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"Die Existenz der Mafia zu leugnen ist genauso, wie jene der Sonne abstreiten zu wollen." (Diego Tajani, ehemaliger Chefankläger in einer Parlamentsdebatte im Juni 1875)

Am Anfang, seines bereits im Jahre 2004 veröffentlichten Buches "Cosa Nostra. A History of the Sicilian Mafia", erläutert John Dickie die ursprüngliche Bedeutung des Wortes "mafioso", das aus dem Dialekt Palermos stammt und mit schön, kühn, bzw. selbstbewusst übersetzt werden kann. Jemand der als "mafioso" bezeichnet wurde, verfügte über "das gewisse Etwas", das in der Sprache der heutigen Jugend in dem Wort "Coolness" seine Entsprechung findet. Das im Jahre 1863 in Palermo uraufgeführte Theaterstück "I mafiusi di la Vicaria" schuf gar den falschen Mythos einer "guten Mafia" und ihren Ehrenmännern......

......die eine in der Realität (lange geleugnete) Gewaltindustrie etablieren konnten, die durch nichts, was ihr das 19. und 20. Jahrhundert entgegenzusetzen hatten, aufgehalten werden konnte. Weder der Kapitalismus, die Entstehung des Nationalstaates, der Aufstieg und Fall der Ideologien des Faschismus und Sozialismus, noch die Weltkriege und die Industrialisierung usw. konnten dem auf seinen Säulen Einschüchterung, Mord und Schweigen errichteten Schattenstaat der Cosa Nostra bis zu Beginn der 1990Jahre weder auf Dauer bekämpfen noch den entscheidenden Schlag versetzten......

...bis dem führenden Anti-Mafia-Ermittler Giovanni Falcone doch noch der Durchbruch gelang, der ihn durch einen Bombenanschlag am 23.05.1993 das Leben kosten sollte. Seine Nachfolger konnte auf die Falcones Arbeit aufbauen. Die Verutreilung von Marcello Dell'Utri, einen engen Freund Silvio Berlusconis wegen Außenbeziehungen mit der Mafia zu neun Jahren Haft (Juli 2005) und die Festnahme des Bosses "Binnu u tratturi" Bernado Provenzano, nach 43jähriger Flucht (11.04.2006), sowie weitere 52 Festnahmen bedeutender Familienhäupter in Palermo am 20.06.2006 machen eine baldige, aktualisierte Neuauflage des Buches erforderlich.

Neben einem Blick auf Initationsriten der Cosa Nostra und ihren Entsprechungen auf dem Festland 'Ndrangheta (Kalabrien), Camorra (Neapel) Sacra Corona Unita (Apulien), sowie in die Geschichte der amerikanischen Ableger erfährt der Leser viele historische Fakten Italiens, die auch oder besonders für die Cosa Nostra von Bedeutung waren. Zum Beispiel: Giuseppe Garibaldis Zug der Tausend landet auf Sizilien (Mai 1860), Niederlage in der Schlacht von Adua gegen den äthiopischen Kaiser Menelik (1.3.1896), Mord an König Umberto I. (29. Juli 1900), "Operation Husky" - Landung der Alliierten (10.03.1943) und der sich daraus entwickelnde Gedanke des Separatismus usw. Darüber hinaus ist es John Dickie gelungen, neben den Persönlichkeitsprofilen der wichtigsten Mafiosi und ihren spektakulärsten Verbrechen auch die traditionellen Tagesgeschäfte des Organisierten Verbrechens, von Zitrusfrüchten über Schwefelabbau, Beton, Rauschgift usw., sowie ihre politischen Verstrickungen aufzuzeigen.

Vier Landkarten Siziliens/Palermos, ein Glossar, sowie ein 20seitiges Literatur und Zitatsquellenverzeichnis und ein anschließenden alphabetisches Register runden das Gesamtbild des hoch informativen und packenden Sachbuches ab. Sehr empfehlenswert: 5 Amazonsterne.
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"Die Existenz der Mafia zu leugnen ist genauso, wie jene der Sonne abstreiten zu wollen." (Diego Tajani, ehemaliger Chefankläger in einer Parlamentsdebatte im Juni 1875)

Am Anfang, seines bereits im Jahre 2004 veröffentlichten Buches "Cosa Nostra. A History of the Sicilian Mafia", erläutert John Dickie die ursprüngliche Bedeutung des Wortes "mafioso", das aus dem Dialekt Palermos stammt und mit schön, kühn, bzw. selbstbewusst übersetzt werden kann. Jemand der als "mafioso" bezeichnet wurde, verfügte über "das gewisse Etwas", das in der Sprache der heutigen Jugend in dem Wort "Coolness" seine Entsprechung findet. Das im Jahre 1863 in Palermo uraufgeführte Theaterstück "I mafiusi di la Vicaria" schuf gar den falschen Mythos einer "guten Mafia" und ihren Ehrenmännern........

......die eine in der Realität (lange geleugnete) Gewaltindustrie etablieren konnten, die durch nichts, was ihr das 19. und 20. Jahrhundert entgegenzusetzen hatten, aufgehalten werden konnte. Weder der Kapitalismus, die Entstehung des Nationalstaates, der Aufstieg und Fall der Ideologien des Faschismus und Sozialismus, noch die Weltkriege und die Industrialisierung usw. konnten dem auf seinen Säulen Einschüchterung, Mord und Schweigen errichteten Schattenstaat der Cosa Nostra bis zu Beginn der 1990Jahre weder auf Dauer bekämpfen noch den entscheidenden Schlag versetzten....

....bis dem führenden Anti-Mafia-Ermittler Giovanni Falcone doch noch der Durchbruch gelang, der ihn durch einen Bombenanschlag am 23.05.1993 das Leben kosten sollte. Seine Nachfolger konnte auf die Falcones Arbeit aufbauen. Die Verureilung von Marcello Dell'Utri, einen engen Freund Silvio Berlusconis wegen Außenbeziehungen mit der Mafia zu neun Jahren Haft (Juli 2005) und die Festnahme des Bosses "Binnu u tratturi" Bernado Provenzano, nach 43jähriger Flucht (11.04.2006), sowie weitere 52 Festnahmen bedeutender Familienhäupter in Palermo am 20.06.2006 machen eine baldige, aktualisierte Neuauflage des Buches erforderlich.

Neben einem Blick auf Initationsriten der Cosa Nostra und ihren Entsprechungen auf dem Festland 'Ndrangheta (Kalabrien), Camorra (Neapel) Sacra Corona Unita (Apulien), sowie in die Geschichte der amerikanischen Ableger erfährt der Leser viele historische Fakten Italiens, die auch oder besonders für die Cosa Nostra von Bedeutung waren. Zum Beispiel: Giuseppe Garibaldis Zug der Tausend landet auf Sizilien (Mai 1860), Niederlage in der Schlacht von Adua gegen den äthiopischen Kaiser Menelik (1.3.1896), Mord an König Umberto I. (29. Juli 1900), "Operation Husky" - Landung der Alliierten (10.03.1943) und der sich daraus entwickelnde Gedanke des Separatismus usw. Darüber hinaus ist es John Dickie gelungen, neben den Persönlichkeitsprofilen der wichtigsten Mafiosi und ihren spektakulärsten Verbrechen auch die traditionellen Tagesgeschäfte des Organisierten Verbrechens, von Zitrusfrüchten über Schwefelabbau, Beton, Rauschgift usw., sowie ihre politischen Verstrickungen aufzuzeigen.

Vier Landkarten Siziliens/Palermos, ein Glossar, sowie ein 20seitiges Literatur und Zitatsquellenverzeichnis und ein anschließenden alphabetisches Register runden das Gesamtbild des hoch informativen und packenden Sachbuches ab. Sehr empfehlenswert: 5 Amazonsterne.
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am 29. Oktober 2013
Das Buch ist wirklich empfehlenswert. Der Autor hat es gut verstanden, die Aufzählung von Fakten und Ereignissen mit einem gut lesbaren Erzählstil zu kombinieren. Teilweise ist es wirklich faszinierend (nicht im positiven Sinn gemeint), was für Einblicke in die Strukturen der Cosa Nostra gegeben werden. Es ist teilweise "krasser", als ich es mir vorgestellt habe. Kann das Buch jedem weiterempfehlen, der sich für diese Thematik begeistern kann.
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am 13. Dezember 2013
Ich habe mir diese Buch für den Urlaub gekauft. Es war ein guter Zeitvertreib und enthält einige interessante Informationen.
Wen man sich für dieses Thema interessiert dann ist das Buch absolut zu empfehlen.
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am 21. November 2014
ein gutes historisches Buch, vor Allem die Verbindungen der Mafia zur Politik ist interessant. Berlusconi wird allerdings nicht im Detail abgehandelt.
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