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Kundenrezensionen

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am 1. Januar 2010
Endlich ist wieder ein gefühlvoller Film auf Blu-ray Disc erschienen. Zwei Handlungsstränge, aus denen sich schicksalgebeutelte Personen kurz begegnen und die Geschichte des mysteriösen titelgebenden "englischen Patienten" beim Lesen dessen Tagebuches reflektieren. Wer schon Leidenschaftlich "..mit dem Wolf getanzt hat" und auch an Jane Campion's "Piano" Geschmack fand, findet hier wieder bildgewaltiges, emotionales, großes Kino.

In Zeiten von Special-Editionen, Steelbox und Wende-Covern macht die dünne, fleck-empfindliche Pappumhüllung(mit Plasikinnenteil)der Disc wirklich nicht viel her.
Die im Regal platzsparende Disc bietet dafür über 5.Stunden zahlreiche Extras wie: BD-Live, Making of., Audiokommentare, Deleted Scenes, Hörfilmfassung &&&

Das engl./dt. DTS-HD Audio ist gut, wenn auch Filmbedingt nicht sehr Effekthaltig.
Nun zum Bild, trotz 1080/24P schwächelt das Bild etwas an Schärfe, was dem Gesamteindruck leider trübt.
Ebenfalls stören nach dem Einlegen der Disc das Bombardement von vielen aufdringlichen Fremd-Trailern, einem veralteten Relikt aus vergangenen DVD-Zeiten. Hier wünscht man ARTHAUS, sich auch den Gepflogenheiten der großen Filmstudios und deren Umsetzung auf Blu-ray anzupassen..
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am 4. Juni 2005
Als ich den "Englischen Patienten" im Kino gesehen habe, war ich völlig begeistert. Leider gehört der Film nicht zu jenen, die mit jedem mal schauen besser werden. Es ist eher so, dass mit etwas mehr Abstand betrachtet doch sowohl die großen Stärken als auch die wenigen, aber deutlichen Schwächen zu Tage treten.
Zu den Stärken gehört ohne Zweifel die fast perfekte Verbindung von Musik und Fotografie sowie die große Ausstattung. Es ist eben doch noch ein qualitativer Unterschied, ob man mit einer ganzen Filmcrew monatelang durch Italien und Nordafrika stapft oder ob drei Computerfuzzis die Arbeit mal eben am Rechner erledigen. Der Soundtrack von Gabriel Yared ist für mich der eigentlich Star des Films. Nichts gegen James Horner, Ennio Morricone und John Williams, aber es ist doch ganz angenehm, mal wieder neue, unverbrauchte Töne zu hören.
Zu einer der Schwächen würde ich zählen, dass der Film an manchen Stellen zu pseudo-literarisch daherkommt. Dialoge wie der von Kristin Scott Thomas und Ralph Fiennes über Adjektive (beim ersten Aufeinandertreffen der beiden) mögen im Buch funktionieren, im Film wirken sie irgendwie wie ein Fremdkörper.
An der Leistung von Ralph Fiennes scheiden sich die Geister. Meiner Meinung nach war zumindest die Oscar-Nominierung nicht verdient; der Charakter zerfällt in zu viele verscheidene Teile, die jeder für sich gut gespielt sind, die aber nicht so recht zusammen passen. Man nimmt es diesem Wüsten-Waldschrat Almàsy zum Beispiel nicht ab, dass er angeblich immerzu vor sich hin singt (was wir bis auf eine kurze Szene am Ende auch nie gezeigt, sondern nur gesagt bekommen). Man hätte für diese Rolle besser einen Schauspieler gewählt, der mehr Lebenslust versprüht als der etwas hölzerne Ralph Fiennes.
Der aus meiner Sicht größte Kritikpunkt ist das Deutschenbild. Im Buch streift Almàsy mit seinem verrottenen Flugzeug eine Palme und stürzt deshalb ab. Im Film sind es, warum auch immer, die typischen "hässlichen Deutschen", die Almásy heimtückisch vom Himmel schießen. Bei Caravaggio ist es ähnlich: Im Buch schneidet ihm, wenn ich mich recht erinnere, ein Italiener die Daumen ab, im Film ist es ein deutscher Nazi-Offizier. Natürlich kann man hier die Deutschen nehmen (Folterknechte hat es unter den Nazis ja genügend gegeben), aber im Buch steht es nun mal anders. Warum hat man das geändert? Zur dramaturgischen Geschmacksverstärkung? Es ist auf jeden Fall ziemlich enttäuschend, wenn ausgerechnet ein Film, der ja gerade ausdrücklich jedes Schubladendenken kritisiert, seine eigene literarische Vorlage auf so klischeehafte Art abändert.
Insgesamt mag ich den Film aber wirklich sehr, und bei den kleinen Schwächen darf man auch nicht vergessen, unter welch schwierigen Bedingungen er entstanden ist - die Produktionsfirma hat Minghella mit der ganzen Mannschaft in der Mitte des Films mehr oder weniger einfach in Italien sitzen lassen, bevor Miramax einstieg.
Eins muss man Minghella vor allem hoch anrechnen: in der Zeit, in der der "Englische Patient" entand, verlangte das Publikum nach nicht anderem als nach Computertrick-Action-Müll und Teenie-Horror-Movies. Minghella hatte den Mut zu einem "erwachsenen" Melodram mit Szenen vor großer Kulisse, die zu keiner Zeit kitschig wirken. Dass sich so viel künstlerisches Selbstbewusstsein so auszahlte, dürfte auch viele gleichgesinnte Regisseure ermutigt haben, einen ähnlichen Weg zu beschreiten.
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am 3. Juni 2011
Aufgrund der sehr unterschiedlichen Rezensionen stellt sich natürlich die Frage, ob diese Special Edition ihren Titel auch wirklich zu Recht trägt.

Die Verpackung ist sicher nicht optimal geraten, ein schöneres Digipak (falls man das sehr dünne Papp-Heftchen mit Plastik-Innenfutter als solches bezeichnen kann) wäre für einen Sammler wünschenswert gewesen. Zumindest ein Pappschuber (wie z.B. bei den ebenfalls sehr dünnen & auch von Arthaus herausgegebenen "Blu Cinemathek"-Editionen) und/oder ein ablösbares FSK-Logo hätten die Ausgabe schon aufgewertet. Aber trotz allem würde ich die Verpackung weder als hässlich bezeichnen, noch hätte ich den Eindruck, dass sie wenig stabil sei (einer wahrlichen Belastungsprobe habe ich sie natürlich bewusst noch nicht ausgesetzt...). Eines ist sie definitiv, nämlich sehr platzsparend im Film-Regal, was ich als absoluten Vorteil werte.

Und nun zur Disc: Die Bild- & Ton-Qualität des Films ist tadellos. Einziger "kleiner" Wermutstropfen: leider gibt's keine englischen Untertitel (welche - mir zumindest - beim Filmgenuss im O-Ton doch recht hilfreich sein können). Das Bonusmaterial ist zu Genüge vorhanden & kann sich wahrlich sehen lassen: 2 Audiokommentare, ausgiebiges Making Of, Deleted Scenes, Interviews mit Minghella, Murch & Zaentz sowie mehrere Dokus zum & über den Film (u.a. über Romanautor Michael Ondaatje).

Abschließend würde ich die zu oberst gestellte Frage nach Abwiegen der Vor- & Nachteile auf jeden Fall mit "Ja" beantworten & somit auch eine Kaufempfehlung aussprechen.
Allerdings muss ich für die erwähnten kleinen Mängel doch zumindest einen Stern bei meiner Bewertung abziehen.
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am 16. November 2010
Die tragisch endende Liebesgeschichte zwischen dem Grafen László Almásy und Lady Katharine Clifton, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Michael Ondaatje, wurde für diese Blu-Ray neu bearbeitet, und erstrahlt jetzt in neuem Glanz.

Die Bildqualität ist für einen Film diese Alters optimal. Für mich nicht all zu weit vom Referenzniveau entfernt.
Gegenüber der DVD lässt sich eine deutliche Verbesserung feststellen. Besonders die Schwarzwerte haben es mir jetzt angetan.
(--> siehe hierzu auch meine Anmerkungen zu den auf der Blu-Ray befindlichen Extras.)
Am HD Ton gibt es meiner Meinung nach nichts auszusetzen.

Da ich mir Filme zur Auffrischung und Verbesserung meines Englisch ganz gerne auch Mal im Original ansehe, stört es mich zuletzt dann doch, dass es keine englischen Untertitel gibt.
Dies war mir zwar zuvor schon bekannt, dass die Unterschiede zwischen englischen Texten und deutschen Untertiteln (und auch dem deutschen Text) inhaltlich dann so krass ausfallen, konnte ich natürlich nicht wissen.
Zum Glück sind alle Darsteller im englischen Originalton leicht verständlich.

Hierzu ein einfaches Beispiel ab Spielfilmlänge 2:32.25.

Im englischen Ton heißt es dort: 'I want all these marks on my body.'
Im deutschen Ton wird daraus: 'Ich möchte von all den Spuren auf meinem Körper.'
Die deutschen Untertitel zum Vergleich: 'Dies alles soll auf meinem Körper gezeichnet sein.'

So etwas nenne ich, gelinde gesagt, nicht ganz so gut gelungen.

Wenn ich mich richtig entsinne, dann steht im Roman von Michael Ondaatje ungefähr der folgende Text: 'Ich möchte von all den Spuren auf meinem Körper, keine einzige missen.'
Genau so muss mein Gehirn den Text wohl zuvor immer ergänzt haben. Anders kann ich mir nicht erklären, dass mir dies zuvor im Kino und auf der DVD nie aufgefallen ist.

Apropos Roman: Ich kann den Roman guten Gewissens jedem ans Herz legen. Die Handlung dort ist viel komplexer und vielschichtiger, als es die Handlung des Filmes ist. So ist Lt. Kip Singh dort z.B. einer der Hauptcharaktere, und die Tragik der Beziehung zwischen ihm und Hana ist ähnlich groß angelegt, wie die zwischen László Almásy und Katharine Clifton. So hat mir der Roman auch noch ein Mal besser gefallen als der Film.

Dieser Blu-Ray sind im Gegensatz zu meiner alten DVD Extras beigelegt, die diesen Namen auch verdienen.
Dadurch sieht mann/frau dann auch im 'Making Of', dass der Film, wie dies auch im Abspann des Filmes zu lesen ist, mit Panavision Kameras und Linsen gedreht wurde.
So sind alle dort gezeigten Szenen, die am Ende dann nicht für den fertigen Film verwendet wurden, im originalen Kinoformat von rund 21:9 zu sehen.
Diese Szenen werden allerdings in keiner guten Qualität präsentiert. Vielleicht wurde das Filmmaterial ja nicht besonders gut gelagert.
Dies würde dann nicht nur die kleinen Schwächen bei der Bildqualität der Blu-Ray erklären, sondern würde auch die Wahrscheinlichkeit mindern, dass dieser wunderschöne Film irgendwann ein Mal auch zu Hause im richtigen Seitenverhältnis erstrahlen darf.

Noch ein Hinweis an ARTHAUS.
Es macht keinen Spaß, wenn man als Käufer einer Blu-Ray nach dem Starten der Disk, als allererstes mit Raubkopierer- und sonstigen rechtlichen Hinweisen genervt wird, die man nicht umgehen kann, und danach dann auch noch jede Menge Trailer aufgedrückt bekommt, die man dann auch noch jeden einzeln 'vor skippen' muss, wenn man diese nicht sehen will.

____________________________
So schaue ich mir meine Filme an:

TV: Panasonic Viera TX-P42S10E (Intelligent Frame Creation --> Aus)
BDP: Panasonic DMP BD 60
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am 10. Oktober 2004
Italien 1944: die kanadische Krankenschwester Hana lässt sich mit ihrem schwer verbrannten und an Amnesie leidenden, Patienten in eine alte Klosterruine nieder, um ihn in Ruhe sterben zu lassen. Nach und nach vermag sich der Patient (Graf Almásy) wieder zu erinnern und erzählt Hana von seiner leidenschaftlichen und tragisch endenden Liebe zu der verheirateten Katherine Clifton...
Dank eines erneuten miserablen Programmangebots im Fernsehen ließ ich mich äußerst skeptisch auf dieses hollywood-produzierte Liebesdrama ein. Obwohl meine Vorurteile teilweise von einigen kitschigen Szenen (z.B. als Kip Hana die Bilder in einer Kirche zeigt oder Amásy die verletzte Katherine in einem übergroßen wehenden weißen Gewand zu dramatischer Musik in eine Höhle trägt) bestätigt wurden, war ich zum Schluss des Films doch so tief bewegt und beeindruckt, dass ich mir schnellstens diese DVD besorgte, um noch einmal das Ganze, doch dieses Mal mit den Originalstimmen von Fiennes und Binoche, auf mich wirken zu lassen.
Die wahre Stärke des Filmes liegt in meinen Augen nicht unbedingt in der dramatischen Liebesgeschichte. Hollywood bedient sein Publikum jederzeit mit dergleichen Dingen. Vielmehr begeisterten mich die überzeugenden Schauspielkünste sämtlicher DarstellerInnen sowie die abenteuerlichen Lokalitäten wie die romantische Klosterruine, die faszinierenden Weiten der Sahara und die exotisch-orientalischen Atmosphäre der Basare.
Ferner zeichnet sich dieses Liebesdrama durch zahlreiche poetische wie wunderbare Wortspiele aus. Besonders angetan haben es mir dabei auch die Erotikszenen, die einmal völlig anders aber nicht minder sinnlich waren. Oder gab es schon einmal einen Film, in dem der Liebhaber seiner Geliebten das Kleid näht, das er zuvor beim Liebesakt zerrissen hat?
Die Extras für diesen Film sind hingegen mittelmäßiger Natur: kurze Bios von Fiennes, Binoche, Dafoe und Thomas, eine nichtsagende Photogalerie, eine Auflistung der gewonnenen Filmpreise sowie der deutsche und englische Trailer. Am meisten enttäuscht hat mich jedoch das Making-of von gerade einmal lächerlichen zehn Minuten, bei dem einfach zusammenhangs- und kommentarlos einzelne Drehszenen aneinandergereiht wurden sind. Gerade bei einem Film eines solchen Formates wäre es doch besonders interessant gewesen zu sehen, welchen Aufwand und Zeit beispielsweise das Herstellen der Maske des verbrannten Almásy kostete; wie lange die Dreharbeiten in der Wüste in Anspruch nahmen; über eventuelle Schwierigkeiten dort etc. Aber nichts dergleichen. Sehr schade.
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am 19. Mai 2005
Während in Italien der Zweite Weltkrieg tobt, pflegt die kanadische Krankenschwester Hana die Verwundeten der letzten Offensiven. Doch als die Alliierten entscheiden, das Lager abzubrechen und weiter zu ziehen, entschließt sich Hana zurückzubleiben, um sich um einen schwer verwundeten, transportunfähigen Patienten zu kümmern. Dieser ist bis zur Unkenntlichkeit verbrannt, sein ganzer Körper ist eingehüllt mit Bandagen, und selbst an seinen Namen kann oder will er sich nicht mehr erinnern. Dieser erzählt Episoden seines abenteuerlichen Lebens und von seiner großen, tragischen Liebe - daher die vielen Rückblenden, die den Film auszeichnen. Während sich die Kampfhandlungen immer weiter entfernen, entspinnt sich hier in der stillen Villa zwischen vier Protagonisten eine wechselhafte Beziehung zwischen Verdächtigung und Verlangen, zwischen Hass und Liebe
Ein nicht umsonst mit neun Oscars ausgezeichnetes, opulentes Melodram mit einer exzellenten Fotografie. Der Film beinhaltet fast alles, was großes Erzählkino haben sollte: eine Story um Liebe, Verrat und Eifersucht, eine wunderbare Naturkulisse und exzellente Darsteller. Trotzdem wirken viele Szenen quälend lang, denn mit einer Laufzeit von fast zweieinhalb Stunden ist der Film eindeutig zu lang geraten. Hinzu kommt, dass die grandiosen Bilder ihre Kraft auf dem Bildschirm nicht entfalten können. DER ENGLISCHE PATIENT beginnt mit dem Ende einer großen Liebe. Doch, wenn der Zuschauer den Saal verlässt, nimmt der diesen Film in seinem Herzen mit. Ein sehr guter Film!
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am 15. September 2013
Towards the end of the Second World War patients are being moved from one location to another. One mortally wounded patient is in such a condition that travel is impossible. A nurse traveling along with this patient finds an abandoned villa. They deposit the patient there and she waits for his demise before planning on catching up with the convoy. We also wait as the "English patient" slowly lets his history unfold forasmuch as he can remember. But wait someone else finds out about the English patient and is determined to help them remember. As time passes we are not sure that he ever forgot. You will have to watch the movie to see how it unfolds.

This is more of a psychological drama than it is an action movie. It's not that it moved slowly but it digresses as it moves in and out of flashbacks that you have to intricately put back together to find the full story; if there is a full story.

I have to confess that I have not read the book. However the extra information on the DVDs explains how they compared and contrasted the movie to the book; also they had to explain the differences that makes the movie work as it has to get a different sequence in place of the book. However not knowing any different I saw this is an excellent presentation.
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NR. 1 HALL OF FAMEam 15. Februar 2003
Zu der großen Überraschung der Oscar-Verleihung 1998 zählte fraglos der überwältigende Sieg des Dramas "Der englische Patient" von Regiesseur Anthony Minghella. Es war auch der Durchbruch des Independent-Studios Miramax, das mit diesem Film fast an legendäre Klassiker wie "Lawrence von Arabien" oder "Ghandi" anknüpfen konnte: Malerische Bilder, traumhaft schön, eine fesselnde Erzählung um den verunglückten Grafen Laszlo, der seine große Liebe erlebt...also die Zutaten zu einem zeitlosen Thema, hier erfreulich kreativ umgesetzt, filmisch auf hohem Niveau, daß der Film von einigen Kritikern verrissen wurde spricht nur für die Abgestumpftheit des Publikums, doch "Der englische Patient" gewinnt mit der Zeit.
Ínternationale Stars wie Ralph Finnes, Juliette Binoche und William Dafoe machen den Film zu einem sprichwörtlichem abendfüllenden Ereignis, zweieinhalb Stunden voll Schönheit und Trauer zugleich, anspruchsvolle Unterhaltung. Technisch bietet die DVD ein solides (manchmal etwas zu buntes) Bild, lediglich bei dem Bonusmaterial hätte man etwas spendabler sein können, das kurze "Maiking of" wird dem Film nicht gerecht.
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am 31. Mai 2013
Über die Qualität dieses Epos gibt es ja wohl keine zwei Meinungen und das liegt nicht nur an den neun Oscars. Es sind eigentlich zwei Filme: ein Liebesdrama und ein Kriegsdrama. Beide spielen in Afrika und Italien. Und beide sind nochmals unterteilt in einen Abenteuer- und Forschungsplot, eine Kolonialgeschichte und eine Spionageaffäre.
Wie dies alles in grandiosen Bildern (besonders die Luftaufnahmen von der Wüste beeindrucken) erzählt wird, die Handlungsstränge teils parallel teils in einander verwoben werden, ist erste Sahne. Unter den großartigen Schauspielern ragt Hana (Juliette Binoche) besonders heraus. Nicht nur weil sie Dreh- und Angelpunkt der Handlung ist, sondern weil sie als Krankenschwester aufmuntert und dennoch ganz tief mitempfindet. Sie zieht sich quasi selbst aus dem Sumpf des Selbstmitleids und rührt zu Tränen. Ein optisches Highlight der besonderen Art ist die Besichtigung der Fresken mit Fackeln und Seilzügen. Beim ‘englischen Patienten‘ (Ralph Fiennes) macht die Hautmaske die Hälfte der darstellerischen Miete aus. Selten wurde Kristin Scott Thomas als seine Geliebte Katharine so locker, aber auch leidend, so amüsant und vorteilhaft ins Bild gesetzt wie hier.
Die traumhafte Bildervielfalt am Ende federt den Schmerz des Melodrams ab und lässt den Zuschauer mit dem Flugzeug in die Wüste entschwinden. Trotz der schmerzhaften Liebesgeschichte ohne Happy End ist es ein Feel-Good-Movie. Großartig!
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am 22. September 2002
Für 12 Oscars war der englische Patient nominiert, 9 hat er dann 1996 bekommen. Beeindruckt war ich aber nicht sofort von diesem 2 stündigen komplizierten Epos um Liebe, Krieg und Tod. Zu verwirrend sind in der ersten Stunde die vielen Rückblenden, es dauert und dauert bis der Regisseur Anthony Minghella besseres Licht ins Dunkel der Geschichte bringt. Dabei ist es von Vorteil, wenn man die Romanvorlage von Michael Ondaatje schon gelesen hat.

Der Film beginnt mit einem Flugzeugabsturz über der Sahara während des 2. Weltkriegs. Der ungarische Graf Almasy (den gab es wirklich, er war Wüstenforscher und Flieger, aber das ist eine andere Geschichte) und seine Geliebte Katherine Clifton werden von den Nazis abgeschossen. Almasy überlebt schwer verletzt. Er ist der geheimnisvolle englische Patient, ist bis zur Unkenntlichkeit verbrannt, hat sein Gedächtnis verloren und wird von der knadischen Krankenschwester Hana hingebungsvoll gepflegt.

Schauplatz ist eine verfallene Villa in der Toskana (schön gefilmt: das satte Grün der Toskana einerseits, die faszinierende flirrende gelbe Sahara andererseits). Zwei weitere Personen finden hier noch Zuflucht: der ehemalige Spion Caraveggio, der einen Verräter sucht und ihn im englischen Patient gefunden zu haben glaubt. Und ein junger Sikh, Bombenentschärfer der britischen Armee. In ihn verliebt sich Hana. Nach und nach kehrt bei Almasy die Erinnerung zurück und er lässt die letzten Jahre seines Lebens Revue passieren. Aus diesen Erinnerungsfragmenten einer leidenschaftlichen Liebesgeschichte holt der Film seine melodramatische Qualität. Großes Gefühl, immer nahe am Kitsch, ist angesagt. Der Film hat durchaus seine starken Momente; es ist im Ganzen alles wunderbar aufeinander abgestimmt (Kamera von John Seale, Musik von Gabriel Yared usw.), aber letztendlich sind es die Schauspieler, die den Film retten. Fast alle Rollen sind überzeugend besetzt. Besonders die erfrischend natürliche Juliette Binoche als Krankenschwester Hana konnte mich begeistern, aber auch Ralph Fiennes als Almasy und Willem Dafoe als Caraveggio sind hundertprozentig bei der Sache. Blass fand ich nur Kristin Scott Thomas als Katherine Clifton. Aber sie spielte ja auch eine englische Lady. Letztendlich konnte mich die Erzählweise des Films mit seinen dauernden Rückblenden und vielen schwülstigen Momenten nicht so recht begeistern. Zu langatmig wird die Geschichte ausgebreitet, zu gewollt erscheint das Geheimnisvolle. Allein wegen Juliette Binoche habe ich ihn mir ein zweites Mal auf Video angeschaut. Peinlich dagegen der Auftritt von Jürgen Prochnow, der einen sadistischen Nazi spielt. Ein furchtbarer Schauspieler.
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