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71 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Warten hat sich gelohnt!
Aufgrund der schlechten Rezensionen bzgl. der Bild- und Tonqualität bei den beiden vorangegangenen DVD-Erscheinungen von Kinowelt und SZ habe ich mir diesen Film bislang nicht auf DVD gegönnt.

Bei dieser Fassung wurde das Bild nun endlich komplett überarbeitet. Die Szenen werden auf meinem 32-Zoll-Philips-LCD glasklar und sehr kontrastreich...
Veröffentlicht am 22. November 2006 von P. Zeh

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Thriller-Klassiker
Manche älteren Filme wie "Die Brücke am Kwai", "Alexis Sorbas", "Casablanca" oder eben "Der dritte Mann" bleiben gerade wegen einer markanten Filmmusik lebendig in der Erinnerung. Dass darüber hinaus die spannende Kriminalgeschichte um den Schieber und Arzneipanscher Harry Lime Anfang der 50er Jahre ein Gassenfeger war, dürfte allgemein bekannt...
Veröffentlicht am 17. November 2010 von jury


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Thriller-Klassiker, 17. November 2010
Von 
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(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der dritte Mann - Arthaus Collection Klassiker (DVD)
Manche älteren Filme wie "Die Brücke am Kwai", "Alexis Sorbas", "Casablanca" oder eben "Der dritte Mann" bleiben gerade wegen einer markanten Filmmusik lebendig in der Erinnerung. Dass darüber hinaus die spannende Kriminalgeschichte um den Schieber und Arzneipanscher Harry Lime Anfang der 50er Jahre ein Gassenfeger war, dürfte allgemein bekannt sein.

Der amerikanische Schwarzmarkthändler Harry Lime (Orson Welles, 34) lädt seinen Jugendfreund Holly Martins (Joseph Cotton, 44), einen erfolglosen amerikanischen Schundschriftsteller, nach Wien ein. Doch der kommt gerade recht zu Harrys Beerdigung.

Im Wettrennen mit der Vier-Mächte-Polizei in der internationalen Zone des geteilten Wien macht sich Holly Martin auf, die merkwürdigen Umstände, unter denen sein Freund gestorben sein soll, zu untersuchen. Dabei lernt er die attraktive Anna Schmidt (Alida Valli, 28), die mit Harry liiert war, kennen. Eines Abends sieht er vor deren Wohnung einen kurzen Moment einen Mann in einem Portal stehen, der wie Harry Lime aussieht...

Die düstere Szenerie des zerbombten Wien, die elegische Zither-Musik, das historische Schwarz-Weiß, das Riesenrad und natürlich die Unterwelt Wiens, die Katakomben, haben diesem Film ein einzigartiges Flair verliehen. Die Atmosphäre der zerbombten Stadt wirkt bedrückend.

Historisch betrachtet handelt es sich bei dem "Film Noir" von Carol Reed selbstverständlich um einen Markstein der Filmgeschichte, der in manchem zum Vorreiter der heute so beliebten "Thriller" geriet. Für die "Beste Schwarz-Weiß-Kamera" erhielt Robert Krasker 1951 einen Oscar.

Auch heute noch ist der Film sehenswert, wenn man sich erst ein wenig auf das betuliche Tempo der Zeit eingelassen hat - auch wenn das Bild und Ton natürlich nicht mit moderner Technik vergleichbar sind und insbesondere das Verständnis der Dialoge durch den etwas dumpfen und blechernen Klang sowie Unsauberkeiten wie Kratzen und Zischen oft nicht leicht fällt.

Die Extras der StudioCanal - Blu-rays von 2010 und 2011 sind großzügig ausgefallen und entsprechen denen der Arthaus Premium Edition von 2006. Neben Trailern, Fotogalerie, Interviews und Audiokommentaren findet man u.a. einen alternativen Filmanfang mit Voice-Over und eine 1 œ - stündige Dokumentation vor. Vielleicht jedoch hätte eine besser erhaltene und/oder sorgfältiger gereinigte Film-Vorlage zu einem befriedigenderen optischen und akustischen Ergebnis geführt.

Ungeachtet dessen bleibt der Orson-Wells - Klassiker filmhistorisch wertvoll und zudem in gewisser Weise ein Zeitdokument für die Nachkriegs-Situation.

film-jury 3* A0369 4.12.2010e Genre: Film-Noir | Mystery | Thriller
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71 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Warten hat sich gelohnt!, 22. November 2006
Aufgrund der schlechten Rezensionen bzgl. der Bild- und Tonqualität bei den beiden vorangegangenen DVD-Erscheinungen von Kinowelt und SZ habe ich mir diesen Film bislang nicht auf DVD gegönnt.

Bei dieser Fassung wurde das Bild nun endlich komplett überarbeitet. Die Szenen werden auf meinem 32-Zoll-Philips-LCD glasklar und sehr kontrastreich dargestellt. Der Ton ist zwar nur Mono, kommt aber trotzdem gut rüber. Etwas verwirrend ist die deutsche Sprachversion, da hier nicht immer klar wird, wann der Amerikaner Holly Martins (der nur wenig deutsch spricht) auf deutsch und wann auf englisch angesprochen wird.

Hier hilft es sich die englische Fassung (evt. mit dt. Untertiteln) anzusehen.

Fazit: Diesen Film (in der ARTHAUS-PREMIUM-Version!) muss man haben!
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44 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Film Top - DVD Flop, 22. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Der dritte Mann - SZ-Cinemathek 87 (DVD)
Über den Film brauche ich nichts zu sagen. Aber die Umsetzung desselben auf DVD ist schlicht miserabel. Bei dieser Version sind dieselben Bild/Ton-Probleme wie bei der Kinowelt-Ausgabe von 2001 (dort nachzulesen).

Meine Empfehlung: Hiervon die Finger weglassen und stattdessen die Arthaus-Premium-Edition kaufen, bei der Bild und Ton komplett überarbeitet wurden.
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60 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein gefeiertes Meisterwerk!, 22. November 2006
Von 
Das unheilvolle Spiel von Licht und Schatten, die schaurig-schöne Zithermusik, die bedrohliche Atmosphäre in der vom Krieg zerstörten Stadt und am Ende die Verfolgungsjagd durch die unterirdische Kanalisation - die Geschichte des amerikanischen Krimiautors Holly Marins, der in den Spuren seines angeblich tödlich verunglückten Schulfreundes Harry Lime sucht, zählt zu jenen Klassikern, die sich unauslöschlich ins Gedächtnis des Zuschauers einbrennen. Nach einem Drehbuch von Graham Greene („Unser Mann in Havanna“) inszenierte Carol Reed ein Katz-und-Maus-Spiel, das zu den raffiniertesten der Filmgeschichte gehört.

Die TV-Dokumentation „Shadowing the Third Man“, die auf der Bonus-Disc zu sehen ist, bietet spannende Ansätze zur Interpretation des Films, aber auch unterhaltsame Anekdoten über den Größenwahn von Produzent David O. Selznick und die Allüren des heimlichen Hauptdarstellers Orson Welles. Darüber hinaus gibt es einen Beitrag über Anton Karas, der die legendäre Filmmusik komponierte.

Bonusmaterial - Überblick

1.„Shadowing the Third Man“ (89 min)

2.Dokumentation über Anton Karas

3.Alternativer Anfang der US - Fassung

4.Hörfilmfassung für Blinde

5.Fotogalerie, Biografien, US - Trailer

Fazit: einer der besten Krimis der Filmgeschichte in edler Aufmachung!
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42 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen deutsche Untertitel sind ausblendbar, 4. November 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der dritte Mann (DVD)
Toll, dass es diesen Klassiker nun auch auf DVD gibt. Es gibt Filme, die schaffen von der ersten Sekunde an Athmosphäre - "Der dritte Mann" ist so ein Film. Die Handlung fesselt, die Musik ist klasse und Orson Welles (wenn im ganzen Film auch nur vielleicht 15 Minuten zu sehen) ist phantastisch. Über die Asynchronität der Sprache in der englischen Originalversion kann ich nichts sagen, da ich nur kurz in die englische Fassung hinein gesehen habe. Zu den deutschen Untertiteln aber folgendes: sie SIND ausblendbar. Denn obwohl auf der DVD-Hülle steht, sie seien es aus lizenztechnischen Gründen nicht, wird schon im Sprachauswahl-Menü darauf hingewiesen, dass sie es doch sind (und das hat bei mir auch anstandslos funktioniert). Zusatzmaterial existiert faktisch nicht (bis auf ein paar Trailer), daher auch nur 4 Sterne. Sprich: Toller Film, den ich aber für die hier im Moment verlangten 24.99 nicht kaufen würde, wenn man ihn aber wie ich für 4.99 zufällig im Karstadt sieht, kann man schon mal zuschlagen :)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Look down there. Would you really feel any pity if one of those dots stopped moving forever?" (Harry), 25. November 2014
Als Produzent Sir Alexander Korda gerade aus Wien nach London zurückkehrte, hatte Graham Greene eine Eröffnungszeile, die geradezu auf eine Story wartete. "I had paid my last farewell to Harry a week ago, when his coffin was lowered into the frozen February ground..." Im Vorwort der Erstausgabe (1950) erläutert Graham Greene bereits im ersten Satz, "The Third Man was never written to be read but only to be seen." Es wird deshalb argumentiert, dass Graham Greene vor dem Drehbuch die Novella schrieb, um die Atmosphäre und Charakterisierung auszuarbeiten, die ihm als Quellenmaterial (er war bereits vor den Dreharbeiten nach Europa und Wien gereist) für das "film Treatment" diente auf dem der Film aufgebaut wurde. Die Novella wurde unter demselben Titel von Heinemann Ltd. veröffentlicht (zusammen mit The Fallen Idol).

Regisseur Carol Reed inszenierte im Lauf seiner Karriere etwa 40 Filme, aber seine goldene Zeit war kurz und umfasste gerade drei Jahre in den späten 1940ern mit Odd Man Out, The Fallen Idol (mit Michèle Morgan) und The Third Man. Aber diese Filme katapultierten ihn an die vorderste Front des britischen Films dieser Periode. Der letztgenannte war seine zweite Zusammenarbeit mit Graham Greene und gilt nicht nur als einer der besten Film Noir, sondern als einer der besten Filme die überhaupt je in Great Britain gedreht wurden, und der heute noch gern gesehen wird, unter anderem auch weil er nicht in den Fehler verfällt, die Intelligenz der Zuschauer zu unterschätzen. Ausserdem wurde der Film von Männern realisiert, die mit der Zerstörung Europas aus erster Hand vertraut waren. Carol Reed arbeitete während des Kriegs für eine Dokumentations-Einheit der British Army und Greene schrieb nicht nur über Spione, sondern arbeitete auch als solcher für den MI6 wo sein Vorgesetzter Kim Philby war, mit dem er eine lange Freundschaft unterhielt, die wohl auch die Aufdeckung Philbys als sowjetischer Doppelagent überlebte. Die Figur des Harry Lime ist am realen Kim Philby angelehnt, der sehr viel später der lang-gesuchte "echte dritte Mann" werden sollte.

Die Idee des Films bestand darin, einen Thriller im ausgebombten Wien anzusiedeln, einer ebenso wie Berlin geteilten Stadt, die von Sowjets, Amerikanern, Franzosen und Briten besetzt war. Vor diesem Hintergrund blühten die dunklen Geschäfte geradezu. Reed setzte sich gegen seinen Produzenten David O. Selznik durch, statt am Set, ausschliesslich an Originalschauplätzen zu drehen. Ausserdem verweigerte er einen Hollywood Sound und bestand stattdessen auf Anton Karas Zither Music - "The Third Man Theme" das sehr schnell zu einem der grössten Hits der 1950er Jahre aufstieg. Vor allem aber lehnte er den vorgeschlagenen Noel Coward als Hauptdarsteller ab. Reed wusste präzise, wem er diese alles entscheidende die Rolle des amoralischen Harry Lime geben wollte: Orson Welles. Ein Film nach den Vorstellungen von Selznik wäre wahrscheinlich nach drei Monaten vergessen worden

Holly Martins (Joseph Cotten) ist ein alkoholischer Autor von Pulp-Western und kommt nach Wien aufgrund einer Einladung von Harry Lime, seinem Stubenkollegen aus Collegezeiten. Aber als Martins in Wien eintrifft, kann er nur noch an der Beerdigung von Lime teilnehmen und wird nun getrieben von der Frage, wie sein Buddy plötzlich sterben konnte, dabei stösst er auf einen wahren Sumpf von Fragwürdigkeiten. Zunächst kontaktiert er Major Calloway (Trevor Howard), den britischen MP Offizier der den Fall untersucht hat. Dieser erklärt Martins, dass Lime durch einen Autounfall ums Leben kam und ausserdem eine mehr als zwielichtige Figur war, mit gefälschten Medikamenten handelte und rät ihm, Wien mit dem nächsten Zug zu verlassen. Aber Martins ist der geradlinige und manchmal etwas naive Cowboy, der die Wahrheit selbst erfahren möchte. Seine Nachforschungen führen ihn zu Limes Geliebter, der Schauspielerin Anna Schmidt (Alida Valli), die aus dem russischen Sektor geflohen ist und ihm bei seinen Ermittlungen hilft. Martins Suche zieht ihn immer tiefer in einen gefährlichen Teufelskreis aus Betrug, Korruption und Mord, wobei er auch auf widersprüchliche Aussagen von Baron Kurtz und dem Portier (Paul Hörbiger) von Limes Wohnhaus stösst. Als der Portier auch noch von einem mysteriösen "dritten Mann" spricht, der während des Autounfalls anwesend war, ist Martins endgültig überzeugt, dass hier vieles nicht stimmen kann.

Diese Atmosphäre wird unterstützt von Cinematographer Robert Krasker und dessen ausserordentlich kreativ eingesetzten schrägen und ständig wechselnden Kameraperspektiven, die stark durch den deutschen Expressionismus beeinflusst waren (Krasker wurde mit einem Academy Award belohnt). Diese Technik, auch German Angle genannt, wurde wohl zuerst im Film Das Cabinet des Dr. Caligari (1920) eingesetzt, der auch als der erste echte Horror Film gilt. Carol Reed und Krasker beschreiben dadurch auch auf der formalen Ebene eine Stadt, die durch Krieg und Zerstörung komplett aus den Fugen geraten ist. Weitwinkelobjektive verzerren Gesichter und Schauplätze und bizarre Beleuchtungen verwandeln die Stadt in einen expressionistischen Albtraum.

Orson Welles wurde von Anfang an dramaturgisch geschickt als physisch abwesender Hauptdarsteller aufgebaut. Es dauert etwa eine Stunde bis er auftritt, aber dann macht er den wahrscheinlich grössten und denkwürdigsten Auftritt der Filmgeschichte. Er bleibt aber auch danach im Hintergrund, entweder ein Schatten im grellen Licht eines Scheinwerfer oder ständig in Bewegung, um bald darauf wieder in der Dunkelheit zu verschwinden, wie in der berühmten Szene in den Abwasserkanälen. Selbst in einer ruhigen Besprechung mit Martins, in der er gegenüber diesem die Motive seiner Aktivitäten zu rechtfertigen versucht, ist alles in Bewegung, da diese in einer schwingenden Gondel des sich drehenden Riesenrads im Wiener Prater stattfindet. Allerdings spricht Lime hier den berühmtesten Satz des Films: "In den 30 Jahren unter den Borgias hat es nur Krieg gegeben, Terror, Mord und Blut, aber dafür gab es Michelangelo, Leonardo da Vinci und die Renaissance. In der Schweiz herrschte brüderliche Liebe, 500 Jahre Demokratie und Frieden. Und was haben wir davon? Die Kuckucksuhr!" Ein Pedant könnte nun einwenden, dass die Kuckucksuhr nicht aus der Schweiz, sondern aus dem Schwarzwald kommt, aber schon Mark Twain erkannte, man solle sich einen guten Gag nicht durch Fakten verbauen und Orson Welles hat diesen Satz selbst umgeschrieben.

In einem Interview mit Peter Bogdanovich sagte Welles, dass es in einer Rolle wie der von Harry Lime nicht zählt, wie viele Dialogzeilen man hat, sondern wie wenige. Was wirklich zählt ist, wie oft die anderen Charaktere über einen sprechen. "Such a star vehicle is really a vehicle. All you have to do is ride."

Das einzige Element das sich nicht so richtig in diesen geradezu perfekten Film einfügen lässt, ist die weibliche Hauptdarstellerin Anna Schmidt. Sie bleibt seltsam undefiniert, sie bringt keinen der Männer zu Fall, sie steht weder auf der Seite von Harry Lime, noch ist ihre Abweisung von Martins von irgendeiner Bedeutung. Aus diesen Gründen ist sie weder dramaturgisch noch strukturell notwendig, drängt den Film eher an den Rand des Noir Genres und verzögert lediglich den Ablauf der Handlung. Aber dies mag wiederum pedantisch klingen, immerhin ist Valli eine hervorragende Schauspielerin, die das Beste aus ihrer Rolle macht.

Dies ist eine sehr gut gelungene restaurierte Fassung dieses Films von 1949 und besteht aus einem hochwertigen 2er Digipak und umfangreichem Bonusmaterial. Höhepunkt der Extras ist meines Erachtens die erste lange Dokumentation über die Entstehung des Films, betitelt "Shadowing the Third Man", die 2005 im offiziellen Programm von Cannes erstmals gezeigt wurde.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial., 10. März 2013
Von 
Frank Linden (Troisdorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der dritte Mann - Arthaus Collection Klassiker (DVD)
Kurz nach Ende des zweiten Weltkrieges im durch 4 Sektoren geteilten Wien: Holly Martins, ein klammer Schriftsteller, kommt auf Einladung seines freundes Harry Lime in die Stadt.
Als er bei Harry ankommt muss er feststellen das dieser von einem Auto angefahren wurde und Tod ist.
Voller Trauer befragt er die Personen die bei Harry's Unfall anwesend waren und bemerkt schnell Wiedersprüche in den Aussagen.
Als dann auch noch Major Calloway von der Sektorenpolizei hinzukommt und behauptet Harry wäre ein Schwarzmarkthändler gewesen beginnt er Nachforschungen anzustellen.
Dabei dringt er tief in die kriminelle Unterwelt Wiens ein und gerät ins Visier zwielichtiger Gestalten.
Hat Calloway vielleicht doch recht gehabt? Und wer ist der mysteriöse dritte Mann der Harry nach dem Unfall weggetragen hatte? Und welche Rolle speilt die undurchsichtige Theaterschauspielerin Anna Schmidt, mit der Harry liiert war?

Diesen Film aus dem Jahr 1949 als Klassiker zu bezeichnen wäre wohl leicht untertrieben.
Er ist DER Klassiker.
Hatte den Film zuletzt irgendwann in meiner Kindheit gesehen und keinerlei Erinnerung mehr an das geschehen.
Nun im Alter von 33 habe ich erstmals begriffen was für ein cineastisches Kunstwerk der dritte Mann eigentlich ist.
Die Dialoge, die Musik, die Kameraarbeit, die Settings und die Story sind nahezu perfekt inszeniert.
Auch der Cast (Joseph Cotton, Orson Welles, Trevor Howard, Paul Hörbiger, Alida Valli und Ernst Deutsch) kann sich sehen lassen.
Dieser fintenreiche, spannende und mitreissende Nachkriegskrimi ist einfach durch und durch gelungen.
Die Highlights sind aber natürlich der Showdown in der Wiener Unterwelt und die Zithermusik von anton Karas die maßgeblich zur perfekten Atmosphäre beiträgt.
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25 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker, der Maßstäbe gesetzt hat - erstklassig auf Blu-Ray gebracht!, 15. Oktober 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Schriftsteller Holly Martins kommt 1949 im zerbombten Nachkriegs-Wien an, um seinen alten Freund Harry Lime zu besuchen. Bei seiner Ankunft bekommt Martins mitgeteilt, daß sein alter Freund in einem Verkehrsunfall verstorben ist. Der misstrauische Buchauthor bekommt Zweifel an der all zu glatten Version des Unfalls, die ihm von den Leuten in der Umgebung geschildert wird und macht sich auf, zu erkunden, was wirklich geschah ....

Der Film ist ein Paradebeispiel für hervorragende Kameraarbeit im 4:3-Format. Der Oscar für Kameraführung, den der Film bekommen hat, ist mehr als gerechtfertigt! Mit hervorragenden Schwarz-Weiss-Kontrasten, guter Durchzeichnung und all seinem optischen Detailreichtum gehört der Film für mich zu den besten Filmen, die Hollywood bisher produziert hat. Die Durchzeichnung des Filmmaterials in dunklen Bildpartien ist teils rekordverdächtig, das Tonwertespektrum wurde von ganz schwarz bis ganz weiss fast in jeder Szene vollständig genutzt. Der Film ist der Beweis dafür, daß schon in den Vierzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts erstklassige Objektive und Filmmaterial auf den Markt war. Das stattliche Alter dieses Filmes, von über 60 Jahren, macht ihn nicht nur zu einem Zeitdokument, sodern verleiht ihm auch einen gewissen Charme, der in heutigen Produktionen nicht mehr erreicht wird.

In einigen Szenen wurde die Kamera absichtlich schräg gehalten, um die optische dynamik und Dramatik der Szenen zu erhöhen. Ein kluger Kniff. Das reichhaltige Filmkorn, daß in heutiger Zeit gerne mal als lästiges Rauschen angesehen wird, ist hier Stilmittel und gehört einfach dazu! Die fast schon gespenstische, nächtliche Kulisse des zerbomten Wiens ist allemale hervorragend zum Spannungsaufbau geeignet. Hübsche Schüsse von alten Gassen mit alten Architekturen verschaffen einen guten Eindruck davon, wie es in Wien mal ausgesehen hat. Alleine schon die alten Architekturen, die heute wahrscheinlich zum großen Teil nicht mehr stehen, sind ein Grund, sich diesen Film mindestens einmal anzusehen. :) Der optische Aufbau des Bildes ist in so gut wie allen Szenen mehr als gelungen.

Zur Blu-Ray-Disc kann ich nur sagen, daß ich mich wirklich sehr gefreut habe, wie akribisch und liebevoll dieser atmosphärische Klassiker von Zelluloid auf Blu-Ray gebracht wurde. Schon das Auspacken machte Spass, den die Blu-Ray befindet sich in einer sehr hochwertigen Hülle, die sich auch gut anfühlt. Das hat auch Anfassqualität.

Das Bild zeichnet so scharf, daß man in Nahaufnahmen kleinste Fältchen sehen kann, feine Muster auf Kleidungsstücken von nah dort stehenden Personen werden knackscharf auf den Bildschirm gebracht, die Schärfe ist bestechend! Der Ton ist nach meinem Verständnis gut gemastert und dem Alter entsprechend (über 60 Jahre) ganz exzellent auf die Blu-Ray-Disc gebracht. Klar, ein akkustisches Effektfeuerwerk kann man bei so einem alten Film nicht erwarten. Der Tiefbass ist dementsprechend (der Natur des Filmes gezollt) praktisch nicht existent, der Ton durchwachsen, aber nicht eben auch nicht übel, klar und verständlich. Für damalige Verhältnisse super! Es ist eben eher ein ruhiges Meisterwerk.

Der Film sollte in keiner Blu-Ray Sammlung fehlen. Am besten diese Arthaus-Edition. Für (Hobby-) Fotografen Pflichtprogramm. :)

Beste Grüße.
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42 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Prima DVD!, 3. November 2006
Endlich eine DVD-Umsetzung dieses Klassikers,die es sich zu kaufen lohnt.Dies betrifft sowohl die exzellente Bild -und Tonqualität als auch die übrigen Features.Dank der deutschen Untertitel (ausblendbar) kann man den Film auch gut im Original genießen,was ihn noch authentischer wirken lässt.Interessant ist auch die Zusatz-DVD mit dem Film "Shadowing the Third Man",welche eine Menge Hintergrundinfos über die Entstehung des Films liefert.Alles in allem kann man diese DVD nur empfehlen!
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32 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Filmqualität unter VHS-Niveau, 27. Dezember 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der dritte Mann (DVD)
Dieser hervorragende Klassiker hat eine solch miese Bildqualität
überhaupt nicht verdient. Das Bild ist durchweg grieselig und weit unter VHS-Niveau. Ich habe mir diese DVD von fnac Paris zum Vergleich schicken lassen; hier hat man den Film digital gemastert; das Bild ist Klasse. Von der renommierten Firma "arthaus" hätte ich etwas Besseres erwartet. Vielleicht kommt nochmals eine digital gemasterte Version für Deutschland heraus; das bleibt zu hoffen.
Übrigens: meine VHS-Aufnahme vom Fernsehen ist um einiges besser als diese hingeschluderte DVD. Grade wegen der miesen Bildqualität gibts nur 3 Sterne für diesen hervorragenden, unsterblichen Film
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Der dritte Mann - Arthaus Collection Klassiker
Der dritte Mann - Arthaus Collection Klassiker von Sir Carol Reed (DVD - 2010)
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