Gesamtprodukt überzeugt, aber genau so auch eine Songperle nach der anderen enthält, die sich allesamt nach einiger Zeit auch als Einzelsongs im Gehörgang einnisten und da für einige Zeit nicht mehr herauszudrängen sein werden.
Das hat natürlich in erster Linie mit der großen atmosphärischen Varianz der Songs - von ruhig-melancholisch über hymnisch-heroisch bis getrieben-rockig - zu tun, aber zudem spielen auch das Textliche wie auch das Technische eine große Rolle. Mit letzterem Schlagwort sei vor allem auf Produktion und Arrangement verwiesen; deren Umsetzung sorgen nämlich dafür, dass die breit angelegten Klangteppiche der Band nie wabernd und breiig wirken, sondern immer völlig transparent und dynamisch ohne Ende wirken - wie schwierig das bei Bands mit so großer Instrumentalbesetzung ist, weiß jeder, der einmal selbst Hand an Musikaufnahmen gelegt hat.
Textlich überzeugen The Arcade Fire mit einfühlsamer und nie platter Gesellschaftskritik. Das Album setzt sich, wie der Titel es bereits erahnen lässt, mit dem (oft dysfunktionalen und langweiligen) Leben in der Vorstadt sowie dem Themenkomplex der modernen Zivilisation im Allgemeinen auseinander. Schilderungen der Langeweile des Lebens in der Vorstadt, die in Gewalt und (Selbst-)Zerstörung münden kann ("The Suburbs", "Suburban War"), Klagelieder über die Isolation und Entfremdung des modernen Menschen in der kapitalistischen Konsumgesellschaft ("Ready to Start", "Modern Man"), Songs über die geistige Verwahrlosung ("Rococo") oder das Nicht-Mehr-Vorhandensein junger Menschen in den (Vor-)Städten ("City with no Children") oder Einschätzungen der zunehmenden urbanen Zersiedelung in den USA ("Sprawl I und II") - solche auf feiner Beobachtungsgabe und tiefer eigener Empfindung basierenden Reflektionen über das Leben in Zeiten immer weiter zunehmender Urbanisierung haben bei The Arcade Fire immer auch eine durchaus differenzierte, ja intellektuell überzeugende Note. Sie legen den Finger in Wunden, die westliche Gesellschaften tatsächlich heute umtreiben, und somit sind sie in höchstem Grade relevant und sollten - auch und vor allem textlich-thematisch - gehört werden.
Dennoch bleiben sie vor allem eine Rock-Band, und zwar eine großartige, wie sie mit diesem Album endgültig beweisen können. Im Fokus sollten daher ihre Songs stehen, und die sind so variantenreich und überzeugend, dass sich ein Blick auf die einzelnen Stücke hier trotz des Konzeptalbumcharakters definitiv lohnt. Dabei beginnt das Album ganz unscheinbar: Der Titelsong shuffelt sich zuerst ohne rechten Höhepunkt im Midtempo durch die eingängige Akkordfolge, die nach und nach eine gewisse Spannung offenbart - doch sie löst sich nicht auf, der Song bleibt gewissermaßen in der Sphäre des Unbestimmten. Deutlich dynamischer geht es dann auf "Ready to Start" zu: ein typischer Arcade Fire-Rocker, kraftvoll und zugleich zutiefst verletzlich und schüchtern vorgetragen von Win Butler, während um ihn herum ein erstes Rock-Feuerwerk abgebrannt wird. Die Midtempo-Nummer "Modern Man" kommt da deutlich ruhiger und gesetzter daher, mit einem wunderschönen, verträumt-melancholischen Refrain. Mit "Rococo" liefern dann erstmals die Streicher-Spezialisten ein Meisterstück ab: Der bedrohlich anmutende Song kulminiert in einem minimalistischen Streicher-Motiv, das sofort im Ohr bleibt und trotzdem auch nach mehrmaligem Hören noch für Gänsehaut sorgt, gerade dank des dynamischen Steigerungslaufs, den dieser Song vollführt. Es folgt die erste von Régine Chassagnes glockenheller Stimme gesungene Nummer: "Empty Room" ist dabei ein hektischer Rocker, der Streichersounds mit genuin rockigen Elementen wie dem treibenden Bass und der E-Gitarre verbindet, deren Sound hier übrigens stark an die isländische Kult-Band Sigur Rós erinnert - ob hier nach dem Vorbild Jonsi Birgissons der Cello-Bogen an den elektrisch verstärkten Sechssaiter angelegt wurde? Es folgt mit "City with no Children" dynamischer, aber weniger hektischer Riff-Rock mit typischem Win Butler-Refrain, voller Inbrunst und emotionaler Intensität. Eine wunderschöne, langsame Nummer voller Melancholie liefert dann der im Duett der beiden Front-MusikerInnen vorgetragene Song "Half Light I". "Half Light II" stellt hierzu das Kontrastprogramm dar: Eine treibende Bass-Drum auf allen geraden Zählzeiten gibt das Tempo vor für die packende Rock-Hymne voller instrumentaler Gimmicks und Gänsehaut-Momente. Das Ganze entwickelt eine solche Intensität, dass das Ende dieses Songs - gerade in Anbetracht des folgenden Übergangs zu den geerdeten Gitarren-Arpeggios von "Suburban War" - tatsächlich den Charakter einer Zäsur hat, die das Album in ihre zwei Hälften teilt. Nach "Suburban War" erklingt nochmal hektischer Gitarren-Rock mit "Month of May", das - wenn man so will - "härteste" Stück der Scheibe. Darauf folgt eine Strecke von Tracks, die es - wohl durch die Länge des Albums bedingt - etwas schwerer haben, die Aufmerksamkeit des Hörers zu gewinnen. Gut möglich, dass es mir daher erscheint, als bildeten "Wasted Hours", "Deep Blue", "We Used to Wait" und "Sprawl I" die schwächste Phase des Albums. Mit dem extrem eingängigen "Sprawl II" liefert Régine Chassagne mit ihrer ultra-hohen und dabei immer wunderschönen Stimme nochmal ein echtes Highlight des Albums, ehe die orchestral angelegte Reprise des Titelsongs dem Album seinen würdigen Abschluss verleiht.
Arcade Fire haben es geschafft, all ihre Sträken, vom melancholischen Folkrock über wilde, intensive Indie-Kracher bis hin zu orchestralen Ausflügen auf "The Suburbs" zu bündeln und dabei auch textlich ein in sich geschlossenes Gesamtkunstwerk vorzulegen, das für den Indie-Rock definitv auf lange Sicht Maßstäbe setzen wird.
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51 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Melancholie und konzentrierte Schönheit - ein Meisterwerk, 1. August 2010
Rezension bezieht sich auf: The Suburbs (Audio CD)
Ausgebleichte Fotografien der amerikanischen Vororte zieren die acht Cover des dritten Albums der kanadischen Ausnahmeformation. Die Orte in The Woodlands, in dem Win Butler mit seinem Bruder aufwuchs, in denen das altbackene Auto parkt, repräsentieren die verschiedenen Facetten der "Suburbs; doch bilden sie alle eine gemeinsame Idee ab: Die Freiheit, Langeweile und Ängste der Vorstadtkinder. Die 16 Songs, die sich auf eine ganze Stunde ausstrecken, malen ein farbenreiches Bild. Auf dieser Reise gibt es viel zu entdecken.
"The Suburbs" beginnt mit seinem melodietrunkenen Titeltrack, auf dem Win Butler uns mit seiner auf-und absteigenden Stimme in die Vorstadt einführt: Die Kindheit ist längst hinter sich gelassen und nun gibt es innere Spannungen: Alte Freunde entfernen sich, treffen wieder zusammen, entfernen sich wieder. Das Ich ist sich dem hier bewusst und hat Zukunftsängste: "Why I want a daughter while I'm still young/I wanna hold her hand/And show her some beauty/Before this damage is done". Arcade Fire bieten eine kraftvolle Eröffnung auf und das Album wird sich sehr oft auf diesen Track zurückbesinnen.
"Ready To Start" ist dann ein doch eher typischer Hymnenklopper, dessen wahrer Hook aber bis zum Schluss vorenthalten bleibt. So wirkt das gegen Ende geshoutete "Now I'm ready to start!" wie eine Befreiung.
"Modern Man" geht dann einen Gang zurück und zeigt das Ich, das zuvor noch Konflikte in den Suburbs austrug, als selbstbewussten, modernen Hipster. Die Melodie stottert stakkatoartig auf und ab und bildet einen Kontrast mit dem gewohnten Pomp von Arcade Fire - auch dies wird zur einer wegweisenden Charakteristik der Platte.
"Rococo" baut sich dann klimaktisch auf, beginnt als bitter-süßes Lied. Die Wiederholungen des Wortes "Rococo" zeigen eine kindliche Naivität und betten sich überraschend gut in eine hymnenhafte Melodie ein. Das allgemeine Gefühl des Tracks wird dabei noch mit einer Klassik-Decke überzogen.
Bei "Empty Room" hört man endlich wieder die engelhafte Stimme Regine Chassagnes, die noch nie so kraftvoll und wunderbar klang. Über dichte und schnelle Instrumentisierung lagern sich rockige Soundschichten - der Song geht gut nach vorne. Aber wie gewohnt schaffen Arcade Fire ohne Mühe den Spagat zwischen Melodie und Bombast. Ein Highlight.
In den folgenen Tracks von "City With No Children" bis zu "Suburban War" manifestiert sich diese Idee. Grundsolide Songs, die in ihrem Ausbruch atemraubend sind, bis hin zu dem grandiosen Finale von "Suburban War" - spätestens hier hat man sich in der Platte verloren und während es von der schönen Ballade "Wasted Hours" weiter geht zum komplizierten, aber irgendwie auch herrlich leichten "Deep Blue", steuert man doch langsam dem Finale entgegen. Und dort haben Arcade Fire noch was zu sagen.
"Sprawl II (Mountains Beyond Mountains)" ist schlicht gesagt der stärkste Song der Platte und einer der besten der Kanadier, der sich ohne Probleme in Jahresendlisten finden wird. Regine Chassagne übernimmt wieder das Steuer und raubt einem den Atem mit einer Power, die man der zierlichen Dame gar nicht zugetraut hätte. Eine der schönsten Melodien von Arcade Fire steht in Wechselwirkung mit Lyrics, die kraftvoll den gesamten Feel der Platte zusammenfassen:"We rode our bikes to the nearest park/sat under the swings and kissed in the dark/we shield our eyes from the police light/we run away, but we don't know why". Schönheit, Romantik, Angst. Das Gefühlskompendium wird hier nochmal in voller Wucht aufgeschlagen, bevor eine versöhnliche und ruhige Wiederholung des Titeltracks das Album rundherum abschließt.

Was soll man sagen - oder besser: Was muss noch gesagt werden? Nicht umsonst wird Arcade Fire seit Jahren von der Presse als neue Heilsbringer angepriesen. Nicht umsonst reihen sich David Bowie und Bono in die Reihe ihrer größten Fans ein. Nicht umsonst hat das siebenköpfige Ensemble so viel zu sagen. Während wie bei "Neon Bible" die politiktrunkenen Aussagen mit einem Schulterzucken hinnahmen, können wir der Band auf ihrem neuen Album wieder ganz vertrauen. "The Suburbs" zeigt, dass Arcade Fire bei emotionalen und menschlichen Themen wie auf ihrem Opus Magnum "Funeral" immer noch am besten ist.

Als Hörer dieser Platte wird man die Reise durch die amerikanischen Vororte sehr oft bestreiten wollen. An der Hand dieser wunderbaren Band fühlt man sich dort mit Zuhause. Man verliert sich in den Texten und in den Bildern, die Arcade Fire malen. Aber am allerwichtigsten ist die Tatsache, dass die Musik wieder einmal inspirierend und berührend ist, gleichzeitig zum Mitsingen animiert und Ohrwürmer verpflanzt. "The Suburbs" ist der entgültige Beweis, dass Arcade Fire auf lange Sicht die Indie-Szene und womöglich auch die gesamte Musikwelt prägen werden.

10/10
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der besten Alben der letzten 10 Jahre, 20. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: The Suburbs (Audio CD)
Das dritte Album 'The Suburbs' von Arcade Fire ist eines der besten Alben der letzten 10 Jahre! Es ist ein Meilenstein, ein durchkomponiertes Werk, eine Indie-Oper wenn man so will, die Menschen aller Musikgeschmäcker gleicherweise mitzureißen versteht. 'Neon Bible' war bereits ähnlicher Natur, doch nun hat sich die Band selbst übertroffen. Das Album ist die Perfektion von Indie-Sound, es hat eine eigene Dramaturgie, so scheint es, gleich eines Soundtracks kann man sich eine pompöse Szenerie vor Augen führen, wenn man 'The Suburbs' hört. 2011 erhielte die Band den Grammy für das beste Album des Jahres. 'Ready To Start', 'Modern Man', 'The Suburbs', 'Rococo' sind wahre Indiehymnen. Heraus fällt vom Stil 'Month of May', das sehr viel rockiger daherkommt. Das Album ist wirklich eine Offenbarung!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sehr gutes Album mit einigen herausragenden Songs, 22. September 2010
Rezension bezieht sich auf: The Suburbs (Audio CD)
Kurz und knapp: Das Album bietet von Anfang bis Ende Songs in überdurchschnittlicher bis herausragender Qualität.

Ein Titel hat es mir besonders angetan und gehört meiner Meinung nach zu den besten Songs, die genreübergreifend je produziert worden sind: Half Light II (No Celebration).
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Something pure does last..., 7. August 2010
Rezension bezieht sich auf: The Suburbs (Audio CD)
Das dritte Album einer Band - eine schwierige Sache, hat man doch schon zwei (wundervolle) Vorgänger, mit denen man das neue Material vergleichen kann. Die Quintessenz der meisten CD-Kritiken: Nicht so gut wie FUNERAL! Besser als NEON BIBLE!? Wo ist der Phatos der anderen Platten?

Ich muss zugeben, dass ich beim ersten hören auch gedacht habe: "Tja, an TUNNELS kommt der Opener nicht heran." oder "Wann münden die Songs denn mal in ein Crescendo, so wie ich das gewohnt war." Aber dann habe ich nochmal auf Play gedrückt, und erneut und erneut...und nun denke ich: "Oh, gleich kommt MODERN MAN, und jetzt ... EMPTY ROOM und ohh...HALF LIGHT I und jetzt SUBURBAN WAR und..." so geht das immer weiter. Das Album funktioniert einfach wunderbar. Die Songs reihen sich völlig mühelos aneinander und jeder einzelne scheint ein kleiner Höhepunkt zu sein. Und nach dem geschickten Outro THE SUBURBS (continued) kann man gar nicht anders, als nochmal von vorne zu beginnen.

ARCADE FIREs Drittling THE SUBURBS ist eine wundervoll stimmige, gefühlvolle Konzept-Platte über nostalgische Kindheits- und Heimatgefühle, die sich im Kopf festsetzt, ohne das man merkt, was da eigentlich mit einem passiert ist.

Dafür würde ich ihnen auch hundert Sterne geben!
(Und nicht zu vergessen für die Tatsache, dass ARCADE FIRE eine der wenigen Bands sind, die neben Lust und Liebelei tatsächlich andere Themen für ihre Songs finden. Dafür kann ich sie eigentlich gar nicht genug lieben!!!)
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gut, aber..., 31. August 2010
Rezension bezieht sich auf: The Suburbs (Audio CD)
Zunächst einmal habe ich mich auf das neue Album bereits lange im Voraus gefreut. Für Freunde der ersten beiden Alben gibt es auch noch genügend Futter, welches zumindest eine ähnliche Qualität und Kraft der Vorgänger besitzt. Insofern erstmal alles gut.
Was bei mir allerdings summasummarum zum klaren Punktabzug und eben nicht zur Höchstwertung führt, ist die verältnismäßig hohe Dichte an "Füllern" und Songs, die einfach gegenüber den wirkliche starken Nummern erheblich abschmieren.
In diesem Fall wäre vielleicht weniger mehr gewesen. 10 wirklich knackige Nummern, gerne nochmal on top ein bis zwei überwältigende Gänsehaut-Hits ala "No Cars Go" und der Drops wäre gelutscht gewesen. So finde ich den Hype-Zirkus (mal wieder) etwas an der Realität vorbeigezaubert. 4 Sterne ist das Album aber allemal wert und DAS müssen andere Bands dieses Genres erstmal nachmachen. Ein "Album des Jahres" geht jedoch anders.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genuss in vollen Zügen, 18. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: The Suburbs (Audio CD)
Der dritte Longplayer der in Montreal/Kanada beheimateten und mit einem Studio in der eigenen Kirche (!) ausgestattenen Supergroup um die Doppelspitze Régine Chassagne/Win Butler warf seine langen Schatten bereits voraus. Fans und Fachwelt spekulierten eine Menge und hofften auf baldiges Erscheinen des Albums. Nun ist es soweit: Nach dem Schatten erscheint das ihn erzeugende Licht - und wie hell es leuchtet! Dabei versuchen sie erst gar nicht so zu klingen wie auf den Vorgängeralben, sondern entwickeln ihren Sound weiter. Sie klingen entspannt, weniger bedrohlich-monumental, eher freundlich gesonnen, mit (Rück-)Blick auf das Aufwachsen in den Suburbs auch mal etwas melancholisch, ziehen jedoch auch das Tempo an und reißen einen dabei unweigerlich mit. Und natürlich versammeln sie (bis auf die Krichenorgel) wieder reichlich Instrumente, die sie immer wieder aufs Vorzüglichste zu einem gemeinsamen Ganzen arrangieren. Fazit: 16 Songs (erhältlich auch als Doppel-Vinyl), 70 Minuten Spielzeit - Arcade Fire haben erneut alles richtig gemacht, denn es ist eine einzige Freude, dieses Album in vollen Zügen zu genießen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Keine Ahnung, wie die das machen . . ., 17. August 2010
Rezension bezieht sich auf: The Suburbs (Audio CD)
. . . aber es funktioniert fantastisch! Mit jeder Veröffentlichung sind sich ARCADE FIRE konsequent treu geblieben, haben ihren Stil nie wirklich verändert und klingen doch von Mal zu Mal irgendwie anders - reifer, dichter, in sich geschlossener und durchaus innovativ. Von ihrem ersten Album "The Funeral" über "Neon Bible" bis zu "The Suburbs" haben es die Leute um Win Butler geschafft, einen dynamischen Spannungsbogen aufzubauen, der nie langweilig wirkt sondern eher den Eindruck hinterlässt, als sei das kreative Ende noch lange nicht abzusehen! Jedes Album präsentiert sich als logische Fortsetzung des jeweiligen Vorgängers. Die Mischung aus altbackenem Indie-Pop der 80er und vorwärtsgewandtem Alternative entwickelt dabei eine Sogwirkung, der man sich einfach nicht entziehen kann. Ihr drittes Album (wenn man die EP von 2003 nicht mitzählt) geht extrem gut ins Ohr, ohne glatt zu wirken. Die Musiker holpern mitunter mit reichlich Ecken und Kanten von Stück zu Stück, ohne sich dabei jedoch in musikalischem Dilettantismus zu verlieren. Dabei plündern sie den gesamten Katalog der Rock- und Popgeschichte (was besonders bei "Deep Blue" ins Ohr sticht) dermaßen gekonnt, dass jedes musikalische Zitat als Verbeugung vor dem Original wirkt und nicht wie der in den letzten Jahren allzu oft erlebte ideenlose Raubbau von altbekanntem Liedgut. Solche Metzger sind ARCADE FIRE zum Glück nicht, als dass sie darauf angewiesen wären, lediglich alte Hits auszuschlachten.

Dennoch, "The Suburbs" klingt von Anfang an extrem vertraut, so als hätte man das ganz schon einmal gehört. Und tatsächlich gibt es bezüglich Sounds und Songwriting kaum neue Nuancen. Beim ersten flüchtigen Hinhören klingen die Lieder der drei Alben untereinander sogar austauschbar. Bei jeder anderen Band könnte man diesbezüglich durchaus den Vorwurf gelten lassen, dass sie langsam aber sicher anfange, sich selbst zu covern, was bekanntlich einem Todesurteil gleichkommt. Nicht so bei ARCADE FIRE! Wenn man sich die Alben per Zufallswiedergabe (z.B. auf dem iPod) anhört, spürt man mit jedem Lied einen deutlichen Bruch, was wiederum die Geschlossenheit der einzelnen Scheiben unterstreicht. "Funeral", "Neon Bible" und "The Suburbs" ergeben jedes für sich genommen nur als Ganzes einen Sinn.
"The Suburbs" ist gut, verdammt gut. Manchmal etwas unbequem - vielleicht wie ein kratziger Pullover, den man trotzdem gerne anzieht - in der Summe jedoch wieder ein ganz großer Wurf. Obwohl es abschließend schwerfällt, einzelne Stücke aus dieser Perle besonders hervorzuheben, sollte man dem Titelsong, "Ready to Start", "City with no Children" und "Half Light II (No Celebration)" doch etwas mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen. In diesen Stücken steckt die Quintessenz von ARCADE FIRE!
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 5 Sterne sind noch zu wenig, 17. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: The Suburbs (Audio CD)
mehr oder minder zufällig bin ich auf AF gestoßen. in diversen Rezas wurde immer mal wieder querverwiesen, von einer tollen indie-band war die rede, und eine Superlative jagte die nächste. in der annahme dass es sich um eine eher Gitarren-orientierte band handelte, habe ich mal auf volles Risiko runtergelassen und war doch erstmal schwer irritiert, denn der Sound hatte so ziemlich garnichts mit meinen Erwartungen zu tun. da tummeln sich allerhand Instrumente, wie geigen, piano oder mittelalterliches, eine weibliche piepsstimme singt gerne mal im Hintergrund (oder auch im Vordergrund), die Songs allesamt in Moll, schwer melancholisch und gen ende der meisten Songs, läuft die Musik ein wenig aus dem ruder, wird mal orchestral, mal pompös oder alles zusammen. es hat mich einige anläufe zu erkennen, bis ich begriff was ich da vor mir hatte. je mehr ich Suburbs hörte, desto mehr schienen mich die Songs förmlich aufzusaugen. dass man eine platte immer und immer wieder hören möchte, ist selten aber auch nichts wirklich neues. bei AF jedoch betrat ich diesbzgl. eine neue Dimension. Suburbs will ständig von Anfang bis ende gehört werden. bitte keine zufallswiedergabe, denn hier gibt es einen eigenen spanungsbogen und man nimmt sich einfach selbst ein bisschen das vergnügen, wenn man einzelne Songs durcheinander hört. wenn Suburbs ein buch wäre, dann wäre das der perfekte Roman, die Vorgänger Alben sind Bücher mit perfekten Kurzgeschichten. der opener allein ist schon eine traumhaft traurige Ouvertüre, ready to Start, modern man und rococo ergaben in ihrer Reihenfolge zusammen mit the Suburbs schon ein Song-quartet von so berauschender Qualität, dass man es kaum noch steigern könnte. kann man aber, denn danach folgen ja noch 12 Songs, darunter dann noch ein lupenreiner Pop-Song (sprawl II), der eine derart süchtigmachende hookline hat, dass man kaum glaubt es hier mit einer "indie-band" zu tun zu haben. Suburbs: ein Album von beängstigender Perfektion, dass traumhafte Melodien und eine noch traumhaftere Stimmung vermittelt. granz großes Kino, für mich das beste was ich seit jahren genießen durfte.
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Suburbs
Suburbs von Arcade Fire (Audio CD - 2010)
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