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am 6. April 2001
Diese Ausgabe ist eine ganz besondere: Eine Auswahl der schönsten Gedichte aus Kästners berühmtem Gedichtband, liebevoll und persönlich gestaltet von Tosia (Teofila) Reich-Ranicki. In diesem Buch findet man unter anderem die "Sachliche Romanze", "Ein Mann gibt Auskunft" und die "Eisenbahnfahrt". Kästner in seiner besten Form, die den Ausdruck "Gebrauchslyrik" geprägt hat. Kästners Gedichte sind lebensnah, gedankennah und so überhaupt nicht veraltet. Sie wirken immer noch in all ihrer Prägnanz und Aktualität.
Die Entstehungsgeschichte dieser Ausgabe ist ebenfalls einzigartig und wird am Ende des Buches von Marcel Reich-Ranicki selbst geschildert, in einem Auszug seiner Autobiographie. Seine spätere Ehefrau Tosia hat die Gedichte abgeschrieben, illustriert und mit Vignetten versehen und ihm zum 21. Geburtstag geschenkt - im Warschauer Ghetto. Diesen Band retteten sie aus der schlimmsten Periode der Geschichte in die neue Zeit.
Das Buch wurde im letzten Jahr in der Originalform veröffentlicht und es ist mehr als ein historisches Dokument. Die Form unterstreicht die Melancholie, die Angst und die Entbehrungen seiner Zeit und unterstützt die Wirkung der Worte durch seine Optik. Es ist ein wunderschöner Band, der durchaus seine eigene Geschichte besitzt. Nach Reich-Ranickis Erzählung hatte Kästner Tränen in den Augen, als er diesen Band in den Händen hielt. Glaubhaft, wenn man diese Ausgabe sieht.
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am 17. April 2001
"Ich hatte einen Bekannten besucht, von dem ich irgend etwas brauchte. Bei ihm fand ich, womit ich nicht gerechnet hatte: deutsche Bücher. Plötzlich fiel mir ein kleiner, schmucker Band auf: Doktor Erich Kästners Lyrische Hausapotheke, 1936 in Zürich veröffentlicht. Sofort las ich das Gedicht, das die Sammlung eröffnet: das "Eisenbahngleichnis". Es beginnt: "Wir sitzen alle im gleichen Zug / und reisen quer durch die Zeit." Und es endet: "Wir sitzen alle im gleichen Zug. / Und viele im falschen Coupé." (Aus: Marcel Reich-Ranicki: "Mein Leben") Kurze Zeit nach diesem Ereignis lernte Marcel Reich-Ranicki seine Frau Teofila kennen, die später 56 wundervolle Gedichte von Kästner im Warschauer Ghetto aufschrieb und illustrierte. Diese Ausgabe ist wohl die schönste aller erschienenen Kästner-Ausgaben. Die Auswahl, die Originalabschrift sowie persönliche Anstreichungen von Teofila Reich-Ranicki "lassen erahnen, in welchem seelischen Zustand sie sich nach dem Inferno des Erlebten befunden haben muß." (Salomon Korn) Kästners Lyrik ist manchmal traurig, manchmal lustig, meistens ironisch. Lyrik, die einen lächeln läßt. Immer aber spürt man , wofür Kästner schrieb: Um die Welt zu verbessern. Er war ein Moralist. Die, die Moral gebraucht hätten, ließen seine Literatur 1933 verbrennen. Dieses Buch ist, wegen seines Inhalts,wegen seiner großartigen Illustration, aber auch wegen seiner Geschichte, die eng mit der des Ehepaars Reich-Ranicki zusammenhängt, ein Muß!
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am 5. Januar 2000
Wem es schlecht geht, muß nicht unbedingt zum Arzneischrank gehen - es gibt auch andere Mittel. Ich empfehle Dr. Erich Kästner: Er hat mir in der Tat schon des öfteren geholfen mit seiner wundersamen Apotheke der Lyrik. Seine Gedicht sind vom feinsten, für jede Lebenslage, für jede Stimmung geeignet. Verliebt, verlobt, verheiratet, am Boden zerstört, euphorisch oder traurig, wissend oder orientierungslos, spottheischend oder spöttisch - allesamt findet sich hier in einem gelungenen Reim zusammengefügt, meist mit einer Schlußpointe versehen, so daß man am Ende doch noch oder wieder darüber lachen kann und es einem besser geht. Liebe Leser, vergeßt Aspirin, vergeßt die leckeren Bonbons von Bayer, BASF und Höchst - die wirklich besten und verträglichsten Hilfsmittel (garantiert ohne Nebenwirkung) liefert Dr. Erich Kästner. Das Buch ist übrigens auch hervorragend zum Verschenken geeignet. <font size="-1" face="geneva, arial, helvetica">(Dies ist eine <b>Amazon.de an der Uni</b>-Studentenrezension.)</font>
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TOP 500 REZENSENTam 24. Januar 2016
Nahezu jeder, so kann vermutet werden, kennt Gereimtes aus des Dichters Mund - vermutlich nicht allzu selten ohne zu wissen, von wem diese ganz und gar nicht zu Unrecht beinahe zu Allgemeingut gewordenen Gedanken in Reimform stammen. Fast ein Jahrhundert alt haben diese nichts von ihrer Aktualität verloren und ergreifen auf seltsam intensive Weise, wie es nur Alltagssituationen in verdichteter - d.h. auf den Punkt gebrachter - Art vermögen. Genau diese Kunst ist es, die Erich Kästner wie kein anderer mir bekannter Literat beherrschte und zur Meisterschaft brachte.

Hier schrieb/schreibt ein Mann, der das Leben kennt: Die skurrilen Situationen, die Vergnügungen, das Auf und das Ab menschlicher Existenz, die Sorgen, Nöte, das Leid, die Melancholie wie auch den Witz der täglichen Situationskomik. Und hier schreibt ein Mann, der die Gabe hatte, all jenes in prägnantester lyrischer Form zu transportieren, die wohl jeden erreicht, berührt oder sogar zuweilen tief ergreift.
So liegt hier ein lyrischer Band vor, der so ganz und gar nicht abgehoben und "akademisch" anmutend daherkommt, sondern pure Leselust garantiert - mal amüsiert, mal konfrontiert, zum Schmunzeln bringt oder ein "genau so ist es" in den Kopf schießen lässt, einfach alles mögliche an Assoziationen hervorruft, nur eines nicht: kalt lässt.

Mehr kann die Gattung Lyrik nicht leisten. Chapeau, lieber Erich Kästner!
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TOP 50 REZENSENTam 12. Dezember 2008
Es gibt nichts gutes, außer: man tut es: Diese geniale Aussage stammt von Erich Kästner, eine ganze Seite lässt Raum für mögliche Implikationen aus diesem weiten Satz.

Kästner stellt dem Buch ein kurzes, glückendes Vorwort voran und darin lesen wir: "Der vorliegende Band ist der Therapie des Privatlebens gewidmet. Er richtet sich gegen die großen und kleine Probleme des Alltags."

Er führt dann ein Register auf mit Seitenverweisen, mit z.B. diesen Hilfestellungen:
-wenn das Alter traurig stimmt
-wenn man Armut begegnet
-wenn die Ehe kaputt geht
-wenn man die Einsamkeit schwer erträgt
-wenn man zur Faulheit neigt
-wenn man sich über Zeitgenossen geärgert hat
etc.

Kästner hat im ersten Weltkrieg wohl Schweres erlebt. Seine Gedanken schwingen zwischen aufgespießtem, skurrilen Erkennen und leichter, mutmachender Lebenslust hin und her. Eine liebevolle, menschlich aufbauende Mischung. Hier 2 Beispiele:

Meldung vom Wettlauf durch die Lübecker Schweiz. Die Läufer trainieren täglich 10 Stunden. Sie laufen auf 100 m minus 14 Sekunden. Die Spitzengruppe ist morgen bereits im Jahr 1919 verschwunden.

Ja, die Bösen und Beschränkten,
sind die Meisten und die Stärkern.
Aber spiel nicht den Gekränkten.
Bleib am Leben, sie zu ärgern.
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am 26. November 2015
Wunderschön, tiefsinnig und doch mit einem lachenden Augen. So ist das Leben, in der Tat! Und es hilft, es aus dieser Perspektiv betrachten zu können. Man erinnert sich oft an Passagen von Kästner, wird man plötzlich mit so einer Situation bzw einem Mensch (und sei der Mensch sich selbst) konfrontiert. Dabei denkt man augenblicklich: Danke, Erich Kästner!
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am 23. Januar 2013
wer Kästner kennt kennt auch sein "Hausapotheke". Habe sie meinem 32-jährigen Sohn geschenkt, der z. Zt. mit Familie, Beruf und Wohnort viel um die Ohren hat - und siehe da, es hat geholfen - Kästner zeigt auf humorige und eingehende Art, dass man mit seinen Problemen nicht allein ist und das diese Probleme zeitlos sind
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am 17. Mai 2016
Das Büchlein enthält einen guten Querschnitt des lyrischen Schaffens von Erich Kästner: Nachdenkliches ebenso wie Humoriges. Es ist tatsächlich eine Art "Hausapotheke" für die Seele. Und das zu einem sensationell niedrigen Preis.
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am 21. Februar 2014
Ich schäme mich fast mir anzumaßen Erich Kästner zu rezensieren, aber es macht einfach sehr viel Spaß darin zu lesen. Zu alltäglichen Situationen intelligente Lyrik, die zum Schmunzeln bringt. Das ist ein deutsches Kulturgut, das ich gerne an internationale Deutsch lernende Freunde verschenke :-)
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am 31. Juli 2013
Wer mit Wehwechen im Bett liegt und eine lustige Alternative zu Tabletten sucht, dem kann ich dieses Büchlein nur empfehlen! Ich werfe immer wieder gerne einen Blick hinein und zitiere auch hin und wieder einige Passagen, was immer gut ankommt. :) Sollte in der Hausapotheke echt nicht fehlen!
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