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Kundenrezensionen

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Equilibrium haben sich mit der Zeit durch harte Arbeit von einer kleinen Undergroundband zu einer der größten Pagan-Metal-Bands Deutschlands gemausert. Zwar mag ich den Begriff "Pagan Metal" überhaupt nicht (was sagt der schon über die Musik aus?), aber sei's drum. Die Band verbindet Power-, Death- und Folk Metal mit deutschen Texten über, äh, Saufgelage, irgendwelche Zwerge, die unter Bäumen leben, alte Mythen und ähnliches Gedöns. Kann man doof finden, muss man aber nicht. Tatsache ist, dass Equilibrium in dem, was sie tun, wirklich gut sind. Das Vorgängeralbum "Sagas" ist ein echtes Meisterwerk, das jemandem, der lieber nur grimmig-frostige Musik mit der Thematik "haut alle Christen zu Brei" hört, zurück in seinen finsteren Wald treibt, da es viel zu fröhlich ist. Aber hey, viel besser kann man diese Musik einfach nicht machen, und man kann doch nicht immer nur schlechte Laune haben. Auch der fieseste Pandabär schunkelt gern mal heimlich. Nun geht es hier aber nicht um das großartige "Sagas", sondern um den Nachfolger "Rekreatur". Nur drei Sterne? Warum denn das?
Nein, es liegt nicht daran, dass Helge Stang nicht mehr am Mikro steht. Dieser hat zwar im Gegensatz zum eher todesmetallischen Organ von Nachfolger Robert Dahn eine krächzige Black-Metal-Stimme, doch mich persönlich stört der Wechsel wenig. Die Songs zünden einfach nicht mehr so, das ist das eigentliche Problem. Folgte auf "Sagas" noch Hymne auf Hymne, so will auf "Rekreatur" nicht mehr viel im Gedächtnis hängen bleiben. Sicher, das Grundrezept ist das gleiche, die Lieder sind immer noch recht simpel aufgebaut und mit jeder Menge Keyboard-Bombast aufgeblasen (was bei dieser Band völlig okay ist), doch die zwingenden Melodien bleiben weitestgehend aus. Das Eröffnungsdoppel "In heiligen Hallen" und "Der ewige Sieg" sind ein guter Auftakt, danach flaut die Begeisterung aber ab, und der überlange Instrumental-Rausschmeißer "Kurzes Epos" hätte genre deutlich kürzer ausfallen dürfen, was bei dem Titel schon eine gewisse Ironie beinhaltet. Einen Daumen nach oben gibt es aber auf jeden Fall noch für "Die Affeninsel". Wer die Geschichte des Kultspiels "Monkey Island" vertont, hat sich ein dickes Lob verdient. Dennoch werde ich mit diesem Album nicht so wirklich warm. Vielleicht ja wieder beim nächsten Mal.
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VINE-PRODUKTTESTERam 19. Juni 2010
Ja das sind die Mannen durchaus! Und wie! Rekreatur heißt das (immer als unheimlich wichtig betitetel) Drittlingswerk der ehemals bayrischen Truppe. Mittlerweile sind mit Robse (aus Ostdeutchland) und Hati (Israel) neue Gesichter hinzuegekommen. Im Übrigen: Die Drums hat noch Manuel (vorheriger Drummer) eingespielt, Hati hatte also noch keine Möglichkeit sich im Stduio auszutoben, aber live konnte der neue Mann an den Kesseln durchaus überzeugen. Mit neuem Personal gehts also gleich weiter: Während man über Hati noch recht wenig sagen kann und die anderen Nasen längst bekannt sind, gibt es zwei wesentliche Neuerungen. Die auch direkt auffallen. Zum Einen wäre da Robse als neuer Sänger der aus dem Deathmetal Bereich kommt und man das auch hört. Eher growlig als kreischend präsentiert er uns die Songs. Natürlich gibts auch herrliches Kreischen zuweilen, aber eben nicht genug. Das ist für mich ein Kritikpunkt da das Kreischen - in meinen Augen - deutlich besser zu Equlibrium passt als das growlige. Ganz leichte (!) Abzüge dafür. Der zweite Unterschied wird einem klar, wenn man sich die Texte anhört bzw. liest. Leider sind Equilibrium wieder ein Stück weiter davon entfernt Pagan- bzw. Natur-Metal zumachen. Songs wie "Die Affeninsel" und "Fahrtwind" sind für mich ... einfach irgendwie unpassend. Zumindest textlich. Das ist natürlich nicht Andreas' Schuld, diese Schritt hat die ganze Band unternommen. Generell würde ich der Feder des ehemaligen Lyrikers Helge etwas mehr zutrauen. Aber Andreas wird sich da einfinden und sein Ding machen. Aber auch dafür gibt es ganz leichte Abzüge.
Die Songs selbst sind durch die Bank weg gut bis sehr gut. Unterschiede zu Sagas sind kaum bis wenig festzustellen, außer in einem Punkt: Sie sind noch abwechslungsreicher. Da beherbergt jeder Song kleine Überraschungen, wunderschöne Melodien und einfach unheimlich viel Gefühl. Das ist beeindruckend und macht ganz viel Spass beim zuhören. Langweilig wird einem nicht. Das hat nur einen Nachteil: Weil das Album so gut ist, kommt es einem trotz 60 Minuten Laufzeit irgendwie kurz vor. Das ist durchaus als Lob zuverstehen! Ich persönlich freue mich auch über die Rückkehr von Gaby Koss die ein paar zusätzliche Backingvocals zusteuert und das ganze richtig schön abrundet.
Neben dem obligatorischem Opener "In Heiligen Hallen" (der ziemlich genau in die Richtung von "Wurzelbert" und "Wingthors Hammer" geht), fällt vorallem "Verbrannte Erde" auf, welches schon fast an Amon Amarth mit Keyboards erinnert. Mal was neues, gefällt mir sehr gut. Das stampfende Heer (a la Herr der Ringe) hat man direkt vor Augen. "Der Ewige Sieg" bietet ebenfalls gute aber gewöhnliche Equikost ohne besonders hervorzustechen - ein typischer aber auch sehr guter Song! Vorallem der Refrain ist fantstisch! Mit "Die Affeninsel" setzt man einer Computerspiele-Reihe um einen vertrottelten Piraten ein muskalisches Denkmal. Der Song ist nicht schlecht, aber überzeugen tut er mich allein aufgrund des Titels nicht - das klingt selten doof. Mit "Aus Ferner Zeit" und "Der Wassermann" bekommt der Leser eine regelrechte Wundertüte an tollen Songideen serviert und wird sich daran so schnell nicht satthören können. Vor allem letzteres ist wahrlich eine packende Offenbarung! "Fahrtwind" überzeugt mich wegen Songtitel und dem V8-Motor am Anfang nur schwerlich. Aber lässt man das weg, bekommt man einen Hochgeschwindigkeits-Song der alles schnell niederprügelt und dabei noch unglaublich gute Laune verbreitet! Hätte man daraus nicht 'Frei wie der Wind' machen können und den Motor weglassen können? Verdammt. Aber gut. "Wenn Erdreich Bricht" ist ebenfalls ein guter, abwechslungsreicher Song - dank der Stimme von Gaby Koss auch etwas herausstechend wie seinerzeit "Widars Hallen". Der Abschluss wird durch "Ein Kurzes Epos" eingeleitet. Ein herrlicher Song in bester "Mana"-Manier. Abwechslungsreich, episch, flott und einfach gut.
Ihr seht: Ich bin durchaus zufrieden und überzeugt. Aber: Für die 5 Sterne reicht es nicht weil a) Titel und Texte nicht in mein Equi-Verständnis passen wollen, b) weil es etwas zu growlig ist und c) weil das Cover einfach furchtbar billig und unschön ist. Die gesamte CD-Aufmachung ist gut (Kritikpunkt: Es ist nicht die normale Jewel-Case-Größe, was im Regal nervt), qualitativ ansprechend aber leider kann man das Booklet nicht herausnehmen. Das Booklet selbst ist in Ordnung, bietet aber auch sehr wenig Überraschung.
Als Bonus gibt es noch 5 Songs als Akustik-Version: "Der Ewige Sieg", "Nach Dem Winter", "Blut Im Auge", "Die Prophezeiung" sowie "Heimwärts". Da bin ich eher zwiegestalten. Die Idee ist zweifelsohne gut und vor allem witzig. Das kann echt einiges, bietet es doch eine komplette Neuinterpreation (ohne Keyboards und ohne Gesang) der bekannten Songs. Aber ... warum? Nettes Gimmick aber auf Dauer anhören tu ich mir mit Gewissheit nur die Albumsongs. Da hätte ich es deutlich besser gefunden, wenn man versucht hätte die Klamotten von "Turis Fratyr" (und der Demo) mir Robse und Hati neueinzuspielen. Wie Robse wohl "Met" sing? Oder wie das legendäre (und leider allzu vernachlässigste) "Nach dem Winter" dann klingen würde? Das wäre besser gewesen - in meinen Augen. Aber als Bonuskram absolut in Ordnung und witzig ist es auch!

Alles in allem bin ich doch schwer angetan, aber aufgrund der kleineren Kritikpunkte gibt es "nur" vier Punkte. Wem die angesprochenen Punkte egal sind, wird locker 5 Sterne vergeben können bzw. jeder darf da für sich noch einen draufrechnen. Wer Abwechslung und Spielfreude auf einem Album sucht, wird hier fündig. Die Jungs und das Mädel wirken frisch, gut drauf, voller Lebenslust und verbreiten gute Laune. Einfach klasse! Und wenn nun noch die Live-Performance stimmt (was Soundtechnisch bedingt beim letzten mal leider nur schwerlich der Fall war), dann ist wirklich alles gut! Willkommen Robbse, willkommen Hati - Equilibrium melden sich unheimlich stark zurück und ich bin auf den weiteren Weg gespannt. Allerdings: Eine Rückbesinnung auf Tury-Fratyr-Zeiten empfände ich als angebracht. Macht aber nichts, die Musik ist klasse! (Reife-)Prüfung bestanden! 2+ - Setze.... ich meine: ROCKEN! :D
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am 23. August 2010
Viele Gedanken hab ich mir um dieses Album gemacht.
Neuer Sänger,neuer Drummer,wird Equilibrium ihren gewohnt hohen Standard halten?
Das Debüt-Album Turis Fratyr war einfach klasse,mit Sagas haben sie dann ihren Höhepunkt erreicht... meint man?
Nein ganz und gar nicht!
Equilibrium legen noch eins drauf! Was hier geboten wird ist allerfeinste Metalkost!
Ich hab mich auf mein Bett gelegt,den mp3-player angeschmissen,Augen geschlossen und das neue Album angehört,in vollkommener Ruhe.
Und es war klasse!
Absolut ein klasse Lied nach dem Anderem. Ich wüsste gar nicht welche Lieder ich empfehlen würde,da alle vollkommen überzeugen.
Aber ich versuche es trotzdem. Meine Anspieltipps wären "Der ewige Sieg" , "Der Wassermann" oder " Verbrannte Erde ".
Auch das komplett instrumentale, 13 minuten lange Stück " Kurzes Epos " überzeugt auf voller Linie und stellt sogar fast "Mana" von dem vorigem Album in den Schatten. Ich kann mich nicht entscheiden,welches nun besser ist,aber "Kurzes Epos" hat es auf jedenfall in sich!
Die Bonus-Cd ist auch sehr nett,die akustischen Versionen älterer und neuer Lieder wissen zu überzeugen.
Für mich gibt es eine klare Kaufempehlung,eines der besten Metal-Alben aller Zeiten,ein Muss!
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am 30. März 2011
ich liebe die beiden ersten Werke von Equilibrium. Umso schockierter
war ich, als ich laß, Helge und Manuel werden die Band verlassen, denn
bis dahin sah ich die Band als eine perfekte Einheit an.

Ich kann mich mit der Stimmlage von Robse, dem neuen Sänger, leider nicht so ganz
anfreunden, Helge hat mit seinem Black Metal "Gesang"
einfach perfekt gepasst. Der tieferen Stimme von Robse merkt man
die Herkunft aus deam Death Metal deutlich an und genau das beisst sich mit
der Musik von Equilibrium!

ein paar Songs zünden nach und versprühen zumindest in Teilen den Charme der Vorgänger, aber betrachtet man
"Rekreatur" im Gesamten, wirkt alles irgendwie schnell hingeklatscht und lieblos.
Kein Song, keine Melodie besitzt wirklichen Ohrwurmcharakter.

Schade eigentlich, ich hoffe die Band lässt sich für den Nachfolger mehr Zeit und
haut wieder ein Meisterwerk wie "Turis Fratyr" oder "Sagas" raus.
Dann kann ich sogar über die Stimme von Robse hingwegsehen.
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am 11. Juli 2010
Rekreatur ist ein Spitzen-Album, keine Frage. Die songs sind sehr abwechslungsreich, die Strukturen durchdacht, bei allem Hit-Potenzial werden sie trotzdem nicht langweilig. Es hätte ein perfektes drittes Album sein können.

Ich hoffe, die Band hatte sehr gute Gründe, sich von Helge Stang zu trennen. Denn de facto ist das, was diesem Album zum absoluten Überflieger fehlt, seine Person.

Damit meine ich einerseits seine Stimme: Die hohen Vocals passten zu Equilibrium wie gemahlt. Robse kann ebenfalls hoch kreischen, jedoch hat er eine andere Stimmfarbe und Betonung und auch die Aussprache ist wesentlich unverständlicher. Aus Bandkreisen hört man, die Band sei jetzt noch stärker, weil der neue Mann hinterm Mikro mehr variieren kann und den songs mehr Dramatik verleiht. Das kann ich so nicht bestätigen. Einerseits war Helge durchaus in der Lage, tiefe Growls an den richtigen Stellen akzentuiert zu setzen. Andererseits fehlt mir bei Robse genau dieser Sinn für Akzentuierung. Er verlässt sich über sehr weite Strecken des Albums auf seine unbestreitbar kraftvolle Death-Stimme. Das verändert die Stimmung der songs allerdings nicht zum positiven. Dramaturgischen Aufbau beherrscht er nicht. Als Beispiel kann man hier "Wenn Erdreich bricht" nennen. Der durchaus starke song wird teilweise richtig anstrengend zu hören, weil dermaßen durchgegrunzt wird dass man sich unweigerlich denkt: Weniger wäre hier deutlich mehr! Die tiefen Death-Growls wirken teils richtig aufgestülpt und unpassend. Dramatisch bleibt hier alleine, wie dieser song unter der Stimme von Robse regelrecht leidet.

Was mir ebenfalls sehr sauer aufstösst ist die Qualität der Texte. Auf Turis Fratyr und Sagas waren sie mir immer ein wichtiger Bestandteil, von ihnen ging viel Atmosphäre aus und es handelte sich um stimmige Geschichten. Helge wusste mit den Worten zu spielen und hatte ein sehr gutes Gespür und Vokabular. Die Texte auf Rekreatur, jetzt von Andreas Völkl verfasst, sind qualitativ weit schlechter. Es regiert das Schema "Reim dich oder ich fress dich" und teilweise klingen Abschnitte nicht nur konstruiert und unfreiwillig komisch, sondern sind auch schlicht und einfach falsch. Man höre sich nur mal die erste Strophe von "Der Ewige Sieg" an: "Klar die Sternennacht, Die Weichen sind vollbracht. Ihr Geschöpfe seid bedacht, Der neunen schöpfend' Macht!" Wenn man das mit den Texten von Helge vergleicht, rollen sich nicht nur Germanisten die Fußnägel hoch!

Auch das Artwork von Rekreatur wurde ja schon viel diskutiert, auch ich halte es für wenig gelungen. Und auch für das geniale Sagas-Artwork war Helge Stang verantwortlich.

Dass sich die Band also von Helge Stang getrennt hat, gereicht dem neuen Album nicht zum Vorteil. Trotzdem wurde sich in anderen Bereichen fortentwickelt, wie ganz oben schon angedeutet. Da die positiven Seiten schon genügend beleuchtet wurden durch die anderen Rezensionen, habe ich dies recht kurz gehalten und habe vor allem meine Bedenken geschildert.

Es bleibt ein sehr gutes Album, bei dessen hören ich mich aber ständig einer Frage nicht erwehren kann: Warum nur konnte es dieses Album nicht mit Helge geben?
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am 4. Dezember 2011
Diese bayerische Band schafft es mit jedem Album, mich zu begeistern.

Ich finde den Gesang hier fast besser, auch wenn mir der alte Gesang gefallen hat. Meiner Meinung nach entwickelt sich die Band in die richtige Richtung, immer mehr zu etwas einzigartigem.

Einziger Wehmutstropfen: Das Album ist fast relativ kurz.

Neben Eluveities "Everything Remains" gehört es momentan zu meinen am liebsten gehörten Alben.
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am 5. Februar 2014
besonders die instrumental Stücke gefallen mir super, auf den Gesang könnte ich verzichten aber ich höre alle Titel mit Begeisterung. Ich bin keine Fachfrau die nun alles zerlegen und beschreiben kann und Musik ist ja immer Geschmackssache.
Ich für meine Person bin wie gesagt begeistert und kann jedem der Metal mag wenigstens mal rein zu hören.
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am 6. Juli 2010
Es ist schon sehr beeindruckend mit welcher konstanten Qualität die Qutputs dieser fantastischen Pagan-Metal-Band daherkommen. Trotzdem die Band den neuen Sänger Robert "Robse" Dahn und den neuen Schlagzeuger Tuval "Hati" Refaeli integrieren musste, gelingt es ihr an die beiden ersten tollen Alben nahtlos anzuknüpfen. Für Fans dieser Band ist beim Hören des Albums Gänsehaut vorprogrammiert. Robse macht seine Sache sehr gut und ist ein äquivalenter "Ersatz" für den vorigen Sänger Helge. Er growlt etwas tiefer als Helge aber der Unterschied fällt kaum auf. Auch der neue Drummer ist spitze, sein Spiel ist rasant und variantenreich.

Die Songs sind -wie immer- absolut mitreissend, majestätisch, abwechselungsreich und unterhaltsam. Ich könnte dieses Album immer wieder hören. Schwachpunkte sind keine auszumachen. Gleich bei dem rasanten, eingängigen und majestätischen Eröffnungssong "In Heiligen Hallen", der nach einem kurzen atmosphärischen Intro beginnt, erkennt man den bandtypischen Sound. Equilibrium zeigen auch bei diesem Album, dass sie die Fähigkeit in ihren Songs interessante Geschichten zu erzählen, nicht verlernt haben. Wie beim Vorgängeralbum sind auch bei hier wieder karibisch anmutende Keyboard-Sounds integriert (z. B. bei "Die Affeninsel"). "Wenn Erdreich bricht" bringt eine -zum Text passende- äußerst intensive apokalyptische Atmosphäre zum Ausdruck. Weitere Anspieltipps sind das schnelle, eingängige Lied "Der ewige Sieg", der eingängige Song "Wassermann", das fast 10 Minuten lange rasante, melodiöse und verspielte Stück "Aus ferner Zeit". "Fahrtwind" hat fast schon eine rockig-rotzige Attitüde (tolles, freches Key-Solo). Wie bei Sagas wird das Album auch hier wieder mit einem genialen, überlangen Instrumental, witzigerweise als "Kurzes Epos" betitelt abgerundet, bei dem die Band noch einmal alle Ihre Stärken auffährt. Dieses Stück ist wie eine lange Reise durch das Land der Fantasie, es gibt rasante Momente, besinnliche Ruhepausen, opernhaften Frauengesang und ein fulminantes Ende, nach dem man erschöpft und glücklich auf den Reapeat-Knopf des CD-Players drückt :-)

Auf der Bonus-CD findet man 5 Akkustik-Versionen, diese wären: der ewige Sieg (Rekreatur), nach dem Winter (Demo 2003), Blut im Auge (Sagas), Die Prophezeiung (Turis Fratyr), Heimwärts (Sagas). Die Aufmachung der Limited Edition ist eine wahrer Augenschmaus. Die Titelillustration finde ich sehr gelungen und passend, werden doch durch das Mischwesen wunderbar die verschiedenen schwermetallischen Stilrichtungen (Pagan, Black, Power Metal), die in dem Sound von Equilibrium enthalten sind, zum Ausdruck gebracht. Im Booklet sind sehr gelungene Fotografien der Bandmitglieder enthalten, Sandra Völkl sieht einfach zum Verlieben heldenhaft und keck aus :-)

Dieses Album kann das endgeile Vorgängeralbum "Sagas" zwar nicht übertrumpfen, ist diesem jedoch mindestens ebenbürtig und aufgrund vieler neuer Ideen keineswegs ein Aufguss desselben. Ich kann dieses Album allen Freunden melodiösen Pagan-Powermetal-Sounds nur empfehlen.
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am 28. Juni 2010
Nach dem ausnahmslos genialen Album "Sagas" ist beim Hören von "Rekreatur" erst einmal eine Eingwöhnung nötig. Alles in allem bleiben die Jungs melodisch ihrem Konzept treu und das ist sehr lobenswert. Musikalisch macht das neue Album sehr viel her, vor allem da sehr viele unterschiedliche schöne Zwischenspiele die Lieder allesamt einzigartig machen und doch unverkennbar Teil eines Gesamten sind.
Der neue Sänger wird für Freunde von Helge nicht gerade gut wegkommen ...zu viel Gegrowle, in den meisten Lieder zu schlecht zu verstehen und an einigen Stellen nichtmal ansatzweise melodisch auf den musikalischen Hintergrund abgestimmt. Das finde ich sehr schwach - da sollte der neue Sänger in Zukunft deutlich nachbessern!
Zu empfehlen ist das Album dennoch zweifellos, denn bis auf "Verbrannte Erde" und "Wenn Erdreich bricht" passen die Songs doch recht gut in die Reihe der Lieder der vorhergehenden Alben. An den zwei genannten Tracks ist vor allem der null melodische Gesang und die ebenso größtenteils mit der Tradition brechende Melodie störend, die zusammen äußerst gewöhnungsbedürftig sind.
Die restlichen Songs "In heiligen Hallen", "Der ewige Sieg", "Die Affeninsel", "Der Wassermann", "Aus ferner Zeit", "Fahrtwind" und das Instrumentalstück am Ende machen nach einer Eingewöhnung an den Sänger sehr viel Spaß beim Hören! "Fahrtwind" fällt dabei etwas auf, da hier interessant E-Gitarren-Zwischenspiele eingebaut wurden - ungewohnt, aber durchaus lobenswert.

Die Bonus-CD bringt 5 Acoustic-Tracks mit sich und das ist sehr interessant. Auch wenn ab und zu die Acoustic-Gitarre seltsam anmutet, sind die Interpretationen der Lieder durchaus sehr gelungen. Es macht Spaß zwischendrin zum Abkühlen auch einmal so etwas zu hören.

Zur Bewertung: Abzug gibts für Gesang und die erwähnten Titel 3 und 8. Für alle, die die Vorgänger-Alben gemocht haben, ist der Kauf der CD trotz des neuen Sängers ein Muss!
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am 16. Juni 2010
Sagen wirs so: vom Equilibrium - Debut "Turis Fraty" war ich schon begeistert.
Schon damals dacht ich mir die Band könnts zu was bringen.

Nachdem ich dann das zweite Album "Sagas" gehört hatte, kamen mir fast die Tränen.
Hammermäßig schöne Melodien, vorallem bei "Unbesiegt" und "Mana".

Aber hier geht es ja nicht um die Vergangenen Alben, es geht hier um "REKREATUR".
Nun ja, vom Cover war ich auch etwas Überrascht, hätten mir andere auch evtl besser gefallen, aber es is nich so das ich sagen müsste, man könne es mit diesem Cover nicht aushalten.

Naja mal zu den Songs: Sterne vergeb ich keine für Einzelne Songs, da ich jeden wunderschön finde, ich schreib einfach mal was sie so besonders macht:

01 IN HEILIGEN HALLEN
Für mich ist der Song das bis jetzt beste Intro von Equilibrium. Ähnelt etwas dem von Sagas, nur länger und bereits mit Gesang. Zudem ist ein wunderschönes Panflöten Solo am ende enthalten.

02 DER EWIGE SIEG
Diesen Song musste ich zweimal hören bis er mir total gefiehl. Aber wer sich diese zwei mal Zeit nimmt der wird dahinschmelzen beim Anhörn ;)

03 VERBRANNTE ERDE
Ein Song in den ich mich sofort verliebte. "Mächtig" ist wohl ein Wort dass diesen Song sehr gut beschreibt. Perfekter, tiefer, Growl-Gesang, dazu mittelschnelle Gitarren und ein super Orchester, das zwar teils mit Keyboard gemacht ist aber Hammermäßig gut gelungen ist. Am schönsten find ich dann noch den Refrain sowie das Panflöten-Solo am Ende.

04 DIE AFFENINSEL
Jener Song der als aller erstens auf Myspace veröffentlicht wurde und bei mir inzwischen zum totalen Ohrwurm wurde. Diesen Song könnte ich jeden Tag mehrmals hören. Super Song der an den schönen Karibischen "Unbesiegt" Song vom vorherigen Album erinnert. Nur etwas besser :)

05 DER WASSERMANN
mmmhh... Soll ich sagen der melodisch schönste Song auf dem Album? Könnte man eigentlich, denn dieser Song zeigt wieder, mit welcher Power Rene die Songs schreibt. So Toll geworden, mir kamen die Tränen als ich ihn das erste mal hörte. Wenn Musik einen zum weinen bringt (vor Freude natürlich) dann weiß man dass es die Lieblingsband ist :)

06 AUS FERNER ZEIT
Der längste nicht-instrumentale Song auf REKREATUR. Absolut perfekt geworden, vorallem die Weibliche Gesangs-Einlage. Durchhören ist ein muss !!

07 FAHRTWIND
Wie der Name schon sagt... dieser Song ist schnell :) Und das macht ihn erst aus, ein Intro bei dem man staunen kann, Verse bei denen man abgehen kann, Ein Refrain wo jeder mitsingen kann, und ein Panflöten/Percussion solo das einen Wegfetzt.

08 WENN ERDREICH BRICHT
Ein Melodisch etwas ruhig gehaltener Song, der mit tollen Gitarren-Einlagen einem ein Gefühl gibt wie ich es schon bei "DES SÄNGERS FLUCH" von Sagas hatte. Ebenfalls Top! Man kann ihn einfach nich beschreiben, anhören ist wohl ein muss um ihn, bzw das ganze Album, zu verstehen.

09 KURZES EPOS
Der Nachfolger von "MANA" :) So muss ein Album enden. Schöne Gitarrenparts - tolle Solos, wahnsinns Panflöten und Pad einlagen, schöne Xylophon und Keyboard melodien, das ganze Können von Equilibrium in einem Song!
Das Ende der Songs ist sehr ruhig, man hört den Wind rauschen, sanfte melodien und in der ferne hört man eine Panflöte die einem Tränen in die Augen treibt und ein Kitzeln im Nacken hervorruft :)

Was gibt es sonst noch zum Album zu sagen?
Der neue Drummer + Sänger haben auf jedenfall bewiesen dass sie es drauf haben !
VIELEN HERZLICHEN DANK AN EQUILIBRIUM, FÜR DIESES MEISTERWERK !!

Wie ein Freund von mir gerne sagt "They make my Life better" :)

PS.: Es muss schon etwas tolles sein wenn bei einem Album als erster Tag "Gänsehaut" vorgeschlagen wird ;)
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