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Kundenrezensionen

70
4,2 von 5 Sternen
The Incident
Format: Audio CDÄndern
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54 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Oktober 2009
Mit "The Incident" legen Porcupine Tree das stilistisch ausgereifteste Konzeptalbum ihrer bisherigen Laufbahn vor. Entgegen einem sich hartnäckig haltenden Gerücht, handelt es sich dabei NICHT um einen einzigen Longtrack, wohl aber um einen thematisch zusammenhängenden Songzyklus, bei dem sich einige der Stücke auch melodisch komplementieren. Die Idee hinter dem Album greift vermeintlich alltägliche Ereignisse (Incidents eben) auf, wie man sie nur zu häufig in den Nachrichten hört oder vielleicht sogar selbst schon beobachten konnte: Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang, das Treiben einer Sekten-Gemeinschaft irgendwo im mittleren Westen der USA, der Fund einer im Wasser treibenden Leiche. Der Clou: Dem Zuhörer wird dabei die Neutralität, die schützende Distanz geraubt, da all diese Dinge aus der Sicht einer jeweils unmittelbar betroffenen Person geschildert werden.

Der Sound von "The Incident" entpuppt sich als abwechslungsreiches Fazit aus knapp 15 Jahren bisherigen Schaffens (ich zähle ab Signify): Die Härte und Düsternis jüngerer Alben finden sich hier ebenso, wie auch die elegischen und psychedelischen Elemente älterer Scheiben. Die Band erfindet sich also keineswegs neu, aber muss sie das denn mit jedem Album? Die Qualität der Songs hat jedenfalls nicht darunter gelitten, und einige Tracks sind auch losgelöst vom Rest schön anzuhören. So etwa der aggressiv-rockige Ohrwurm "Blind House", der unheilschwangere Titelsong "The Incident", der ab dem zweiten Drittel eine unerwartete und herzzerreißend schöne Metamorphose durchmacht, oder das wunderbar leichte und grandios melancholische "Time Flies". Darüberhinaus finden sich auf der Scheibe auch viele kürzere Tracks (etwa 1:30 bis 2:30 min), die für sich genommen wenig bemerkenswert und nach halbfertigen Lückenfüllern klingen. Erst im weiteren Kontext des Albums entfalten diese "Songschnippsel" ihre volle Wirkung; als herausragendes Beispiel sei hier "The Seance" und "Circle of Manias" erwähnt, die sich mit "Octane Twisted" zu einem gänsehauterzeugenden Erlebnis ergänzen -- immer vorausgesetzt, man lässt sich auf das zugrundeliegende Konzept ein und beschäftigt sich auch einmal damit, worum es in den Songs eigentlich geht. (Wohl dem, der sich zur rechten Zeit über Rhino Records die limitierte Edition des Albums gesichert hat, samt 116-seitigen Hardcover-Bildband mit begleitendem Fotomaterial -- war die Kohle allemal wert ;-)).

Die zweite CD stellt mit vier großartigen Tracks mehr als nur eine nette Beigabe dar: Der Opener "Flicker" breitet mit seinen entspannt dahin rollenden Beats einen akustischen Teppich aus, in den man sich am Liebsten einwickeln möchte, um so den Tag zu verträumen. Ein unheilvoll gezupfter Bass und bedrohlich geflüsterte Lyrics kennzeichnen den zweiten Track "Bonnie the Cat", und schlagartig ist es vorbei mit der Gemütlichkeit. Wenigstens bis mit "Black Dahlia" wieder etwas Tempo und Härte rausgenommen und statt dessen gepflegte Melancholie verbreitet wird. Und schließlich noch die wohl schönste Art einen Schlußstrich zu ziehen (pun intended): Das grandiose "Remember Me Lover". Es macht einfach Spaß diesen Jungs beim Spielen ihrer Instrumente zuzuhören -- bedauerlicherweise keine Voraussetzung, um in der Musikbranche Erfolg zu haben. Jedenfalls könnten die Heerscharen heutiger Möchtegern-Trommler von Gavin Harrison lernen, dass ihr Drum Set noch ein wenig mehr hergibt als BUM-TSCHING-BUM-TSCHING oder (die Wagemutigen) BUM-BUM-TSCHING. Aber ich schweife ab...

"The Incident" ist gewiss kein leichtes Album: Es möchte ganz allmählich erforscht und erobert werden, bevor es sein volles Potential entfaltet, und bestimmt nicht jeder kann oder will sich die Zeit dafür nehmen. Speziell die oben erwähnten "Songschnippsel" sind ein Stück weit auch Geschmackssache. Für mich aber ist die Platte Bestätigung für den Ausnahmestatus dieser Band, die einfach konkurrenzlos schönen, melodischen Prog-Rock spielt, der sich simpler Kategorisierung widersetzt.
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47 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Diese Zeile singt Steven Wilson über sich selbst auf The incident. Dieses Geburtsjahr ist damit nicht nur irgendeine Zahl, sondern durch das genannte Beatles-Album quasi die Geburtsstunde Album orientierter Rockmusik im Allgemeinen und des Konzeptalbums im Speziellen. Und in dieser Tradition ist The incident nicht nur der Name des neuen Porcupine Tree-Albums, sondern zugleich der Name des knapp 56-minütigen Herzstücks des neuen Machwerks. Ein einzelner Song, aufgeteilt in 14 Akte. Aus diesem Grund wird The incident auch auf zwei Silberscheiben ausgeliefert. Auf CD Nr. 1 findet sich das Kernstück, während die restlichen vier Titel mehr oder weniger schmückendes Beiwerk sind.

Obwohl es sich bei den ersten vierzehn Stücken um ein zusammengehöriges Werk handelt, sind die einzelnen Teile doch mehr lose verknüpft und folgen keiner durchgehenden Geschichte. Vielmehr greift Steven Wilson hier wieder seine düstere Weltsicht auf und schildert verschiedene Vorfälle (engl. Incidents) aus der Ich-Perspektive; z.B. über die Evakuierung weiblicher Jugendlicher von einem religiösen Kult in Texas, eine Familie die ihre Nachbarn terrorisiert, einen toten Körper, der in einem Fischernetz treibend gefunden wurde oder bei "Time flies" auch ganz persönlich über sich selbst, was er mit dieser Direktheit noch nie tat. Ähnlich wie die erzählten, unterschiedlichen Geschichten klingen auch die einzelnen Songs sehr variantenreich und folgen keiner durchgehenden Linie, selbst wenn sie immer wieder ineinander fließen. Die Umsetzung eines derartigen musikalischen Konzepts hätte man sich vielleicht ein wenig anders vorgestellt. Denn eine derart einnehmende Atmosphäre wie bei Fear of a blank planet fehlt dem Album damit komischerweise.

So ist es auch nicht immer ganz leicht der Reise von The incident zu folgen. Überhaupt klang kein Porcupine Tree-Album in den letzten Jahren so sperrig - aber auch selten so bunt. Von kurzen Singer-Songwriter-Fragmenten, über Math Rock-Ausbrüchen, schwebenden Passagen in Pink Floyd-Manier und einfach schönen melodischen Passagen findet man so einiges vor. Dabei wagt Steven Wilson auch einen Blick weit zurück in seine Vergangenheit. Schon lange war er nicht mehr so dicht an Alben wie Up the downstair oder Signify dran. Das wunderbare und überlange "Time flies" wirkt gar wie ein unerwarteter Nachfolger von "Stars die". Aber auch die bekannte Atmosphäre von Stupid dream und Lightbulb sun feiert immer wieder ihre Auferstehung. Von einem reinen Retrotrip ist das Album allerdings noch weit entfernt und spätestens bei den Meshuggah-artigen Metalriffs von "Circle of manias" fühlt man sich voll und ganz ins Jetzt versetzt.

Während viele der kurzen Stücke als einzelne Songs nur wenig Wirkung entfalten, wirken sie nach mehrmaligem Hören immer schlüssiger und man kommt langsam hinter das Geheimnis des Albums. Dem gegenüber stehen auch Stücke wie das mit seinen metallischen Akkorden an In absentia erinnernde "The blind house", das bereits genannte "Time flies", das maschinelle "The incident", das mit einem ansteckenden Refrain versehene "Drawing the line" oder das fast kindlich gesungene und recht floydige "I drive the hearse", die auch ohne Drumherum ihre Wirkung entfalten. Die zweite CD wirkt ohne das angelegte Korsett wie eine gratis beiliegende EP oder eine Art Entschuldigung dafür, dass man den Hörer so lange auf die Folter spannte. Aber trotz allem sind "Flicker" (Crosby, Stills, Nash & Young meets Psychedelic), "Bonnie the cat" (roboterhaft, kalt und industriell), "Black dahlia" (eine auf angenehme Weise monotone und unspektakuläre Ballade) und "Remember me lover" (mit ein bisschen Dramatik und all dem Guten was diese Band ausmacht) allesamt gute Songs, die man nicht missen möchte.

Wie ist The incident nun um Ende zu beurteilen? Ein Fazit zu diesem Brocken ist hier alles andere als einfach zu ziehen und wohl erst mit gewissem Abstand möglich. Wer sich auf ein weiteres songorientiertes Album gefreut hat wird vielleicht etwas enttäuscht sein, ebenso derjenige welcher auf ein hypnotisches Stück Musik oder eine Rückkehr zu pop-rockiger Eleganz gewartet hat. Porcupine Tree gehen wieder einen anderen Weg, einen schwierigeren, aber einen nicht weniger faszinierenden. Dabei ist The incident ähnlich mutig wie Steven Wilsons Soloalbum Insurgentes und verbindet Härte und Gefühl so gut, wie wahrscheinlich noch kein Album vor ihm.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
The Incident - oder zu Deutsch - Zwischenfall oder Vorfall - betitelt Steven Wilson dieses Mal sein Album, bei dem es sich alles andere als nur um einen Zwischenfall handelt. Nachdem mich - Fear Of The Blank Planet - schon restlos überzeugte, und das Musikgenie zwischenzeitlich mit - Schoolyard Ghosts - zusammen mit no-man eine abermals großartige Scheibe veröffentlichte, und ebenfalls nur wenige Monate zuvor mit - Insurgentes - auch ein bärenstarkes Soloalbum herausbrachte, das ich jedem - Porcupine-Tree-Liebhaber - nur wärmstens ans Herz legen kann, schafft es Steven Wilson mit - The Incident - abermals ein Album, oder besser gesagt ein Musikstück in 14 Teilen vorzulegen, das keine Wünsche offen lässt.

Ungewohnt kurze, mal harte mal samtweiche Titel, wechseln sich ab und machen diese CD zu einem sehr kurzlebigen Trip durch alle Fassetten - Porcupine Trees - wobei dieses Mal auch sehr viel tiefe Bassläufe aus den Boxen brummen, die einem bei einer bestimmten Lautstärke durch Mark und Bein gehen. Herzstück des Albums ist für mich ohne Zweifel das absolut fantastische, fast 12-minütige Stück - Time Flies - das mit seiner anfänglichen Atmosphäre ein bisschen an - Dogs - Pink Floyd - erinnert, aber wenig später eine völlig eigene Dynamik erfährt, und sich zu einem Riesensong entwickelt, nämlich dann, wenn der Basspart einsetzt. Time Flies - ist für mich, neben den vielen großartigen Titeln, die Steven in seiner Karriere geschrieben hat, einer der allerbesten Songs.

Neben dem Konzeptalbum gibt es noch eine knapp 20-minütige Bonus-CD mit vier ebenfalls sehr hörenswerten Musiktiteln, die aber in eine völlig andere Richtung tendieren, als die Titel von - The Incident. Fazit: The Incident - ist kein Zwischenfall, sondern das Album ist ein großartiger Vorfall.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 13. Mai 2015
Als Steven Wilson nach eigener Aussage an einer Unfallstelle vorbei kam und ihm eine entsprechende Absperrung mit dem Schriftzug "Incident" ins Blickfeld flatterte,war das Thema für dieses neue Porcupine Tree-Album geboren.
"The Incident" erschien 2009 und stellt eine lose zusammenhängende,ineinander verwobene Auswahl von Tracks dar,jedoch keinen unterteilten Longtrack.
Thematisch beschäftigt sich Wilson mit der Frage,wie Großereignisse,wie Tod,Geburt,sexueller Mißbrauch,Unfälle in das Leben der betroffenen Menschen eingreifen.
Das Konzeptalbum bietet insgesamt,zählt man das ausgelagerte,auf der Bonus-CD/Platte enthaltene Material mit,fast 75 Minuten spannende,abwechslungsreiche Musik,die mal dem Prog-,dann dem New Art-Rock,auch Alternative-Rock und manch anderem zugeordnet wird.
Die Musik ist vielschichtig,spricht unterschiedliche Gefühlsebenen und Emotionen an.
Im Progressive-Rock-Magazin "Eclipsed" wurde es zum Album des Jahres gekürt,auch sonst gab es praktisch nur Lob.
Die Band,in der Mastermind,Sänger,Gitarrist und Keyboarder Steven Wilson wie gewohnt fast die gesamte Musik schrieb,bestand auch hier wieder aus den bewährten Colin Edwin (Baßgitarre,Double Baß),Richard Barbieri (Synthesizer,Keyboard) und Gavin Harrison (Drums,Percussion).
Die vier Tracks der zweiten CD entstanden im gleichen Zeitraum,passen aber lt.Wilson nicht ins Konzept.
Die musikalische Grundausrichtung und Wirkung erinnert stark an die zuletzt veröffentlichten Alben der Band.
Auch hier gibt es metallische,krachende Riffs,wirkt die Musik direkter,teils härter,als die auf älteren Alben.
Trotz einiger Noise-Elemente,düster-melancholischer Ansprache,wirkt "The Incident" frisch und melodisch.
Manche Strukturen wirken verschachtelt,allzu komplex ist die Musik aber nicht angelegt,obwohl sich einiges erst nach mehreren Hördurchläufen voll erschließt.
Hypnotische Gitarren-Parts,psychedelische Momente,gefühlvolle Keyboardflächen verfehlen ihre angestrebte Wirkung nicht.
Mal entsteht eine lockere,dann sentimental anmutende,dann wieder angriffslustige Stimmung.
Während ältere Porcupine Tree-Alben das Genuß-Empfinden des Hörers geschickt umkreisten,um dieses dann,zu keinem Widerstand mehr fähig,ohne Gegenwehr überwältigten,setzt "The Incident",ebenso,wie die Vorgänger "Fear Of A Blank Planet" und "Deadwing" (streckenweise,aber nicht immer!) auf Frontalangriff.
Trotz der härteren,direkteren Gangart gibt es selbstverständlich auch wieder subtil wirkende Feinheiten zu entdecken;das Songwriting und die musikalische Umsetzung befinden sich auf hohem Niveau und dennoch habe ich beim Hören das Gefühl,daß Wilson mit seinen Musikern hier in einer Sackgasse gelandet ist.
Es sind viele Ähnlichkeiten zu den Vorgängern auszumachen,was mich nicht unbedingt stört,für einen Visionär wie Wilson aber vielleicht der Grund ist,warum das Projekt Porcupine Tree derzeit ruht und er sich auf seine Solo-Alben konzentriert.
Mit "The Incident" hat Wilson mal wieder ein hochinteressantes Rock-Album geschaffen,das er selbst zu seinen besten zählt.
Ganz vorn im Backkatalog sehe ich da zwar andere Scheiben von ihm,das ändert aber nichts an der Qualität von "The Incident",da Wilson schon so manches Meisterwerk zu verantworten hat

Wie üblich gibt es eine große Anzahl von Veröffentlichungen des Albums..
Die Klangqualität sämtlicher angebotener Tonträger ist gut,was auf eine gute Aufnahme schließen läßt.
Sämtliche Mixe wurden von SW selbst durchgeführt,auch der 5.1 Surround-Mix.
Das Mastering für CD und Audio-DVD (High Res Stereo) wurde von Jon Astley erarbeitet.
Für das Mastering der Surround-Version war Darcy Proper verantwortlich.
In den USA erschien eine reine Audio-DVD mit zwei hochauflösenden Stereo-Versionen (24 Bit/48 KHz und 24/96) und einer Surround-Version im DTS 5.1 Standard (24/48).Dazu gibt es eine Photo-Galerie,einen TV-Spot und einen Video-Film.
Eine japanische High Quality CD-Version ließ natürlich auch nicht lange auf sich warten.
Von Tonefloat gab/gibt es verschiedene Doppel-Vinyl-Editions,auch limitiert mit schönem Artwork.
Eine CD-Version mit DVD (Surround+hochauflösendes Stereo) gab es auch.
Wer auf Surround,Vinyl,höhere Auflösung und Sammler-Editions mit Buch etc keinen Wert legt,ist mit der Doppel-CD gut bedient.
Auf keinen Fall empfehle ich die seit 2010 erhältliche Einzel-CD,da die vier Extra-Tracks der zweiten CD lohnend sind.
Die Surround-Abmischung gilt als extrem gelungen,war für einen Grammy nominiert.
Ob die Stereo-Spur der Audio-DVD besser klingt,als die CD,weiß ich nicht,es ist aber davon auszugehen.
Ich bevorzuge den Klang (gegenüber CD) der Vinyl-Scheiben.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. Dezember 2010
'The Incident' ist für mich ein Titel, den man an sich nicht in den einzelnen Abschnitten bewerten kann, sondern nur als Komplettwerk betrachten sollte. Ein roter Faden zieht sich durch das Stück, verschiedene musikalische Themen werden wiederholt und verwandelt und die 14 Teile hängen nahtlos aneinander. Während die kürzeren Stücke (das Intro 'Occam's Razor', 'Great Expectations', 'Kneel and Disconnect', ' Your Unpleasant Family', 'The Yellow Windows of the Evening Train', 'Degree Zero of Liberty', 'The Séance' und das geniale, an Meshuggah angelegte 'Circle of Manias') eher als Verbindungspassagen diehnen - die trotzdem alle mit einer großen Genialität auftreten - sind die längeren Stücke ganz klar die Herzmomente des Albums ('The Blind House', Drawing the Line', 'The Incident', das wunderschöne 'Time Flies', 'Octane Twistet' und das depressiv schöne Abschlussstück 'I Drive the Hearse').
Für mich der größte Moment des Albums ist zum einen 'Time Flies', das durch einen großartigen Songaufbau und eine wunderbare Atmosphäre besticht, das kurze 'Circle of Manias' (genialer Prog Metal!) und - vor allem, wenn man sich das Album vorher am Stück angehört hat - der Abschluss des Albums 'I Drive the Hearse'. Es ist wirklich erstaunlich, wie Steven Wilson es schafft, einen solch depressiven Titel so schön erscheinen zu lassen. Grade unterm Kopfhörer sind die letzten 2 Minuten des Albums ein einziger Ohrenschmaus, bei dem zumindest ich komplett abschalten konnte und gefühlsmäßig zu schweben begann.
Die zweite CD wirkt zwar im Vergleich zum Titeltrack der ersten CD etwas blass, dennoch wird einem auch hier die pure Genialität geboten. Besonders 'Bonnie the Cat' hat es mir da angetan, fast durchweg getragen durch eines der wohl kompliziertesten Drumpatterns, dass ich je gehört habe.

Fazit: Traurig, wunderschön, depressiv, hart - 'The Incident' hat alles, was sich der Prog-Fan nur wünschen kann. Wenn man nichts dagegen hat, dass wenig fröhliche Melodien vorhanden sind, gilt hier die absolute Kaufempfehlung!
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. September 2009
Eigentlich wollte ich ein umfangreiches Review schreiben, um dem Album angemessen gerecht zu werden. Irgendwann saß ich aber einfach nur noch wie in Trance vor dem Bildschirm und habe den hypnotisch-schönen Klängen gelauscht, die da aus den Boxen drangen.
"The Incident" ist eindeutig das bisher ausgereifteste, geschlossenste, aber auch sperrigste Werk dieser fantastischen Band. Die ganz großen Melodien finden sich hier zwar nicht, aber dafür stellt das Album eine mehr als gelungene Symbiose der metallischen Schwere von "Fear of a blank planet" und dem Abwechslungsreichtum von "In Absentia" dar, wobei sich aus jeder Schaffensphase bestimmte Elemente auf "The Incident" wiederfinden lassen. Das Werk ist damit nicht zuletzt auch eine Zusammenfassung von mehr als 20 Jahren Porcupine Tree.
Herausragend ist meiner Meinung nach vor Allem das Trio "Great expectations", "Kneel and disconnect" und "Drawing the line". Man muss schon über verschwenderisch viel Kreativität verfügen, wenn man es sich leisten kann, tolle Ideen wie in "Great expectations" und "Kneel and disconnect" in nur zweiminütigen Songs unterzubringen. Ebenfalls großartig ist das finale "I drive the hearse". Gesangsharmonien zum Niederknien! Oder auch "Time flies", das sich in der Mitte zu einem bitterkalten Prog-Monolithen emporhebt.
Doch eigentlich verbietet es sich, Einzelsongs aus "The Incident" hevorzuheben, denn das Album funktioniert nur als Ganzes, schließlich handelt es sich um einen 55minütigen Longtrack, in dem alles im Fluss ist und alles ineinander übergeht.
Im Gegensatz dazu ist die beiliegende EP eine lose Ansammlung selbstständiger Songs. Natürlich haben alle die gewohnte Klasse, aber "Remember me lover" ist eindeutig das Highlight. Schade nur, dass der Song nicht ohne Metal-Riffs auskommt. Als lupenreine Ballade hätte er meines Erachtens besser funktioniert.
Für mich persönlich ist Porcupine Tree die Band meines Lebens. Kennengelernt habe ich sie mit "In Absentia", wobei "The sound of muzak" mein erster jemals gehörter Song war (quasi mein Incident...). Seitdem finde ich mich in jedem Wort und in jeder Note zu 100% wieder.
"The Incident" bildet da keine Ausnahme. Es fehlt zwar ein Übersong im Stile eines "Arriving somewhere...", "Anesthetize" oder "Trains", doch dafür stellt das Album eine Entdeckungsreise sondergleichen dar. Ständig findet man Neues, entfalten bekannte Momente neues Potenzial und erschließt sich der gesamte Vorfall nach und nach. Abschließend beurteilen kann man das Album wahrscheinlich erst im nächsten Jahr.
Porcupine Tree musizieren seit inzwischen 6 von insgesamt 10 Studioalben auf schwindelerregend hohem Niveau, entwickeln sich permanent weiter und scheinen immernoch nicht mit ihrem Latein am Ende zu sein. Vielleicht sind Steven Wilson & Co. (noch?) nicht die "wichtigste Rockband der Neuzeit" (das meint zumindest das Fachmagazin Ecplised), aber definitiv die interessanteste, kreativste, vielseitigste und qualitativ konstanteste.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
In einer der bereits verfassten Rezensionen schrieb jemand, dass "The Incident" kein einfaches Album ist und dass man sich dieses Album durch mehrmaliges Durchhören "erarbeiten" müsse. So erging es auch mir, nachdem ich es mir nach seinem Erscheinen im Jahre 2009 sofort angeschafft habe. Erst jetzt, und nach dem Kauf von "Octane Twisted" äußere ich mich zu "The Incident". Nun habe ich diese Doppel-CD nicht permanent vier Jahre durchgehört. Aber immer mal wieder ließ ich es laufen und schwankte in meiner Einschätzung immer zwischen einem anerkennenden Naja und einem begeisternden Genial. Jetzt bin ich mir aber endlich sicher: "The Incident" ist ein durchgängig sehr, sehr gutes Album. Knallige, rockige Stücke befinden sich in einem wohl dosierten Wechsel mit ruhigen Songs. Diese Einschätzung spiegelt sich sofort zu Beginn des Albums mit "The Blind House" wieder. Dieser Song ist schon ein echter Genuss. Mein Lieblingsstück aus diesem Konzeptalbum ist aber "Drawing The Line". Einfach traumhaft! "Time Flies" ist natürlich ein wahrer Kracher. Hier lässt Pink Floyd tatsächlich mal wieder musikalisch grüßen. "Octane Twisted" ist wieder von Stimmungswechseln geprägt. Besondere Schmankerl mit den Songs "The Flicker" und "Remember Me Lover" befinden sich auf der zweiten CD. Deshalb lohnt sich auch der Erwerb der Doppel-CD.
Es hat, wie bereits erwähnt, einige Zeit gedauert bis ich mich so eindeutig positiv für dieses Album aussprechen konnte. Ich schließe mich deshalb gerne den Fünfer-Bewertungen an.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. August 2013
...denn bekanntlich sind alle limited Editions aus Wilson Händen ziemlich schnell vergriffen und dann nur noch zu extremen Preisen von irgendwelchen privaten Händlern zu bekommen, welche gleich 100 Stück gekauft haben und sich jetzt durch eine 300% Preissteigerung eine goldene Nase verdienen wollen.
Alles nicht im Sinne des Künstlers/der Künstler.

Jetzt zum Wesentlichen:
Beschreibung der Box Set Edition stimmt voll und ganz (116 Seiten Hardback Book mit Photoserien (Fotograf: Lasse Hoile) und Texten zu den Songs, 40 Seiten Heft mit Malerein von Hajo Mueller, 2CD's (Doppelalbum) und 1 Bluray-Disc. Alles ist in einer stabilen Hülle eingeschoben (29,5X31cm).

Musik und Qualität:
Wie auch alle anderen Scheiben die durch die Hände von Steven Wilson wanderten ist auch Diese eine perfekte Referenzscheibe - klanglich ein Hochgenuss, extrem gute Kompositionen und perfect abgemischt. Diese Perfektion in Sachen Klang und Mastering kann man schon auf einer "schlechten" Anlage/CD-Spieler hören. Mit einer Mittelklasse- oder Highendanlage kommt dann noch mehr Freude auf. Ich hab diese Scheibe als Referenz-CD für die Auswahl meiner neuen Boxen (Nubert: Nuline-Serie) genommen.

Artbook etc.:
Es ist eine Freude der Musik zu lauschen und nebenbei in aller Ruhe im Buch zu blättern. Über den Inhalt verliere ich bewusst kein Wort, denn jeder muss die Erfahrung selbst machen und es soll ja für Jeden eine ganz persönliche Premiere werden. Wer jedoch unbedingt vorher mehr über den Inhalt wissen möchte kann sich auf diversen Internetseiten Videos anschauen, in denen jemand seine Box-Edition auspackt.

Achtung:
Diese Musik fordert sich Zeit ein und Diese sollte man ihr auch unbedingt geben. Also, nicht einfach nur nebenbei hören und danach beurteilen - sondern einfach mal den Alltagsstress ignorieren und ruhig mal etwas liegen lassen und stattdessen die CD einlegen, zurücklehnen und einfach nur dieser Musik folgen. Es lohnt sich definitiv!!!
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am 2. Oktober 2009
als langjähriger Fan von Porcupine Tree bin ich sicher nicht unbefangen. Eine wirklich schlechte Platte ist mir von denen entsprechend auch noch nicht untergekommen. Insofern bleibt mir höchstens noch zu beschreiben, wie sich The Incident in die Reihe der bisherigen PT Platten einfügt : Steven Wilson selbst sagt, dass es sich mehr oder weniger um eine zufällige Aneinanderreihung von Songschnipseln handelt, die inhaltlich (das betrifft sowohl Text als auch musikalische Stimmung) von einschneidenden Ereignissen erzählen, nach denen das Leben nie wieder so sein wird wie vorher. Dieses Vorhaben ist Steven Wilson und seinen Mannen meiner Meinung nach sehr gut geglückt. Die musikalische Gangart dabei auf einen oder wenige Aspekte beschränken zu wollen, wäre ein hoffnungsloses Unterfangen, da dieses Album wie auch schon einige Vorgängeralben zwischen Stilrichtungen und musikalischen Stimmungen nach Belieben hin- und herspringt. Dies geschieht teilweise sehr gefühlvoll und allmählich, teilweise aber auch abrupt und kontrastreich. Es plätschern die Keyboardteppiche, es stampfen der Industrialbeats, es schmeichelt Wilsons Kopfstimme, es brettern die Riffs, die wunderschönen Melodien reißen dich mit, es bohren sich die Texte zwischen die Hirnwindungen - kurzum es ist ein Feuerwerk der neoprogressiven aber auch stellenweise hintergründig düsternen musikalischen Handwerkskunst, für die Porcupine Tree mittlerweile auch bei Nichtfans sich einen wohlverdienten Namen und Platz in der Hall of Fame des Progrock erspielt haben.
Nach etwa 30 Durchgängen nutzt sich das Album in keinster Weise ab. Vielmehr präsentiert es sich bei jedem weiteren Durchgang in neuen Facetten und demonstriert so auf eindrucksvolle Weise, auf welchem musikalischen Niveau diese Band Musik produziert : nichts geringeres als ein (weiteres) MEISTERWERK und einen Höhepunkt des musikalischen Schaffens von Steven Wilson, Richard Barbieri, Colin Edwin und Gavin Harrison halten wir in unseren Händen.
Anspieltipps : The Blind House, Great Expectations, Kneel and Disconnect (Tracks 2-4)

Gesamtwertung : 13/15
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am 3. November 2009
Wie schon beim Vorgänger "Fear of a blank planet" ist es mir auch mit "The Incident" passiert, dass ich die CD anfangs eher nicht so spannend fand, aber mit einigem Abstand zu einer völlig anderen Beurteilung komme. Zwar hat es ca. 20 Hördurchläufe bedurft, bis die Raupe zum Schmetterling wurde, aber die Geduld hat sich gelohnt. Ernsthafte Künstler haben es ja generell gern, wenn man sich intensiv mit ihrem Schaffen auseinandersetzt. Ich habe das Gefühl, Porcupine Tree bzw. Steven Wilson verlangen das gerade zu, indem man immer ein wenig gegen die Erwartungen der Fans produziert. Das ist zwar ein schmaler Grat, der auch durchaus als provokativ und arrogant empfunden werden kann, aber solange letztlich doch solche Klasse dahinter steht, lasse ich mir das gerne gefallen (soviel Geduld schenke ich eigentlich keiner anderen Band). Ich frage mich nur, ob bzw. wie man solchen Effekt (scheint ja mehreren mit PT so zu gehen) planen kann. SW Wunderkind. Wird mir langsam unheimlich der Typ...
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