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am 5. Juli 2010
Bin schon ein ganzes Stück von Disciples 3 enttäuscht. Teil 1 und 2 gehören zu meinen Lieblingsspielen schlechthin. Bei Disciples 3 wurde mal wieder versucht das Rad neu zu erfinden. Hätte man nicht das Spielprinzip wie es war so sein lassen können? Disciples 1 und 2 hatten ihren ganz eigenen Charme. 6 Einheiten, 6 Felder, einfach und übersichtlich.
Statt dessen wurde von vorne bis hinten von Heroes of Might and Magic geklaut. Das ist so frech daß sogar das Anfangsmenü genauso aussieht. Eine Stadt die sich langsam bewegt. Man könnte auflachen wenn es nicht so billig wäre. Zudem wurde es leider schlechter gemacht als HoMM.

Was wurde verschlimmbessert?

- Auf der Karte liegt überall Zeug herum. Zaubersprüche, Runen, Ressourcen, usw. Es wird geradezu inflationär mit Items herumgeworfen. Auch die Möglichkeit Runen in der Hauptstadt zu erschaffen macht das noch schlimmer. Disciples 2 musste man schon aufpassen was man benutzt weil so viel gab es da nicht. Überlegen war angesagt. Hier kann man mit Runen um sich schmeißen. Macht alles viel leichter weil man immer 20 Runen im Gepäck liegen hat.

- Helden aus der vorherigen Karte kann man als Veteranen rekrutieren. Hört sich toll an. Leider kosten ein Stufe 10 Veteran 4500 Gold. Bis man sich das leisten kann ist die Karte fast schon durchgespielt. Jedenfalls ist nichts mehr übrig um die Truppen des Co-Helden ordentlich hochzuleveln. Ist also total für den Eimer. Man spielt die Karten mit dem Haupthelden durch und fertig. Teilweise sind desen Truppen auf einem total hohen Level (Level 15 Engel zum Beispiel) wärend die "Co-Helden", wenn man sich diese leisten kann, mit Stufe 1 oder 2 Einheiten nur noch übermächtige Truppen gegenüberstehen bei denen ein Kampf nicht zu gewinnen ist. Das heißt die Karten wurden kein bißchen durchdacht. Nur wild irgendwelche Gegnerhaufen verstreut.

- Alles viel zu einfach. Die Computergegner sind so mies daß bei keinem Kampf auch nur die leiseste Gefahr aufkommt. Gegnerische Nahkämpfer gehen immer auf die nächsten Einheiten, Fernkämpfer (fast) immer auf die Heiler, Zauber oder Spezialfähigkeiten werden fast nie eingesetzt. Und wenn dann total sinnlos. Zum Beispiel zaubern Inquisitoren sinnbefreit in der Gegend herum oder Trolle setzen 5 mal hintereinander Beschleunigung ein.

- Das Kampfsystem ist öde. Man hat nun ein Kampffeld wie in HoMM. Allerdings: Wenn der Gegner abhaut und man ihm über das Kampffeld nachrennen muß nervt daß nur. Die Verstärkungspunkte reißen es nicht heraus, man braucht sie nicht. Alles dauert viel länger als bei Disciples 2. Wäre nicht schlimm wenn es interessanter wäre. Das ist es aber nicht. Die Kämpfe sind total langweilig. Meistens habe ich "Schnellkampf" gedrückt weil es nervt Rundenlang dem Gegner hinterherzurennen oder auf einen Gegner einzuschlagen der ja doch nicht gewinnen kann.

- Die Spezialfähigkeiten der Einheiten sind meistens total sinnlos und planlos. Ein Beispiel: Ein Großinquisitor ist die mächtigste Nahkampfeinheit mit den meisten Lebenspunkten und dem stärksten Schadensoutput beim Inquisitionspfad der Menschen. Was macht man mit diesem? A.) Man schlägt auf den Gegner ein um ihn zu besiegen B.) Man geht auf Verteidigen weil er die meisten Lebenspunkte hat. C.) Man nutzt die Spezialfähikeit die eine Wasserresistenz um 5 Punkte senkt .... Was sollte irgendjemand mit der Spezialfähigkeit anfangen können? Und das ist nur ein Beispiel wie total sinnlos die Fähigkeiten verteilt wurden. Das zieht sich komplett durch das Spiel.

- Es sind ungeheuer viele Bugs im Spiel. Falsche Städte werden geezeigt, Fähigkeiten funktionieren nicht richtig, Menüs blenden nicht aus...

- Letzter aber schlimmster Punkt. Die meiste Zeit des Spiels wartet man. Ich weis nicht ob das an meinem Rechner liegt. Aber ist schon komisch. Aktuelle Egoshooter kann ich spielen und hier werde ich ausgebremst? Man geht in den Stadtbildschirm und wartet. Man geht in den Charakterbildschirm und wartet. Der Gegner ist am Zug, man wartet. Ein Kampf ist beendet, man wartet. Man drückt aus "Schnellkampf" und wartet. Am Anfang juckt das nicht. Aber nach 3 oder 4 Stunden spielen bei jeder Aktion bald 5 - 10 Sekunden warten???
Oder wenn man sieht wie langsam sich Einheiten wie Trolle oder Baumschrate über die Karte schleppen. Da altert man beim zusehen, da kann man sich bald einen Kaffee nebenher machen! Irgendwo habe ich bei einer Rezension gelesen das sieht majestätisch aus. Ja beim ersten Mal aber nach dem 10 mal? So etwas stört nur den Spielfluß. Mir geht das so auf die Nerven!

Fazit: Leider hat Disciples 3 nicht mehr viel von seiner eigenen, von mir geliebten, Art. Es ist viel langweiliger als Disciples 2. Disciples 3 ist ein schlecht gemachter Klon von Heroes of Might and Magic. Allerdings hat man hier Dinge kopiert ohne auszuprobieren ob das funktioniert. Also bei Disciples 2 bleiben oder HoMM kaufen. Da hat man mehr Spaß.

Edit: Habe mich jetzt durch die Menschenkampange gequält und spiele jetzt die Kampagne der Legion der Verdammten. Habe noch einen weiteren Stern abgezogen weil diese eigentlich fast unspielbar ist. Bugs ohne Ende. Es gibt Grafikfehler, falsche Portraits werden eingeblendet, Kampange ist total mies gemacht, die Kämpfe sind noch viel öder als vorher und bei den Verdammten sind die Einheiten ein schlechter Witz.
Ganz ehrlich? Ich habe seit Master of Orion III (das so ungefähr den Spaßfaktor einer Exceltabelle hatte) kein so mieses und langweiliges Spiel mehr gehabt.
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am 13. Juli 2010
Ich habe Disciples 2 wirklich gerne gespielt (zu Teil 1 kann ich mich nicht äußern), da das Spiel einfach einen sehr eigenen charme besaß und vor allem der ureigene Stil mir sehr gut gefallen hat. Nun ist also der Nachfolger endlich auch in unseren Gefilden erschienen und ich bin doch ziemlich enttäuscht.

Zunächst einmal die positiven Aspekte des Spiels:

+Die Grafik. Die Grafik des Spiels ist wirklich hübsch geworden und der düstere, irgendwie unheimliche Stil des Vorgängers wurde weitestgehend beibehalten (auch wenn man sich nun etwas näher am Realismus orientiert. 5 Kilometer große Schwerter gehören (leider) weitestgehend der Vergangenheit an).
+Die Musik ist durchweg sehr gut gelungen.
+Das Resourcenmanagement wurde durch die Kontrollpunkte die auch mit statischen WÄchtern versehen werden durchaus erleichtert. Kein nerviges Rod setzen/zerstören mehr.
+automatische Städteupgrades. Eine kleine aber feine und sinnvolle erleichterung der Bedienung.
+Differenziertere Heldengestaltung durch eigensinnigen Skilltree und größere Itemvielfalt

Soo. Nun aber zu den Ursachen meiner Enttäuschung.

-Das Spiel bietet außer der dreiteiligen Kampagne bisher nahezu keinen Content. 2 Singleplayer Szenarios (von denen eines das Tutorial ist) und lausige 4 HotSeat maps (noch dazu sehr kleine)? Davon nur eine einzige für drei Spieler? Das ist entschieden zu wenig! Hoffentlich wird hier per patch ordentlich nachgeliefert!

-Damit zusammen hängt die Heldengestaltung in der Kampagne. Das Spiel bietet 4 verschiedene Heldentypen: Kämpfer, Schütze, Magier und Dieb. WARUM wird einem in ALLEN DREI Kampagnen ein KÄMPFERHELD als Hauptheld aufgedrängt, wenn das Spiel abgesehen von der Kampagne ohnehin keinen Content bietet? Es ist natürlich möglich weitere Helden zu rekrutieren und diese auch in späteren Missionen als Veteranen wieder anzuheuern (zu horenden Preisen), aber die maps bieten schlichtweg zu wenig und zu unausgewogene Gegnergruppen um 2 Helden+Party sinnvoll zu leveln. Ein ganz grober Schnitzer. Hier hätte man durchaus mitdenken können und in drei Kampagnenteilen auch drei verschiedenen Hauptheldenklassen anbieten können. So wird das alles sehr eintönig.

-Die Spielsounds sind nicht besonders gelungen (Haben die Heilerinnen des Empire Schluckauf, wenn sie einen Spruch wirken?!). Zudem sind sounds von Masseneffekten (Heilung oder Schadenszauber) viel zu laut. Eine Sprachausgabe der Dialogfenster fehlt leider auch.

-Das BALANCING (bzw. das Nichtvorhandensein). Wohl mein Hauptkritikpunkt. In der ersten Mission der ersten Kampagne dachte ich noch wir haben es hier mit einem wirklich knackigen Schwierigkeitsgrad (ich wählte direkt den höchstmöglichen) zu tun, da die Kämpfe für eine Stufe 1 Party wirklich schwierig zu bestehen sind (trifft im übrigen auch auf die HotSeat Karten zu). Im weiteren Verlauf wird das spiel jedoch lächerlich einfach. Dies hat vor allem drei Gründe:
1. Der Held wird absolut übermächtig. Tränke die Attribute permanent erhöhen sind (im gegensatz zum Vorgänger) beliebig oft anwendbar. Da nahezu jeder Alchemist pro map so ziemlich jeden dieser Tränke vorrätig hat... Nunja. Am Ende der Empire Kampagne hätte mein Held locker 180% Rüstung (sprich 180% Reduktion von physischem Schaden) vorweisen können. Was aber dumm wäre, da er dann nicht mehr hätte tanken können.
2. Die KI. Die Gegner KI ist auch auf der höchsten Schwierigkeitsstufe schlicht und ergreifend erbärmlich. Nahkämpfer greifen schlicht stehts die nächststehende Einheit an und wechseln NIEMALS ihr Ziel, es sei denn ein Verstärkungsfeld befindet sich in nutzbarer Reichweite. Schützen bevorzugen Heiler und Magier als Ziele (an sich nicht dumm, in manchen Fällen wäre aber der Wechsel auf ein stark angeschlagenes Nahkämpferziel durchaus sinnvoll) etc. Ab der zweiten Mission sind eigentlich nahezu alle Kämpfe durch einen simplen Klick auf den Schnellkampfknopf ohne Probleme gelöst.
3. Schlecht ausbalancierte Fähigkeiten. Manche Einheiten sind schlicht zu stark (2 AoE Heiler des Imperiums kontern fast jeden Schaden der gegnerischen Monstergruppen). Andere sind vollkommen sinnlos, bzw. werden von der KI sinnlos oder gar nicht genutzt.
Aber immerhin. Im Endkampf der ersten Kampagne musste ich immerhin einen Zauber und zwei Tränke benutzen, um zu bestehen!

-Die Story ist nur mäßig interessant. Hierzu jedoch keine Ausführungen zwecks Spoilervermeidung.

-Das neue Kampfsystem hält nicht was es verspricht. Der Vorgänger hatte ein sehr simples, aber gut durchkalkulierbares und kurzweiliges Kampfsystem. Das neue System entspricht weitestgehend dem von HoMM 5, mit der Hinzunahme von Verstärkungsfeldern die Nahkampf, Fernkampf, oder Magieeffekte verdoppeln, wenn sich die entsprechende Einheit darauf befindet. Klingt an sich nicht schlecht, ist aber langweilig umgesetzt. Bewegung ist nicht zwingend nötig. Einbunkern und Beschuss/Heilung hilft genauso. Die Kämpfe sind relativ eintönig und werden recht bald langweilig (vermutlich auf Grund der mangelnden Herausforderung). Darüber hinaus können die zufallsgenerierte nSchlachtfelder enrom dämliche Ausmaße annehmen, beispielsweise zieht sich eine KOMPLETTE Blockade durch die Mitte des Feldes, so dass Nahkampfeinheiten vollkommen nutzlos werden.

Fazit:
Das Spiel birgt meiner Meinung nach durchaus ein großen Potential, vor allem dank des stimmigen Settings und der hübschen Grafik. Was müsste getan werden um es auch wirklich lohnenswert zu machen? Meiner Meinung nach sollte man den Schwerpunkt auf den Hot Seat Modus legen. Gerade das Spielen mit ein paar Freunden am gleichen PC hat Spiele wie Disciples oder HoMM für mich immer so reizvoll gemacht! Mehr und bessere Multiplayer maps müssen her!

Desweiteren muss DRINGEND das Balancing verbessert werden: "Permatränke" auf einmalige Anwendung beschränken. Einige Spezialfähigkeiten sinnvoll ändern etc. Eine Verbesserung der KI würde ihr Übriges tun.

Unterm Strich bleibt hier bisher also unr eine mäßige Kampagne die an einer durchschnittlichen story und fehlendem Abwechslungsreichtum kränkelt (DREI MAL DER SELBE HELDENTYP. GRAAAAHHH!!). Der übrige Content kann bisher schlicht getrost übersehen werden. Ach ja - zumindest eine weitere spielbare Rasse hätte dem Spiel gut getan. Da es allerdings scho neinen Haufen Untote/Zwergen Einheiten udn sogar deren Manaquellen (unknown Manasource o.O) gibt, kann man denke ich durchaus von einem Addon ausgehen. Wer weiß. Evtl. bringt ein solches noch ordentlich Multiplayer Content mit sich und ändert einiges am Balancing, dann könnte aus einem doch recht verkorksten Titel noch ein richtig gutes Spiel werden.

So überwiegt bisher die Enttäuschung und jeder muss selbst entscheiden, ob eine durchschnittliche Kampagne und die hübsche Grafik den Kaufpreis rechtfertigen.
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am 4. Juli 2010
Was soll ich sagen, ich habe mich wirklich bemüht Disciples III zu lieben, aber es gibt einfach zu viele Dinge die einem den Spielspaß verderben.

Kurzform für die Lesefaulen

Pro

- Ansprechende Grafik
- Nette Hexfeldschlachten
- Hübsche Weltkarten
- Spannende Geschichte

Kontra

- Kampagnen zu einfach
- Unausgewogene Stärke der Einheiten
- Unausgewogene Fähigkeiten der Helden und Einheiten
- Miserable KI
- Nur ein Einzelszenario
- Kein Karteneditor
- Kein Online oder LAN Modus
- Miserabler Hotseat Modus
- Kein Widerspielwert
- Nervige Bugs

Fazit:

Wer nur Interesse an der Kampagne hat und auch mal freiwillig auf den Einsatz von völlig überpowerten Fähigkeiten verzichtet wird, mit einer Kampagne belohnt die doch für einige Wochen Spielspaß bringen sollte. Echten Hardcorestrategen werden über schlechtes Balancing und die miserable KI bitter enttäuscht sein und mit dem Ende der Kampagne ist auch das Spiel zu Ende ist, es gibt sonst nichts lohneswertes, außer die Kampagne mit demselben Helden noch mal zu spielen.

Wer es genauer wissen will, kann sich die Erläuterungen zu den einzelnen Punkten durchlesen.

Pro

- Die Grafik ist ansprechend, viel düsterer HoMM das mir persönlich oft zu bunt ist.
- Die Einheiten in den Hexfeldschlachten sehen gut aus und sind toll animiert, Zombies z.B. schlurfen langsam über das Schlachtfeld, während Reiter sich sehr flink bewegen (was aber keinen Einfluß auf dem Kampfverlauf hat). Die taktischen Rundenkämpfe selbst sind spannend und bieten einige interessante Elemente z.B. die Felder mit Schadensbonus.
- Die Weltkarte selbst kann man nur drehen bzw. zoomen und nicht völlig frei bewegen wie HoMM, was aber kein großer Nachteil ist. Die Grafik der Gebiete ändert sich je nachdem wer diese kontrolliert. Die der Legion der Verdammten" sind allerdings etwas unübersichtlich, da der Boden überall in Anthrazit bis Schwarztönen gehalten ist und man dadurch öfter mal etwas übersehen kann.
- Die Storyline der Kampagne ist nett, aber über weite Strecken nicht sehr innovativ. Trotzdem ist diese größtenteils spannend und man möchte erfahren wie es weitergeht.

Kontra

- Das hauptsächliche Manko des Spiels ist die Tatsache dass es aufgrund von katastrophalen Balancing viel zu leicht ist, auch im höchsten Schwierigkeitsgrad. Helden z.B. können Fähigkeiten wie Paralysieren" erlernen, die so gut wie jede Einheit für die nächste Kampfrunde außer Gefecht setzen können, dies gilt sowohl für die Hauptstadtavatare als auch den größten und schrecklichsten Drachen. Im zweiten Teil der Kampagne muss man sich z.B. schon am Begin einer Karte den Weg gegen einen grünen Drachen freikämpfen, mit Paralysieren" auch mit einer Gruppe Level eins Einheiten ziemlich langweilig, nur langwierig (Held stunnt jede Runde, alle anderen machen Schaden, Resi/Rüstungsverringerung Zaubersprüche verringern die Kampfdauer enorm). Ohne Paralysieren" hingegen, nur mit extremen Aufwand zu schaffen.
- Hexen und ihren Ausbaustufen können die Fähigkeit Verwandlung" und Inkubui die Fähigkeit Versteinern" erlernen mit der man jede gegnerische Einheit die eine Gefahr bedeutet für drei Runden lahm legt.
- Sowohl Legionen als auch Imperium besitzen von Anfang an eine extrem starke Einheit (Unholde / Titanen) die es in den jeweils ersten Karten jeder Kampagne, aufgrund der Levelbeschränkung der Gebäudeausbaustufe, unsinnig macht irgendeine andere Nahkampfeinheit zu bauen bzw. zu leveln. Diese sind sogar so stark, dass man prinzipiell die kompletten Kampagnen mit diesen als Nahkämpfern spielen könnte.
- Die KI spielt mehr als unfähig, Sie setzt weder Spezialfähigkeiten wie Erdbeben" oder Versteinern" ein, noch ist sie fähig, vor allem bei den Nahkämpfern, sinnvolle taktische Entscheidung zu treffen. Z.B. greift diese mit Nahkämpfern IMMER die nächststehende Einheit an, solange diese nicht eine weiter entfernt stehende, aber in Reichweite befindliche Einheit auf einem Feld mit Schadensbonus angreifen kann, oder die KI ihre eigene Einheit auf ein Feld mit Schadensbonus bewegen kann. Im Klartext, wenn eine meiner Fernkampfeinheiten/Magier von Nahkämpfern bedroht wird, ziehe ich einfach eine meiner Nahkampfeinheiten davor und die KI wird diese und nicht die dahinter stehende angreifen, selbst wen meine Nahkampfeinheit sich mit vollem Leben im Defensivmodus befindet und die dahinter stehende nur noch einen Lebenspunkt hat.
- An gibt lediglich eine einziges Einzelszenarios und den Prolog
- Es gibt weder einen Karteneditor noch zusätzlichen Inhalt zum downloaden
- Es gibt keinen LAN oder Online Modus nur fünf Hotseat Karten, davon vier für zwei Spieler und eine für drei Spieler. Alle fünf sind winzig im Vergleich zu den Kampagnen Karten, es gibt nur die jeweilige Hautstadt mit ein paar Rohstoff/Manaquellen. Es lässt sich weder die Klasse des Starthelds bestimmen noch funktionieren die wenigen einstellbaren Gamesettings. Nachdem man seine Hälfte der Map erobert hat ist der Held level drei und die Einheiten Level eins. Danach beleibt nur der Kampf mit dem anderen Spieler, wobei die Legionen" aufgrund ihres 30 Ausdauer" Buffs und der Unholde" mehr oder weniger unschlagbar sind.
- Kein Widerspielwert der Kampagne, da man den Helden weder frei erstellen, noch wählen kann, es gibt nur einen.
- Über die Bugs wurde ja schon einiges geschrieben, ich persönlich finde diese auch nervig, aber noch an der Grenze des erträglichen.
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am 5. Februar 2012
Scharf nachgedacht, komme ich auf zwei, Blödsinn, drei Rollenspiele, die ich in fünfzehn Jahren gelebter Leidenschaft installiert und dann nicht zu Ende gebracht habe. Drei! Disciples III: Renaissance wurde Nummer vier. Und als wäre dies nicht schon Empfehlung genug, erkläre ich euch nun, warum.

Disciples ist ein rundenbasierter Mix aus Strategie und RPG. Rundenbasiert meint, dem Spieler bleibt jeweils eine bestimmte Anzahl von Bewegungspunkten, im Rahmen derer er seine Einheiten über die Weltkarte und die Hexfelder ziehen darf. Sind diese aufgebraucht, ist es Zeit, den Zug zu beenden und die KI ans Ruder zu lassen. So weit, so gut. Das Genre ist bewährt und hat auch Reihen wie Heroes of Might and Magic über Nacht berühmt gemacht. Leider heißt "bewährt" nicht "zeitlos cool" und natürlich sollten die Basisfeatures sitzen.

Disciples III hat weder etwas Frisches in petto, noch erledigit es gewissenhaft seine Hausaufgaben. Deshalb gibt's Abzüge in der A-Note für:

Das altbackene Flair - Die Hauptdarsteller holzschnittartig, der Plot karikiert das Genre - Teil drei ist kein Klassiker, sondern schlicht überholt. An diesem Eindruck rüttelt auch die ordentliche Grafik nicht. Und schon gar nicht die vorhersagbaren Dialoge, die mir als Autor ja peinlich gewesen wären. Dennoch gehe ich jede Wette, dass dies eine Frage des Anspruchs ist, und der definiert sich bekanntlich über das, was man erlebt hat. Wer schon viele Abenteuer bestritten, erwartet irgendwann Innovationen oder wenigstens das gewisste Etwas. Jeder, der sich nur gelegenheitlich aufmacht, gibt sich vielleicht mit weniger zufrieden. Ich richte freilich nach meinem Bilde.

Das schlechte Balancing - Einmal eingefuchst, stellt der normale Schwierigkeitsgrad keinerlei Herausforderung mehr dar, weil künstliche Intelligenz im wortwörtlichen Sinn nicht zu finden ist. Jede Karte der Kampagne verlangt am Anfang ein bisschen Geduld. Sind die Einheiten erst einmal gelevelt, hält den Tross jedoch nichts mehr auf. Auch, weil Zauber und Runen zuhauf vorhanden sind und so schnell heilen und wiederbeleben, dass es keiner Taktik bedarf. Insbesondere nicht, wenn man mit dem Erzmagiertum und damit einem Spruch mehr pro Runde startet. Schon Mitte des zweiten Aktes verließ mich die Lust, jedes Scharmützel selbst auszutragen. Also bequemte ich den Schnelldurchlauf, der die immer gleichen Fights abkürzte, und kümmerte mich um das Macromanagement. Der Ausgang war ohnehin stets derselbe.

Unlogik im Rollenspiel - In einem besorgniserregenden Maße. So weicht nicht von des Hauptmanns Seite Stafford, treuer Ritter des Imperiums, der wie die namenlosen Einheiten neben ihm im Laufe einer Map mitlevelt, zu Beginn der nächsten aber wieder auf Null gesetzt wird. Weshalb, um Himmels willen? Und sowieso: Was wird aus meinen Weißen Magiern, Imperialen Assassinen und Paladinen, wenn ich im folgenden Akt doch wieder mit Zauberlehrlingen, Bogenschützen und Knappen anfange? So bleibt das Gefühl, praktisch nichts erreicht zu haben, bis auf in der Haupthandlung voranzuschreiten. Natürlich definiert sich der Schwierigkeitsgrad einzig darüber.

Und selbst das Leveln der Einheiten unternimmt scheint's willkürliche Ausbrüche. Steht ein neues Gebäude bereits, wodurch die Einheit ab einer gewissen Stufe automatisch befördert wird, sammelt sie viel schneller Erfahrungspunkte und überspringt zuweilen gar ein paar Level. Muss es noch gebaut werden, dauert es deutlich länger, ehe die nächste Stufe erreicht wird. Warum, habe ich bis zuletzt nicht herausgefunden.

Noch etwas zur den Gefechtskarten: Auf diesen sind zuweilen Hexagonfelder mit Boni für bestimmte Klassen zu finden. Mehr Schaden für Magi, einen Angriffsbonus für Nahkämpfer, erhöhte Wahrscheinlichkeit eines kritischen Treffers für Bogenschützen. Leider völlig wahllos, also keineswegs so, dass es optisch Sinn macht. Das Gelände ist einfach immer eben.

Zusammengefasst: Kurz vor Ende der ersten Kampagne habe ich die Segel gestrichen, weil mir die Zeit zu schade war. Zwei Weitere hätte es noch gegeben, aber mich lockte gar nichts. Und das will 'was heißen. Disciples III ist, von Äußerlichkeiten abgesehen, sowohl im Schwierigkeitsgrad als auch in der Erzählweise anspruchslos. Um die paar Euro, die es noch kostet, wäre es wohl nicht schade, um eure Zeit hingegen sehr wohl.
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am 21. September 2014
Ich hatte eigentlich nur nach einer Kleinigkeit gesucht, die um die 3€ kosten sollte. Dieses Spiel sah für mich noch "am wenigsten schlecht" aus und so habe ich mich halt hierfür entschieden, wie man merkt, ohne wirklich positive Erwartungen. Eine Ergänzung für meine Spielesammlung wäre es so oder so gewesen. Als ich es jedoch erhalten und angespielt hatte war ich tatsächlich positiv überrascht: Für unter 3€ sind die Grafik und auch die Spielweise erstaunlich gut. Über den Vergleich zu den vorherigen Teilen kann ich nichts sagen, da mir diese nicht bekannt sind und auch einen Vergleich zu andern Spielen möchte ich hier eigentlich gar nicht ziehen, schon alleine weil die meisten Pc-Spiele deutlich über dem Preis von diesem hier liegen. Für 20€ hätte ich mir dieses Spiel auch sicher nicht gekauft, aber für unter 3€ kann man denke ich nichts falsch machen und erhält in diesem Fall sogar ein sehr gutes Preis-Leis­tungs-Ver­hält­nis.
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am 18. Juli 2010
Dieses Spiel hat mich enttäuscht. Meine Rezension bezieht sich auf die englische Sprachversion.

Disciples III: Renaissance ist ein rundenbasiertes Strategiespiel mit Rollenspielelementen. Die Rollenspielelemente beschränken sich hier einzig und allein auf die Möglichkeit, den Helden durch Erfahrungspunkte sammeln zu steigern und bei Stufenanstieg ein paar Fähigkeitspunkte zu verteilen. Zusätzlich gibt es noch ein paar Extra Skills, die man in einem grossen Fertigkeitsbaum freischalten muss. Leider sind es nur ca 4-5 echte Extraskills, der Rest der fast 70 Zusatzfähigkeiten sind generische Boni, wie z.B. +2 auf Stärke oder +5 auf Luftzauberresistenz. Um an die echten Goodies zu kommen, muss man sich aber erst durchklicken.
In Disciples III spielt man entweder eine Kampagne, die den Spieler durch Imperium, Legionen und Elfen führt oder man spielt via Hotseat mit anderen Spielern.

Zu den einzelnen Punkten:
1) Grafik&Sound :
Grafik und Sound sind die Highlights dieses Titels. Die Effekt- und Hintergrundmusik sind nicht aufdringlich und untermalen das Spiel in angenehmer Art und Weise mit sphärischen Klängen. Die Grafik ist für ein rundenbasiertes Strategiespiel angenehm hochwertig. Das will allerdings nicht besonders viel heissen. Auf meinem High-End Rechner habe ich Schatten wieder abgestellt, da es die insgesamte Qualität der Grafik beeinflusste und seltsamerweise die Texturen sehr pixelig wurden.
Die verschiedenen Landkarten (maps) sind mit viel Liebe zum Detail erstellt worden, Städte, Häuser, Dungeons und magische Orte sehen alle nach high-Fantasy Setting aus. Z.B. ist die Stadt der Legion ein Höllenloch, aus dem schwarzer Rauch entsteigt, mit rotem Magmaschimmer in der Tiefe.
Sehr ärgerlich ist, das man die Zauberanimationen nicht abbrechen kann. Während sie am Anfang noch schön wirken, kosten sie regelmässig diverse Sekunden, in denen man nichts, und zwar gar nichts, anderes machen kann. Das stört den Spielfluss massiv und bremst alles aus.
Nervig auch der schwarze Legionenuntergrund auf dunklem Hintergrund.
Nur weil im Spiel Nacht ist, muss doch mein Monitor nicht auch schwarz werden. Und wer glaubt man könne die Gammaeinstellung ändern sollte mit seinem Glauben in die Kirche gehen, denn da hilft nur noch beten (das es evtl in einem Patch hinzugefügt wird).
Detailreichtum top, Benutzerfreundlichkeit flop.

2) Reife des Spiels:
Dieses Spiel hätte so nicht auf den Markt kommen dürfen. Es ist unfertig und schwerst bug-behaftet. Ein Beispiel: In der zweiten Kampagne (Legions) wird man von einem Elfenhelden angegriffen. Einmal besiegt verschwindet der Elf aber nicht von der Karte, sondern bleibt als Feind unbegrenzt stehen. Wenn er dann am Zug ist, greift er die eigene Armee bis zu dreimal hintereinander an. Je nach Zustand der eigenen Armee kann das schon das aus auf dieser Karte bedeuten und zu einem Neustart führen.
An anderer Stelle kommt man plötzlich nicht mehr ins Baumenü der eigenen Stadt, sondern baut eine befeindete Stadt aus. Das aufgewendete Gold ist futsch.

3) Balance:
Hier gibt es ebenfalls erhebliche Mängel. Während z.B. der Imperiumsheld der Kampagne feindliche Einheiten in Bauern verwandeln kann, einen Wirbelwindangriff, Wiederbelebung und etliches mehr erlernen kann, darf sich der Legionsheld damit begnügen eine magische Wand auf der taktischen Kampfkarte zu erstellen. Sinn und Nutzen einer solchen erschliessen sich mir nicht, der Held ist nämlich Nahkämpfer. Sinnvoller Weise kann er auch erlernen, eine Wand zu entfernen. Diese Fähigkeit ist im Fertigkeitenbaum auf der entgegengesetzten Seite der Wand-Aufbau Fertigkeit...
Ein Trupp Elfenfernkämpfer kann in kürzester Zeit Nahkämpfer vernichten, ohne eigene Fernkämpfer sind solche Kämpfe fast aussichtslos, da Fernkämpfer anscheinend keinen Malus erhalten, wenn sie im Nahkampf feuern.
Völlig überzogen sind meiner Meinung nach die Magier, die alle (!) Ziele gleichzeitig treffen.
In meinen Spielen bin ich dazu übergegangen meine Armee grösstenteils aus solchen zu erstellen, Kämpfe laufen danach nur noch im Quick-Mode, praktisch ohne Verluste.
U.a. auch der völlig unfaire Schwierigkeitsgrad an manchen Stellen, wie z.B. in der allerersten Mission des Imperiums senken die Wertung massiv. Bis man einigermassen verstanden hat, was man machen muss und wie das Spiel funktioniert, hat man diese Mission selbst als Profi wieder neu anfangen müssen, da innerhalb der ersten fünf Runden eine Elfenarmee den Helden angreift, die um ein Vielfaches stärker ist.

4) Steuerung:
Wieso in einem rundenbasierten Spiel AWSD zum steuern der Karte genutzt wird, weiss ich nicht. Es ist furchtbar unintuitiv, da man immer wieder zu den Cursortasten greift. Sonst braucht man die Tastatur nämlich nicht. Schnelltasten sind unnötig, das Spiel ist nicht schnell. Die Klicks auf der Karte selber sind oftmals nicht sauber. Man kann hundertausendmal auf den Held klicken, um ihn und seine Armee mit Heilzauber zu versehen ... erst wenn man scheinbar wahllos in ein Feld daneben klickt, zeigt der Mauszeiger eine erlaubte Aktion.

5) Spielspass:
Während trotz aller Bugs und Balance-Schnitzer die ersten zwei-drei Akte einer Kampagne Spass machen, verkommt es danach nur noch zu einem Monsterweggeklicke. Die Kämpfe sind furchtbar eintönig, die Belohnungen generisch und meistens unbrauchbar bzw ab zum Händler für Gold.
Solange der eig. Held noch ein etwsa niedrigeres Level hat, mag man sich evtl noch hinsetzen und die meisten Kämpfe selbst ausfechten, danach geht es nur noch über Schnellkampf. Bei der Unzahl von Kämpfen mit generischen Monstern auf der Karte, die entweder auf dem Weg zum Questziel stehen oder einen weiteren sinnlosen Gegenstand bewachen, ist es auch sehr löblich, das es den Schnellkampf gibt, sonst wäre ich wahrscheinlich vor Langeweile und Klickorgie eingeschlafen.
Was hätte ich für eine etwas individuellere Ausrüstung so à la HOMM oder Spellforce gegeben, dann hätte das sinnlose Monstergeschlachte wenigstens etwas mehr Aufregung gebracht. Oder wenigstens eine individuelle Skillgestaltung. In Stufe 25 werden die Helden der Kampagne immer wieder gleich aussehen. Gleiche Ausrüstung, gleiche Skillverteilung und höchstwahrscheinlich auch nur minimal abweichende Attributverteilung. Generisch eben, wie das restliche Spiel.

Discplies III gehört zum langweiligsten, was ich seit Längerem gespielt habe. Da ist es aufregender, und weitaus lustiger, alle HOMM5 Missionen inklusive Barbaren/Zwerge Erweiterung in einem Rutsch zu spielen.

Fazit: Wer sich dieses langweilige Spiel antun will, sollte auf jedenfall noch bis zum ersten deutschen Patch warten, um wenigstens diese massiven Frustmomente zu umgehen. Die Bugs machen bisher aus einem mittelmäßigen Spiel einen ärgerlichen Flop.
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am 1. Juni 2012
Fast nichts ähnliches mit Vorgängern. Ich war enttäuscht, weil in Teil 2 verliebt bin. Aber wenn man sich vorstellt, dass es hier um Might&Magic:Heroes handelt, dann ist das Spiel relativ spaßig spielbar.
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am 16. August 2010
Das Potential des Spiels ist gut!

- Das Kampfsystem könnte spannend sein, wenn die Gegner nicht oft zu leicht wären.
- Der Stadtausbau könnte spannend sein, wenn es wirklich taktische Entscheidungen zu treffen gelte.
- Die Grafik könnte ansprechend sein, wenn es z.B. keinen Nebel dadurch gäbe, dass man einfach nur nach oben rauszoomt.
- Das Spiel könnte richtig Spaß machen, wenn es weniger kleine und große Fehler gäbe.

Kurz gesagt: Das Spiel könnte so gut wie seine Vorgänger sein (bzw wie Heroes of Might and Magic V), wenn die Entwickler etws länger daran gefeilt hätten.

Auf keine Fall ohne den neuesten Patch (siehe disciples3.com) spielen. Anfangs war es sehr verbugt, mittlerweile gehts.
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Der dritte Teil der Disciples-Reihe bringt einige Neuerungen mit sich - ob alle so gelungen sind, bleibt dabei aber offen.

Das Handbuch und die Installation
Nach dem Öffnen der Packung lädt das beiliegende Handbuch erst einmal dazu ein, sich in die Welt von Nevendaar einzulesen. Die Geschichte dieser Welt wird, ebenso wie typische Bewohner und Rassen, auf etwas über zehn Seiten unterhaltsam vorgestellt. Die Zeit, um das Werk zu lesen, ist allemal verfügbar, denn die Installation nimmt je nach verfügbarem System doch einige Zeit in Anspruch. Auf dem Testsystem (auf die Spezifikation wird im Abschnitt Spielbarkeit eingegangen) dauerte die Installation gute zwanzig Minuten. Mehr als genug Zeit, um sich mit der Welt und auch der Anleitung vertraut zu machen.

Die Welt
Nevendaar ist verspielt dargestellt. Bild Objekte, Landschaftselemente oder Feinde sind großzügig auf der Karte verteilt und der Spieler übernimmt die Führung über eine Gruppe von Krieger, Magiern ... - Helden eben. Zu Beginn kann der Spieler auswählen, ob er für das Imperium, die Legion der Verdammten oder die Allianz der Elfen antreten möchte und ob es eine Kampagne oder doch ein Multiplayerspiel sein soll. Die Wahl der Rasse beeinflusst auch die Geschichte, allerdings nur bedingt, denn der Kern der Story ist zusammenhängend erzählt, so dass im Handbuch auch eine empfohlene Reihenfolge für das Durchspielen angegeben ist.

Die Klassen in Bewegung
Ob Streiter des Imperiums, Elfe oder Legionist der Verdammnis, das Spielprinzip bleibt gleich. Mit einer bestimmten Anzahl an Wegpunkten kann umständlich über die Kartenausschnitte gelaufen werden. Diese Umsetzung ist nicht gelungen, denn oft läuft die Figur nicht wie eigentlich gewünscht und längere Strecken werden so zur Qual. Zu Beginn ist es fast unmöglich sauber zu navigieren. Die Streckenpunkte können nur an bestimmte Stellen auf der Karte gesetzt werden, ein "freier" Bewegungslauf ist nicht möglich.
Ein Reiter bewegt sich zwar schneller als ein Fußsoldat, aber an der Distanz ändert das nichts. Selbiges gilt auch für den Kampfbereich, welcher später beschrieben wird.

Das Kampfsystem
Bei "Annäherung" auf der Karte wird der Anführer automatisch mit seinen Helfern in den Kampf gezogen. Hier tritt nun der rundenbasierte Rollenspielkern auf den Plan. Das Spielfeld bietet mit Wabenfeldern die Möglichkeit taktisch zu agieren. Die "Schläger" nach vorn, die Heiler und Fernkampfspezialisten etwas hinter die Deckung und los geht das Gefecht. Der erste Spielspaß ist allerdings schnell verflogen, denn die Kämpfe gestalten sich immer recht gleich. Als Spieler werden die "Powerfelder" eingenommen, welche den auf ihnen stehenden Figuren bestimmte Boni verleihen. Der Computer hingegen greift nur stupide auf sein Schema F zurück. Nach den ersten Kämpfen ist der Klick auf den "Schnellkampf" ein wahrer Segen - schade drum.

KI und Spielbalance
Zu Beginn war der Frust in dieser Testreihe recht hoch. Kaum war die Spielfigur in der Welt, schon war ein Gegner zu mächtig und das Spiel beendet. Nach ein paar Versuchen und mit einer neuen Taktik dreht sich das Spiel hingegen. Der Spieler wird schnell übermächtig und metzelt alles nieder, was nicht sofort wegrennt. Im Kampf bietet der Gegner nur eine sehr schwache KI und damit kaum einen guten Fight. Die Taktik ist immer die selbe und leicht zu blocken. Die eingearbeiteten "Regeln" für das Verhalten sind zu strikt umgesetzt worden, da die NSCs ihre Möglichkeiten nicht nutzen. Fähigkeiten und Extras setzt der Gegner nicht oder nicht sinnvoll ein.

Ein Beispiel: Der Spieler hat noch zwei Charaktere, wovon Charakter A stark verwundet ist, B jedoch näher am Gegner steht. B wird angegriffen, wobei es unumgänglich ist, die Anzahl der Angriffe zu dezimieren, um einen Kampf zu gewinnen.

Ein Spielerlebnis?
Disciples wird mit vielen Features beworben: den drei spielbaren Rassen, der vernünftig umgesetzten 3D-Optik und der Vielzahl an Gegnern, Waffen, Zaubersprüchen, Artefakten, Runen und mehr. Auch die versprochenen siebzig Stunden Soloplayer klingen verlockend, können in der Umsetzung aber nicht überzeugen. Der Krieger sammelt auf, was er nur finden kann. Zum einen dauert das sehr lange, zum anderen ist es langweilig über einen längeren Zeitraum hinweg immer nur zu sammeln. Andauernd zu kämpfen macht dank der KI aber auch nur wenig Spaß und spätestens nach ein oder zwei Stunden hat der Spieler so viele permanente Verbesserungen für seine Klasse gefunden, dass der Gegner nicht einmal mehr den Hauch einer Chance hat.
Zu Beginn wird schnell noch ein Zauber auf den Gegner gesprochen und so noch Lebensenergie abgezogen, doch im späteren Verlauf geht es nur noch darum zu erfahren, wie denn die Story eigentlich weitergeht; und selbst da wird nur eine mittelmäßige Geschichte präsentiert.

Eigenarten, Bugs und Gameplay
Eigenarten und Fehler treten im Spielverlauf einige auf. Der Ausbau der Städte ist eine Eigenart, welche nicht gut durchdacht wurde. Jede Runde darf ein Gebäude gebaut werden, wenn die passenden Ressourcen vorhanden sind. Allerdings ist die Bedienung recht schwerfällig und beizeiten auch einfach nicht intuitiv. Es werden Möglichkeiten angezeigt, wo keine sein sollten und manche Aktionen (wie Fortbewegung oder Angriff) müssen mehrfach getätigt werden, damit das Spiel reagiert. Bugs geistern so einige durch das Spiel, das Installieren der Patches sollte ohnehin bei jedem Spiel Pflicht für den Spieler sein.

Die Welt ist frei drehbar und bietet die Möglicheit, die Kamera ein wenig zu steuern, sowohl in der Übersichtswelt als auch im Kampf. Jedoch ist das System nicht ausgereift und durch ungeschicktes Positionieren werden schnell Items oder Kämpfer verdeckt.

Systemanforderungen und Spielbarkeit
Die Systemanforderungen sind für ein rundenbasiertes Rollenspiel, wie es von den Entwicklern genannt wird, recht durchwachsen. Zwei Ghz Prozessorleistung, zehn Gigabyte Speicherplatz, 128 MB Speicher auf der Grafikkarte und 512 MB Arbeitsspeicher werden für die Minimalkonfiguration verlangt. Für den Test wurde ein System benutzt, das über den Systemanforderungen lag. Ein Dual-Core Prozessor mit drei Ghz, vier Gigabyte Ram und einer 512 MB starken Grafikkarte brachten trotzdem nur bedingten Spielspaß.

Neben den Macken in der Spielwelt und der Kampfszenen zieht sich ein Problem gewaltig durch das Spiel und das sind Ladebildschirme. In einem rundenbasierten Rollenspiel darf nicht vor und nach jedem Kampf für knapp fünf Sekunden das Spiel stillstehen. Das ist ein absoluter Lustkiller, zumal die Frage ist, was wird da geladen? Garantiert keine taktische Meisterleistung der KI. Durch dieses Ärgernis leidet die Spielbarkeit generell ein wenig. Auch ein Herunterstufen der Grafikoptionen bringt kein schnelleres Spiel zustande.

Spiel mir das Lied ...
Mittlerweile sind die Soundproduktionen für Computerspiele auf einem ganz eigenen Niveau. Hingebungsvoll gestaltete und komponierte Musikstücke lassen den Spieler in eine fantastische Welt abtauchen. Bei Disciples gelingt dies nur zum Teil. Die Musik hält sich zwar dezent im Hintergrund, kann aber auch nicht überzeugen. Die Effekte hingegen sind teilweise viel zu laut eingemischt - musikalisch läuft es nicht rund. Die erschaffene düstere Atmosphäre im Spiel kommt hingegen durchaus gelungen herüber.

Sucht oder Frust?
Die Ideen von "Disciples III" sind durchaus gut, aber größtenteils schwach umgesetzt worden. Die Steuerung der Charaktere ist nicht überzeugend, das Kampfsystem ist unausgereift, langatmig und zu unausgeglichen und bringt somit kaum Spaß. Die Story ist durchschnittlich und die Ladebildschirme nerven. Die Grafik ist ordentlich und der Sound ist gut, aber rettet das ein Spiel? Für zwischendurch ist "Renaissance" ganz nett, aber dafür ist es zu teuer und wer es einmal durchgespielt hat, wird es wohl kaum ein zweites Mal versuchen, denn dafür fehlt einfach die Motivation.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Juni 2010
Endlich gibts die fortsetzung zur Legendären Desciples reihe auch bei uns in Deutschland!!!
Rundenstrategie Fans aufgepasst!! Heroes of Might and Magic wurde mal wieder vom Trohn gestoßen!! :-)

So jetzt mal ernsthaft. Hab das Spiel heute bekommen und die erste Kampangen Misson gespielt und bin angenehm überrascht!!!
Die Grafik ist vieeel besser als erwartet!! Die Einheiten strotzen nur so vor Details, sehen viel besser aus als in
Heroes of Might and Magic oder Kings Bounty!!! Auch ist das Spiel nicht so kitschig bunt wie bei der Konkurenz, sonder
schön düster gehalten!
Das Kampfsystem ist so ähnlich wie in Kings Bounty, doch sind die Arenen größer, und mit den Deckungspunkten und den Bonusfeldern
kommt mehr taktische Tiefe und Abwechslung rein!
Auch das prinzip mit den Einheiten macht Disciples anders, statt wie in Heroes immer mehr Kreaturen des selben Typs zu kaufen
um so seine Armee zu verstärken, wirbt man hier eine Einheit an, die dann durch sammeln von Erfahrungspunkten Level steigt,
womit sich die Werte verbessern und gegebenenfalls es zu einem höheren Wesen aufsteigt!!!
Mit seinem Helden levelt man natürlich auch und kann hier sogar wie in rollenspielen typisch, punkte auf Lebensenergie,
Stärke,Geschliglichkeit,magie uns so weiter selber verteillen. Auf einem Fertikkeiten Labyrint (ähnlich eines Fertigkeitenbaumes)
kann man dann noch zusätzlich seinen Helden aufwerten z.B. die höhe der mitgeführten Krieger zu erhöhen!
Natürlich findet man auch Rüstungen, Waffen und Artefakte mit dem man seinen Helden ausrüsten kann, was sich nicht nur
in besseren Werten wiederspiegelt, sondern auch optisch den Helden verändert!!!

Für mich ist es definitiv das beste rundenbasierte Spiel dieser Art und schlägt Heroes und Kings Bounty bei weitem!!!

Einziger mangel ist der fehlende Online multiplayer modus.
Einen Hotseat Multiplayer mit den man an einem rechner zocken kann gibt es. Auch wenn die Auswahl der Karten noch sehr gering ist.
Aber es werden sicher neues Karte per patch nachgereicht! Für den Online Modus muss man wohl bis aufs Add-on warten!
Die Kampange ist dafür um so besser :-)

Dieses Spiel sollte sich wirklich keiner entgehen lassen der Rundenbassierte Spiele mag!!!!!
33 Kommentare| 29 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

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