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4.0 von 5 Sternen Gutes Album
Lena hat den Gran Prix gewonnen und durch ihre Natürlichkeit und Ausstrahlung geglänzt. Das alles natürlich mit einer unglaublichen Medienpräsenz. Der Song Satelite mit diesem unverkennbaren Gesang paßte einfach wie die Faust aufs Auge. Auch die Auftritte waren durchaus sehenswert, vor allem der auffällig unauffällige Auftritt beim...
Veröffentlicht am 9. Juni 2010 von Karlheinz

versus
215 von 257 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wo ist Lena die Rampensau? Oder war das alles zu viel für sie?
Ich gehöre zu denen, die sich von der ersten Minute an von diesem wundervollem Mädchen verzaubern ließen. Wie sie da so stand mit ihrem verschmitztem Lächeln und loslegte "ay ay..." Das hatte eine Präsenz und Anmut, wie ich es schon lange nicht mehr gesehen und gehört hatte. Und beim bloßen Hören der natürlich sogleich...
Veröffentlicht am 9. Mai 2010 von Eiqiu


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215 von 257 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wo ist Lena die Rampensau? Oder war das alles zu viel für sie?, 9. Mai 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: My Cassette Player (Audio CD)
Ich gehöre zu denen, die sich von der ersten Minute an von diesem wundervollem Mädchen verzaubern ließen. Wie sie da so stand mit ihrem verschmitztem Lächeln und loslegte "ay ay..." Das hatte eine Präsenz und Anmut, wie ich es schon lange nicht mehr gesehen und gehört hatte. Und beim bloßen Hören der natürlich sogleich herunter geladenen Videos der Casting Staffeln und zur CD verarbeiteten Audio-Songs, viel mir auf, wie man, selbst ohne die Bilder vor sich zu haben, diese Freude und Frechheit, diesen Schalk er-hören und wahrnehmen kann.

All das ist bei der vorliegenden CD leider wie weggeblasen. Vielleicht wurde hier die Persönlichkeit einfach zu stark wegproduziert, möglicherweise aber ist die Müdigkeit, die hier an Stelle der Lebendigkeit und Fröhlichkeit der Liveauftritte zu weilen unüberhörbar ist, dem Stress und einer überhasteten Produktion geschuldet.
Am deutlichsten wird dies in den Songs "My Same" "New Shoes" und "Mr. Curiosity", die für die CD neu produziert wurden. Hört man sie im direkten Vergleich zu den Liveauftritten von USFO, glaubt man fast einer anderen Sängerin zu lauschen. Wo ist die einfühlsame Zartheit, die rührende Feinfühligkeit und Zerbrechlichkeit in "Mr. Curiosity" geblieben? Wo ist das Strahlen, die Frische und die Freude, wo die kleinen Genialitäten und Artefakte, die die Live Auftritte von Lena zu einem unterhaltsamen Kunstgenuss machten und wenigstens teilweise auch immer noch machen, wenn man die Auftritte in diversen Fernsehformaten verfolgt?

Das was allerorten an Lena gelobt wird, ihre Authentizität (ich würde eher sagen: lebendige Natürlichkeit), konnte sie leider nicht ganz mit auf die CD nehmen. Schade.
Eine Lehre sollte sein, dass die Produktion einer wirklich guten CD länger braucht als ein, zwei Wochen. Und eine Bitte an die Produzenten: Lasst Lena doch Lena sein. Dann wirds auch bei der nächsten CD, die hoffentlich kommt, wieder lebendig(er). Eins macht das Album jedenfalls klar: Da ist noch sehr viel Luft nach oben - bitte schöpft das beim nächsten Album aus, denn Lena hat das Zeug zu wesentlich mehr.

Über die einzelnen Lieder und ihre Qualität selbst wurde hier schon einiges, wie ich finde auch Richtiges geschrieben, daher nur dies: Gute Songs sind das A und O einer guten Sänger-Karriere. Mit der Auswahl ihrer Songs bei USFO hat Lena Gespür für die richtigen Songs bewiesen. Leider kommen die vorliegenden neuen Lieder allesamt und wie ich finde inklusive Sattelite oder Bee nicht an die Qualität von "My Same", "Diamond Dave", "Mouthwash", "New Shoes" oder "Mr. Curiosity" heran. Für Lenas Zukunft als Sängerin wird ganz entscheidend sein, ob sie die Songschreiber findet, die ihr das richtige Material liefern können, oder besser noch, ob sie es lernt selbst gute Songs zu schreiben.

Noch eins: Der Hang so vieler Rezensenten und Kritiker, Musiker und Künstler miteinander zu vergleichen und zu kategorisieren, stammt wohl stets aus einem Buchhalterhirn. Ob bei Lena zu viel oder zu wenig Kate Nash oder Stefanie Heinzmann drin ist, ob da etwas imitiert wird, ob das Englisch so gut oder schlecht wie ein Bauarbeiter-Englisch ist... Solche Fragen interessieren eigentlich nur Menschen, die nie gelernt haben Musik zu hören ohne voreingenommen zu sein.
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38 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Es fehlt das Salz ..., 8. Mai 2010
Von 
Andreas Schröter (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: My Cassette Player (Audio CD)
... in der Suppe und irdendwie genau dass, was Lena so liebenswert macht: ihre Präsenz.

Wer sich die neuen Lieder auf dem Album ohne allzu große Erwartungen und ohne akuter Lenamanie angehört hat, wird dem Tenor der seriösen Kritiken und Rezensionen hier beipflichten: Nett, mittelmäßig, um nicht zu sagen belanglos. Vor allem was die Produktion als solche betrifft. Lena passt offenbar nicht in das Schema einer solchen sterilen Studioproduktion. Lena verwandelt sich auch nicht in eine Stefanie Heinzmann, bei allem Respekt vor der Gesangsleistung der letztgenannten.

Stefan Raab und seinem Produktionsteam ist es offenbar nicht gelungen, die Kobolde und Elfen einer "verzaubernden" USFO-Lena mit in das Studio zu nehmen. Warum hat man ihr nicht eine Live Band mit hinein gestellt? Zu teuer? Keine Zeit? Dem aufmerksamen Beobachter und Hörer der Live-Auftritte von Lena ist es nicht entgangen, dass das "Gesamtpaket Lena" auch maßgeblich von einer mitgestaltenden Band aus Fleisch und Blut getragen wird, mit der sie sich gekonnt und intuitiv, fast symbiotisch arrangiert. Sowieso wünsche ich ihr eine eigene Band, von mir aus auch die Heavytones.

Ein sehr angepasstes Produkt für eine Künstlerin, deren Unangepasstheit und Einzigartigkeit gerade vom Förderer Stefan Raab bescheinigt wurde. Schade. Ich hätte lieber noch ein paar Monate gewartet, damit es wirklich gut wird. Aber jetzt, im "Gipfel der überzogenen Erwartungen" eines Hype-Zyklus (s. Wikipedia), ist das Produkt optimal am Markt plaziert, die nächste Hype-Phase, das "Tal der Enttäuschungen", ist schon in Sicht, das Geld dann schon verdient. Zum Glück gibt es nach dem Hype und nach ihrem Auftritt in Oslo die Chance, das "Plateau der Produktivität" zu erreichen. Lena ist sehr klug und talentiert, sie wird sie nutzen.

Fazit: Zu steril, Playback zu künstlich, gesanglich gut und mit Gefühl, aber nicht druckvoll. Produktion eben nicht lenagerecht.
Ein Pflichtkauf für Lena-Fans und alle, die besonders ihre Stimme mögen, ansonsten ein Gelegenheitskauf, aber nichts für die CD-Sammlung Musikbessener.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gutes Album, 9. Juni 2010
Von 
Karlheinz (Frankfurt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: My Cassette Player (Audio CD)
Lena hat den Gran Prix gewonnen und durch ihre Natürlichkeit und Ausstrahlung geglänzt. Das alles natürlich mit einer unglaublichen Medienpräsenz. Der Song Satelite mit diesem unverkennbaren Gesang paßte einfach wie die Faust aufs Auge. Auch die Auftritte waren durchaus sehenswert, vor allem der auffällig unauffällige Auftritt beim Grand Prix wirkte sehr kalkuliert.

Das Satelite ein klasse Titel ist, kann man kaum bestreiten, auch wenn er vielleicht textlich nicht auf ganz hohen Niveau ist. Der unverkennbare Gesang haucht diesem Titel Leben ein und macht ihm zu dem was er nun mal ist - einen Hit.

Das Album nun hinkt diesem Song einfach hinterher. Nie wird auch nur ansatzweise "Satelite" erreicht, auch wenn es ein paar nette Songs vorweisen kann, wie zum Beispiel den Titelsong. Vor allem fehlt es an dynamik, das ganze Album kommt hier ein wenig verhalten und zu brav daher. Es gibt zwar keine Ausreißer noch unten, aber auch kaum Tendenzen nach oben. Manchmal plätschert das Album schon sehr belangslos dahin. Dieser Eindruck entsteht schon beim ersten hören und verflüchtigt sich nach mehrfachen hören auch nicht.

Manmal kommt die "Satelite - Lena" zum Vorschein, wie bei "I like to bang my head", aber vieles ist leider austauschbar und hätte auch von einer anderen Sängerin zum besten gegeben werden können. Hier merkt man dem Album deutlich an, dass es schnell veröffentlicht werden sollte und Lena nicht auf den Leib geschrieben ist.

Lena macht auch hier ihre Sache gut, allerdings ist sie abhängig von den Songs die für sie geschrieben wurden und denen fehlt meistens das gewisse etwas.

Anspieltips: Satelite, Bee und My Cassette Player
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141 von 176 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht ansatzweise die Lena die wir kennen..., 8. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: My Cassette Player (Audio CD)
Es hätte ein Traumalbum werden können. Nachdem ihre Plattenfirma sich folgendermaßen in den Medien äußerte:
"Für Satelite, Love me und Bee hatten wir nur sehr wenig Zeit. Daher kommt der "Lena" Flair nur sehr wenig rüber. Bei dem Album wird dann aber 100% Lena drauf sein!". Zufrieden drehte ich Satelite auf und fragte mich, was denn da wohl noch kommen würde.
Wie viele von Euch schon richtig schreiben, dachte ich beim ersten hören des Albums: "Lena Heinzmann"???
Ich mein das sind ganz nette Songs, aber ein Ohrwurm wie Satelite sucht man auf dem Album leider vergebens. Lena ist ein großes Talent und besonders durch ihre Sprechparts im Stil von Kate Nash kann sie zeigen was sie kann. Warum gibt es solche richtigen SPrechparts in keinem einzigen Song?
Die Lieder plätschern ein wenig vor sich her ohne wirklich Höhen und Tiefen festzustellen. Es startet sehr stark mit Satelite und hebt sich dann lediglich wieder mit den Songs Love Me, Bee und Mr. Curiousity. Der großartigen Song "My Same" den Lena bereits in der Sendung präsentiert hat und ins Staunen versetzte, wurde auf diesem Album komplett "niedergerissen". Lena sang es in der Sendung mit so viel Kraft, Power, ihrerer eigenen Art und einer unglaublich starken Bandleistung. Auf diesem Album klingt es, als singt Lena es leise vor sich hin und die BGM klingt ebenso unspektakulär.

Außerdem hat jedes Lied eine sehr klare Struktur. Strophe, Refrain, Strophe, Refrain, Refrain. Das ist ja auch ok. Aber Lena würde niemal einen Refrain zweimal komplett gleich singen. Man kann nahezu die Refrains kopieren und übereinander legen, und es ist zu 80% komplett gleich.

Ich finde es ziemlich schade, dass so ein großes Talent wie Lena sich dann doch irgendwie in die Massenproduktionen einreiht. Ich hoffe das nächste Album wird mehr Lena und weniger Stefanie Heinzmann.

So gern ich Lena und ihre Stimme mag. Aber die Songs sind für Stefanie Heinzmann super. Aber für Lena gibts da leider nur 3 Sterne. Die Erwartungen waren anders. Einzig Satelite, Bee und Mr. Curiousity retteten sie auf die 3 Sterne.
Ich denke da ist aber noch ne Menge mehr drin :) Ich hoffe sie schöpfen das noch aus.
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53 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen gut, seicht, aber nicht die erwartet Lena, 7. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: My Cassette Player (Audio CD)
Ich kannte Lena nicht und hatte im Radio das erstmal von ihr gehört. Beeindruckt von dem Song hatte ich mir dann im Internet alle ihre Auftritte bei "Unser Star für Oslo" angesehn und war absulut begeistert von dieser Natürlichkeit, ihrem Charm, ihrer sehr markantan Stimme (ich mag es auch, dass eben nicht jeder Ton perfekt sitzt und es aber trotzdem harmonisch klingt) und dass man sie beim singen lächeln hört. Ihrer Freude und Spaß beim Singen hat mich angesteckt.
Das Album ist gut, die Lieder nett, aber es ist nicht die Lena, die ich mag, klingt steril, teilweise eher gelangweilt. Ihre Spontanität, mit der sie die Lieder auf ihrer Art interpretiert und ihre Freude kommen kaum rüber.
Ich gebe die 4 Sterne, weil: sie noch wenig Erfahrung mit Studioaufnahmen hat und es auch erfahrene Sänger kaum schaffen in einem Studioalbum so richtig das Feeling rüber zu bringen. Es wurde schon einiges an Schlechten Rezensionen geschrieben, die teilweise unter der Gürtellinie sind - ich mag auch nicht alle Sänger und trotzdem haben sie Ihre Berechtigung, da die Geschmäcker Gott sei Dank unterschiedlich sind. Und natürlich, weil ich die Lieder zum großen Teil mag.
Ich hoffe Lena bleibt die quirlige, lebensfrohe, liebenswerte, eigensinnige Frau die sie ist.
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160 von 200 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lovely Lena: Das Debütalbum der ESC-Siegerin 2010, 7. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: My Cassette Player (Deluxe Edition mit Bonus DVD) (Audio CD)
Nachtrag 30. Mai 2010: And 12 points go to "lovely Lena" and Germany. So hieß es 9 mal an diesem denkwürdigen Finaltag des Eurovision Song Contest. Und das quer durch Europa. Das sagt noch nichts über die Qualität dieses am Tag des Erscheinens von mir rezensierten Albums aus. Aber sehr wohl etwas über die Künstlerin und ihre Gabe, ihr Publikum zu begeistern. In diesem Licht mag man auch diese Rezension lesen, die ich ansonsten unverändert gelassen habe (bis auf die neue Überschrift, die ich ja erst nach dem 29. Mai einsetzen durfte:-). Ach ja, und meinen herzlichsten Glückwunsch und Dank, Lena, dass Du allen Kritiken zum Trotz ("die wird eh' Letzte", nur ein Hype, "chancenlos", "schlechtes Englisch" etc.) den Sieg für Deutschland geholt hast. Wäre mal interessant, ob jemand von den Kritikern die Größe hat, sich zu korrigieren:-)

______________________

Jetzt ist es erschienen - das von vielen Fans (bereits über 100.000 in Facebook) sehnlichst erwartete erste Album von Lena (Meyer-Landrut). Rechtzeitig vor Ihrem Auftritt am 29. Mai beim Eurovision Song Contest in Oslo, um damit auch so manchem Kritiker den Wind aus den Segeln zu nehmen. Um es vorweg zu nehmen: Es ist ihr gelungen. Aber der Reihe nach:

1." Äußerlichkeiten"

Die Deluxe Edition kommt mit der Musik-CD und einer Bonus-DVD, auf der sich ein 23-minütiger Film "Unser Star für Oslo-Lena" sowie das von youtube bekannte Musikvideo von Satellite befinden. Das Booklet enthält neben den üblichen Hintergrundinformationen (Komponisten, Produzenten etc.) 13 Bilder von Lena, die sehr hübsch gemacht sind und Lena so zeigen, wie sie sich wahrscheinlich auch selbst sieht: sehr lustig, aber auch verträumt, nachdenklich oder einfach nur süß. Schon das Booklet wird für den Fan ein Grund sein, nicht nur die digitale Version zu erwerben. Die CD-Hülle selbst macht einen stabilen Eindruck (wenngleich sie in Zeiten des sofortigen Imports auf den MP3-Player wohl weniger Verschleiß ausgesetzt sein dürfte).

2. Musiktitel

Das Album enthält 13 Titel, die sich in 3 Gruppen einteilen lassen:

a) Den meisten Interessenten dieses Albums dürften wohl bekannt sein: Satellite (USFO-Sieger-Song und deutscher Beitrag für Oslo), Bee und Love me (die anderen Titel des USFO-Finales), alle bereits auf der Maxi-CD im März 2010 erschienen. Diese Titel haben Musikgeschichte geschrieben, weil Lena mit ihnen auf Anhieb und zeitgleich in den Top 4 der Musik-Charts vertreten war (außerdem: Download-Rekord all time), was keinem anderen Künstler bislang gelungen ist. Außerdem die Cover-Versionen von "My Same" (Original: Adele) und "Mr. Curiosity (Original Jason Mraz), die zwar schon durch die Live-Videos auf der USFO-Seite bekannt sind, hier aber neu eingespielt wurden. Mir persönlich gefallen die Live-Versionen besser, aber das ist sicher Geschmacksache. Allemal zeigen gerade diese beiden Titel, dass Lena eine außergewöhnliche Interpretin ist, die es schafft, einem tollen Originalsong noch einmal eine besondere, persönliche Note zu geben.

b) Von den verbleibenden 8 Titeln stammen 7 aus der Feder von Stefan Raab, wobei Lena an den Texten mitgewirkt hat. Natürlich war man hier sehr gespannt, und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Natürlich kann man kein Werk erwarten, das einen Künstler nach 2 Jahren Entstehungs-, Reife- und Produktionszeit in den musikalischen Olymp hebt. Und vielleicht vermisst man hier und da auch den Stil, der Lena bei ihren Cover-Versionen der Kate Nash-Titel (Foundations, Mouthwash) ausgezeichnet hat. Aber dennoch: Durchweg schöne Melodien, guter Groove, gut abgestimmt auf Lenas Stimme. Beschwingt-freche Musik für laue Sommerabende: da kommt gute Laune auf, man swingt automatisch mit. Um diesen (nur teilweise berechtigten) Vergleich mit Max Mutzke zu bemühen: Wem Max gefällt, wird sicher auch Gefallen an Lena finden. Anspieltipps sind aus meiner Sicht: My Cassette Player (flott), I like to bang my head (fetzig) und Caterpillar in the rain (schöne Ballade). Schon hier sieht (hört) man auch die Vielseitigkeit dieser jungen Künstlerin.

c) Bleibt die dritte "Gruppe", bestehend aus einem Titel: Der einzige Titel, der weder aus USFO bekannt ist noch von Stefan Raab stammt: Not following you (von Elena Jane Goulding und Jonny Lattimer): Klasse!! Absolutes Hit-Potential, flott, Ohrwurm-Qualität, perfekt passend zu Lenas Stimme. Unbedingt reinhören, wenn man bislang noch skeptisch war. Ob aber ausgerechnet der nicht von Raab geschriebene (freilich von ihm produzierte) Titel die erste Auskoppelung wird?

3. Bonus-DVD

Das Musikvideo von Satellite wurde mittlerweile über 7 Millionen Mal (in verschiedenen Versionen) auf youtube angesehen und bedarf keiner weiteren Erklärung. Der-23 Minuten-Film ist ein nettes Bonus-Material für Fans: Viele "O-Töne" von Lena, kleine Interviews, Backgroundszenen aus USFO, Statements von Künstlern wie Marius Müller Westernhagen oder Cassandra Steen. Schön auch Einblicke hinter die Kulissen der Aufnahme des Satellite-Video. Einziger Wermutstropfen für jene Fans, die am 7. Mai um 0.30 Uhr auf Pro7 das Special über Lena gesehen und/oder aufgezeichnet haben und dann am Vormittag mit Vorfreude das Amazon-Päckchen öffneten: DVD-Film und Pro7 Special sind identisch. Nun ja, eingefleischte Fans bekommen im Mai ja noch viel "Lena pur".

4. Fazit

Der Hype um Lena war und ist enorm. Selten ist über einen Newcomer soviel berichtet, geschrieben und diskutiert worden wie über Lena Meyer-Landrut. Die Vergleiche mit DSDS, die diese Diskussion befeuert haben, hinken freilich dermaßen, dass ich darauf nicht näher eingehen möchte. Betonen möchte ich aber, dass der Vorwurf, Lena könne nicht singen, schon von falschen Grundannahmen ausgeht: Erstens sollte man das einer Sängerin nicht schon deswegen vorwerfen, nur weil man ihre Musik bzw. Stimme nicht mag. Zweitens ist Musikalität keine Frage von physikalischen Messungen (hat Sie den Ton "getroffen", und wenn ja, ist der jetzt tot:-), sondern von Gefühl, kommt also vom Herzen bzw. Bauch und geht auch wieder dort hin. In diesem Sinne schafft Lena das, was anderen vielfach versagt ist: Sie erreicht die Menschen in einer Weise, die mit Authentizität nur unvollkommen beschrieben ist: sie berührt. Was will man mehr erwarten? Am ehesten ein zweites Album, ganz in Ruhe produziert und Lena "auf den Leib geschnitten". Und dabei ist es überhaupt nicht entscheidend, wie sie in Oslo abschneidet. Ich persönlich wünsche ihr freilich das Allerbeste. Sie hat mir mit ihrer Musik in den letzten Wochen viel Freude gemacht.
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146 von 183 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Seicht mit viel Stefanie Heinzmann und wenig Kate Nash., 7. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: My Cassette Player (Audio CD)
Es ist schon erstaunlich: Da kommt eine leicht verschrobene 18 jährige ohne jede Musikerfahrung um die Ecke und gewinnt eine TV-Castingshow, die weit von den Quoten vergleichbarer Formate entfernt war und plötzlich hat man einen neuen Überflieger in Deutschland, der sofort mit drei Songs in die Charts einsteigt und zwischem Abistress mal eben einen Musikrekord aufstellt. Und auf den ESC darf man sich nach langem auch mal wieder ein wenig freuen... Das Märchen von Lena Meyer-Landrut.

Der Abistress liegt nun hinter ihr und die ersten Skandale auch... "Jugendsünden" in Form von diversen Auftritten im Trash-TV inklusive nackter Pool-Planscherei kratzten zuletzt empfindlich am unverbrauchten Image von Lena. So ein komplett unbeschriebenes Blatt gibt es eben doch nicht.

Heute erscheint ihr erstes Album, 13 Tracks inklusive der drei gecharteten Songs sowie zwei Cover der Songs, die sie bei "Unser Star für Oslo" zur Favoritin machten.

Dem oft gezogenen Vergleich zu Kate Nash wird Lena auf "My Cassette Player" nicht gerecht... jedenfalls nicht durchgängig. Schon der Titeltrack erinnert von der Produktion eher an die, ebenfalls von Stefan Raab entdeckte, Stefanie Heinzmann. Nicht unbedingt schlecht, der Song ist nett und unaufdringlich... Attribute die man im Grunde dem kompletten Album zusprechen könnte. In Lied 3 "Not Following" uuh-uuh-uuht sich Lena den Weg durch einen harmlosen Popsong, der auch als B-Seite von Lily Allen durchgehen würde und im folgenden "I like to bang my head" zaubert Frau Meyer-Landrut dann nicht etwa Metal, sondern den Groove aus dem Hut. Die doch sehr Sprechgesang-lastige Nummer geht so auch völlig in Ordnung, stellt aber auch kein Highlight dar.

Mit "Caterpillar in the rain" darf Lena dann auch endlich zeigen, dass sie doch eine ganz passable Singstimme hat. Die Piano-Ballade im Retrogewand reiht sich nahtlos in die Liste der "netten" Songs. Es folgen "Bee" und "Love me", welche Meyer-Landrut gemeinsam mit "Satellite" in die Charts katapultierten und auf dem ersten Album natürlich nicht fehlen dürfen.

Bei "Touch a new day" bekommt man erstmal einen Schreck, klingt das Intro doch stark nach Lagerfeuerlied. Im Refrain wird die Akustikgitarre samt Cowboyhut dann jedoch wieder eingemottet und es schimmert mal wieder Frau Heinzmann durch. Das Lied kommt und geht in windeseile und man muss beinahe aufpassen es nicht komplett zu überhören. "You can't stop me now" siedelt sich irgendwo zwischen "Love me" und "Satellite" an und ist womöglich brauchbares Singlematerial.

Ein Highlight ist auf jeden Fall Lenas Version von "Mr. Curiosity". Nur vom Klavier getragen kann man erneut erahnen was für eine Singstimme wohl in der ESC-Hoffnung stecken mag.

Das Album endet bescheiden mit "I just want your kiss", einem weitern Ausflug in Richtung Stefanie Heinzmann und dem seichten "Wonderful dreaming".

Lenas verschrobene Art wurde auf "My Casstte Player" leider völlig wegproduziert, keiner der Songs verlässt die seichten Gewässer.... ein dezentes "shit" in "Love me" ist die einzige Kante an der man sich beim Anhören stoßen könnte. Bei der Songauswahl zeigt man sich fast schon ärgerlich unexperimentierfreudig. Jedes der 13 Lieder kuschelt sich butterweich in die Gehörgänge und flutscht artig wieder hinaus.

Auf "My Cassette Player" dominiert das Midtempo, einen zweiten offensichtlichen Hit wie "Satellite" gibt es nicht wirklich. Die Songs sind allesamt nett und einen Totalausfall findet man auf "My Cassette Player" ebenso wenig wie wahre Highlights. Wäre man gemein könnte man Lenas erstes Machwerk als Fahrstuhlmusik bezeichnen... ist man milde gestimmt hat man ein Album mit einer handvoll netter Sommer-Popsongs.
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24 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen (Zu) typisch Raab, 27. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: My Cassette Player (Audio CD)
Ja, die Wirkkraft einer Sängerin wie Lena Meyer-Landrut steht und fällt mit dem zu interpretierenden Material. Ihr wurde während des USFO-Castings immer wieder bescheinigt, jedes Song-Material so verarbeiten zu können, dass es als originäres Lena-Lied daherkommt.

Nun, dieses Werk beweist imposant das Gegenteil.

Lustigerweise sind es just die Songs, die aus der Feder ihres Mentors Stefan Raab stammen, die am wenigsten Lena-esque sind. Von den 13+1 Stücken dieses Albums sind das 6. Dass Lena eine eigenständige Darbietung dieser Titel so schwer fällt, mag daran liegen, dass es nun mal nicht leicht ist, den Stefan-Raab-Plastik-Funk anders wiederzugeben als Stefan Raab.

Einschätzung jedes einzelnen Titels:

1. Satellite (Frost / Gordon): Pop as Pop can. Diesen etwas kantigen Pop-Song dürfte inzwischen jeder gehört haben. Die harmonischen Kanten lassen ihn sehr gut aus anderen Pop-Produktionen herausstechen; die minimalistische Instrumentierung bieten der Interpretin Raum zur Entfaltung. (****)

2. My Cassette Player (Raab / LML): Easy-Listening-Bass-Loop mit zahlreichen Sound-Spielereien (Claps, Ukulele (!) etc). Lena hat kaum eine Möglichkeit, hier etwas von ihrer Dynamik unterzubringen. Im Großen und Ganzen einfach langweilig. (**)

3. Not Following (Goulding / Latimer): Hier erkennt man sofort das eingangs beschriebene Phänomen. Der Song stammt nicht von Raab und Lena ist plötzlich wieder in der Lage, Dynamik und Charme zu versprühen. (****)

4. I Like To Bang My Head (Raab / LML): Bei diesem Song kommt wohl der Raabsche Plastik-Funk am stärksten rüber. Leider ist der aber so plattgezogen und anämisch, dass man wenig Lust bekommt, seinen Kopf zu schütteln. Auch hier werden wieder reichliche Sound-/Sprach-Spielereien eingesetzt, als ob vom schwachen Kompositionsgerüst abgelenkt werden muss. (**)

5. My Same (Adkins): Guter Track. Unverspielte Instrumentierung mit richtigen Instrumenten. Sehr dynamischer Song. Leider ist Lena nicht ganz so dynamisch wie bei einer Live-Performance (ist halt 'ne Rampensau). Trotzdem eine sehr schöne Interpretation. (****)

6. Caterpillar In The Rain (Raab / LML): Nette Ballade. Hätte eine Minute kürzer und spärlicher instrumentiert sein können. Nur Piano wäre vollkommen ausreichend gewesen. Wenn dann aber noch Gitarre und Synth-String-Klangteppich nach und nach eingeführt werden, sollte es einen Kontrastpunkt geben. Der ist aber nicht vorhanden. (***)

7. Love Me (Raab / LML): Raab-Plastik-Funk. Wieder seltsame Instrumentierung. Nur Bass und Drum-Computer dürfen ganzzeitig zu hören sein. Zwischendurch kommen Piano, ein Funk-Gitarren-Riff, Claps und ein paar Synth-Effekte durch. Auch hier sind nur wenig Abwechslung und Dynamik auffindbar. (***)

8. Touch A New Day (Raab): Ein vollständig kantenloser fast schlagerhafter Song, der sich um jegliche Kontraste und dynamischen Entwicklungen herumstiehlt. Auch hier wieder computerisierte Percussion-Effekte (Snipping); warum auch immer. Hinzu kommt ein absolut belangloser, sinnbefreiter Text. Absolut ärgerlich, dass dies die zweite Single-Auskopplung aus diesem Album werden soll. (*)

9. Bee (Golan / Ottestad / Strauss): Netter Pop. Aber auch hier fällt wieder auf, dass anscheinend kaum ein Track ohne Clapping und andere Hintergrund-Spielereien auskommt. Das ist einfach unverständlich, da es den Raum der Interpretin zumüllt anstatt ihr Luft zu geben. (***)

10. You Can't Stop Me (Raab): Wieder ein recht einförmiger Funk-Track. Immerhin gibt es sowas wie einen Kontrastpunkt (eine kurze Interlude). Auch hier gibt es wieder Clapping. Ich verstehe es nicht. Und wiederum findet man einen absolut sinnbefreiten Text. (***)

11. Mr. Curiosity (Mendez / Morris / Mraz): Diesen Song hat Lena während ihres Castings sehr eindrücklich interpretiert. Leider hat die Gänsehaut-Wirkung durch die Studio-Produktion etwas nachgelassen. Trotzdem einer der besten Tracks auf diesem Album. (****)

12. I Just Want Your Kiss (Schaub / Lammers / Raab): Die nicht-überladene Produktion dieses Tracks lässt Lena genug Raum, um ihren Zauber zu verbreiten. Außerdem kann sie sich hier endlich wieder der Führung einer dynamischen Entwicklung widmen, die in einem trockenen Ende kulminiert. Sehr schön. (****)

13. Wonderful Dreaming (Raab / LML): Ähm, hust. Wer sich ein wenig mit dem musikalischen Erbe des Stefan Raab befasst hat, wird möglicherweise das Werk "Wir kiffen" kennen. Nun, hier liegt die 10% langsamere Version davon vor. Jedesmal wenn ich "Wonderful Dreaming" höre, bin ich versucht, nach jeder Strophe den "Wir kiffen"-Soundschnipsel dazuzuinterpretieren. Leider findet man auch hier keine musikalischen Kontraste. Das ist alles eher so Easy-Listening-Stoff mit ebenso leider eher schlechterem Text von Lena. (**)

13+1. We Can't Go On (Schaub?): Hell, yes. Wenn es schon Pop sein muss, dann so. Dieses Stück überzeugt durch sehr eindringende Beat+Bass-Kombination aber sonst eher spärliche Instrumentation. Lenas Interpretationstalent erhält freien Lauf. Sie darf sich durch eine Herzkasper-Bridge kämpfen, die diesen Song wunderbar auflöst. Der Track ist herrlich retro produziert. Man hört auch (wahrscheinlich) ein Klick-Fragment eines Sound-Samples. Das mag zwar vor allem für gute Ohren anfangs etwas verstörend sein, gibt diesem Song aber einen unvergesslichen Charme. Es ist ehrlich gesagt eine Schande, dass dieser Song "nur" als Amazon-Exclusive erhältlich ist und nicht auf dem eigentlichen Album vertreten. So frisch und originell wie dieser Song hätte das ganze Album oder wenigstens ein größerer Teil davon klingen sollen. (*****)

Zusammenfassend kann ich wohl sagen, dass mir weniger Raab wahrscheinlich besser gefallen hätte.

An die Rezensenten, die hier Vergleiche des Song-Materials mit dem von Stefanie Heinzmann anstellen: Ihr liegt absolut daneben. Wirklich.
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33 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mit dem Kopf durch die Wand..., 9. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: My Cassette Player (Audio CD)
Da haben wir es nun. Das erste Album unseres USFO-Sternchens Lena. Nicht das wir uns falsch verstehen, sie ist nett, anders, keck-frech und war auf dem besten Wege aus dem musikalischen Einheitsbrei in Deutschland heraus zu stechen. Nur leider hat das nicht funktioniert. Zwei Wochen für ein Album, das auch noch anders sein soll, sind eindeutig zu wenig. Und wer, wenn nicht Sie, Herr Raab, hätten das besser wissen können, nein wissen müssen?

Allein der Blick auf die Songauswahl offenbart schon eine kleine Enttäuschung. Da fehlen mindestens drei Titel, die Lena so hervorragend beim USFO-Casting vorgetragen hat: Diamond Dave, Lovecats und Neopolitan Dreams. Was sie da mit letzterem Song auf der Bühne angestellt hat, lässt sogar das Original von Lisa Mitchell dürftig wirken. Ganz zu schweigen von ihrer Adaption des Cure-Klassikers Lovecats. Diesen hat sie sich zu Eigen gemacht. Und genau dieses Element lässt ihr Album schmerzlich vermissen.

Ich weiß nicht, wie beide (Lena und Stefan) auf die "geniale" Idee kommen konnten, eine zweite Stefanie Heinzmann kreieren zu wollen. Zumal das nun so überhaupt gar nicht zu Lena Meyer-Landrut passt. Dementsprechend verschwindet ihr Charme und ihre einzigartige Stimme (im Sinne von ungewöhnlich) in einem Einheitsbrei aus Jazz-Soul-Funk-Pop, oder was auch immer die langweilig vor sich hin dudelnden Songs darstellen soll. Die Krönung im negativen Sinne sind jedoch die beiden Titel My Same und Mr. Couriosity, die im Vergleich zu ihren Auftritten bei USFO nicht wiederzuerkennen sind; soll heißen einfach nur schlecht eingespielt. Ist das Lena, oder ein Double?

Damit nicht genug, auch die Bonus-Version der CD, die mit einer DVD kommt, enttäuscht auf der ganzen Linie. Niemand, wirklich niemand braucht das Video zu Satellite. War es wirklich so schwer noch die Live-Auftritte von USFO zu inkludieren?

Hier wurde eindeutig eine Chance vertan, mit einem ungewöhnlichen Album an die großartigen Auftritte und ihre Natürlichkeit bei USFO anzuknüpfen. Dazu hätte es mehr Zeit, bessere Vorbereitung, frischere Ideen und einer großen Portion mehr Lena bedurft. Dann hätte sie sich sicherlich in eine Reihe mit einer Polly Scattergood oder Amanda Jenssen stellen können. Stattdessen steht zum Vergleich nur Sarah Kreuz, die selbige Fehler eben mit Herrn Bohlen gemacht hat.

Bleibt als Fazit: Wieder haben wir Deutschen bewiesen, dass wir aus einer Casting-Show Entdeckung nichts verünftiges zu machen im Stand sind. Und das liegt leider in erster Linie an dem fehlenden Mut und den immer gleichen Strippenziehern im Hintergrund. Die Herren Bohlen und Raab mögen ja ein gutes Gespür für den Richtigen Typ haben, danach sollten sie aber die Größe besitzen und einfach mal ihre Finger aus dem Spiel nehmen. Dann klappt es auch mit Lena.
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35 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ausgebremst..., 7. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: My Cassette Player (Audio CD)
Durch die lieblose Produktion und die oftmals programmierten Sounds klingt die CD leider eher wie ein Demo-Tape: Es gelingt nicht, das Charakteristische ihrer Stimme und den Charme ihrer Auftritte einzufangen, stattdessen bleibt die CD größenteils seicht und "begradigt".
Zudem wirken die Songs durch die typischen Raab-Harmoniewendungen und Klischee-Instrumentierung (etwa das obligatorische Glockenspiel im Refrain) wie ein müder Aufguss der einschlägigen Winehouse/Allen-Produktion, wenngleich braver und weniger druckvoll. An Kate Nash ist hier gar nicht zu denken.
Der traurige Höhepunkt ist vielleicht "Mr. Curiosity", der in der Show durch Lenas einfühlsame und ergreifende Interpretation gegenüber Jason Mrazs Original deutlich an Intensität gewann - auf ihrem Debütalbum wartet er mit programmierten Drums auf, die an eine 80'er-Jahre-Karaokeversion erinnert. Am ehesten überzeugt da noch das funkige "I like to bang my head" oder "My same". Insgesamt hätte man sich hier jedoch eine vernünftige Backing- (Live-)Band für alle Aufnahmen gewünscht, um aus den teils mittelmäßigen Songs mehr herauszukitzeln.
Dem kurzfristigen Erfolg Lenas wird das Album keinen Abbruch tun (auch die lieblosen produzierten 3 Songs sind schließlich erfolgreich in den Charts eingestiegen), aber ihr Potenzial, ihr Charme bleibt in dieser Produktion leider auf der Strecke. Das ist sehr schade, denn die CD verspielt meines Erachtens den Einstieg in eine durchaus viel versprechende Karriere und bremst Lena dadurch eher aus. Gerade von einem Medienprofi und Geschäftsmann wie Raab hätte man sich da etwas mehr Weitblick gewünscht und Mut zu einer kantigeren Produktion.
"My Cassette Player" jedenfalls hätte es in Lenas Cassette Player vermutlich nicht geschafft!
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