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TOP 1000 REZENSENTam 21. September 2010
Der Film fängt gleich am Anfang zwei junge Menschen ein, die sich leidenschaftlich küssen, eine harmonische Szene. Lediglich der Kommentar der Off-Stimme will nicht so recht zu dieser Idylle passen "Dieser Junge und dieses Mädchen konnten sich nicht zurechtfinden in der Welt, in der wir leben und das ist ihre Geschichte":
Weiter mit der zweiten Einstellung. Aus einem Hubschrauber gedreht wird ein Auto mit vier Männern gezeigt, sie fahren rasend schnell, querfeldein, über einen Highway, ein Reifen platzt. Drei der Männer sind ausgebrochene Häftlinge und werden von der Polizei verfolgt. Arthur "Bowie" Bowers (Farley Granger) ist der jüngste von ihnen, er ist grade mal 23 Jahre und hat zuletzt 7 Jahren gesessen für einen Mord, von dem er sagt, dass er ihn nicht begangen hat. Die beiden anderen, die Bankräubern Chicamaw (Howard Da Silva) und T-Dub (Jay C. Flippen) sind hartes Knastkaliber und skrupellose Kriminelle, die den jungen naiven Bowie als nützliches dritten Mann betrachten. Bowie floh aus dem Gefängnis, weil er die Idee hat, einen Anwalt zu engagieren, der seine Unschuld an dem Mord beweisen kann, für den er lebenslänglich bekommen hat.
Den ersten Unterschlupf finden sie beim alten Säufer Mobley (Will Wright) und seiner Tochter Keechie (Cathy O`Donnell). Dort taucht auch die zwielichtige Mattie (Helen Craig) auf. Während die Gangster neue Taten planen, die Polizei auf Hochtouren die Verfolgung aufgenommen hat, scheint für kurz die Welt der beiden jungen Menschen stillzustehen. Es entsteht schnell eine zarte Romanze, aus der stürmische, bedingunglose Liebe wird. Die beiden sehnen sich nach einem gemeinsamen Glück, doch die Realität ist ihnen nicht wohlgesonnen. Selbst der Friedensrichter, der sie auf der Flucht in einem Schnellverfahren traut meint "Jeder soll das bekommen, was er sich wünscht"...nimmt die 20 Dollar...."solange er dafür bezahlt"...
Regisseur Nicholas Ray, Kultfigur der jungen Autoren des Cahiers du Cinema, drehte seinen Erstling "Im Schatten der Nacht", der auch bekannt ist unter dem Titel "Sie leben bei Nacht" in den Jahren 1947/1948. Man kann den Film als eine Art Vorläufer seines bekanntesten Films "...denn sie wissen nicht, was sie tun" ansehen und der Hybrid-Krimi, der von George A. Diskant wunderbar fotografiert wurde, wird sehr oft mit "Bonnie and Clyde" verglichen.
Dabei ist Nicholas Ray mit seiner Verfilmung des Romans "Thieves like us" von Edward Anderson, ein sehr eigenständiger Film Noir gelungen, der zur Zeit der großen Depression im ländlichen Amerika spielt und anders als bei "Bonnie and Clyde" keine aktiven Gangster zeigt, sondern zwei junge Leute, die durch Ziellosigkeit, Umfeld und Naivität abrutschen und immer mehr auf die schiefe Bahn geraten. Die Presse und Medien tun ihr übriges, um den jungen Bowie bald als Rädelsführer der Bande hinzustellen, obowhl er immer nur Mitläufer ist. Für kurze Zeit keimt Sehnsucht und Hoffnung durch die Liebe und den Zusammenhalt auf, doch es wird keine Zukunft für diese Wünsche geben.
"Im Schatten der Nacht" ist einer der Filme aus der zweiten Staffel der Arthaus Klassiker Edition und ist neben Tourneurs "Katzenmenschen" und Fellinis "Nächte der Cabiria" der dritte Film in dieser Collection der endlich deutsche DVD Premiere feiert.
Ich kannte den Film bisher nur vom Hörensagen, er hat mich jetzt phasenweise doch begeistert, denn er ist mit einer sehr schönen, melancholischen Poesie durchzogen und die beiden damaligen Jungstars spielen glänzend. Farley Grangers (berühmt als Guy Haines in Hitchcocks "Fremder im Zug") spielt den jungen Kriminellen sehr sensibel und liefert vielleicht die beste Leistung seiner Karriere ab.
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TOP 1000 REZENSENTam 17. Dezember 2012
Produkt: DVD (1 Stück). Herausgeber: STUDIOCANAL. ASIN: B003M22BD2.
Deutscher Titel: Im Schatten der Nacht. Originaltitel: They Live by Night
Produktionsland: USA. Premiere: 1949
Mit: Farley Granger *, Cathy O'Donnell **, Howard Da Silva ***, Jay C. Flippen, Helen Craig u. A. Regie: Nicholas Ray
Literarische Vorlage: nach dem Roman "Thieves Like Us" von Edward Anderson aus dem Jahre 1937
Genre: Krimi > Film Noir
Bild: gut / SW / 4:3. Sprache: englisch. Synchronisation: nur deutsch. Untertitel: nur deutsch (ausblendbar)
Filmlänge: 91 Minuten und 44 Sekunden (Originallänge im PAL-Verfahren)
Specials: nur Werbung anderer Filme

Interessantes Psychogramm. Drei Knastbrüder auf dem Weg in die unerlaubte Freiheit ohne Rücksicht auf Verluste. Nach einem gelungenen Bankraub sind sie so glücklich und übermütig, dass sie sich unnötiger Weise in einen Autounfall verwickeln und ohne Bedauern einen Polizisten niederschießen. So ist ihr gewaltsames Ende vorprogrammiert. Die Drei sind nicht mal in der Lage, mit Freiheit umzugehen. Sie erzwingen ihren Abgang mit respektlosester Konsequenz gegenüber sich selbst. Die Unterschiede in den Charakteren der Drei sind rein gradueller, nicht substanzieller Natur. Die Sehnsucht des Jüngsten nach Glück, Frieden und Harmonie mit dem ehrlichen Mädchen an seiner Seite berücksichtigt nicht die redliche Mühe nach diesem hehren Ziel. Alles wird nur in Wolkenschlössern gedacht - der Weg dorthin wird völlig ignoriert. Der Film verhehlt nicht das Unhappy End, sondern droht es voraus. Darum ist es ein ehrlicher Film. Ein echter Film Noir.
Im Zentrum steht aber dennoch die Liebesgeschichte der Beiden. Sie sind reizend. Die Blitztrauung ist köstlich. Aus dem Hinterzimmer marschieren heran die Schwester des Trauungsrichters im Schlafrock und deren Mann mit dem Fotoapparat in der Hand. Der Richter ist gleichzeitig ein Autoverkuppler. Hoffnung keimt für die Frischvermählten auf On The Road. Es gibt ein kurzes Glück beim Kaminfeuer und geschmückten Christbaum. Doch dann taucht Kumpan Howard Da Silva erneut auf. Wie er auch auftritt und sich benimmt, verschlagen und tollpatschig gleichzeitig - man hat immer das Gefühl, dass er der Master of Desaster ist. Skrupel- und gewissenlos stampft er wie ein Elefant in das fragile Liebesglück der Jungen und macht das bißchen Heimidyll kaputt, welches sich um das wärmende Feuer einfand. Man muß Howard Da Silva für diese Rolle loben. So geschmacklos unansehbar und gleichzeitig irgendwie sympathisch. Eine Nebenrolle eines schlechten Menschen, die greift und in die Handlung hineinschlägt wie ein hässlicher Banküberfall mit schmerzlichen Folgen. Bei dem Letzteren wird auch ihr dritter Kumpane erschossen und verabschiedet sich unsichtbar aus dem Film.
Im Vordergrund steht nicht die Action, sondern Mimik und coole Zitate. Man kann den Film auch als eine traurige Weihnachtsgeschichte betrachten - aus dem Radio erklingt die frohe Weihnachtsmusik, Mann und Frau aber sehen sich wie Fremde an...
Ein Film dessen Originaldialoge ergreifender sind, als die deutsche Synchro. Die unsicheren Stimmen der Jungen vibrieren angesichts des herandrohenden Endes. In ihnen lebt die Handlung mit. Liebe auf der Flucht. Sie wird sich nicht retten können. Es sind keine langen, durchdachten, weisen Reden, sondern kurze, prägnante Gefühlsbekundungen. Aber vom Drehbuch sehr gut gewält, passend und auf den Punkt gebracht.
Wenn man sich Mexico als das Gelobte Land vorstellt, dann stimmt etwas am Plan von Anbeginn nicht. Ein trauriger Film. Aber voller Poesie ohne Reim.
Er wird getötet, sie wird sein Kind gebären, das Kind wird leben.
Ein Film, der Fans düsterer, pessimistischer Sozialdramen gefallen wird.

*) Farley Granger. Geboren am 1.7.1925; gestorben am 27.3.2011. Filme: The North Star; The Purple Heart; Cocktail für eine Leiche; Der Fremde im Zug; Fünf Perlen; Sehnsucht u. a.

**) Cathy O'Donnell. Geboren am 6.7.1923; gestorben am 11.4.1970. Filme: Die besten Jahre unseres Lebens; Polizeirevier 21; Der Mann aus Laramie u.a.

***) Howard Da Silva: Geboren am 4.5.1909; gestorben am 16.2.1986. Filme: Die blaue Dahlie; Die Unbesiegten u. A.

Mladen Kosar
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TOP 500 REZENSENTam 5. November 2013
"Dieser Junge und dieses Mädchen konnten sich nicht zurechtfinden in der Welt, in der wir leben", so der Sprecher aus dem Off. Die Stimme verheißt nichts Gutes, das tragische Ende wird von Beginn an antizipiert.
Vier Männer brausen auf dem Highway in einer alten Klapperkiste entlang, ein Reifen platzt. Spektakulär filmt Ray diese Actionszene vom Hubschrauber aus, ein Novum. Bowie "the Kid" (Farley Granger) ist mit zwei Kumpanen aus dem Gefängnis ausgebrochen, der vierte Mann ist die Geisel, deren Auto man geklaut hat. Die beiden anderen sind knallharte Bankräuber (Howard Da Silva & Jay C. Flippen), sie wollen die Beute aus dem letzten Raub holen und mit Bowie planen sie als dritten Mann ein weiteres "Ding". Doch Bowie ist anders, feinfühliger, sensibel, unerfahren. Ein Opfer der Umstände. Er lernt Keechie (Catherine O'Donnell) kennen. Bei ihr und ihrem Vater - irgendwo im Nichts - verstecken sich die drei.
Bowie ist 23, sieben Jahre hat er im Gefängnis verbracht, noch nie ein Mädchen geküsst. Zwei gestrandete Seelen in einer feindlichen Welt, die zueinander finden, ja zusammengehören. Vom Schicksal bestimmt? Wer weiß, doch ihre Liebe und Traurigkeit ist greifbar. Das Unausweichliche faszinierend und tragisch. Man sieht die Gesichter der beiden immer wieder in der Totalen, wunderschön anzusehen, faszinierend in der angedeuteten Gefühlstiefe, zugleich aber todtraurig.

Nicholas Rays Erstling aus dem Jahre 1947 ist eine Gangsterballade, ein Film, der in der Depressionszeit spielt und Individuen in einer feindlichen Welt zeigt. Jeder ist auf seine Art einsam. Keechie und Bowie stehen sinnbildlich für das Unangepasste, sind Außenseiter in dieser harten und brutalen Welt. Bowie ist Opfer und Täter zugleich, er hat hehre Motive für den Banküberfall, wie er Keechie erklären wird. Bowie ist zugleich der naivere der beiden, zumindest zu Beginn. Keechie ist die Realistin, die ihm zur Flucht rät und mit ihm kommt. Zusammen träumen sie von einer besseren Zukunft, sind rührend anzuschauen und bringen einen Strahl von Licht in die hoffnungslose Zeit.
Beide flüchten, heiraten in der Billigkapelle: "Blitztrauungen zweiter Klasse mit Orgel und das Alles für 20$", erzählt ihnen die Bedienung in einem Restaurant, in dem man Halt macht. "Das sollte verboten werden", sagt Bowie und doch zieht sie ihn magisch an. Man heiratet. Die Uhr, die Bowie Keechie kurz zuvor geschenkt hat zeigt 5 vor 12 - ein Film voller Symbolik. Auch im weiteren Verlauf ist es immer kurz vor 12. Man scheint Zeit gewonnen zu haben (gelegentlich ist es 10 vor 12), bis das Unvermeidbare, der drohende Untergang, eintritt.

"Jeder soll das bekommen, was er sich wünscht, so lange er dafür bezahlt", so der Inhaber der Billigkapelle. Und Recht hat er, Bowie kann sich nun zwar alles leisten und es folgt eine glückliche, wenn auch begrenzte Zeit, doch Ruhe suchen die beiden vergeblich. Man kann seinem Leben nicht entkommen, so sehr man es auch versucht. So begeht unser jugendlicher Antiheld einen folgenschweren Fehler.

Ein poetischer Film. Brutal in seiner Hoffnungslosigkeit. Von Ray wunderbar in Szene gesetzt, ein thematischer Vorläufer seines großen "... denn sie wissen nicht was sie tun", wenn auch unter ganz anderen Vorzeichen. Rays Erstling ist wahrscheinlich auch sein bester Film. Ein klassischer Noir in jeder Beziehung. Spannend erzählt und visuell herausragend inszeniert.

Zur DVD: schön aufgemachtes Cover mit informativen Booklet. Die Bildqualität ist gut, es handelt sich um eine Aufnahme des ZDFs mit entsprechender Synchro. Englische Tonspur vorhanden, allerdings nur mit deutschen UT, keine englischen verfügbar. Keinerlei Film-Extras - leider nur Arthaus Eigenwerbung.

Fazit: wunderschön und tieftraurig - eine ausweglose Liebe, ein Spiel mit der Zeit!
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am 25. November 2012
Auf der Flucht nach dem letzten Beutezug lässt man den jungen Bowie (Farley Granger) zurück, weil er eine Verletzung erlitten hat. Seine beiden älteren Begleiter suchen Unterschlupf und organisieren Bowies Abholung. Diese erscheint in Gestalt von Keechie (Cathy O'Donnell), der jungen Tochter eines zwielichtigen Komplizen, bei dem das Trio vorerst unterkommt. Während Keechie die Pflege von Bowie übernimmt, verlieben sich die beiden in einander. Sie beschliessen, ihr bisheriges Umfeld zu verlassen und Bowie will mit seiner kriminellen Vergangenheit abschliessen, Bowies Anteil aus dem letzten Raub soll dafür das Startkapital bilden. Unterwegs beschliessen die beiden spontan zu heiraten und machen dabei Bekanntschaft mit einem Mann, der auch sonst so allerlei organisieren kann, sofern man dafür bezahlt, versteht sich. Die beiden mieten sich unter falschem Namen in einen abseits gelegenen Bungalow ein. Ihre Zukunftspläne geraten aber bald in Schieflage, denn ein alter Kumpan meldet sich zurück und nötigt Bowie dazu, noch einmal einen Raub mitzumachen. Als bei diesem fast alles schiefläuft, zieht sich die Schlinge um Bowie noch mehr zu.
Die erste Hauptfilm-Regiearbeit von Nicholas Ray, "They Live By Night" (RKO Radio Pictures, 1947) ist kein normaler "Film Noir", sondern hat einige sozialkritische und melodramatische Einschläge. Es funktioniert aber alles gut zusammen und ergibt eine spannende Geschichte. Die Darsteller sind gut und überzeugend, gerade auch Hauptdarsteller Farley Granger, der in dieser Ära auch in Hitckcocks "Cocktail für eine Leiche" zu sehen war. Nicholas Ray hat in seinem für damalige Begriffe modernen Film das Motiv des mit seiner Umgebung ringenden Einzelkämpfers lanciert, das er auch später wieder in gekonnter Weise aufgriff. Ein sehr sehenswertes Werk!
Wer noch etwas mehr zum Film und seinem Regisseur erfahren möchte, der muss sich bei dieser Veröffentlichung auf den in die Hülle eingeklebten, inhaltlich gut gemachten, Prospekt abstützen. Die Arthaus-DVD selbst vertieft den Film leider kaum. Das Bonusmaterial beschränkt sich auf Werbung für andere DVD-Veröffentlichungen. Auch bei den Sprachen wird nur das genügsame Publikum auf seine Rechnung kommen: Tonspuren Deutsch und Englisch, Untertitel nur Deutsch. Sehr schade, denn neben dem 92 Minuten langen Film hätte es bestimmt Platz gehabt für mehr. Das schwarz-weisse Bild im Format 4:3 macht einen ganz ordentlichen Eindruck, der Ton ebenso. Fazit: die Qualität des Films lässt diejenige der DVD recht weit hinter sich. Das reicht noch für drei von fünf zusammengetrommelten Trauzeugen und eine Radiodurchsage.
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