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285 von 305 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bei diesem Preis gibt es nichts zu meckern...
Eher zufällig stieß ich auf diesen Kopfhörer und die Diskrepanzen von Gut bis Böse, die man hier in den Rezensionen liest, haben mich so neugierig gemacht, dass ich mir einfach ein eigenes Urteil bilden wollte. Gleich vorweg, einige 5-Sterne-Rezensionen schienen mir auch zu übertrieben, aber bei einigen negativen fiel mir auf, dass so mancher...
Veröffentlicht am 3. August 2012 von Stephan M.

versus
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Guter Kopfhörer ... ABER ...
Nach über einem Jahr Benutzung ...
Klang ist super...
Nicht so Baselastig wie die Beats die ich vorher hatte.
Detailreich in allen Bereichen.
Das Kabel ist für meinen Geschmack zu dünn und nicht wertig.
wären aber alles noch 5 Sterne.

Zwei Negativpunkte gibt es:

1) Bei dem Preis erwarte ich für Reisen...
Vor 9 Monaten von Christian Teufel veröffentlicht


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285 von 305 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bei diesem Preis gibt es nichts zu meckern..., 3. August 2012
Von 
Stephan M. "Stephan M." (Landkreis Marburg-Biedenkopf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: B&W P5 HiFi-Kopfhörer (MFi-Anschlusskabel für iPod und iPhone) Metall/Echtleder schwarz (Elektronik)
Eher zufällig stieß ich auf diesen Kopfhörer und die Diskrepanzen von Gut bis Böse, die man hier in den Rezensionen liest, haben mich so neugierig gemacht, dass ich mir einfach ein eigenes Urteil bilden wollte. Gleich vorweg, einige 5-Sterne-Rezensionen schienen mir auch zu übertrieben, aber bei einigen negativen fiel mir auf, dass so mancher Rezensent offenbar andere Erwartungen an den Kopfhörer stellte. Vergleich: Ich kaufe mir einen Porsche 911 und gebe 2 Sterne, weil mir das Fahrwerk zu hart ist.

Nun, nach längerer Benutzung, Einspielzeit und Anschluss verschiedenster Audiogeräte ist es Zeit, meine Rezension zu überarbeiten. Als Fazit sehe ich im P5 nach wie vor einen guten Kopfhörer. Die verschiedensten Aburteilungen in diversen Foren, die entgegen der Fachpresse stehen (was mich nicht wundert), habe ich versucht, nachzuvollziehen. Leider schreibt jeder nur, er klingt verwaschen und matschig, häufig ohne Begründung oder wenigstens mal die Angabe, was er davor gehangen hat. Klar, mit MP3 klingt er verwaschen, dazu ist er einfach zu präzise. Am iPod klingt er das auch, dazu ist die Verstärkerstufe nicht genau genug. Unterschiede zwischen iPhone 4S und 5 klingen wie Tag und Nacht. Manche testen ihn an absolut kräftigen High-End-Kopfhörerverstärkern. Wahrscheinlich ziehen diese Leute auch auf einen Fiat Punto 205er Breitreifen für hohe Geschwindigkeiten, keine Ahnung. Ich möchte nicht in Abrede stellen, dass es in dieser Preisklasse vielleicht bessere Kopfhörer gibt. Aber man sollte den P5 mit optimalen Voraussetzungen vergleichen. Auch auffällig ist, dass Kopfhörer-Abgeneigte, die eher auf Lautsprecher setzen, den P5 und P7 im Gegensatz zu allen Kopfhörern bevorzugen, es gibt also ein wirklich kontroverses Meinungsbild. Ganz unten folgt das Update.

Meine Voraussetzungen:
Ich verfüge über ein doch recht gutes Gehör. Resultierend aus meiner Sehbehinderung und der Tatsache, dass ich sowohl mit Instrumenten, als auch mit Studiotechnik aktiv umgehen kann. So fühle ich mich hinter einem Mischpult, vor einem Instrument oder dem Mikrofon, als auch vor einem Lautsprecher oder unter einem Kopfhörer zuhause. Sprich Ich weiß, wie Instrumente klingen, wie Musik entsteht und klingen muss. Ich verteufele MP3 nicht unbedingt, gehöre aber auch zu denen, die jahrelang eine Nautilus besitzen und ihre Anlage an einem separaten Stromkreis betreiben, unterwegs es aber auch durchaus reicht, mit Handy, 80 kbps MP3 und einem Koss Porta Pro die Zugfahrt zu überbrücken. Entgegen machen mich YouTube-Videos auf meiner Hifi-Anlage aggressiv, denn das klingt wirklich überaus matschig.

Es gibt abgestimmte Kopfhörer und Lautsprecher, die speziellen Kundenkreisen vorteilhafter erscheinen. Bass- und Höhenahhebung, wie sie bei Bose praktiziert werden, mögen vielen gefallen (mir allerdings gar nicht). Das sind aber nicht diejenigen, die Neutrlität und Präzision den Vorzug geben. Diese Zielgruppe braucht gar nicht weiterlesen und sollte den deutlich günstigeren Koss Porta Pro oder den deutlich besseren Teufel Aureol bevorzugen. Klar ist auch, dass es vom Prinzip egal ist, ob gute Musik über einen Hi- oder Lo-Fi-Hörer gehört wird, die Musik wird man immer gleich mögen. und da passt sich mitunter das Gehör auch an, auch isst das Auge gelegentlich mit. Aber der "Gänsehaut-Effekt" kann nur dann auftreten, wenn die Musik so direkt an das Gehör gelangt, als würde man selbst in einem schalltoten Raum bei der Abmischung beiwohnen. Die Frage war für mich, ob das so ein Kopfhörer leisten kann.

Testumfeld:
Meine etwas übertriebene Referenz sind hier neben meinen Nautilus-Lautsprechern der Sennheiser HD 800 an einem Lehmannaudio Linear Kopfhörerverstärker, der mit hochwertiger, digitaler Musik (CD-Qualität und High-Resolution Audio) über den USB-Eingang befüttert wird. Da eine Fachzeitschrift den P5 in der Bestenliste unweit vom HD 800 platzierte, könnte dieser Vergleich gerechtfertigt sein, auch wenn ich auf Testurteile nichts gebe. Da der Lehmannaudio vielleicht etwas zu kraftvoll für diesen niedrig ohmigen Kopfhörer ist, soll mein Colorfly C4 Pro als Zuspieler herhalten, der auch mühelos und in traumhafter Qualität den HD 800 antreibt. Als Musik wählte ich die Referenz-CDs für den HD 800 von Stockfisch, sowie weitere Musikstücke, auf die ich unten noch eingehen werde. Bei 26 Ohm wählte ich beim Colorfly den Eingang für niederohmige Kopfhörer und zog zudem noch den Koss Porta Pro hinzu, den ich seit 15 Jahren gerne unterwegs nutzte. Des Weiteren, aber nicht ausschlaggebend, ist ein Technics DJ-Kopfhörer, den ich zum Abmischen meiner Audio-Produktionen verwende.

Zum P5:
Es wurde hier viel geschrieben, wobei Tragekomfort und auch Verarbeitungsqualität sicher subjektiv sind. Meiner Ansicht nach trägt sich der Hörer über längere Zeit gut, der Memory-Schaum passt sich wohl mit der Zeit wirklich an. Etwas ungewöhnlich ist die komplette Leder-Umspannung der Muschel, die auf den Ohren liegt und theoretisch dafür sorgen müsste, dass der Schall nicht ganz unmittelbar von der Membran zum Ohr geleitet wird, da jede Bespannung zumindest theoretisch (genau wie ein Mikrofonwindschutz) filtern könnte. Aber mein Test beruhte auf dem Kopfhörer in seiner Gesamtheit, zerlegen wollte ich ihn eigentlich nicht. ;) Wie manch Rezensent schrieb, ist das Verbindungskabel recht dünn gehalten. Warum man nicht wenigstens das Klinkenkabel in hochwertiger Qualität beiliegt, bleibt mir ein Rätsel, zumal das Verbindungskabel zwischen den Hörern selbst sogar stoffummantelt ist und hochwertiger wirkt. Schön ist das kleine Seitenfach in der Tasche, in welcher das iPod-Kabel und der 6,3mm-Adapter passt. Apropos iPod, den habe ich nämlich nicht getestet, da dieser vom Wandler - egal ob iPhone oder iPod Classic - zu minderwertig ist und der Dynamikbereich der Verstärkerchen eher unterdurchschnittlich ist (am HD 800 nachvollzogen). Wenn dieser Kopfhörer High-End sein soll, sollte man also die gesamte Zuspielerkette auch in entsprechender Qualität belassen. Da ändert auch nichts dran, dass B&W die Apple-User als primäre Zielgruppe zu sehen scheint.

Nun zum Klangvergleich:
Da ich mir sehr gut Höreindrücke bei gleicher Musik einprägen kann, reichte es aus, die selbe Voraussetzung zu nutzen, wie ich sie seit einigen Monaten mit em HD 800 gewohnt bin. Ganz simpel war es daher sinnig, die hochwertige Musik vom Colorfly einfach an den P5 zu übergeben. Gleiches habe ich mit dem Koss Porta Pro gemacht, wobei das Ziel war, den "Gänsehautfaktor", nicht die Klangfarbe alleine zu ermitteln. Wie oben beschrieben ist Musik Musik und egal, welche Abhöranlage man verwendet, das Gehör passt sich auch psychoakustisch entsprechend an. Daher kann man bei ständigem Hin und Her höchstens die Klangfarbe eines Hörers vergleichen, nicht aber, wie gut und intensiv man mit ihm tatsächlich Musik genießen kann.

Als ich dann durch meine diverse Musik blätterte, deren Stildichtungen alles umfasst, Klassik, Pop, Rock, Jazz, Electro, war ich dann doch ziemlich erstaunt, dass der "Gänsehaut-Faktor" bei Dire Straits Sultans Of Swing ebenso auftrat, wie bei Sara K.'s hervorragenden Gesangs- und Gitarrenkünste. Ich hätte diesem Hörer die Nähe zur Musik nicht so zugetraut.
Beim Koss Porta Pro beispielsweise, der sehr gut abgestimmt ist, spielt es keine Rolle, mit was man ihn füttert. er klingt am Colorfly bei gleicher Musik und sogar bei 24 Bit und 96 KHz gut, aber nicht nah. Das könnte man vergleichen, als schaut man einen HD-Film auf einem Fernseher mit PAL-Auflösung, bei dem das Bild zwar gut, aber nicht Full-HD aussieht. Der P5 entlockte dem Colorfly eine enorme Präzision und Luftigkeit. Mir ist beispielsweise nie aufgefallen, dass der Lead-Sänger von Clowns & Helden im Song Ich liebe dich einen so extremen Nahbesprechungseffekt verursacht, während er das Intro spricht. Das fiel mir nicht mal bei meinen Nautilus auf, als ich dieses Stück kürzlich hörte. Der HD 800 hätte den Sänger sicherlich ebenso gut enttarnt, aber dieses Stück habe ich mit diesem noch nicht gehört.

Da ein Rezensent dem Kopfhörer besonders bei Rock-Musik Unpräzision unterstellte, testete ich ihn mit einigen Stücken von I Blame Coco. Hierbei konnte ich nicht feststellen, dass er bei dichten Musikarrangements an Präzision verliert, im Gegenteil. Es war zwar nicht so, als hätte ich mir immer auf den Kopf gefasst, ob mir nicht doch nicht heimlich einer meinen HD 800 aufgesetzt hätte, aber mich erstaunte schon die gelieferte Präzision. Das hätte ich, anhand der negativen Rezensionen nicht ansatzweise erwartet.

Die Bühne:
Mit der Bühne bezeichnet man die Fähigkeit eines Kopfhörers oder auch Lautsprechers, wie sich geringste Unterschiede der Positionen von Stimmen und Instrumenten abzeichnen und wie dynamisch der Hörer die "Schärfentiefe" beherrscht. Dies könnte man mit Farb- und Schärfeverläufen in einem Foto vergleichen, wenn man beispielsweise einen Sonnenuntergang fotografiert und ermittelt, wie realistisch die Farbgebung aussieht und der Schärfeverlauf des entfernteren Wassers.
Man sollte allerdings bedenken (was viele nicht tun), dass bei Studioaufnahmen jedes Instrument einzeln (teils auch mit mehreren Mikrofonen) abgenommen, teilweise komprimiert und auch mit EQ angepasst, durch einen Effekt geleitet und zum Ganzen zusammen geführt wird. Hier kann man eigentlich nicht von Bühne sprechen, da es ja quasi keine gibt. Dennoch ist es möglich, die Instrumente voneinander abzugrenzen und z. B. zu hören, wie tief und weit man in den Halleffekt bei der Überlagerung der Instrumente hinein hören kann. Generell kann man zwar davon ausgehen, dass Studiomusik auch mit bestmöglichem Equipment gemischt wird, allerdings stelle ich fest, dass die Pop-Musik immer "billiger" wird, auch klanglich. Da geht es um schnellen Profit und es nimmt sich keiner mehr Zeit für saubere Ergebnisse, die solch ein Equipment natürlich auch ganz schnell enttarnt.
Oder anders: MP3 klingt auf einem Handy gut, auf einer High-End-Anlage um ein Vielfaches schlechter, da jede kleinste Nuance aufgedeckt wird (siehe Beispiel oben mit dem Fahrwerk).

P5 vs. Porta Pro:
Vergleiche ich den P5 mit dem Porta Pro, ist seine Bühne nicht überragend besser, das heißt: Wie es bei einem Kopfhörer ist, bei dem die Muscheln direkt auf dem Ohr liegen. Die Räumlichkeit im Sinne der Dynamik und Tiefe ist hingegen um ein Vielfaches deutlicher und lassen auch kleinste Nuancen hervortreten. Diese fehlen beim Porta Pro, der ansonsten stimmig klingt, vielleicht etwas "fruchtiger", während der P5 zwar neutral, aber abgestimmt auf die B&W-typischen Klangeigenschaften (etwas "herber") daher kommt. Wie ein Rezensent schrieb, er klingt irgendwie nicht nach Kopfhörer. Das ist kein Wunder, wenn man B&W auch im Lautsprecherbereich gewohnt ist. Hier erkennt man auch, dass Neutralität nicht immer neutral ist, der Porta Pro klingt jedenfalls etwas runder. Im Bass ist der P5 präziser, er kann bezogen auf den gesamten Frequenzbereich Tief und Hoch besser differenzieren. Beim Porta Pro stören zudem Vibrationen der Kunststoffhalter, die den Klang auch vor Allem bei höherer Lautstärke leicht verfärben und ihm etwas Differenzierung nehmen. Allerdings sollte klar sein: 25 Euro gegen 300 Euro, da kann B&W natürlich mehr Ingenieursleistung verbauen. Störende Schwingungen habe ich hier nicht festgestellt, was auch konstruktionsbedingt an dem Metallgehäuse und der geschlossenen Bauweise liegt. Diese benötigt für gleichen Schalldruck weniger Wirkungsgrad und bietet dem Gehör stets eine gleichbleibende Atmosphäre.

P5 vs. HD 800:
Meine Tests haben mich doch ziemlich überrascht, da der P5 dem HD 800 doch näher ist, als ich ihm zugetraut hätte. Somit hat man bei diesem Vergleich wohl wirklich nicht übertrieben. Bedenkt man zudem, dass der HD 800 über dreimal so teuer ist und zu den weltweit besten Kopfhörern zählt, ist das schon eine beachtliche Leistung für einen Hersteller, der eigentlich nie zuvor Kopfhörer baute. Leider war es mir nicht vergönnt, gleich teure Kopfhörer in diesem Bereich zu testen, aber den HD 650 hatte ich und dieser ist in manchen Punkten meines Erachtens nach dem P5 sogar unterlegen, nicht aber in der Natürlichkeit und Klangfärbung. Der HD 650 kommt in diesen Bereichen wiederum noch näher an den HD 800 heran, allerdings fehlt es ihm etwas an der Präzision (bedingt durch die einfache Bauweise). Was dem HD 800 zu Gute kommt, ist das deutlich hochwertigere Kabel (das alleine fast so viel, wie der P5 kostet) und die Tatsache, dass die Membranen schräg gestellt von Vorne auf das Ohr zeigen, wie der Abhörwinkel bei Lautsprechern. Hierbei wird der Schall anders zum Gehör geleitet und erreicht so eine optimierte Vorne-Ortung. Klar, dass dies der P5 mit seinen direkt aufliegenden Muscheln so nicht leisten kann, zumal die Treiber auch deutlich kleiner sind. Allerdings hat der HD 800 am Colorfly bislang weniger "Gänsehaut-Effekt" verursacht, wie der P5, dies tut er aber am Lehmannaudio Linear um so mehr. Ich denke, dass dies auch eher psychologisch begründet ist, da Trotz besserem Wandler dem Colorfly im Vergleich zum Linear etwas die Wärme fehlt. Würde ich den HD 800 ausschließlich am Colorfly betrieben haben, wäre die Gänsehaut sicher genauso gekommen, dessen bin ich mir sicher.

Technics DJ-Kopfhörer:
Geschlossen gegen geschlossen, dieser Vergleich muss sein. Die Technics DJ-Kopfhörer sind zwar neutral abgestimmt, jedoch mit starkem Bassfundament. Dies ist nicht präziser, aber steiler und erzeugt mehr Druck. Die Membranen sind größer als beim P5, so dass dies schon alleine dadurch in der Natur der Sache liegt. Aber im Hochtonbereich ist der Technics unterlegen. Zwar klar und hell, allerdings etwas zu klar. Für Electro, aber auch im Studio, ist dies zwar vorteilhaft, aber nicht unbedingt für akustische Musik. Man merkt schon den Preisunterschied von etwa 200 Euro. Der Technics macht seine Sache gut, wenn auch nicht so präzise und ausgewogen, wie der P5. Und er ist natürlich auch größer.

Fazit:
Der P5 ist nix für iPod-Hörer, die sollten vielleicht heer zum Porta Pro greifen. Unabhängig vom gelungenen Design erhält man ansonsten einen Kopfhörer, der mit den wenigen, tragbaren Hifi-Playern sicher gut zusammen spielen kann. Der iPod reizt ihn nicht aus, dafür bietet er zu wenig Präzision. Wer eher den Kopfhörer zuhause einsetzt, sollte unbedingt Grado oder Sennheiser in der Preisklasse in Erwägung ziehen. Ein HD 650 kostet etwas mehr, ist in manchen Punkten nicht so stark wie der P5, klingt aber dafür etwas offener.

Nachbemerkung:
Ich bin kein eingefleischter B&W-Fan, mich spricht Dynaudio eigentlich sogar mehr an. Nur da ich sehr lange die Nautilus nutze, bin ich den Klang inzwischen gewöhnt. Daher ist nicht auszuschließen, dass B&W-Neulinge (wie auch bei den PC-Lautsprechern) sich etwas an die spezifische Klangfärbung gewöhnen müssen (so hat jeder Hersteller seine speziellen Einfärbungen). Da helfen keine Messergebnisse sondern es ist die Frage wichtig, ob es passt oder nicht. Und dafür kann auch der Kopfhörer nichts, nur dieses Faktum fließt bei Lautsprechern und Kopfhörern viel zu sehr in die Bewertung mit ein. Beispiel: Ein Liebhaber von "Badewannen-sound" á la Bose wird den P5 nicht brauchen können.

Update:
Nun ist einige Zeit vergangen. Als High res Player gesellt sich hier nun auch ein Fiio X3 dazu und um diesen zu vergleichen, habe ich mich erneut intensiver mit den vorhandenen Kopfhörern befasst, allerdings beschränkt auf den HD 800. BW hat inzwischen einen Nachfolger des P5 aufgelegt, den ich noch gegen den P5 testen muss, der größere P7 kommt für mich preislich nicht in Frage. In einer Rezension des P7 schrieb jemand, dass der P5 zwar gerne präzise klingen möchte, es ob seinen Ohrpolstern nicht schafft. Über diese Aussage musste ich nachdenken und habe darauf nochmal geachtet. In der Tat dämpfen die Polster den Hochtonbereich. Nimmt man diese jedoch ab und setzt quasi die Membran ohne diese Dämpfung ans Ohr, ist der Klang absolut schrill und hier sieht man klar, dass die Polster Bestandteil des Gesamtkonzeptes sind. Ich bin gespannt, ob sich dies beim P5 Serie 2 etwas verbessert hat, er wurde ja angeblich komplett neu überarbeitet und Luft nach Oben ist da natürlich noch. Allerdings rutscht auch der Preis des älteren P5 natürlich nach Unten, was ihn noch attraktiver macht. Denn trotz dass der Klang vielleicht verbessert wurde, ist der vorhandene P5 eine Konstante, der übrigens auch am Nexus 5 eine sehr gute Figur macht.
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr neutral und nicht verfälschend, braucht aber etwas Einspielzeit ..., 9. November 2011
Rezension bezieht sich auf: B&W P5 HiFi-Kopfhörer (MFi-Anschlusskabel für iPod und iPhone) Metall/Echtleder schwarz (Elektronik)
Ich persönlich hatte die B&W P5 mit dem iPhone im Apple-Store testgehört und fand den Sound extrem gut, genau das, was ich hören will. Ehrlichgesagt hätte ich den kleinen Teilen einen derart sauberen Klang gar nicht zugetraut. Den fehlen keine Höhen, sie sind nur nicht so aufgeblasen, wie bei manch anderen Kopfhörern. Ich bin Profimusiker und mag es gar nicht, wenn Kopfhörer oder Boxen zu sehr verfälschen. Sehr neutral ohne überzogene Bässse und Höhen klingen die P5. Aber jeder hat da natürlich eigene Vorlieben, und das ist ja auch völig in Ordnung. Ich habe die B6W P5 jetzt gekauft und sie brauchen unbedingt eine längere Einspielzeit, denn im Vergleich zu denen, die im Apple-Store seit Wochen tagtäglich laufen, klingen sie frisch aus der Box tatsächlich etwas zu hart in den oberen Mitten. Man kann aber an den eingespielten hören, dass das besser wird, was auch wirklich, wie bei Boxen auch, nicht bloß Nuancen sind, sondern gerade das Scharfe geht weg und Kopfhörer, wie auch Boxen, werden nach dem Einspielen offener und allgemein viel angnehmer und musikalischer. Das ist reine Physik und keine Fantasie. Also unbedingt ein paar Wochen Zeit geben oder ein paar Tage etwas lauter mit Kissen drauf, damit es nicht nervt, verschiedenen CDs einfach im Repeat-Mode durchlaufen lassen. NATÜRLICH bleiben Kopfhörer IMMER auch Geschmackssache. Ich persönlich finde die B&W sogar besser als meine Sennheiser HD 650, die ich seit Jahren habe, und die eher nach einem 'Mittenloch' klingen, was viele aber sehr gerne mögen. Im Vergleich dazu sind die B&W neutraler und voller in den Mitten, was ich gerne mag. Ich bin mir aber sicher, dass manche das anders emfinden, und das ist auch in Ordnung so. Um dem Hersteller nicht Unrecht zu tun, sollte man allerdings die Philosophie hinter diesem Kopfhörer berücksichtigen. Man sollte von einem Kirschbaum keine Birnen erwarten. Diese Philosophie des Herstellern beim P5 ist eben neutraler und unverfälschter Klang. Ich meine, dass ist sehr gut gelungen. Der Preis rechtfertigt sich unbedingt aus der hervorrrgenden Verarbeitung; das kostet einfach sein Geld. Ich kann Plastikbomben nicht leiden und liebe die verwendeten Materialien, weil ich weiß, dass der Kopfhörer lange halten und immer besser klingen wird. Mein noch teurere HD650 ist überall schon kaputt, weil aus billigem Material. Der P5 ist um Welten besser. Unbedingt 5 Sterne von mir. -

Michael
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48 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Concert for one, 4. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: B&W P5 HiFi-Kopfhörer (MFi-Anschlusskabel für iPod und iPhone) Metall/Echtleder schwarz (Elektronik)
Concert for one, so steht es auf einer Seite der schicken und schlichten schwarzen Box in der das erste Kopfhörermodell der englischen Hifi-Schmiede Bowers&Wilkins (B&W) nach Hause kommt.

Soweit so gut, schönes Marketinggerede dachte ich mir. Ich wollte mich selbst überzeugen.

Packt man die P5 aus, fällt einem zuerst auf, wie klein und vor allem wie leicht diese doch sind. Auf den Fotos erscheinen sie immer riesig, doch sie sind relativ klein und wunderschön verarbeitet. Das neuseeländische Schafsleder schmeichelt sich auf die Ohren und isoliert Außengeräusche erstaunlich gut. Natürlich nicht auf dem Niveau von Active Noise Cancelling wie bei Bose oder den Beats, aber dafür muss man keine Batterien einsetzen. Die Pads sind magnetisch befestigt. Nimmt man diese ab, sieht man die meiner Meinung nach geniale Vorrichtung zum Kabeltausch. Kabelbrüche oder Wackelkontakte dürften damit der Vergangenheit angehören.

Insgesamt bieten die P5s Verarbeitung auf allerhöchstem Niveau. Und auch unterwegs sind sie ein echter Blickfang.

Der Klang, natürlich das wichtigste bei einem Kopfhörer, entwickelt sich erst nach längerem Hören wirklich. Der allererste Höreindruck ist eher enttäuschend. Sie müssen sich sozusagen einmalig einspielen, doch haben sie dies getan, bieten sie für die Bezeichnung "neutraler, natürlicher Kopfhörer" erstaunlich satte Bässe. Die Höhen und Mitten sind ebenfalls exzellent, jedoch muss man auf die Codierung seiner Musik achten. Youtubevideos als Mp3 abgespeichert klingen auch hier immer noch grausam. Wirkliche Vorteile spielen die Hörer erst bei Lossless Dateien, bzw. der Codierung des iTunes Stores aus.

Zusammenfassend ist also zu sagen, dass die Kopfhörer vollkommen gelungen sind. Sie bieten natürlichen, exzellenten Sound auf hohem Niveau, stecken die Beats by Dr. Dre von Monster locker in die Tasche (außer beim Bass), und bieten erstaunlich kräftigen Bass.
Mit dem eingebauten Mikrofon und der Fernbedienung am Kabel lässt sich das iPhone / der iPod sehr angenehm bedienen. Es liegt auch ein zweites Kabel ohne Fernbedienung bei. Die P5s sind mit jedem MP3 Player kompatibel, nicht nur zu Apple.

Perfekte Verarbeitung - super Klang - hoher Preis. Jedoch lohnt es sich diese Kopfhörer zu kaufen, wenn man ihnen am Anfang 2 - 3 Tage Zeit gibt , den vollen Klang auszubauen.

5 Sterne
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46 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der B&W-Sound mobilisiert, 24. Juni 2010
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: B&W P5 HiFi-Kopfhörer (MFi-Anschlusskabel für iPod und iPhone) Metall/Echtleder schwarz (Elektronik)
Die Englische Firma B&W ist für ihre high-end Lautsprecher bekannt, die sich durch ihren ausgewogenen und natürlichen Klang auszeichnen, und in den letzen Jahren auch für ein sehr gutes Klang/Preis-Verhältnis, sowie für durchweg hochwertige Verarbeitung.

Mit den P5 betritt B&W einen ganz neuen Markt, den der mobilen Kopfhörer. Die Frage ist, wie erfolgreich B&W ihr im Bereich Wohnraumlautsprecher gesammeltes Know-How auf Kopfhörer übertragen kann und ob sie den eigenen Qualitätsmaßstäben trotz Produktion in China gerecht werden kann.

Klang: Die P5 haben einen Klang, den ich als typischen B&W-Klang bezeichnen würde, ausgewogen und natürlich. Ganz anders als andere, klingen die P5 so gar nicht nach Kopfhörer. Als jahrelanger Kopf- und Ohrhörerträger war das für mich zunächst gewöhnungsbedürftig. Dieses Klangbild bin ich eher von der Heimanlage gewohnt, und doch kommt der Schall nur in den Ohren an. Besonders auffällig ist der Unterschied bei der Dynamik: Während sich die Einwirkung der Basstrommel bei einer Heimanlage auf den ganzen Körper erstreckt, geht der Druck bei Kopfhörern nur auf die Ohren. Die P5 gibt solche Klangspitzen mit solcher Lockerheit wieder, dass ich den Druck schon bei moderaten Lautstärken im Kehlkopf spüre. Die Räumlichkeit entspricht derjenigen anderer Kopfhörer in diesem Preissegment und schöpft die Möglichkeiten mobiler Datenträger, für die die P5 in erster Linie konzipiert wurden, voll aus.

Komfort: In den ersten Tagen drückten die Muscheln auf meinen Ohren. Nach einigen Tagen wurden die Kopfhörer aber wesentlich angenehmer, wohl weil der Schaumstoff hinter dem Leder der Muschel weicher geworden ist. Jetzt kann ich die Kopfhörer 10 Stunden lang fast durchgängig tragen, ohne dass sie unangenehm würden.

Verarbeitung: Die Verarbeitung der P5 ist, typisch für B&W, kompromisslos. Die Muschel und der Bügel wirken edel verarbeitet und robust. An den Scharnieren ist keinerlei Spiel feststellbar. Ob sich das mit der Haltbarkeit bestätigt, wird man ja sehen. Probleme könnte es beizeiten mit dem Kabel geben: Das Kabel ist verhältnismäßig dünn (und daher potentiell für Kabelbrüche empfindlich, mein persönliches Problem Nr. 1 mit Kopfhörern), für meinen Geschmack für den mobilen Einsatz etwas zu lang und für die Nutzung an der Heimischen HiFi-Anlage zu kurz geraten. Zum Glück ist das Kabel leicht austauschbar und in Zukunft dann sicher auch als Zubehör erhältlich. (Außerdem sind zwei Kabel inklusive, eines mit Mikro/Fernbedienung für i-Produkte, eines ohne, leider beide gleich lang.) Bis auf das Kabel sieht man nur Leder und Metall. Man hat das Gefühl, ein Produkt in der Hand zu halten, das nicht für Jahre, sondern für Jahrzehnte gemacht ist.

Zielgruppe: Das iPhone (3G) schöpft das Potential dieser Kopfhörer bei weitem nicht aus. Da machen sogar wesentlich günstigere Kopfhörer wie die Koss Porta Pro an einem iPod Classic wesentlich mehr Spaß. Das liegt an dem höherwertigen D/A-Wandler des iPod Classic. Dem Wandler des iPhone fehlt es an Räumlichkeit und Dynamik, so dass hier auch die P5 nur mittelklassig klingen. (Bleibt zu hoffen, dass Apple bei künftigen iPhone-Generationen mehr Augenmerk auf den D/A-Wandler legt.) Dafür ist das eingebaute Mikrofon im Kabel der P5 gerade beim iPhone sehr praktisch und klingt dazu noch sehr klar. Wer aber Kopfhörer sucht, die er/sie nur mit dem iPhone oder nur im urbanen Verkehr nutzen will, findet sicherlich günstigere Lösungen, zumal die Abschottung von Außengeräuschen mit 20db, im Vergleich zu in-ear Hörern, noch recht viel Lärm durchlässt. Ich persönlich nutze die P5 unterwegs am iPhone und freue mich, dass ich Anrufe annehmen und telefonieren kann, ohne das Handy zücken zu müssen. Neuerdings nehme ich aber auch meinen iPod zur Arbeit mit, und komme in der Stille des Büros in den Genuss eines hervorragenden musikalischen Erlebnisses.

Fazit: B&W braucht sich nicht zu verstecken. Auch wenn die Kombination iPhone & P5 fraglich ist, wird der Kopfhörer sicher seine Liebhaber finden. An das richtige Abspielgerät angeschlossen eröffnen die P5 eine für Kopfhörer neue Klangwelt. Der B&W-Sound mobilisiert. Ich freue mich auf die kommende langjährige Begleitung meiner P5.

*** Update nach 3 Jahren ***

Seit mehr als drei Jahren habe ich nun die P5 in fast täglichem Einsatz. Geschätzt hat sie jetzt über 3.000 Stunden Musik auf dem Buckel. Dazu zahlreiche Stürze, drei Kabelbrüche und regelmäßig unsanfte Unterbringung im Rucksack unter den Einkäufen (ohne Schutzhülle). Das alles haben meine P5 mit Bravour überstanden: Alle Komponenten sind intakt, ich kann keinerlei Klangverlust wahrnehmen, das Leder altert - auch ganz ohne Pflege - sehr schön. Ich habe keinerlei Zweifel, dass ich die P5 auch an meinen Sohn werde vererben können. Es gibt, was Robustheit angeht, eine weite Kluft zu den Plastikteilen. Das allein schon würde den Preisunterschied rechtfertigen.

Da mein Vater sich die P5 zwischenzeitlich auch angelegt hat, weiss ich, dass verschiedene Exemplare durchaus leicht unterschiedliche Klangfarben aufweisen können.

In der Zwischenzeit hatte ich die Gelegenheit, gegen die Audeze LCD3 probezuhören. Das war ernüchternd. Plötzlich klangen die P5 ziemlich blass. Na gut, Audeze spielt tatsächlich in einer anderen Liga. Andererseits ist der Vergleich sicherlich nicht fair. Die P5 sind immerhin für einen Bruchteil des Preises zu haben und eindeutig als mobile Hörer konzipiert. Es bleibt also bei den kompromisslosen 5 Sternen.

Neue Kabel gibt es für je 25€ (!) im Fachhandel zu bestellen. Bei der Behandlungsweise, die die P5 bei mir erfahren, brauche ich Jährlich ein neues Kabel. Das ist aber ein Kompromiss, den ich gerne eintausche gegen den Komfort, den das dünne Kabel liefert. Es ist viel weniger im Weg als ein dickes und robusteres wie Modelle anderer Hersteller es aufweisen.

Vom Klang bin ich nach wie vor überzeugt. Das oben beschriebene Gefühl im Kehlkopf verspüre ich allerdings nicht mehr. Ich kann nicht beurteilen, ob das an meiner Gewöhnung liegt oder daran, dass die Kopfhörer tatsächlich ihren Klangcharakter mit der Zeit verändert haben.
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68 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abendgarderobe mit Understatement., 2. Mai 2010
Von 
Alexander Jensko "kreaftwerk" (Lübeck und Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: B&W P5 HiFi-Kopfhörer (MFi-Anschlusskabel für iPod und iPhone) Metall/Echtleder schwarz (Elektronik)
Während iPod & Co. die Rezeption der Musik im großen Stil revolutioniert haben, blieb da aus meiner Sicht lange ein sehr schwaches Glied in der Kette: der Schallwandler, in diesem Fall "Kopfhörer" genannt. Was der iPod-Hersteller da unter dieser Bezeichnung mitliefert, ist aus meiner Sicht weder der Rede noch einer Erwähnung in einem Atemzug mit den gelungenen Medienplayern würdig. Viele Dritthersteller sind auf den Zug gesprungen und liefern mal mehr, mal weniger gelungene Kopf-, Bügel- und Ohrhörer an.

Vielleicht liegt das am Alter, vielleicht an der Art der Musik, die ich höre - jedenfalls konnte ich persönlich bislang in der Sparte nichts finden, was meinen Hörgewohnheiten - und Komfortansprüchen - weit genug entgegenkäme. Wer Ohrörer-inkompatible Ohren hat (mir fallen die Dinger jedenfalls immer wieder raus) und andererseits keine Lust an überbetonten Bässen und künstlich verstärkten Höhen (um die fehlenden Mitten zu kaschieren?) verspürt, steht irgendwann ziemlich verloren da. Entweder er verzichtet gänzlich auf mobiles Musikhören oder setzt resigniert den alten guten RP-DJ1200 von Technics auf - nicht klein, mit schwerem Kabel, aber endlich keine Beleidigung der Gehörgänge. Oder er greift zu extrem teuren Profi-Modellen von Shure & Konsorten - die liegen aber preislich oft jenseits der Schmerzgrenze.

Nach dieser langen Einführung fängt an dieser Stelle meine ganz private und noch recht junge Geschichte mit dem P5 der englischen Klassiker-HiFi-Schmiede B&W erst an. Um es vorweg zu nehmen: diesen Hörer werde ich behalten. Das komfortable Feeling (Leder!) sucht seinesgleichen, die Verarbeitung und Ausstattung lässt sich mit Understatement als "vorbildlich" bezeichnen, und das Klangbild erst... Nun, in Sachen HiFi bin ich nicht gerade High-End-verwöhnt, gute Mittelklasse reicht mir - aber ich behaupte mal jetzt, dass dieser Kopfhörer so ziemlich alles (inkl. meiner kleinen Studiomonitore und des AKG-Monitorkopfhörers) in Sachen Klangbild links überholt, so selbstverständlich und mühelos wie ein Jaguar Souvereign einen Golf.

Das Schöne am Klangerlebnis mit dem P5 ist ohne Zweifel die absolut fehlende Ermüdung, die sich mit fast jedem Kopfhörer mit der Zeit - mal früher, mal später - praktisch immer einstellt. Der Klang ist dabei sehr neutral, unaufdringlich, ohne Betonung von irgendwelchen Bässen, Höhen, von was auch immer. So soll es schließlich sein, nicht umsonst haben gute Tontechniker in den Studios die Musik so und nicht anders abgemischt. Das alles vermögen die kleinen "Tröten" plastisch und so elegant zu wiedergeben, dass es eine Freude ist und Lust auf immer mehr macht. Ich kann einfach nicht aufhören, zu hören.

Sicherlich ist der P5 nichts für Leute, die übertrieben basslastige Musik hören und dies betont haben wollen. Alle anderen erfreuen sich des ausgewogenen Klangbildes, so fein wie ein gut sitzender Smoking.

Kurz zur Ausstattung: der erfreulich filigrane (auf Fotos mutet er deutlich größer an), dennoch robust gebaute Kopfhörer kommt in einer (Apple lässt grüßen) wunderbar schlicht-elegant gestalteten Verpackung ("Concert for one"), liegt darin wie ein Schmuckstück in seiner Schatulle. Das Kabel mit simpler Fernbedienung/Mikrofon für die aktuellen iPods/iPhones ist schon dran. Beigefügt ist ein zweites Kabel (ohne Fernbedienung) für ältere iPods und andere Geräte sowie ein Adapter auf die große Klinke. Das Ganze findet in einer Stofftasche auf Manufactum-Niveau in Piqué und mit Magnetverschluss Platz - alleine die Magnete machen mir etwas Sorge, da ich noch einen klassischen iPod mit Festplatte besitze. Ich versuche, beides nicht allzu nahe zueinander zu bringen. Der Hörer besteht in der Tat, wie es die Werbung verspricht, aus Metall und Leder, die wenigen Plastikelemente haben ebenfalls eine passable Anmutung - ein Kopfhörer zum Anzug sozusagen, ohne auf Alltagstauglichkeit zu verzichten.

Nicht unerwähnt bleiben sollte die ausgezeichnete Schallisolierung: selbst bei voll aufgedrehtem iPod hört man auch in der nächsten Umgebung des aufgesetzten Hörers - nichts. Keine störenden Geräusche, daher gar erste-Klasse-ICE kompatibel. Umgekehrt werden auch die Umgebungsgeräusche vorbildlich gedämpft, das obwohl der Hörer ja kein aktives "Noise Cancelling" bietet. Offensichtlich wurde bei der Konstruktion der aufwändigen, magnetisch fixierten Ear-Pads an alles gedacht.

Der Kopfhörer selbst ist - Globalisierung macht auch hier keinen Bogen - "Made in China", aber "designed in the U.K.", und die Engländer scheinen eine recht strenge Qualitätskontrolle zu betreiben, denn es stimmt wirklich alles, bis ins kleinste Detail, wie von Saville Row :)

Feines Extra, das die Werbung wohl nicht erwähnt (steht im beiliegenden, ansprechend gestalteten und auch ohnehin lesenswerten Heft): nach Registrierung via Internet bekommt der Besitzer drei Monate kostenlosen Zugang zu "Bowers & Wilkins Society of Music" (so eine Art iTunes von B&W) mit zwar recht wenigen, dafür aber absolut audiophilen Musikalben verschiedener Richtungen - ein Blick lohnt sich auf jeden Fall, zumal die ganze Musik in der kostenlosen Zeit tatsächlich zum Nulltarif in bester, verlustfreier Qualität (Apple Losless 16 Bit und entsprechende Codecs für Linux und sogar für Windows) zur Verfügung steht - sofern ich beurteilen konnte, noch nicht einmal kopiergeschützt - man kann alles auf CD brennen und so auch auf "großen" Anlagen in den Genuss kommen. Solche Details machen die Freude noch größer.

Schlussfolgerung? Endlich ein Kopfhörer, den ich nicht mehr hergeben will. Period :)
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Concert for one II, 20. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: B&W P5 HiFi-Kopfhörer (MFi-Anschlusskabel für iPod und iPhone) Metall/Echtleder schwarz (Elektronik)
Ich habe mir den Kopfhörer angeschafft, nachdem ich in der einschlägigen Fachpresse ein sehr positives Testurteil gelesen habe.

Nach Lieferung den schicken Karton gleich aufgemacht. Der erste Eindruck, optisch ein sehr edeles Teil. Zudem steigt einem ein angenehmer Duft von Leder und Elektronik in die Nase.

Den Kopfhörer rausgenommen und erstmal den weiteren Inhalt des Kartons gecheckt. Unter der Formschale, in der der Hörer liegt, findet man eine dunkelblaue, gesteppte edele Aufbewahrungstasche und das obligatorische Beipackheftchen. In der Tasche mit Magnetverschluss, in einem kleinen zusätzlichen Fach, liegen der Klinkenadapter und das Kabel für den normalen Hörbetrieb (MFI Kabel ist standartdmäßig dran).

Da ich den Hörer an einem normalen Vertärker zuhause betreiben will, habe ich gleich das Kabel getauscht (kinderleicht, magnetisches Hörpolster abgehoben, MFI-Kabel abgezogen (wenn man auf "Press" drückt wird der Anschluss angehoben und man kann es leicht abziehen), normales Kabel eingesteckt und "verlegt", Polster drauf, fertig). Da der Hörer eigentlich für den mobilen Einsatz ausgelegt ist, ist das Anschlusskabel für den Heimbetrieb etwas kurz ausgelegt (nur ca. 1m). Wer es sich also zuhause vor der heimischen Anlage gemütlich machen will, sollte sich gleich ein entsprechendes Verlängerungskabel mitbestellen.

Dann den Hörer zum ersten Mal aufgesetzt und die Höhe eingestellt. Er sitzt super angenehm und ergonomisch, die weichen Hörpolster liegen geschmeidig auf den Ohren, fest, aber ohne störendes Druckgefühl. Mit dem Kopf hin und her gewackelt, nichts verrutscht, perfekt. Ich habe ihn jetzt schon ein paar Stunden (auch am Stück) im Einsatz und ich kann sagen, nach kurzer Zeit merkt man fast nicht mehr, dass man einen Kophörer trägt. Für den Tragekomfort von mir 5 Sterne.

Dann war ich gespannt, wie er sich mit meinem 20 Jahre alten Verstärker verträgt. Eingestöpselt, CD rein (ich habe einen stinknormalen DVD-Player) und los. Ich kann nur sagen, was ich zu hören bekam, hat meine größten Erwartungen bei Weitem übertroffen. Druckvoller, voluminöser, trockener Bass, exakte Mittel- und Hochtöne, und alle Bereiche spielen in einem absoluten Hörgenuss zusammen. Concert for One!! Besser geht es meiner Meinung nach fast nicht. 10 von 5 Sternen.

Zur Verarbeitung kann ich nur sagen, hochwertig und edel, 5 Sterne. Vielleicht an dieser Stelle der einzige Punkt, den man an diesem Hörer aus meiner Sicht verbessern könnte. Das Kabel ist für meinen Geschmack etwas filigran ausgefallen.

Fazit:
Ausstattung super, Tragekomfort super, Verarbeitung super. Akustisch exzellent, ein Hochgenuss.
Absolut empfehlenswert, diesen Kopförer würde ich mir immer wieder kaufen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen B&W P5 vs. Koss Porta Pro, 2. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: B&W P5 HiFi-Kopfhörer (MFi-Anschlusskabel für iPod und iPhone) Metall/Echtleder schwarz (Elektronik)
Nach ca. 4 Monaten ausgiebigen Gebrauchs möchte ich nun doch etwas ausführlicher auf den P5 eingehen.
Vorweg sei gesagt, dass ich nicht gerade die optimalen Zuspielgeräte für einen Vergleich habe, ich möchte es trotzdem versuchen. Ausgewählte CD's bzw. Titel waren: "Your Latest Trick", Dire Straits, Stereospur von Hybrid-SACD; Morgenstimmung, Peer Gynt Suiten, Edward Grieg, Stereospur von Hybrid-SACD; "Jezebel", Sade, Audio-CD; "Oye Mi Canto", Gloria Estefan, Audio-CD. Zuspielgeräte: BluRay-Player an Onkyo-Verstärker ohne EQ-Einstellungen, MP3-Player Creative ZEN.
Als Kopfhörer: B&W P5 und Koss Porta Pro (ich weiss, eigentlich ein Vergleich mit Äpfeln und Birnen).

1. Original Audiodateien über den BluRay-Player:
P5: Schönes, differenziertes, warmes Klangbild, auch räumlich einwandfrei. Breite Bühne.
Instrumente sind sehr gut zu orten, ohne das Gesamtbild zu sehr auseinander zu pflücken.
Stimmen (z.B. bei Mark Knopfler) vorn, wie es auch auf einer Bühne wäre.
Bei Peer Gynt ebenfalls schöne breite Bühne, räumlich auch sehr gut.
Instrumente klingen unangestrengt und tonal einwandfrei. Sehr entspanntes Hören auch über längere Zeit.
Klassik kann also er auch, wenn die Aufnahmen gut sind!

Koss: Viel lauter, viel mehr Bass, aber aufgedickt und weich.
Stimmen klingen wie weichgespült, macht sich z.B. bei Mark Knopflers und Sade`s Stimme besonders bemerkbar.
Höhen fehlen fast vollständig. Alle (!) Instrumente rücken nach vorn, so als würde z.B. das Schlagzeug vorn
am Bühnenrand stehen. Bühnenbreite auch nicht anders als beim P5, aber eben keine Räumlichkeit.
Bei Peer Gynt ist die Bühne nicht mehr ganz so breit, Einzelinstrumente (z.B. Flöte) rücken viel zu weit nach
vorn. Alle Instrumente hören sich wie einen Ton tiefer an.
Trotzdem haben eben gerade die Flöten einen so aufdringlichen Klang, dass einem die Ohren schmerzen.
Also für Klassik völlig ungeeignet.

2. Gleicher Player, alle Titel im MP3-Format mit 192 kBit/s:
P5: Etwas Räumlichkeit fehlt, einige Effekte klingen abgehackt (Nachhall fehlt).
Insgesamt leiser. Es fehlt etwas die Brillianz.

Koss: Wirkt insgesamt noch etwas breiiger, der Bass überlagert einige Effekte, so dass diese gar nicht zur Geltung
kommen, z.B. die Sprödigkeit bei Mark Knopflers Stimme ist fast vollständig weg.

3. Creative ZEN, alle Titel im MP3-Format mit 320kBit/s:
P5: Schöne, differenzierte, breite Bühne wie bei SACD, allerdings fehlt etwas der "Glanz".
Klingt überraschend stimmig. Etwas weniger Dynamik, aber absolut hörbar.

Koss: Klangbild dumpf, keine Höhen, dicker Bass. Sade`s einzigartige Stimme klingt arg belegt.
Tiefenstaffelung ist praktisch nicht vorhanden.
Trotzdem ist der Unterschied im MP3-Bereich nicht so gross wie bei den Original Audiodateien.

Der Tragekomfort ist bei beiden gut, der P5 ist mit 192g für seine Größe sehr leicht. Der Koss wiegt 74g, superleicht.
Die Abschirmung ist beim P5 tadellos, man hört Umgebungsgeräusche kaum. Beim Koss dagegen hört man fast alles, ebenso
die Umgebung. Beide haben wohl ihre Berechtigung, vor allem, wenn man den Preis vergleicht.

Fazit: P5
+ Original Audiodateien klingen prima,
wenn die Aufnahmen und die Abmischungen
hochwertig sind
+ Punktet auch bei MP3
+ Für Audiophile ein Genuss

- Gerader Stecker, da mein MP3-Player den
Anschluss seitlich hat

Koss Porta Pro
+ abgewinkelter Stecker (ideal für meinen MP3-Player)
+ Preis

- Für Klangenthusiasten nicht wirklich zu empfehlen

Ich nutze den P5 überwiegend zu Hause, seltener für unterwegs. Der Koss liegt jetzt überwiegend im Schrank.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klang für die Seele, 23. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: B&W P5 HiFi-Kopfhörer (MFi-Anschlusskabel für iPod und iPhone) Metall/Echtleder schwarz (Elektronik)
Da ich mir die großen B&W Diamond Lautsprecher nirgendwo hinstellen kann, war ich sehr erfreut darüber, daß Bowers und Willkins nun auch Kopfhörer zur Auswahl hat. Ich habe dieses Model im Handel mit anderen verglichen und war direkt begeistert. Ich versuche mich nicht von Tests beeinflussen zu lassen, den schließlich höre ich Musik und keine Messzahlen. Die Verarbeitungsqualität ist erste Sahne. Aluminium-Gehäuse und echtes, samtweiches Leder, was sich sehr angenehm auf den Ohrmuscheln trägt ohne ein Druckgefühl zu hinterlassen. Die richtige Sitzposition muß man sich zunächst suchen. Anschließend habe ich den Kopfhörer mit den verschiedensten Musikrichtungen eingespielt. Ich verwende einen Archos Mp3-Spieler mit Yamaha Technologie sowie meinen Heimkinoverstärker Yamaha RX-V3010. Vor allem am Verstärker ist der Sound phänomenal. Man erhört die Positionen der Musiker, sowie eine Menge Details aus dem Hintergrund. Ob der Gitarist die Saiten umgreift oder der Pianist die Tasten anschlägt,- alles hört man heraus, auch wenn der Sänger atmet. That's Music! Im übrigen benutze ich den Ohrhörer auch, wenn ich abends noch einen Film im Wohnzimmer-Heimkino anschaue. Wenn Iron-Man seinen Anzug anzieht hat das noch nie so gut geklungen. Habe viel Freude an den Dingern, denn ich habe mich richtig entschieden. Da sich über Geschmack nicht streiten lässt, muß jeder selber sein Glück finden. Ich empfehle lediglich gleich auf das Mittelkasse-Model P5 zu zugreifen, da die Detailtreue hier doch weitaus höher liegt, als beim kleinen Bruder P3. Außerdem hat er Leder anstatt Stoff, was leichter zu pflegen ist. Viel Spaß beim Probehören.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Konzert für Einen !, 1. August 2012
Rezension bezieht sich auf: B&W P5 HiFi-Kopfhörer (MFi-Anschlusskabel für iPod und iPhone) Metall/Echtleder schwarz (Elektronik)
Es ist schon lustig, dass ich über meine beste Audio-Anschaffung 2012 erst jetzt schreibe, da der Kleine Bruder erschienen ist und es tatsächlich Rezessionen gibt, die sich klanglich nach wenigen Tagen oder Wochen auf das Glatteis der verbalen Bühne wagen. Persönliche Vorlieben eingerechnet.
Kurzum, der P5 war der spontane ( und das Konto in die Knie zwingende) Ersatz für meinen ca. ein viertel Jahr alten täglich benutzten C5, dessen einer Kanal leider ausgefallen war. Ich wollte und konnte nicht auf diesen Klang und diese Bühne verzichten obwohl auch die guten alten Jungs von Beyerdynamics im Ensemble vertreten sind!
Also, P5 aus der Verpackung und aufs Ohr. Alles klar - Einspielen! Ca. 48 Stunden an diversen Musiken von Bach bis Dream Theater mit zwischen moderat und laut wechselnden Lautstärken und wieder auf's Ohr. Narrt mich die Erinnerung (der C5 war noch nicht zurück) oder war der Wunsch der Vater des Gedanken? Der Bass war besser, trockener, definierter pipapo geworden. Es seien die üblichen audiophilen Auswüchse mal unterdrückt ;) Aber die Höhen??? War da beim C5 nicht eine Spur mehr Klarheit, ich meine, so eine nicht zu überhörende Spur mehr? Egal, der P5 ist zZt. der Einzige und somit der Beste. Basta.
Dann Post. Der C5 ist zurück! Offensichtlich ein Austauschgerät. Also: Einspielen. Aber diesmal, der P5 ist ja noch da :) nicht so akribisch wie beim ersten Mal. Was folgt ist ein Wechsel zwischen dem einen und dem anderen Teil und stets eine wunderschöne Musikzeit.
Und nun hat der P5 fast die gleiche Spielzeit auf dem Buckel wie der C5. uuuund? Nein, das Höhenproblem ist definitiv verschwunden. Sicher bin ich nicht deeeer Audiophile Spinnwebensichbewegenhörer wie so viele in der Branche und sicher ist es auch sehr der jeweiligen momentanen Situation des Hörers geschuldet, aber eines bleibt als Erfahrung nicht nur bei diesen Kopfhörern definitiv stehen. Insofern man sich für ein Gerät entschieden hat mit dem man prinzipiell "kann" und will? ist es letztendlich eine Frage der Zeit!
Selbst mein Beyerdynamics InEar hat heute nicht mehr soo grosse Diskrepanz zum C5 (die er nie wirklich in dem Ausmasse hatte, wie die Worte vermuten lassen) als kurz nach dem Auspacken.

Ein Rat an alle, die für eine. KH viel Geld ausgeben: Nehmt Euch die Zeit das ansich passende Gerät zu finden und dann gebt dem guten Stück einfach die Chance sich in der echten Praxis zu beweisen. Das Beispiel mit dem P5 und den Höhen ist keine Haarspalterei, ich hatte sogar mal über Rücksendung, verschenken an die Tochter o.ä. nachgedacht und heute sind wir gewissermassen verheiratet - mein P5 und ich. Er duldet die Geliebte C5 neben sich ohne zu murren und bald werden beide den P3 tollerieren lernen. Gnaz nach Geschmack des "Gatten" mag es in auf oder fast um das Ohr :)

PS. Die von vielen Beyerdynamics-Fans beachriebene fehlende Analytik zu den Modellen von B&w kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich bin zu B&W gewechselt weil mir beispielsweise beim DT770 nach drei Stunden Händel einfach irgendwas "weh tat" Waren das die analytischen Höhen? Keine Ahnung aber es fiel mir gerade in der Weihnachtszeit, meiner Klassikzeit, sehr extrem auf.

Ja und zum Schluss: Auch der P5 und der C5 werden immer nur so toll die Ohren umschmeicheln, wie der Männe im Studio gemischt hat. 850 CD Erfahrung und einige aus den Zeiten, da Yes-Musik kaum Bass kannte und Jean Michel Jarre förmlich vor die Boxen trat.

Kopfhörer sind wie Partner! Zeit geben, einspielen lassen, lieben lernen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr guter Klang, hochwertige Verarbeitung und ansprechendes Design, 28. November 2014
Rezension bezieht sich auf: B&W P5 HiFi-Kopfhörer (MFi-Anschlusskabel für iPod und iPhone) Metall/Echtleder schwarz (Elektronik)
Nachdem ich von meinen Beats Wireless klanglich und von der Verarbeitung her nicht mehr zufrieden war, habe ich mich auf die Suche nach einem neuen Kopfhörer hauptsächlich für den mobilen Einsatz (Weg zur Arbeit und zurück mit der S-Bahn und zu Fuß) gemacht.
Nach ausgiebigem Probehören diverser Kopfhörer im Preisrahmen bis 300 EUR bei Saturn überzeugte mich der B&W P5 bereits im Geschäft durch die hochwertige Verarbeitung und den Klang, so dass ich ihn mir im Angebot bei Gravis für 149,99 EUR gekauft habe.

Nach mehr als einer Woche ausgiebiger Benutzung kann ich nun folgende Bewertung abgeben:

Positiv:
+ sehr guter Klang bei allen Musikrichtungen (getestet mit iPhone 4S, iPad Air 2 und LG G3)
+ hochwertige Verarbeitung
+ ansprechendes Design
+ schmaler Sitz am Kopf und somit recht dezent beim Tragen
+ sehr gute Abschirmung von Außengetäuschen
+ sehr gute Abschirmung der eigenen Musik nach außen, so dass Mitreisende nur bei sehr hoher Lautstärke, die für mich sowieso nicht ertragbar wäre, meine Musik mithören müssten
+ sehr gute Gespächsqualität bei Telefonaten

Negativ:
- Sehr dünnes und filigranes Kabel
- Anfangs sehr unbequem durch festen Sitz an Ohren und Kopf. Nach ein paar Tagen des "Eintragens" kann ich die Kopfhörer ca. 1 Stunde tragen bevor es unangenehm wird, und ich die Position verändern muss
- Fernbedienung am Kabel nur kompatibel mit Apple Geräten. Bei Android Geräten ist standardmäßig nur Anrufannahme, Start und Stop über die mittlere Taste möglich.

Mein Fazit:
Ich spreche eine klare Kaufempfehlung für den Kopfhörer aus. Klanglich, optisch und qualitätsmäßig überzeugt der B&W P5.
Einen Stern Abzug gibt es für den bei mir nach längerem Tragen doch unbequem werdenden Sitz an Ohren und Kopf.
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